[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour Nr. 7 in diesem Quartal mit dem Titel „Schlüssel zur Einheit in der Familie“. Wir studieren dieses Thema als Vorbereitung auf das Arbeitsschulgespräch am 18. Mai. Der Merkvers diese Woche finden wir in Johannes 17, Vers 21.
[0:43] „Auf dass sie alle eins sein, gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir, auf dass auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“
[0:53] Bevor wir in das Thema einsteigen, würde ich gerne kurz mit euch beten. Lieber himmlischer Vater, ich bin dir von ganzem Herzen dankbar dafür, dass du uns die Möglichkeit gibst, dass wir in deinem Wort so viele Ratschläge finden können. Dafür, dass du uns zeigen möchtest, was es bedeutet, auch als Familie eins zu sein. Und ich bitte dich darum, dass du mit deinem Heiligen Geist jetzt mitten unter uns bist, wenn wir dieses Thema studieren, damit deine Worte in unsere Herzen kommen, damit wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Und ich danke dir von Herzen dafür, dass du dieses Gebet erhören möchtest. In Jesu Namen. Amen.
[1:33] In den letzten Wochen haben wir studiert, welche Ratschläge Gott uns für Familien geben möchte. Er gibt uns Ratschläge für unsere Beziehungen, für unsere Ehen und für unsere Familien. Ich bin von Herzen dafür dankbar, dass Gott uns in diesem wichtigen Thema nicht im Stich lässt und unsere fehlbaren Gedanken und Entschlüsse unseres Herzens uns überlassen wird, sondern dass er in seinem Wort uns genau zeigt, was er sich für uns vorgestellt hat, als er die Familie geschaffen hatte. Und ich freue mich darüber, dass er verheißen hat, dass wenn wir ihn als seinen Ratgeber annehmen, dass wir auch familiäre Beziehungen, eheliche Beziehungen und auch alle Beziehungen zum Menschen, dass wir sie nach seinem Willen leben können. Und wie das gehen möchte oder wie das gehen soll, können wir diese Woche studieren.
[2:32] Letzte Woche haben wir spannende Erkenntnisse gewonnen, wie Gott die eheliche Beziehung geschaffen hat und wie er sie gesegnet hat. Und um das aufzugreifen, möchten wir diese Woche noch tiefer gehen und den Schlüssel zur Einheit innerhalb der Familie studieren. Im vorletzten Quartal haben wir ja ganz ausführlich über das Thema „Schlüssel zur Einheit“ oder „Einheit in der Gemeinde“ studiert. Und genau zu diesem Thema gibt es eine ähnliche Cannstatt Study Hour. Das ist die Cannstatt Study Hour vom 23. Oktober 2018 mit dem Titel „Schlüssel zur Einheit“. Und ich empfehle euch ganz herzlich zur Vorbereitung ebenfalls zu studieren.
[3:13] Der Merkvers diese Woche stammt aus dem hohen priesterlichen Gebet Jesu. Jesus steht hier kurz vor seiner Kreuzigung und vor seiner Verhaftung. Er hat große Angst, wie wir lesen können, aber trotzdem betete er in seinem Leid für uns. Es scheint ein wichtiges Anliegen auf seinem Herzen zu liegen, nämlich, dass seine Jünger und seine Nachfolger eins sind mit ihm und untereinander, so wie er eins mit dem Vater ist.
[3:41] Wir wollen diese Woche, wie gesagt, das Thema Einheit in der Familie näher beleuchten. Und zunächst mal stellt sich die Frage: Woher kommt eigentlich Einheit? Und schon im ersten Satz der Bibel finden wir in 1. Mose 1, Vers 1: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Und im Hebräischen steht hier Elohim, das ist eine Mehrzahl von El. Und hier sehen wir, dass mehr als einer die Erde schuf, mehr als einer schuf den Menschen. Und mehr als einer wollte, dass wir leben. So können wir erkennen, dass auch Gott, der mehr als einer ist, ineinander einig ist. Und wir als Christen glauben ja auch, dass Gott, Vater, Jesus Christus, sowie der Heilige Geist eins sind, ein Gott.
[4:32] Gott wünscht sich die Einheit auch genauso von uns. Er wünscht sich, dass wir miteinander so eng verbunden sind, wie er es ist. Vor allem aber wünscht er sich, dass wir mit ihm so eng verbunden sind, dass wir auch miteinander eins sein können. Durch den Sündenfall entstand Trennung zwischen Menschen und Gott und Uneinigkeit zwischen den Erdenbewohnern. Doch Jesu Tod am Kreuz hat die Welt mit Gott wieder versöhnt und hat so die Grundlage für die Einheit neu geschaffen.
[5:04] Wir sind durch Jesu großes Erlösungswerk Kinder Gottes geworden. Und in 1. Johannes 3, Vers 1 – Entschuldigung – ich lade euch ein, dass ihr mit mir eure Bibeln aufschlagt, finden wir einen wunderbaren Vers. Und dort steht: „Seht, welch große Liebe der Vater zu uns hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen.“ In Römer 8, Vers 14 steht: „Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, sind Söhne Gottes.“ Gott hat uns zu seinen Kindern gemacht. Vor allem anderen sind wir seine Söhne und Töchter. Wir sind Glieder der himmlischen Familie. Und das Schönste ist, wir können dazu nichts beitragen, denn er hat sich dazu entschlossen, dass wir seine Kinder sein können. Genauso wenig, wie ein Baby sich seine Eltern aussuchen kann, und genauso wenig, wie wir uns unsere Eltern aussuchen können, können wir – genauso unabwendbar ist es, dass Gott unser Vater ist, denn er hat sich dazu entschlossen.
[6:18] Aber obwohl wir diese Verheißung haben, dass wir Kinder des Allerhöchsten sind, gibt es trotzdem unter uns Uneinigkeit, Streit und Trennung. Wenn man heute in unserer Welt, in Bekanntschaften, in die Familien unserer Kollegen oder auch in unsere eigenen Gemeinden und in unsere eigene Familie sieht, sieht man, dass Einheit untereinander nicht so ganz einfach ist. Es fällt vielen schwer, kontinuierlich Einheit zu pflegen. Und damit wirkt eigentlich genau das Gegenteil davon praktiziert, was Gott sich für uns vorgestellt hat und gewünscht hat. Wir als Christen fühlen uns besonders unbehaglich, wenn Dinge von dem Willen Gottes abweichen und unharmonisch sind.
[7:02] Aber wie können wir dem entgegenwirken und eigentlich Einheit schaffen? Ich möchte, dass wir nochmal kurz in das Gebet reinschauen, das Jesus betete. Und ich lade euch ein, dazu nochmal Johannes 17, Verse 21 bis 23 aufzuschlagen.
[7:20] „Auf dass sie alle eins sein, gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir. Auf dass auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins sein, gleich wie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleich wie du mich liebst.“
[7:50] Hier sehen wir, dass durch Einheit Gott verherrlicht werden kann. Und Einheit dient nicht nur unserem Selbstzweck, damit es uns gut geht, dass wir uns in unseren familiären Beziehungen oder anderen Beziehungen wohlfühlen, sondern dazu, dass es auch andere sehen, dass es einen Gott gibt, der sie liebt, der auch diese Ordnung und diese Einheit in den Familien und in den Beziehungen auch für sie möchte. Und so fungieren wir, wenn wir Einheit in unserer Familie pflegen, als Werkzeug für Gott, als Zeugnis für die Menschen um uns herum. So können wir auch den Missionsauftrag Gottes erfüllen.
[8:31] Ich habe einen interessanten weiteren Vers gefunden, der das aufgreift, und zwar in Jeremia 32, Vers 39.
[8:49] „Und ich will ihnen ein Herz geben und einen Wandel geben, dass sie mich allezeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen.“
[8:59] Gott selbst möchte uns ein einiges Herz geben. Und die Gottesfurcht tut uns zum Besten. Er bestimmt nämlich dadurch unser Leben. Wenn wir uns ihm unterordnen, können wir Dinge machen, die er möchte. Und wir wissen, sind Dinge, die er möchte, für uns die besten, denn er liebt uns ohne Ende. Und ein aktives Leben in Glauben und völlige Hingabe als Gott wiegt sich auch als Zeugnis für unsere Kinder aus, sodass sie gerne mit Gott wandeln möchten, denn sie haben ein gutes Vorbild in uns gesehen, dass Gott große Dinge tut, wenn wir mit ihm wandeln.
[9:59] Die Einigkeit mit Christus bewegt Einigkeit der Menschen untereinander. Diese Einigkeit ist für die Welt der überzeugendste Beweis für die Herrlichkeit und die Vollmacht Christi und dafür, dass er Macht hat, uns von der Sünde zu befreien.
[10:16] In 2. Korinther 4, 5-6 lesen wir:
[10:29] „Denn wir verkündigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus, dass er der Herr ist, uns selbst aber als eure Knechte um Jesu Willen. Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi.“
[10:54] Indem wir eine enge Verbindung zu Jesus pflegen, werden wir mit ihm inniger, und die Menschen um uns herum können die Veränderungen in unserem Leben sehen und unser Charakter wird dem von Jesus ähnlicher. Und dadurch, dass unser Charakter nicht mehr diese Flecken und Makel hat, die er in seinem sündigen Zustand hat, sondern Jesus ähnlicher wird, sehen sie auch sein Licht durch uns hindurch scheinen.
[11:23] In Kolosser 1, Vers 27 steht noch weiter:
[11:35] „Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“
[11:46] Wie kann ich mit Jesus eins werden? Wie kann ich meine Beziehung zu ihm inniger werden lassen? Und Jesus sollte der Mittelpunkt jedes Lebens von uns sein. Ohne Gott sind wir nichts, denn unser Herz würde nicht sekündlich schlagen, wenn Gott es nicht bestimmen würde, dass er es wollte. Unsere Lungen würden sich nicht mit Luft füllen, wenn er uns nicht lieben würde. Er schenkt uns damit sekündlich einen Beweis seiner Liebe, aber auch gleichzeitig unserer vollständigen Abhängigkeit von ihm.
[12:19] Und es ist interessant, dass wir Gott in so vielen Dingen nicht völlig vertrauen, sondern dass wir lieber unsere eigenen Pläne schmieden, wenn wir ihm doch bei so grundlegenden Sachen, wie dass wir atmen und dass unser Herz schlägt, dass unser Gehirn funktioniert, dass wir gar nicht darüber nachdenken, sondern ihm die Kontrolle überlassen.
[12:39] In Johannes 15, Vers 5 steht: „Getrennt von mir könnt ihr gar nichts tun.“ Und oftmals denken wir, dass wir clever genug, erfahren genug und stark genug sind, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. Aber wie schnell ist es doch passiert, dass unsere superklugen Ideen und Pläne, die wir ausgeheckt haben, zu Staub zerfallen. Wie groß ist dann die Enttäuschung, dass wir versagt haben, wie groß ist dann die Enttäuschung, dass wir versagt haben, dass wir wieder gescheitert sind und die Sünde wieder die Vorherrschaft in unserem Leben gewonnen hat. Schmerzlich müssen wir dann jedes Mal wieder erneut lernen, dass alles, was wir ohne Gott tun und in die Hand nehmen, nichtig ist und vergänglich.
[13:23] Ellen White schreibt im Leben Jesu 369: „Wir sollen bei allem, was wir im Leben tun, Weisheit und Verstand an den Tag legen, damit wir nicht durch gedankenlose Aktionen uns selbst in Anfechtung bringen. Wir sollten uns nicht in Schwierigkeiten stürzen und die Mittel verachten, die Gott vorhergesehen hat, und die Fähigkeiten missbrauchen, die er uns geschenkt hat. Wer für Christus arbeitet, muss seinen Anweisungen unbedingt folgen. Das Ich darf nicht zum Mittelpunkt werden. Das Ich darf nicht die Ehre bekommen.“
[14:00] Wenn wir nach unseren eigenen Ideen planen, wird der Herr uns unseren eigenen Fehlern überlassen. Doch wenn wir seinen Anweisungen folgen und dadurch zurechtgebracht werden, dann wird er uns erretten. Es ist wichtig, jeden einzelnen Tag die Pläne, die ich für diesen jeweiligen Tag oder auch für die Zukunft habe, Gott vorlege und ihm in die Hände lege, genauso auch, wie ich mein Herz und meinen Charakter, meine Fehler, meine Sünden auch in seine Hand gebe, damit er es zum Guten wenden kann, damit die Pläne, die ich anpacke, nicht meine Pläne sind, sondern die, die mir und meinem Umfeld auch zum Besten dienen können.
[14:41] Wenn ich mein Herz in seine Hände lege, so erlaube ich ihm, dass er die Kontrolle übernimmt über meine Gefühle, meine Gedanken und auch meine Taten.
[14:51] Ich lade euch ein, mit mir 1. Petrus, Kapitel 5, Verse 6-8 aufzuschlagen.
[15:05] „So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöht zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch. Seid nüchtern und wacht, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“
[15:27] Ohne die Übergabe und die Unterordnung unter seiner Hand hat es Satan leicht mit mir und ich kann mich schnell in seinen Fängen verstricken. Damit ich mit Jesus eins werden kann und damit Satan es nicht so leicht mit mir hat, hilft es auch, dass ich Jesus besser kennenlerne.
[15:46] Wir kennen die Verse in Johannes 1, in denen es heißt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Um ihn besser kennenzulernen, kann ich in seinem Wort, das seinen Charakter widerspiegelt, studieren und ihn besser kennenlernen, seine Denkweise und seinen Charakter auf mein Leben anwenden.
[16:13] In 5. Mose, Kapitel 12, Vers 28 lesen wir auch weiter.
[16:19] 5. Mose, Kapitel 12, Vers 28:
[16:30] „Bewahre und befolge alle diese Worte, die ich dir gebiete, damit es dir gut und deinen Kindern nach dir gut geht, ewiglich, weil du tust, was in den Augen des Herrn, deines Gottes, recht und wohlgefällig ist.“
[16:48] Wenn wir diesen Vers zusammenfassen oder nochmal neu in eigenen Worten betrachten: Wenn ich Gottes Wort bewahre, geht es mir gut. Und wenn ich in diesem Wandel sein Wort zu bewahren lebe, dann wird es auch meinen Kindern und den nachfolgenden Kindern gut gehen. Wenn ich also seinen Charakter und seinen Willen kenne, werde ich automatisch die Dinge tun wollen, die in seinen Augen recht sind, und die mich natürlich auf dem Weg zum ewigen Leben gut führen können.
[17:21] In 2. Korinther 3, Vers 18 lesen wir die oftmals zitierte Stelle.
[17:27] 2. Korinther 3, Vers 18:
[17:58] Und man kennt es oft, wenn man Freunde hat, die eine bestimmte Art und Weise haben zu reden, sich zu bewegen, Sachen zu machen, und wir sie toll finden, und wir viel Zeit mit ihnen verbringen, werden wir ihnen auch in dieser Weise ähnlicher, dass wir manche Dinge auch übernehmen.
[18:14] Ein sehr bekanntes Zitat ist ebenfalls im Leben Jesu, Seite 67. Und Schwester Ellen White schreibt hier: „Es würde uns gut tun, täglich eine Stunde über das Leben Jesu nachzudenken. Wir sollten das ganze Erdenleben Jesu auf Erden in allen Einzelheiten, besonders aber die letzten Tage, an unserem inneren Auge vorbeiziehen lassen. Wenn wir in dieser Weise bei dem Opfer verweilen, das er für uns gebracht hat, wird unser Vertrauen zu ihm wachsen, unsere Liebe zu ihm lebendiger werden, und am Ende werden wir tiefer mit seinem guten Geist erfüllt sein.“ Und wenn wir gerettet werden wollen, müssen wir am Fuße des Kreuzes Reue und wahre Demut lernen.
[19:01] Manchmal hat man Probleme damit, seine Andacht und sein Bibelstudium kontinuierlich durchzuhalten und in der Liebe zu Jesus nicht zu erkalten und bei der ersten Liebe zu bleiben. Wenn es für dich nicht leicht ist, täglich deine Bibel in die Hand zu nehmen und zu forschen, und du nicht genau weißt, wie du sein Wort studieren sollst, gibt es einige Sachen, für die ich dich ermuntern möchte. Und zwar, wenn du an einem Tag nicht weißt, was du heute lesen sollst, ist in den meisten Bibeln hintendrin ein Bibelleseplan eingedruckt, wo man kleine Einstiege hat, oder dass man eben auch Bibelstudienanleitungen durchnimmt. Oder auch eine gute Art und Weise ist, dass man die Lektion täglich macht. Dort gibt es Abschnitte für jeden Tag, an dem man studieren kann.
[19:53] Und ich ermuntere dich, dass du daran festhältst, denn natürlich möchte Satan manchmal, dass wir keine Zeit mit Gott verbringen, sondern mit Dingen, die vielleicht nicht unbedingt wichtig für uns sind. Und so ermuntere ich dich, dass du daran bleibst, dass du Mut hast und weitermachst, auch wenn deine Gefühle dir sagen, dass du gerade im Moment keine Lust dazu hast. Nur Mut.
[20:19] Beten ist auch ein großer Punkt, wie wir Gott ähnlicher werden können. Wie wir es auch zwischenmenschlich tun, tut es gut, mit unseren Freundinnen und Freunden zu sprechen, ihre Meinung zu erfragen oder auch einfach unser Herz auszuschütten. Und Gott freut sich, wenn wir zu ihm kommen und ihm alles erzählen, was uns auf dem Herzen liegt. So bauen wir eine innigere Beziehung auch zu ihm auf. Wir lesen, was er sagt, und wir sagen, was uns auf dem Herzen liegt, was wir von ihm wissen möchten. Und wir pflegen so eine gute Kommunikation mit ihm.
[20:54] Es gibt ein bekanntes Zitat, und zwar heißt es auch: „Der Teufel versucht dich vom Beten zu stoppen, weil er ganz genau weiß, dass das Gebet ihn stoppen wird.“ Ich lade dich ein, dass du das im Hinterkopf behältst, wenn du das nächste Mal beten möchtest, aber irgendwie alles dich davon abhalten will. Denke daran, dass Gott möchte, dass du Zeit mit ihm verbringst, dass er dir Sorgen von deinem Herzen nehmen kann, und dass Satan genau das Gegenteil möchte, sondern dass du eben nicht Zeit mit Gott verbringst.
[21:26] Ich habe auch eine spannende Statistik gefunden, oder keine richtige Statistik, aber auf jeden Fall haben Wissenschaftler untersucht, dass Menschen, die dankbar sind, ihre Herzensgesundheit verbessern können. Und wir als Christen haben allen Grund, Gott dankbar zu sein. Und auch wenn man manchmal nicht weiß, was man Gott sagen kann, kann man ihm einfach danken. Danken, dass die Sonne scheint. Danke, dass ich heute was gegessen habe. Danken für alles, was dir eben einfällt. Und du wirst sehen, es wird dir sehr guttun.
[22:01] Andererseits kannst du dir auch Menschen aussuchen, wenn es dir schwerfällt, kontinuierlich lange zu beten, Gebetslisten zu führen, suche dir ein paar Personen aus, für die du intensiv beten möchtest. So hast du jeden Tag einen Grund zu beten. Wir haben das große Privileg, mit dem König der Könige zu reden, mit dem Herr der Herrlichkeit. Und wir dürfen es auch in Gemeinschaft mit anderen tun. Wenn es dir vielleicht schwerfällt, alleine zu beten, dann frag einen Freund oder eine Freundin, ob sie mit dir auch beten möchten. Und versuch so eine Kontinuität in deinem Gebetsleben zu bringen. Du wirst begeistert sein.
[22:41] Nimm seine kostbaren Verheißungen in Anspruch. Und ich möchte ein paar mit euch durchgehen, Verheißungen. Und zwar die erste steht in Philipper 4, Vers 6:
[22:53] „Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagen eure Anliegen vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“
[23:11] 1. Thessalonicher 5, Vers 17:
[23:16] 1. Thessalonicher 5, Vers 17 steht:
[23:20] „Betet ohne Unterlass.“
[23:22] Lukas 18, Vers 1 sagt Jesus selbst sogar.
[23:26] Lukas 18, Vers 1 sagte er:
[23:30] „Und er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis, um ihnen zu zeigen, dass es nötig ist, alle Zeit zu beten und nicht nachlässig zu werden.“
[23:39] Römer 12, Vers 12:
[23:42] Um eines der letzten von ganz vielen Verheißungen zu nennen.
[23:47] Römer 12, Vers 12 lesen wir:
[23:53] „Seid fröhlich in der Hoffnung. In Bedrängnis haltet Stand. Seid beharrlich im Gebet.“
[24:01] Und ich lade dich ein, dass du dein Gebetleben neu schaffst, dass du neu mit Gott anfängst zu beten, wenn es dir schwer fällt und wenn du schon gut dabei bist, dass du einfach dranbleibst. Gott wünscht sich von Herzen, dass wir eine innige Gemeinschaft mit ihm haben. Wie Jesus betete, sollen wir mit ihm auch eins sein, so wie Jesus mit dem Vater eins ist.
[24:27] Wenn wir in der Familie eins sein möchten, wenn wir Gemeinschaft zusammen haben möchten, ist es wichtig, dass jedes Individuum der Familie seine eigene ganz persönliche Beziehung mit dem Erlöser hat. Und durch die verändernde Liebe die Familie als Ganzes eins miteinander und auch mit Gott werden kann.
[24:46] Die Bibel hilft uns so gut zu verstehen, wie wir miteinander eins werden können. Und zum Beispiel steht in Johannes 15, Vers 12:
[24:58] „Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, gleich wie ich euch geliebt habe.“
[25:09] Der Lieblingsjünger Johannes hat diese Verse aufgeschrieben. Und am Beispiel von Johannes erkennen wir, wie sehr die aufopfernde Liebe Gottes sich auf unseren Charakter auswirkt. Wir können in der Bibel und auch bei Ellen White lesen, dass Johannes früher cholerisch, schnell gereizt, stolz, machtgierig und kritisch war. Doch Jesu Liebe veränderte seine negativen Charaktereigenschaften und er half ihm, dass er Menschen mit der christlichen Liebe und dass sie eins werden konnten, lieben konnte. Und auch unser Charakter kann auf diese Weise verändert werden.
[25:49] In 1. Johannes 4, Vers 19 steht: „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ Diese Aussage suggeriert, dass wir bedingungslos und wirklich aufopfernd lieben können, nicht weil wir es können, sondern weil Gott uns zuerst geliebt hat und weil er uns diese Eigenschaft geben möchte.
[26:10] In 1. Korinther 13 ist das hohe Lied der Liebe beschrieben. Und wir haben viel darüber gehört. Ich denke, dieses Kapitel ist an jemandem vorbeigegangen. Und ich möchte gerade die ersten Verse davon vorlesen.
[26:27] „Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagungen hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeilte und mein Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützt es mir nichts.“
[26:57] „Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe beneidet nicht. Die Liebe prahlt nicht. Sie bläht sich nicht auf. Sie ist nicht unanständig. Sie sucht nicht das Ihre. Sie lässt sich nicht erbittern. Sie rechnet das Böse nicht zu. Sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit. Sie freut sich aber an der Wahrheit. Sie erträgt alles. Sie glaubt alles. Sie hofft alles. Sie erduldet alles.“
[27:25] Hier ist ein kurzer Abschnitt aus dem Hohelied der Liebe. Aber hier wird die Liebe in ihrer ganzen Pracht beschrieben. Weil Gott die Liebe ist, entspricht die Beschreibung von Paulus auch direkt seinem Charakter. Konntest du dich in diesen Stellen wiederfinden? Ich muss gestehen, dass mein Charakter noch nicht völlig ausgereift ist, dass jedes auf mich zutreffen würde. Aber es ist nicht schlimm, denn Jesus möchte uns ähnlich machen. Er möchte uns seinem Charakter ähnlich machen. Er möchte uns die Geduld schenken. Er möchte uns den Glauben schenken, der die Hoffnung nicht verliert und so weiter. Und es ist so schön zu wissen, dass was er versprochen hat, dass er es auch tun wird.
[28:16] In der Familie passiert es schnell, dass Worte unüberlegt ausgesprochen werden, dass Herzen schnell verletzt werden können. So ist hier Vergebung das A und O. Denn in unseren unvollkommenen und zwischenmenschlichen Beziehungen passiert es so schnell, dass Sünde überhandnimmt oder dass wir zu schnell oder zu jähzornig reagieren und uns mit Taten somit verletzen können.
[28:44] Wenn wir mit Sünde konfrontiert werden, die es zu geben gilt, sind wir auch gleichzeitig damit konfrontiert, wie groß und tief Gottes Liebe zu uns ist. Und wenn man darüber nachdenkt, wenn einem gesündigt wurde, wie sehr man an Gott gesündigt hat. Denn meine Schuld hat Jesus ans Kreuz gebracht. Für meine Sünden ist er gestorben. Für mich hat er so sehr gelitten. Und er liebt mich ohne Maßen und genauso auch dich und uns alle. Und er vergibt uns.
[29:17] Wenn wir nicht wüssten, dass Gott uns vergibt, würden wir uns dann überhaupt verändern lassen wollen? Gottes überwältigende Liebe und die Arbeit des Heiligen Geistes führen uns zur Buße und zur Reue über die Schuld.
[29:35] In 1. Johannes 1, Vers 9 lesen wir weiter.
[29:40] 1. Johannes 1, Vers 9 steht:
[29:48] „Wenn wir ihm aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
[29:59] 2. Korinther 2, Verse 5-8:
[30:06] „Hat aber jemand Betrübnis verursacht, so hat er nicht mich betrübt, sondern zum Teil, damit ich nicht zu viel sage, euch alle. Für den Betreffenden sei die Bestrafung vonseiten der Mehrheit genug, sodass ihr ihm nun im Gegenteil besser Vergebung und Trost gewährt, damit der Betreffende nicht in übermäßiger Traurigkeit versinkt. Darum ermahne ich euch, Liebe gegen ihn walten zu lassen.“
[30:32] Vergebung untereinander ist Gottes Wille für uns.
[30:38] In 1. Petrus 4, Vers 8 steht:
[30:46] Und diesen Vers merke ich persönlich sehr besonders.
[30:50] „Vor allem aber habt innige Liebe untereinander, denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zudecken.“
[30:59] Wir alle wissen, was wir Gott angetan haben mit unserer Sünde. Und es ist also auch genauso wichtig für die Person, die Missetat an uns geübt hat, dass wir ihr vergeben. Oftmals ist die Person selbst im Schock über ihre Tat oder über ihr Verhalten, sodass wir ihnen durch Vergebung und Verzeihung den Weg zur Umkehr zeigen können.
[31:25] Ich habe ein sehr spannendes Zitat von Ellen White gefunden, das mein Herz sehr berührt hat, als ich damit überlegt habe, warum sollte ich einer Person vergeben? Das Buch aufgeschlagen kam bei dem Zitat draußen, es war ein Schlag mitten in mein Herz und ich möchte es sehr gerne mit euch teilen. Das Zitat findet ihr im Leben Jesu auf Seite 446 und dort steht:
[31:53] „Wer abgewandten Blickes den Irrenden den Rücken zukehrt und sie nicht daran hindert, ihren Weg ins Verderben fortzusetzen, ist kein Nachfolger Christi. Wer den Sünder oder den Richter bringen will, lehrt in seinem eigenen Leben oftmals mehr Schuld auf sich als sie. Die Menschen hassen den Sünder und lieben die Sünde. Christus dagegen hasst die Sünde und liebt den Sünder. Von diesem Geist müssten auch alle seine Nachfolger beseelt sein. Die christliche Liebe hält sich zurück im Tal, nimmt aber schnell euch der Reue wahr, um auf dem Pfad zur Gottesfurcht zu bringen und ihn darauf zu erhalten.“
[32:41] Wenn wir anderen vergeben, helfen wir ihnen dabei, den Weg zurück zu Gott wiederzufinden. Vergebung in der Familie ist das Allerwichtigste, weil mit diesen Menschen ist man auf eine ganz besondere Art und Weise verbunden und Trennung und Uneinigkeit hier ist zum Schaden für alle Personen.
[33:01] Eine Hoffnung gibt es, wenn eine Familie von viel Sünde oder persönliche Beziehungen von viel Sünde belastet sind, dass es mehr Gnade als Sünde gibt. In Römer 5, Vers 20 lesen wir dazu.
[33:21] Römer 5, Vers 20:
[33:25] „Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden.“
[33:37] Und genauso gnädig wie Gott mit uns ist, wenn wir immer wieder scheitern und immer wieder sündigen, können wir auch mit Sündern, die in unserem Umfeld sind, genauso wie wir Sünder sind, mit Menschen, die uns etwas angetan haben oder uns verletzt haben, können wir Gnade walten lassen und die Person immer wieder annehmen.
[33:57] Eltern sind in gleicher Weise unvollkommen, und durch Vergebung wird die Möglichkeit zur Veränderung geschaffen. Aber was bei der Vergebung und den zwischenmenschlichen Beziehungen wirklich fehl am Platz ist, ist das Ego. Das Ego zerstört Familien und jede andere Art von Gemeinschaften. Und wie wir schon besprochen haben, können wir nichts aus uns selbst heraus tun, das gut ist. Wir können nichts tun, was für Gott ist, wenn wir es aus uns selbst heraus tun, zum Segen für andere oder für uns wird, weil das falsche Motiv dahinter steckt, weil mein Ego im Vordergrund stehen möchte.
[34:45] Ellen White schreibt, dass Stolz und Selbstsucht, wenn diese beiden beiseitegelegt werden würden, dass sie eins werden könnten. Wie oft streiten wir über diese oder jene Ansicht, wie oft streiten wir über verschiedene Meinungen und fragen gar nicht nach, was eigentlich Gottes Plan ist oder ob wir nicht mit Gott darüber sprechen könnten und er unsere Meinung formt, dass sie eins werden könnte und dass das Gespräch, das wir eben vielleicht geführt haben, das Gespräch, das wir eben vielleicht geführt haben.
[35:29] Philipper 2, 3-8.