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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_Manuskript_2023 3rd Nr 11

In dieser Predigt aus der Serie „Der Brief an die Epheser“ beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung von höchster Loyalität gegenüber Christus im Alltag. Er erklärt die biblischen Anweisungen für Kinder und Eltern, die auf dem Prinzip der Unterordnung und des gegenseitigen Respekts basieren. Dabei wird betont, wie wichtig es ist, Gottes Wort über menschliche Traditionen zu stellen und wie Eltern durch ihr Verhalten das Wesen Gottes widerspiegeln können.


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Serie: CSH 2023 Q3 - Der Brief an die Epheser

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Transkript

[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Kreis Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt wie immer allen Zuschauern auch von "Das Wort" – dem Sender von Amazing Discoveries. Zur elften Folge unserer Serie über den Epheserbrief wollen wir uns heute unter dem Thema "Höchste Loyalität gegenüber Christus praktizieren" mit den ersten neun Versen des sechsten Kapitels im Epheserbrief beschäftigen und uns damit auf das Bibelgespräch am 9. September vorbereiten.

[1:17] Wir werden sehen, dass dies in gewisser Weise auch eine Weiterführung des Kerngedankens dessen ist, was wir in der letzten Woche behandelt haben, als es um die christliche Ehe ging und ihre Bedeutung auch für das Evangelium, das Verständnis, wie sich Christus mit seiner Gemeinde verbindet. Wir werden heute über Kinder und ihr Verhältnis zu den Eltern sprechen und auch über die Knechte in ihrem Verhältnis zu den Herren. Und um auch das gut verstehen zu können und auch die richtigen Schlüsse für unser persönliches Leben ziehen zu können, wollen wir Gott einladen, dass er persönlich durch sein Wort zu uns spricht.

[1:59] Und wir möchten gemeinsam zu Beginn beten. Lieber Vater im Himmel, habe Dank, dass wir den Epheserbrief haben dürfen und dass du durch diesen Brief zu uns sprichst, dass dein Wort seine Kraft und sein Leben entfaltet. Wir möchten dich bitten, dass du auch jetzt in den kommenden Minuten unser Lehrer bist, nach deiner Verheißung, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast und daraus Kraft zu schöpfen und Trost zu schöpfen, um im Alltag mit dir durch alle Probleme durchgehen zu können, die sich im Alltag zu präsentieren können. Wir möchten dich bitten, dass wir besser verstehen, was unsere Position ist und was deine Zusagen sind und wie wir in dieser Welt ein Licht sein können. Wir möchten dich bitten, dass du unser Herz mit deinem Heiligen Geist... das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:53] Epheser Kapitel 6, Verse 1 bis 9 – das sind die Verse, die wir uns heute vornehmen wollen. Und wie bereits das letzte Mal gesagt, sind diese Verse Teil eines eigentlich größeren Komplexes, der durch Epheser 5, Vers 21 zusammengefasst wird, wo es heißt: "Ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes." Und da haben wir festgestellt, es geht in den dann folgenden Abschnitten ab Vers 22 in Epheser 5 um die Unterordnung der Frauen unter den Mann, der Ehefrau unter den Ehemann besser gesagt, und die der Kinder unter die Eltern und der Knechte und der Herren. Bestimmte Einzelaspekte sozusagen, in denen dieses allgemeine Prinzip der Unterordnung angewendet wird.

[3:39] Aber wir haben schon gesehen, letztes Mal am Beispiel der Ehefrauen und Ehemänner, dass dort keine einseitige Sache ist, keine Einbahnstraße, dass einfach die Frauen sich unterordnen sollen, sondern wir haben gesehen, dass dort eigentlich das ganze Evangelium zum Tragen kommt, weil auch die Ehemänner eine Verantwortung haben, die so groß ist, dass wir den Eindruck gewinnen, dass sie irgendwie noch viel größer ist als die Verantwortung, die die Frauen haben. Weil der Mann nämlich die Frau lieben soll, wie Jesus die Gemeinde. Was bedeutet, dass er sich ganz hingeben soll, sie für ihre Fehler einstehen soll und mit allem, was er hat, dafür sorgen soll, dass es ihr so gut wie nur möglich geht. Und was auch bedeutet, dass er ihr dient, so wie Christus uns gedient hat und dient.

[4:23] Wir haben auch festgestellt, dass alle diese Unterordnung immer in der Furcht Gottes geschehen soll. Das heißt, immer unter der Prämisse, dass Gott uns, sein Wort, die absolute Priorität sind. Und das in keiner dieser Beziehungen oder auch in anderen Fragen, wo es um Unterordnung geht – man denke z.B. auch an die Frage des Staates, ja, wo auch Paulus an anderen Stellen uns eine biblische Unterordnung zeigt –, dass in all diesen Fragen, in der Ehe, in der Kindererziehung, in der Frage auch von Knecht und Herren, was wir vielleicht auch in gewisser Weise stellenweise auch auf unser heutiges Arbeitsleben übertragen können, dass es niemals eine Unterordnung niemals so weit geht, dass wir gleichzeitig dadurch die Gebote Gottes übertreten oder gegen sein Wort handeln. Gottes Wort hat immer die absolute Priorität. Und im Rahmen dessen sind wir aufgefordert, entsprechend Unterordnung zu praktizieren, weil wir uns Gott unterordnen und seinem Wort unterordnen.

[5:21] Werden wir auch in angemessenen Bereichen in den verschiedenen Sphären unseres Lebens, in der Familie, in der Arbeitswelt, als Bürger des Staates und so weiter, auch in der Gemeinde, dort dem Ehre zukommen lassen, den Ehre gebührt. Paulus sagt an anderer Stelle im Römerbrief, Römer 13, sagt: "Wir beginnen und dort in Vers 1." Und dort geht es direkt in das Thema hinein. Paulus spricht zu den Kindern, und da sehen wir auch, dass diese Briefe, also nicht nur an ein paar theologisch versierte Leute in der Gemeinde Ephesus geschrieben worden sind, sondern Paulus hier auf die verschiedenen Gruppen in der Gemeinde anspricht.

[6:07] Also eine Aufforderung an die Kinder: Epheser 6, Vers 1: "Ihr Kinder seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn, denn das ist recht." Paulus spricht auch an anderen Stellen von den Kindern, die sich den Eltern unterordnen sollen, in Kolosser Kapitel 3 zum Beispiel ab Vers 20, wo er sagt: "Ihr Kinder seid gehorsam euren Eltern in allem, denn das ist dem Herrn wohlgefällig."

[6:34] Und wir kommen zu anderen Versen, dann hier auch noch mal zurück zu dieser Passage, wenn wir ein bisschen weitergehen. Der Gehorsam soll – und das ist sehr wichtig – hier wieder "im Herrn" sein. Das heißt, er sollte in Übereinstimmung mit der Lehre Jesu und mit seinem Leben sein. Das heißt, Kinder sind niemals verpflichtet, Dinge zu tun, die dem Wort Gottes widersprechen. Jesus war seinen Eltern gehorsam.

[6:59] Und dort, Vers 51, lesen wir in Lukas 2, Vers 51: "Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und ordnete sich ihnen unter." Maria und Josef waren nicht sündlos. Jesus war sündlos, er war Mensch und Gott gleichzeitig. Und trotzdem hat er sich als Kind und Jugendlicher den Eltern untergeordnet. "Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen." Jesus hat sich übrigens nicht nur als kleines Kind untergeordnet, sondern auch nachdem er hier im Tempel gewesen war, das war, als er zwölf Jahre alt war, auch in den kommenden Jahren, das heißt, wenn wir in der Regel von der Pubertät sprechen, hat Jesus sich untergeordnet.

[7:46] Die Bibel zeigt also, dass das keine Selbstverständlichkeit ist, dass das nicht notwendigerweise so sein muss, dass Kinder erst einmal mit 14, 15 erstmal rebellieren müssen. Das ist nicht der Fall. Natürlich verändern Kinder in dem Alter ein Bewusstsein für Identität, auch jede Individualisierung. Und das diente dazu, dass Gott so geschaffen hat, damit Kinder lernen, eben nicht mehr Gott durch die Eltern zu verstehen, sondern jetzt eine eigene Beziehung zu Gott aufzubauen. Aber weil das oft als das eigentliche Ziel dieses Prozesses nicht verstanden wird, und die Kinder dann nicht Gott kennenlernen, geht das Ganze oft dann aus der Bahn. Es kommt zu Rebellion, man distanziert sich von den Eltern, man weiß eigentlich gar nicht genau wohin, und dann rennen die Kinder in die Welt und all das, was wir so oft leider erleben.

[8:35] Der Punkt, den ich machen möchte, ist, dass es keine, dass es nicht von Gott angelegt ist, dass das Kind ja erst einmal gegen seine Eltern rebellieren muss, sondern Gott hat es so angelegt, dass Kinder für ein paar Jahre, den ersten Jahren ihres Lebens, wo sie Gott selbst noch nicht wirklich verstehen können, durch ihre Eltern erst einmal sozusagen mit Gott in Verbindung kommen, bis sie dann alt genug sind, in dem Alter, hier bei Jesus war es mit 12 Jahren, aber zum ersten Mal verstanden, dass in dem Fall sogar, dass Gott sein tatsächlicher Vater ist. Sehr konkret im Sinne.

[9:08] Und auch dann, als er quasi eine noch individuelleren Glauben haben konnte, weil er sozusagen entsprechend seines Alters da so auch gedanklich gewachsen ist, hat er sich seinen Eltern untergeordnet. Und das ist sehr wichtig jetzt für unser Thema, wiederum nicht dann, wenn seine Eltern ihm etwas von ihm wollten, was gegen Gottes Wort ist. Ja, wir sehen im Leben von Jesus ganz deutlich. Wir sehen auch hier, dass er sehr wohl in der Lage war, eigenständig für sich zu denken und trotzdem, wo immer es möglich war, nach dem Wort Gottes hat er sich gerne untergeordnet. Das ist eigentlich das Vorbild auch für uns.

[9:54] Vorbild auch für uns Kinder, Jugendliche. Und das Vorbild, das uns für die Familien gegeben ist: Der Gehorsam gegenüber den Eltern wird im Alten Testament sehr deutlich gefordert. In 3. Mose 19 und dort Vers 3 lesen wir: "Ihr sollt jeder Ehrfurcht vor seiner Mutter und seinem Vater haben und meine Sabbate halten, denn ich, der HERR, bin euer Gott." Es ist ja eines der Gebote.

[10:29] Und das werden wir gleich auch noch bei Paulus zitiert finden. In den Sprüchen finden wir ganz ähnliche Gedanken. Sprüche 1, Vers 8: "Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter." Sprüche 6, Vers 20: "Bewahre, mein Sohn, das Gebot deines Vaters und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter."

[10:51] Wir können auch weitergehen zu Sprüche 23, Vers 22. Das ist ein immer wiederkehrendes Motiv. Sprüche 23, Vers 22: "Höre auf deinen Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt geworden ist." Und das zeigt uns auch, dass sozusagen der Respekt und die Ehre über den Eltern auch noch in späteren Jahren eine große Rolle spielen sollte.

[11:16] Interessanterweise zeigt die Bibel auch im Alten Testament, was mit Kindern passiert, die dauerhaft rebellisch gewesen sind und sich ihren Eltern dauerhaft, trotz aller Versuche, nicht unterordnen wollten. Und da gibt es interessante und auch sehr, sehr schmerzhafte Passagen dazu. Sprüche 20 und dort Vers 20: "Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird erlöschen in der dichtesten Finsternis." Sprüche 30, Vers 17: Dort heißt es: "Ein Auge, das den Vater verspottet und es verachtet, der Mutter zu gehorchen, das werden die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen." Also sehr drastische Formulierungen.

[12:02] Und entsprechend sehr deutlich wird auch das fünfte Buch Mose in Kapitel 21, wo wir folgendes lesen: 5. Mose 21, ab Vers 18: "Wenn jemand einen widerspenstigen und störrischen Sohn hat, der die Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und ihn auch nicht folgen will, wenn sie ihn züchtigen..." Also, wenn sie mit erzieherischen Maßnahmen versuchen, ihn zu korrigieren, dann werden wir gleich darüber sprechen. Vers 19: "So sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und zu den Ältesten seiner Stadt führen und zu dem Tor jenes Ortes, und sie sollen zu den Ältesten seiner Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist störrisch und widerspenstig und gehorcht unserer Stimme nicht. Er ist ein Schlemmer und ein Säufer." Also geht's nicht darum, dass jemand ein Kind mal ungeordnet gewesen ist und dann korrigiert werden kann, sondern hier geht's wirklich um das grundsätzlich, es ist das grundsätzlich aus dem Ruder gelaufen.

[12:53] Dann sollen ihn alle Leute seiner Stadt steinigen, damit er stirbt. So sollst du das Böse aus seiner Mitte ausrotten, dass ganz Israel hört und sich fürchtet." Hier sehen wir also eine sehr, sehr deutliche Strafe für fortgesetzten, nicht heilbaren Ungehorsam den Eltern gegenüber. Gott betrachtet Ungehorsam über den Eltern nicht als ein Kavaliersdelikt.

[13:17] Und das sollte uns schon auch nachdenken, wie klar und deutlich die Bibel hier zu diesem Thema spricht. Paulus selbst zitiert auch das Alte Testament. Das ist ja eine seiner großen Angewohnheiten überhaupt, in der Neuen Testament ist ja sehr präsent das Alte Testament, immer wieder vertreten, um deutlich zu machen, dass das Neue Testament eben ja nichts Neues bringt, sondern nur das ganze Licht des Evangeliums aus dem Alten vor scheinen lässt, so wie es dann Jesus durch sein Leben, Tod und seine Auferstehung offenbart hat.

[13:52] In Epheser 6 und dort Vers 3 zitiert Paulus jetzt aus dem Alten Testament und zwar aus den Zehn Geboten, um diese Aufforderung: "Seid euren Eltern gehorsam" entsprechend zu belegen. Das sagt er hier: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren." Das ist das erste Gebot mit einer Verheißung, damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden.

[14:15] Paulus hat erkannt, dass dieses fünfte Gebot ähm das erste ist, wo eine spezifische Verheißung mit verbunden ist. Und diese spezifische Verheißung, das ist: "Dir gut geht und so lange lebst", ist etwas, was auch allgemein mit den Geboten im Ganzen verbunden wird. Wenn meine ganze Reihe von Versen aus dem Buch 5. Mose hier im Sende meines Skripts, die könnte dann noch gerne nachlesen und entsprechend das vertiefen.

[14:40] In Matthäus 5 wird auch deutlich, wie Jesus zu diesem Gebot stand. Etwas sagen, Matthäus 15: Er hat nämlich deutlich gemacht, dass die Pharisäer unter dem Schein, dem dem dem dem dem dem heuchlerischen Schein einer einer besonderen Hingabe an Gottes Werk, das fünfte Gebot übertreten haben. In Matthäus 15 und dort Vers 4 bis 6 heißt es, dass Jesus gesagt hat: "Denn Gott hat geboten und gesagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, und wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Ihr aber sagt: Wer Vater oder Mutter spricht: Ich habe zur Weidegabe bestimmt, was dir von mir zugute kommen sollte, der braucht auch seinen Vater oder seine Mutter nicht mehr zu ehren."

[15:21] Und so habt ihr das Gebot Gottes um eure Überlieferung willen aufgrund der Idee war, sondern damals gesagt hat, na ja, eigentlich müsste ja als Kind meine Eltern unterstützen, wenn sie alt geworden sind. Ich müsste ja von meinem Besitz nehmen und sie dann quasi unterhalten. Aber wenn ich einfach sage, mein Besitz habe ich dem Herrn geweiht, dann brauche ich davon meine Eltern nicht zu unterstützen. Das ging so weit, dass damals Menschen zum Teil sogar ihren Besitz dem Herrn geweiht haben, aber trotzdem davon gelebt haben, weil sie diesen Besitz dann erst bei ihrem Tod dem Tempel vermacht haben und damit aber es quasi verhindert haben, dass sie ihren Eltern irgendwie Unterstützung geben müssen. Und Jesus dringt mit seinen Worten hindurch durch diese Scheinheiligkeit und macht deutlich, dass es eine Übertretung des fünften Gebots ist.

[16:07] Und das zeigt uns wiederum, was das fünfte Gebot nicht aufhört zu existieren, wenn wir erst einmal erwachsen sind, sondern es beinhaltet natürlich auch, dass wir für unsere Eltern da sein sollen, wenn es ihnen schlecht geht, wenn sie älter werden, dass wir sie unterstützen müssen und ja, sie nicht alleine lassen. Auch wenn wir natürlich in späteren Jahren dann auch ein höheres Maß an Selbstverantwortung haben, als wir es als Kinder gehabt haben, das ist natürlich selbstverständlich. Aber das zeigt, dass dieses Gebot in den verschiedenen Lebensphasen, in denen wir uns befinden, immer präsent ist und entsprechend der jeweiligen Umstände wir auch eine gewisse Ehre den Eltern entgegenbringen müssen. Eine besondere Verantwortung, die wir haben, dafür, dass sie so viel für uns getan haben.

[16:51] Gehen wir zurück zu dieser Kapitel 6 und dort Vers 4: "Und ihr Väter!" Und jetzt sehen wir, wie Paulus wiederum, wie auch bei der Frage der Ehemänner und der Ehefrauen, das Ganze reziprok betrachtet. Nicht nur sollen die Kinder sich unterordnen, sondern auch die, und der diese sich unterordnen sollen, nämlich die Eltern. Und hier werden insbesondere die Väter angesprochen, haben eine Aufgabe zu tun, so wie die Ehemänner eine Aufgabe haben, die wir gesehen haben, eigentlich noch viel größer ist, weil sie Christus darstellen sollen. Haben auch die Väter eine Verantwortung, damit die Eltern-Kind-Beziehung wirklich funktioniert.

[17:34] "Und ihr Kinder reizt eure Väter nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn." Väter, und das gilt natürlich auch für Mütter, aber in der Regel sind wahrscheinlich eher dazu neigen, durch ihr Verhalten auch Kinder zum Zorn zu reizen. Väter sollen das nicht tun. Sonst... ganz interessanten und wichtigen Grund. In 3. Korinther 7, Vers 21 lesen wir: "Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, damit sie nicht unwillig werden." Manchmal sind sie auch mutlos oder entmutigt. Kann es sein, dass viele Kinder deswegen so apathisch sind, so willenlos, so entmutigt und dann teilnahmslos, weil sie durch falsche Erziehung zum Zorn gereizt worden sind und keine Möglichkeit haben, damit richtig umzugehen.

[18:30] Wir sollen unsere Kinder nicht entmutigen, nicht von ihnen Dinge verlangen, die sie nicht tun können, und sie nicht klein machen und zum Zorn reizen. Und es liegt ja auf der Hand, dass die Eltern natürlich in einer besonderen Art und Weise auch das Wesen Gottes ihnen, den Kindern, zeigen sollen.

[19:01] Mit anderen Worten, die gesamte Erziehung und auch alle Mahnung soll dementsprechend, wie Jesus uns erzieht und ermahnt, und das ist ja genau das, was hier steht, sondern als Verzeihung, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn. Wir sollen unsere Kinder erziehen, wie Jesus uns erzieht.

[19:25] Jesus hat den Menschen gelehrt, und das können wir noch mal lesen, Sie nicht im Ende meines Skripts, aber das passt hier natürlich dann ganz gut hinein. Er hat die Menschen gelehrt, Gott als ihren Vater zu betrachten. In Matthäus 6 und dort Vers 9 sagte: "Deshalb solltet ihr auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name."

[19:46] Im Alten Testament heißt es auch, dass Gott uns trösten wird, wie einen seine Mutter tröstet. Vater und Mutter repräsentieren in ihrer Funktion als Eltern ganz bestimmte wesentliche Prinzipien, die Gott ausmachen, seines Charakters.

[20:10] Und wir machen uns gar nicht bewusst, wie sehr Menschen in ihrer Vorstellung, wie Gott ist, auch geprägt werden durch das, was sie von Kindesbeinen an gelehrt bekommen haben. Wenn der Vater ständig aufbrausend an Gott glaubt, aber ständig zornig ist und bei jeder kleinsten Sache aus der Haut fährt, dann werden die Kinder schwierig haben, wirklich im Herzen zu begreifen, was es bedeutet, dass Gott die Liebe ist und geduldig und sanft mit dich ist. Das wären dann Worte sein. Aber wenn sie bei ihrem Vater sehen, dass er trotz ihrer Fehler, zwar die Fehler nicht einfach ignoriert, aber liebevoll und geduldig und gütig ist, dann werden sie verstehen, was das bedeutet.

[20:56] Wenn sie mit zu allen ihren Sorgen zu ihrer Mama kommen können und die immer ein offenes Ohr für sie hat und immer gerne tröstet, dann werden sie verstehen, was das bedeutet, dass Gott immer ein offenes Ohr für uns hat und dass Gott immer für uns da ist und dass er uns immer trösten möchte.

[21:13] Eltern haben also eine krasse Verantwortung. Wir haben gesehen, dass der Ehepartner, dass der Ehemann eine krasse Verantwortung hat, dass er gegenüber der Ehefrau Christus darstellen soll. Und hier sehen wir, dass diese Verantwortung nicht nur in diese Richtung zur Ehefrau geht, sondern wenn sie Kinder haben, auch zu den Eltern, zu den Kindern gegenüber.

[21:32] Und hier kommt jetzt auch eine Verantwortung, eine besondere Verantwortung für die Mutter ins Spiel, denn auch sie soll jetzt ihren Kindern gegenüber Christus repräsentieren.

[21:44] Und wiederum zeigt sich, dass das, wo wir oft im Alltag das größte Durcheinander erleben, vielleicht, wo wir so viel Streit und vielleicht sehen oder Schwierigkeiten und nicht wissen, auch Erziehung ist ja ein großes Thema. Es gibt Eheprobleme und es gibt Probleme mit der Kindererziehung, und dann weiß nicht genau, wie soll man das machen, wie...

[22:00] nicht genau, wie soll man das machen? Wie soll man mit Kindern umgehen?

[22:02] Wie soll man mit Kindern umgehen, dass dort, wo wir oft Probleme sehen und
[22:04] dass dort, wo wir oft Probleme sehen und wieder unseren Therapeuten wenden, das
[22:06] das eigentlich wiederum das Evangelium
[22:10] eigentlich wiederum das Evangelium
[22:13] sich zeigen soll. Denn Gott erzieht uns ja.

[22:15] Ja, das macht die Bibel ganz deutlich. Schaut
[22:17] das macht die Bibel ganz deutlich. Schaut mal mit mir in Titus,
[22:19] mal mit mir in Titus,
[22:28] in Titus 2 und dort ab Vers 11: "Denn die Gnade Gottes ist
[22:31] erschienen, die heilbringend ist für alle
[22:34] Menschen. Sie nimmt uns in Zucht und..."
[22:36] Dieses Wort "Zucht" ist, ich denke,
[22:38] vielleicht denkt man erst an Zuchthaus, aber das
[22:39] Wort "Zucht" bei der ja im griechischen
[22:42] ist die Erziehung, ist die Pädagogik und
[22:45] die
[22:46] die die die beinhaltet alles, was an
[22:49] pädagogischen Maßnahmen von von von der Liebe, die man dem Kind grundsätzlich
[22:54] entgegenbringt, bis zu den Strafen und
[22:56] den der Korrektur beinhaltet alles, um
[23:00] einen Menschen zu erziehen und ihn
[23:03] pädagogisch zu formen. Die Gnade Gottes
[23:07] erzieht uns.

[23:14] Und wir alle haben das erlebt, wie geduldig Gott mit uns ist. Und wir haben
[23:16] geduldig Gott mit uns ist. Und wir haben gesehen, wie oft wir schon auch
[23:18] ja, trotzdem Liebe Gottes uns falsch
[23:21] verhalten haben. Und wir bekommen dann
[23:24] als Eltern, wenn wir Gottes Handeln mit
[23:27] uns als Erziehung verstehen, bekommen wir
[23:29] auch ein Mitgefühl mit unseren Kindern,
[23:31] die oft
[23:33] vielleicht auch nicht so handeln, wie wir uns
[23:35] das wünschen. Und wir bekommen eine
[23:37] Gelegenheit,
[23:39] indem wir weitergeben, wie Gott an uns
[23:42] gehandelt hat, dass die Kinder von Anfang
[23:44] an verstehen, wie Gott wirklich ist. Sie
[23:46] können das Evangelium sozusagen dann
[23:48] schon in ihrer Kindererziehung lernen.
[23:50] Sie müssen das nicht später erst, wenn
[23:52] sie dann 14, 15 sind, anfangen, Bibelstunde
[23:54] zu nehmen oder vorher im Religionsunterricht
[23:55] irgendwie als Theorie lernen, sondern sie können es
[23:59] durch die Erziehung, die sie genießen,
[24:01] bereits sehen, wie Gott ist. Und das ist
[24:03] eigentlich das große, der große Wunsch,
[24:05] den Paulus hier uns weitergibt. Den Gott
[24:09] hat, dass wir durch unsere Kindererziehung
[24:10] die Kinder bereits
[24:12] tatsächlich mit Gott in Kontakt bringen.
[24:16] Das heißt, wiederum sehen wir, dass das
[24:19] Familienleben eigentlich eine
[24:21] Gelegenheit bietet, alltäglich
[24:24] das Evangelium zu erfahren, zu
[24:26] praktizieren, sich selbst zu reflektieren,
[24:28] selbst erzogen zu werden und die
[24:30] Erziehung, die wir genießen durch Gott,
[24:32] weiterzugeben.

[24:41] Die Bibel kennt einige sehr positive Beispiele für christliche,
[24:42] geistliche Kindererziehung. Abraham von
[24:46] dem heißt es in 1. Mose 18, dass Gott
[24:48] ihn deswegen auch auserwählt hat für
[24:52] diese große Rolle, die er hatte, als als
[24:55] quasi der Gründungsvater dann dieser
[24:58] Sippe, die später zum Volk Israel
[24:59] geworden ist. In 1. Mose 18 sagt Gott
[25:02] in Vers 19: "Denn ich habe ihn gesehen, mit anderen
[25:08] Worten, Gott hat das gesehen, dass er so
[25:09] sein wird. Denn ich habe ihn erwähnt, dass
[25:12] er seinen Kindern und seinem Haus nach
[25:14] ihm gebiete, den Weg des Herrn zu
[25:17] bewahren, indem sie Gerechtigkeit und
[25:18] Recht üben, damit der Herr auf Abraham
[25:20] kommen, dass er ihm verheißen hat." Gott
[25:22] sagt, einer der Gründe, warum er Abraham
[25:25] erwählt hat, ist, weil er wusste, Abraham
[25:27] wird die Dinge nicht nur einfach aufnehmen,
[25:28] sondern er wird sie treu
[25:30] weitergeben. Er wird das Evangelium, die
[25:33] Gerechtigkeit, die Gnade Gottes, das
[25:35] Wissen, was Gott von Gott erfahren hat,
[25:36] wird er weitergeben, so dass
[25:38] auch in den nächsten Generationen das
[25:40] weitergetragen wird. Nicht umsonst haben
[25:42] dann später die Israeliten Gott als den
[25:44] Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs verehrt.
[25:48] Und ein anderes
[25:50] interessantes Beispiel, wie über mehrere
[25:53] Generationen das Wort Gottes in der
[25:55] Erziehung ein entscheidende Rolle
[25:56] gespielt hat, ist im Neuen Testament im
[25:58] zweiten Timotheusbrief zu finden. Und
[26:00] zwar geht es dort um Lois und Eunike, die
[26:04] Großmutter und Mutter von Timotheus
[26:07] gewesen sind. Zweite Timotheus Kapitel
[26:10] 1, zunächst einmal Vers 5. Zweite
[26:14] Timotheus Kapitel 1, Vers 5. Das heißt es:
[26:16] "Dabei halte ich dir Erinnerung an deinen
[26:19] ungebrochenen Glauben fest, der zuvor in
[26:22] deiner Großmutter Lois und in deiner
[26:25] Mutter gewohnt hat. Ich bin aber
[26:27] überzeugt, auch in dir." Also die Lois und
[26:30] auch ihre, also vermutlich ihre Tochter
[26:34] ist nicht ganz genau, wie die
[26:35] Familienverhältnisse verwandtschaftlich
[26:37] gewesen sind, aber in den beiden war ein
[26:39] großer Glaube, und der hat zu folgendem
[26:42] geführt, was wir dann in zweite Timotheus
[26:43] Kapitel 3, Vers 14 und 15 lesen: "Du aber
[26:48] bleibe in dem, was du gelernt hast und
[26:50] was jetzt zur Gewissheit geworden ist, da
[26:52] du weißt, von wem du es gelernt hast."
[26:54] Nämlich natürlich von Lois und Eunike.
[26:56] Und weil du von Kindheit an die heiligen
[26:59] Schriften kennst, welche die Kraft haben,
[27:01] dich weise zu machen zur Errettung durch
[27:03] den Glauben, der in Christus Jesus ist."
[27:06] Timotheus hat das Alte Testament von
[27:10] Lois und Eunike kennengelernt. Das Neue
[27:13] gab es ja in der Form noch nicht. Und
[27:14] Paulus hatte er erst dort dann in
[27:16] irgendwann auf einer Missionsreise
[27:17] getroffen und seine Familie und ihn dann
[27:20] hier zum Glauben geführt. Aber er kannte
[27:23] bereits, also Lois und Eunike haben das, was
[27:26] sie wussten, was sie kannten, ihm von
[27:28] kleinster Kindheit auch halt an beigebracht,
[27:30] so dass, als er dann Jesus kennengelernt
[27:33] hat und als dann die Botschaft von Jesus
[27:35] und dem Evangelium kam, er sozusagen einen
[27:37] vorbereiteten Boden gehabt hatte. Das
[27:39] ist genau das, was echte Kindererziehung
[24:42] bewirken soll, dass wir unseren Kindern
[24:46] das Wort Gottes so da bringen und sie so
[24:49] darin formen, dass sie dann gerne selbst
[24:52] Jesus als ihren Erlöser annehmen.

[27:56] Und dazu ist etwas ganz Entscheidendes
[27:58] wichtig. Ich glaube, es mangelt nicht an
[28:01] der grundsätzlichen Bereitschaft, unseren
[28:03] Kindern etwas über den Glauben zu
[28:06] erzählen, etwas von den Geschichten der
[28:09] Bibel zu erzählen. Aber ich denke, es
[28:11] fehlt oft etwas, was aber ganz
[28:14] entscheidend ist, was die Bibel uns zeigt,
[28:15] was wir in Erziehung tun sollten. In 2.
[28:18] Mose Kapitel 12 und da finden wir einen
[28:21] Gedanken, den wir jetzt ganz oft in der
[28:22] im Alten Testament finden, gerade in den
[28:24] Mosebüchern und im Buch Josua. Zweite Mose
[28:27] Kapitel 12 und dort Vers 26 und 27. Und
[28:33] wenn dann eure Kinder zu euch sagen: "Was
[28:35] habt ihr das für einen Dienst?", so sollt
[28:37] ihr sagen: "Es ist das Passahopfer des
[28:39] Herrn, der an den Häusern der Kinder
[28:41] Israels verschonend vorüberging in
[28:43] Ägypten, als er die Ägypter schlug und
[28:45] unsere Häuser errettete." Da neigte sich
[28:48] das Volk und betete an. Kinder neigen
[28:51] dazu, und das hat konnten sich
[28:53] hineingelegt, Fragen zu stellen. Warum ist
[28:54] das so? Weil Kinder wollen ja wissen, wie
[28:56] die Welt funktioniert. Und seine
[28:57] Gelegenheit für uns, in etwas
[28:59] weiterzugeben. Kinder fragen, warum Dinge
[29:01] so sind. Und
[29:04] das greift Gott hier auf durch Mose und
[29:06] sagt: Wenn eure Kinder fragen,
[29:13] erzählt ihnen, was ihr selbst mit Gott
[29:15] erlebt habt.
[29:17] Hier noch ein weiteres Beispiel. Wir
[29:19] haben hier noch mehr im Sendemann und
[29:20] Skript, einfach nur, dass ihr seht, dass
[29:23] das immer wieder auftaucht. In 5. Mose
[29:27] Kapitel 6 und dort ab Vers 20. Mose
[29:30] 6, Vers 20: "Wenn dich nun dein Sohn in
[29:33] Zukunft fragen und sagen wird: Was sind
[29:34] das für Zeugnisse, Satzungen und
[29:37] Rechtsbestimmungen, die euch der HERR, unser
[29:39] Gott, geboten hat? So sollst du deinem
[29:42] Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao
[29:44] in Ägypten, und der HERR führte uns mit
[29:46] starker Hand aus Ägypten. Und der HERR
[29:48] tat vor unseren Augen große und
[29:50] schreckliche Zeichen und Wunder an Ägypten,
[29:52] an dem Pharao und an seinem ganzen Haus.
[29:55] Uns aber führt er von dort heraus, um uns
[29:57] hierher zu bringen und uns das Land zu
[29:59] geben, dass er unseren Vätern zugeschworen
[30:01] hat. Und der HERR hat uns geboten, alle
[30:03] diese Satzungen zu halten, dass wir den
[30:05] HERRN, unseren Gott, fürchten und es uns
[30:07] gut geht alle Tage und er uns am Leben
[30:10] hält, wie es heute der Fall ist. Und es
[30:11] wird uns zur Gerechtigkeit gehen, wenn
[30:12] wir darauf achten,
[30:14] alle diese Gebote vor dem HERRN, unserem
[30:15] Gott, zu tun, wie es uns geboten hat, statt
[30:17] einfach zu sagen: Das haben wir schon
[30:19] immer so gemacht. Das wird so gemacht.
[30:21] Gott hat es gesagt: Sollen die Eltern
[30:24] erzählen, was sie selbst mit Gott erlebt
[30:27] haben, wie Gott sie erlöst hat, wie Gott
[30:30] sie geführt hat. Und damit einen
[30:32] Zusammenhang herstellen von ihrer
[30:35] eigenen Erfahrung, ihrer lebendigen
[30:37] Erfahrung mit Gott zu dem Gebot, dass man
[30:40] jetzt hält,
[30:42] statt als ein den Kindern einfach zu
[30:43] sagen: "Am Sabbat tut man das nicht, weil
[30:46] so steht es da." Kann man Erfahrung
[30:49] erzählen, die man selbst mit Gott gemacht
[30:50] hat am Sabbat. Und dies verbinden mit dem
[30:53] Wort Gottes, was Gott jetzt angeboten
[30:55] gegeben hat. Um ein Beispiel zu nennen:
[31:01] Viele andere Dinge nehmen. Kinder
[31:06] wollen nicht einfach nur Dinge tun, weil
[31:08] es man sie schon immer so getan hat. Das
[31:09] wird spätestens dann, wenn sie
[31:11] Jugendliche werden, zur Rebellion. Aber
[31:12] wenn wir es schaffen, nicht nur Satzungen
[31:15] weiterzugeben, sondern wie hier es
[31:16] beschrieben sind, immer wieder im Alten
[31:18] Testament, die eigene geistliche
[31:20] Erfahrung mit Jesus damit zu verbinden.
[31:23] Denn wir selbst als unseren Kindern,
[31:26] gemessen an das Alter natürlich, das
[31:29] hängt davon ab, ob das Kind fünf Jahre
[31:30] ist oder 15, angemessen an das Alter,
[31:32] erzählen, was sie mit Gott erlebt haben
[31:34] und wie Gott uns geholfen hat und wir
[31:36] uns immer noch hilft.
[31:38] Dann wird aus der sonst für ein Kind
[31:41] rein theoretischen Materie des Gebotes
[31:45] plötzlich was Lebendiges, etwas mit
[31:46] seinen Eltern zu tun hat, etwas, das mit
[31:48] seiner Familie zu tun hat, etwas, das es
[31:50] selbst erleben kann.
[31:52] Und das macht den Unterschied aus
[31:54] in echter geistlicher Erziehung.
[31:58] Es kommt nicht darauf an, dass wir den
[31:59] Kindern einfach nur theologische Fakten
[32:01] weitergeben, damit sie alles wissen,
[32:03] sondern dass sie an ihren Eltern sehen,
[32:06] wie Gott wirkt.
[32:09] Lasst uns, je nachdem, wie alt unsere
[32:12] Kinder sind und wie sie es verstehen
[32:13] können, das muss man dann anpassen, aber
[32:15] lasst uns vornehmen, unseren Kindern vor
[32:18] allem auch zu erzählen, wie Gott in
[32:19] unserem Leben gewirkt hat.
[32:21] Erfahrungen weitergeben und auf diesen
[32:24] Erfahrungen
[32:26] kann dann ihr Glaube aufbauen.
[32:34] In 5. Mose Kapitel wird das schon sind
[32:36] lesen wir auch über die Kindererziehung
[32:39] folgendes ab Vers 4: "Höre, Israel, der HERR ist unser Gott,
[32:42] der HERR allein. Und du sollst den HERRN,
[32:45] seine Gott, lieben mit deinem ganzen
[32:46] Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit
[32:48] deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die
[32:51] dir heute gebiete, sollst du auf dem
[32:52] Herzen tragen. Das heißt, was jetzt kommt,
[32:54] ist nur möglich, wenn wir Gott von ganzem
[32:56] Herzen nehmen, wenn wir von allem, was wir
[32:58] haben, mit allem, was wir haben, uns Gott
[32:59] hingeben und an seinen Worten und seinen
[33:03] Worten zu Herzen gehen, wenn wir sie gerne
[33:04] haben, wenn du darüber nachdenkst, dann
[33:06] wird folgendes möglich: Und du sollst die
[33:08] deinen Kindern einschärfen und davon
[33:10] reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder
[33:12] auf dem Weg gehst, wenn du dich
[33:13] niederlegst und wenn du aufstehst. Und du
[33:16] sollst sie zum Zeichen auf deine Hand
[33:18] binden. Sie sollen jetzt zum Erinnerungszeichen
[33:20] über den Augen sein. Du sollst sie auf
[33:22] die Pfosten deines Hauses und an deine
[33:24] Tore schreiben." Hier sehen wir, die
[33:27] geistliche Erziehung unserer Kinder ist
[33:29] nicht etwas, dass wir ab und zu mal
[33:31] sporadisch einfließen lassen können,
[33:34] sondern etwas, das wir beständig tun
[33:37] sollen. Wir sollen von Gottes Wort reden,
[33:39] wenn wir im Haus sind und wenn wir
[33:41] unterwegs sind, morgens und abends.
[33:45] Echte christliche Kindererziehung
[33:48] basiert auf einer Beständigkeit der
[33:51] geistlichen Unterweisung und wie wir es
[33:54] gerade gesehen haben, nicht im Sinne nur
[33:55] vom Eintrichtern von Fakten, sondern eben
[33:58] miteinander sprechen über das, was Gott
[34:00] an einem selbst getan hat, die Liebe, die
[34:02] man zu Gott hat. Wir sehen ja direkt
[34:04] davor steht ja: "Du sollst den HERRN, seine
[34:05] Gott, lieben mit einem ganzen Herzen, mit
[34:07] einer ganzen Seele, mit deiner ganzen
[34:08] Kraft." Es geht also nicht darum, einfach
[34:09] nur fleißig Dinge abzuhaken, sondern Gott
[34:12] so sehr zu lieben, dass die Kinder merken,
[34:14] dass den ganzen Tag, ob am Morgen oder am
[34:18] Abend, die Liebe Gottes im Herzen von
[34:20] Mama ist, dass Papa Gott so sehr liebt,
[34:24] dass er ständig davon redet.
[34:26] Und Kinder, die das erleben von Kindheit
[34:28] an,
[34:34] die haben ein großes, großes Vorrecht. Den
[34:37] wird es nicht schwer fallen,
[34:40] zu verstehen, dass Gott die Liebe ist.
[34:42] Nur, es gibt keine Garantie auf dieser
[34:44] Welt, dass Kinder, die geistlich gut
[34:46] erzogen worden sind, auch letztendlich
[34:47] sich für Christus entscheiden. Jeder
[34:48] Mensch trifft immer seine eigene
[34:51] Entscheidung. Aber wir können genauso
[34:52] wenig, wie wir auch unseren Ehepartner
[34:55] zum Glauben zwingen können, aber wir
[34:57] können einen extrem positiven Einfluss
[35:00] ausüben, sowohl auf unseren Ehepartner
[35:04] als auch auf unsere Kinder. Und die Frage
[35:05] ist:
[35:07] Tun wir das?
[35:11] Ist uns die geistliche Prägung unserer
[35:14] Kinder so wichtig,
[35:18] dass wir von ganzem Herzen und mit Gott
[35:21] beschäftigen, damit wir unseren Kindern
[35:26] so gut wie möglich durch unser Leben
[35:30] auslegen, das warum Gott unser Vater
[35:32] genannt wird, warum er uns tröstet, wie
[35:35] eine Mutter tröstet, dass unsere Kinder
[35:42] durch unser Leben Gott kennenlernen.
[35:42] In Sprüche 22,6 steht dieser sehr
[35:49] einsichtsvolle Gedanke:
[35:49] "Gewöhne den Knaben an den Weg, den er gehen soll, so wird er
[35:50] nicht davon weichen, wenn er alt wird." Was
[35:53] unsere Kinder früh bei uns sehen und
[35:55] erleben, trägt sie ihr gesamtes spätes
[35:59] Leben.
[36:01] Wir sehen, dass Kinder erzogen werden
[36:03] müssen. Sie brauchen Erziehung und sie
[36:05] brauchen auch Ermahnung. Und das bringt
[36:07] uns zu einem wichtigen Punkt, den wir
[36:09] hier in Sprüche 22 gleich lesen können.
[36:11] Sprüche 22, Vers 15: "Doch heute
[36:14] steckt im Knaben im Herzen." Und ich denke,
[36:16] jeder, der Kinder hat oder Kinder gehabt
[36:18] hat und der Kinder kennt, weiß: Kinder
[36:21] treffen nicht immer weise
[36:23] Entscheidungen. Kinder sind manchmal einfach
[36:24] treffen, aber die
[36:25] dümmsten Entscheidungen sich vorstellen
[36:26] kann. Sie brauchen Korrektur. Das heißt,
[36:29] "die Torheit steckt im Knaben im Herzen,
[36:31] aber die Rute der Zucht, der Erziehung,
[36:34] wird sie ihm austreiben." Heute gibt es
[36:38] manchmal die Idee, dass man einfach nur
[36:40] die Kinder fördern muss und dass man den
[36:44] besten vielleicht ja einfach so, nachdem
[36:47] wie sie wünschen, nachdem was was sie
[36:49] möchten, nach ihren Bedürfnissen
[36:51] versucht, das Leben einzurichten. Aber
[36:53] das sieht zwei ganz wesentliche Dinge:
[36:55] Erstens, dass Kinder,
[36:58] dass die Torheit den Kindern im Herzen
[37:00] steckt und Kinder zum Teil
[37:02] törichte Wünsche haben. Und zweitens, dass
[37:07] nach Jeremia 17, Vers 9, wir alle als
[37:11] Menschen ein böses und verkehrtes Herz
[37:14] haben, das ich den gewünscht, den ich gut
[37:15] für uns sind.
[37:17] Und deswegen ist jeder
[37:20] Erziehungsansatz biblisch zurückzuweisen,
[37:23] der die
[37:26] die Wünsche und Bedürfnisse, die
[37:29] vermeintlichen vom Kind geäußerten
[37:31] Bedürfnisse, was es jetzt haben möchte,
[37:33] was es jetzt will, was es jetzt möchte,
[37:34] was das zur obersten Priorität macht.
[37:38] Das kann nicht gut gehen und ist nicht
[37:41] biblisch.
[37:44] Und nicht, dass wir uns missverstehen:
[37:46] Christliche Erziehung darf niemals dazu
[37:49] führen, dass Kinder in ihrer
[37:50] Persönlichkeit
[37:52] gestört werden, dass sie in ihrer
[37:54] Persönlichkeit niedergedrückt werden.
[37:56] Christliche Erziehung geht mit Kindern
[37:58] so um, wie Gott mit mir umgeht. Aber Gott
[38:02] geht nicht mit mir um, dass er mich
[38:03] ständig fragt: "Was willst du?"
[38:06] Gott behandelt mich nicht so, dass ich
[38:07] einfach entscheiden kann, was ich will
[38:09] und dann macht Gott das einfach nur, weil
[38:11] ich jetzt meine Bedürfnisse habe,
[38:12] sondern Gott zeigt mir ganz klar, dass
[38:14] bestimmte Bedürfnisse, von denen ich
[38:15] meine, dass ich sie habe, in Wirklichkeit
[38:17] in den Abgrund führen. Und er setzt mir
[38:19] Grenzen. Und ja, Gott zeigt auch
[38:23] Konsequenzen auf.
[38:26] Und wenn wir sündigen, dann gibt es auch
[38:28] Konsequenzen, die Gott manchmal nicht
[38:30] wegnimmt oder in der Regel nicht
[38:32] wegnimmt, damit wir daraus lernen. Auch
[38:34] wenn es schmerzhaft ist. Ja, Gott züchtigt
[38:37] uns.
[38:38] Für die Bibel ist das so
[38:40] selbstverständlich, dass
[38:44] das eigentlich verwundert, dass es
[38:47] heute nicht mehr so selbstverständlich
[38:49] gesehen wird. In Hebräer Kapitel
[38:54] 12 und dort Vers 7: "Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch
[38:59] Gott ja als Söhne." Da wird quasi gesagt:
[39:02] "Weil ihr auch gezüchtigt werdet, könnte
[39:05] daran wissen, dass Gott euer Vater ist.
[39:07] Denn wo ist ein Sohn, den der Vater
[39:09] nicht züchtigt?"
[39:11] Leider könnte Paulus im 21.
[39:13] Jahrhundert diese Frage nicht mehr
[39:15] stellen. Es gibt heute viele Eltern, ihre
[39:16] Kinder einfach gar nicht mehr züchtigen.
[39:17] Die Kinder machen können, was sie wollen.
[39:19] Und man sagt: "Und möchtest du nicht
[39:20] vielleicht?" Oder so. Aber damals war die
[39:23] Welt noch in der Hinsicht ein bisschen
[39:25] vielleicht.
[39:26] Nun, also es war einfach so, dass Paulus
[39:28] sagen konnte: "Jeder Vater züchtigt sein
[39:30] Kind. Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid,
[39:33] an der sie alle anderen bekommen haben,
[39:35] so seid ihr ohnehin keine Söhne." Weil es
[39:37] für Paulus auch so
[39:39] selbstverständlich war, dass ein Vater ja
[39:40] weiß, dass der Wunsch der Kinder nicht
[39:42] immer das Beste ist und dass Kinder
[39:44] manchmal auch wirklich falsche Dinge tun.
[39:46] Und wenn sie nicht korrigiert werden, der
[39:48] Baum einfach eine falsche Richtung
[39:50] wächst. Und je älter ist, desto besser
[39:52] kann man einen Baum noch in die richtige
[39:54] Richtung biegen. Je älter er wird, desto
[39:57] schwieriger wird das.
[40:00] Und wenn Kinder nicht lernen, dass es
[40:01] nicht immer nach ihrem Willen geht, wenn
[40:03] Kinder ständig das bekommen, was sie
[40:05] möchten,
[40:06] dann bereiten wir sie vor auf eine
[40:09] Katastrophe. Denn dann wird der Kampf
[40:11] gegen das eigene Ich, der sowieso der
[40:13] schwerste ist, so unfassbar schwer,
[40:16] dass sie vielleicht am Ende dann
[40:17] verzweifeln.
[40:20] Selbst für ein Kind, das geistlich nach
[40:23] Gottes Maßstab erzogen wird, ist der
[40:24] Kampf gegen das eigene Ich ein echter
[40:27] Kampf. Warum wollen wir in unserer
[40:31] Kindererziehung diesen Kampf noch
[40:33] erschweren, indem wir das Ich der Kinder
[40:35] so sehr fördern, statt ihnen zu zeigen, dass
[40:40] ihr Erlöser gesagt hat: "Nicht mein Wille,
[40:44] sondern dein Wille geschehe."
[40:50] Weiter heißt es hier: "Zudem hatten wir ja
[40:51] unsere leiblichen Väter als Erzieher und
[40:53] scheuten uns vor ihnen. Sollten wir uns
[40:55] da nicht viel mehr dem, also hier steht,
[40:57] Vater, der Geist, der besser wäre, besetzt
[40:59] der geistliche Vater, also unser Vater im
[41:01] Himmel, unterwerfen und leben. Denn jene
[41:03] haben uns für wenige Tage gezüchtigt, so
[41:05] wie es ihnen richtig erschien. Er aber zu
[41:07] unserem Besten, damit wir seine
[41:09] Heiligkeit teilhaftig werden." Und das
[41:11] zeigt uns hier, wie wir, wenn wir
[41:12] christliche Erziehung wirklich in
[41:14] Anspruch nehmen wollen, wie wir erziehen
[41:15] sollen, nämlich zum Besten der Kinder,
[41:17] niemals. Und nicht, dass wir uns in
[41:19] irgendeiner Weise missverstehen, niemals
[41:22] dürfen unsere Kinder
[41:24] Strafen im Zorn oder ihnen ähm ja auf
[41:28] der Haut fahren und sie dann für irgendwas,
[41:29] dass sie verkehrt gemacht
[41:30] haben, bestrafen. Und vielleicht ist das
[41:32] vorgekommen, dass wir als Kinder vielleicht
[41:34] so etwas erlebt.
[41:36] Und Gott kann vergeben und Gott kann
[41:37] heilen. Aber die Tatsache ist, dass wenn
[41:39] wir Kinder strafen im Zorn, weil wir
[41:41] gerade im Effekt uns aufregen und sie
[41:43] dann strafen, dann haben wir keinen Blick
[41:46] für Gerechtigkeit, für Gnade. Wir haben
[41:49] keinen Blick für das Evangelium. Wir sind
[41:50] einfach nur zornig. Wir lassen unsere
[41:51] Emotionen freien Lauf und lehren damit
[41:54] unsere Kinder, dass Strafe etwas mit
[41:57] unkontrollierter Emotion zu tun hat,
[42:00] die man fürchten muss. Und das ist der
[42:02] Grund, warum so viele Menschen ein
[42:03] Problem mit der Idee haben, dass Gott
[42:05] straft, so Angst haben, weil sie von ihren
[42:07] Eltern so etwas beigebracht bekommen haben.
[42:09] Deswegen dürfen wir niemals Kinder
[42:10] strafen in unserem Zorn oder Effekt. Aber
[42:14] heißt das, dass wir sie nicht schlagen
[42:15] dürfen?
[42:21] Gott ist langmütig und geduldig, aber
[42:23] trotzdem zeigt uns Gott in auf seine
[42:24] liebevolle Art und Weise klare Grenzen.
[42:27] Und Kinder brauchen auch klare Grenzen,
[42:30] so wie Gott sie zeigt, mit liebevoller
[42:33] Hand. Strafe sollte erklärt werden. Jesus
[42:37] erklärt uns. Gott erklärt in seinem Wort,
[42:39] warum manche Dinge wollen wir und manche,
[42:42] warum konntest, worum es Konsequenzen für
[42:43] die Liebe, für Verzagtheit, für die Sünde
[42:45] gibt. Er erklärt in 1. Mose 3, was
[42:47] jetzt passiert. Mit erklärt das jetzt die
[42:49] Frau.

[42:50] Schmerzen haben mit meiner Geburt erklärt, dass der Mann im Angesicht arbeiten muss. Er erklärt, warum das jetzt ist, damit die Menschen das nicht als Wutausbruch Gottes verstehen, sondern verstehen, dass das zu ihrem Besten ist, auch wenn es unangenehm ist. Und wenn wir unseren Kindern erklären, warum wir sie jetzt bestrafen und dass wir sie von Herzen lieb haben, das Wissen nicht tun, weil wir ihnen etwas Böses wollen, sondern weil wir ihnen helfen möchten.

[43:22] Das heißt nicht, dass unsere Kinder dann immer sofort das alles gleich einzeln werden, natürlich nicht. Wir sehen ja auch nicht immer alles gleich, was Gott uns zeigen möchte. Oder aber wir sind dann in der Position, dass wir das Evangelium durch und durchleuchten lassen. Und das ist das Beste, was zu tun können. Wir können, es gibt nichts auf der Welt, was uns garantiert, dass die Kinder am Ende gut erzogen sind. Aber es gibt einen Weg, der das größte Potenzial hat, nämlich wenn wir so handeln, wie Gott an uns handelt. Auch Gott hat keine Garantie, dass ein Mensch sich bekehren wird, aber Gott tut alles, was von seiner Seite aus möglich ist, um es einem Menschen so leicht wie möglich zu machen, das ewige Leben an zu greifen.

[43:59] Und deswegen sollte unsere Erziehung, die Liebe, die wir unseren Kindern geben, die Geduld, die wir mit ihnen haben, die Kreativität, mit der wir mit ihnen spielen, die Weitsicht, die wir für ihre Lebensplanung mitbringen und auch die Strafen, die wir geben, wenn sie klare Anzeichen von Rebellion zeigen, sollten so sein, dass dadurch das Evangelium, wie es in der Bibel steht, deutlich wird. Das Evangelium zeigt, es ist nicht darum geht, was ich will und wie ich meine Wünsche durchsetze, sondern dass auch unsere Kinder lernen, was die Grundhaltung des Universums sein wird, nämlich ich finde den anderen da sein kann.

[44:45] Und deswegen ist es wichtig, dass auch in einer Zeit heute, in der so verschiedene Strömungen auch aus der Welt in die Gemeinde eindringen, auch auf dem Gebiet der Kindererziehung, wie auch in allen anderen Gebieten, dass wir uns neu daran erinnern, was die Bibel zu diesem Thema klar und deutlich sagt. Wir lesen noch ein paar Verse, die tatsächlich deutlich machen, dass Korrektur in Liebe und das ist sehr wichtig, Liebe, so wie Jesus uns korrigiert, ein entscheidender und wesentlicher Bestandteil des biblischen Erziehungsbildes sind.

[45:14] In Sprüche 23 Vers 13 und 14: "Erspare dem Knaben die Züchtigung nicht. Wenn du ihn mit der Rute schlägst, muss er nicht sterben. Indem du ihn mit der Rute schlägst, rettest du seine Seele vor dem Totenreich." Vielleicht ist es unangenehm, mein Kind zu strafen, dass dann vielleicht weint und unter Herz zerschmilzt. Aber lass uns das große Ganze vor Augen haben.

[45:46] Ein Mensch, der nicht lernt, dass seine Sünden Konsequenzen haben, wird irgendwann nicht verstehen, warum immer größere Sünden ihm mit zunehmendem Alter begehen, immer größere Katastrophen mit sich bringen.

[46:04] Wer sein Kind nicht mit Konsequenz erzieht. Und Sprüche 29 Vers 15 und 17: "Rute und Zurechtweisung verleihen Weisheit, aber ein sich selbst überlassener Knabe bereitet seine Mutter Schande. Züchtige deinen Sohn, so wird er die Erquickung verschaffen und deine Seele vor dem Bereiten."

[46:38] Es gab im 20. Jahrhundert dieses Modell der antiautoritären Erziehung, und dieses Prinzip ist der Bibel völlig entgegengesetzt. Gott ist in unserem Leben eine Autorität. Und wenn wir unsere Kinder antiautoritär erziehen, auch wenn es dafür heute vielleicht andere Namen gibt, weil die antiautoritäre Erziehung als klassisches Modell natürlich auch gescheitert ist, dann bereiten unsere Kinder auf eine große Krise vor, weil es ihnen dann sehr schwer fallen wird, Gott als eine echte Autorität in ihrem Leben anzuerkennen.

[47:17] Und wir sehen also, wie wichtig es ist, dass wir tatsächlich unsere Kinder in der Zucht und Ermahnung des Herrn, das heißt also, wie Paulus sagt, so wie Gott uns erzieht und so wie Gott uns auch ermahnt, so erziehen.

[47:33] Und dann können wir mit Josua sagen, diesen berühmten Vers in Josua 24 Vers 15: "Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt, den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen."

[48:10] Möchtest du mit deinem Leben, in deiner Familie, dafür sorgen, dass dein Ehepartner und deine Kinder zu Gott finden und bei Gott bleiben?

[48:28] Wir wollen noch den letzten Abschnitt dieser drei Gruppen, die Paulus hier in Epheser 5 und 6 vorstellt, betrachten. In Epheser Kapitel 6 Vers 5: "Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern in Einfalt eures Herzens als dem Christus."

[48:51] Hier geht es jetzt um die Knechte, um die Sklaven. Ein Phänomen, das wir in der Form zumindest in unserer westlichen Kultur nicht mehr kennen, das aber damals im römischen Reich sehr verbreitet gewesen ist. Man muss sich die Sklaven von damals nicht unbedingt so vorstellen, wie es dann später dieses System der Sklaven in Amerika gegeben hat, der Afroamerikaner, die dann dort schlimmstens behandelt worden sind. Auch römische und griechische Sklavinnen sind manchmal schlimm behandelt worden, aber es gab auch Fälle, wo sie im Prinzip quasi fast wie Angestellte behandelt worden sind. Auf jeden Fall, was natürlich etwas ist, das werden wir gleich sehen, was an sich erst einmal anders ist als die Ehe und anders als die Kindererziehung, von der Sache her etwas ist, was Gott gar nicht so geplant hat.

[49:43] Die Ehe kommt aus dem Garten Eden, und auch die Idee, dass Kinder da sind, auch eine Idee, die zumindest im Garten Eden gegeben worden ist, auch wenn es die Kinder erst dann nach dem Sündenfall gab. Aber die Idee, Sklaven zu haben, Knechte zusammen, ist eine Idee, die die menschliche Natur ist und entsprechend auch etwas auf einer anderen Ebene dann sozusagen angesiedelt ist. Und trotzdem gibt es auch hier das Prinzip der Unterordnung.

[50:07] Wir wollen das uns anschauen in Epheser 6 Vers 5: "Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern in Einfalt eures Herzens als dem Christus."

[50:21] Knechte sollen also ihren Herrn gehorchen und zwar so, dass sie eigentlich Jesus geholfen. Das ist jetzt ein wichtiger Punkt, wenn wir dieses verstehen wollen, wie Paulus und überhaupt auch die Bibel mit diesem Phänomen der antiken Sklaverei umgehen, was ein Thema ist, das oft auch umstritten ist. Aber die Bibel ist ja sehr deutlich und ich finde sehr, sehr klar und sehr, sehr interessant, wenn wir das uns gemeinsam anschauen.

[50:49] Ich finde diesen selben Gedanken auch an anderen Stellen, zum Beispiel in Kolosser 3. Überhaupt ist Kolosser 3 Vers 18 bis 22 so eine ganz kurze Zusammenfassung dessen, was Paulus hier in Epheser 5 und 6 ausführlich beschreibt. In Kolosser 3 Vers 22 heißt es: "Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren in allen Dingen, nicht mit Augendienerei, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt des Herzens, als solche, die Gott fürchten."

[51:17] Und in Titus Kapitel 2 wird ebenfalls deutlich, dass dieses Prinzip Allgemeingültigkeit hat, nämlich dort heißt es in Vers 9 und 10: "Titus 2: Die Knechte ermahne ich, dass sie sich ihren eigenen Herren unterordnen, in allem gern gefällig sind, nicht widersprechen, nichts entwenden, sondern alle gute Treue beweisen, damit sie der Lehre Gottes, unseres Retters, in jeder Hinsicht Ehre machen."

[51:43] Was sagt also, was eigentlich jetzt damit so konkret gemeint ist? Und Petrus gibt dann einen interessanten noch. Das meinte ich eigentlich hier in erster Petrus Kapitel 2, ein sehr interessanten Gedanken ab Vers 18.

[51:56] 1. Petrus 2 ab Vers 18: "Ihr Hausknechte, ordnet euch in aller Furcht euren Herren unter, nicht nur den guten und milden, sondern auch den verkehrten." Das heißt, so wie es auch bei den Ehefrauen war, dass sie auch den ungläubigen Männern sich unterordnen sollen, so gilt es hier auch für die verkehrten, die nicht milde sind, die sich nicht gut benehmen. Es gab offensichtlich Sklaven, denen ging es ganz gut, und es gab Sklaven, denen ging es eben gar nicht gut. Deswegen vor allem mit dem Temperament, dem Charakter und dann natürlich auch mit dem Glauben oder halt eben ja, der Religion des Herren.

[52:34] Stark zusammen Vers 19: "Denn das ist Gnade, wenn jemand aus Gewissenhaftigkeit gegenüber Gott Kränkung erträgt, indem er zu Unrecht leidet. Denn was ist das für ein Ruhm, wenn er geduldig Schläge erträgt, weil ihr gesündigt habt? Wenn ihr aber für gutes Tun leidet und es geduldig ertragt, das ist Gnade bei Gott. Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt."

[52:53] Paulus sagt also, selbst wenn dein Herr dich schlecht behandelt, ordne dich unter, weil dann bist du in der Position, zu einem gewissen Grad nachempfinden zu können, dass Jesus für dich erlitten hat, der nämlich völlig ungerechterweise gelitten hat für uns. Wir werden damit also zu einem Teilhaber der Leiden von Jesus.

[53:22] In 1. Mose 16, wir kennen die Geschichte von Hagar, die flieht. Da sehen wir, wie Gott enormes Mitleid mit Hagar hat und sich sieht und für sie da ist. Und sie sagte dann: "Du bist ein Gott, der mich sieht."

[53:35] Und dennoch, obwohl er so viel Mitleid mit dir hat, bedeutet das nicht, dass er sie in ihrer Flucht jetzt weiterführt, sondern er gebietet ihr durch den Engel zurückzukehren. Ein Engel des Herrn zurückzukehren und sich der Sara unterzuordnen, auch wenn diese, wie wir das deutlich in der Bibel sehen können, nicht immer sie so gut behandelt hat.

[53:59] Und das zeigt uns etwas auch über die Perspektiven, die Gott in diesen Fragen einnimmt.

[54:10] Was bedeutet dieses "mit Furcht und Zittern"? Heißt das so ein Angst zu haben? Aber das ist gerade nicht gemeint. In 1. Korinther 2 Vers 3 finden wir ein paar Beispiele dafür. Paulus sagte in 1. Korinther 2 Vers 3: "Und ich war in Schwachheit und mit viel Furcht und Zittern bei euch." Im selben Buch, Kapitel 7 Vers 15, sagt er: "Nicht erst oder zweite Grundsatz Kapitel 7 und dort Vers 15: Und sein Herz ist euch jetzt noch für mehr zugetan, da er sich an den Gehorsam von euch allen erinnert, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern aufgenommen habt."

[54:45] Folgt uns. Zittern ist bei Paulus also eine Redewendung für Demut, demütiges sich nicht selbst erhöhen, sondern sich zurückhaltend. Das ist so diese Formulierung und diese Einfalt, von der hier spricht. In der 465 beschreibt diese Einfachheit ohne Hintergedanken, so ganz aufrichtig. So sollen die Knechte ihren Herren dienen.

[55:09] Epheser 6 nicht mit Augendienerei, um Menschen zu gefallen, sondern als Knechte des Christus, die den Willen Gottes von Herzen tun. Dieses Wort, das scheint Paulus selbst erfunden zu haben, und das bedeutet letztlich, dass man auch dann treu ist, wenn der Herr es nicht sieht. Also, dass man nicht einfach nur etwas tut, um vom Herrn gesehen zu werden und ein Lob zu bekommen, sondern dass man das aus Prinzip richtig macht, selbst dann, wenn der Herr einmal nicht anwesend ist. Dass man nicht nur durch Beobachtung und Kontrolle in der Spur läuft, sondern weil man es von Herzen gerne tun möchte.

[55:44] Und das zeigt die Prinzipien des Evangeliums, dass wir Dinge tun, weil sie richtig sind, nicht weil wir dafür einfach belohnt werden.

[55:51] Und das übrigens ein ganz wesentliches Merkmal ja in einer protestantischen Arbeitsethik, wenn ich nämlich Erlösung durch Gnade bekomme und mir nicht verdienen muss, dann tue ich die Dinge, weil sie richtig sind, die richtigen Dinge, weil sie richtig sind, nicht weil ich einen Lohn bekomme. Wenn ich allerdings nur in meiner Religion glaube, dass ich durch gute Werke etwas bekomme, und ich habe es dann schon, dann werde ich vielleicht die guten Werke dann nicht mehr weiter tun, weil ich denke, ich habe schon bekommen.

[56:29] Und das zeigt sich in der Art und Weise, wie im Alltag dann umgehen. In unserer Arbeitsethik tun wir das Gute, weil es gut ist, oder tun wir das Gute nur, weil wir etwas dafür haben wollen? Und deswegen nicht aus Prinzip, sondern aus Berechnung. Und wenn wir etwas Gutes aus Berechnung tun, dann ist es eigentlich nicht mehr etwas Gutes. Und entsprechend geht es hier darum, dass wir nicht Menschen gefallen wollen, sondern Christus. Er sagt, er soll als Knechte des Christus die dem Willen Gottes von Herzen tun.

[57:06] Mit gutem Willen dem Herrn und nicht den Menschen. Das heißt, Paulus sagt also nicht, ihr seid Sklaven und ihr müsst jetzt Sklaven bleiben, sondern macht eure Aufgaben, die euch aufgetragen werden, und macht sie so, als ob ihr sie für Jesus macht.

[57:23] Und das ist ein interessanter Gedanke, mit dem wir ein bisschen weiter nachdenken sollten.

[57:28] Denn in 1. Korinther 10 Vers 31 steht, dass alles, was wir tun, sollten wir zur Ehre Gottes tun, egal ob es Sklave oder nicht Sklave ist. 1. Korinther 10 Vers 31: "Ob wir nun essen oder trinken oder sonst etwas tun, tut alles zur Ehre Gottes." Und das bedeutet, dass wir manchmal in Situationen sind, die wir gerade nicht ändern können, aber wir können das, was wir tun, in dieser Welt, suboptimalen, sogar schlechten Situationen, zu Ehren Gottes tun und damit diesen sonst vielleicht verhassten oder anstrengenden Aufgaben eine neue Qualität geben. Da wirft das Evangelium neues Licht auf den sonst vielleicht unangenehmen Alltag.

[58:06] Und Paulus sagt weiter in Vers 8 in Epheser 6: "Und da ihr wisst, was ein jeder Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn empfangen, er sei ein Sklave oder ein Freier." Die Belohnung für die guten Werke kommt ja nicht von dem Herrn, sondern von Jesus. Und die Bibel sagt ganz deutlich, es gibt einen Lohn, auch wenn wir diesen Lohn nicht verdienen durch unsere Werke. Ganz wichtig, Paulus will hier nicht sagen, strengt euch an, damit ihr den Lohn bekommt, sondern Paulus hat dir immer und überall in seinen Briefen deutlich gemacht, vor allem im Römer und am Galaterbrief, dass der Lohn ein Geschenk Gottes ist, eine Gnadengabe.

[58:46] Was ich hier deutlich machen möchte, es geht jetzt nicht darum, warum tue ich das Gute, sondern hier geht es darum, wer ist derjenige, der mein eigentlicher Herr ist? Und er sagt, dein eigentlicher Herr ist nicht der Meister, der dich jetzt gekauft hat, sondern dein Herr ist Jesus, der dich erkauft hat durch sein Blut. Und von ihm wirst du den Lohn bekommen. Du bekommst gleich von dem Meister auch Essen und dies und jenes und Dinge, das Unterhalt ist, aber von Jesus bekommst du ewiges Leben, von ihm bekommst du die Herrlichkeit, die Schätze des Himmels. Deswegen arbeite für ihn.

[59:26] Und er sagt jetzt interessanterweise, dass Gott uns das Gute geben wird, egal ob wir Sklave oder freier sind. Und damit macht er jetzt einen ganz interessanten Punkt. Er zeigt nämlich, dass es vor Gott gar keine Unterschiede gibt.

[59:41] Ein Punkt, den er auch an anderer Stelle macht, in Galater Kapitel 3 Vers 28 zum Beispiel, wo er sagt: "Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, das weder Mann noch Frau, denn ihr seid alle einer in Christus Jesus." Für Gott ist es völlig egal, welcher Kultur, wären völlig egal, welchem Land wir geboren sind, völlig egal, welche Sprache wir sprechen, völlig egal, welche Hautfarbe wir haben, völlig egal, ob ihr Mann oder Frau sind, völlig egal, ob wir Knecht oder freier sind, ob wir in welcher sozialen Schicht uns befinden. Für Gott ist das vollkommen egal, denn wir sind alles Sünde und Jesus ist für alle gestorben und sein heiliger Geist wird an alle Menschen und jeder, der ihn glaubt, wird ewiges Leben haben und nicht verloren gehen. Für Gott spielen solche Differenzen, die wir machen, wo wir uns über Kultur oder Geschlecht oder über soziale Stellung definieren und abgrenzen, für das keine Rolle.

[1:00:33] Und deswegen ist Sklaverei an sich auch unglaublich.

[1:00:42] Aber wie geht man mit dieser unglücklichen Sklaverei um? Paulus wusste, er kann nicht einfach alleine als Missionar die Sklaverei abschaffen. Und wenn er einen Feldzug gegen die Sklaverei führt, dann werden die Menschen in bestimmten sozialen Schichten denken, dass er ihr Feind ist und dass das Evangelium sie bedroht.

[1:01:07] Paulus hat das System der Sklaverei quasi von innen aufgehoben, indem er den Sklaven deutlich gemacht hat: Vor Gott seid ihr frei. Aber weil ihr vor Gott frei seid, könnt ihr jetzt Gott dienen und ihr könnt die Aufgaben, die euch gegeben werden, jetzt tun, aber nicht mehr als Sachen, so wie nach römischem Recht Sklaven behandelt worden sind. Ja, nach römischem Recht waren Sklaven eine Sache, sie wurden nicht nach Personenrecht, sondern nach Sachenrecht juristisch betrachtet.

[1:01:42] Aber Paulus sagt, ihr seid erlöste Menschen und auch wenn euch die Welt wie eine Sache behandelt, könnt ihr als erlöste Gläubiger vor dem Angesicht Jesu eure Aufgaben so tun, dass Jesus geehrt wird und damit sozusagen das System von innen sozusagen unterminiert.

[1:02:03] Kolosser 3 Vers 11 zeigt ebenfalls diesen Gedanken, dass vor Gott alle gleich sind, wo nicht Grieche auch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, noch Barbar, Skythen, Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus.

[1:02:21] Paulus greift also das System der Sklaverei nicht frontal an, aber er hebelt es durch das Evangelium effektiv aus.

[1:02:28] Denn jeder, der wirklich dann Jesus annimmt und in der Verantwortung und der in der Position ist, Sklaverei zu beenden, der wird schon sehr bald sehen, dass eigentlich Sklaverei für Gottes Maßstab unnötig und falsch ist.

[1:02:50] Und Paulus zielt ein bisschen in die Richtung, habe ich den Eindruck, wenn er jetzt auch die Herren noch anspricht. Und hier sehen wir wiederum genau wie bei den Ehepartnern und bei der Erziehung, geht diese Frage der Unterordnung von beiden Seiten aus. Das ist eine reziproke Sache.

[1:03:10] Erneut in Epheser 6 Vers 9: "Und ihr Herren, tut das Selbe ihnen gegenüber." Mit anderen Worten, verhaltet euch euren Knechten so, wie eure Knechte sich euch gegenüber verhalten. Und lass das Drohen, da ihr wisst, dass auch euer eigener Herr im Himmel ist und dass es bei ihm kein Ansehen der Person gibt.

[1:03:32] Er sagt also Herren ganz deutlich, vor Gott zählt das nicht Sklave und Herr. Das zählt vor Gott nicht. Deswegen benimm dich so, dass dir bewusst ist, dass es eigentlich gar nichts zählt, was auf Dauer dafür herausläuft, dass man die Sklaven da nicht mehr als Sklaven behandelt und auch gar nicht mehr als Sklaven. Übrigens etwas, was im römischen Recht auch sehr gut möglich, weil man konnte die Sklaven freilassen.

[1:03:54] Das war so eine Möglichkeit. Paulus gebietet es den Herren nicht, aber er führt sie zu Christus und der zeigt ihnen, dass Christus ist und damit ihnen die Möglichkeit zu geben, genau das umzusetzen, was Gott sich von ihnen wünscht.

[1:04:09] Hier wird also deutlich, dass Paulus das Prinzip der goldenen Regel anwendet, das Jesus uns in Matthäus 7 Vers 12 gegeben hat. Das heißt, alles, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso, denn dies ist das Gesetz und die Propheten.

[1:04:25] Paulus sagt zu den Herren: Verhaltet euch gegenüber den Sklaven so, wie die Sklaven, wie ihr möchtet, dass die Sklaven sich euch gegenüber verhalten. Und dann macht er ganz deutlich: Ihr seid

[1:04:36] Und dann macht er ganz deutlich: Ihr seid ja auch Sklaven, ihr seid auch Knechte. Ja, auch Sklaven, ihr seid auch Knechte. Zumindest ja, Knechte. Paulus selbst nennt sich den Knecht Gottes an verschiedenen Stellen, weil wir alle einen wirklichen Herrn, einen Herrn und Meister haben. Jesus hat das ja Matthäus 13, deutlich, Johannes 13 deutlich gesagt. In Johannes 13 lesen wir in Vers 13, dass er gesagt hat: „Ihr nennt mich Meister und Herr, und sagt es mit Recht, denn ich bin es auch.“ Auch wenn wir auf dieser Erde vielleicht eine, nach weltlichem Maßstab, erhöhte Position haben, sind wir vor Gott doch nur Knechte.

[1:05:12] Paulus macht also ganz deutlich: Es gibt keine Standesunterschiede. Gott sieht alle gleich an. Und deswegen sollte es unter Geschwistern Sklaverei eigentlich gar nicht geben. Und das wird deutlich im Alten Testament in mir Kapitel 5. Und da sehen wir eigentlich wieder Paulus, der die bestehenden Verhältnisse vorfindet und sie auf das Evangelium hin ausrichtet, so dass dann eigentlich das Evangelium dazu führt, dass das, was im Alter des Menschen schon ganz deutlich ausgedrückt ist, sich auch ja zeigen kann.

[1:05:49] Übrigens hat es dann in der Kirchengeschichte dazu geführt, dass gerade dort, wo das Evangelium verfälscht worden ist – wir denken an die römischen Bischöfe, dann in den in der später, dass man dadurch auch sogar dann Sklaven gehalten hat. Also römische Bischöfe und und und und römische und und und ja, kirchliche Würdenträger, wo das Evangelium verfälscht worden ist, es auch diese Dynamik wieder aus den Augen verloren worden, die mir 5 damit wollen wir schließen heute.

[1:06:13] Nicht im Jahr 5, und dort Vers 8 und 9: „Und sprach zu ihnen: Wir haben unsere Brüder, die Juden, die an die Heiden verkauft waren, soweit es uns möglich war, losgekauft. Ihr aber wollt sogar eure eigenen Brüder verkaufen? Sollen sie sich etwa an uns verkaufen?“ Sie fliegen sie und fanden keine Antwort. Und ich sprach: „Was tut ihr? Was ihr da tut, ist nicht gut. Solltet ihr nicht in der Furcht unseres Gottes wandeln, wegen der Lästerung der Heiden, unsere Feinde?“ Im Volk Gottes soll das eigentlich gar keine Sklaverei geben. Geistliche Geschwister sollten sich nicht untereinander versklaven. Und damit ist das Prinzip eigentlich ganz deutlich.

[1:06:55] Paulus hebt durch seine Anordnung das ganze System auf die Ebene des Evangeliums. Und dieses Evangelium hat die Kraft, das System, das Sklaverei aufzulösen. Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du in deinem persönlichen Lebensbereich, sei es in der Familie, sei es auf Arbeit, wo immer das auch ist, möchtest du lernen, dich unterzuordnen? Nicht um dich Menschen auszuliefern, sondern indem du Jesus und sein Evangelium repräsentieren. Möchte er, der sich untergeordnet hat für uns alle, um uns zu lösen. Möchtest du bereit sein, dort, wo es, wo du bist, in den Bereichen angemessen, je nach den Situationen, dich unterzuordnen, um in allem, was du tust, Jesus zu gefallen und Jesus die Ehre zu geben, um Menschen für das Evangelium zu retten?

[1:07:48] Lasst uns gemeinsam bieten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten danke sagen, dass du durch dein Wort auch heute zu uns gesprochen hast. Und Herr, wir haben gesehen, wie wichtig es ist, sich unterzuordnen in verschiedenen Bereichen unseres Lebens. Bei allen dem möchten wir lernen, das, was wir tun, wir nicht für Menschen tun, sondern für dich. Herr, schenkt uns Weisheit und Kraft dazu. Gibt, dass, wenn wir Kinder haben, dass wir ihnen gute Eltern sind, Eltern, die deinen Wesen ihnen weitergeben und durch die sie erkennen können, wie du wirklich bist. Wenn wir Kinder sind, unsere Eltern noch leben, dass sie in die Ehre geben für das, was sie für uns getan haben, dass wir in Ehrfurcht erweisen und für sie da sind, so wie es unserem Alter und den Umständen spricht.

[1:08:39] Er, das bitten wir im Namen Jesu. Amen. Nächste Woche werden wir uns dann mit dem vielleicht berühmtesten Abschnitt im Brief anfangen zu beschäftigen. Wir werden es über zwei Wochen tun, die Waffenrüstung Gottes. Bis dahin wünsche ich Gottes reichen Segen im Studium seines Wortes und bis zum nächsten Mal. Gott mit euch. [Musik]


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