[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr eingeschaltet seid und ich freue mich, dass wir gemeinsam in diesem neuen Jahr ein weiteres, ein neues Studium uns anschauen können, nämlich mit dem Thema Auflehnung und Erlösung. Und für viele mag es vielleicht jetzt nicht so neu erscheinen, aber wir wissen, dass wenn wir in dem Wort Gottes tief graben und studieren, wird uns dann doch einiges neu bewusst, weil der Heilige Geist uns aus neuen Perspektiven zeigt, dass selbst ein bekanntes und vielleicht altes Thema in dem neuen Licht doch ganz interessante Perspektiven zeigt. Und so wollen wir mit der Hilfe des Heiligen Geistes auch in diesem Thema einsteigen, wo es überschrieben ist, die Krise im Himmel. Und bevor wir anfangen, lade ich uns ein, dass wir Gott bitten, gegenwärtig zu sein durch seinen Geist. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dein Wort, das wir haben, für den tiefen Einblick dessen, was im Himmel geschah und was hier auf Erden weitergeführt wird, nämlich der Krieg, den Satan angefacht hat. Und die Lösung und Erlösung und das Heil, das du den Menschen gibst und die Kraft und die Macht, den du jenen verleihst, der auf deiner Seite steht. Herr, wir bitten dich, leite du uns durch deinen Heiligen Geist in alle Wahrheit und habe herzlichen Dank dafür. Amen.
[1:57] Der Merkvers für diese Lektion, Krise im Himmel, finden wir in Offenbarung Kapitel 7, Vers 10. Und dort geht es um die Schar aus allen Völkern vor dem Thron Gottes und dort heißt es: „Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm.“ Und ich habe mich gefragt: Wer sitzt bei mir auf meinem Herzensthron? Sitzt Gott bei mir auf meinem Herzensthron, das mich zum Heil führt, oder aus der Perspektive des Kampfes, des Krieges zwischen Licht und Finsternis, zwischen Satan und Christus, oder sitzt Satan in meinem Herzen und thront dort, das er zum Verderben führt?
[2:51] Nun, die Perspektive, die wir uns anschauen im ersten Teil, ist der Sündenfall im Himmel. Und dort haben wir die Verse angeschlagen in Jesaja 14 und in Hesekiel 28. Und wir schauen zuerst einmal die Verse in Jesaja an, in Jesaja 14. In Jesaja Kapitel 14, dort Vers 4 und 12 bis 15. Dort heißt es: „Da wirst du dieses Spottlied auf den König von Babel anstimmen und sagen: Wie hat der Treiber ein Ende genommen? Wie hat die Erpressung aufgehört?“ Und dann Vers 12 bis 15: „Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte? Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen? Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen. Doch ins Totenreich bist du hinabgestürzt, in die tiefste Grube.“
[4:00] Nun, hier sehen wir, dass Satan nicht direkt angesprochen wird, sondern Satan versteckt sich immer hinter Masken. In Garten Eden war es die Schlange, in diesem Fall war es der König von Babel, oder auch in Hesekiel sehen wir auch noch einen anderen Aspekt hierzu. Auch interessant ist zu sehen, dass Satan, der sich oder der damals Luzifer hieß, eine Agenda hatte. Er wollte sein wie Gott. Er wollte sich gleichstellen. Er wollte seinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und sich auf den Versammlungsberg im äußersten Norden niederlassen. Und wir wissen in der Bibel, dass der Norden symbolisch ist für den Thron Gottes. Und dass die Konsequenz dessen, das Trachten so zu sein wie Gott, dahin führt, dass man in die tiefste Grube fällt. Und für uns sollte es Anlass sein, darüber mal nachzudenken und auch zu studieren, wie die Bibel davon berichtet, was es bedeutet, Gott nachzufolgen und Gott zu dienen und was es bedeutet, gegen Gott zu kämpfen.
[5:21] Nun, ein Aspekt zum Beispiel sehen wir in 2. Thessalonicher, Kapitel 2, Vers 3 und 4. Hier spricht Paulus zu der Gemeinde Thessaloniki, wo er sagt: „Lasst euch von niemandem in irgendeiner Weise verführen, denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so dass er sich in dem Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.“ Nun, im Neuen Testament wissen wir, dass der Tempel, der lebendige Tempel, wir selbst sind und dass wir selber entscheiden können, wer auf unserem Thron in unserem Herzen sitzt.
[6:25] Interessant ist auch zu sehen, dass bei der Erschaffung Jesus Christus, der Sohn Gottes, in Zusammenarbeit mit dem Vater das ganze Universum schuf. Das lesen wir in Johannes, Kapitel 1 bis 3. Unsere Erde, Sonnensystem, Licht, Wärme etc. Alles, was geschaffen wurde, ist von Gott geschaffen worden und Gott schuf Engel, Seraphim, Cherubim, die als seine Diener im Himmel wohnen. Gott stattete alle geschaffene Wesen mit einem freien Willen aus, mit der Kraft zum sittlichen Urteil und der Freiheit, sich zu entscheiden. Sein Wunsch war spontane, freiwillige Liebe und nicht erzwungene Anbetung. Wenn Menschen treu sind, nur weil sie gar keine andere Wahl haben, welchen Wert hätte das wohl für Gott gehabt? Ganz und gar keinen. Aber indem er allen Freiheit zugestand, nahm Gott das Risiko auf sich, dass einige sich gegen ihn auflehnen könnten. Sie würden einen anderen Herrn wählen und anderen moralischen Grundsätzen folgen. Eine solche Rebellion würde seine Autorität untergraben, das Gleichgewicht im Weltall durcheinander bringen und seine Einheit und Harmonie zerstören. Doch Gott war bereit, dieses Risiko auf sich zu nehmen und sogar bei jedem seiner Geschöpfe den freien Willen. Dieser freie Wille gibt den Menschen die volle Verantwortung für seine Entscheidung. Der Mensch kann jedoch nur zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Gott oder Satan, gut oder böse, Leben oder Tod, Licht oder Finsternis. Und so ist es auch wichtig, dass wir erkennen und verstehen, wie wichtig es für uns persönlich ist, in unserem irdischen Dasein, wem wir dienen und wen wir in unserem Herzen thronen lassen.
[8:21] Wir sehen eine interessante Erfahrung darin zum Beispiel in Obadja im Alten Testament. In Obadja die Verse 1 bis 9. Dort heißt es: „Dies ist die Offenbarung an Obadja. So spricht Gott der Herr über Edom. Wir haben eine Botschaft gehört vom Herrn und ein Bote wurde damit an die Völker entsandt: Auf, lasst uns aufbrechen zum Krieg gegen sie! Siehe, ich habe dich klein gemacht unter den Völkern, sehr verachtet bist du. Der Hochmut deines Herzens hat dich verführt, weil du an Felshängen wohnst, in der Höhe thronst und in deinem Herzen sprichst: Wer wird mich zur Erde herunterstoßen? Wenn du aber auch dein Nest in der Höhe baust wie der Adler und es zwischen den Sternen anlegst, so würde ich dich doch von dort unterstürzen, spricht der Herr.“ Vers 5: „Wenn Diebe zu dir kämen, nächtliche Räuber, wie bist du untergegangen? Würden sie nicht nur so viel stehlen, bis sie genug haben? Wenn Winzer zu dir kämen, würden sie nicht eine Nachlese übrig lassen? Wie ist aber Esau durchsucht? Wie sind seine verborgenen Schätze ausfindig gemacht worden? Alle deine Bundesgenossen haben dich an die Grenze zurückgeschickt, getäuscht. Überwältigt haben dich die Männer, mit denen du Frieden hieltest, die dein Brot aßen, haben dir Schlingen gelegt. Es ist keine Einsicht in ihn. Werde ich, spricht der Herr, an jenem Tag nicht die Weisen aus Edom vertilgen und die Einsicht vom Gebirge Esau? Und deine Helden Themern sollen den Mut verlieren, damit jedermann ausgerottet wird bei dem Gemetzel auf dem Gebirge Esau.“
[10:07] Hier sehen wir so einen kleinen Einblick darüber, wie der Kampf im Himmel ausgesehen haben mag und wie der Sündenfall letzten Endes auch im Himmel entstand. Es ging um Überheblichkeit. Es ging darum, selbst herrschen zu wollen und nicht zu dienen, zu unterdrücken anstatt zu erbauen und zu erheben.
[10:36] Eine weitere Geschichte können wir sehen in der Erfahrung, wie sie sich hier auf Erden abspielt und somit auch ein Vergleich ist dessen, was im Himmel geschah, nämlich in 2. Samuel Kapitel 15. Und dort lesen wir, ich werde jetzt nicht alles lesen, ihr könnt es dann für euch lesen, aber hier sehen wir, was geschah mit Absalom. Nämlich Absalom machte sich am Morgen früh auf und stellte sich neben dem Torweg auf und es geschah, wenn jemand einen Rechtsstreit hatte, so dass er zum König vor Gericht kommen musste, so rief ihn Absalom zu sich und fragte ihn: „Aus welcher Stadt bist du?“ Antwortete er dann: „Dein Knecht ist aus einem deiner Stämme Israels.“ So sprach Absalom zu ihm: „Siehe, deine Sache ist gut und recht, aber beim König ist niemand, der dir Gehör schenkt.“ Und Absalom sprach: „Oh, dass man doch mich zum Richter im Land einsetzte, damit jedermann zu mir käme, der einen Rechtsstreit und Rechtshandel hat. Ich würde ihm zu seinem Recht verhelfen.“
[11:52] Wir sehen ja auch in Hesekiel 28, wie Satan versucht hatte, sich in diese Position zu bringen, indem er falsche Aussagen, Lügen über Gott verbreitet hatte, über das Wesen Gottes verbreitet hat und gesagt hatte: „Ja, wenn ich doch nur derjenige wäre, der richten könnte, der König wäre, der über den Rechtsstreit bestimmen könnte, der Freiheit geben kann, ach, wie gut wäre es doch.“ Und dann sieht man dann später, wie es dann heißt in Vers 6: „So macht es Absalom mit allen Israeliten, die zum König vor Gericht kamen.“ Und so stahl sich Absalom die Herzen der Männer von Israel. Hier sehen wir auch einen kleinen Einblick darüber, wie die Sünde, wenn sie nicht sofort ausgetilgt wird, auch in unserem Leben, in der Gemeinde, was passiert? Es fängt an zu wuchern, es bekommt seinen Platz, wo es sich ausbreiten kann und wie Satan es geschafft hat, die Herzen der Engel im Himmel zu erobern und auf seine Seite zu ziehen. Man kann es sich nicht vorstellen, wenn geschaffene Engelwesen, die Gott dienen, jeden Tag, den sie anbieten, den sie sehen durch Jesus als den Erzengel Michael, wie sie doch von Gott sich abwandten und den lügenhaften Märchen Satans folgten. Ihr könnt dann auch in Psalm Kapitel 3 sowie Psalm Kapitel 37 die Erfahrung Davids in diesem Bezug lesen.
[13:28] Was wir noch lesen wollen in diesem Zusammenhang ist Daniel Kapitel 4. In Daniel Kapitel 4 und dort Vers 30. Und dort sehen wir ja, wie der König von Babel, obwohl er diesen Traum von Gott bekam und obwohl er sagte, dass das, was Gott durch Daniel gesagt hatte, ihm klar wurde, dass das der wahre Gott ist und sein Königreich betrachtete und sagte: „All das habe ich gemacht und gab Gott nicht die Ehre.“ Wie dann im selben Augenblick, sagt Vers 30: „Erfüllte sich das Wort an Nebukadnezar. Er wurde von den Menschen ausgestoßen, fraß Gras wie ein Ochse und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis sein Haar so lang wurde wie Adlerfeder und seine Nägel wie Vogelkrallen.“ Das Tolle an Nebukadnezar ist zu sehen, dass er bereute, dass er sich demütigte und dass er Gott recht gab. Und das Tolle an Gott ist und das sieht man in allen Belangen, wenn wir umkehren zu Gott, dann erhöht er uns. Die gleiche Chance hatte auch Satan gehabt. Er hätte umkehren können, auch wenn er nicht die erhabene Position bekommen hätte, aber er wäre in Gottes Gegenwart. Aber sein Herz blieb verstockt und somit versucht Satan jetzt durch diese Verstocktheit, die er hatte, obwohl er Gnadenzeit hatte, umzukehren und Demut zu üben und zu erkennen, dass Gott der wahre Gott ist, in Liebe und Gerechtigkeit handelt, dass Satan dann mit verschiedenen Mächten versucht hat, diesen Kampf, diesen Krieg im Himmel weiter fortzuführen.
[15:35] Wir lesen es zum Beispiel in Offenbarung Kapitel 12, wenn wir uns die Frage stellen, durch welche Macht Satan wirkte. In Offenbarung Kapitel 12 Vers 3 und 4 sehen wir, dass er mit dem Symbol eines großen roten Drachens hier agiert. Und nicht nur das. Dort heißt es in Offenbarung 12 Vers 3 und 4: „Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel. Siehe, ein großer feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen. Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte.“ Nun, dieses Tier, was dann später auch beschrieben wird, leopardenähnliches Tier, ein Tier mit Hörnern wie ein Lamm, wurde dem Johannes die irdische Regierung dargestellt, die sich besonders daran beteiligen würde, das Gesetz Gottes mit Füßen zu treten und sein Volk zu verfolgen. Der Kampf dauert bis zum Ende der Zeit. Das Volk Gottes, symbolisiert durch eine reine Frau mit ihren Kindern, wurde als eine kleine Minderheit dargestellt. In den letzten Tagen war nur noch ein Überrest vorhanden. Johannes erwähnt sie als die, die die Gebote Gottes haben und das Zeugnis Jesu. So beschreibt es übrigens auch Ellen White im Bibelkommentar Seite 972.
[16:59] Nun, was war der Schwanz, der diese Sterne hinunter zog? Ich meine, diese Charakteristik, die Satan ja im Himmel hatte, zu verführen, muss ja auch hier auf Erden irgendwie weitergeführt werden. Und daran erkennt man es zum Beispiel, wie es hier beschrieben steht, in Vers 4: „Unser Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich.“ Lesen wir in Jesaja Kapitel 9, und das ist ein sehr, sehr wichtiger Aspekt, den wir hier verstehen müssen. In Jesaja Kapitel 9, Vers 12 bis 15, dort heißt es: „Aber das Volk kehrt nicht um zu dem, der es schlägt, und sie suchen den Herrn der Heerscharen nicht. Darum wird der Herr von Israel Haupt und Schwanz abhauen, Palmenzweig und Binse an einem Tag. Der Älteste und Angesehene ist das Haupt, und der Prophet, der Lügen lehrt, ist der Schwanz. Die Führer dieses Volkes sind Verführer geworden, und die von ihm Geführten sind verloren.“
[18:06] Ihr Lieben, die Bibel berichtet davon, dass viele falsche Propheten ausgegangen sind. Und umso wichtiger ist es zu erkennen zwischen den wahren und falschen Propheten, und das können wir nur durch das Wort Gottes. Und wenn sogar Satan in der Lage ist, dass das intelligenteste Wesen, ja er war vom Charakter sogar, beschreibt Ellen White, er war Gott am ähnlichsten von den geschaffenen Wesen. Das muss man sich vorstellen. Satan nutzt diese Eigenschaft, die Gott ihm gegeben hat, um sie für seine Zwecke zu benutzen, um Aufruhr zu stiften, um Stimmung zu machen, um Lügen zu verbreiten, damit Gott im falschen Licht dargestellt wird, damit sie Angst haben, zu Gott zurückzukehren. Geht es dir nicht manchmal auch so, wenn du merkst, du hast Sünde getan und du fürchtest dich zu Gott zu gehen und du schämst dich, zu Gott zu kommen? Sind das nicht die Stimmen Satans, die dir sagen: „Vergiss es. Gott hat sich von dir abgewandt. Er wird dich nicht hören. Du musst erst diese Bußübung tun, oder du musst erst das in Ordnung bringen.“ Natürlich muss man im Leben Dinge in Ordnung bringen, aber ohne Christus können wir gar nichts tun, nicht einmal den Schritt zu Gott tun. Jesus Christus allein, der Wahrhaftige, führt uns zu Gott und er wartet nur darauf, dass wir zu ihm schauen, die Hand ausstrecken nach ihm, und er sie sofort ergreift und uns zu sich zieht.
[19:49] Weitere Merkmale des Drachen könnt ihr in Daniel 7 lesen. Ihr habt das hier im Manuskript. Was ich mit euch noch anschauen möchte, und das ist, finde ich, ein sehr interessanter Aspekt, wo es das Kind von der Frau spricht, das heißt der Same, der Nachkomme. In 1. Mose 3, wir kennen die Situation, die entstand beim Sündenfall und wo Gott reagierte und wo Gott sofort einen Erlösungsplan hier ins Leben ruft. Und er sagt in 1. Mose Kapitel 3, Vers 15: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinen Samen und ihren Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ Hier ist der Hinweis auf den Messias, der kommen soll, der das Heil bringt für die, die sich an Gott klammern, die an ihm festhalten. Und hier sehen wir auch, dass dieser Sündenfall, der im Himmel stattfand, auf die Erde überlagert wurde und wie diese Spaltung letzten Endes kam.
[21:07] Ein weiteres Beispiel findet ihr in 2. Mose 1, in 2. Mose Kapitel 1, die Verse 16 bis 22. Da sehen wir nämlich auch, wie dieser Gedanke, dieses Vernichten Wollens, dieser Heilslinie, lesen wir ab Vers 16, und wir können ab Vers 15 lesen: „Und der König von Ägypten redete mit den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schipra und die andere Pua hieß. Und sie sprach: Wenn ihr die Hebräerinnen entbindet, so seht auf der Stelle nach. Wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn. Ist es aber eine Tochter, so lasst ihr leben.“ Der Pharao wollte sicherstellen, dass, besser gesagt, Satan hatte durch den Pharao sicherstellen wollen, dass die Nachkommen dieser Frau, dieser Heilslinie unterbrochen werden soll, dass alles vernichtet werden soll, was aus dieser Verheißung her stammt. Und er gab Befehl, jeden männlichen Nachkommen sofort zu töten, nicht die Frauen. Warum? Weil man die Frauen für seine eigenen Zwecke benutzen kann. Ist es nicht interessant, wenn man es mal so betrachtet? Die Frau ist ja symbolisch in der Bibel die Gemeinde Gottes. Satan versucht, diese Gemeinde zu vernichten, dass sie sich nicht verbreitet, sondern im Keim erstickt wird. Wie wichtig ist es für uns in unserer heutigen, in dieser letzten Zeit, wo dieser Krieg, der Sündenfall des Himmels zu einem Höhepunkt kommt, wo die Auseinandersetzung noch krasser wird?
[22:59] Weiter sehen wir dann, wie die Hebammen Gott fürchteten und wie sie dies nicht taten und wie Gott sie gesegnet hatte. Es ist auch für uns wichtig zu wissen, wie wir im Sinne Gottes handeln in diesem Kampf der Sünde.
[23:12] Die Verse, die noch angeschlagen wurden im Lektionsheft in Hesekiel 28, wollen wir mal aufschlagen in Hesekiel 28. Und dort haben wir in den Versen 1 und 2: „Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Menschensohn, sprich zu dem Fürsten von Tyrus.“ Hier wird jetzt auch wieder von einem Fürsten in Tyrus gesprochen und nicht direkt Satan angesprochen, aber Satan versteckt sich hinter diesem Fürsten und agiert durch ihn. „So spricht Gott der Herr: Weil sich dein Herz überhoben hat und du gesagt hast: Ich bin ein Gott und sitze auf einem Götterthron mitten im Meer, da du doch nur ein Mensch und kein Gott bist, und weil du dein Herz dem Herzen Gottes gleichstellst.“
[24:08] Lieben, für uns ist es eine wirklich wichtige Frage, und das kann man immer nur betonen. Sitze ich selbst auf dem Thron und somit hat Satan vollen Zugriff, wenn ich versuche, mich selbst zu regieren, oder sitzt Gott und Gott allein in meinem Herzenthron? Und da sieht man auch, was es bedeutet, wenn ich selbst mein Leben in die Hand nehmen möchte und selbst bestimmen möchte, was richtig ist und was falsch, was gut und böse ist, was Wahrheit und was Irrtum ist, dann passiert genau das, was in dem Beispiel von Herodes geschieht, nämlich die Anbetungsform. Eigentlich ist es nichts anderes als ein Gedanke, der daraus entsteht, sich selbst als Gott darzustellen und in gewisser Weise auch eine Anbetung fordert. Das ist im Prinzip nichts anderes als Egoismus, sich höher zu stellen als den anderen, um die Anerkennung von anderen zu bekommen. So sieht man das in der Apostelgeschichte 12.
[25:19] Interessant ist zu sehen, was es nämlich heißt, wo gesagt wird, ab Vers 12: „Menschen sollen Stimmen ein Klagelied an über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht Gott der Herr: O du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit.“ Eigenschaften, die Luzifer damals hatte. „In Eden Gottes warst du mit allerlei Edelsteinen.“ Und dann werden sie hier aufgelistet. Dann lesen wir, dass Gott sogar die Musikinstrumente, dass das Musik eines der Eigenschaften von Satan war, von Luzifer damals, die ihm bereitet wurden. Und Ellen White schreibt, dass er angefangen hat anzustimmen, das Lied anzustimmen, und der ganze Engelchor stimmte mit ein. Er führte, er dirigierte den Engelschor. Übrigens ist es dann auch für uns wirklich ein wichtiger Aspekt zu erkennen, wie wir heutzutage Musik betrachten sollten und urteilen sollten.
[26:22] Es heißt dann weiter Vers 14: „Du warst ein gesalbter, schützender Cherub; ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandelst mitten unter den feurigen Steinen. Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde.“ Das heißt, es gab eine Zeitspanne, wo Satan oder Luzifer tatsächlich einer war, der Gottes Gebote schützte, der am Thron diente, an der Seite Gottes, bis zu dem Zeitpunkt, was wir vorhin gelesen haben, wie sich sein Herz erhoben hat. Er wollte seinen Thron über Gottes Thron stellen, sich am äußersten Norden niederlassen, am Versammlungsberg.
[27:04] Und dann heißt es in Vers 16: „Und das ist sehr interessant. Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden und du hast gesündigt.“ Nun, was sind Handelsgeschäfte? Nun, im Himmel wird ja ein Engel kaum irgendwelche Güter haben, wie Schmuck oder Geld oder Gold, wo sie handeln. Es muss etwas anderes gewesen sein, dass es so wichtig ist, dass hier, dass so hervorgehoben wird, dass das ein Grund war, dass hier der Frevel, die Sünde dadurch nur noch stieg. Und wenn wir jetzt zum Beispiel in diesem Zusammenhang Offenbarung Kapitel 18 mal aufschlagen, Offenbarung Kapitel 18, und das lesen wir über Babylon, über diese Zeit, in der wir jetzt leben, und das spricht, Offenbarung 18 spricht ja genau diese Zeit jetzt an, in der wir leben, heißt es: „Und das Licht des Leuchters wird nicht mehr in dir scheinen, und die Stimme des Bräutigams und der Braut nicht mehr in dir gehört werden; denn deine Kaufleute waren die Großen der Erde, denn durch deine Zauberei wurden alle Völker verführt.“ Im Englischen liest man dort „Merchandising“, sowohl in Hesekiel 28 als auch in Offenbarung 18. Handelsgeschäfte.
[28:26] Nun, wie sieht so ein Handelsgeschäft aus? Nun, wenn Luzifer jemand ist, der der oberste General ist und die Engel auf seinem Befehl hin, sprich Gott gab Luzifer einen Befehl und Luzifer trug diesen Befehl weiter und die Engel hörten den Befehl von Luzifer und führten ihn aus. Aber die Engel wussten, dass der Befehl nicht von Luzifer kam, sondern von Gott. Aber die Beziehung zwischen Luzifer, dem General, und den Engeln war auch eine sehr enge Bindung und eine sehr vertrauenswürdige Bindung. Dennoch nutzte Satan diese Gelegenheit, um einem nach dem anderen ins Gespräch zu ziehen, damit er sagen konnte: „Ich kenne die Pläne Gottes, aber ich habe einen besseren Plan, ich habe eine bessere Agenda, ich habe ein besseres Ziel. Ich gebe dir eine Freiheit, eine wahre Freiheit. Wenn du die Anbetung Gottes aufgibst und mich stattdessen anbetest, werde ich dafür sorgen, dass du die wahre Freiheit bekommst, die wahre Gerechtigkeit bekommst. Kein Dienen mehr, sondern du selbst darfst entscheiden, wem du dienst. Du kannst sogar in dem Fall die Schöpfung untertan machen mit mir, einen Handel schließen, einen Pakt.“
[30:02] Ihr Lieben, welchen Handel treiben wir mit der Sünde? Das ist eine ernste Frage, denn wir ertappen, und das kann ich auch nur von mir sagen, ich ertappe mich manchmal, wenn ich Fehler an mir erkenne, wie ich versuche, damit zu handeln, nur um es irgendwie schön aussehen zu lassen. Aber zum Glück habe ich das Wort Gottes, das mir genau zeigt, auf welchem falschen Weg ich bin und dass Gott durch seinen Geist mein Herz demütigen kann, damit sich mein Herz wieder ihm ganz zuwendet.
[30:34] Der Grund für den Fall Luzifers, und das sehen wir auch im Vers 17, war sein offenbarter Geist des Antichristen, den er bis zum Ende hält, und das ist auch die Bedeutung des Anti, gegen Christus, gegen die Gerechtigkeit, gegen die Wahrheit, gegen Gott. Und daran erkennen wir auch, wie die Sünde in unserem Leben letztendlich diese Charaktermerkmale aufweist. Daher ist es wichtig, auch wenn wir dieses Thema hin und wieder schon mal studiert haben und gehört haben, dass die Geschichte sich wiederholt und dass die Sünde ihrer Charaktereigenschaften sich hier auf der Erde und in dir und in mir genauso offenbart. Aber nach und nach keimt in Luzifers das Verlangen nach Selbsthöhung. Die Schrift sagt: „Weil sich dein Herz erhob, dass du so schön warst und deine Weisheit verdorben hast, in all deinem Glanz, in Hesekiel 28, 17. Du aber dachtest in deinem Herzen: Ich will meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen. Ich will gleich sein im Allerhöchsten. Ich, ich, ich, ich, ich.“
[31:37] So gehen wir auch letzten Endes mit unserer Sünde um. Ich entscheide. Ich setze die Grenzen. Und dann heißt es in Patriarchen und Propheten: „Obwohl all seine Pracht von Gott war, betrachtete dieser mächtige Engel sie schließlich als ihm zukommend. Angesehener als die anderen der himmlischen Schar war er mit seiner Stellung doch nicht zufrieden. Er begehrte jene Huldigung, die allein dem Schöpfer gebührt. Anstatt Gott bei allen Geschöpfen zum Höchsten zu erheben, bemühte er sich, ihre Anhänglichkeit für sich zu gewinnen und verlangte nach der Herrlichkeit, mit der der unendliche Vater seinen Sohn ausgestattet hatte. Dieser Engelsfürst, er strebte das alleinige Hoheitsrecht Christi.“ Das lest ihr in Patriarchen und Propheten Seite 35. Weitere Studien könnt ihr hier zu lesen im Bibelkommentar von Ellen White zu Hesekiel 28. Sehr interessant. Lest es mal durch. Ist wirklich nur eine Bereicherung.
[32:38] Kommen wir zum nächsten Thema. Der Fürst dieser Welt. Nun, diese Bezeichnung, die wir lesen konnten in Johannes 12, 31, 14, 30 und 16, Vers 11, möchte ich gerne zusammenfassen. Vielleicht einen Vers anschauen, nämlich in Matthäus Kapitel 12. In Matthäus Kapitel 12, die Verse 22 bis 32. Dort heißt es: „Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen.“ Ein sehr bemerkenswerter Vers. Gerade der 25. Es kann nicht halten, es wird zerbrechen. Und das erkennt man übrigens auch, wenn ihr euch das erinnert, an Daniel Kapitel 2, die Statue. Das letzte Reich, das vermengt ist mit Eisen und Ton, wird nicht halten. Satan versucht, durch das, was er durch die anderen Weltreiche versucht hatte, durch Babylon, durch Medopersien, durch Griechenland, durch Rom und jetzt durch vereinte Nationen, Länder zusammenzuführen. Und das sieht man auch jetzt, wie allein schon in der EU immer wieder Streitigkeiten aufkommen, weil sie sich selbst uneins sind. Denn das Reich, das sie versuchen aufzubauen, ist nicht von Gott. Und ich sage euch was: Würde tatsächlich die EU die Gebote Gottes in ihre Verfassung aufnehmen, würde es ganz anders aussehen. Aber nein, Satan versucht, in diesem Kampf als der Fürst dieser Welt, Nationen zusammenzubringen.
[34:46] Wir haben das auch gesehen in Offenbarung 12, wie Königreiche, Nationen, Herrschaftsnationen zusammen sich aufmachen gegen Gott. „Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet.“ Satan war von Anfang an mit sich selbst uneins. Und wenn wir merken in unserem Leben, dass wir uneins sind, dann werden wir nicht bestehen können. „Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so ist er mit sich selbst uneins. Wie kann dann sein Reich bestehen? Wie soll das funktionieren? Und wenn ich die Dämonen durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.“ Und auch hier sehen wir in diesem Kampf zwischen den wahren Fürsten des Universums und den Fürsten, den gefallenen Fürsten, der diese Welt beherrschen möchte, wie hier die Verhältnisse sind. Denn wenn Gott, der wahre Gott, agiert, mächtig wirkt, so sieht man tatsächlich, welches Reich besteht und welches nicht. Denn Gott ist mächtiger als Satan. Jesus Christus ist mächtiger als alle Dämonen, die gefallen sind. Oder kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und sein Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Erst dann kann er sein Haus berauben. „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich. Und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.“ Das war die Intention von Satan, den Himmel zu zerstreuen. Er wollte nicht für Christus dienen und nicht mit ihm sammeln, in eine Einheit zu bringen.
[36:47] Darum sage ich euch: Jede Sünde und jede Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung des Geistes wird dem Menschen nicht vergeben werden. Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden. Wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen. Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist die schlimmste Auflehnung, die ein Mensch verüben kann. Und Satan versucht genau diese Taktik als ein Fürst dieser Welt, als im Prinzip nichts anderes als ein Gesetz zu machen in dieser Welt, gegen den Geist Gottes zu kämpfen, alle Menschen darauf zu drillen, sich gegen Gott zu stellen. Und sobald sie nur etwas von Gott hören und über die Liebe Gottes hören, über den Erlösungsplan hören, dass hier ein Groll aufkommen soll in den Menschen, gegen Gott zu handeln, sich gegen ihn zu entscheiden.
[37:43] Und wenn wir hinausgehen in dieser Welt, sehen wir es wahrhaftig. Wenn wir über andere Religionen sprechen, über Buddhismus etc., da ist es kein Problem, mit Menschen darüber zu sprechen. Spricht man aber über Jesus Christus, über den Erlösungsplan, über das Wort Gottes, merkt man, wie die Reaktion bei vielen Menschen ist. Und so hat der Fürst dieser Welt, Satan, doch sehr gute Arbeit geleistet. Und es ist für mich traurig zu sehen, wie viele Menschen er schon auf seine Seite gezogen hat und wie wenig doch sich Menschen für Gott entscheiden.
[38:26] Es geht um zwei Herrschaftsgewalten im Kampf um die Menschenseelen. Und auch interessant zu sehen ist, dass Satan letzten Endes nichts anderes ist als ein Dieb, der ein Eigentum von Gott genommen hat. Denn er hat kein Eigentum, er hat nichts geschaffen. Ihm gehört ja gar nichts.
[38:47] Wir lesen es am besten jetzt gleich. Zunächst einmal erst in Lukas Kapitel 10, Vers 18 und 19. Da heißt es: „Da sprach Jesus zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Siehe, ich gebe euch Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über alle Gewalt des Feindes, und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden.“ Dieser Kampf gegen den Fürsten der Welt ist nur dann machbar und vor allem siegreich, wenn wir in der Vollmacht Jesu handeln. Und in der Vollmacht Jesu handeln heißt nicht einfach nur zu sagen: „Ich komme im Namen Jesu.“ Nein, es heißt, in Christus geborgen zu sein, Christus in meinem Herzen wohnen zu lassen, so zu sein in seinem Charakter, wie Jesus ist. Denn wenn ich mit eigener Intention und noch mit Sünden beladen einfach mal hinausgehe und versuche, Dämonen zu vertreiben, naja, Satan wird sich ins Fäustchen lachen. Das kommt ihm gerade gelegen. Denn damit spiele ich Satan nur in die Karten. Aber Jesus ist ja ganz klar, er sagt, er gibt die Vollmacht. Aber es kann nur funktionieren, wenn ich ein wahrer Jünger Jesu bin.
[40:06] Diese Auseinandersetzung, wir wollen es uns mal noch anschauen in 1. Mose, wie er letzten Endes auch wie Gott durch seine Schöpfung den Menschen diese Welt übergeben hat. Und zwar in 1. Mose 2, Vers 15 heißt es: „Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.“ Nun, dieses Bebauen und Bewahren ist dieselbe Aussage wie Bewachen und Dienen. Und dieselbe Beschreibung sieht man in der Arbeit der Priester und Leviten. Und in Vers 19 sehen wir: „Und Gott, der Herr, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu den Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebende Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gab.“ Und Gott übergibt den Menschen das Privileg, seiner Schöpfung einen Namen zu geben. Der Mensch bekam den Schlüssel, die Autorität, ein Diener und ein Bewacher, ein Behüter dieser Welt, dieser Schöpfung Gottes zu sein.
[41:15] Und wir sehen, dass durch den Sündenfall in 1. Mose 3, Vers 15 das Reich übergeben worden ist an Satan. Das Reich, das Gott vollkommen geschaffen hat mit seinem Naturgesetz, Sündlosigkeit, dass der Mensch halten sollte, wurde dem Satan übergeben. Und jetzt hatte Satan die Erlaubnis bekommen, seine finsteren Gedanken, seine Boshaftigkeit offenbar werden zu lassen in dieser Welt. Und Gott hat das zugelassen, natürlich. Denn Gott ist ein Richter des ganzen Universums und so wird er auch gesehen. Aber es muss erst offenbar gemacht werden, dass die Anschuldigungen, die Satan gegenüber Gott hat in diesem Kampf, dass sie bloßgestellt werden. Aber das ist die traurige Geschichte dahinter, dass der Mensch Gott ungehorsam war und die Folge war Trennung. Und die Folge ist Sünde. Und die Sünde folgte dahin, oder der Tod folgte praktisch mit der Sünde. Deswegen sagt Jesus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt, denn wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Reich nicht von hier.“ Das sagt in Johannes 18, Vers 36.
[42:46] In diesem Zusammenhang lasst uns Römer, Kapitel 6 aufschlagen. Römer, Kapitel 6, Vers 16 heißt es: „Wisst ihr nicht, wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen? Dessen Sklaven seid ihr und müsst ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit.“ Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist. Es gibt eine wahre Lehre, die von Gott kommt, und es gibt eine irre Lehre, die von Satan durch seine falschen Propheten geführt werden. Und wir können selber entscheiden, ob wir Diener sind zum Gehorsam, zur Gerechtigkeit, oder Sklaven der Sünde. Es liegt nur allein in deiner und meiner Entscheidung. Und das sieht man allein schon, wenn wir Sprüche lesen. Könnt ihr selber lesen in Sprüchen 8, 22 bis 36, die Selbstoffenbarung Jesu in seiner Weisheit.
[43:55] Was wir uns anschauen wollen, ist Kolosser 1. Ihr habt noch die mehreren Verse zum weiteren Studium, wie zum Beispiel Philipper 2, wo Gott selbst sich aufmacht, seine Göttlichkeit am Thron liegen lässt, um Mensch zu werden, um die Menschen zu retten, um das Gleichgewicht wiederherzustellen, damit dann später einmal wirklich die Sünde getilgt werden kann und Gerechtigkeit und Sündlosigkeit und Liebe und Einheit herrschen kann. Kolosser Kapitel 1, Vers 15 bis 23. Dort heißt es: „Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles geschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare. Seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten, alles ist durch ihn und für ihn geschaffen. Und er ist vor allem und alles hat seinen Bestand in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es gefiel Gott, ihn für alle Fülle wohnen zu lassen und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes, durch ihn sowohl was auf Erden als was auch im Himmel ist. Auch euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt wart in den bösen Werken, hat er jetzt versöhnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem Angesicht. Wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen lasst von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, das verkündet worden ist in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, und dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.“
[46:00] Ist es nicht wunderbar, so großartig zu sehen, dass die Herrlichkeit und das Erlösungswerk allein durch Jesus Christus geschieht? Dass er trotz dieser Entfremdung, dieser Böseartigkeit, die durch die Sünde herrscht, die der Fürst dieser Welt versucht, allen Menschen ins Herz zu legen, wie Jesus Christus versucht, dies zu einen, zu versöhnen durch den Tod am Kreuz. Selbst er herrscht durch die bösen, finsteren Mächte, denn Gott lässt die Dinge zu, aber nur deswegen, damit das Böse geoffenbart wird. Aber er gibt den Menschen die Möglichkeit durch sein Wort, die Klarheit zu sehen, wer der wahre Gott ist, wer alles in den Händen hält, dass jeder die freie Entscheidung hat, zu wählen für Gott oder gegen Gott.
[46:51] Hebräer Kapitel 2 möchte ich mit euch noch gerne anschauen. Hebräer Kapitel 2 und dort die Verse 14 bis 18. Dort lesen wir: „Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich der Teufel, und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden. Der Fürst der Finsternis, denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an. Daher musste er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hohepriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.“ Und das ist eine Verheißung. Jesus ist in allem versucht worden, gleich wie wir, aber er blieb treu. Und gerade weil dies so geschah, ist er unser wahrer Hohepriester, der wahre Anführer des Kampfes gegen den Fürsten dieser Welt. In ihm haben wir das Heil durch Jesus Christus. Das solltet ihr dick anstreichen in eurer Bibel.
[48:16] Lasst uns noch in diesem Zusammenhang, und das ist, finde ich, auch ein sehr, sehr wichtiger Vers in Lukas Kapitel 22 lesen. Lukas 22 und dort Vers 53. Und das finde ich sehr interessant. Es geht um die Gefangennahme Jesu, wo er sagte: „Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt. Was tat Jesus im Tempel? Er las von der Schrift. Er heilte die Kranken. Er berichtete vom Reich Gottes, das kommen sollte. Er ruft die Menschen auf, Gott zu folgen, weil Gott die Menschen liebte. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.“ Hier sehen wir, was der Fürst dieser Welt vorhat. Er versucht, das Licht der Welt in Finsternis einzuholen, es zu vernichten, auszumerzen. Und deswegen versucht auch Satan als Fürst dieser Welt, jedes Licht im Keim zu ersticken, das in den Menschen aufleuchtet.
[49:20] Das Reich Gottes ist nicht von dieser Welt. Jesus hat es verkündet, dass es kommen soll. Bist du bereit, dich von dieser Welt loszulösen, um dich vorzubereiten für das neue Reich, das kommen soll? Gottes wahres Reich.
[49:45] In Hiob wird erzählt, dass Satan Zugang hatte zum Himmel. Und da lesen wir in Kapitel 1 Buch Hiob, Vers 6 und 7: „Es geschah aber eines Tages, dass die Söhne Gottes vor dem Herrn traten, und unter ihnen kam auch der Satan. Da sprach der Herr zum Satan: Wo kommst du her? Und der Satan antwortete dem Herrn und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln darauf.“ Jetzt, dieser Begriff „Durchstreifen“ und „Umherwandeln“ ist die Bedeutung von Eigentumsrecht. Das sehen wir nämlich auch in 1. Mose 13.
[50:33] In 1. Mose Kapitel 13 haben wir eine Aussage, die Abraham betrifft. Nämlich in 1. Mose 13, 14 bis 17. Dort heißt es: „Der Herr aber sprach zu Abraham, nachdem sich Lot von ihm getrennt hatte: Hebe doch deine Augen auf und schau auf von dem Ort, wo du wohnst, nach Norden, Süden, Osten und Westen. Denn das ganze Land, das du siehst, will ich dir und deinen Samen geben auf ewig. Und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf der Erde. Wenn ein Mensch den Staub auf der Erde zählen kann, so soll man auch deinen Samen zählen können. Mach dich auf, durchziehe das Land seiner Länge und Breite nach, durch das Durchstreifen, das Durchziehen der Erde. Denn das ist das, was Gott Abraham gegeben hatte. Eigentumsrecht, denn dir will ich es geben. Es ist deins. Das soll der Nährboden sein, wo die Nachkommen wachsen sollen, sich verbreiten sollen, das Evangelium Gottes verkündet werden soll über alle Heidenvölker.“ Dann heißt es: „Da brach Abraham auf, kam und wohnte bei den Terebinthen Mamres in Hebron und baute dort dem Herrn einen Altar.“ Hier wird ein Bund gemacht und Gott macht klar, dass er dennoch, obwohl Satan versuchte, die Welt zu beherrschen als Fürst dieser Welt, der die ganze Welt durchstreift und sieht, was er in seinen Bann ziehen kann, sagt Gott zu Abraham: „Das ist das Land, was du durchstreifst, das will ich dir geben. Das ist dein Eigentumsrecht. Hier soll die Verheißung wahrgemacht werden, die ich in 1. Mose 3, Vers 15 gelegt habe. Das soll weiter fortgeführt werden.“ Hierbei geht es nicht nur um das Gebiet allein, sondern auch, wer es bewohnt.
[52:28] Satan durfte erst einmal nicht, als er sich in die Schlange verwandelte, durfte er den Boden erst mal nicht betreten, denn das war heiliger Boden. Deswegen hat er sich als Schlange auch ausgewählt, nicht nur, weil sie schön war und so verführerisch schien, sondern weil er sich auf den Baum setzte und nicht irgendwo auf dem Boden. Und erst nach dem Sündenfall durfte er dieses Territorium betreten, weil Adam den Schlüssel durch den Sündenfall, durch den Ungehorsam, den Schlüssel dieser Welt Satan übergab und damit durfte er es bewohnen. Aber Gott sagt: „Nein, hier soll mein Same wohnen. Das ist mein Eigentum.“ Und das sehen wir jetzt auch in 2. Mose 19, 2. Mose 19, Vers 5 und 6. Dort heißt es: „Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenkt und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr von allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir.“ Das ist eigentlich der wahre Eigentümer dieser Welt. Gott, Jesus Christus, er hat es erschaffen. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein, das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst. Gott gibt Raum, Gott schafft Raum, damit sein Volk wohnen kann, damit es ein Königreich von Priestern ist, ein heiliges Volk, das ein Zeugnis ist für die Heidenvölker und damit sie dadurch Gott erkennen.
[54:07] Schaut man in Maleachi Kapitel 3, in Maleachi Kapitel 3, auch eine sehr interessante Aussage. Maleachi Kapitel 3 und dort Vers 17: „Und sie werden von mir, spricht der Herr, der Herr, als mein ausgewähltes Eigentum behandelt werden an dem Tag, den ich bereite, und ich will sie verschonen, wie ein Mann seinen verschont, der ihm dient. Dann werden wir sehen, was für einen Unterschied besteht zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.“ Wir sind ein Eigentum von Gott, denn er hat uns geschaffen, aber es bleibt nur so, wenn wir Gott dienen in allem, was wir tun. Alles, was sie tut, ob essen oder trinken, das tut sie zur Ehre Gottes. Weitere Verse könnt ihr noch lesen in Matthäus 12, 43 und 1. Petrus 5, Vers 8.
[55:34] Ich möchte mit euch jetzt noch zum Schluss die Aspekte anschauen, die beschrieben sind über den Kampf im Himmel und wie Satan vertrieben wird. Nun Offenbarung 12 in den Versen 7 bis 10, und ich habe sie jetzt aufgeteilt in ein kleines Vers-Studium von Vers 7 bis Vers 10. Finde ich, ist eine Bezeichnung, wie soll ich sagen, ein Bürgerkrieg, aber wenn wir es aus dieser Perspektive betrachten, ist eigentlich der Bürgerkrieg so etwas wie ein Oxymoron. Denn wie kann etwas, was sich eigentlich einig ist und ohne Sünde gelebt hat, plötzlich in einem Widerspruch stehen? Aus Gottes Sicht und aus Gottes Charakter heraus funktioniert das nicht. Das kann gar nicht ein Widerspruch. Es gibt aber viele Beispiele von Bürgerkriegen im Alten Testament, als Absalom gegen David rebellierte oder Saul den David ausmerzen wollte, als zur selben Zeit elf Stämme sich gegen Benjamin erhoben, sodass es eines der größten Stämme wurde im Kampf gegen das Kleinste. Der Krieg im Himmel war größtenteils ein Krieg der Ideologien. Wir wissen nicht, welche Waffen dabei benutzt wurden. Engel sind geistige Wesen, also welche Waffen benutzt man für so einen Kampf? Und ihr könnt dies zum Beispiel lesen in 1. Chronik 21, 16, 9, 2.
[56:44] Ich möchte mit euch aber zumindest mal im Vers-Studium, Vers 7, Vers 8, zwei, drei Texte anschauen. In Daniel Kapitel 10, Vers 13 zum Beispiel. In Daniel Kapitel 10, Vers 13. Dort heißt es: „Aber der Fürst des Königreichs Persien hat mir 21 Tage lang widerstanden, und siehe, Michael, einer der vornehmsten Fürsten, ist mir zu Hilfe gekommen, sodass ich dort bei den Königen von Persien entbehrlich war.“ Hier ist der Engel, der Daniel stärkte in dem Gesicht, und er sagte: „Ich konnte nicht so früh kommen, denn ich kämpfte noch gegen den Fürsten, gegen Satan, der damals durch Persien herrschte, und erst als Michael kam, konnte ich zu dir kommen und konnte ich zu dir zur Hilfe kommen.“ Hier sehen wir, dass der Krieg auf Erden weiter stattfindet, denn auch wenn der Kampf im Himmel so jetzt nicht mehr existiert, findet er dennoch auf der Erde statt, denn Satan wurde ja vertrieben und der Kampf geht hier weiter. Und es ist so wunderbar zu sehen, dass Jesus damals als Engelsfürst, der Herr der Heerscharen, Michael, „Wer ist wie Gott?“, mächtiger ist als jeder andere Engel. Und wir tun gut daran zu wissen, dass Jesus Christus gegen den Fürsten, dass er allein gegen den Fürsten dieser Welt antreten kann. Und das sehen wir im Übrigen auch bei der Versuchung Jesu, als Satan sich als ein Engel des Lichts zuerst ausgab und dann am Ende, als er sagte: „Dies alles will ich dir geben, das ganze Reich, das mir gehört, kann ich dir geben, aber du musst mich nur anbeten, du musst nicht ans Kreuz gehen, bete mich einfach an und du bekommst alles.“ Aber Jesus sagte: „Es steht geschrieben.“ Und wir tun gut daran, dem gleich zu tun, zu wissen, was geschrieben steht.
[58:37] In Jesaja 34, in Jesaja 34, lesen wir noch in Versen 1 bis 5: „Kommt her, ihr Heiden, um zu hören, und ihr Völker, horcht auf! Es höre die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was ihm entspross, denn der Herr ist zornig über alle Heidenvölker und er grimmt über ihr ganzes Heer. Er hat über ihnen den Bann verhängt und sie zur Schlachtung dahingegeben. Ihre Erschlagenen sollen hingeworfen werden, und der Gestank ihrer Leichname aufsteigen, und die Berge werden von ihrem Blut triefen. Das gesamte Heer des Himmels wird vergehen, und die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle, und all ihre Heere werden herabfallen wie das Laub am Weinstock herabfällt und wie die verdorrte Frucht des Feigenbaums, denn mein Schwert ist trunken geworden im Himmel. Siehe, es wird herabfahren auf Edom zum Gericht über das Volk, das ich mit dem Bann belegt habe.“
[59:44] Wir müssen verstehen, welche Konsequenz es hat, wenn wir weiter gegen Gott kämpfen, auch in kleinen Dingen. Wenn wir erkannt haben, wo Gott uns berichtigen möchte, wo Gott uns wieder auf den rechten Weg führen möchte, wo Satan uns eigentlich mal wegzieht von Gott, müssen wir verstehen, welche Konsequenzen es hat. Und hier ist eins dieser Konsequenzen, was es bedeutet, wenn wir auf der falschen Seite stehen in diesem Krieg. Das gleiche lesen wir auch, oder in dem Zusammenhang von Vers 8 lesen wir im Psalm 118 und dort die Verse 7 bis 14. Dort heißt es: „Der Herr ist für mich, er kommt mir zur Hilfe, und ich werde meine Lust sehen an denen, die mich hassen. Besser ist bei dem Herrn Schutz zu suchen, als sich auf Menschen zu verlassen. Besser ist bei dem Herrn Schutz zu suchen, als sich auf Fürsten zu verlassen. Alle Heiden haben mich umringt. Im Namen des Herrn schlage ich sie. Sie haben mich umringt, ja, sie haben mich umringt. Im Namen des Herrn schlage ich sie. Sie haben mich umringt wie Bienen. Sie sind erloschen wie Dornenfeuer. Im Namen des Herrn schlage ich sie. Du hast mich hart gestoßen, dass ich fallen sollte, aber der Herr half mir. Der Herr ist meine Stärke und mein Lied, und er wurde mir zum Heil.“
[1:01:14] Bedenkt an den Vers, den wir gelesen haben im Offenbarung 7. Er ist das Heil. Er sitzt auf dem Thron. Sitzt er auch in deinem Herzensthron, das zum Heil führt? „Stimmen des Jubelns und des Heils ertönen in den Zelten der Gerechten. Die Rechte des Herrn hat den Sieg errungen.“ Jesus Christus kann in deinem und meinem Leben den Sieg erringen, aber das geht nur, wenn wir auch wirklich, wirklich auf seiner Seite stehen.
[1:01:44] Die weiteren Studienverse für Vers 9 und Vers 10 in der Offenbarung, Kapitel 12, könnt ihr noch weiterlesen in dem Manuskript. Interessant ist, von der Zusammenfassung in den Versen 7 bis 16 im Buch der Offenbarung werden vier große Bedrohungen beschrieben, aber jedes dieser Bedrohungen folgt eine wunderbare Erlösung. In der dramatischen Vision wird dem Johannes der Kampf zwischen Christus und Satan gezeigt und wie die Anschläge Satans fehlschlugen durch das Eingreifen Gottes. Also der erste Aspekt, den wir lesen, ein großer roter Drache, haben wir gelesen, Offenbarung 12, Vers 9, bereitet sich vor, das Baby, also Jesus, zu verschlingen, wenn es geboren werden soll. Welches Baby könnte das wohl überleben? Das Baby überlebt letzten Endes und endet auf dem Thron Gottes. Der zweite Aspekt sehen wir, dass daraufhin der Drache die Mutter verfolgt, ein Symbol des Volkes Gottes, Offenbarung 12, Vers 13. Und wie sehr kann sich eine Mutter, die gerade bei einem Drachen wehrt, aber auch sie konnte auf wunderbare Weise dem Drachen entfliehen. Das sehen wir in Vers 14. Der dritte Aspekt, um die Auserwählten Gottes zu zerstören, versucht der Drache mittels einer Wasserflut die Frau wegzureißen, Vers 15. Eine Frau gegen eine solche Flut, und doch greift Gott ein und hilft der Frau zu entfliehen, Vers 16. Und der vierte Aspekt, nun setzt der Drache all seine Aufmerksamkeit auf die übrigen von dem Samen der Frau, denn er ist rasend vor Wut. Und die Geschichte zeigt uns, wie das Volk Gottes über die Jahre verfolgt, unterdrückt, gejagt wurde. Zu oft kann man erkennen, wie unmöglich diese aussichtslose Situation für das Volk Gottes stand und wir jedes Mal durch ein Wunder Gottes die Gläubigen überlebten. Nicht zu vergessen, dass diese Geschichte hierbei nicht endet. Die Fortsetzung Offenbarung 14, wo die Gläubigen vor dem Thron Gottes stehen, wurden alle durch Gottes wunderbares Eingreifen erlöst und gerettet.
[1:03:56] Möchtest du auch, dass Gott in deinem Leben eingreift, in diesem Kampf, in dieser Krise, die im Himmel begann und jetzt hier auf Erden fortgeführt wird? Nun, der Kampf geht weiter und die Verse, die dort angeschlagen waren in Johannes 16, Vers 33, möchte ich mit euch nur wenige Verse zum Abschluss lesen. Lesen wir zuerst mal Johannes 16, Vers 33. Johannes 16, Vers 33, dort heißt es: „Dieses habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Und nur durch Jesus Christus allein können wir, Satan, können wir diese Welt überwinden.
[1:04:41] Wenn wir in Johannes 14 lesen, die Verse 27 bis 31 heißt es: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und ich komme zu euch. Wenn ihr mich lieb hättet, so würdet ihr euch freuen, dass ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater, denn mein Vater ist größer als ich. Und nun habe ich euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht. Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts.“ Satan ist der Ankläger dieser Welt, und er klagt gegen dich, er klagt gegen mich vor Gott, aber solange wir nicht Christus an unserer Seite haben, gegen den er nichts hat, werden wir weiterhin eine Angriffsfläche für Satan sein. Vers 31: „Damit aber die Welt erkennt, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater geboten hat. Steht auf und lasst uns von hier fortgehen.“
[1:05:51] Steh auf, da wo du jetzt bist, geh hinfort in Richtung Jesus Christus, laufe ihm entgegen. Jesus kam als wahrer Friedensstifter, so nennt er sich auch in Lukas Kapitel 2, Vers 14, könnt ihr auch lesen in Lukas 19, Vers 38.
[1:06:13] Ich möchte mit euch noch einen Vers im Römer anschauen, Römer Kapitel 16, Vers 20. Dort heißt es: „Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen. Amen.“ Der Gedanke, dass Jesus, dass Gott den Fürsten dieser Welt zertreten wird unter unseren Füßen, sollte uns Hoffnung geben, sollte uns Mut geben, nicht aufzuhören in diesem Kampf. Das Gleiche könnt ihr auch lesen in diesem Zusammenhang, 2. Mose 25 als Studium, 2. Mose 25, 8 bis 10 und in Römer 8, 28 bis 39.
[1:06:59] Die vielleicht die letzten zwei, drei Verse in Hebräer 12, das angeschlagen wurde in Hebräer 12, 1 bis 3. „Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt. Und wir wissen, woher wir die Ausdauer bekommen, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der von uns liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts erachtete und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.“ Hierzu möchte ich noch einen weiteren Vers in Hebräer, ihr könnt den ganzen Hebräer 11 dazu nehmen für das Studium, aber auch in Hebräer 9, Vers 28, und das ist so der Brückenschlag zu dem Merkvers, den wir hatten. In Hebräer Kapitel 9, Vers 28: „So wird der Christus, nachdem er sich zum einmal zum Opfer dargebracht hat, um der Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten Mal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil.“ Offenbarung 7.
[1:08:12] Es ist auch dein Wunsch, darauf zu harren, zu warten, die Geduld der Heiligen zu üben, dass Jesus wiederkommt, dass er die Sünden, die er von dir und von mir auf sich nimmt, uns zum Heil führt und siegreich sind im Kampf gegen Jesus Christus. In dem Kampf zwischen Christus und Satan muss sich jeder Mensch für eine Seite entscheiden. Auf welche Seite stehst du? Mit welchen Mitteln kämpfst du? Sei ein Soldat Gottes mit den himmlischen Waffenrüstung, die Gott uns gibt, und ihr kennt sie, und ich hoffe, ihr habt es euch angestrichen, und wenn nicht, dann holt euch jetzt einen Marker und streicht euch diese Verse an, denn das ist die wahre Waffenrüstung, gegen die wir im Kampf bestehen können. Und diese Waffenrüstung ist keine irdische Waffenrüstung, sie ist eine von Gott gegebene Waffenrüstung.
[1:09:08] Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels. Der Kampf geht weiter, denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Welt, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen. Deshalb, ihr Lieben, ergreift die ganze, nicht die halbe, nicht nur einen Teil, die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widersteht und nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest: eure Lenden umgürtet mit der Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, um die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber greift das Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist, indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und fürbitte für alle Heiligen. Auch für mich, damit mir das Wort gegeben werde, so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums bekannt zu machen, für das ich ein Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig rede, wie ich reden soll.
[1:10:31] Wir haben ein Evangelium zu verkünden, wir haben eine dreifache Engelsbotschaft zu verkündigen, und das ist eine Kriegserklärung gegen Satan. Dazu brauchen wir Mut, dazu brauchen wir die Waffenrüstung Gottes, damit wir diese Botschaft den Menschen weiterbringen können. Ist es auch dein Wunsch, dass du ein solcher Soldat bist für diesen Krieg, der sehr bald ein Ende haben wird, denn Christus kommt bald? Möchtest du auf Christi Seite stehen? Gott segne dich in deinen Entscheidungen.
[1:11:10] Wir werden dieses Studium weiter fortsetzen und das nächste Thema wird sein die Krise in Eden. Auch das wird ein sehr, sehr spannendes Thema sein. Ich freue mich schon darauf und bis dahin wünsche ich euch gottesreichen Segen im Studium seines Wortes. Seid dem Herrn befohlen, haltet an ihm fest, widersteht der Sünde und glaubt und betet und hofft auf das Heil, das kommen wird durch Jesus Christus. Gott mit euch. Amen.
[1:11:56] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!