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In dieser Lektion der Christ Study Hour mit Ronny Schreiber geht es um den Glauben trotz aller Widrigkeiten. Er betont, dass Gottes Wort unser Leben ist und uns Freude schenkt, ähnlich wie Jesus darin Kraft fand. Die Sendung ermutigt Gläubige, das Evangelium liebevoll weiterzugeben, auch wenn sie auf Ablehnung stoßen, denn der Heilige Geist erleuchtet die Herzen und führt in alle Wahrheit.


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Serie: CSH 2024 Q2 - Vom Schatten zum Licht

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Transkript

[0:05] [Musik] [Applaus]

[0:34] Hallo und ein herzliches Willkommen zur Christ Study Hour! Wir sind im zweiten Quartal 2024 in unserer Lektion, die da heißt „Vom Schatten zum Licht“, und wollen uns heute mit Lektion Nummer 5 beschäftigen: „Glaube allen Widrigkeiten zum Trotz“.

[0:51] Unseren Merkvers finden wir im Psalm 119, und dort ist es Vers 11, der heißt: „Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.“

[1:00] Bevor wir anfangen, lasst uns gemeinsam beten und Gott bitten, dass er uns hilft in unserem Studium.

[1:07] Unser lieber Vater im Himmel, wir möchten Dir danken dafür, dass wir gemeinsam studieren dürfen. Wir möchten Dich jetzt bitten, dass Du mit deinem Heiligen Geist bei uns bist, damit wir von Dir lernen können und aus deinem lebendigen Wort leben können.

[1:26] Amen.

[1:29] Nun, unser Sonntagsthema hat geheißen „Allein Gottes Wort“. Das, glaube ich, ist eine ganz, ganz wichtige Sache für uns Christen, denn für uns Christen ist es nicht einfach nur ein einfaches Wort, das wir immer wieder lesen, um uns noch ein bisschen besser christlich zu bilden und noch mehr Spitzfindigkeiten darin zu finden und auch exakt in unserer Auslegung zu sein, sondern Mose sagt: „Denn es ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben.“ Das ist 5. Mose 32, Vers 44. Es ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben, und dessen müssen wir uns auch bewusst sein als Christen, also dass das Wort Gottes für uns mehr ist als nur ein Wort.

[2:17] Wie schön der wirkliche, rechte Umgang mit dem Wort Gottes ist, das wird uns in den Psalmen gezeigt, z. B. Psalm 119, aus dem wir auch unseren Merkvers hatten. Wenn ich in Psalm 119 ein paar Verse lese, und die wurden uns auch gegeben in der Lektion, und ich lese die mal in der Reihenfolge, wie sie uns gegeben worden sind, also Psalm 119, Verse 103, 104, 147 und 162. Dort heißt es: Vers 103: „Wie süß ist dein Wort meinem Gaumen, mehr als Honig meinem Mund!“ Vers 104: „Von deinen Befehlen werde ich verständig, darum hasse ich jeden Pfad der Lüge.“ Vers 147: „Ich komme der Morgendämmerung zuvor und schreie; ich hoffe auf dein Wort.“ Und Vers 162: „Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet.“

[3:17] Wie schön ist das! Man kann sich so ein bisschen vorstellen, wie es dem Psalmschreiber hier gegangen ist, als das Wort Gottes, als er morgens aufwachte und sich schon sehnte nach dem Wort Gottes, es geöffnet hat und darin gesucht hat, als wenn man so Schätze sucht, irgendwas ganz Tolles zu finden erhofft, und dann in dem Moment, wo er einen neuen Schatz birgt an diesem Morgen, dass er sich dann freut, ja, wie jemand, der sich über große Beute freut. Und diese Beute ist mehr als eine Beute, die wir finden, als wenn wir so eine Piratenschatzkiste irgendwo ausgraben. Das ist viel, viel mehr, denn das ist ein ewiger Schatz, der wird seinen Wert niemals verlieren. Er bleibt in unserem Herzen, er bildet unseren Charakter, und den nehmen wir mit in die Ewigkeit.

[4:01] So ist es schön, wenn man jeden Morgen so einen besonderen Schatz findet. Man entdeckt etwas in Gottes Wort und weiß: Das hat ewig Bestand. Ich will es mir merken, denn es wird mich durch mein Leben begleiten und es wird mir ein Segen sein. Und das Wort Gottes ist also mehr als einfach nur unsere Speise. Es ist uns zur Freude gemacht. Also, es ist unsere tägliche Speise, und wir leben davon, aber wir freuen uns auch darauf. Wir freuen uns darauf, dieses Wort aufzuschlagen. Und vielleicht hast du diese Erfahrung schon mal gemacht, dass du Gottes Wort aufschlägst, darin liest und dich plötzlich festliest. Dann machst du es zu und denkst: „Eigentlich will ich noch mal reingucken“, blätterst wieder auf und liest noch ein Stückchen weiter, aber aus dieser Freude, weil du was gefunden hast, was dich anspricht, was dein Leben anspricht.

[4:51] Nun, das ist bei uns Christen so, die wir ja Nachfolger von Jesus sind. Und bei Jesus selber war das auch so. Über Jesus schreibt Ellen White in dem Buch „Gemeinschaft mit Gott“ auf Seite 24: „Er forschte in Gottes Wort. Seine glücklichsten Stunden waren die, wenn er sich von seiner Arbeit zurückziehen konnte, um mit Gott Gemeinschaft zu pflegen. Am frühen Morgen suchte er die Stille auf, um nachzudenken, die Schrift zu erforschen oder zu beten. Mit Gesang hieß er das Morgenlicht willkommen, mit Dankesliedern begrüßte er seine Arbeitsstunden und vermittelte den abgearbeiteten und entmutigten Menschen himmlische Freude.“

[5:37] Und woher kam die Kraft von Jesus? Nun, daher, dass er Gottes Wort studiert hat, im Gebet mit seinem Vater verbunden war, und so tankte er auf und hatte die Kraft für den Tag, um zum Segen für andere zu sein. Er bekam den Segen aus dem Wort und aus den Verheißungen Gottes, aus der Gemeinschaft mit Gott, und er konnte sie anderen weitergeben, denn sie wurden gesegnet in seiner Gemeinschaft, weil er die Kraft getankt hatte im Wort Gottes und beim Vater.

[6:05] So soll es bei uns auch sein. Wenn wir uns Kraft holen im Wort Gottes, also beim lebendigen Wort Gottes oder beim geschriebenen Wort Gottes, dann können wir mit diesem Segen zu anderen gehen, und das, was das Wort in uns gemacht hat, wird zum Segen für andere Menschen. Es ist weit mehr als nur ein Wort, und dieses Wort ist so wertvoll für uns, dass wir es nicht für uns behalten, sondern wir wollen, dass die Menschen das erfahren.

[6:32] Das war ja auch die Aufgabe der Gemeinde Gottes von Anfang an. Sie war dazu eingesetzt und überhaupt gegründet, um das Wort Gottes weiterzugeben. Christus selbst hat sie ins Leben gerufen und sagte: „Geht zu allen Völkern und lehrt sie alles, was ich euch befohlen habe.“

[6:54] Nun, wie Jesus damals seine Jünger gerufen hat, also um für ihn zu arbeiten, mit ihm zu arbeiten, so ruft er auch heute dich und mich, dass wir in seinem Weinberg arbeiten, und dass jeder, der den Ruf annimmt, den wir ihm geben, göttlichen Beistand verheißt.

[7:17] Nun, trotz größter Widrigkeiten damals haben die Apostel diesen Auftrag angenommen und sind in alle Welt gegangen, um dieses Evangelium zu verbreiten, denn sie wussten, dass Gott selber für den Erfolg der Arbeit garantiert. Und Jesus hat Menschen ausgesucht, die vielleicht bis auf Paulus und den ein oder anderen eigentlich gar nicht menschlich gesehen in der Lage waren, dieses Evangelium in die Welt zu bringen. Sie hatten nicht dieses Know-how, sie hatten nicht diese besonderen Talente und Gaben, sie waren nicht diese großen charismatischen Prediger. Sie waren Menschen wie du und ich, aber Gott hat ihnen anvertraut, diese Aufgabe in die Welt zu bringen, und sie haben es gemacht. Obwohl sie selber nicht in der Lage waren und keine Kraft dazu hatten, hatte Gott ihnen jeden Tag die Kraft gegeben, die sie brauchten, um dieses Werk auszuführen.

[8:10] Und ja, es waren viele Widrigkeiten, es waren viele schwere Situationen, und wenn wir die Geschichte von Paulus lesen, dann staunen wir wahrscheinlich nicht schlecht, was der arme Mann alles erlebt hat. Er hat das Opfer Jesu angenommen, dass Christus sein Leben für ihn gegeben hat, und hat für sich selbst entschieden: „Ich will ihm nachfolgen.“ Ließ sich also auch taufen, folgte Christus nach, gab also auch sein Leben jetzt für Christus, und im Dienst für Christus arbeitete er jetzt, und er wurde zum Segen für so viele, auch ja für uns heute. Aber in dieser Zeit des Arbeitens hat er viele Schwierigkeiten gehabt und viele schwere Stunden erlebt, aber das hat ihm den Mut nicht genommen.

[8:52] In 2. Korinther 4, Verse 1 bis 6, dort lesen wir: „Darum lassen wir uns nicht entmutigen, weil wir diesen Dienst haben gemäß der Barmherzigkeit, die wir empfangen haben, sondern wir lehnen die schändlichen Heimlichkeiten ab. Wir gehen nicht mit Hinterlist um und fälschen auch nicht das Wort Gottes, sondern indem wir die Wahrheit offenbar machen, empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen vor dem Angesicht Gottes. Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es bei denen verhüllt, die verloren gehen, bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist. Denn wir verkündigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus, dass er der Herr ist, uns selbst aber als eure Knechte um Jesu willen. Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, Er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“

[10:08] Und Paulus hat nicht den Mut verloren. Manchmal hätte man denken können, in der Situation, in der er steckt, vielleicht wird er seinen Mut verlieren, aber er ist standhaft geblieben, und er brachte den Menschen auf liebevolle Art und Weise das Evangelium. Er machte ihnen also die Wahrheit offenbar. Er hat am Evangelium nichts abgesetzt und hat das Evangelium nicht der Welt angepasst, sondern hat die Wahrheit so gesagt, wie sie in Jesus Christus ist. Die Menschen konnten, wenn sie ihn gesehen haben, die Auswirkung des Evangeliums in seinem Leben sehen, wie sein Herz verändert worden ist. Also, er selber war das Zeugnis für die Taten Gottes und dafür, was der Herr in deinem und meinem Herzen tun kann.

[10:55] Wenn Menschen sein Zeugnis nicht angenommen haben, dann deshalb, weil ihnen die Wahrheit verhüllt war aufgrund ihrer eigenen Einstellung. Also, wenn du heute das Evangelium Menschen weitergibst und sie nehmen es nicht an, dann liegt das nicht daran, dass du irgendwas falsch gemacht hast oder dass die Menschen dich vielleicht nicht mögen, sondern es liegt vor allem daran, dass sie, wenn sie dich ablehnen, eigentlich Gott ablehnen. Sie sind so sehr mit der Welt verbunden, dass sie das Licht nicht erkennen. Sie haben sich selber entschieden, das zu machen, aber Gott selber trägt die Verantwortung. Also, wenn unser Evangelium, also wenn das Evangelium, dass wir den Menschen bringen, bei ihnen nicht angenommen wird, dann liegt das daran, dass die Menschen Gott ablehnen und nicht uns (das vielleicht auch), aber wenn sie die Wahrheit hören, lehnen sie ja die Wahrheit ab, wenn sie dem nicht folgen wollen. Und wir sollen einfach nur der Wahrheit Zeugnis geben. Für den Erfolg sind wir nicht verantwortlich.

[11:58] Wenn wir mit Christus verbunden sind, sagt Ellen White, dann brauchen wir Misserfolg nicht zu fürchten, denn derjenige, der auf unserer Seite ist, der macht nie einen Fehler.

[12:12] Paulus gab immer Gott die Ehre in seiner Verkündigung, und er sagt, so wie damals Gott auf der finsteren Erde, als die Erde geschaffen wurde, es Licht werden ließ durch sein Wort, genauso kann Gott heute auch in den Herzen von Menschen, in denen es vielleicht heute finster ist, Licht werden lassen. Er sprach: „Es werde Licht!“, und es ward Licht. Und die Menschen werden dann erleuchtet im Angesicht Jesu Christi. Also, sie sehen in Christus ihre Erlösung und werden dann auch verwandelt zu Jesus hin.

[12:44] In 2. Korinther Kapitel 2, Verse 14 bis 16, sagt Paulus: „Gott aber sei Dank, der uns allezeit in Christus triumphieren lässt und den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an jedem Ort offenbaren macht! Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch des Christus unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren gehen; den einen ein Geruch des Todes zum Tode, den anderen aber ein Geruch des Lebens zum Leben.“

[13:16] Und je nachdem, wie die Menschen eingestellt sind und wie der Heilige Geist schon in ihnen gewirkt hat, so werden sie unsere Botschaft auch annehmen. Entweder es ist für sie ein Geruch des Todes, weil sie wissen, sie sind schuldig und sie wollen dem auch nicht folgen, oder sie hören die liebliche Stimme ihres Erlösers und wissen: Das ist unsere Rettung, und es ist für sie ein Geruch des Lebens zum Leben.

[13:36] Und so hat Paulus gewirkt und gearbeitet, und so sollen wir das auch tun: den Menschen in liebevoller Weise die Wahrheit erklären. Wir sollen die Erkenntnis vermehren im Volk. In Daniel 12, Vers 3, dort heißt es: „Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.“

[14:02] Das soll unser Leben sein. Wir sollen leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung und wie die Sterne immer und ewiglich. Unser Licht soll nicht verlöschen. Bei den meisten Menschen ist es so, dass sie gelebt haben, ihr Licht brannte kurz, und als sie gestorben sind, war das Licht aus und wird nie wieder scheinen. Bei wenigen Menschen aber, die den schmalen Pfad gefunden haben und den auch gehen, bei denen leuchtet ihr Lebenslicht, und sie sind schon vom Leben zum Leben hindurchgedrungen. Ihr Stern wird nicht vergehen, sie werden in Ewigkeit leuchten.

[14:36] Ich möchte ein Zitat vorlesen von Ellen White in „Bilder vom Reiche Gottes“ auf Seite 116. Da sagt sie: „Nach welchem Maß aber gibt Gott uns seine Gaben, damit wir sie an andere austeilen können? Nach dem Maß der Gabe Christi. Engel beobachten aufmerksam, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen. Wenn sie sehen, dass wir wie Christus denen gern helfen wollen, die noch weit vom rechten Weg entfernt sind, dann kommen sie uns zur Hilfe und erinnern uns an Worte aus der Bibel, die wir dann als Lebensbrot weitergeben können.“

[15:21] Also, Engel möchten uns gerne helfen, und wenn sie merken, dass wir die gleiche Einstellung haben wie Christus, dann helfen sie uns, dann geben sie uns die Worte, die wir vielleicht am Morgen gelesen haben oder die wir im Herzen gespeichert haben vom Wort Gottes, und rufen sie uns in Erinnerung, damit wir sie dem anderen als Brot des Lebens austeilen können.

[15:41] Das geht natürlich nur durch den Heiligen Geist, und so ist auch unser Dienstagsthema: „Vom Heiligen Geist erleuchtet“. Christus hatte ja von dem Heiligen Geist gesprochen, den er uns senden möchte, in Johannes 14, Verse 25 und 26. Dort heißt es: Christus sagt hier: „Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

[16:16] Also, das Wort Gottes selbst, wenn es mit Hilfe des Heiligen Geistes erforscht oder gehört wird, ist eine Kraft, die das Herz befreien und verändern kann. Also, Christus schickt den Heiligen Geist, damit der Heilige Geist zukünftig unser Lehrer ist. Er wird uns jetzt erinnern an die Dinge, die wir von Gott wissen, und ruft sie uns im richtigen Moment wieder ins Gedächtnis zurück. Und diese Kraft wirkt auch den ganzen Tag in unserem Herzen. Also, wenn ich das Wort Gottes lese – die Bibel sagt, Gottes Wort ist eine Kraft – und ich studiere das, und mit dem Heiligen Geist wird es dann in mein Herz gelegt, und ich habe diese Verse in meinem Herzen. Den Tag über erinnert mich jetzt der Heilige Geist an diese Worte. Ich denke darüber nach, und er führt mich tiefer in die Wahrheit hinein, und so wird mein Herz den ganzen Tag verändert, dadurch, dass ich über diese Dinge nachdenke oder indem ich in Situationen hineinkomme in meinem Leben und mich an diese Worte erinnere. Geschieht Veränderung, Heiligung, würden wir das nennen. Und diese Kraft wirkt den ganzen Tag in meinem Herzen, und ich bin auch dazu berufen, diese Worte und die Dinge, die ich gelernt habe, anderen weiterzugeben, damit auch in ihren Herzen diese Saat eingepflanzt wird und aufgehen kann.

[17:30] Also ist der Heilige Geist der, der uns, wie Christus sagt, in die ganze Wahrheit leitet. Und Christus selber ist ja die Wahrheit. Also, der Geist führt uns durch diesen Prozess immer mehr zu Christus hin, bis wir verwandelt werden in sein Ebenbild.

[17:46] Jetzt können wir mal lesen in Johannes 16, Verse 13 bis 15. Christus sagt: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten, denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein. Darum habe ich gesagt, dass er von dem Meinen nehmen und euch verkündigen wird.“

[18:23] Seht, der Geist selber, der versucht uns jetzt in alle Wahrheit zu führen. Also, er eröffnet immer neue Dinge für uns. Unserem Verstand werden immer größere Geheimnisse offenbart. Am Anfang, wenn wir die Bibel erforschen, ist alles noch sehr verschlossen, und wir verstehen vieles nicht. Nur die einfachen Lehren, also die kindlichen Lehren, die können wir gleich greifen, aber umso mehr wir darüber nachdenken – es kann unser Leben lang dauern –, umso tiefer und tiefer dringen wir ein in das Wort Gottes, umso größere Schätze und größere Wahrheiten bringen wir hervor.

[18:53] Nun, damals im Heiligtum in Israel, da gab es ja auch so einen siebenarmigen Leuchter mit seinen Lampen oben drauf. Und diese Lampen, die waren so angeordnet, heißt es, damit sie das, was vor ihm liegt, erleuchten. Und vor diesem siebenarmigen Leuchter, da war der Schaubrot-Tisch. Aber der Schaubrot-Tisch war unter anderem auch ein Symbol für das Wort Gottes. Und der Leuchter war auch ein Symbol für den Heiligen Geist, zumindest das Öl, das das Licht hervorbringt. Und die Lampen sollten so angeordnet sein, dass sie das, was vor ihm liegt, erleuchten. Also, er sollte Licht werfen auf den Schaubrot-Tisch, er sollte Licht werfen auf das Wort Gottes. Und genau das macht der Heilige Geist heute. Wenn wir mit aufrichtigem Herzen das Wort Gottes studieren, dann ist er unser Lehrer. Er wirft dort Licht drauf, dass wir es verstehen können. Ohne ihn können wir es nicht verstehen, es wäre für uns ein Ärgernis oder eine Torheit, aber mit ihm ist es für uns ein Geruch des Lebens.

[19:59] Und so ist auch wichtig für uns, das zu verstehen, was auch Martin Luther damals gezeigt hat, dass die Bibel sich selber auslegt. Also, der Heilige Geist führt uns von Bibelstelle zu Bibelstelle, um uns die Dinge zu erklären. So brauche ich nicht auf menschliche Weisheit hören, sondern ich kann Gott fragen: „Ist das wahr? Ist das falsch? Verstehe ich das richtig? Was willst du mir heute sagen?“ Der Geist führt dann durch das Wort.

[20:23] In 2. Petrus 1, Verse 20 und 21, da sagt der Apostel: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist; denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“

[20:49] Also, er sagt: „Vor allem erkennt das: Dass diese ganzen Weisheiten und diese Vorhersagen, die wir hier drin sehen, dass die nicht von Menschen gemacht sind, sondern vom Heiligen Geist.“ Also, der Heilige Geist hat den Menschen das gegeben, und die haben es aufgeschrieben, und das ist für uns wichtig zu verstehen. Wir könnten ja sagen: „Gut, das Buch ist von Menschen geschrieben.“ Ist es ja auch, aber vom Heiligen Geist getrieben haben sie das gemacht. Also, der Heilige Geist wusste, was sie schreiben sollen. Er hat ihnen Dinge gezeigt, Dinge offenbart, und sie haben dann in der Kraft Gottes diese Dinge aufgeschrieben, die uns heute zum Segen werden. So wie ich, wenn ich etwas lerne durch den Heiligen Geist und das verändert mein Herz, und ich gebe es anderen weiter, werde ich anderen zum Segen. Nun, bei den Aposteln, der Heilige Geist ist ihnen auch gegeben, die haben es aufgeschrieben, damit wir es lesen können.

[21:37] aufgeschrieben, damit wir es lesen können. Und heute lesen wir es, und so werden uns die Apostel heute immer noch zum Segen. Petrus oder Paulus oder Johannes, aber wir werden gesegnet durch das, was sie damals niedergeschrieben haben, durch den Heiligen Geist.

[21:50] Ich möchte aus dem Buch „Das bessere Leben“ auf Seite 94 lesen: „Der Geist, der den Schreibern der Bibel die Texte eingab, ist auch derjenige, der sie den Lesern der Bibel aufschlüsselt. Das Gebet ums tägliche Brot bezieht sich nicht nur auf die Erhaltung unseres Körpers, sondern auch auf die geistliche Nahrung der Seele zum ewigen Leben.“

[22:15] Jesus sagt uns: „Schaffet euch Speise nicht, die vergänglich ist, sondern die da bleibt in das ewige Leben.“ „Ich bin das lebendige Brot vom Himmel gekommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit.“

[22:33] Unser Heiland ist das Brot des Lebens, und wenn wir seine Liebe betrachten und in unsere Seele aufnehmen, genießen wir das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wir empfangen Christus durch sein Wort.

[22:49] Der Heilige Geist ist uns gegeben, das Wort Gottes unserem Verständnis zu erschließen und uns seine Wahrheit ins Herz zu senken. Wir müssen täglich beten, dass Gott uns beim Lesen seines Wortes seinen Heiligen Geist verleihen möge, uns die Wahrheit zu offenbaren, aus der wir die für den Tag notwendige seelische Stärkung schöpfen.

[23:09] Schön, oder? Wir sollen nicht die Bibel lesen, ohne vorher zu beten. Im Gebet bitten wir um den Heiligen Geist, dass er kommt, unser Lehrer ist und dass er uns hilft, diese Texte zu verstehen. Und dann haben wir unsere tägliche Nahrung, denn die geistliche Nahrung ist wichtiger für uns als die körperliche Nahrung. Denn ohne körperliche Nahrung können wir unser Leben hier verlieren, aber ohne geistliche Nahrung werden wir das ewige Leben verlieren.

[23:39] Geistliche Nahrung brauchen wir immer, und Gott gibt sie uns reichlich in seinem Wort.

[23:44] In Epheser 2, Verse 8 und 9, schreibt Paulus: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch; Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“

[24:00] Also ganz deutlich: Wir sind aus Gnade gerettet, nicht aus Werken. Also nicht, weil wir so gute Dinge tun, das rettet uns, sondern wir wurden gerettet, weil Gott uns liebt. Er hat seine Gnade uns darin erwiesen, dass er am Kreuz gestorben ist für uns, und darauf können wir uns berufen und sagen: „Das ist unsere Rettung.“ Ich kann mich nicht darauf berufen und sagen: „Weil ich so ein guter Bibelstudent bin und weil ich so viel Dinge auslegen kann, weil ich so ein gutes Leben führe, deswegen bin ich gerettet.“ Sondern jeder Mensch, der gerettet wird, der guckt auf Jesus Christus und sagt: „Da ist meine Rettung.“ Wir haben alle unterschiedliche Gaben und Talente, aber unsere Rettung ist immer in Christus.

[24:42] Ich möchte noch mal von Paulus lesen in Römer 3, Verse 23 und 24: „Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.“

[24:59] Und da ist niemand, und auch nicht einer, der ohne Sünde ist. Das ist ja genau das Problem der Menschheit. Diese Sünde schließt uns ja vom ewigen Leben aus, denn Paulus sagt: „Da wird kein Sünder in den Himmel kommen.“ Die einzige Hoffnung, die uns bleibt, ist, unser Heil in Jesus Christus zu suchen, denn in dem Einzigen, der keine Sünde hat.

[25:27] In Römer 6, Vers 23, heißt es: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“ Und ich lese auch noch Römer 5, Verse 8 bis 10: „Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Wie viel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden? Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben?“

[26:11] Nun, Gott hat uns mit sich selbst versöhnt, als wir noch Feinde waren. Das heißt, als wir in der Rebellion waren, gegen ihn gelebt haben, gegen seine Grundsätze gelebt haben, da ist er uns trotzdem schon nachgegangen, hat uns mit Liebe umfangen und hat versucht, uns die Wahrheit zu bringen. Entweder durch sein Wort oder durch Menschen, die uns sein Wort gebracht haben. Irgendwie hat Gott es geschafft, uns, die wir in der Rebellion waren und Sünder waren, mit seiner Wahrheit in Verbindung zu bringen, aus lauter Liebe. Wir haben ihn abgelehnt und wollten nichts von ihm wissen, und er hat aus lauter Liebe nicht aufgegeben, für uns zu kämpfen. Und daran können wir seine Liebe sehen. Und wenn seine Liebe zu uns schon so groß war, dass er uns geliebt hat, als wir Sünder waren, als wir in der Rebellion waren, als wir Feinde waren, würde Paulus sagen: „Wie viel mehr wird er uns jetzt retten, die wir jetzt durch ihn erlöst sind in seinem Leben?“ Denn Christus ist für uns gestorben, als wir Sünder waren. Jetzt aber lebt er in Ewigkeit und ist Priester im Himmel. Er dient für uns jeden Tag. Wie viel mehr werden wir durch ihn gerettet werden, jetzt da er ewig lebt, um für uns einzustehen?

[27:32] Das ist das, was wir das Geschenk der Erlösung nennen. Wir können dafür nichts tun für unsere Erlösung. Versteht das nicht falsch: Wir können nichts tun für unsere Erlösung, weil, um uns zu erlösen, ein Preis gezahlt werden muss, also ein Lösegeld sozusagen. Und dieses Lösegeld, das kann niemand von uns bezahlen. Also Christus war der Einzige, der es bezahlen konnte, denn Paulus, wie wir gelesen hatten, hat ja gesagt: „Der Sünde Lohn ist der Tod.“ Jetzt musste jemand also in den Tod gehen, das meint, er musste das Leben bezahlen. Der Preis war ja das Leben, um das Leben zu bekommen.

[28:13] Nun, wie war das möglich? Konnte ich das machen? Und wenn ich mit meinem Leben bezahle, bin ich tot. Das wollte Gott nicht, er wollte nicht, dass du oder ich sterben. Jetzt gab es aber auch keinen gerechten Menschen, der das hätte tun können, und es gab niemanden, der dieses Opfer bringen könnte. Man könnte ja denken: „Na ja, wenn da vielleicht ein Engel ist, der vollkommen gerecht ist, und diese Engel sind da, hätten sie nicht diesen Preis zahlen können?“ Wollten sie das nicht? Nun, die Engel hätten wahrscheinlich alles getan, damit Christus diesen Tod nicht sterben muss, aber sie hätten nicht an seine Stelle gehen können. Denn das Problem war: Menschen und Engel haben kein Leben in sich selbst. Menschen und Engel haben nur verliehenes Leben von Christus. Das heißt, Christus gibt uns das Leben, aber es ist seins, und wir leben in diesem Leben, aber Leben aus uns selbst haben wir nicht. Der Einzige, der Leben aus sich selbst hat, das ist Gott, und nur er kann es deswegen auch als Preis geben. Das ist das Höchste, was er geben kann, aber er hat es gegeben, um dich zu retten.

[29:24] Unsere Sünde wurde Christus angerechnet, und seine Rechtschaffenheit wurde uns angerechnet. Denn all unsere Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid, sagt die Bibel. Seine Gerechtigkeit aber ist wie strahlend weiße Leinwand, und diese weiße Leinwand, das sind die Gewänder, die uns verliehen werden. Das lesen wir in der Offenbarung: „Sie waren gekleidet in diese weiße Leinwand.“ Die Erlösten ist ein Symbol für die Gerechtigkeit Christi. Also seine Gerechtigkeit wird uns zugerechnet, unsere Sünde aber wird auf ihn gelegt, deswegen ist er gestorben.

[30:02] Im Buch „Leben Jesu“ auf Seite 15 schreibt White: „Christus wurde so behandelt, wie wir es verdient haben, damit wollte er erreichen, dass uns die Behandlung zuteilwürde, die eigentlich ihm zukam. Er wurde um unserer Sünde willen, an der er keinen Teil hatte, verdammt, damit wir durch seine Gerechtigkeit, an der wir kein Teil haben, gerechtfertigt würden. Er erlitt den Tod, den wir hätten erleiden müssen, damit wir sein Leben empfangen konnten. Durch seine Wunden sind wir geheilt.“

[30:45] Da ist keine Spur davon, dass wir irgendwas hätten dazu tun können. Es gab für uns gar nicht die Möglichkeit, uns irgendwie selbst loszukaufen. Der Einzige, der das konnte, das war Jesus Christus. Deswegen kann sich auch niemand von uns rühmen, irgendwas zu seiner Erlösung beigetragen zu haben. Also wie der Pharisäer, der sagt: „Gut, dass ich nicht so bin wie der Zöllner da hinten.“ Er kann sich mit all seiner Gerechtigkeit doch nichts davon kaufen, und wenn er noch so fromm lebt. Die Erlösung ist ein Geschenk von Christus.

[31:18] Paulus drückt das so aus in Römer 3, Verse 27 bis 31: „Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes. Oder ist Gott nur der Gott der Juden und nicht auch der Heiden? Ja, freilich auch der Heiden. Denn es ist ja ein und derselbe Gott, der die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt. Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr bestätigen wir das Gesetz.“

[32:09] Also das Gesetz ist für den Gläubigen nicht aufgehoben. Das Gesetz wird bestätigt in dem Leben des Gläubigen. Wenn jemand wirklich zum Glauben an Jesus Christus kommt, das meint, ihm wirklich von Herzen nachfolgt, dann wird der Charakter Jesu in seinem Leben sichtbar. Aber der Charakter Jesu, der liebt das göttliche Gesetz, denn es ist vollkommen gerecht und es ist vollkommene Liebe. Und so wird unser Ich das gute Gesetz Gottes lieben und in diesem Gesetz wandeln. Das ist eine Neugeburt. Also der Mensch kommt noch mal neu hervor, er beginnt ein neues Leben. Das alte ist vergangen.

[32:48] Es gibt heute Stimmen, die behaupten, dass wir sündigen können, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind. Was würde Paulus wohl solchen Menschen sagen? Das lesen wir in Römer 6, Verse 15 bis 18: „Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! Wisst ihr nicht, wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müsst ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen Gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist. Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden.“

[33:44] Also Paulus macht es sehr deutlich: Es gibt die Sünde zum Tode oder den Gehorsam zur Gerechtigkeit. Das ist der Gehorsam gegenüber Christus, also gegenüber seinem Gesetz, gegenüber seinem Gesetz, Gebot der Liebe. Wir konnten nicht selber aus der Sklaverei der Sünde heraus, weil unser Herz von Sünde infiziert war und der Sünde nachging. Aber der Geist Gottes hat uns dann freigemacht davon, und plötzlich können wir die Entscheidung treffen: Wollen wir Christus folgen oder weiter in der Sünde leben? Und wir haben die Entscheidung getroffen, Christus zu folgen, und so merken wir jetzt in dieser Entscheidung, in der Zeit, die wir mit Christus verbringen, dass sich unser Herz nach und nach verändert. Es wird geheiligt, und es liebt Gottes Gesetz immer mehr, umso mehr Zeit wir mit Gott verbringen und mit seinem Wort. Umso mehr werden wir zu ihm gezogen, und das trotz all der Schwierigkeiten und Widrigkeiten unseres Lebens. Egal, wo wir sind und was uns passiert, sind wir mit Christus verbunden, werden wir durch all die Schwierigkeiten hindurch trotzdem zu ihm gezogen. Und das ist das Wunderbare am Evangelium. Das Evangelium ist so eine bleibende Kraft in uns drin. Die können wir immer wieder auftanken in der Nähe zu Gott. Wir werden erfrischt, und es ist süßer für uns als Honig in unserem Mund, wenn wir von ihm lesen und wir wissen, er hat das für uns getan. Es ist nicht unsere Kraft, sondern er hat es gemacht. Und die guten Werke, die daraus folgen, kommen aus Dankbarkeit und aus Liebe.

[35:11] Und weil das so ist, sagt Paulus in Römer 8, Verse 1 und 2: „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“

[35:35] Durch Jesus Christus kam die Freiheit. Jesus sagte ja, dass der Geist uns frei machen wird, und das hat er gemacht. Vorher war unser Denken so eingeschränkt. Wir wussten nicht, wo das Leben ist und wie man gerettet werden kann. Wir blickten auf die Werte dieser Welt. Vielleicht haben wir gesucht und gedacht: „Es muss doch noch mehr geben“, aber nichts gefunden, bis Gott uns diese Türen aufgeschlossen hat. Der Heilige Geist uns die Erkenntnis gab, in unserem Leben Licht wurde und wir diese neue Wahrheit angenommen haben. Und plötzlich durch diese Wahrheit die Kraft bekommen haben, die Sünde zu hassen und nicht mehr in den sündigen Wegen zu gehen, in denen wir früher gefangen waren, dessen Sklave wir waren. Jetzt folgen wir Jesus Christus und hängen unser Leben an ihn und dürfen sehen, wie wir von Sieg zu Sieg gehen.

[36:28] In 1. Petrus 2, Vers 2: „Und seid als Neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst.“

[36:41] Petrus sagt: „Such das Wort Gottes, diese unverfälschte, gute Milch, so wie ein Kind, das Milch trinkt, damit es heranwächst, hat Stärke und die Nahrung, die es braucht.“ So ist für uns die unverfälschte, gute Milch das einfache Evangelium, das Evangelium zu lesen und davon zu leben. Das feste Brot, die feste Speise, das ist das Handeln, das Tun, so wie Jesus Christus gelebt hat. Jesus Christus sagt: „Meine Speise ist die, dass ich den Willen des Vaters tue.“ Und beides brauchen wir. Wir können das eine nicht machen, ohne das andere zu haben. Wenn wir nicht mit Christus in Beziehung sind, von ihm lesen und gestärkt werden durch sein Wort, dann können wir auch nicht die feste Speise zu uns nehmen, denn das eine muss nach dem anderen kommen. Wir brauchen immer erst das Wort Gottes. Deswegen übrigens ist es gut, unseren Tag mit dem Wort Gottes zu beginnen, also den Heiligen Geist zu bitten und zu helfen, die Bibel zu verstehen, im Studium uns zu begleiten. Dann haben wir diese Milch und können heranwachsen und sind fähig auch diese feste Speise zu uns zu nehmen, also die Erfahrung im Wandel mit Gott.

[37:51] Und was braucht der neue Mensch eigentlich zum Wachsen? Das Wort Gottes, also diese reine, unverfälschte Lehre der Bibel. Aber worin wachsen die Kinder Gottes eigentlich? Petrus schreibt das in seinem zweiten Brief, Kapitel 3, Vers 18: „Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm sei die Ehre sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit!“

[38:20] Wir sollen also wachsen in Erkenntnis und Gnade. Wir werden Christus immer ähnlicher. Warum möchte Gott, dass wir Christus immer ähnlicher werden? Paulus sagt in Kolosser 1, Vers 10: „Damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid, in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend.“

[38:50] Und Gott möchte ja, dass wir der Welt Gott repräsentieren. Also wir sollen zeigen, wie Gott ist. Wenn die Menschen uns sehen, sollen sie eigentlich Christus sehen, denn in Christus liegt das Heil. Wenn sie nur uns sehen, unseren alten Menschen, dann kann es sein, dass die Menschen dich bewundern für deine Talente, die du hast, oder für die tollen Sachen, die du gemacht hast, aber es ist nicht ihr Leben. Wenn sie aber den neuen Menschen sehen, dann zeigt der neue Mensch, was Christus in uns tun kann, und das wird für sie zum Segen und zum Leben werden. Paulus geht sogar so weit und sagt: „Ihr seid Botschafter an Christi Statt.“ Und durch die Verbindung zu Christus werden die Werke, die wir tun, auch Frucht bringen.

[39:37] Der Christ lebt im Licht und in der Erkenntnis des Herrn. Der Ungläubige lebt in Unwissenheit und in Finsternis. Der Christ lebt in Licht und in der Erkenntnis des Herrn. Das ist das, was uns die Bibel auch zeigt, denn: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Dieses Wort zeigt uns den Weg, der vor uns liegt, zeigt uns den Weg bis in den Himmel. Und gleichzeitig wächst durch dieses Wort unsere Erkenntnis in Jesus Christus. Alles das, was den Ungläubigen fehlt. Deswegen sollen wir es rausposaunen und den Menschen diese Wahrheit bringen.

[40:21] Ich zitiere aus Epheser Kapitel 4, Verse 17 bis 24: „Paulus sagt: Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln sollt wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens, die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier. Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt, wenn ihr wirklich auf ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid, wie es auch Wahrheit ist in Jesus, dass ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte. Dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit.“

[41:36] Paulus macht einen deutlichen Unterschied zwischen dem alten Menschen, der wir früher einmal waren, und dem neuen Menschen, der in Christus lebt. Der alte Mensch, der wurde von seinen Begierden hin und her getrieben, und er hatte mal das verfolgt und mal dieses verfolgt, hatte seine Ziele und Pläne andauernd geändert, aber wurde eigentlich immer tiefer in die Sünde hineingezogen. Der neue Mensch, der folgt nur noch Jesus Christus und wird durch ihn immer höher getrieben, also immer neue Erkenntnisse und neue Dinge im Herzen. Neue Frucht kommt auf: das ist Friede und Liebe und Langmut und Selbstbeherrschung, und all diese Früchte des Geistes kommen im Herzen hervor. Also der Mensch wird verändert und folgt in seinem Leben Christus, und das ist sein Ziel in Ewigkeit. Und dadurch kann der Mensch zusehen, wie er selbst verändert wird. Wird dieses Wunder der Umwandlung eines zerbrochenen Herzens. Denn Christus hilft uns: Wenn wir mit zerbrochenem Herzen zu ihm kommen, dann wird er uns nicht hinausstoßen, sondern er wird uns helfen. Er wird uns den Geist der Wahrheit geben, und der wird uns dann von Wahrheit zu Wahrheit zu Wahrheit führen, immer tiefer in die Erkenntnis Jesu hinein. Und auf diesem Weg wird unser Herz verändert, wir werden verwandelt. Das neue Leben, das wir leben, hat nichts mehr mit dem alten Leben gemein. Die Menschen, die erkennen uns zwar äußerlich noch und sagen: „Du bist das“, aber wenn sie in dich hinein und versuchen, deinen Charakter zu verstehen, dann merken sie: „Du bist irgendwie anders geworden, irgendwas ist mit dir passiert.“ Und sie sehen an deiner...

[43:06] mit dir passiert, und sie sehen an deiner Authentizität, also an deiner Echtheit, dass da wirklich eine Kraft in dir gewirkt hat, dass du etwas hast, was sie nicht haben. Und jetzt ist es wichtig für uns, den Menschen das immer wieder vor Augen zu zeigen. Einige werden daran Anstoß nehmen, aber einige werden fragen: "Was ist das?" Und deswegen dürfen wir keine Kompromisse machen. Also, denn was hat das Licht zu tun mit der Dunkelheit? Was hat Christus zu tun mit Belial? Also, wenn wir anfangen, Kompromisse zu machen, verfälschen wir das Bild Jesu in uns. Wenn wir aber einen aufrechten Lebenswandel führen, wie Christus in der Liebe vor den Menschen – wir verurteilen die Menschen nicht und richten sie nicht. Wir sprechen das Wort Gottes klar aus und wir leben das Wort Gottes, und das ist Zeugnis genug für die Menschen. Der Heilige Geist wird dann in ihren Herzen anfangen, sie von der Wahrheit zu überzeugen, und sie selber werden vielleicht mit gebrochenem Herzen zu Christus kommen und sagen: "Bitte mach mich auch neu, nimm mein altes Leben von mir und gib mir dieses neue Leben, das ich in diesen Menschen sehe." Und Christus wird sich ihrer erbarmen, und sie werden zur Herde dazugetan werden. Diese Menschen werden auf diese Art und Weise gerettet. Und dein Zeugnis ist viel mehr wert in der Welt, als du vielleicht glauben magst. Dass Gott dich berufen hat und dass Gott dich täglich durch sein Wort stärkt und dich täglich verändert, ist nicht nur für dich selbst gut, sondern er macht das, damit du auch zum Segen für andere wirst. Denn Gott möchte noch andere Menschen retten, und dafür braucht er dich. Dafür hat er dich erwählt, dafür hat er dich berufen. Also, lebe nicht in dieser Welt, als wärst du von dieser Welt, denn du gehörst nicht mehr zu dieser Welt. Dein Bürgerrecht, sagt Paulus, ist im Himmel, und das sollen die Menschen sehen, wenn sie dich sehen.

[44:59] Beten wir noch zusammen. Unser lieber himmlischer Vater, wir möchten dir danken dafür, dass du uns einen Neuanfang geschenkt hast. Herr, du warst bei uns, als wir in der Rebellion gelebt haben. Du bist uns nachgegangen, hast uns umgeben mit deiner Liebe, und du hast uns gerufen in dein Licht. Heute sind wir deine Kinder, und Herr, wir möchten dich bitten, dass deine Herrlichkeit aus uns herausstrahlt, dass wir in Wahrheit und in Wahrhaftigkeit leben, dass die Menschen in uns deinen herrlichen Charakter wiederfinden und sie überzeugt werden, dass du ein Gott voller Liebe bist und voller Gnade, dass sie auch ihr Leben dir geben und mit uns gemeinsam eines Tages gerettet werden. Wir danken dir dafür, Herr, im Namen Jesu.

[45:47] Amen. Ihr Lieben, danke, dass wir dieses Thema zusammen studieren konnten. Wir werden auch nächste Woche noch gemeinsam unser nächstes Thema betrachten, und ich wünsche euch bis dahin Gottes Segen beim Gespräch am Sabbat über dieses Thema und natürlich beim Studium für die nächste Woche. Gott mit euch. [Musik] [Applaus]


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