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Manuskript zur Sendung >>> CSH 16 Q4 02 – Der Große Kampf – Sendemanuskript

In dieser Cannstatt Study Hour Lektion, „Der große Kampf“, taucht Bogdan Tanase tief in das Buch Hiob ein. Er beleuchtet die theologische Bedeutung von Leid, die historische Einordnung des Buches und die Charakterisierung Hiobs als untadeligen Mann Gottes. Die Lektion erklärt die kosmische Auseinandersetzung zwischen Gott und Satan, die Rolle der „Söhne Gottes“ und die Ursprünge des Bösen im Fall Luzifers. Abschließend wird die Bedeutung von Christi Opfer am Kreuz und die Hoffnung auf eine zukünftige Welt ohne Leid betont.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q4: Das Buch Hiob

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Wir haben begonnen, das Buch Hiob zu studieren, sind nun bei der zweiten Lektion mit dem Titel "Der große Kampf". Der Merkvers für diese Woche ist zu finden in Sacharja Kapitel 3 Vers 2. Dort lesen wir: "Da sprach der Herr zum Satan: Der Herr schelte dich, du Satan! Ja, der Herr schelte dich, er, der Jerusalem erwählt hat. Ist dieser nicht ein Brandscheid, das aus dem Feuer herausgerissen ist?" Und wir werden auf diesen Vers später etwas genauer eingehen.

Das Buch Hiob behandelt eine Frage, die wahrscheinlich Christen zu allen Zeiten beschäftigt hat und vermutlich auch in allen Gesellschaftsschichten auf allen Teilen der Erde, und zwar die Frage: Warum gibt es Leid? Und im Thema dieser Woche werden wir uns mit dieser Frage befassen. Doch bevor wir tiefer hineinsteigen, möchten wir ein Gebet sprechen, wie es unsere gute Gewohnheit ist. Unser großer Gott im Himmel, wir möchten dir danken für dein Wort und wir möchten dich bitten, dass du jetzt mit deinem Heiligen Geist bei uns bist und uns davon erfüllst, sodass wir Verständnis bekommen für dein Wort, dass wir verstehen können, was du uns zu sagen hast, und dass wir von dir lernen können. So bitten wir das im Namen Jesu und danken dir dafür. Amen.

Das Buch Hiob kommt nach den Büchern Esther, Esra und Nehemia. Diese befassen sich mit den verschiedenen Erlassen zur Wiederherstellung des Tempels und Jerusalems, und unter anderem auch befassen sie sich mit dem Befreiungs- oder Erlösungsplan in dem Buch Esther, also für das Volk Gottes als Kollektiv. Und nun kommen wir zu dem Buch Hiob, und in Hiob geht es um den individuellen Kampf eines Einzelnen. Typologisch gesehen ist diese Geschichte auf die Zeit der Trübsal zu übertragen, die kurz vor der Wiederkunft Jesu stattfinden wird, und das macht das Buch Hiob besonders spannend.

Das Buch Hiob wurde von Mose während seiner Zeit in der Wüste geschrieben, und einen Hinweis darauf oder die Aussage dazu finden wir in "Signs of the Times" vom 19. Februar 1880. Dort lesen wir: "Die lange Zeit in der einsamen Wüste waren keine verlorenen Jahre. Mose wurde hier nicht nur auf die große Aufgabe, die vor ihm lag, vorbereitet, sondern in dieser Zeit schrieb er unter dem Einfluss des Heiligen Geistes das erste Buch Mose und auch das Buch Hiob." Das Volk Gottes würde diese bis zum Abschluss der Zeit mit größtem Interesse lesen, was wir in diesem Quartal auch tun.

Hiob Kapitel 1 und dort ab Vers 1. Lasst uns das aufschlagen und hier lesen. Wir lesen in Vers 1: "Es war ein Mann im Land Us, der hieß Hiob. Der war ein untadeliger Mann und rechtschaffen, der Gott fürchtete und das Böse mied." Wir lesen also, dass dieser Hiob, und am Anfang des Buches Hiob mit dem gleichnamigen Charakter oder mit der gleichnamigen Hauptfigur, finden wir eine Beschreibung über ihn. Und hier wird gesagt, dass er im Land Us lebte. Man vermutet, dass dieses Land Us, dass es in Edom lag und dass die Geschichte auch zur Zeit der Nachfahren Edoms, Esaus, Entschuldigung, der Nachkommen Esaus stattfand. Der Name Hiob bedeutet "der Angefeindete", und das ist sehr passend, wenn man sich diese seine Geschichte anschaut.

Und wir sehen, dass Hiob hier wie folgt beschrieben wird: als untadelig, oder andere Übersetzungen übersetzen das auch mit "vollkommen". Und das erinnerte mich an Matthäus Kapitel 5 Vers 48, wo Jesus sagt, dass wir vollkommen sein sollen, wie der Vater im Himmel vollkommen ist. Und das hört sich nach einem Maßstab an, der für uns unerreichbar ist. Aber wenn wir die Bibel nehmen und mal lesen, dann sehen wir, dass es verschiedene Menschen gab, die von Gott als vollkommen bezeichnet wurden. Der erste, den wir kennengelernt haben, ist Hiob. Ein anderer ist Noah. Das finden wir in 1. Mose Kapitel 6 Vers 9. Genauso über Zacharias und Elisabeth wird in Lukas Kapitel 1 Vers 6 berichtet, dass sie vollkommen waren, dass sie untadelig waren. Und auch über Hesekiel wird gesagt, dass er die Aufgaben oder das, was Gott ihm aufgetragen hatte, untadelig ausführte. Das finden wir in 2. Chronik Kapitel 31 Vers 20 bis 21.

Hiob war also untadelig. Er war rechtschaffen. Er fürchtete Gott. Und auch diese Beschreibung, dass er Gott fürchtete, finden wir nicht bei vielen oder doch bei einigen Menschen, die Gott treu waren. Und zwar Abraham ist ein Paradebeispiel dafür. Als Gott ihm auftrug, er solle seinen Sohn nehmen, seinen einzigen, den er lieb hatte, und er sollte ihn opfern. Und als Abraham schweren Herzens diesen Auftrag Gottes ausführen wollte und ausholte, um seinen Sohn zu opfern, und Gott oder dieser Engel dann seine Hand fest hielt und Gott zu ihm sprach: "Ich weiß jetzt, dass du Gott fürchtest." Ja, Abraham fürchtete Gott. Und die Furcht Gottes wurde schon in anderen Ausgaben der CSH behandelt. Es bedeutet, dass man Gott liebt, dass man ihm dient, dass man auf ihn hört und das tut, was er uns sagt. Und das genau tat Abraham. Er liebte Gott und er tat genau das, was Gott ihm auftrug.

Außerdem wird hier beschrieben, dass Hiob das Böse mied. Und hier kommt schon der erste Anflug, wo der Leser einen Hinweis darauf bekommt, dass nicht alles perfekt war um Hiob herum, denn Böses muss es erst mal geben, um gemieden zu werden. Also Hiob mied das Böse. Außerdem wird jetzt nicht nur der Charakter Hiob selbst beschrieben, sondern im zweiten Vers wird auch noch weiter beschrieben, also seine Hab und Gut, seine Familie. In Vers 2 da wird gesagt: "Und ihm wurden sieben Söhne und drei Töchter geboren. Und an Herden besaß er 7.000 Schafe." Jetzt kommt die Beschreibung seiner Güter: 7.000 Schafe, 3.000 Kamele, 500 Jochrinder, was eigentlich 1.000 Rinder sind, denn ein Joch Rinder waren immer zwei Rinder, die an einem Joch zogen. 500 Eselinnen und eine Dienerschaft, die so groß war, dass der Mann, also wahrscheinlich seine Anhängerschaft, seine Familie und alles, was er an Menschen, die ihm anhingen, zusammen größer war als die Söhne des Ostens. Und wenn die Söhne des Ostens hier als Referenz genommen werden, dann heißt es wahrscheinlich, dass die auch ganz schön groß waren.

Interessant sind die Zahlen, die hier verwendet werden. Hiob war gesegnet mit Kindern, und zwar sieben Söhne und drei Töchter. Sieben ist eine Zahl, die sehr oft in der Bibel vorkommt, genauso wie die drei. Außerdem, wenn wir seine Besitztümer, seine Güter anschauen, dann haben wir dort auch wieder die sieben, die 7.000 Schafe, die 3.000 Kamele. Und auch fünf ist eine symbolisch wichtige Zahl in der Bibel, genauso wie die zehn, wenn man jetzt diese 1.000 Rinder nimmt. Und man könnte vielleicht denken: Ja, das sind jetzt alles symbolische Zahlen, dann wird wahrscheinlich das ganze Buch Hiob ja symbolisch sein. Das ist nicht ganz richtig, denn wenn wir überlegen, dass zum Beispiel auch Jakob, er hatte zwölf Söhne, und das war auch eine symbolische Zahl, aber das ist trotzdem eine Geschichte, die tatsächlich stattgefunden hat. Und so ist es auch im Buch Hiob. Diese Geschichte hat sich tatsächlich ereignet.

Weiterhin lesen wir von Hiob ab Vers 4, dass seine Söhne aber pflegten einander zu besuchen und ein festliches Mal zu bereiten, jeder in seinem Haus und an seinem Tag. Und sie sandten hin und luden auch ihre drei Schwestern ein, um mit ihnen zu essen und zu trinken. Wenn dann die Tage des Festmals zu Ende waren, ließ Hiob sie holen und heiligte sie. Er stand früh am Morgen auf und brachte Brandopfer da für jeden von ihnen. Denn Hiob sagte sich: "Vielleicht könnten meine Kinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von Gott losgesagt haben." So machte es Hiob alle Zeit. Hiob war also ein Vorbild in allem. Selbst als hoher Priester des Hauses achtete er peinlichst genau darauf, dass jedes Glied der Familie auch errettet wird. Hiob ist damit auch ein Typus für Christus, der sich auch früh aufmachte und der Fürbitte bei dem Vater für uns einlegt, damit wir nicht verloren gehen.

Alles, was Hiob tat, war gut in den Augen Gottes. Er spiegelte den Charakter Jesu wiederum, war dem Himmel vermutlich näher als der Erde. Und dadurch konnte Gott ihn auch reichlich segnen. Und das ist auch ein Schlüssel dazu, wie Gott uns segnen kann. Wenn wir ihm treu sind, dann kann er uns segnen. Interessant ist, Hiob war ein sehr reicher Mann, wie wir gerade gelesen haben. In Matthäus Kapitel 19 Vers 24 sagt Jesus aber: "Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt." Und als seine Jünger ihn dann erstaunt fragen: "Wer soll dann überhaupt in das Reich Gottes eingehen können?", dann sagt Jesus: "Bei den Menschen ist das unmöglich, aber bei Gott ist nichts unmöglich." Oft wird Menschen Reichtum und Besitz zum Verhängnis, weil sie ihr Herz daran hängen. Hiob hängte sein Herz nicht daran, sondern er wusste, alles, was er hat, das gehört Gott. Und er dankte ihm dafür und er achtete es vermutlich nicht als seinen eigenen Besitz, sondern als dem Besitz Gottes. Und so konnte Gott ihn auch so reich segnen. Denn hätte Hiob sein eigenes Herz an sein Hab und Gut gehängt, dann wäre das wahrscheinlich, hätte ihn das nur in sein Verderben geführt.

Szenenwechsel. Irgendwo an irgendeinem unbekannten Ort im Universum. Dort trafen sich zu jener Zeit die Söhne Gottes. Wir lesen das in Hiob Kapitel 1 Vers 6. "Es geschah aber eines Tages, dass die Söhne Gottes vor dem Herrn traten und unter ihnen kam auch der Satan. Da sprach der Herr zum Satan: Wo kommst du her? Und der Satan antwortete dem Herrn und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln darauf." Als die Söhne Gottes vor Gott zusammenkamen, kam auch Satan dazu. Wir möchten uns mal diese Söhne Gottes etwas genauer anschauen.

Die Söhne Gottes lesen wir in Hiob Kapitel 38 Vers 7. Sie werden in dem Buch Hiob nochmal erwähnt, außer hier an dieser Stelle. Und zwar in Kapitel 38 und dort Vers 7. Da lesen wir: "Als die Morgensterne..." und da spricht Gott selbst: "...als die Morgensterne miteinander jauchzten und alle Söhne Gottes jubelten." Entschuldigung, Vers 6 und 7: "Worin wurden ihre Grundpfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt? Als die Morgensterne miteinander jauchzten und alle Söhne Gottes jubelten." Es geht hier um die Schöpfung der Erde. Und wir sehen, dass diese Söhne Gottes bei der Schöpfung der Erde gegenwärtig waren. So kann es sich hier erstmal nicht um menschliche Wesen handeln, denn die waren bei der Erschaffung der Erde ja noch nicht da. Sie waren Teil der Schöpfung. Somit können wir die Annahme machen, dass es sich hier erstmal bei auch geschaffenen Wesen handelt, offensichtlich, die hier vor Gott zusammenkamen, die es schon gab, als die Welt geschaffen wurde.

In Lukas Kapitel 3 Vers 38 lesen wir folgendes. Lukas Kapitel 3 und dort Vers 38. Hier kommt das Geschlechtsregister Jesu bis hin zu Adam. Und hier steht in Vers 38: "...das Set des Adam Gottes." Das heißt, Adam war Gottes Sohn. Adam unterscheidet sich in einem Punkt besonders von allen anderen Menschen, die jemals hier auf der Erde gelebt haben, außer vielleicht von Eva. Aber Adam wurde als einziger von Gott selbst mit seinen Händen geformt. Das heißt, wenn es hier diese anderen Söhne Gottes gibt, könnte es sein, dass diese Söhne Gottes andere Wesen sind, die Gott selbst mit seinen Händen geschaffen hat und so wie Adam als Herrscher über andere Welten eingesetzt hat. Das würde Sinn ergeben, wenn wir uns überlegen, dass diese Söhne Gottes zusammenkamen zu einer Versammlung, dass auch Satan dort war.

Satan war ja ein gefallener Engel. Doch was gab ihm das Recht, dort zu sein? In Vers 7 lesen wir: "Da sprach der Herr zum Satan: Wo kommst du her? Und der Satan antwortete dem Herrn und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln darauf." Satan wurde aus dem Himmel verstoßen, doch auf der Erde hat er einen neuen Raum gefunden, wo er umherwandeln konnte, wie er wollte. Es war sein Gebiet, sein Territorium, denn Adam hatte es ihm übergeben, als er dem Satan gehorcht hatte und nicht Gott. So hatte Adam sich Satan unterstellt und seine Herrschaft damit ihm übertragen. Und so kamen also diese Herrscher der unterschiedlichen Welten, die Gott geschaffen hat, zusammen zu einer Sitzung. Und Satan kam als Vertreter dieser Welt, die sich in seiner Gewalt befand.

Jetzt gibt es aber auch noch andere Söhne Gottes, von denen die Bibel berichtet, und zwar in 1. Mose Kapitel 6 und dort Vers 2. Und das kann vielleicht etwas verwirrend sein, denn hier steht: "Da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen." Man könnte jetzt denken, also diese Gottessöhne, diese Söhne Gottes kamen auf die Erde und vermehrten sich mit den Menschen. Das ist eine sehr interessante Annahme, die wir allerdings schnell widerlegen können, denn in Römer Kapitel 8 Vers 14 lesen wir davon, dass diejenigen, die vom Geist Gottes geleitet werden, dass diese auch Söhne Gottes sind. Das heißt, dieser Begriff "Sohn Gottes" oder "die Söhne Gottes" wird in unterschiedlicher Weise verwendet. Zum einen für die Herrscher der unterschiedlichen Welten, für die Fürsten der Welten. Zum anderen wird es verwendet für Menschen, die sich Gottes Führung unterstellen.

Nun, am Anfang, nachdem Adam und Eva gefallen waren, nachdem die Menschheit in Sünde gefallen war, entwickelten sich zwei Linien. Die einen, das waren die Nachkommen Kains. Kain hatte gegen Gott rebelliert und hatte sich auf die Seite Satans geschlagen. Und die anderen waren die Nachkommen Seths, die Gott treu waren. Und diese wurden auch als Söhne Gottes bezeichnet, diejenigen, die Gott treu waren, die sich vom Geist Gottes führen ließen. Und hier in 1. Mose Kapitel 6 Vers 2 geht es darum, dass diese zwei Linien sich plötzlich miteinander vermischten. Es war plötzlich nicht mehr so einfach zu sagen, das sind die Söhne Gottes und das sind die Söhne Kains. Außerdem ist die Bibel auch sehr eindeutig darüber, dass Engel sich nicht wie Menschen fortpflanzen können. In Matthäus Kapitel 22 Vers 30 und Markus Kapitel 12 Vers 25.

Wir lesen weiter in Hiob Kapitel 1 und wir sind in Vers 8. "Da sprach der Herr zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet." Gott ergreift hier die Initiative, denn Satan kommt hier als Repräsentant der Erde und beansprucht dieses alles als sein Territorium. Und Gott zeigt ihm: Guck mal, da gibt es vielleicht viele Menschen, die sich dir angeschlossen haben, die sich deiner Führung unterworfen haben, aber dieser dort, der Hiob, das ist mein Knecht, er dient mir. Die Erde ist nicht komplett dein. Es gibt immer noch Menschen, die mir treu sind, und Hiob bringt er hier als Paradebeispiel.

Die Frage, die ich mir gestellt habe beim Lesen dieser Zeilen, ist: Ob Gott mich als so ein Beispiel nehmen würde. In Lukas Kapitel 12 Vers 8 lesen wir: Jesus spricht und sagt: "Ich sage euch aber: Jener, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes." Wer sich also zu Jesus bekennt, den wird er auch vor den Engeln bekennen, so wie im Fall Hiobs. Hiob kannte natürlich Christus nicht, aber er wusste, dass es einen Erlöser gibt, und er unterstellte sein Leben der Führung Gottes.

Doch Satan antwortete hierauf, Vers 9: "Ist Hiob umsonst gottesfürchtig? Hast du nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, ringsum eingehegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet und seine Herden breiten sich im Land aus. Aber strecke doch einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat. Lass sehen, ob er dir dann nicht ins Angesicht absagen wird." Satan hätte vielleicht recht gehabt, wenn es sich um irgendeinen anderen Menschen oder vielleicht um viele der Menschen auf der Erde gehandelt hätte. Viele hätten gesagt: "Warum tut Gott mir das an? Ich war ihm immer treu, ich habe immer alles für ihn getan. Ich habe dies und das und jenes gemacht." Und sie hätten sich wahrscheinlich von Gott abgewendet. Aber Satan rechnete vermutlich nicht damit, dass Hiob so eine treue Seele war, dass er Gott so liebte und dass er sich durch nichts davon abbringen lassen oder dazu bringen lassen würde, gegen Gott zu sündigen.

Gott stand nun jetzt in der Situation, dass er vor den anderen Gottessöhnen, vor den anderen Fürsten der Welten Satans falsche Behauptung widerlegen musste. Und so erlaubte er ihm im Vers 12: "Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, alles, was er hat, soll in deiner Hand sein. Nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus." Und der Satan ging vom Angesicht des Herrn hinweg. Gott wusste sehr wohl, dass sein Knecht Hiob ihm treu war und erlaubte ihm, ihm alles zu nehmen bis auf sein Leben, damit vor dem ganzen Universum deutlich wird, dass Satans Machtanspruch über die ganze Erde nicht gerechtfertigt war.

Interessant finde ich auch an dieser Stelle, dass Satans Vorschlag war, dass Gott ihn selbst antastete. Doch Gott überlässt es dem Satan. Das Böse kommt nicht von Gott, sondern von Satan. Dieser konnte im Übrigen Hiob auch gar nichts anhaben, solange Gott es nicht zuließ. Doch in Römer 8 Vers 28 heißt es: "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten gereichen, die zum Besten dienen, die, die nach dem Vorsatz berufen sind." Das, was über Hiob kommen sollte, sollte nicht umsonst sein. Es sollte ihm, ja auch ihm zum Besten dienen, ihm und dem ganzen Universum, obwohl er es selbst nie erfuhr, soweit wir es wissen aus der Bibel, warum er das alles zu durchleiten hatte.

In Offenbarung, Kapitel 12 und dort Vers 7, ab Vers 7 bis 9, dort lesen wir folgendes: "Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften. Aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen." Wir sehen, dieser Kampf, dieser kosmische Konflikt begann im Himmel. Aber es war nicht einfach nur ein Konflikt, es war kein physischer Konflikt. Das Wort, das hier für Kampf steht oder das hier mit Kampf übersetzt wird, ist das Wort "Polemos". Und das kennen wir aus dem Deutschen von der Polemik, einer Auseinandersetzung, wo quasi Ideen ausgetauscht werden, wo quasi ein Streit der Gedanken und der Ideen. So war es hier eben, dass Satan eine Rebellion im Himmel auslöste, weil er nicht zufrieden mit seiner Stellung war. Und er zog viele der Engel auf seine Seite, bis diese Rebellion ein Ausmaß annahm, dass es den himmlischen Frieden bedrohte und Satan samt seinen Engeln, die ihm anhingen, aus dem Himmel ausgeschlossen wurden.

In 1. Mose Kapitel 3 Vers 14 lesen wir dann davon, wie Satan sich in den Frieden dieser frisch geschaffenen Welt einmischte. 1. Mose Kapitel 3 ab Vers 1 bis Vers 4 lesen wir aber: "Die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte. Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft? Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen. Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt. Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben." Was für eine Lüge! Der Konflikt, der im Himmel begann, verlagerte sich relativ schnell nach ihrer Erschaffung auf dieser Erde.

In Zacharias Kapitel 3 Verse 1 bis 2, was auch unser Merkvers in dieser Woche ist, lesen wir folgendes: "Und er ließ mich den hohen Priester Jeschua sehen, wie er vor dem Engel des Herrn stand. Der Satan aber stand zu seinen Rechten, um ihn anzuklagen. Da sprach der Herr zum Satan: Der Herr schelte dich, du Satan! Ja, der Herr schelte dich. Er, der Jerusalem erwählt hat, ist dieser nicht ein Brandscheid, das aus dem Feuer herausgerissen ist?" Satan ist ein Verkläger, er verleitet die Menschen zur Sünde und dann bringt er sie vor Gott und sagt: "Guck mal, Gott, was der nicht alles Schlimmes getan hat. Du kannst ihn gar nicht begnadigen, du kannst nicht gnädig sein, es ist ungerecht. Du musst ihn genauso bestrafen, denn wenn du ihn nicht bestrafst, dann darfst du mich und meine Engel auch nicht bestrafen."

Wir schlagen Matthäus Kapitel 4 und dort Vers 1 auf. Der Kampf ging weiter und Jesus kam auf diese Welt und der Satan sah seine Chance. Und im Vers 1 im vierten Kapitel des Matthäusevangeliums lesen wir: "Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht werden würde, und das tat er auch." Er versuchte Jesus, doch Jesus überwand in allem, und nur dadurch konnte sein Opfer auch vom Vater angenommen werden. Hätte er auch nur mit einem Gedanken gesündigt, so hätte er nicht das perfekte Leben geführt, das notwendig war, um es als Lösegeld für die gefallene Menschheit einzutauschen. Der Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis, zwischen Michael und dem Drachen, fand in dieser Begegnung einen seiner Höhepunkte. Hier wurde eine der wichtigsten Schlachten im großen Kampf ausgefochten, und am Kreuz war dann klar, wer der Sieger ist.

Im ersten Petrus und dort Kapitel 5, Vers 8. Erster Petrus, Kapitel 5, Vers 8. Lesen wir: "Seid nüchtern und wacht, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann." So wie auch Jesus in der Wüste gewacht hat, wie er auch nachts gebetet hat, jeden Morgen früh aufgestanden ist, um die Gemeinschaft mit seinem Vater zu suchen. In gleicher Weise müssen auch wir wachsam sein, auch wir müssen die Gemeinschaft zu unserem himmlischen Vater suchen, denn der Teufel will uns verschlingen. Der wird keine Möglichkeit oder keine Gelegenheit auslassen, um sein Ziel zu erreichen, um Menschen zu verführen und auf seine Seite zu ziehen.

Doch Gott sei Dank kam Christus, um eine Sache zu tun. Erster Johannes, Kapitel 3, Vers 8: "Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre." Jesus kam, um diese Werke des Teufels zu zerstören. Im Schatzkammer der Zeugnisse, Band 2, auf Seite 91, Absatz 2, lesen wir folgendes: "Satan ist unauffällig an der Arbeit, aber nur wenige haben eine Vorstellung von seiner Emsigkeit und Tücke. Das Volk Gottes muss gewappnet sein, dem schlauen Feinde zu begegnen, denn diesen Widerstand fürchtet Satan. Besser als wir erkennt er die Grenzen seiner Macht und er weiß, wie leicht er überwunden werden kann, wenn wir ihm entgegentreten und Trotz bieten. Der schwächste Gläubige ist durch die Kraft Gottes für Satan und dessen Engelheer mehr als nur ein ebenbürtiger Kämpfer, und wenn es auf die Probe ankäme, könnte er seine überlegene Kraft wohl beweisen. Deshalb ist Satans Schritt geräuschlos. Seine Bewegungen sind unauffällig und sein Angriff getarnt. Er wagt nicht, sich offen zu zeigen, damit er die schlummernden Kräfte der Christen nicht wecke und sie zu Gott ins Gebet flüchten."

Das tat er schon damals im Garten Eden bei Eva. Hätte er sich offen gezeigt, hätte sie sofort gewusst: Das ist der Widersacher, das ist der Feind, und sie wäre weggelaufen. Aber er hat sich getarnt als jemand, der Gutes wollte, und konnte sie so in die Irre führen. Und so versteckte sich dieser Widersacher Gottes oft hinter anderen Personen. Im Garten Eden war es die Schlange, und später bediente er sich Menschen als Werkzeuge, die sich ihm zur Verfügung stellten. So finden wir zum Beispiel in den Büchern Jesaja und Hesekiel Passagen, die vordergründig an Menschen gerichtet sind. Aber wenn wir genauer hinschauen, sehen wir, dass es eigentlich an diesen Widersacher gerichtet ist, an dieser Person, die sich hinter diesen Menschen versteckt.

Und so schlagen wir auf Jesaja Kapitel 14 und dort die Verse 12 bis 14. Dort lesen wir: "Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern! Wie bist du herabgefallen vom Himmel, du Glanzstern!" Dieser Glanzstern, im Hebräischen steht das Wort "Helel", was im Lateinischen mit Lucifer übersetzt wird, und daher haben wir auch seinen Namen: Sohn der Morgenröte. "Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhe und dem Allerhöchsten mich gleich machen." Wir sehen, da ist es so selbstbezogen: Ich, ich, ich, immer nur ich. Er wollte das, er wollte dies, er wollte sich dem Allerhöchsten gleich machen. Der Egoismus hatte seinen Ursprung in Satan. Und Satan war hier zunächst ein Engel, ein Diener Gottes, Lucifer. Doch er entschied sich, zum Widersacher zu werden. Er war nicht mit dem zufrieden, was Gott ihm zugeteilt hatte, sondern wollte mehr. Er wollte dem Allerhöchsten gleich sein.

In Ezekiel Kapitel 28 finden wir weitere Hinweise darauf, wie dieser Engel war und was in ihm vorgegangen sein muss, dass er sich gegen seinen Schöpfer erhob. Und hier lesen wir ab Vers 12: "Menschensohn, stimme ein Klagelied an über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht Gott, der Herr: O du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit. In Eden im Garten Gottes warst du. Mit allerlei Edelsteinen warst du bedeckt: mit Sardis, Topas, Diamant, Chrysolit, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir; am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet. Du warst ein gesalbter, schützender Cherub. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde. Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden, und du hast gesündigt. Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt. Dein Herz hat sich überhoben wegen deiner Schönheit. Du hast deine Weisheit um deines Glanzes willen verderbt. So habe ich dich auf die Erde geworfen und dich vor den Königen zum Schauspiel gemacht. Mit deinen vielen Missetaten, durch die Ungerechtigkeit deines Handelns hast du deine Heiligtümer entweiht. Da ließ sich ein Feuer von dir ausgehen, das dich verzerrte, und ich habe dich zu Asche gemacht auf der Erde vor den Augen aller, die dich sahen."

In diesem Abschnitt erfahren wir, dass Lucifer ein Cherub war, und wenn wir das Heiligtum studieren, dann sehen wir, dass die Cherubim am Thron Gottes dienten, dass sie direkt dort waren, wo Gott selbst thronte, wo er herrschte. Und wir sehen, dass ihr Blick geneigt war auf das Gesetz Gottes, das Gesetz, das seinen Charakter widerspiegelt. Hier wird berichtet, dass er inmitten der feurigen Steine war. Diese Steine erinnern an die Steinplatten, die Mose am Berg Sinai bekommen hatte. Außerdem ist das Feuer in der Bibel unter anderem ein Symbol für die Liebe Gottes. Das finden wir in Hohelied, Kapitel 8, Vers 6.

In "Patriarchen und Propheten", Kapitel 11, lesen wir: "Obwohl alle seine Pracht von Gott war, betrachtete dieser mächtige Engel sie schließlich als ihm zukommend. Angesehener als die anderen der himmlischen Schar, war er mit seiner Stellung doch nicht zufrieden. Er begehrte jene Huldigung, die allein dem Schöpfer gebührt. Anstatt Gott bei allen Geschöpfen zum Höchsten zu erheben, bemühte er sich, ihre Anhänglichkeit für sich zu gewinnen. Ihn verlangte nach der Herrlichkeit, mit der der unendliche Vater seinen Sohn ausgestattet hatte. Dieser Engelsfürst erstrebte das alleinige Hochheitsrecht Christi. Damit war die vollkommene Eintracht des Himmels zerstört."

Zu der Zeit, als Satan Hiob gezeigt wird, war der Konflikt bereits im vollen Gange. Satan wurde aus dem Himmel herausgeworfen und kam nur noch zu diesen Versammlungen als Vertreter der Erde vor Gott. Wie schrecklich wäre es gewesen, wenn Gott Satan einfach freier Hand gelassen hätte, um zu tun und zu lassen, was er wollte. Doch Gott sei gedankt, dass er das nicht so hat kommen lassen.

In Johannes Kapitel 12 und dort Verse 31 und 32 lesen wir folgendes: "Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden, und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen." Wiederum spricht Jesus und er sagt, dass Satan ein besiegter Feind ist. Noch darf er in dieser Welt wirken, doch das Urteil über ihn ist bereits gesprochen. Und Jesus prophezeite, dass er, wenn er empor gehoben wird, wenn er quasi am Kreuz für unsere Sünden sein Leben lassen würde, dass er dann alle zu sich ziehen wird.

In Johannes Kapitel 15 Vers 13 lesen wir: "Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde." Jesus sah dich und mich als seinen Freund, denn er gab sein Leben für uns. Und wenn man sich so einen Freund vorstellt, fühlt man sich dann nicht auch zu ihm hingezogen? Ein Freund, der alles stehen und liegen lassen würde, alles geben würde, nur damit du leben kannst.

In Philipper Kapitel 2 Verse 5 bis 11 sehen wir außerdem den krassen Unterschied zwischen Christus und Satan. Philipper Kapitel 2 ab Vers 5: "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie ein Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechts an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in den Namen Jesus sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters."

Zum einen sehen wir hier, dass Jesus sich gedemütigt hat bis aufs Äußerste im Vergleich zu Satan, der sich selbst erhöhen wollte. Doch Satan ist gefallen und Jesus wurde erhöht. Außerdem sehen wir, was für eine Liebe Christus zu den Menschen hatte, zu dir und zu mir, dass er wirklich alles aufgegeben hat und dieses Risiko eingegangen ist, dass er hier, wenn er auch nur einen Fehler gemacht hätte, wäre sein Leben verwirkt gewesen.

In Offenbarung Kapitel 12 und dort Vers 10 bis 12 lesen wir folgendes: "Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus. Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte, Tag und Nacht. Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod. Darum seid fröhlich, Himmel und die, die darin wohnen! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer, denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat."

Der Teufel hat nur wenig Zeit und er weiß das. Deswegen versucht er alles, was in seiner Macht steht, um Menschen auf seine Seite zu ziehen, um Menschen zu verführen. Doch durch das Blut des Lammes kann er überwunden werden.

Wir lesen aus "Der große Kampf", Seite 619: "Wie Satan Esau beeinflusste, gegen Jakob zu ziehen, so wird er in der trübseligen Zeit die Bösen aufwiegeln, Gottes Kinder umzubringen. Wie er Jakob anklagte, so wird er seine Anklagen auch gegen Gottes Volk vorbringen. Er zählt die Welt zu seinem Herrschaftsgebiet, aber die kleine Schar, die die Gebote Gottes hält, widersteht seiner Oberherrschaft. Könnte er diese von der Erde vertilgen, so würde sein Sieg vollkommen sein. Er sieht, dass heilige Engel sie bewahren und nimmt an, dass ihre Sünden verziehen worden sind. Aber er weiß nicht, dass ihre Fälle im himmlischen Heiligtum entschieden wurden. Er kennt genau die Sünden, zu denen er sie verführt hat, und stellt diese Gott im grellsten Licht dar und behauptet, dieses Volk verdiene es ebenso sehr, von der Gnade Gottes ausgeschlossen zu werden, wie er selbst. Er erklärt, der Herr könne von Rechts wegen ihrer Sünden nicht vergeben, ihn und seine Engel jedoch vertilgen. Er beansprucht sie als seine Beute und verlangt, dass sie zur Vernichtung ihm überantwortet werden. Während Satan Gottes Kinder wegen ihrer Sünden verklagt, gestattet ihm der Herr, sie bis zum Äußersten zu versuchen. Ihr Gottvertrauen, ihr Glaube und ihre Entschiedenheit werden schwer geprüft. Wenn sie die Vergangenheit überblicken, sinkt ihre Hoffnung, denn in ihrem ganzen Leben können sie wenig Gutes entdecken. Sie sind sich ihrer Schwachheit und Unwürdigkeit völlig bewusst. Satan versucht sie mit dem Gedanken zu erschrecken, dass ihre Fälle hoffnungslos seien, dass der Makel ihrer Verunreinigung nie ausgewaschen werden könne. Er hofft damit, ihren Glauben so zu vernichten, dass sie seinen Versuchungen nachgeben und ihre Treue gegen Gott aufgeben."

Satan lässt, wie gesagt, nichts unversucht, um uns zu entmutigen, niederzudrücken und uns unsere Mut und unsere Hoffnung zu nehmen, so dass wir an einen Punkt kommen, wo wir denken: Was soll's, können wir genauso gut seinen Versuchungen nachgeben. Doch in Römer Kapitel 3 Vers 26 lesen wir: "Als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den Rechtfertigen, der aus dem Glauben an Jesus ist." Durch Jesu Tod kann er uns rechtfertigen, er kann uns erretten. Wenn wir gerechtfertigt vor dem Vater stehen, dann können wir auch das Gericht überstehen.

In Hebräer 2 Vers 14 lesen wir: "Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den aus der Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel." Nur dadurch, dass Christus Mensch wurde und am Kreuz stellvertretend für unsere Schuld zahlte, war es möglich, dass wir den Tod nicht mehr fürchten müssen, sondern Hoffnung haben können auf ein ewiges Leben bei Gott. Niemand ist Satan hilflos ausgeliefert. Jeder Mensch hat die Möglichkeit zu entscheiden, auf welche Seite er stehen möchte, wem er dienen möchte.

In Jesaja Kapitel 43 die Verse 11 bis 13, da lesen wir folgendes. Jesaja Kapitel 43 die Verse 11 bis 13 lesen wir: "Ich bin der Herr, und außer mir gibt es keinen Retter. Ich habe verkündigt, gerettet und von mir hören lassen, und bin nicht fremd unter euch, und ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, dass ich Gott bin. Ja, von jeher bin ich derselbe, und niemand kann aus meiner Hand erretten. Ich wirke, wer will es abwenden?" Wir sind die Zeugen Gottes. Wir zeugen davon, dass Gott gut ist, dass er errettet. Niemand, nicht einmal der Satan selbst, kann uns aus seiner Hand entreißen.

Im ersten Korinther Kapitel 4 Vers 9 finden wir eine Antwort darauf, warum Gott so viele Dinge zulässt. Im ersten Korinther Kapitel 4 Vers 9: "Es scheint mir nämlich, dass Gott uns Apostel als die Letzten hingestellt hat, gleichsam zum Tod bestimmt, denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen." Diese Situation oder dieser Vers, den Paulus auf die Apostel bezieht, können wir auf die ganze Menschheit beziehen. Wir alle sind ein Schauspiel geworden, den Engeln und den Menschen, und vor allem den Engeln, den nicht gefallenen Wesen. Alle Welten, die Gott sonst geschaffen hat, die nicht gefallen sind, beobachten den Kampf, der hier auf dieser Erde ausgetragen wird. Und Gott möchte allen zeigen, welche Konsequenzen und welche Folge die Sünde hat, wie schrecklich und abscheulich sie ist, so dass es keinen gibt, der auch nur den einen Hauch eines Zweifels haben könnte, dass Gottes Entscheidung, alle Sünde und jeden Sünder zu vernichten, der seine Sünde nicht aufgeben möchte, und den Satan auch zu vernichten, dass absolut niemand daran zweifeln kann, dass diese Entscheidung gerecht ist und dass sie das Beste ist für das ganze Universum.

Alle schauen gespannt, was hier auf dieser Erde passiert. Und wir haben vorhin schon Römer Kapitel 8 Vers 28 gelesen, und wir wissen, dass alle Dinge, die hier passieren, alle Dinge, die denen passieren, die Gott lieben, dass sie ihnen zum Besten dienen. Gott musste vieles zulassen, damit der Charakter des Bösen im ganzen Universum offenbart werden konnte, damit jeder sehen konnte, dass Satan ein Mörder ist, dass er ein Lügner ist, dass er alles, wenn er könnte, Gott selbst töten würde.

Doch wir haben die Hoffnung auf diese neue Welt ohne Leid, ohne Tod, so wie in Offenbarung Kapitel 21 Verse 24 und 5 beschrieben wird. Offenbarung Kapitel 21 Vers 24 und 5: "Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, nun der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er sprach zu mir: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss." Gott wird alles neu machen. Diese Worte sind wahrhaftig und gewiss. Dies ist unsere Hoffnung. Lasst uns gemeinsam in dieser Welt wirken und arbeiten, damit Jesus bald wiederkommen kann und damit wir von dieser Welt voller Leid, Schmerz und Tod, dass wir davon befreit werden können. Seid nicht entmutigt, wenn schlimme Dinge passieren, sondern tröstet euch mit den Worten Gottes. Er ist bei euch, egal was passiert. Lasst nicht zu, dass euch irgendjemand oder irgendetwas anderes eingeredet wird.

Im Psalm 34 Vers 19 lesen wir: Psalm 34 Vers 19: "Der Herr ist nahe denen, die zu gebrochenen Herzen sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind." Lasst uns beten. Herr Jesus Christus, wir danken dir für dein Wort. Wir danken dir dafür, dass du uns die Möglichkeit gibst, diesen Kampf, der in dieser Welt herrscht, besser verstehen zu können. Danke, Herr, dass du alle Vorkehrungen vorbereitet hast und getroffen hast, die notwendig sind, dass wir der Macht Satans nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern dass wir die Möglichkeit haben, zu dir zu kommen, dass wir die Kraft von dir beziehen können, die wir brauchen, um überwunden zu sein. Herr, danke, dass du uns ein Vorbild warst, dass du gezeigt hast, dass ein Leben ohne Sünde möglich ist. Und danke auch für die anderen Vorbilder, die du uns in deinem Wort geschenkt hast. Danke, dass wir ihr Leben studieren dürfen und dass wir daraus lernen dürfen.

Herr, bitte sei du bei uns und bereite du uns vor auf die Zeiten, die vor uns liegen. Herr, nur du weißt, was kommen wird, und wir vertrauen dir, dass du uns als der gute Hirte, der du bist, auf den richtigen Weg leitest. Hilf uns, Herr, deine Stimme zu hören und vor allem sie zu erkennen und zu wissen, dass du es bist, der uns ruft. So sei du bei uns, Herr, und stärke uns in unserem Glauben und hilf uns, bessere Zeugen sein zu können, dass wir anderen Menschen davon erzählen können, dass du bald wiederkommen möchtest, dass auch sie sich vorbereiten können. So sei du bei uns, Herr, und hilf uns. In deinen Namen bitten wir. Amen. Ich danke euch, dass ihr eingeschaltet habt und verabschiede mich bei euch bis zur nächsten Folge der CSH. Ich wünsche euch Gottes Segen. Amen.


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