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In dieser Cannstatt Study Hour-Folge, gehalten von Bogdan Tanase, wird das Thema der Nachfolge Jesu anhand des Lukasevangeliums beleuchtet. Es wird untersucht, was wahrer Glaube bedeutet, wie er sich in Gehorsam und Dankbarkeit zeigt und wie er sich von dämonischem Glauben unterscheidet. Die Predigt kritisiert die Heuchelei der Pharisäer und betont die Bedeutung der Furcht Gottes, die in der Liebe zu ihm und dem Hass auf das Böse wurzelt. Weiterhin werden die Themen des Bekenntnisses zu Jesus, der Sünde gegen den Heiligen Geist und die Ermahnung zur Wachsamkeit behandelt, wobei die Jünger aufgefordert werden, ihr Leben nach Jesu Beispiel auszurichten und nicht nach weltlichem Reichtum zu streben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q2: Das Evangelium nach Lukas

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge der Cannstatt Study Hour. Diese Woche mit dem Thema "In der Nachfolge Jesu". Und bevor wir anfangen, möchten wir wie gewohnt ein Gebet sprechen. Unser himmlischer Vater, wir danken dir für dein Wort und dass wir wieder die Möglichkeit haben, das gemeinsam zu studieren. Bitte sei du jetzt bei uns und führe und leite uns durch deinen Heiligen Geist und zeige uns, wie wir jeden Tag dir nachfolgen können als deine treuen Jünger. Hab Dank für alles im Namen Jesu. Amen.

[0:51] Der Merkvers diese Woche ist in Lukas Kapitel 17 und dort Vers 5. Wir lesen dort: "Und die Apostel sprachen zum Herrn: Mehre uns den Glauben!" Als ich diesen Vers gelesen und für mich studiert habe, habe ich zwei Aspekte darin entdeckt. Bei dem ersten geht es darum, ob wir den richtigen Glauben überhaupt haben. Denn die Apostel waren der Meinung, dass sie Glauben haben, aber dass er noch zu gering ist. Doch die Antwort Jesu lehrt uns etwas. Und zwar sagt Jesus in Vers 6: "Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanze dich ins Meer, und er würde euch gehorchen." Also Jesus zeigt ihnen, dass sie kaum wahren Glauben haben, denn wenn er nur so klein wie ein Senfkorn wäre, würde das ausreichen, um Unmögliches zu vollbringen. Es ging also nicht so sehr darum, den Glauben zu stärken, sondern es geht darum, den richtigen Glauben zu haben.

[2:09] Im weiteren Verlauf dieses Kapitels, gerade die Verse 7 bis 10, eigentlich bis 19, gibt Jesus noch mal Sinnbilder und verdeutlicht, welche Eigenschaften der wahre Glaube hat. Wir lesen in den Versen 7 und 8: "Wer aber von euch wird zu seinem Knecht, der pflügt oder weidet, wenn er vom Feld heimkommt, sogleich sagen: Komm her und setze dich zu Tisch. Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendbrot, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe, und danach sollst du essen und trinken." Wir lernen hier, dass die Nachfolger Jesu einen gehorsamen Glauben brauchen. Der wahre Glaube ist gehorsam.

[2:55] In den Versen 9 bis 10 lesen wir: "Dankt er wohl jenem Knecht, dass er getan hat, was ihm befohlen war? Ich meine nicht. So sollt auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, sprechen: Wir sind unnütze Knechte. Wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren." Und hier sehen wir, dass der wahre Glaube keinen Dank erwartet. Er tut es, weil er erkennt, dass es seine Aufgabe und seine Pflicht ist, das zu tun. Aber er erwartet keine Gegenleistung, keinen Dank.

[3:31] Und in den Versen 11 bis 19 lesen wir die Geschichte von den zehn Aussätzigen, die zu Jesus kommen. Aber nur ein einziger kommt dann auch wieder zu ihm zurück, weil der auch noch ein Samariter ist. Und er dankt Jesus dafür, dass er ihn geheilt hat. Also der wahre Glaube ist in allem dankbar.

[3:54] Die Bibel unterscheidet zwischen rettendem und dem dämonischen Glauben. Das wissen wir aus dem Jakobusbrief und dort Kapitel 2 und Vers 19. Jakobus Kapitel 2 Vers 19. Dort lesen wir: "Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt. Du tust wohl daran, denn auch die Dämonen glauben es und zittern." Die Dämonen glauben also. Aber wo ist jetzt der Unterschied zwischen dem rettenden und dem dämonischen Glauben? Der Unterschied liegt daran, dass der rettende Glaube etwas tut. Die Dämonen, die wissen sogar, es ist nicht einfach nur der Glaube, sondern sie wissen, dass es Gott gibt. Sie haben ihn gesehen und trotzdem tun sie nicht seinen Willen. Deswegen ist der dämonische Glaube derjenige, der zwar Dinge annimmt, dass Gott da ist. Der rettende Glaube aber nimmt nicht nur an, sondern ist auch gehorsam.

[5:04] Zu einigen seiner Zeitgenossen musste auch Jesus selbst sagen: "Was heißt ja mich aber herher und tut nicht, was ich euch sage." Der rettende Glaube und der Gehorsam lassen sich nicht voneinander trennen.

[5:32] So gibt es einige, die in der Bibel schon ein bisschen Schwierigkeiten damit haben. Denn wir werden aus Glauben gerettet, gerechtfertigt und nicht aus Werken. Aber das Tun lässt sich nicht vom Glauben trennen.

[5:51] Der zweite Aspekt, der mir aufgefallen ist, ist, dass der Glaube eine Gabe ist, die mit der Ausübung wächst. Und in diesem Sinne kann natürlich auch der Glaube mehr werden und wachsen. Wenn ich jetzt in Hebräer Kapitel 11, Vers 1, haben wir die Definition des Glaubens. Hebräer Kapitel 11 und dort Vers 1, da lesen wir: "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht." Wenn wir im Glauben annehmen, was Gott uns gezeigt und befohlen hat und wir seinen Willen tun, dann wird er uns treu sein und uns beistehen. Wir werden Erfahrungen mit ihm machen. Durch diese Erfahrungen wird unser Glaube wachsen und gestärkt werden. Aber wir müssen, wir müssen unseren Glauben erstmal benutzen. Wir müssen ihn erstmal in Anspruch nehmen. Wir müssen ihn ausüben. Nur so kann er auch wachsen.

[7:00] Er muss gepflegt werden, so wie eine Pflanze Pflege braucht, die Wasser braucht. Wenn sie nicht weiter bewässert wird, wird sie irgendwann austrocknen und sterben.

[7:09] In Lukas Kapitel 11 und ab Vers 37 gibt es einen Pharisäer und während Jesus noch redete, kam er und lud ihn zu sich nach Hause ein. Also es scheint ihm so wichtig gewesen zu sein, dass er Jesus nicht mal ausreden ließ, sondern er fiel ihm das Wort und lud ihn zu sich nach Hause ein. Mit dem Ergebnis, dass Jesus tatsächlich zu ihm kommt, er kommt in sein Haus, aber er lässt, er fängt sofort an sich auch in seinem Haus umzuschauen und zu korrigieren, was nicht stimmt.

[7:47] In Vers 38 lesen wir: "Der Pharisäer aber verwunderte sich, als er sah, dass er sich von dem Mittagsmahl nicht gewaschen hatte." Diese Waschung vor dem Mittagsmahl ist im Alten Testament nicht zu finden und somit auch kein Gebot Gottes, sondern ein menschengemachtes Gebot. Diese Gebote hat Jesus abgelehnt.

[8:17] In Matthäus Kapitel 15 Vers 8 bis 9, das können wir mal zusammen aufschlagen, Matthäus Kapitel 15 Vers 8 und 9, da zitiert Jesus aus Jesaja Kapitel 29 Vers 13. "Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Mund und ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie leeren Vortrag, die Menschengebote sind." Die Pharisäer haben ihre eigenen Gebote aufgestellt und wollten dadurch ihre Frömmigkeit zur Schau stellen und Ansehen und Anerkennung bei den Menschen bekommen. Doch Jesus zeigt hier ganz klar, das waren keine Gebote, die Gott erlassen hat. Also sie waren in dem Sinne nicht gotttreu, sondern eher untreu, denn sie taten nicht das, was Gott von ihnen verlangte, sondern das, was sie sich selbst auferlegten. Und nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Menschen und ihnen dadurch das Leben erschwerten.

[9:32] Wenn wir mal diese zitierte Stelle aufschlagen in Jesaja Kapitel 29 und dort ab Vers 13, weiter spricht der Herr: "Weil sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, während es doch sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht von mir nur angelerntes Menschengebot ist. Siehe, so will auch ich künftig mit diesem Volk wundersam, ja überaus wundersam und verwunderlich umgehen. Und die Weisheit seiner Weisen soll zunichte werden und der Verstand seiner Verständigen unauffindbar sein. Wehe denen, die ihren Plan vor dem Herrn tief verbergen, damit ihre Werke im Finsteren geschehen. Die sprechen: Wer sieht uns oder wer kennt uns? O eure Verkehrtheit! Soll denn der Töpfer den Ton gleichgeachtet werden oder das Werk von seinem Meister sagen: Er hat mich nicht gemacht? Oder soll das Geschöpf von seinem Schöpfer sagen: Er versteht es nicht?"

[10:33] Das war eines der Kernprobleme der Pharisäer, dass sie in ihrem Inneren waren sie Gott untreu, aber nach außen hin wollten sie den Schein wahren, als wären sie gerechte Menschen. Also hier im Jesaja finden wir schon eine recht eindeutige und ausführliche Beschreibung über diese Menschen, über dieses Verhalten, was sie an den Tag legten.

[10:57] In Vers 39 in Lukas Kapitel 11, wenn wir weiterlesen, steht: "Da sprach der Herr zu ihm: Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, euer Inneres aber ist voll Raub und Bosheit." Die Pharisäer sündigten also im Verborgenen. Ihre Äußerlichkeiten und Gebote einhalten, und dieses Gebote einhalten, dadurch versuchten sie Gott zu gefallen. Doch dadurch machten sie sich eigentlich eher vor Gott lächerlich, denn vor Gott kann niemand durch bloßes Einhalten von Geboten gerecht sein. Und auch Jesus bezeichnet hier in Vers 40 und 41 sie als "Thoren oder Narren". "Hat nicht der, welcher das Äußere schuf, auch das Innere gemacht? Geht nur von dem, was darin ist, Almosen, siehe, so ist euch alles rein."

[11:59] In Jesaja Kapitel 57 Vers 15 lesen wir, dass Gott nicht bei denen ist, die nach außen hin als gerechte Menschen erfunden werden können, von anderen Menschen, sondern wir lesen in Jesaja Kapitel 57 Vers 15: "Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name der Heilige ist: In der Höhe und im Heiligtum wohne ich und bei dem, der zerschlagenen und gedemütigten Geistes ist, damit ich den Geist der Gedemütigten belebe und das Herz der Zerschlagenen erquicke." Und auch der Psalmist schrieb, also David in seinem Psalm 51, wo er die Sünde bereut, die er getan hat, über den Mord an Urija und den Ehebruch mit seiner Frau Batseba, da schreibt er auch: "Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Herr, nicht verachten."

[12:45] Hier in Lukas 11 folgen nun drei, zunächst drei und dann später noch ein Weheruf über die Pharisäer, also insgesamt vier. Und die lesen wir jetzt ab Vers 42: "Aber wehe euch Pharisäern, dass ihr die Minze und Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht und die Liebe Gottes umgeht. Dies sollte man tun und jenes nicht lassen." Jesus spricht hier über den Zehnten und sagt, dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Das heißt, man sollte sehr wohl den Zehnten geben, aber was hat den Pharisäern gefehlt? Die Liebe Gottes, die Liebe zu unseren Mitmenschen. Das hatten die Pharisäer nicht an den Tag gelegt und das kritisiert hier Jesus. Er sagt, natürlich sollte man den Zehnten geben, aber man sollte auch die Liebe zu den anderen Menschen Liebe erweisen und das eine schließt das andere nicht aus. Nur weil ich jetzt den Zehnten gebe, heißt das nicht, okay, ich brauche meine Mitmenschen nicht lieben, weil ich habe meinen Teil vor Gott getan und umgekehrt genauso.

[14:14] In Vers 43 lesen wir: "Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr wie die unkenntlich gewordenen Gräber seid, über welche die Leute dahingehen, ohne es zu wissen." In Vers 42, noch mal kurz zurück, gibt es ein, der Zehnte ist offenbart, die Liebe zu Gott. Das heißt, wenn ich Gott liebe, dann werde ich ihm von dem zurückgeben, was er mir gegeben hat. Ich werde seine Gebote einhalten und da geht es auch um die Liebe zu den Mitmenschen. Also wir haben hier auch das zusammengefasste Gesetz und dass es nicht ausreicht, nur einen Teil einzuhalten, denn wenn ich ein Gebot übertrete, übertrete ich alle Gebote.

[14:46] Zurück zu Vers 43 und 44. "Wehe euch, Pharisäern, dass ihr den ersten Sitz in der Synagoge und die Begrüßungen auf den Märkten liebt. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr wie die unkenntlich gewordenen Gräber seid, über welche die Leute dahingehen, ohne es zu wissen." Wer die Anerkennung der Menschen mehr liebt, als die Anerkennung Gottes, ist wie ein unkenntlich gewordenes Grab, das andere verunreinigt. Das bedeutet für uns jetzt, dass es Menschen gibt, die nach außen hin wie gute Christen scheinen, aber im Endeffekt, dass sie durch ihre Untreue andere Menschen negativ beeinflussen.

[16:00] Anne White schreibt dazu im Manuskript 154 von 1897: "Der Tadel christlichen Pharisäer ist auf die anwendbar, welche ihre erste Liebe aus ihrem Herzen verloren haben. Eine kalte, gesetzliche Religion kann niemals Seelen zu Christus führen, denn es ist eine lieblose, unchristliche Religion. Wenn Gebete in einem selbstgerechtfertigten Geist ausgeführt werden, sind sie Gott ein Gräuel. Die feierliche zur Anbetung versammelte Gemeinde, die zur Schaustellung religiöser Riten, die äußerliche Demütigung, das auferlegte Opfer, all das verkündigt der Welt, die das ausüben, betrachten sich selbst als gerecht. Dies lenkt die Aufmerksamkeit auf den, der diese strengen Pflichten erfüllt und besagt, dieser Mann hat ein Anrecht auf den Himmel. Werke werden uns keinen Eintritt in den Himmel erkaufen. Das eine große Opfer reicht aus für alle, die da glauben."

[17:05] Wenn wir weiterlesen, Vers 45 und 56, da antwortete einer der Gesetzesgelehrten und sprach zu ihm: "Meister, mit diesen Worten schmierst du auch uns." Er aber sprach: "Wehe auch euch Gesetzesgelehrten, denn ihr ladet Menschen unerträgliche Bürden auf und ihr selbst rührt die Bürde nicht mit einem Finger an."

[17:28] Die Gesetzesgelehrten nutzen ihr Wissen über die Schrift aus, um widersprüchliche oder um Gebote aufzustellen, die es den Menschen unmöglich macht, diese einzuhalten. Und so wurde der Glaube oder das Glaubensleben mehr zu einer Last als zu einer befreienden Erfahrung. Zum Beispiel gab es die Regel, dass man am Sabbat nur tausend Schritte gehen durfte. Aber es gab die Ausnahme, dass wenn jemand einen zweiten Wohnsitz hatte, dann durfte er zu diesem Wohnsitz gehen und von dort aus nochmal tausend Schritte tun. Dann gab es noch die Regel, dass man am Sabbat keine Schnüre, keine Knoten knüpfen darf. Aber es gab die Ausnahme, dass in einen Frauengürtel durfte man einen Knoten rein machen, damit die Frauen ihre Gewänder zu machen und befestigen konnten. Und so gingen diese Gesetzesgelehrten und Pharisäer dann hin und nahmen einen Frauengürtel, um Wasser zu schöpfen. Denn ein normales Seil, da durften sie ja laut ihren eigenen Gesetzen keinen Knoten rein machen. Also Jesus sagt hier zu Recht, dass ihr ladet dem Menschen unerträgliche Bürden auf und ihr selbst rührt die Bürde nicht mit einem Finger an. Sie selbst hielten sich einen Ausweg noch frei, wie sie diese Gesetze umgehen konnten.

[19:10] In Verse 47 bis 51 lesen wir: "Wehe euch, dass ihr die Grabmäler der Propheten baut. Eure Väter aber haben sie getötet. So bestätigt ihr also die Taten eurer Väter und habt Wohlgefallen daran, denn jene haben sie getötet. Ihr aber baut ihre Grabmäler. Darum hat auch die Weisheit Gottes gesprochen: Ich will Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden etliche von ihnen töten und verfolgen, damit von diesem Geschlecht das Blut aller Propheten gefordert werde, das seit Grundlegung der Welt vergossen worden ist. Vom Blut Abels an bis zum Blut des Zacharias, der zwischen dem Altar und dem Tempel umkam. Ja, ich sage euch, es wird gefordert werden von diesem Geschlecht."

[20:00] Die Pharisäer verhielten sich widersprüchlich, denn auf der einen Seite verehrten sie die toten Propheten, aber die Lebendigen, die unter ihnen waren, die Gott gesandt hatte, um ihnen die Augen zu öffnen und um sie auf das kommende Reich Gottes vorzubereiten, diese verfolgten sie und wollten sie sogar umbringen.

[20:20] Interessant ist auch, dass hier in Vers 49 steht: "Darum hat auch die Weisheit Gottes gesprochen." Wenn man in Sprüche Kapitel 8 die Weisheit Gottes studiert, und es gibt auch eine Folge der CSH dazu, dann sehen wir auch, dass Jesus Christus die personifizierte Weisheit ist und dass er hier eigentlich selbst gesprochen hat. Er war es auch, der die Propheten und Apostel zu ihnen gesandt hat, um sie auf sein eigenes Kommen vorzubereiten.

[20:57] Verse 52 bis 54: "Wie ihr euch Gesetzesgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die, welche hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert." Und als er dies zu ihnen sagte, fingen die Schriftgelehrten und Pharisäer an, ihm hart zuzusetzen und ihn über vieles auszufragen, wobei sie ihn auflauerten und versuchten, etwas aus seinem Mund aufzufangen, damit sie ihn verklagen könnten.

[21:23] Dieser vierte Weheruf: "Wie ihr euch Gesetzesgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen." Dieser Weheruf besagt, dass Theologen suchenden Menschen daran hindern können, in das Reich Gottes einzugehen oder zu kommen.

[21:47] Diese Situation gab es bereits im finsteren Mittelalter, als damals die Kirche die Übersetzung des Wortes Gottes in andere Sprachen verboten hatte und es sogar unter Strafe stellte, so etwas zu besitzen. Die Verbreitung des Wortes Gottes war nicht erlaubt und die Kirche hatte sich selbst vorbehalten, die Schrift auszulegen und konnte dadurch natürlich das zu seinem Vorteil nutzen. Dadurch wurden auch etliche daran gehindert, in das Reich Gottes zu kommen.

[22:25] Kann so etwas auch in unserer Gemeinde geschehen, wenn das Wort Gottes auf eine verkehrte Art und Weise ausgelegt wird? Jeder Einzelne kann sich vor so etwas schützen, indem er wie die Beruaner selbst das Wort Gottes zur Hand nimmt und alles studiert, was er nachstudiert und prüft, was er irgendwo gehört hat.

[22:55] Die Reaktion der Pharisäer hier nach diesen ganzen Weherufen, die Jesus hier ausspricht, fällt zweierlei aus. Zum einen gibt es ein ehrliches Fragen. Und als er dies zu ihnen sagte, in Vers 53, fingen die Schriftgelehrten Pharisäer an, ihm auf deren Seite hart zuzusetzen und ihn über vieles auszufragen. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie sie hier reagieren konnten. Das eine ist das ehrliche Fragen, das zu einer Bekehrung führt, weil sie erkannt haben: Irgendetwas in meinem Denken, in meinem Verständnis ist verkehrt, und wenn es verkehrt ist, dann muss ich das ändern. Die andere Möglichkeit, wie sie reagieren konnten und was die meisten hier auch getan haben, war das unehrliche Fragen. Dieses unehrliche Fragen sucht eigentlich nur nach Zweifel, um sich dahinter vor Gott zu verstecken.

[23:55] In dieser Woche ist es auch wichtig, dass wir lernen und verstehen, was es bedeutet, Gott zu fürchten. Zum einen haben wir gesehen, wie die Pharisäer sich verhalten und Jesus selbst spricht darüber, dass wir das Pharisäertum meiden sollten. Wir sollten nicht so sein, wie die Pharisäer, die Heuchler sind. Das nächste ist jetzt die Furcht Gottes. Die Furcht Gottes ist notwendig, damit wir den rechten Weg einhalten und Gott treu bleiben. Was die Furcht Gottes genau bedeutet, darüber gibt es auch unterschiedliche Auffassungen.

[24:41] In der Bibel habe ich folgendes entdeckt, und zwar in Sprüche 8, Vers 13. Sprüche Kapitel 8 und dort Vers 13. Dort lesen wir: "Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen. Stolz und Übermut, den Weg des Bösen und einen verkehrten Mund hasse ich." Also die Furcht des Herrn bedeutet es, das Böse zu hassen.

[25:12] Wenn wir jetzt als Parallelvers oder Parallelstelle dazu in den Psalm 97 und dort Vers 10 gehen, dort lesen wir darüber, was es bedeutet, Gott zu lieben. Psalm 97, Vers 10: "Die den Herrn lieben, hasst das Böse." Somit ist die Furcht des Herrn die Liebe zu ihm. Wenn wir Gott fürchten, dann lieben wir ihn. Und wenn wir ihn lieben, dann fürchten wir uns auch davor, die Sünde zu tun, denn das verletzt ihn und das hat Jesus auch letztendlich ans Kreuz gebracht. Also die Furcht des Herrn bedeutet, Gott zu lieben. Um Gott zu lieben bedeutet es, nicht zu sündigen oder es zu vermeiden.

[25:59] In Johannes 14, Vers 23 lesen, sagt Jesus auch selbst. Johannes Kapitel 14 und dort Vers 23. Jesus antwortete und sprach zu ihm: "Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen."

[26:34] Die Aufforderung Gott zu fürchten, findet sich auch in der ersten der drei Engelsbotschaften. "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen."

[26:46] In Lukas Kapitel 12, Vers 4 bis 5 spricht auch Jesus darüber. "Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts Weiteres tun können. Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt. Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, den fürchtet."

[27:24] Jesus zeigt uns hier, vor wem wir uns fürchten sollen. Und er sagt eindeutig, wir sollen nicht davor Angst haben, vor dem Menschen, die uns nur unser Leben, unser irdisches Leben nehmen können, sondern wir sollen uns vor Gott fürchten, denn er hat die Macht, uns das ewige Leben zu geben oder aber auch es uns wieder zu nehmen.

[27:42] Wenn wir weiterlesen, hier Verse 6 und 7, lesen wir folgendes: "Verkauft man nicht fünf Spatzen um zwei Groschen, und nicht ein einziger von ihnen ist von Gott vergessen? Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht, ihr seid mehr wert als viele Spatzen."

[28:07] Gott kennt jeden Einzelnen von uns, und das sogar genauer als wir uns selbst. Er hat sogar die Haare auf unserem Haupt gezählt, und er hat uns so sehr lieb, dass er seinen eigenen Sohn in diese Welt sandte, damit wir nicht verloren gehen müssen, sondern das ewige Leben haben können. Und er hat alles gegeben, damit jeder errettet werden kann. Und das zeigt seine seine unendliche Liebe und Fürsorge für uns. Und er sagt hier auch, er bringt ja auch dieses Beispiel mit den Spatzen und macht noch mal deutlich, dass er sich um jedes Lebewesen kümmert. Und wenn er sich sogar um die Vögel kümmert, dann wird er sich erst recht um uns kümmern.

[29:06] In Matthäus 6 Vers 33 sagt Jesus uns auch, was wir tun sollen. Wir sollen uns nicht fürchten, sondern wir sollen Matthäus Kapitel 6 Vers 33 dort lesen: "Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden." Wir brauchen uns nicht um die alltäglichen Dinge des Lebens zu kümmern, denn Gott sorgt für uns. Alles, was wir tun müssen, ist seinen Auftrag auszuführen: "Geht hinaus und macht zu Jünger alle Völker." Und wenn wir uns darum bemühen, wenn das unser Ziel ist und unser Lebensinhalt, dann wird Gott uns alles andere hinzuschenken, was wir brauchen.

[29:50] Und hier geht es auch um solche Dinge wie Vers 31 lesen wir: "Was werden wir essen oder was werden wir trinken oder womit werden wir uns kleiden?" Gott sorgt für uns und gibt uns alles, wenn wir uns um sein Anliegen sorgen. Und das sind unsere Mitmenschen.

[30:08] In Römer Kapitel 14 Vers 17 lesen wir auch, was das Reich Gottes genau ist. Römer Kapitel 14 und dort Vers 17: "Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist." Wir sollen nach Gerechtigkeit streben, nach Frieden und nach der Freude im Heiligen Geist. Das sind die Dinge, die Gott von uns fordert.

[30:46] In Lukas 12 lesen wir weiter ab Vers 8. "Ich sage euch aber, jeder, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes. Wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes."

[31:09] Das Bekenntnis zu Jesus ist von großer Bedeutung. In 1. Johannes Kapitel 4 Vers 3 lesen wir zum Beispiel. 1. Johannes Kapitel 4 Vers 3. Lesen wir: "Und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt, und jetzt schon ist und jetzt schon ist er in der Welt." Wir sehen hier, jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott.

[31:51] Jeder, der sich zu Christus bekennt, scheut sich nicht davor, ihn zu bezeugen vor den Menschen und die Wahrheit zu verkündigen.

[32:11] Wir lesen weiter in Vers 10 bis 12: "Und jedem, der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden. Wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden."

[32:28] Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist auch ein Thema, das immer wieder für Gespräche und vielleicht auch Meinungsverschiedenheiten sorgt. Aber auch aus der Schrift, aus der Bibel können wir erkennen, dass es nicht darum geht, dass wir ein einmaliges Ereignis, eine einmalige, wie soll ich sagen, die Sünde gegen den Heiligen Geist ist kein Versehen. Es ist eine stetige Entscheidung gegen Gott, ein Auflehnen gegen Gott, wo sich unser Herz immer mehr verhärtet und irgendwann an einen Punkt dann kommt, wo Gott keinen Zugang mehr dazu hat. Das ist die Sünde gegen den Heiligen Geist, denn dann hat der Heilige Geist keinen Einfluss und keine Möglichkeit mehr, an unserem Herzen zu wirken.

[33:18] Wenn sie euch aber vor die Synagoge und vor die Fürsten und Oberigkeiten führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt, denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt."

[33:40] Jesus hat uns verheißen, dass uns der Heilige Geist zur rechten Zeit zur Seite stehen wird. Die Apostel zum Beispiel hatten immer gute Antworten in der Hand, zur Hand. Zum Beispiel Apostelgeschichte Kapitel 4 und dort Vers 13. Da lesen wir Apostelgeschichte Kapitel 4 und dort Vers 13: "Als sie aber in Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich, und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren."

[34:21] Also der Heilige Geist hat hier durch die Apostel gewirkt und zwar in so einer Weise, dass die Menschen erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren. Und obwohl sie ungelehrte Laien waren, sprachen sie doch Worte, die diese Menschen ins Herz trafen, wo sie wirklich danach verwundert waren.

[34:40] Man sagt, dass das liebste Kind der Furcht die Sorge ist. Wenn Jesus dich von der Furcht befreit, dann wirst du dich auch nicht mehr sorgen. Wenn sich einer aber doch sorgen sollte, so kann er sich noch mal die sieben Ratschläge anschauen, die Jesus in diesem Abschnitt gibt.

[35:05] Zum einen in Vers 1, Lukas Kapitel 12, Vers 1: "Sei kein Heuchler." In den Versen 2 und 3 lernen wir, dass wir an den Sieg des Evangeliums glauben sollen. In den Versen 4 und 5 lernen wir, dass wir uns nicht vor der Welt fürchten sollen. In den Versen 6 bis 7 lernen wir, dass wir fest an die Liebe Gottes glauben sollen. Und in den Versen 8 bis 9 geht es um das Bekenntnis des Glaubens vor dem Menschen. Auch sollen wir, wie in Vers 10, wo es um die Sünde gegen den Heiligen Geist geht, sollen wir der Sünde fliehen. Und der siebte Punkt ist, dass wir die Kraft des Heiligen Geistes entdecken.

[36:07] In 1. Petrus, Kapitel 5, Vers 7, spricht er auch hier über die Ängste und Sorgen, die uns manchmal plagen. Und dort lesen wir: "Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch." All diese Dinge, die uns beladen und belasten, können wir Gott abgeben.

[36:33] Ein junger Mann ist beim Austeilen seines Erbes nicht mit der Verteilung zufrieden. Und er kommt zu Jesus und legt ihm sein Anliegen vor. Und wir lesen das in Lukas, Kapitel 12, Verse 13 und 14. Es sprach aber einer aus der Volksmenge zu ihm: "Meister, sage meinem Bruder, dass er das Erbe mit mir teilen soll." Er aber sprach zu ihm: "Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt?"

[37:10] Jesus erkennt oder sieht, wie dieser Mensch behandelt worden ist, aber er macht sich selbst. Er geht nicht darauf ein, hier den Richter zu spielen, sondern er sieht auch, dass dieser junge Mann die Autorität Jesu ausnutzen möchte für seinen eigenen Vorteil. Kann es sein, dass wir vielleicht auch manchmal den Fehler machen, das auszunutzen? Gibt es vielleicht Situationen, wo wir auch mit Jesus und mit dem Wort Gottes so umgehen, dass wir es dazu benutzen, andere Menschen dazu zu bekommen, dass wir dann einen Vorteil daraus haben?

[37:57] In Vers 15 lesen wir weiter. "Er sagte aber zu ihnen: Habt acht und hütet euch vor der Habsucht, denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat." Und anschließend bringt jetzt Jesus dieses Gleichnis von dem reichen Narren.

[38:26] Wir lesen: "Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen. Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun, da ich keinen Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann? Und er sprach: Das will ich tun. Ich will meine Scheune abbrechen und größere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist und meine Güter aufspeichern und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre. Habe nun Ruhe, iss, trink und sei guten Mutes. Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr, in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird gehören, was du bereitet hast? So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott."

[39:12] In diesem Abschnitt gibt es ein paar interessante Punkte. Der eine ist zum Beispiel, wenn wir uns anschauen, wie dieser reiche Mann, dieser Dialog, wenn wir den mal betrachten, wie er spricht, was er sagt. Er redet sehr viel über sich selbst: Ich, ich, mir, mein. Und das zeigt eindeutig, dass er sehr selbstbezogen ist, sehr egoistisch ist. Er denkt nur an sich und nicht an die anderen. Gott segnet, damit wir auch anderen zum Segen werden. Doch in diesem Fall behält dieser Mann diesen ganzen Segen für sich selbst. Und Gott hat ihn offensichtlich gesegnet, denn seine Felder haben viel Frucht getragen. Doch anstatt es mit anderen zu teilen, behält er es und überlegt bei sich selbst. Und dann kommt immer wieder: Ich, ich, ich, mir, mir, mein, mein und so weiter. Und das hat mich auch dann die Stelle erinnert, in Jesaja Kapitel 14, Verse 12 bis 14, wo Luzifer auch sagt: "Ich möchte mich emporheben über meinen Thron, über die Sterne Gottes stellen und so weiter." Wir sehen, dass dieser Mann den Charakter Luzifers oder Satans widerspiegelt und nicht den Charakter Gottes. Deswegen warnt Gott vor der Habsucht, denn die ist ein Teil des Charakters Satans.

[40:42] Eine parallele Geschichte, was auch sehr gut hierzu oder aus dem Alten Testament, die hier auch, wo ein Mann sich genauso verhalten hat, ist Nabal, der Mann von Abigail, die später Davids Frau wurde. Als David mit seinen Männern zu ihm kommt, erbitten sie, dass er ihnen hilft und er schickt sie wieder weg und beleidigt auch noch David dabei. Und in der nächsten Nacht stirbt er dann oder am nächsten Tag. Und so ist es eben auch bei diesem Mann hier in diesem Gleichnis. Es liegt nicht in unserer Hand zu wissen, wann unser Leben vorbei ist und es kann jeden Augenblick vorbei sein. Deswegen sollten wir so leben, wie Gott es von uns möchte. Wir sollten die Liebe, die Gott uns erwiesen hat, auch anderen weitergeben und nicht selbstsüchtig für uns behalten.

[41:37] In Lukas 12 Vers ab Vers 35 lesen wir von Jesu Ermahnung zur Wachsamkeit. Da lesen wir: "Eure Lenden sollen gegürtelt sein und eure Lichter brennend und seid menschengleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun."

[42:13] Jesus ruft uns hier zur Wachsamkeit auf. Wir sollten jeden Tag so leben, als würde er morgen wiederkommen. Wir sollten immer bereit sein.

[42:30] Wenn wir weiterlesen im Vers 39 sagt er auch, dass er aber erkennt, wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb käme, so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint. Jesus beschreibt seine Wiederkunft wie die Ankunft eines Diebes. Der Dieb kommt unerwartet, aber wenn der Hausherr, wenn er wacht, dann gibt es keinen Zeitpunkt, an dem der Dieb ihn überraschen könnte. Und so sollen wir natürlich auch jederzeit wachsam sein und bereit sein auf die Wiederkunft Jesu. Denn wir wissen nicht, wann es sein wird.

[43:13] Gott hat uns in seiner Gnade bestimmte Dinge offenbart, wo wir sagen können, okay, die Wiederkunft ist nahe oder sie ist vielleicht noch fern. Wir können das aus der Bibel erkennen und uns darauf vorbereiten. Aber ein genaues Datum, so wie 1844 die Milleriten es angenommen hatten, dass es tatsächlich existent ist, das gibt es nicht. Und das ist wahrscheinlich auch gut so, denn es bewahrt uns davor, uns nur aus der Angst heraus vorzubereiten: Jesus kommt, jetzt noch schnell aufräumen, jetzt noch schnell meine ganzen Sünden in Ordnung bringen, schnell bekennen. Es offenbart einfach, wer ein treuer Gläubiger ist und wer es nur aus der Gelegenheit heraus tut, um einen Gewinn für sich zu bekommen.

[44:06] C.S. Lewis hat mal gesagt: "In der Geschichte stellen wir fest, dass diejenigen Christen am meisten für die gegenwärtige Welt taten, die am meisten über die nächste Welt nachdachten. Gerade weil die Christen weithin aufgehört haben, über die andere Welt nachzudenken, sind sie in der gegenwärtigen so unwirksam geworden. Trachte nach dem Himmel, und du wirst auch die Erde gewinnen. Trachte nach der Erde, und du wirst keins von beiden gewinnen."

[44:48] In Matthäus 28, Vers 18 bis 20 lesen wir über den Missionsauftrag. Jesus sagt: "Geht hinaus in die Welt und macht zu Jüngern alle Völker und Stämme und Sprachen." In Apostelgeschichte, Kapitel 1, Vers 8, gibt es wieder diesen Auftrag, wo Jesus dann zu seinen Jüngern sagt: "Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde." Die frohe Botschaft soll in die ganze Welt getragen werden.

[45:27] In Lukas 8 und dort Vers 5 bis 8 lesen wir ein Gleichnis vom Sämann, wo der Sämann hinausgeht, um seinen Samen zu säen. Und als er säte, fiel etliches an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf. Und anderes fiel auf den Felsen, und als es aufwuchs, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Und anderes fiel mitten unter die Dornen, und die Dornen, die mit ihm aufwuchsen, erstickten es. Und auch anderes fiel auf das gute Erdreich und wuchs auf und brachte hundertfältige Frucht. Und als er das sagte, rief er: "Wer Ohren hat zu hören, der höre!"

[46:11] Der Sämann, der den Samen ausstreute, war sich dessen wohl bewusst, dass der Samen nicht nur auf fruchtbarem Boden fällt, und doch hat er den Samen verstreut. Es ist wichtig, dass auch wir Gottes Wort verteilen. Denn wir wissen nicht, wo er doch vielleicht auf fruchtbarem Boden fällt. Und wir dürfen keine Angst davor haben, wenn wir den Samen verteilen, auch mal auf Widerstand zu stoßen. Das ist ganz natürlich, und das sehen wir auch aus diesem Gleichnis.

[46:45] Unsere Aufgabe ist es aber eindeutig, den Samen Gottes, also das Wort Gottes zu verteilen. Denn nur so können andere Menschen erreicht werden. Wenn wir sagen: "Wenn ich den Samen hier verteile, fällt er doch eh nur auf schlechten Boden", dann haben wir nicht die Möglichkeit herauszufinden, dass der eine Fleck vielleicht doch fruchtbarer Boden war. Also wir haben diese vier Böden, wo erstens das Wort fällt ins Ohr, aber nicht ins Herz sozusagen. Das ist der Weg, wo der Samen dann wieder zertreten wird. Dann gibt es den felsigen Untergrund, wo nicht genug Boden da ist, dass der Samen Wurzeln schlagen kann. Das heißt, es ist nur eine gelegentliche Beschäftigung mit dem Wort Gottes oder ein gelegentlicher Gottesdienstbesuch. Aber das reicht nicht aus.

[47:47] Bei den Dornen gibt es hier auch, es wächst was auf, aber es wird von den Dornen wieder erstickt. Es ist etwas da, was das Wort Gottes wieder unterdrückt, und das steht für ein geteiltes Herz. Und dann gibt es natürlich noch den fruchtbaren Boden, wo der Samen hundertfältige Frucht trägt.

[48:13] In Lukas Kapitel 8 Vers 9 bis 10 fragen die Jünger Jesu und sprechen: "Was bedeutet wohl dieses Gleichnis?" Er aber sprach: "Euch ist gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen, den anderen aber in Gleichnissen, damit sie sehen und doch nicht hören und doch nicht verstehen." Das Ergebnis von der Saat ist nicht von dem Samen abhängig, sondern vom Boden. Jeder Mensch erhält zunächst einen guten Boden, und das kommt darauf an, wie wir damit umgehen und was wir aus diesem Boden machen.

[49:04] Neben der Pflege unseres Herzens ist es auch wichtig zu wissen, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Hintergründe, Erfahrungen und damit auch unterschiedliche Herzen haben. Wenn wir sehen und ein Same geht nicht auf, so ist das kein Grund aufzuhören. Wir müssen konsequent an unserer Arbeit bleiben, und wenn Ergebnisse oft nicht gleich zu sehen sind, dürfen wir deswegen trotzdem nicht aufgeben.

[49:27] In Lukas Kapitel 22 Vers 24 bis 27, und das werden jetzt die letzten Verse sein, die wir uns anschauen. Lukas Kapitel 22, Verse 24 bis 27. Lesen wir.

[49:57] Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als Größter zu gelten habe. Er aber sagte zu ihnen: "Die Könige der Heidenvölker herrschen über sie, und ihre Gewalthaber nennt man Wohltäter. Ihr aber sollt nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste und der Führende wie der Dienende. Denn wer ist größer, der, welcher zu Tisch sitzt, oder der Dienende? Ist es nicht der, welcher zu Tisch sitzt? Ich aber bin mitten unter euch wie der Dienende. Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen."

[50:25] Während Jesus sich also auf seinen Tod vorbereitet, streiten die Jünger darüber, wer die höchste Stellung im Himmel haben wird. Und Jesus zeigt ihnen, dass derjenige, der die höchste Stellung inne hat, auch der größte Diener ist. Und das sehen wir an Gott, wenn wir uns überlegen, was er nicht alles für uns tut, damit wir gerettet werden können. Er hat keinen Stein auf den anderen gelassen, um uns das zu ermöglichen. Und wir sehen, dass er eigentlich unser größter Diener ist, obwohl er der Schöpfer und der Eigentümer des ganzen Universums ist und allem, was existiert.

[51:10] Und bereits zuvor hatten sich die Jünger mal gestritten in Lukas Kapitel 9, Vers 46 bis 48. Aber das gibt es als Hausaufgabe. Da darf sich jeder noch mal damit beschäftigen und zuschauen, was dort der Auslöser war.

[51:28] Und wir möchten festhalten, dass die Art und Weise, wie wir leben, sollte nicht heuchlerisch sein. Sie sollte nicht den Pharisäern entsprechen. Wir sollten uns nicht der Habsucht ergeben. Wir sollten unser Leben ganz nach Jesus ausrichten und das tun, was er uns in seinem Wort gegeben hat. Und die Liebe zu anderen Menschen auch seine Liebe erweisen, die so kostbar ist.

[51:50] Jeder, der schon mal in einem tiefen Loch war und der dann eine helfende Hand entgegengestreckt bekommen hat, weiß, wie wohltuend es ist, wenn sich dann doch jemand einem annimmt und einem weiterhilft. Und in diesem Sinne möchte ich euch aufrufen, euch vorzunehmen, wirklich noch mal dieses Thema ganz tief zu studieren und euch von Jesus verändern zu lassen, dass wir seinen Charakter annehmen. Denn Satan ist auch in der Welt und er versucht, genauso seinen Charakter in die Menschen reinzulegen. Und wir haben die Wahl. Wir können uns entscheiden: Möchte ich den Charakter Jesu annehmen oder den Charakter Satans?

[52:40] Euch weiterhin Gottes Segen beim Studium des Wortes und ich verabschiede mich und freue mich darauf, euch nächste Woche dann zu einem neuen Studium begrüßen zu dürfen, dann mit dem nächsten Thema. Ein gesegnetes Studium weiterhin.

[53:04] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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