In dieser Episode der Christ Study Hour tauchen wir tief in das Thema Rückschläge ein, ein universelles Erlebnis, das uns alle betrifft. Christopher Kramp beleuchtet biblische Geschichten, um zu verstehen, warum Rückschläge geschehen und wie wir mit Gottes Hilfe gestärkt daraus hervorgehen können. Lerne, wie du auch in schwierigen Zeiten im Glauben wachsen und voranschreiten kannst.
Christ Study Hour – Im Glauben Wachsen: 11. Rückschläge
Christopher Kramp · CSH 2026 Q2: Im Glauben wachsen ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Hiob, Lukas, Markus, RömerWeitere Aufnahmen
Serie: CSH 2026 Q2: Im Glauben wachsen
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Transkript
[0:32] Hallo und herzlich willkommen zur Christudy Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf dem Sender das Wort. Wir sind schon in den letzten Wochen unserer Serie im Glauben wachsen und wollen heute über ein Thema sprechen, das uns alle betrifft. Ganz egal, wer wir sind und was wir bisher im Leben erlebt haben.
[1:00] Wir alle haben schon mit Rückschlägen zu kämpfen gehabt. Und das Thema heute, mit dem wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 13. Juni ist das Thema Rückschläge. Wir wollen einige biblische Geschichten uns anschauen, die uns helfen zu verstehen, warum es Rückschläge gibt und wie wir mit Gottes Hilfe auch durch Rückschläge hindurch wachsen können, damit das nicht unsere eigenen persönlichen Meinungen sind, sondern Gott zu uns sprechen kann, möchten wir Ihnen besonders einladen. Und ich möchte dich einladen, dass wir mit einem Gebet starten.
[1:40] Lieber Vater im Himmel, hab Dank für die Schönheit deines Wortes. Hab Dank für die Gelegenheit drüber nachzudenken. Und Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du zu uns sprichst. Erfüll uns mit deinem Heiligen Geist und gib, dass wir auch, wenn wir Rückschläge erlitten haben oder gerade erleiden oder auch in der Zukunft erleiden werden, dass wir lernen, im Glauben voranzugehen durch deine Kraft und durch deine Gnade. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:09] Markus Kapitel 4 und dort Vers 35, eine bekannte Geschichte. Wollen sie heute auf diesen Aspekt der Rückschläge einmal untersuchen. Markus 4:35. Und an jenem Tag, als es Abend geworden war, sprach er zu ihnen: "Lasst uns hinüberfahren an das jenseitige Ufer." Es ist schon spät. Jesus hat viel gearbeitet. Er ist unfassbar müde und er sagt: "Wir fahren über den See Genezareth an das jenseitige Ufer."
[2:45] Er schlägt das vor. Er sagt, dass sie das machen werden, aber es dauert noch einen Moment, bis sie losfahren können. Vers 36. Und nachdem sie die Volksmenge entlassen hatten, nahmen sie ihn mit, wie er da in dem Schiff war. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, manchmal ist nach der Predigt noch anstrengender als bei der Predigt, weil man dann sich von allen verabschiedet hat und jeder hat noch ein gutes Wort und man spricht dir und das ist schön und macht auch Freude, aber es kann manchmal mal dann, wenn man schon müde ist, einen ziemlich viel Kraft kosten. Jesus war sicherlich ziemlich ausgelaugt, nachdem er dann endlich allen alle verabschiedet hatte.
[3:22] Und so wie er da war, kommt er dem Boot mit und selbst jetzt hat er nicht Ruhe. Es waren aber auch andere kleine Schiffe bei ihm. Einige folgen ihm mit Booten, um vielleicht doch noch eine Gelegenheit zu haben, mit ihm zu sprechen, in seiner Nähe zu sein. Vers 37.
[3:42] Die Jünger hatten gedacht, dass sie jetzt einfach ruhig über den See hinüber fahren, auf der anderen Seite ankommen, aber ihre Hoffnung wurde enttäuscht. Ihre Erwartungen nicht erfüllt. Eine plötzliche Katastrophe scheint alle Pläne zunichte zu machen und es erhob sich ein großer Sturm und die Wellen schlugen in das Schiff, so dass es sich schon zu füllen begann. Manchmal arbeiten wir mit Jesus Tag und Nacht, haben Pläne, sehen, wie Gott Türen öffnet und wir glauben, dass es Gottes Weg ist und das ist auch Gottes Weg und wir verstehen nicht, dass dann plötzlich ein Sturm losbricht, der es scheinbar unmöglich macht, den Plan zu vollenden.
[4:30] Ein großer Sturm. Die Wellen schlugen in das Schiff. Es droht zu sinken. Warum passiert das? Jüngern, die den ganzen Tag mit Jesus zusammenarbeiten und ihm jetzt die Gelegenheit geben auszuruhen. Warum passiert das dem Schiff, in dem Jesus gegenwärtig ist?
[4:52] Auch wenn Jesus in unserem Herzen ist, auch wenn Jesus in unserer Gemeinde aktiv ist, wenn Jesus in unserem Leben ist, ist das keine Garantie, dass es nicht schlimme Stürme geben kann. Und die Wellen uns drohen und wir Gefahr laufen, so wie es scheint zu sinken.
[5:17] Aber Jesus hat sich von dem Sturm, von dem Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen lassen. Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen.
[5:35] Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: "Meister, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?" Die Jünger haben den Eindruck, dass Jesus sich nicht kümmert, aber dieser Eindruck ist ein falscher Eindruck. Wir haben vielleicht manchmal den Eindruck, wenn die Stürme des Lebens auf unser Boot prasseln und regnen und der Wind und die Wellen uns zu schaffen machen, wenn wir den Eindruck haben, wir versinken im Chaos dieses Lebens. Wir haben vielleicht den Eindruck, dass Jesus sich nicht um uns kümmert, aber liebe Freunde, das ist ein falscher Eindruck.
[6:17] Sie haben so viel mit Jesus erlebt, haben mit ihm zusammen gearbeitet, aber in der Krise zeigt sich, dass sie den Gedanken für möglich halten, dass Jesus sich nicht um sie kümmert. Vers 39: "Und er stand auf, befahl dem Wind und sprach zum See: Schweig, werde still!" Da legte sich der Wind und es entstand eine große Stille.
[6:46] Jesus kann jeden Sturm, dem See Genezareth, in unserer Familie, in unserem persönlichen Herzen. Er kann jeden Sturm zum Schweigen bringen durch sein Wort.
[7:07] Vers 40. Und er sprach zu ihnen: "Was seid ihr so furchtsam? Wie habt ihr keinen Glauben?" Er hatte ihnen doch gesagt in Vers 35: "Lasst uns hinüberfahren, an das jenseitige Ufer." Für die Jünger scheint das ein Wunsch gewesen zu sein. Aber inmitten der Katastrophe hatten sie nicht mehr vor Augen, dass Jesu Wunsch immer auch eine Bestimmung ist, eine Verheißung.
[7:41] Wenn Jesus einen Wunsch ausspricht, einen Plan hat, dann ist das nicht etwas, was er sich nur wünscht und was vielleicht eintritt oder nicht, sondern wenn Gott uns etwas vorschlägt, hat er auch die Kraft, dass wir es tun können.
[8:00] Gott schlägt uns auch in unserem Leben Dinge vor. Er hat Wünsche für unser Leben. Und wir nehmen diese Wünsche gerne an. Wir wollen diesen Plänen folgen und dann kommen die Katastrophen, dann kommt der Sturm, dann kommen die Wellen und es scheint so menschlich, als ob wir die Pläne, ob diese Pläne nicht erfüllbar sind. Und dann fragen wir uns, wo ist Gott?
[8:20] Glaube bedeutet nach dieser Geschichte auch dann aus dem Wort Gottes zu leben, seine Wünsche und seine Pläne als Verheißungen in Anspruch zu nehmen. Selbst dann, wenn aus menschlicher Perspektive alles schiefzugehen scheint.
[8:40] Vers 41. Sie gerieten in große Furcht und sprachen zueinander: "Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorsam sind?" Plötzlich erkennen sie etwas über die Natur Jesu, über sein Sein, sein Wesen, über seine was Jesus für sie tun kann. Sie erkennen mehr über Jesus. Warum? Weil die Krise es offenbart hat. Ohne diese Krise, ohne den Sturm hätten sie diese Erkenntnis von Vers 41 wohl nicht gewonnen. Gott lässt nicht Krisen zu, damit wir einfach Schwierigkeiten haben. Er lässt Krisen zu, weil in den Rückschlägen, in den Krisen wir plötzlich Dinge über Gott lernen können, über Jesus lernen können, die wir sonst nicht gelernt hätten, nicht gesehen hätten. Jesus wäre auch ohne Sturm der Herr über Wind und See gewesen, aber die Jünger hatten es nicht mal gemerkt. Sie hat nicht drüber nachgedacht. Es ist die Krise, die plötzlich Fähigkeiten von Jesus und seine Macht und seine Rettungskraft offenbart, sodass die Jünger jetzt plötzlich etwas über Jesus verstehen, was sie vorher nie verstanden hätten.
[9:59] Gott lässt Rückschläge zu in meinem Leben, in deinem Leben, nicht um uns zu ärgern, sondern damit wir Jesus besser kennenlernen und noch mehr Vertrauen in seine Führung bekommen. Aber dazu müssen wir uns immer zu ihm wenden, wenn wir ihn aus den Augen verloren haben, wenn wir auf die Sturmwellen, die Sturmböen, die Sturmwolken schauen. Lass uns zurückschauen auf Jesus und sehen, dass er im selben Sturm war und trotzdem völlig ruhig.
[10:33] Die Wellen, die uns zu sinken drohen, zu versenken drohen, die Sturmböen, die uns zu schaffen machen, der Regen, der auf uns niederprasselt, all das hat Jesus auch erlebt hier. Und doch war er ruhig, denn er wusste, Gott ist bei ihm.
[10:54] Jesus hat seine Gottheit nie benutzt, um sich selbst zu retten. Er wusste, Gott, der Vater sorgt für ihn. Können wir dasselbe Vertrauen haben wie Jesus auch? Ich denke, wir können. Die Bibel zeigt es uns. Jesus macht deutlich, dass die Angst der Jünger unbegründet war, so menschlich nachvollziehbar sie für uns sein mag. Sie war unbegründet, denn Gott sorgt für sein Schiff. Haben wir diesen Glauben?
[11:35] Sind wir dankbar, dass die Rückschläge uns vielleicht manchmal offenbaren, dass uns Glaube fehlt, so dass wir zu Jesus kommen können. In Offenbarung 3, das Gold, das im Feuer geläutert ist, dass er uns anbietet, dass wir es tatsächlich kaufen.
[11:53] Da war eine Frau. Wir bleiben in Markus und gehen zu Markus 5. Wir lesen in Vers 21 bis 24. Und als Jesus im Schiff wieder ans jenseitige Ufer hinübergefahren war, er war mittlerweile wieder zurückgekommen aus der Dekapolis, versammelte sich eine große Volksmenge bei ihm und er war am See. Und siehe, es kam da kam einer der Obersten der Synagoge namens Jairus und als er ihn erblickte, warf er sich ihm zu Füßen. Und er bat ihn sehr und sprach: "Mein Töchterlein liegt in den letzten Zügen. Komme doch und lege ihr die Hand auf, damit sie gesund wird und am Leben bleibt." Und er ging mit ihm und es folgt ihm eine große Menge nach und sie bedrängten ihn.
[12:32] Und da ist diese Frau. Vers 25. Und da war eine gewisse Frau, die hatte seit 12 Jahren den Blutfluss. Sie war schon seit 12 Jahren krank. Etwas, was mir aufgefallen ist im Laufe der Zeit ist, Jesus hat ein besonderes Faible dafür, eine besondere einen besonderen Blick dafür, Menschen zu heilen, die sehr lange krank gewesen sind. Wir denken an den Mann am Teich Bethesda, 38 Jahre, die verkrümmte Frau, 18 Jahre, Menschen, die einen wesentlichen Teil ihres Lebens in schlimmen Schmerzen verbracht haben.
[13:10] 12 Jahre, das ist so viel, dass es auf dem gesamten Leben einen Abdruck hinterlässt. Sie hatte 12 Jahre lang darunter gelitten und vielleicht kennst du auch Situationen in deinem Leben, wo man über Jahre hinweg immer wieder dieselben Rückschläge erleidet und es nicht besser wird. Man hofft, man betet, man wünscht sich, man unternimmt alles Mögliche und es wird nicht besser.
[13:42] Es heißt sogar, Markus sagt das. Lukas hat sich das nicht, dem ist es nicht übers Herz gekommen, das zu sagen als Arzt, aber Markus sagt uns in Vers 26: "Und sie hatte viel erlitten von vielen Ärzten und all ihr Gut aufgewendet, ohne dass es ihr geholfen hätte, es war viel mehr noch schlimmer mit ihr geworden." Sie hatte alles erdenkliche probiert und ist damit völlig gescheitert. Sie hat alles gegeben, was sie hatte und gemerkt, es reicht überhaupt gar nicht. Sie war an alle, an die Ärzte herangetreten. Sie hatte alles genommen, was man ihr gegeben hatte. Die verschiedenen Therapien haben ihr Leiden nur noch vergrößert. Sie hatte gelitten, ohne dass was gebracht hatte, umsonst gelitten.
[14:26] Viele hätten schon längst aufgegeben, sich aufgegeben, resigniert. Es bringt ja eh nichts. Kennst du das Gefühl? Zu viele Rückschläge immer und immer und immer wieder. Hoffnung, dass das anschlägt. Hoffnung, dass diese Therapie wirkt. Hoffnung, dass er mir helfen kann, dieser Arzt. Und wieder ein Rückschlag und wieder ein Rückschlag.
[14:54] Aber diese Frau hat sich nicht unterkriegen lassen. Sie hat nicht aufgegeben. Vers 27: "Als sie nun von Jesus hörte, kam sie unter dem Volk von hinten heran und rührte sein Gewand an, quasi heimlich von hinten. Sie hat gar nicht die Möglichkeit mit ihm zu reden. Er hat ja was anderes vor. Er will die Tochter des Jairus retten und die liegt ihm sterbend in den letzten Zügen." Jesus hat es eilig. Sie hat zwar 12 Jahre lang gelitten, aber sie glaubt nicht, dass sie die Möglichkeit hat oder vielleicht es überhaupt ihr jetzt angemessen wäre, Jesus lange aufzuhalten. Sie will quasi nur an ihm vorbeigehen, wenigstens ihn berühren. Er hat ja so scheint es Wichtiges zu tun. Die Tochter gehört ja dem Synagogen, also ist ja die Tochter des Synagogenvorstehers. Wer ist sie?
[15:39] Manchmal denken wir, dass unsere Probleme, auch wenn sie lange gehen, vielleicht nicht so ins Gewicht fallen zu dem, was andere brauchen. Andere brauchen es vielleicht viel, viel mehr als wir. Und doch lässt sie sich nicht von diesem Gedanken abbringen, Jesus wenigstens zu berühren, wenigstens ihn gerade so irgendwie zu berühren, denn dann, so glaubt sie, wird sie geheilt werden. Vers 28: "Denn sie sagte sich und" und das Griechische drückt aus, sie sagt das halt immer wieder. Es war nicht nur so ein Gedanke, sondern während sie durch die Volksmenge sich versucht so zu drängen, sagt sie, wenn ich nur sein Gewand anrühre, so werde ich geheilt. Und sie kommt kaum richtig an. Sie muss sich durchquetschen. Sie muss trotz all der Schwierigkeit, die sie erlitten hat, trotzdem eine Anstrengung unternehmen.
[16:16] Sie kämpft sich durch, sie sagt es sich immer wieder, wenn ich nur sein, wenn ich nur irgendwie zu ihm kommen kann, dann werde ich geheilt. Lieber Freund, liebe Freundin, wie sehr möchtest du zu Jesus kommen? Wie sehr möchten wir Jesus kennenlernen? Sind wir bereit, uns auch einmal durch die Volksmenge hindurchzudrängen, damit wir Jesus wenigstens berühren? Oder warten wir einfach auf unserem Thron in der Hoffnung, dass Jesus irgendwann mal vorbeikommt und wenn es uns gerade passt?
[16:44] Diese Frau wollte diese eine Chance, die sie sah, sie wollte sie nutzen. Sie wusste, sie kann sich nicht teilen, aber sie kann sich durch die Volksmenge hindurchdrängen. Sie kann versuchen, irgendwie strategisch so zu gehen, dass sie ihn wenigstens berühren kann. Was tun wir, damit wir mit Jesus in Verbindung kommen?
[17:03] Vers 28: "Und sogleich vertrocknete der Quell ihres Blutes und sie merkte es am Leib, dass sie von der Plage geheilt war." Sie ist sofort geheilt und sie weiß es auch. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn Jesus uns heilt, sei es an Körper, Geist oder Seele, dann wissen wir es auch.
[17:32] Vers 30: Jesus aber, der in sich selbst erkannt hatte, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, wandte sich sogleich inmitten der Menge um und sprach: "Wer hat mein Gewand angerührt?" Da sprachen seine Jünger zu ihm: "Du siehst, wie das Volk dich drängt und sprichst: 'Wer hat mich angerührt?'" Und er sah sich um, nach der, die das getan hatte.
[17:53] Jesus sucht Menschen, die öffentlich bekennen, dass er wirklich dem Glaubenden auch in den größten und langwierigsten Nöten hilft. Jesus sucht Menschen, die bekennen können: Ich habe zwar lange gelitten, ich habe viele Rückschläge von Menschen erhalten, aber als ich mit dieser Sache konfrontiert habe, als ich Jesus das vorgelegt habe, als ich Jesus bat, ist mir geholfen worden. Die Frau erzählt alles in Vers 33. Und dann sagt Jesus in Vers 34: "Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Geh hin im Frieden und sei von deiner Plage gesund."
[18:34] Diese Frau hat Glauben gehabt. Sie hat sich von den bisherigen Enttäuschungen, den bisherigen Rückschlägen nicht abhalten lassen. Lieber Freund, liebe Freundin, egal wie viel Rückschläge du erlitten hast, lass dich nicht davon abbringen, Jesus zu berühren und an ihm festzuhalten.
[18:53] Da war ein Mann, der wirklich mit Gott gelebt hat. Ein Mann, der Großes mit Gott erlebt hat. Ein Mann, der untadelig war, sagt die Bibel, und der dann trotzdem schlimmstes traumatisches Leid erlebt hat. Hiob ist sein Name, das Buch seine Geschichte, das Buch Hiob seine Geschichte. Aber inmitten diesem in diesem schweren Leid, indem er auch mit sehr intensiven emotionalen Worten redet. Wer das Buch Hiob einmal gelesen hat, weiß, Hiob sagt nicht einfach, na ja, egal, wird schon irgendwie. Hiob ist wirklich bis ins Mark getroffen und er versteht nicht, warum das passiert und er kann es sich nicht erklären und er weigert sich auch, in die leichten Kategorisierung seiner Freunde sich einpressen zu lassen, die einfach das alles erklären wollen im Sinne von du musst irgendwie gesündigt haben, sonst würde Gott dich ja nicht so bestrafen. Er weiß, dass was erlebt ist, keine Strafe für Sünde. Er versteht nicht, was es ist.
[19:59] Und dann lesen wir hier in Hiob 19 Vers 23: "Oh, dass doch meine Worte aufgeschrieben, oh, dass sie doch in ein Buch eingetragen würden, dass sie mit eisernem Griffel und Blei für immer in den Felsen gehauen würden." Welche Worte? Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und zuletzt wird er sich über den Staub erheben.
[20:21] Hiob wollte, dass egal was ihm passiert auf dieser Erde, das auch für die Nachwelt klar ist, ich halte an meinem Erlöser fest. Selbst wenn er Dinge tut, die ich nicht verstehen kann, halte ich an ihm fest. Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
[20:41] Lieber Freund, liebe Freundin, egal wie schlimm das Leid ist, das uns trifft und Hiob hat krasses Leid erlebt. Er hat alle seine Kinder verloren. Das allein wäre schon zu viel, um in einem Leben einfach psychologisch zu arbeiten. Er hat seinen ganzen Besitz verloren und dann auch noch seine Gesundheit und dann sogar noch im Grunde genommen den emotionalen Support seiner Frau, die ihm noch zugeredet hat, sich von Gott abzuwenden.
[21:20] Er hat so nämlich alles verloren, was man verlieren konnte und doch hat er an seinem Erlöser festgehalten. Und das sagt uns, dass der Satan es nicht schaffen kann mit äußerlichen Rückschlägen uns so zu bedrängen, dass wir notgedrungen den Glauben aufgeben müssen. Wir können am Glauben immer festhalten.
[21:46] Die Rückschläge sind nicht stark genug, unseren Glauben zu erdrücken, wenn wir ihn festhalten wollen. Die Rückschläge können uns nur einreden, den Glauben selbst aufzugeben. Sie können uns suggerieren, dass es sich nicht lohnt und dann müssen wir ihn selbst aufgeben. Aber wenn wir an dem Glauben festhalten, dann erreichen die Rückschläge diesen Glauben nicht. Sie klopfen quasi nur an, aber sie können den Glauben nicht kaputt machen.
[22:14] Lieber Freund, liebe Freundin, manchmal habt ihr den Eindruck, als ob die Rückschläge unser tiefstes zertrümmern, aber das stimmt nicht. Ganz tief in der innersten Kammer unseres Herzens können wir immer Glauben haben und dieser Glaube an unseren Erlöser ist unkaputtbar, wenn wir daran festhalten wollen. Hiob ist das Beispiel genau dafür.
[22:41] Und er sagt dann hier in Vers 26: "Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich von meinem Fleisch los." Das ist keine gute Übersetzung hier. Wörtlich steht: aus meinem Fleisch. Die Idee ist sozusagen nicht getrennt vom Fleisch, sondern im Fleisch sein, aus seinem Fleisch heraus wird er dann Gott sehen, Gott schauen. Der Gedanke ist hier: "Und wenn ich sterbe und es nicht besser wird, werde ich doch eine Auferstehung erleben." Und wenn Gott in diesem Leben keine Erleichterung mehr gibt, keine Heilung gibt, keinen Segen mehr gibt, wenn ich in diesem Leben nur noch Drangsal und Rückschläge leben muss bis zum Tod, weiß ich doch, es gibt nach dem Tod eine Auferstehung und ich werde Gott schauen.
[23:30] Offenbarung 22 sagt uns in Vers 4: "Und sie werden sein Angesicht sehen und sein Name wird auf ihren Stirnen sein."
[23:50] Wollen wir festhalten daran, dass egal welche Rückschläge uns in unserem Leben ereilen, dass es eine Hoffnung gibt für dieses Leben, aber vor allem sogar noch über dieses Leben hinaus und dass der Satan uns nicht so sehr verängstigen kann, dass wir unseren Glauben aufgeben müssten. Wir können unseren Glauben, den Gott uns geschenkt hat, festhalten unter allen Rückschlägen.
[24:20] Lieber Freund, liebe Freunde, ich weiß nicht, was du gerade durchmachst. Ich sehe dich ja nicht einmal, aber Gott sieht dich und Gott weiß genau deine kleinen emotionalen Probleme in der Ehe, deine großen emotionalen Probleme in der Ehe, deine Sorgen wegen eines Arbeitsplatzes, den man verloren hat. Sind das vielleicht niedergedrückte Schuldgefühle, weil man schon wieder einen geistlichen Rückschlag erlitten hat und in dieselbe Sünde verfallen ist? Sind es vielleicht enttäuschte Hoffnungen, weil man keinen Partner findet oder weil man Pläne in der Gemeinde hatte, die sich nicht umsetzen lassen oder nicht umgesetzt werden wollen?
[25:15] Was immer es ist, diese Rückschläge können uns nicht davon abbringen zu glauben, wenn wir das wollen, dass Jesus unser Erlöser ist. Glaubst du das? Dass es einmal einen Moment geben wird, wo du für alle Ewigkeit mit ihm sein wirst und wo dann niemand mehr an die Schwierigkeiten und Schmerzen dieses Lebens gedacht hat. Aber glaube mir, sogar in diesem Leben gibt es Heilung nach den Rückschlägen. Hiob hat Heilung und Wiederherstellung erlebt.
[26:03] Und vielleicht geht nicht jede Geschichte so mit einem wunderbaren Ende aus wie die von Hiob. Johannes der Täufer ist im Gefängnis gestorben, aber ist im Glauben gestorben und er wird einmal eine Ewigkeit bei Gott sein.
[26:26] Für die Jünger war es der Rückschlag überhaupt. Alle ihre Hoffnungen hatten sie auf diese eine Karte gesetzt, sozusagen. Jesus wird König. Er ist der Messias. So haben sie seit der ersten Begegnung, das hatten sie seit der ersten Begegnung erkannt. Sie hatten die Prophezeiung studiert, sie hatten gemerkt, Jesus erfüllt Prophezeiungen des Alten Testaments. Er muss der Messias sein. Sie hatten ihren Beruf aufgegeben, ihren ihren ihren irdischen Support, ihre Unterstützung in der Hoffnung, dass in der Verbindung zu Jesus sie eine herrliche Zukunft haben werden, wenn er als König über ganz Israel schlussendlich die Welt erobern wird.
[27:11] Am Kreuz von Golgatha sind alle diese Hoffnungen zerschellt. Niedergeschlagen gehen zwei von ihnen noch am Sonntag, zwei Tage nach der Kreuzigung von Jerusalem nach Emmaus. Wir sind in Lukas Kapitel 24 Vers 13. Das heißt in Vers 14: "Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschehnissen." Sie reden miteinander über das, was sie erlebt haben. Sie versuchen es zu verarbeiten.
[27:40] Vers 15: "Und es geschah, während sie miteinander redeten und sich besprachen und dann nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Ihre Augen aber wurden gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten." Wie oft ist Jesus ganz nahe bei uns und wir reden nur über die Rückschläge? Wie oft sehen wir gar nicht, dass Jesus inmitten unserer Rückschläge schon längst da ist, inmitten unserer enttäuschten Hoffnungen schon längst uns helfen möchte und wir sehen seine Gegenwart in unserem Leben gar nicht.
[28:09] Und er sprach zu ihnen: "Was habt ihr unterwegs miteinander besprochen und warum seid ihr so traurig?" Weiß nicht, wann du das letzte Mal mit Freunden über Rückschläge gesprochen hast. Das kann emotional sehr mitnehmen. Diese Jünger hier waren emotional tief getroffen. Vers 18: "Da antwortete der eine, dessen Namen Kleopas war, und sprach zu ihm: 'Bist du der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht erfahren hat, was dort geschehen ist in diesen Tagen?'"
[28:37] Diese Geschehnisse waren breit diskutiert worden. Das heißt auch die enttäuschten Hoffnungen der Jünger waren ein Thema, das Tausende diskutierten.
[28:53] Und sie sprachen zu ihm: "Das mit Jesus, dem Nazarener, dein Prophet war mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Sie fassen zusammen, was sie mit Jesus erlebt haben, wie unsere obersten Priester und führenden Männer ausgeliefert haben, dass er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde. Und jetzt kommt ihre enttäuschte Hoffnung. Der Rückschlag für sie war das Kreuz von Golgatha, der ultimative Rückschlag in ihrem Leben. So haben sie das empfunden. Wir Vers 21: 'Wir aber hofften, er sei der, welcher Israel erlösen sollte. Ja, bei all dem ist heute schon der dritte Tag, seit dieses Geschehen ist.'"
[29:27] Ich versuche mir vorzustellen, was Jesus gedacht hat, als seine eigenen Jünger am dritten Tag nach der Auferstehung ihm ins Gesicht sagen, ohne zu wissen, dass er Jesus ist: "Wir hoffen, es sei der, welcher Israel erlösen sollte", während er doch am Kreuz genau das getan hat, nicht nur Israel, sondern die gesamte Welt, die Möglichkeit der Erlösung geschaffen hat, denn er kam ja, wie Matthäus 1, Vers 21 sagt, er kam ja, um sein Volk zu erretten von ihren Sünden.
[30:04] Dann geht es noch weiter. Zudem haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in Verwirrung gebracht. Sie waren am Morgen früh beim Grab, fanden seinen Leib nicht, kamen und sagten, sie hätten sogar eine Erscheinung von Engeln gesehen, welche sagten: "Er lebe." Und etliche der Jüngeren gingen hin zum Grab und fanden es so, wie es auch die Frauen gesagt hatten. Ihn selbst aber haben sie nicht gesehen.
[30:29] Diese Jünger hängen so fest in ihrer Enttäuschung, dass sie nicht einmal die Botschaft der Auferstehung richtig an sich ran lassen. Da kommen die besten Nachrichten aller Zeiten von vertrauenswürdigen Freunden ihnen brühwarm erzählt und sie können allenfalls sich darüber wundern und glauben nicht mal richtig, dass das stimmt.
[30:53] Kann es sein, dass wir manchmal so sehr uns in unsere Rückschläge hineinrehen, dass wenn Gott uns gute Nachricht sendet, wir diese gute Nachricht gar nicht richtig wahrnehmen, dass sie an uns vorbeizieht, dass sie irgendwie wir sie zwar wahrnehmen, aber nicht verstehen? Kann es sein, dass wir die Bibel lesen, aber so in unserem eigenen, in unseren eigenen enttäuschten Hoffnungen schwimmen und uns suhlen in unseren Rückschlägen, dass wir die gute Botschaft, die zu uns spricht, nicht einmal richtig wahrnehmen?
[31:28] Jesus hat genau das gesehen. Er sagt in Lukas 24, Vers 25: "Und er sprach zu ihnen: 'Oh ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben? Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?'"
[31:42] Jesus sagt mit anderen Worten: Wenn ihr der Bibel wirklich geglaubt hättet, hättet ihr keine solche schwere Enttäuschung erlebt. Ja, ihr hättet trotzdem die Kreuzigung erlebt. Es wäre trotzdem traurig gewesen, aber es wäre für euch nicht das Ende der Welt gewesen. Denn ihr hättet am Kreuz sagen können: Auch wenn wir zu Tode betrübt sind, dass unser Geliebter Jesus das leiden muss wegen meiner Sünde. Hätten sie Hoffnung haben können, dass sie selbst ewiges Leben haben können, dass sie erlöst worden sind, dass das die Erfüllung der Prophezeiung ist. Es wäre eine andere Trauer gewesen. Es wäre eine Trauer mit Hoffnung gewesen, eine Trauer, die durch das Grab hindurchschaut. Es wäre nicht diese Verzweiflung des leeren Loches gewesen, des schwarzen Loches.
[32:26] Jesus sagt nicht, dass Bibelstudium uns vor schlimmen Situationen bewahrt, aber er sagt uns, dass Bibelstudium uns befähigt, in den schlimmen Situationen die wahre Perspektive zu sehen.
[32:38] Bibelstudium, echtes Bibelstudium befähigt uns in den scheinbar katastrophalen Erlebnissen unseres Lebens die Hand Gottes trotzdem zu erkennen. Sie hätten den Tod Jesu nicht als die Zerstörung aller ihrer Hoffnung, sondern als den größten Segen ihres Lebens verstanden, obwohl sie trotzdem traurig gewesen wären. So wie jeder Gläubige traurig ist, dass seine eigenen Sünden Jesus solche Schmerzen zufügen. Sie wären nicht freudig gewesen, aber es wäre eine andere Trauer gewesen.
[33:15] Kann es sein, dass auch wir einen heilsameren Blick auf die Ereignisse verpassen, weil wir die Bibel nicht wirklich gut kennen? Jesus legt ihnen aus. Wie es hier heißt in Vers 27: "Er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihn in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht."
[33:35] Wer so die Bibel liest, wie Jesus es tut, wird in die Lage versetzt, auch in den Enttäuschungen und Rückschlägen des Lebens Gottes Handschrift zu erkennen, sie im Licht der Bibel richtig zu verstehen. Dazu müssen wir sie so studieren, wie Jesus das gemacht hat. Er hat die ganze Schrift studiert, alle Propheten. Er fing bei Mose an, er ging systematisch voran. Er hat sich nicht nur hier einen Lieblingsvers rausgesucht und dort und vielleicht machen wir das auch.
[34:03] Aber wir müssen lernen, wie Jesus die ganze Bibel vollständig zu erforschen, Schritt für Schritt, Satz für Satz, Kapitel für Kapitel, systematisch und immer bei allem Christus im Zentrum, so wie sie heißt: "Er legt in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht." Immer christozentrisch.
[34:30] Wer Jesus in der Bibel sieht, wird lernen auch Jesus im Alltag zu sehen. Wer Jesus in den Geschichten der Glaubensmänner und Frauen sieht, in ihren Rückschlägen und in ihren Erfahrungen und Siegen, der wird lernen auch Jesus in seinen eigenen Rückschlägen, Erfahrungen und Siegen zu sehen.
[34:57] Das Bibelstudium, wie es Jesus gemacht hat, schärft unsere Augen, unsere Wahrnehmung für die Gegenwart Jesu auch in den Rückschlägen.
[35:10] Ich möchte mich heute dafür entscheiden, die Bibel so zu lesen und so zu studieren, wie Jesus es getan hat. Ich weiß und ich hoffe, du und ich denke, du weißt es auch. Das Leben als Christ bedeutet keinen Freifahrtschein. Es bedeutet nicht, dass wir nicht Rückschläge erleben werden, aber es bedeutet, dass wir diese Rückschläge erleben können als Menschen, die die Perspektive Gottes einnehmen dürfen, die aus dem Blickfeld des Evangeliums die enttäuschten Hoffnungen neu bewerten können und die über all die Rückschläge hinaus sehen, dass Gott ein großes Ziel verfolgt, was einmal in ewigem Glück enden wird.
[35:58] So wie Jesus die Rückschläge des Lebens, die er selbst immer wieder und immer wieder erlebt hat, wenn seine Jünger nicht verstanden haben, wenn er abgelehnt worden ist, obwohl er nur das Beste wollte, wenn ihm falsche Dinge unterstellt worden sind, als seine eigenen Brüder sich gegen ihn gewandt haben, sein eigener Jünger ihn verraten hat, sein eigener Jünger ihn verleugnet hat.
[36:17] Jesus hat in diesen Rückschlägen die Perspektive Gottes eingenommen und hat diese Rückschläge, so traurig die für ihn waren, immer so durchlebt und erlebt, dass er nicht an seinem Vertrauen zu Gott dem Vater, dass er das nie aufgegeben hat. Er hat die Rückschläge erlebt und durchlebt, ohne zu sündigen, ohne abzufallen, ohne zu verzweifeln. Er wusste, er ist nie allein.
[36:53] Und als er am Kreuz von Golgatha tatsächlich dann allein war, hat er sich an das Wort Gottes geklammert, das eben verheißen hat, dass das, was wie die größte Niederlage aussah, in Wirklichkeit der größte Sieg sein wird. Und als der Vater sich von ihm abwenden musste wegen der Sünde, die auf ihn gelegt worden ist, konnte er sich immer noch an das Wort halten, dass Gott ihm sein Leben lang beigebracht hatte, dass er selbst gesprochen hatte, als er noch im Alten Testament die Propheten inspiriert hat. Er konnte sich am Wort festhalten.
[37:27] Lieber Freund, liebe Freundin, egal was passiert, wir können uns immer am Wort festhalten und wir müssen niemals erleben, was Jesus erlebt hat. Wir müssen niemals erleben, dass Gott sich von uns abwendet. Wenn Jesus selbst dann festhalten konnte, wie viel mehr können wir festhalten in den Schwierigkeiten und Rückschlägen des Lebens?
[37:45] Lieber Freund, liebe Freundin, wollen wir lernen in Rückschlägen trotzdem zu Jesus zu schauen. Keiner mag Rückschläge. Gott mag auch keine Rückschläge. Aber manchmal ist es notwendig, Rückschläge zu erleben, damit wir Dinge über Gott erlernen, die wir sonst nie gelernt hätten. Manchmal ist es notwendig, Rückschläge zu erleben. Im großen Kampf zwischen Gut und Böse führt Gott die Dinge, so, dass wir auch diese Dinge manchmal erleben.
[38:15] Aber am Ende werden wir immer feststellen, dass Gott keinen Fehler gemacht hat. Und wenn Hiob einmal in der Ewigkeit zurückschauen wird und feststellen wird, dass er in dem Leben mit weit über 140 Jahren wohl ein paar Monate schwer gelitten hat, dass er allen seinen Besitz doppelt wieder bekommen hat und wenn wir die Bibel richtig verstehen, wohl auch wissen durfte, dass alle seine Kinder, die gestorben sind, doch einmal ewiges Leben haben werden. Und wenn er dann sehen wird, wie Millionen Menschen gestärkt worden sind durch seine Geschichte, dann wird er sagen: Es hat sich gelohnt. Es war eine gute Entscheidung von Gott. Das konnte er damals nicht sehen, aber er wird es sehen.
[39:06] Gott führt uns immer so, wie wir uns wünschen würden, dass er uns führt, wenn wir alles aus der Perspektive der Ewigkeit sehen könnten. Und im Glauben können wir heute daran festhalten, dass das so sein wird und damit auch Rückschläge durchleben, ertragen und daran Gottes Handschrift erkennen.
[39:29] Wollen wir Gott einladen, dass er das in unserem Leben tut, für mich und für dich. Lass uns beten.
[39:35] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du in deinem Wort zu uns gesprochen hast. Und Herr, niemand von uns mag gerne Rückschläge, das weißt du. Du magst auch keine Rückschläge und doch sind sie Teil unseres Lebens und du lässt sie manchmal zu. Niemals, um uns zu ärgern, niemals um uns absichtlich weh zu tun. Aber so wie der Chirurg manchmal zum Messer greifen muss, um etwas wegzuschneiden und es manchmal auch weh tut, wenn man beim Arzt ist, so musst du Dinge wegschneiden aus unserem Charakter. Und manchmal, wie bei Hiob, gibt es Gründe, die wir gar nicht erfassen können auf dieser Erde, die aber im Licht der Ewigkeit, im Licht des großen Kampfes deutlich machen, dass wir auch manchmal leiden, obwohl wir es gar nicht wegen uns ist, sondern weil andere große Themen auf dem Spiel stehen.
[40:28] Und danke, dass wir wissen dürfen, dass du niemals Rückschläge zulässt, ohne nicht auch Kraft zu geben und ohne nicht auch uns große Lektionen daraus lernen zu lassen. Du vergeudest das Leid und die Tränen deiner Gläubigen niemals. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Herr, schenk uns den Mut, so wie Hiob an dir festzuhalten. Und wenn wir wie er sagt, unter Tränen zu dir aufschauen, dann wollen wir an dir festhalten, weil du es immer gut gemacht hast in unserem Leben bis zu diesem Tag und noch weiter tun wirst. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.
[41:08] Liebe Freunde, schön, dass ihr dabei gewesen seid. Die nächste Woche wird uns ein weiteres interessantes und wichtiges Thema bringen und dann werden wir bald schon dieses Quartal beenden. Wir wünschen euch von ganzem Herzen, dass wir aber das Thema im Glauben wachsen nicht einfach beenden, sondern dass wir diese Gedankenanstöße, dieses Studium mitnehmen in unser weiteres Glaubensleben, dass wir wachsen und wachsen, bis der Herr wiederkommt. Bis dann wünsche ich euch Gottes reichen Segen und viel Freude bis zum nächsten Mal. Gott sei mit euch. Haben.
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