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In dieser Christ Study Hour-Episode von David Nießner wird die Bedeutung der Auferstehung im christlichen Glauben beleuchtet. Es werden biblische Beispiele von Auferweckungen vor der Kreuzigung Jesu betrachtet, darunter die Auferweckung von Lazarus, die Beschreibung Jesu als „Auferstehung und Leben“ und die Rolle der Auferstehung im Glauben der Urchristen. Weiterhin wird auf die prophetische Ankündigung der Auferstehung in Daniel und die Auferstehung von Mose eingegangen, um die zentrale Stellung dieses Glaubensgrundsatzes zu unterstreichen.


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Serie: Christ Study Hour 2022 Q4: Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung

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Transkript

[0:34] Liebe Geschwister, herzlich willkommen zu der dieswöchigen Christ Study Hour. Das Thema ist: Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung. Es ist ein großes Privileg, dass wir Gottes Wort studieren können, insbesondere im Hinblick auf die Auferstehung, die wir in der letzten Woche schon begonnen haben zu studieren und jetzt weiterführen werden über die Auferstehungen vor der Kreuzigung. Es ist ein großes Privileg, gerade in Anbetracht dessen, weil viele Menschen in der Geschichte Gottes Wort studieren wollten, aber nicht die Möglichkeit hatten und sogar dafür hingerichtet wurden. Aber die einzige Hoffnung, die sie hatten, war die Hoffnung auf die Auferstehung.

[1:14] Und ich möchte euch gerne einladen, dass wir auch zu Beginn von diesem Studium beten, dass wir das unter Gottes Segen stellen, unter seine Führung. Und lass uns der Heilige Geist auch persönlich an die Punkte führt, wo er uns hinführen möchte, wo er sieht, dass wir Veränderungen brauchen und wo er sieht, wo wir auch Wachstum nötig haben oder auch Ermutigung bedürfen. Himmlischer Vater, wir möchten dir von Herzen danken, dass wir auch diese Woche wieder studieren dürfen über dieses wundervolle Thema. Wenn wir auch den Blick darauf hinwenden können auf die zukünftige Welt, dass das Leid in dieser Welt nicht mehr lange sein wird. Und wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du uns hilfst, dass du uns führst und dass du uns auch Erkenntnis schenkst über das Thema. Und dass wir hinterher erkennen, was du uns persönlich zu sagen hast. Wir möchten dir danken, Herr, für diese Bereitschaft und für die Leitung deines Geistes. In Jesu Namen. Amen.

[2:14] Lasst uns beginnen mit Johannes 11. Jesus spricht hier nach der Auferweckung von Lazarus, was auch eine Auferstehung vor der Kreuzigung ist, die wir heute aber aussparen werden. Aber er macht hier ein sehr wichtiges Statement, eine sehr wichtige Aussage in Vers 25 und 26. Als Jesus mit Maria und Martha gesprochen hat, sagte er hier: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt." Es ist immer noch vor der Auferstehung von Lazarus. "Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben." Glaubst du das? Eine sehr kleine, aber sehr entscheidende Frage. Und trotzdem sagt uns der Text hier, dass die Auferstehung, die Jesus für die Menschen bereit macht, für jeden Menschen gilt, der sie im Glauben annehmen möchte. Und genau auf diesen Aspekt des Glaubens möchten wir zum Ende des Studiums nochmal zurückkommen, weil das einer der wichtigsten und vielleicht auch am wenigsten verstandenen Punkte ist in der ganzen Thematik mit der Auferstehung.

[3:19] Die Auferstehung selber. Ich möchte mit euch jetzt nämlich erstmal eine gewisse Grundlage legen. Es ist eine der wichtigsten und zentralsten Punkte im christlichen Glauben, nicht nur im heutigen Glauben, sondern auch im frühchristlichen Glauben, was sich letzten Endes natürlich auch bei uns dann widerspiegelt. Aber lasst uns gemeinsam den zweiten Text aufschlagen in Offenbarung 1, Vers 5. Denn hier wird eine ganz wichtige Beschreibung genannt auf Jesus hin, die mit der Auferstehung eins zu eins zusammenhängt. Nachdem Johannes seinen Brief hier begonnen hat, nachdem er eingeleitet hat, dass das Buch der Offenbarung die Offenbarung Jesu Christi ist und der einzige Zweck des ganzen Buches nicht die Neugierde zu befriedigen sein soll, sondern Jesus zu offenbaren. Und er fährt dann fort und schreibt, wie Christus dem Engel die Offenbarung gegeben hat und der Engel sie dann weitergegeben hat an ihn. Und er an die Gemeinden. In Vers 3 ist dann diese wundervolle Verheißung, wo es heißt, dass alle glückselig gepriesen werden, die die Worte von dieser Weissagung hören, lesen und bewahren. Und weiter fährt er dann fort an die sieben Gemeinden zu schreiben mit einem Grußwort. Und in Vers 5 sagt er dann, dass die Signale auch kommt von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus dem Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Das heißt, selbst im Dienst von Jesus, sondern der Art und Weise, wie Johannes ihn einführt, spielt die Auferstehung eine ganz, ganz entscheidende Rolle. Und nur um es auch erwähnt zu haben, wenn er hier von dem Erstgeborenen aus den Toten spricht, meint das weder, dass Christus ein geschaffenes, geborenes Wesen ist, noch dass er der erste ist, der auferweckt wurde. Aber das griechische Wort deutet darauf hin, dass er der wichtigste, der Entscheidende ist, warum Auferstehung überhaupt stattfinden kann. Und man sieht allein hier schon in der Art und Weise, wie Christus eingeführt wird, dass die Auferstehung direkt damit zusammenhängt.

[5:29] Und dieser Glaube der Auferstehung ist so zentral. Ich möchte mit euch da mal drei Bibelstellen zu anschauen und so wichtig, dass man das nicht übergehen darf. Geht mir mal in das Markusevangelium, Kapitel 15. Wir sehen hier in den letzten Stunden von Jesus bis hin dann die Zeit nach seiner Auferstehung, dass hier vier Punkte genannt werden, die später in den Glaubensüberzeugungen der Apostel und der Urchristen immer wieder auftauchen. Und ein entscheidender Punkt davon ist eben die Auferstehung. In Markus 15,37 heißt es, dass Jesus einen Schrei ausstieß, einen lauten Schrei und verschied. Also kurz gesagt, er ist gestorben am Kreuz. Das ist der erste Punkt, der später aufgegriffen wird in der Apostelgeschichte und auch im Korintherbrief. Auf die Stellen kommen wir gleich zurück. Dann in Markus 15,46 wird gesagt, dass Josef ein Leinentuch gekauft hat, Jesus herabgenommen hat vom Kreuz, in den eingewickelt hat und ihn ins Grab gelegt hat, das in einen Felsen gehauen war. Dann wurde der Stein davor gewälzt. Und Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Josef, sahen, wo er hingelegt wurde. Dann Markus Kapitel 16, Vers 6. Nach der Auferstehung spricht der Engel zu denen, die am Grab standen: "Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden." Das ist der dritte Punkt. "Er ist nicht hier, seht den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten." Vers 7 fährt fort: "Aber geht hin, sagt seinen Jüngern und dem Petrus, dass ihr euch nach Galiläa vorangeht. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat." Wir sehen ja vier Punkte, auf die wir gleich in der Apostelgeschichte zurückkommen werden, die dann sehr entscheidenden Punkt gemacht haben im frühchristlichen Glauben. Das ist einmal der Tod Jesu, die Auferstehung, die Grablegung, die Auferstehung und dass er dem Petrus erschienen ist.

[7:35] Wenn wir jetzt in der Apostelgeschichte Kapitel 13 gehen, da finden wir genau diese Punkte auch wieder als sozusagen apologetische Rechtfertigung für den Glauben. In der Apostelgeschichte Kapitel 13 finden wir Paulus, wie er hier mit den Juden von Antiochia in Pisidien spricht und gegen Mitte Ende seiner Predigten, Vers 28, bringt er genau diese vier Punkte wieder zum Tag. Er sagt in Vers 28: "Obgleich sie keine Todesschuld fanden, verlangten sie doch von Pilatus, dass er hingerichtet werde." Punkt eins. "Und nachdem sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn vom Holz herab und legten ihn in ein Grab." Punkt zwei. "Gott aber hat ihn aus den Toten auferweckt." Punkt drei. "Und er ist mehrere Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm aus Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren, welche Zeugen sind vor dem Volk." Das zeigt auch hier, sehen wir wieder diese Punkte: der Tod, die Grablegung, die Auferstehung und das Erscheinen nach der Auferstehung.

[8:44] Einen letzten Text möchte ich mit euch gerne noch anschauen im ersten Korinther 15. Auf das Kapitel kommen wir später noch einmal genauer zurück, aber auch hier finden wir die gleiche Abfolge an Punkten, die Paulus hier aufführt. Erste Korinther 15, ab Vers 3: "Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich, dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften und begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag nach den Schriften." Und dass er dem Kephas erschienen ist, dann nach den Zwölfen. Vers 6 geht dann noch weiter: "Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind." Das heißt, auch hier finden wir die gleichen vier Punkte: des Todes, Herr Kreuzigung, der damit verbundene Grablegung, die Auferstehung und es erscheinen nach der Auferstehung. Das waren ganz entscheidende, wesentliche Punkte, die im urchristlichen Glauben eine große Rolle gespielt haben, auf die sich berufen wurde und was immer auch als Zeugnis dargebracht wurde. Und der dritte Punkt, die Auferstehung, ist sehr, sehr fest damit verwurzelt. Warum das so ist, kommen wir später noch einmal genauer darauf zurück. Aber ich möchte euch jetzt zeigen, dass es sehr entscheidend ist, dass man die Auferstehung auch als wichtiges Fundament des christlichen Glaubens sieht und versteht. Und das hat einen ganz bestimmten Grund.

[10:19] Wir hatten in den letzten Wochen schon gesehen, dass die Auferstehung aus den Toten vor allem auch ein Hinblick auf die wirkliche Auferstehung, nicht nur die Heilungswunder, sondern die Auferstehung für die Ewigkeit, schon damals vor der christlichen Zeit stattgefunden hat. Dass es keine neutestamentliche Glaubensüberzeugung oder neue Idee ist, sondern dass das biblisch gesehen schon immer bestanden hat. Ein Text, wo uns das auch deutlich wird, finden wir gleich in Daniel Kapitel 10, äh Kapitel 12. Und da möchte ich mit euch auch gerne die Texte einmal lesen, weil es hier ganz persönlich schon vorausgesagt wurde über eine große Gruppe Menschen, aber auch eine Menschen persönlich. Lasst uns einmal lesen da die Kapitel 12, die Verse 1 bis 4. Hier heißt es über die große Drangsal zum Ende der Zeit: "Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht. Denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet." Und dann ist die Frage: Was bedeutet diese Rettung genau? Vers 2: "Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande." Vers 3: "Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich." Vers 4: "Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden darin forschen, und die Erkenntnis wird zunehmen."

[12:15] Und dann geht es noch ein paar Hinweise weiter, die der Engel dem Daniel überbringt. Und in Vers 13 schließt dann das Buch Daniel und damit auch das Kapitel, wo Daniel persönlich gesagt wird: "Du aber geh hin, bis das Ende kommt. Du darfst nun ruhen und wirst einst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage." Wir möchten hier jetzt nicht sehr viel tiefer hineingehen, aber wir sehen hier schon, dass selbst zu alttestamentlichen Zeiten vorausgesagt wurde, dass es eines Tages die Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten gibt. Und wir sehen vor allem auch den schönen Vers der Verheißung an Daniel persönlich, dass er nach seinem langen Dienst, nach seinem starken Zeugnis, das er auch gegeben hat durch Gottes Kraft am babylonischen Hof, einst auferstehen darf und aus dem Staub sich wieder erheben darf, um zu sehen, wie Gott sein Reich aufrichtet.

[13:04] Darüber hinaus finden wir im Alten Testament noch eine weitere wichtige Person, die eine der Hauptpersonen der Bibel ist, die auch eine Auferstehung erlebt hat. Möchte mit euch dazu gerne im Judasbrief lesen über Mose. Wir wissen, dass Mose kurz vor dem Einzug ins Land Kanaan sich diesen, in Anführungszeichen, kleinen Fehler erlaubt hat, dass er zum einen den Felsen zweimal geschlagen hat, zum anderen aber in der ganzen Hitzigkeit der Diskussion, in der Hitzigkeit der Situation, sich dazu hinreißen hat lassen, dem Volk zu sagen: "Haben wir euch nicht..." und damit von Gott weg. Aber dennoch wissen wir aus den biblischen Schriften, dass Mose seine Tat auch bereut hat. Dass er aber dennoch, weil Gott seinem Volk auch demonstrieren wollte, dass wenn er jetzt bei Mose ein Auge zudrückt, auf Deutsch gesagt, dass das ein schlechtes Beispiel für das Volk sein kann und sie Sünde nicht mehr so betrachten würden, wie es nötig ist. Mose hat somit den Einzug ins irdische Kanaan verpasst. Aber wir wissen aus dem Judasbrief, und dort lesen wir den Vers 9, dass er, auch wenn er das irdische Kanaan verpasst hat, doch ins Himmlische aufgenommen wurde. Es heißt ja, der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel Streit hatte über den Leib Moses und mit ihm verhandelte, wagte kein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: "Der Herr strafe dich." Es ist ein faszinierender Text, der uns hier gezeigt wird durch Judas im prophetischer Rückschau. Und es wird im Kreis der Weissagung gesagt, nach dem Mose drei Tage in etwa tot war und Christus mit seinen Engeln kam und Mose aufwecken und den ersten Menschen mitzunehmen, der gestorben war, mitzunehmen in die ewige Heimat. Dass der Satan kam und ihn beansprucht hat für sich, gesagt hat: "Er hat gesündigt, er muss unter meiner Herrschaft bleiben, er muss für immer im Grab verschlossen bleiben." Aber was Jesus hier macht, ist er letztlich auf keine Diskussion, sagt Judas, sondern er sagt ganz einfach: "Der Herr schelte dich." Oder wie Schlachter übersetzt: "Der Herr strafe dich." Satan hat keine Macht mehr und er nimmt Mose mit in das himmlische Kanaan.

[15:31] Im Patriarchen und Propheten der neuen Ausgabe "Wie alles begann" auf Seite 457, 458 lesen wir folgendes über diese Begebenheit: "Christus selbst kam mit den Engeln, die Mose bestattet hatten, vom Himmel herab, um den schlafenden Heiligen aus dem Grab herauszurufen." Allein das ist schon ein sehr schönes Bild, was für eine Anteilnahme. Der Himmel nimmt einen treuen Gläubigen, dass sie sich darum gekümmert hatten, dass Mose bestattet wurde. Und wir wissen auch aus den biblischen Schriften, dass dort gesagt wird, dass keiner das Grab Moses kennt bis zu diesem Tag. Und ich glaube, dass das auch ein sehr wichtiges Detail ist, weil es davor bewahrt, dass man aus dem Grab Mose, wie man aus vielen heiligen Städten, irgendein Relikt macht und seine Pilgerstätte umfunktioniert. So weiß keiner, wo er begraben wurde. Aber uns wird gesagt, himmlische Engel haben ihn dort begraben. Zum ersten Mal stand Christus im Begriff, einem Toten Leben zu schenken, als ich, der Herr des Lebens, und seine Engel dem Grabe näherten, fürchtete Satan um seine Vormachtstellung. Aber Christus ließ sich nicht auf einen Streit mit Satan ein, aber Christus überließ das alles seinem Vater und sagte nur: "Der Herr strafe dich." Die Auferstehung wurde für alle Zeiten sichergestellt. Satan wurde seine Beute entzogen. Die Gerechten Toten werden wieder leben.

[16:58] Das heißt, mit der Auferstehung Moses, er war ja nicht der erste, der in den Himmel entrückt wurde. Hier noch war vor ihm schon dort. Aber der erste, der aus der Macht des Todes befreit wurde, wurde dem ganzen Universum offen gelegt, dass dieser Tod nicht für ewig sein wird und dass all die im Glauben an Christus gestorben sind, aus dieser Macht befreit werden würden und wieder mit Gott vereint in der Ewigkeit wohnen können. Wir kommen später, wie gesagt, noch darauf zurück, warum das so ein entscheidender Punkt ist, der Auferstehung und vor allem auch der Glaube daran, was uns die Bibel darüber lehrt. Aber wir sehen hier schon, dass Christus bereit war, diese ganze Macht zu brechen und dass Satan geschlagen war und das gesamte Urteil über den Satan Jesus dem Vater übergeben hatte.

[17:46] Das ist noch eine weitere Begebenheit im Alten Testament anschauen, wo auch eine Auferstehung berichtet wird, allerdings nur eine Auferstehung, die wieder in den Tod führen würde. Aber es war definitiv eine wichtige Lehrstunde und wir können sehr viele Dinge auch daraus mitnehmen und studieren. Ich möchte mit euch auch abgesehen von der Auferstehung einige wichtige Dinge noch mitnehmen aus diesem Kapitel, weil wir damit auch Parallelen sehen, die später sichtbar werden, warum es so entscheidend ist, dass die Auferstehung ein Glaubensfundament für uns ist. Und vielleicht haben wir, vorwegzugreifen, die Auferstehung hat einen ganz, ganz entscheidenden Aspekt, weil wenn wir an die Auferstehung glauben, dann wird damit quasi schon ein Fundament gelegt, eine Richtung vorgegeben, was wir denken, dass nach dem Tod kommt. Und das wird enorme Auswirkungen auf unser jetziges Leben haben. Wenn wir daran glauben, nach dem Motto, wie viele gläubige Menschen sagen, die zwar in irgendetwas glauben, aber nicht an einen persönlichen Gott, der die Auferstehung zustande bringt, dann kann es sein, dass man denkt: "Na ja, ich bin ja gläubig und was danach kommt, sei es drum, es wird schon irgendwas sein." Aber das ist eine sehr gefährliche Haltung und das möchte ich mit euch später gerne noch mal studieren.

[19:05] Aber wir sehen auch hier schon jetzt den ersten Könige 17, dass das, was wir über die Ewigkeit glauben, auch in Bezug auf die Auferstehung wichtige und sehr entscheidende Auswirkungen hat auf das Leben hier und wie wir uns verhalten. Aber lasst uns noch mal zurückkommen zur ersten Könige 17. Möchte gerne einige Verse lesen. Es geht hier um die Begebenheit, wo Elia am Bach Kirith ist und dann den Sohn einer Witwe von Zarephath auferweckt. Erste Könige 17, wir lesen ab Vers 1. "Und Elia, der Tischbiter von den Einwohnern Gileads, sprach zu Ahab: 'So wahr der Herr lebt, der Gott Israels, vor dessen Angesicht ich stehe, es soll in diesen Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn, dass ich es sage.'" Und das Wort des Herrn erging an den folgendenmaßen: "Geh fort von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Kirith, der östlich vom Jordan fließt. Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen." Da ging er hin und handelte nach dem Wort des Herrn, und er ging und blieb am Bach Kirith, der östlich vom Jordan fließt. Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am Abend, und er trank aus dem Bach. Und es geschah nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete, denn es war kein Land im Regen. Da erging das Wort des Herrn an den folgendenmaßen: "Mache dich auf und gehe nach Zarephath, das bei Sidon liegt, und bleibe dort. Und siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich mit Nahrung versorgt."

[20:49] Bis hierhin erstmal. Das ist unser Grundstein für die Begebenheit, die gleich folgt. Aber ich möchte mit euch einige wichtige Punkte anschauen, die sehr entscheidend sind auch für das Verständnis und warum Elia so eine Kraft in seinem Dienst hatte und warum Gott durch ihn auch so wirken konnte zu diesem Wunder der Auferstehung hin. Der erste Punkt ist, wenn wir in Vers 1 lesen, das ist eine Phrase, die oft kommt von dem Propheten. Aber das ist nicht ohne Grund einfach als Floskel daher gesagt, sondern Elia steht hier vor Ahab und sagt zu ihm: "So wahr der Herr lebt." Und allein das ist schon wichtiger vorzuheben, weil der Glaube, den Elia hatte, sich nicht auf einen schwachen Gott gründet, sondern auf einen lebendigen Gott, der es in sich hat. Denn er sagt dann weiter: "Es soll in diesen Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn, dass ich es sage." Würde Elia das aus einem stolzen Herzen sagen, wäre das Vermessenheit. Und ich glaube, dass Gott ihn ähnlich behandelt hätte, wie er Jakob behandelt hätte, wenn er seine Bitte: "Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich", aus einem stolzen Herzen hervorgebracht hätte. Aber Elia war hier demütiger.

[22:01] Aber Elia war hier demütiger, stand direkt unter Gottes Einfluss und hat ihm mit bewiesen, mit dem es sei denn, dass ich es sage, dass Gott mit ihm ist. Das heißt, der erste Punkt: der Glaube an diesen lebendigen Gott und vor allem auch die Gewissheit, dass Gott mit ihm ist und seinen Dienst segnet. Das ist das, womit Elia hier vortreten konnte.

[22:20] Dann Vers 2: Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen. Das heißt, Elia war ein Mann des Wortes Gottes. Seine Prophetie oder seine Lehren, was immer er gemacht hat, auch seine Handlungen, nicht auf irgendwas gestützt, sondern allein auf das Wort Gottes. Und das hat ihn zu dem gemacht, der er war und hat ihm auch diese Vollmacht verliehen.

[22:41] In Vers 3 sagt Gott dann zu ihm, dass er sich am Bach Kritth verbergen soll. Das heißt, es gibt auch für Gottes treue Nachfolge eine Zeit, wo man sich zurückzieht, für den Dienst vielleicht auch vorbereitet, eine besondere Zeit zum Fasten, Beten, Studieren einlegt und so dann auch vor der Gefahr geschützt wird, sich zu überheben. Gott verheißt ihm dann, dass Raben kommen werden, die ihn versorgen werden mit Essen und Trinken. Und das ist interessant, weil biologisch gesehen Raben eine der geizigsten Vögel sind, die man kennt. Man kennt vielleicht das Sprichwort von Rabenmüttern, dass Rabenmütter ihren Kindern nichts gönnen. Und Gott benutzt gerade diese Vögel, um Elia zu versorgen. In gewisser Weise hat Gott sehr, sehr viel Humor, und das wird auch hier deutlich, auch wenn es eine ernste Lage war.

[23:36] Und dann heißt es in Vers 5: Elia ging hin und handelte nach dem Wort Gottes. Das heißt, er war gehorsam, er hat es nicht in Frage gestellt, er hat es nicht angezweifelt. Auch das ist ein sehr wichtiger Punkt, auf den wir später noch zurückkommen werden, warum der Glaube mit Gehorsam verbunden sein muss. Und er blieb am Bach Kritth, der östlich vom Jordan fließt. Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und am Abend, und er trank aus dem Bach. Das heißt, hier hat sich sein Vertrauen dann offenbart, denn es ist kein Vertrauen, wenn man eine Verheißung kurzzeitig festhält und innerlich denkt: Ja, das ist wahr, das ist richtig. Sondern das Vertrauen zeigt sich vor allem dann, wenn er eine Zeit eintritt, wo scheinbar nichts passiert, und dennoch hat Gott ihn versorgt.

[24:28] Es geschah aber nach einiger Zeit, Vers 7, dass der Bach vertrocknete, denn es war kein Regen im Land. Und auch hier wurde sicherlich nicht nur der Glaube der Israeliten, aber auch vor allem Elias Glaube auf die Probe gestellt, weil genau aus diesem Bach er versorgt werden sollte und er vertrocknet. Es ist das eingetreten, was vorhergesagt wurde, und trotzdem hat Elia gewartet, bis die nächste Anweisung von Gott kam. Und das sind so entscheidende Punkte, die hier einfach genannt werden, die man schnell überliest, die aber so wichtig sind, weil wenn man die verstanden hat und das als Grundlage akzeptiert und glaubt, dann weiß man, worin die Kraft von Elias späterem Dienst lag.

[25:09] Und genauso soll es auch bei uns sein: Der Glaube an den lebendigen Gott, die Gewissheit, dass Gott mit uns ist, dass wir unsere ganzen Lehren, unser ganzes Leben auf das Wort Gottes gründen, dass wir uns zurückziehen in Gottes Anweisung, dass wir gehorsam sind bis ins Kleinste, im Vertrauen, auch wenn die Zeit der Verheißung ausbleibt, und wenn Dinge passieren, Umstände eintreten, mit denen wir nicht gerechnet haben, dennoch am Ball zu bleiben und weiter auf Gott zu vertrauen. Und dann wird geschehen, was in Vers 8 kommt, dass Gott immer dann, wenn es passiert, wenn scheinbar nichts mehr geht, wenn wir scheinbar nur noch vor Mauern stehen, dann wird er die nächste Tür öffnen.

[25:50] Das Wort des Herrn erging an ihn folgendermaßen: "Mache dich auf und gehe nach Zarpat, das bei Sidon liegt, und bleibe dort. Siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich mit Nahrung versorgt." Und auch hier ist es interessant, dass Elia sich auch körperlich wie geistig nicht abhängig machen sollte von den Raben, sondern Gott auch hier Vorsorge getroffen hat für die weitere Versorgung. Denn jetzt heißt es, dass er einer Witwe geboten hat, dass sie für Elia sorgen soll. Solange wir in Gottes Auftrag unterwegs sind, ist es nicht unsere Aufgabe, sich darüber Gedanken und Sorgen zu machen, wie die Zukunft aussieht, was wir essen, was wir trinken werden. Jesus spricht darüber in Matthäus 6 ab Vers 25: "Aber seht auf die Vögel des Feldes, sie sehen nicht, sie ernten nicht, sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer Vater im Himmel ernährt sie doch." Genau das ist derselbe Punkt hier.

[26:43] Elia ist wieder gehorsam, machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Stadttor kam, siehe, da war eine Witwe dort, die Holz sammelte. Und er rief ihr zu und sprach: "Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäß, damit ich trinken kann." Bedenken wir, es war eine Dürre im Land, und es gab kaum Wasser. Und er stellt diese Forderungen einer Witwe, die wir gleich herausfinden, selbst sehr wenig hatte. Aber als sie nun hingegen, auch sie war gehorsam, um es zu holen, rief er ihr nach und sprach: "Bringe mir doch auch einen Bissen Brot mit." Das heißt, scheinbar setzt er noch einen drauf auf diese arme Witwe, die in Not ist, in einem Land, das in Not ist, und bittet sie, ihr zu helfen.

[27:28] Sie aber sprach: "So wahr der Herr, dein Gott, lebt, ich habe nichts Gebackenes, sondern nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Und siehe, ich habe ein paar Holzstücke gesammelt und gehe hin und will mir und meinem Sohn etwas zubereiten, damit wir es essen und danach sterben." Elia aber sprach zu ihr: "Fürchte dich nicht. Geh hin und mach es, wie du gesagt hast. Doch bereite mir davon zuerst einen kleinen Brotfladen und bringe mir heraus. Dir aber und deinem Sohn sollst du danach etwas machen."

[28:02] Interessante Wendungen, die hier die Geschichte nimmt, dass Elia jetzt diese arme Witwe, die nicht in Zarpat in einem Land in einem Zustand der Not ist, sagt: "Zuerst bring es mir." Und so wurde auch der Glaube der Witwe auf die Probe gestellt, ob sie der Anweisung Gottes folgt und ob sie im Glauben diesen Schritt geht, im Glauben daran, dass Gott für alles weitere sorgen würde. Und auch hier, wir wissen, wie die Geschichte weitergeht. Wir wissen, dass es dann später heißt, Vers 15: "Sie ging hin, machte es so, wie Elia gesagt hatte, und der aß und sie auch samt ihrem Haus viele Tage lang. Der Mehltopf wurde nicht leer und das Öl im Krug wurde nicht weniger, nach dem Wort des Herrn, das er durch Elia geredet hatte." Das ist unfassbar für einen Menschen, wenn man darüber nachdenkt, wie es sein kann, dass ein Krug nicht leer wird, obwohl man ständig daraus schöpft. Aber Gott hat dieses Wunder vollbracht.

[28:58] Und wie ich gerade sagte, für uns scheint das jetzt natürlich: "Ja, ja, war gut und richtig, hätten wir auch so gemacht." Aber wenn wir ehrlich zu uns selber sind, und das ist ein ganz entscheidender Punkt, dieser Glaube, dieser nackte Glaube an die Verheißung, auch wenn es nicht danach aussieht. Abraham hatte das auch, und das werden wir gleich noch studieren. Aber das war genau der Punkt, dass auch diese Frau später so bestärkt hat an die nackte Verheißung, die Gott gegeben hat, auch wenn die Umstände völlig anders aussahen. Aber Gott hat sich darum gekümmert, und seine Verheißung ist nicht ausgeblieben, die er geboten hat, auch wenn alles andere dagegen nicht zu scheinen schien.

[29:41] Aber nach diesen Ereignissen wurde der Sohn der Frau, der Hauswirtin, krank, und seine Krankheit wurde so schwer, dass kein Lebensodem mehr in ihm blieb. Das heißt, nach all den Wundern, die hier Gott vollbracht hat in der Not, wird jetzt der Sohn dieser Frau krank, und zwar so schwer, dass er stirbt. Und um auf die Themen der letzten Woche zurückzukommen: Es heißt hier, dass kein Lebensodem mehr in ihm blieb. Hier ist nicht die Rede davon, dass seine Seele entschwindet, sein immaterielles Ich, das hinauswandert und das tut, wovon die griechische Philosophie glaubt, dass sie tun. Sondern es heißt einfach, als er krank wurde und starb, blieb kein Lebensodem mehr in ihm. Die lebensspendende Kraft, die Gott hineingelegt hatte, war nicht mehr da.

[30:28] Es heißt 18: Und sie sprach zu Elia: "Du Mann Gottes, was habe ich mit dir zu tun? Bist du zu mir hergekommen, damit an meine Schuld gedacht werde und mein Sohn sterbe?" Er sprach zu ihr: "Gib mir deinen Sohn her." Und er nahm ihn von ihrem Schoß und trug ihn hinauf in das Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Bett. Und er rief den Herrn an und sprach: "Herr, mein Gott, hast du auch über die Witwe, bei der ich zu Gast bin, so Schlimmes gebracht, dass ihr Sohn sterben lässt?"

[30:59] Das ist auch noch mal ein wichtiger Hinweis, den wir hier finden in dem Dienst von Elia, dass wenn wir als Missionare oder als Prediger, auch als Laiengemeindeglieder, aber jeder ist im Prinzip dazu berufen, Zeugnis zu geben im Namen Christi, wenn wir zu Menschen kommen, einen Dienst in Gottes Namen tun und scheinbar die Umstände sich dagegen wenden, so dass wir in ein schlechtes Licht gerückt werden, aber mit uns Gott – und das ist der entscheidende Punkt –, dass wir hier genauso wie Elia darum beten, dass Gott seinen Namen verherrlicht und nicht der Satan die Oberhand gewinnt und nicht den Glauben, wie in dem Fall der Witwe hier, vielleicht sogar zerstört wird.

[31:39] Vers 21: Und er streckte sich dreimal über das Kind aus und rief zu dem Herrn und sprach: "Herr, mein Gott, lass doch die Seele dieses Kindes wieder in es zurückkehren." Auch hier noch mal kurz zurückzukommen auf die Sterblichkeit der Seele: Wenn Elia hier davon spricht, dass die Seele in das Kind zurückkommen soll, hatten wir das gerade in Vers 17 schon gesehen, dass er nicht von einem Wesen spricht, das im Körper gefangen ist, von einer unsterblichen Seele, sondern er redet davon, dass der Lebensodem zurückkehrt. Das ist das ganze Geheimnis, was hier für viele so ein Trugschluss werden könnte.

[32:20] Vers 22: Und der Herr erhörte die Stimme des Elia. Aber warum hatte sie erhört? Weil wir gesehen haben, die Schritte, die Elias Dienst begleitet haben, die ganze Kraft, die darin gesteckt hat, dass die dafür verantwortlich war, dass es geschehen ist. Das war der Glaube an den lebendigen Gott, die Bestätigung, dass Gott mit ihm war, und der Gehorsam, zu warten auf die Verheißung, auch wenn sie noch nicht da ist.

[32:44] Und die Seele des Kindes kam wieder in dasselbe, und es wurde lebendig. Und Elia nahm das Kind und brachte es von dem Obergemach ins Haus hinab und übergab es seiner Mutter und sprach: "Siehe, dein Sohn lebt." Das sprach die Frau zu Elia: "Nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist und dass das Wort des Herrn in deinem Mund Wahrheit ist."

[33:04] Und das hier war alles, worum Elia gebeten hatte. Hätte Gott seinen Namen auch verherrlichen können ohne das Leben des Kindes? Hätte das auch gemacht, aber es ist auf der einen Seite schön zu sehen, dass er auch sich um die irdischen, jetzigen, momentanen Zustände kümmert und auch das zum Segen sein lässt. Aber dennoch hat alles, was geschehen ist, was durch den Tod des Kindes vielleicht hätte wieder zerstört werden können, dazu gedient, dass Gottes Name verherrlicht wird. Und die Frau, die nicht mal Israelitin war, erkannte, dass Gott ein lebendiger Gott ist und dass Elia sein Stellvertreter ist, nicht im Sinne von Papst, aber dass er ein Werkzeug und ein Zeugnis ist für den lebendigen Gott des Himmels.

[33:49] Und ihr Lieben, das soll auch unser Gebet sein, wenn wir in unseren Dienst treten, wenn du mit den Nachbarn sprichst, mit den Freunden, mit den Verwandten, dass wir darum bitten, dass Gott seinen Namen verherrlicht, auch wenn die Zustände, Umstände völlig aus den Fugen geraten. Und wenn wir das demütig Herzens vor Gott bringen, wird Gott alles einsetzen, dass die Menschen, mit denen zu tun haben, das erkennen und sagen werden: "Nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist und dass das Wort des Herrn in deinem Mund Wahrheit ist."

[34:19] Das bedeutet nicht, dass wir alle Propheten werden müssen, aber es bedeutet, dass Gott durch seine Kinder, durch sein Volk sich verherrlichen möchte.

[34:33] Selbst im Neuen Testament finden wir einige Auferstehungen, die Jesu Dienst begleitet haben, vor seiner eigenen Auferstehung. Dann überlesen zum Beispiel von dem Jüngling von Nain, der auferweckt wurde, als Jesus in einem seiner Reisen dann zu der Stadt kam, und dieser ganze Trauerzug zu gewinnen kam. Und auch hier eine Witwe da war, deren Sohn begraben musste, der nicht mal erwachsen war. Jesus, voller Mitleid, dort stehen geblieben ist und zu dem Jungen quasi gesprochen hat, er das wieder auferstehen soll. Und die ganze Menge außer sich war, gesagt hat: "Was ist hier geschehen?" und Gott gepriesen haben.

[35:10] Aber wir finden es auch in anderen Stellen, zum Beispiel mit dem Mädchen von dem Synagogenvorsteher, dass Jesus auferweckt hatte. Auch die Geschichte möchte ich kurz mit euch lesen. Wir finden sie in Markus 5 ab Vers 21.

[35:32] Und als Jesus im Schiff wieder ans jenseitige Ufer gekommen war, versammelte es sich eine große Volksmenge bei ihm, und er war am See. Und siehe, da kam einer der obersten der Synagoge namens Jairus. Und als er ihn erblickte, fiel er ihm zu Füßen und er bat ihn sehr und sprach: "Mein Töchterlein liegt in den letzten Zügen." Lukas spricht davon, dass es seine einzige Tochter war, das heißt, sie hatten kein anderes Kind.

[35:59] Und ich will dir nicht zu viel hinein interpretieren, aber vielleicht hat Jesus sich auch daran erinnert, dass sein Vater einen ähnlichen Schmerz oder einen größeren Schmerz tatsächlich erleiden musste, weil auch sein einziger Sohn bald sterben würde. Aber Jairus bittet ihn und fragt: "Komme doch und lege ihr die Hände auf, damit sie gesund wird und am Leben bleibt."

[36:20] Und er ging mit ihm, und es folgte ihm eine große Menge nach, und sie bedrängten ihn. In der Zwischenzeit, und das ist auch sicherlich eine Glaubensprüfung, ja, von Jairus gewesen. Kam diese blutflüssige Frau, sie kam ohnehin schon sehr langsam vorwärts, weil die Menge gedrückt hat und geschoben hat und wer weiß, vielleicht den sie nicht mal wirklich im Schneckentempo vorangekommen. Dann ist diese wundervolle Begebenheit, wo die Frau, die den Blutfluss hatte, gesund wurde.

[36:54] Und als sie gesund wurde, werden er noch Rede. Heißt es hier in Vers 35: Kamen etliche von den Leuten des obersten der Synagoge und sprachen: "Deine Tochter ist gestorben. Was bemühst du den Meister noch?" Ja, es wollten sie sagen: Sie ist tot, was soll jetzt schon noch geschehen? Nichts ist mehr möglich, sie ist tot, er kann sie nicht mehr gesund machen.

[37:13] Aber Vers 36, und das ist sehr, sehr interessant, ist ein kleines Wort heißt: "Als ich Markus studiert habe, ist mir aufgefallen, dass Markus wie kein anderer Evangelist sehr, sehr oft das Wort 'sobald' oder 'zugleich' verwendet. Ihr könnt das gerne mal für euch machen, die ganzen Kapitel durch, einfach nur scannen, wie oft das 'sobald' steht, und wir werden sehen, dass Markus einen gewissen Fokus darauf legt, dass das Handeln Jesu zugleich geschieht, dass Jesus nicht lange zu wartet."

[37:45] Sogleich aber, jetzt das Wort hörte, dass sie redeten, sprach er zum Obersten der Synagoge: "Fürchte dich nicht, glaube nur." Der Glaube ist auch hier ein ganz entscheidendes Element, das wir gleich noch mal studieren werden.

[37:58] Und er ließ niemand mitgehen als Petrus und Jakobus und Johannes, dem Bruder des Jakobus. Und er kommt in das Haus des obersten der Synagoge und sieht das Getümmel, wie sehr sie weinten und holten. Und er geht hinein und spricht zu ihnen: "Was lernt ihr so und weint?" Es waren Leute angeheuert hier, die auch diesen Trauerzug begleitet hatten. Das können wir im Leben Jesu im englischen auf Seite 343 nachlesen, dass hier Menschen bestellt wurden, angeheuert wurden, bezahlt wurden, dass sie heulen und schreien und dem Ganzen eine Atmosphäre verpassen.

[38:35] Aber Jesus sagt: "Dir, das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft." Und sie lachten ihn aus. Vers 40: Warum lachten sie ihn aus? Sie wussten, dass sie tot war. Jesus sagt: "Sie ist nicht tot, sie schläft nur." Aber sie haben die Bedeutung seiner Worte genauso wenig begriffen, wie Wissen Johannes Kapitel 11 lesen, wo es über die Auferstehung des Lazarus geht, wo ihr Jesus genauso geradeaus sagt: "Er ist nicht tot, er schläft." Und wurde im Tod mit dem Schlaf vergleicht.

[39:05] Nachdem er aber alle hinausgetrieben hatte, nahm er den Vater und die Mutter des Kindes mit sich und die, welche bei ihm waren, und ging hinein, über das Kind lag. Das heißt, auch hier hat er nicht einen großen Hehl daraus gemacht oder die Neugierde befriedigt, sondern einfach die wichtigsten Personen im Leben des Kindes und seine Jünger mit hinein genommen.

[39:27] Vers 41: Und er ergriff die Hand des Kindes und sprach zu ihm: "Talita Kumi!" Das heißt übersetzt: "Mädchen, ich sage dir, steh auf!"

[39:37] Und sogleich, wieder das Wort stand, das Mädchen auf und ging umher. Es war nämlich zwölf Jahre alt, und sie gerieten außer sich vor Staunen. Und Jesus gebot ihnen ernstlich, dass es niemand erfahren dürfe, und befahl, man solle ihr zu essen geben.

[39:54] Jede dieser Begebenheiten vor Tod, der auferweckt werden, vor der Auferstehung, wie auch nach der Auferstehung, über der Auferstehung selber, hat eine enorme Tiefe und man kann so viele Dinge daraus herausziehen. Wir hatten jetzt im Wesentlichen zwei angeschaut: die Auferweckung von dem Jungen der Witwe von Zarpat, die Elia auferweckt hat, und auch die Auferweckung von diesem Mädchen, Jairus' Tochter.

[40:22] Aber der Grund ist auch hier, es hat einen Grund, warum Jesus diese Auferweckungen stattfinden hat lassen, warum Gott sie im Alten Testament zugeführt hat, und was uns die Bibel damit berichten möchte.

[40:33] Wenn ihr in der ein oder anderen Stelle das noch tiefer studieren möchtet, dann seid ihr herzlich eingeladen, das zu machen, wenn der Geist euch auch dazu hinführt. Ich möchte mit euch jetzt aber zum Abschluss noch mal auf den Punkt vom Anfang zurückkommen, dass wir gesehen haben, dass die Auferstehung eine absolut zentrale und wichtige Rolle gespielt hat im Glauben der frühen Christenheit und genauso auch in unserer Zeit eine sehr wichtige Rolle spielen sollte.

[41:03] Einen Punkt, den es dazu anschauen möchten, finden wir im zweiten Korintherbrief. Wir hatten zu Beginn die Verse 3 bis 5 gelesen, wo wir gesehen hatten, dass auch hier diese vier Punkte des Sterbens Jesu, des Begraben werdens, des Auferstehens und der Erscheinung dem Kephas, dem Petrus und den anderen Jüngern, sowie 500 Brüdern genannt wird. Wir möchten jetzt aber zu Vers 12 springen, wo Paulus über genau dieses Thema auch spricht, warum die Auferstehung so entscheidend ist und warum das nicht einfach nur ein neben Glaubenspunkt ist. Es ist ein sehr, sehr wichtiger und grundlegender Punkt, den die frühe Christenheit verstanden hat und den auch wir besser verstehen müssen.

[41:52] und den auch wir besser verstehen müssen. Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? Paulus sagt, es ja einfach: Wenn unser Glaube darauf beruht, dass Jesus aus den Toten auferstanden ist, warum sagen Leute, dass es keine Auferstehung gibt? Damals in einem gewissen Kontext, aber auch heute ist es sehr wichtig, weil viele Christen nicht mehr an der Auferstehung glauben. Sie glauben, sobald ein Mensch stirbt, fliegt die Seele hinweg in den Himmel oder in die Hölle, je nachdem, ob du Gutes oder Schlechtes getan hast. Aber Paulus sagt, wenn die gesamte frühchristliche Verkündigung darin besteht zu zeigen, dass Jesus gestorben, begraben, auferstanden ist und nach der Auferstehung vielen erschienen ist, warum sagen dann manche, dass es keine Auferstehung gibt?

[42:52] Eine rhetorische Frage. Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden. Das ist der Grund, warum Johannes in Offenbarung 1, Vers 5 Jesus als den Erstgeborenen aus den Toten beschreibt, weil er der wichtigste ist und zugesehen der einzige Grund, warum Auferstehung stattfinden kann. Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich und vergeblich auch euer Glaube. Ganz einfache Schlussfolgerung: Wenn Christus nicht auferstanden ist, können wir niemals auferstehen. Denn auch Mose konnte nur deswegen auferstehen, weil Christus einmal auferstehen würde. Hätte Jesus versagt, hätte er nur einen Fehler gemacht und seinem Leben hätte nur einmal gesündigt, wer die Welt verloren, der große Kampf hätte nie ein Ende gefunden. Satan hat in gewisser Weise recht behalten, dass es unmöglich ist, Gottes Gesetz zu halten, und Jesus wäre verloren gegangen. Das sind dramatische Folgen, aber insbesondere für uns, sagt Paulus hier, unser Glaube wäre einfach vergeblich. Warum sich abmühen? Warum sich von der Welt trennen? Warum sich die ganzen Sport, die ganze Schande auf sich nehmen, die Satan und die Welt auf einen Gläubigen häuft, wenn am Ende sowieso jeder im Grab liegt und zur Wurmfutter wird?

[44:12] Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat. Das bedeutet also, wir machen Gott in gewisser Weise zum Lügner, wenn wir sagen, es gibt keine Auferstehung, während er ihn doch nicht auferweckt hat. Wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden, denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist der Begriff des nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig und ihr seid noch in euren Sünden. Dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. Wenn wir nun in diesem Leben auf Christus hoffen, der ja nicht auferstanden sein soll, so sind wir die elendsten unter allen Menschen. Wenn Christus nicht auferstanden ist, haben wir keine Chance und es macht überhaupt keinen Unterschied, ob man Christ ist, ob man gläubig ist oder nicht. Weil wir die Aliens sind von allen Menschen, sind wir bauen auf irgendetwas, was am Ende zerrinnt wie Sand.

[45:13] Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt. Er ist der Erstling der Entschlafenen geworden. Zum Glück, Gott sei Dank, ist es passiert, dass Christus aus den Toten auferweckt worden wurde und wir nicht die elendsten unter allen Menschen sein werden. Was ich interessant finde und darauf möchte ich mit euch jetzt in den letzten paar Minuten noch genauer eingehen, warum die Auferstehung so entscheidend ist. Sind zwei Punkte. Der erste Punkt finden wir in Hebräer Kapitel 9. Ist ein Punkt, den ich vorhin schon angerissen hatte, den man sich auch denken kann, aber hier heißt es: Hebräer 9, Vers 27, 28: "Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. So wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten Mal erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil."

[46:13] Der erste Punkt, warum es so wichtig ist, dass wir uns sehr Auferstehung bewusst sind und auch daran glauben, ist, weil wenn wir dieses Bibelwort für bare Münze nehmen, wenn der Mensch stirbt, wird der hatte keine Chance mehr, umzugehen. Hat keine Chance mehr, sein Leben zu ändern. Er wird dann für Gottes Gericht treten. Wenn wir jetzt also mit der Haltung leben: "Naja, irgendwo, ich bin ein guter Mensch, ich sterbe, meine Seele geht in den Himmel oder vielleicht noch krasser ausgedrückt, ich glaube an einen Gott, was danach kommt, ist mir eigentlich egal. Es wird schon irgendwas sein, es wird schon gut werden", dann könnten wir in enorme Probleme kommen, weil wir es versäumen, uns auf diese Erde hier zu prüfen und vergessen, wie es auch Daniel vorausgesagt wurde, dass es eine Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten gibt. Und natürlich wäre es gut, wenn ihr auf der Seite der Gerechten wären.

[47:07] Und daran anknüpfend schreibt Paulus den ersten Korinther 15 in Vers 17: "Ist Christus aber nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden." Und das ist auch ein enorm wichtiger Punkt mit der Beseitigung der Sünde in Hinblick auf die Auferstehung. Denn wenn Christus und die Auferstehung Christi hat er bewiesen, dass die Macht des Todes und die Macht der Sünde vollkommen gebrochen werden kann. Mose wurde aus der Herrschaft Satans entrissen und genauso auch wie wir. Und Paulus sagt aber, wenn Christus nicht auferweckt wurde, wenn es keine Auferstehung geben sollte, und deswegen haben die frühen Christen das so ein Wert darauf gelegt. Ist es unmöglich für eine Menschen, von den Sünden frei zu werden.

[47:51] Lassen Sie noch zwei sehr entscheidende Texte anschauen. Den ersten finden wir in Hebräer Kapitel 11. Und ich sage euch, allein wegen diesen beiden Texten hat es sich gelohnt, dieses Thema nochmal zu studieren, zumindest von meiner Seite aus, weil es immer wieder faszinierend ist, wenn man Dinge durchgeht und studiert, die man vielleicht schon kennt. Gott einem doch immer wieder weitere Tiefen zeigen kann. Hebräer 11, Vers 17 bis 19: Es geht hier nämlich um die Opferung von Isaak. Und wir wissen, dass Abraham bereit war, das zu machen, so wie Elia vollkommen gehorsam war und sich nicht über die Folgen oder die Konsequenzen davon Sorgen gemacht hat oder darüber gegrübelt hat, sondern einfach gehorsam war. So auch Abraham hier.

[48:48] Hebräer 11, Vers 17: "Durch Glauben brachte Abraham den Isaak, da er geprüft wurde, und opferte den Eingeborenen, er, der die Verheißungen empfangen hatte, zu dem gesagt worden war: 'In Isaak soll dir ein Same berufen werden.'" Es war Glaube, den Abraham an den Tag gelegt hat, und nicht nur den Glauben oder das Verständnis an irgendjemanden, irgendetwas, sondern Glaube, der sich im Gehorsam im Leben gezeigt hatte.

[49:14] Vers 19: Und das ist ein sehr interessanter Vers. Er zählte darauf, dass Gott im Stande ist, auch aus den Toten aufzuwecken. Dieses griechische Wort hier, das übersetzt wird mit "zählte darauf" in der Schlachter-Version, bedeutet im Griechischen "logizomai" und meint eigentlich, dass Abraham wörtlich übersetzt berechnet hat oder einkalkuliert hat oder zugerechnet hat. Ganz einfach gesagt, er hat damit gerechnet, dass Gott Isaak aus dem Toten auferwecken würde, weil er sonst die Verheißung hinfällig wäre, wenn es zu einem Tod Isaaks kommen würde. Aber es kam mir nicht dazu, weil Gott vorher eingegriffen hatte, weil er auch keine Menschen opfern möchte. Aber genau deswegen, weil Abraham nicht gesehen hat, wohin das ganze geht, er wusste nicht, wie Gott das machen will. Er weiß nur, er muss etwas tun, was ihn unglaublich auf die Probe stellt. Aber er wusste auch, Gott hatte verheißen, durch Isaak oder die Verheißung wahr werden, die Verheißung, dass er ein Vater vieler Völker würde.

[50:23] Und so hat er damit gerechnet, "logizomai", dass Gott im Stande ist, Isaak aus den Toten aufzuwecken. Und dann im zweiten Teil des Verses, wo es heißt, weshalb er Abraham ihn Isaak auch als ein Gleichnis wieder erhielt. Und das Wort für Gleichnis hier ist wirklich Gleichnis oder Parabel. Wird auch verwendet, wenn Jesus im Gleichnissen spricht. Und ich habe mich gefragt, inwieweit gleiches Gleichnis, wofür? Warum sagt die Bibel hier, dass aufgrund dieser Glaubens tat, dass Abraham damit gerechnet hat, dass Isaak wieder auferweckt werden würde?

[51:03] Geht mit mir in Kapitel 4 des Römerbriefes. Der gleiche Autor, der auch den Hebräerbrief geschrieben hat, der Apostel Paulus, sagt, dass dieses geschehen ist, diese Begebenheit um die Auferweckung Isaaks im Glauben des Abraham ein Gleichnis war. Aber warum ein Gleichnis? Inwieweit ein Gleichnis? Römer 4, Vers 23 und 24: Wir lesen gleich den Kontext noch ab Vers 17. Römer 23 und Römer 4, Vers 23 und 24: "Es steht aber nicht allein um seine Willen geschrieben, es geht hier wieder um Abraham, dass es ihm angerechnet worden ist, also die Gerechtigkeit, sondern auch um unsere Willen." Sagt mir, was bedeutet es, wenn es nicht nur seine fehlen, sondern auch um unsere fehlen geschrieben wurde? Das ist nichts anderes, wie Paulus in Hebräer 11, Vers 19 sagte, es ist ein Gleichnis für uns. Und jetzt schaut uns an, worin dieses Gleichnis besteht und was ist praktisch bedeutet für uns und was die Auferstehung damit zu tun hat.

[52:15] Römer 4, Abwehr 17: "Wie geschrieben steht: 'Ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht.' Vor Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, als wäre es da." Das heißt, es geht ja im Kontext von Römer 4, aber im gesamten Brief eigentlich um die Rechtfertigung des Menschen vor Gott und wie wir auch gerecht leben können. Und es ist interessant, dass mit dieser Opferung, dieser Glaubensopferung von Isaak, Paulus hier die Auferstehung der Toten, die Auferweckung, mit ins Spiel bringt. Und wie es hier heißt, was nicht da ist, ist für Gott als wäre es da und auch für den Glaubenden.

[52:57] Ab Vers 18: Das ist auch ein Text, der mich auch meine eigenen Geschichte sehr, sehr bewegt hat, weil es wirklich sehr glaubensstärkend, mutigend ist, was Abraham hier an den Tag gelegt hat durch Gottes Gnade und wie wir ebenso davon profitieren können und die gleiche Glaubensstärke haben dürfen. Er, Abraham, hat da, wo nichts zu hoffen war, auf Hoffnung hin geglaubt, dass er ein Vater vieler Völker werde, gemäß der Zusage: "So soll dein Same sein." Und er wurde nicht schwach im Glauben und zog nicht seine Leib in Betracht, der schon erloschen war, weil er fast hundertjährig war, auch nicht den erloschenen Mutterleib der Sarah. Was Paulus hier schreibt, es ist einfach ausgedrückt, es war biologisch nicht mehr möglich, weder von seinem Körper her, noch von der Physis von Sarah aus, dass hier ein Kind entstehen kann. Und es heißt hier: "Wohl nichts zu hoffen war, hat Abraham auf Glauben hingeglaubt, Hoffnung hingeglaubt."

[53:58] Und Vers 19: "Er wurde nicht schwach im Glauben und hat nicht seine Leib in Betracht gezogen." Und das ist eine ganz wichtige Lehre für uns. Die gleiche Lehre hat Elia damals erlebt, die gleiche Lehre hat die Witwe erlebt, die gleiche Lehre hat Jesus auch in Johannes 11 überbracht, wo er fragt: "Glaubst du das?" Und genauso auch bei Jairus, wo Jesus sagt: "Fürchte dich nicht, glaube nur." Genau das ist hiermit gemeint: Nicht schwach werden im Glauben und nicht die Umstände, nicht seinen Leib in Betracht ziehen, auch wenn der schon gar nicht mehr in der Lage ist, Kinder zu bekommen. Aber Gott wusste, was er machen will, weil wir, die Bibel sagt, einen Schwachen mächtig ist. So hat er auch hier, was biologisch unmöglich war, zustande gebracht.

[54:48] Vers 20: "Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben." Kein Zweifel, kein Unglaube, sondern er wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab. Gott die Ehre geben ist einfach ausgedrückt, sein Verheißungen glauben und das im Leben auch praktizieren. Wie Ellen White es sagen würde: "Wenn ihr einen Zuwachs an Glauben erleben wollt, müsst ihr im Glauben reden, vom Glauben sprechen, im Glauben denken und glauben handeln." Und dann wird der Glaube auch wachsen.

[55:21] Das 21: "Und völlig überzeugt war, kein Zweifel, völlig überzeugt war, dass Gott das, was er verheißen hat, auch zu tun vermag, auch wenn alle Umstände völlig dagegen einzustellen zu scheinen." Darum sie Kausalität hier wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet. Und jetzt Vers 23, 24, was wir gerade studiert haben und gelesen haben, ist das, worauf Paulus in Hebräer 11 Bezug nimmt, wo er sagt, dass es ein Gleichnis für uns ist. "Es steht aber nicht allein um seine Willen geschrieben, es geht hier wieder um Abraham, dass es ihm angerechnet worden ist, sondern auch um unser Willen."

[55:56] Versteht ihr, diese ganzen Geschichten im Alten Testament, im Neuen Testament von den Glaubenshelden, ihre Fehler, ihre größten Siege, ist nicht einfach nur da, um die Menschen zu erheben. Das ist überhaupt nicht der Grund, sondern es ist auch um unser Willen geschrieben worden, als Gleichnis, denen es angerechnet werden soll, wenn wir an den Glauben der unseren Herrn Jesus aus dem Toten auferweckt hat. Und hier kommt er, die Auferstehung ins Spiel. Ihn, der um unserer Übertretungen willen dahin gegeben und um unsere Rechtfertigung willen auferweckt worden ist. Die gleichen Punkte. Es geht hier wieder um den Tod Jesu, um seine Grablegung, um seine Auferstehung. Was das Fundament des frühchristlichen Glaubens war, ist auch das Fundament, auf das Paulus hier aufbaut.

[56:49] Das heißt, diese Opferung Isaaks, der Glaube, den Abraham da an den Tag gelegt hat, ist ein Gleichnis für die Art und Weise, wie wir gerechtfertigt werden können. Der gleiche Glaube, den Abraham hatte, wird auch von uns verlangt werden. Und so fest werden die Auferstehung glauben, so fest sollen wir auch daran glauben, dass Gott uns von unseren Sünden retten kann. Weil, bedenken wir, Paulus sagte in ersten Korinther 15: Wenn Christus nicht auferstanden ist und wenn es keine Auferstehung gibt, dann, dann sind wir noch in unseren Sünden. Und genau das ist das Problem, dass wir haben. Die Sünden werden nicht einfach abgedeckt, sondern sie sollen getilgt werden, und sie sollen an dem Punkt gebracht werden, dass wir überhaupt nicht mehr sündigen müssen. Und das wird durch den Glauben, den Abraham hatte, der Gott in ihm zustande gebracht hat, deutlich, dass der Glaube an die Auferstehung, so wie er die Auferstehung Isaaks geglaubt hat, an die Erfüllung der Verheißung, dieser nackte Glaube, das ist nicht zweifeln, das ist auf Hoffnung hin glauben, wo nichts zu hoffen war, dass das der gleiche Glaube sein soll, der uns auch rechtfertigt und der letzten Endes uns dann ermöglicht, ein Leben ohne Sünde zu leben.

[57:58] Und wenn wir dieses Leben ohne Sünde leben, glaubt mir, wir werden nicht unglücklich sein. Die Bibel sagt in Lukas 6, 40, dass jeder, der vollendet ist, der diesen Weg der Heiligung beschritten hat und ans Ziel kam, so sein wird wie sein Meister, dass wir das Ebenbild Jesu vollständig widerspiegeln. Und wie es dann später heißen wird über die Übrigen, dass sie den Glauben Jesu haben. Es ist nicht der Glaube an Jesus, wie viele Bibelübersetzungen schreiben, sondern der Glaube Jesu. Und der Glaube Jesu wurde in Abrahams Leben lebendig, zeigt sich in seinem Glauben an die Auferstehung Isaaks, sofern er gestorben wäre. Und wird auch in dem ganzen Aspekt der Auferstehungen, die wir studiert haben, deutlich. Es geht immer um den Glauben, es geht immer um den Gehorsam. Wir haben es bei der Witwe gesehen, auch bei Elia, dass darin die Kraft des Dienstes lag und das dieser Gehorsam auch zu einem erfüllten Leben führt, dass die Menschen erkennen, wie die Witwe gesagt hat, dass Gott dir gewirkt hat.

[59:01] Ihr Lieben, es ist ein faszinierendes Thema, das uns Gott hier auch gegeben hat, mit dieser Sabbat-Schullektion, die Wichtigkeit der Auferstehung, die Zentralität, die es hat im christlichen Glauben, im frühchristlichen, im modernen heute, und die es heute haben sollte. Und ich hoffe, dass wir auch ein bisschen besser verstehen konnten, warum die Auferstehung so entscheidend ist. Das war nämlich, wir hatten das schon oft studiert, aber das war das, worauf sich die frühen Apostel berufen hatten: das Sterben Jesu, die Grablegung, die Auferstehung, die Erscheinung nach der Auferstehung. Und dieses Fundament ist so wichtig, weil wenn wir die Auferstehung beiseite schieben oder es nur als Wunder sehen, dass Jesus Menschen zeitweise auferweckt hat, ist aber keine Auswirkungen hat auf die Ewigkeit, dann wird unser Leben auch dementsprechend danach ausgerichtet werden. Wir werden nicht mehr daran denken, dass wir uns auch zu prüfen haben vor dem großen Versöhnungstag, werden vergessen, dass alles, was wir tun, direkt eine Einfluss nimmt auf das ewige Leben. Und wenn wir diese Haltung haben sollten: "Naja, es wird schon irgendwie gut", kann es uns das Genick brechen. Aber der Glaube an die Auferstehung, wie die Bibel uns gesagt hat, ist auch dazu da, um uns von den Sünden zu reinigen. Bei Abraham wurde sehr deutlich.

[1:00:17] Und ich wünsche mir aber nicht nur als Floskel, sondern es ist mein Gebet vor Gott, dass wir alle an dem Punkt kommen, dass wir diesen nackten Glauben ausüben, dass wir Gott darum bitten, wenn wir wachsen sollen, dass er uns hilft zu wachsen und dass wir in das Bild Jesu wieder zurückverwandelt werden, sein können, wie die Bibel sagt, von Angesicht zu Angesicht durch das Anschauen werden wir verändert. Deswegen auch das Studium über diesen Glauben Abrahams und dass wir lernen von diesem Gleichnis, dass Isaak und Abraham uns gegeben haben, durch Gottes Gnade. Wenn es auch euer Wunsch ist, dass wir in diesem Glauben wachsen, dass der Glaube an die Auferstehung nicht nur ein Punkt ist, wo wir sagen: "Ja, das wird mal passieren und theoretisch das abhaken", sondern wenn der Glaube an die Auferstehung jetzt schon Realität werden soll, dass wir Gott vollständig vertrauen, dass wir auf Gott warten, auch wenn die Umstände anders sind, dass wir Gott nicht anzweifeln, sondern durch den Glauben stark werden.

[1:01:17] Dann möchte ich euch einladen, dass wir uns gemeinsam zum Gebet erheben und Gott das Vorbringen und auch in den Gemeinden dann am Sabbat tief gehen, darüber beten und studieren. Himmlische Vater, wir möchten dir von Herzen danken, dass du uns dieses tolle Studium gegeben hast. Wir möchten dir danken für den Glauben Abrahams, der ein Glaube in die Auferstehung war. Wir möchten dir danken, dass wir in all den Berichten über Auferstehungen vor der Kreuzigung sehen konnten, dass immer wieder der Glaube, der Gehorsam, das Warten auf Gott, die Bestätigung von dir zusammenhängen und ist, dass die Kraft von dem Dienst Elias und auch die Kraft des Dienstes Jesu ausgemacht haben und auch die Kraft des Dienstes Abrahams. Und wir danken dir, dass auch dieser Bericht uns zum Gleichnis um unserer Willen aufgeschrieben wurde, dass wir darin stark werden dürfen. Und wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir genauso die Zweifel ablegen, dass wir genauso dir vertrauen, genauso gehorsam sind und dass wir genauso diesen tiefen Frieden und diese tiefe Freude erleben, die du selbst hattest, als du bete schon gesagt hast: "Vater, ich preise dich, ich danke dir, dass du mich erhört hast." Habe du Dank, Herr. Mögest du uns weiterhin führen und auch den Segen des Sabbats empfangen helfen. Und hast du Dank, Herr, dass du alles bereitgestellt hast zu unserer Erlösung, dass du bald kommen wirst und dass wir das Privileg haben, von dir und mit dir zu lernen. Das legen wir alles für deine Füße und.

[1:02:51] legen wir alles für deine Füße und danken dir für die Erhöhung unserer Gebete im Namen Jesu. Amen.


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