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In dieser Cannstatt Study Hour-Ausgabe tauchen wir tief in die letzte Woche von Jesus in Jerusalem ein, wie sie im Lukas-Evangelium beschrieben wird. Wir beleuchten seinen triumphalen Einzug, die symbolische Tempelreinigung und die tiefgreifenden Ereignisse, die zu seiner Kreuzigung führten. Die Predigt erklärt die Erfüllung biblischer Prophezeiungen, die Bedeutung von Jesu Handlungen und seine Botschaft der Erlösung, die selbst in der Zerstörung Jerusalems und der Einsetzung des Abendmahls widerhallt.

In dieser Cannstatt Study Hour-Ausgabe wird die letzte Woche von Jesus in Jerusalem beleuchtet. Dominique Quinger betrachtet den Einzug Jesu in Jerusalem, die Tempelreinigung und die Bedeutung des Abendmahls. Dabei wird auf erfüllte Prophezeiungen eingegangen und die tiefere Bedeutung von Jesu Handlungen und Lehren für unser Leben aufgezeigt. Die Lektion ermutigt dazu, Jesus als König anzuerkennen und seinen Dienst im eigenen Leben zu reflektieren.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q2: Das Evangelium nach Lukas

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Wir sind froh, dass ihr euch wieder eingeschaltet habt, dass ihr mit uns das Lukas-Evangelium studieren wollt.

[0:32] Und wir betrachten heute das vorletzte Thema dieser Reihe mit dem Titel „Jesus in Jerusalem“. Und wir haben wirklich erkannt, wie diese letzte Woche, die Jesus auf dieser Erde vor seiner Kreuzigung in seinem Dienst gelebt und gewirkt hat, viele Ereignisse mit sich gebracht hat.

[1:01] Und wir wollen in diesem Studium einige davon betrachten. Und bevor wir das tun, möchte ich euch einladen, mit mir zusammen zu beten, um Gott einzuladen zu diesem Studium.

[1:15] Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir zu dir kommen können, dass wir in Ruhe dein Wort studieren dürfen und dass du uns immer wieder neue Erkenntnisse bereithältst und Schätze, die wir bergen dürfen. Und so bitte ich dich darum, dass du jetzt, wenn wir dieses Thema studieren, dass wir erfüllt sind durch deinen Heiligen Geist und dass wir nicht unsere eigenen Gedanken sprechen lassen, sondern dass wir deine Gedanken ein bisschen besser verstehen dürfen, wenn wir in deinem Wort forschen. Und so lade ich dich ein, jetzt mit uns zusammen in diesem Studium uns zu leiten. Wir danken dir dafür und bitten es in deinem Namen. Amen.

[2:12] Jetzt haben wir dieses Thema „Jesus in Jerusalem“ und wie ich schon gesagt habe, handelt es sich hier um diese letzte Woche. Und wir kennen sicherlich die Ereignisse: da gibt es den Einzug in Jerusalem von Jesus, da gibt es die Tempelreinigung, dann begegnet er seinen Gegnern, er hält das Abendmahl, er ist in Gethsemane und dann ist seine Kreuzigung, oder davor sind noch die Gerichtsverhandlungen, dann seine Kreuzigung und seine Auferstehung. All diese Ereignisse haben sich im Einzugsgebiet Jerusalem zugetragen. Und deswegen widmet Lukas auch einige Kapitel nur diesem Teil, und wir wollen heute einige dieser Ereignisse ansprechen und studieren.

[3:07] Und da möchte ich beginnen in Lukas 19, wo es auch um diesen Einzug in Jerusalem geht. In Lukas Kapitel 19, Vers 28, da heißt es: „Und als er das gesagt hatte, die Rede ist hier von Jesus, ging er voran und zog hinauf nach Jerusalem.“ Wenn wir den Beginn von Kapitel 19 uns anschauen, dann lesen wir von Zachäus und dieser Geschichte, die wir sehr gut kennen. Und wir lesen dort auch in Vers 1, dass sie sich in Jericho zugetragen hat. Und dann lesen wir in Vers 28, dass Jesus nach Jerusalem geht, um dann, wie wir wissen, wie viele andere auch, dort das Passahfest zu feiern. Natürlich Jesus mit seinem Dienst natürlich schon im Hinterkopf. Aber viele sind dort, viele sind dort hingegangen, das Volk ist dort hingegangen, um das Passah zu halten.

[4:10] Und diese Wegstrecke Jericho-Jerusalem, die beträgt so in etwa 80 Kilometer. Und so ist es anzunehmen, dass er die auch in Etappen aufgeteilt hat. Und eine wird uns genannt, das lesen wir in Vers 29: „Und es begab sich, als er nahe von Bethphage und Bethanien an den Berg kam, der Ölberg, heißt er, sandte er zwei Jünger.“ Also wir gehen davon aus, dass Jesus sich aufgemacht hat, dass er am Freitag in Bethanien angekommen ist und dass er wahrscheinlich dann am Sabbat dort geruht hat. Und am Sonntag lesen wir dann, wie er sich aufmacht, diese Passage, wie wir sie hier auch gelesen haben, nach Jerusalem.

[4:59] Und interessant ist auch jetzt, da heißt es in dem Vers, dass er hinauf zog nach Jerusalem. Die Höhendifferenz von Jericho, das so im Jordantal lag, nach Jerusalem beträgt auch 1000 Meter. Und so macht sich Jesus mit seinen Jüngern auf. Und dann heißt es, dass er diese zwei Jünger sandte. Und in Vers 30 lesen wir weiter: „Und sprach: Geht hin in das Dorf, das vor uns liegt, und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und bringt es her.“ Dieser Vers ist wirklich vollgepackt von interessanten Teilen. Wir lesen, dass Jesus diese Jünger aussendet und sie sollen in dieses Dorf gehen. Das heißt, Jesus gibt ihnen eine klare Anweisung, und das bedeutet, dass sie gehorsam sein müssen. Und da wir die Geschichte auch studiert haben, erfahren wir, dass Jesus genau wusste, was passieren würde. Er sagt: „Ihr werdet ein Füllen angebunden sehen.“ Jesus war Prophet, er wusste, was geschieht, und es trifft ein. Und die Jünger dürfen erleben, was Jesus ihnen sagt, was er ihnen aufträgt, dass sie erleben dürfen, wie es sich erfüllt, und es ihren Glauben stärkt.

[6:28] Und es hat sich aber auch viel mehr erfüllt als nur diese Tatsache, dass da wirklich dann später ein Füllen da ist, sondern wir lesen, dass sich eine Prophezeiung erfüllt hat, die schon viel älter ist. Und das lesen wir in Sacharja Kapitel 9. Und dort in Vers 9, da heißt es: „Du Tochter Zion, freue dich sehr, und du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eseln.“ Jesus hat diese Prophezeiung genau erfüllt. Und interessant ist, dass er hier dargestellt wird als der König, der kommt. Und zwei Attribute werden hier genannt, die ihn ausmachen. Da heißt es, er ist gerecht und er ist ein Helfer. Und das Wort, das für Helfer dort steht, bedeutet der Retter, der Erlöser. Jesus kommt zwar auf einem Esel, und das zeigt uns so ein bisschen, wie sein Königreich wirklich aussieht: ein Königreich der Demut und des Dienstes. Aber er ist der große König, und viel wichtiger ist nicht, wie er kommt, dass er nicht in großem Prunk kommt, sondern dass er mit der Erlösung kommt und als König. Und diese Prophezeiung erfüllt sich. Wir lesen davon in Lukas Kapitel 19.

[8:15] Und dann heißt es in Vers 31, Lukas Kapitel 19: „Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los? Dann sagt: Der Herr bedarf sein.“ Eine sehr interessante Sache hier auch wieder, dass er sich selber als Herr bezeichnet. Das ist zuvor in Lukas noch nicht passiert. Und hier macht er deutlich, dass er der Herr ist, dass er der König ist. Und dann lesen wir in Vers 32: „Und die er gesandt hatte, ging hin und fand es, wie er ihnen gesagt hatte.“ Alles, was er vorher gesagt hat, wie sie es finden werden, hat es sich eins zu eins erfüllt. Und man könnte hier fragen: Ja, ist es nicht ein Diebstahl, was hier hatte? Hat er seine Jünger nicht dazu aufgefordert, einen Diebstahl zu beginnen? Aber in Psalm 50 lesen wir einen interessanten Vers. Und wir könnten hier viele Verse natürlich angeben. In Psalm 50, Vers 10 heißt es: „Denn alles Wild im Walde ist mein, und die Tiere auf den Bergen zu Tausenden.“ Jesus ist der Schöpfer, wir wissen es, und ihm gehört alles. Und deswegen ist es auch hier, kann man auch hier nicht von Diebstahl sprechen.

[9:33] In Vers 33, Lukas 19, heißt es: „Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Herren zu ihnen: Warum bindet ihr das Füllen los? Sie aber sprachen: Der Herr bedarf sein.“ Und es scheint wohl, als ob das ausgereicht hat, und sie dieses Füllen mitnehmen konnten. In Vers 35 heißt es: „Und sie brachten es zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf.“ Wieder eine sehr interessante Handlung, die ich auch erst im Studium mir bewusst geworden ist, was das bedeutet, dass sie ihre Kleider vor Jesus aufbreiten, ausbreiten. Und es war ein Zeichen dafür, dass sie Jesus die Ehre gegeben haben, dass sie einem König die Ehre gegeben haben. Und wir lesen davon in 2. Könige 9, und dort in Vers 13. Und hier ist die Rede von Jehu. Vielleicht lesen wir schon ab Vers 12. Da heißt es: „Sie sprachen: Das ist nicht wahr, sage es uns an! Er sprach: So und so hat er mit mir geredet und gesagt: So spricht der Herr, ich habe dich zum König über Israel gesalbt.“ Und dann im Vers 13: „Da nahm jeder eilend sein Kleid und legte es vor ihn hin, auf die hohen Stufen, und sie bliesen die Posaune und riefen: Jehu ist König geworden!“ Es ist ein Zeichen dafür, dass sie den König anerkennen, dass sie ihm die Ehre geben. Und wenn man, wenn man sein Kleid auszieht, und die Rede ist hier natürlich vom Obergewand, dann gibt man etwas ab, was persönlich ist, und man gibt es dem König. Und in gewisser Maßen wird man auch, man macht sich ein bisschen angreifbar und man wird durchsichtiger. Und so, wenn man etwas ablegt, bedeutet das, dass man die Anerkennung gibt jemandem. Und hier in dem Kontext der Bibel lesen wir, dass es wirklich etwas war, dass es Ehre war, die dem König gebührt.

[12:16] Und so zeigt es, dass sie diese Prophezeiungen alle kannten. Sie wussten, dass Jesus, der auf dem Füllen reitet nach Jerusalem, eine Erfüllung von Sacharja 9 ist. Sie wussten, dass er der König ist und haben ihm dementsprechend die Ehre gegeben.

[12:38] Zurück zu Lukas 19, und dort in Vers 37 bis 38 heißt es: „Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben, mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Sie haben nicht nur ihre Kleider ausgebreitet, sie haben nicht nur Handlungen getan, die ihre Ehrfurcht gezeigt haben, ihre Ehrerbietung gezeigt haben, sondern sie haben auch gesprochen, sie haben auch gerufen, dass gelobt sei der König. Und das muss ein sehr interessantes Ereignis gewesen sein, wo sie dann aussprechen und ausrufen, dass Jesus der König ist und ihn loben. Und trotzdem wissen wir, dass sie noch nicht ganz verstanden hatten, was dieses Königreich von Jesus bedeutet. Sie dachten an diesen Befreier von den Römern und hatten noch nicht ganz verstanden, dass Jesus mit der Erlösung kommt, wie wir in Sacharja gelesen haben.

[14:02] In Vers 39 lesen wir: „Und einige Pharisäer in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! Er antwortete und sprach: Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien.“ Zuvor hatte Jesus oft, wenn er Heilungen durchgeführt hat, hat er gesagt: „Erzählt es keinem und lasst es nicht bekannt werden.“ Aber hier lesen wir, wie er sich erst als Herr nennt. Er kommt als Erfüllung von dieser Sacharja-Prophezeiung, als König zieht er ein in Jerusalem. Und dann sagt er, dass sie nicht schweigen sollen, dass er der König ist, sondern dass sie es sogar rufen sollen. Und selbst wenn sie es nicht machen würden, dann würden die Steine schreien, etwas, was unmöglich wäre in unseren Augen. Gott hätte Wege, ihn zu verkündigen. Und so zeigt es uns, dass Jesus wirklich ein Anliegen war in dieser letzten Woche bis zu seiner Kreuzigung, deutlich zu machen, dass er der König ist.

[15:09] Und in Vers 41 lesen wir: „Und als er nahe hinzu kam, sah er die Stadt und weinte über sie.“ Jesus weinte über Jerusalem. Nun, warum weinte er über Jerusalem? Da heißt es in Vers 42: „Wenn doch auch du erkenntest, zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist vor deinen Augen verborgen. Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen und werden dich dem Erdboden gleich machen, samt deinen Kindern in dir, und keinen Stein auf dem anderen lassen in dir.“ Weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du heimgesucht worden bist. Wieder bekommen wir eine Prophezeiung, ein Vorausblick in die Zukunft. Und wir wissen, dass dieses Ereignis stattgefunden hat, circa 40 Jahre, nachdem er es gesagt hat, im Jahre 70 nach Christus, wo der Tempel zerstört wurde, Jerusalem zerstört wurde. Und Jesus weinte darüber, aber nicht so sehr über die Zerstörung selber, nicht so sehr über diesen Tempel, der zerstört wird, sondern viel mehr darüber, dass sie die Zeit nicht erkannt haben, die Zeit der Heimsuchung, wie es heißt. Jerusalem, die Stadt, die für den Frieden steht, laut ihrem Namen. Ihr muss gesagt werden: „Wenn doch auch du erkenntest, zu dieser Zeit, was zum Frieden dient!“ Die Stadt wusste nicht, was zum Frieden dient.

[16:50] Und in Vers 44 lesen wir: „Weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du heimgesucht worden bist.“ Und genauso hat Jesus Jerusalem besucht, und die Menschen haben ihn nicht erkannt. Wir haben gesehen, dass Menschen ihn erkannt haben, aber es gab viele, die ihn nicht erkannt haben. Zum Beispiel in Johannes 1 lesen wir davon, als Jesus sie besucht hatte und sie die Zeit nicht erkannt haben und ihn nicht erkannt haben. Johannes Kapitel 1 heißt es in Vers 10: „Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Jesus weinte darüber, dass sie ja ihn auch nicht vollständig erkannt haben. Und ja, dass sie nicht erkannt haben, dass eigentlich mit der Erlösung kommt.

[18:04] Fünf Tage später wurde er gekreuzigt. Und Jesus sah diesen Zustand, in dem Jerusalem sich befand. Und wir lesen im Folgenden, wie sich das auch auswirkt in der Tempelreinigung, die zweite Tempelreinigung. In Vers 45 heißt es: „Und er ging in den Tempel und fing an, die Händler auszutreiben.“ Nun wissen wir, dass es schon mal eine Tempelreinigung gegeben hat. Und wir lesen davon in Johannes Kapitel 2, Vers 12. Und sie war ja eigentlich zum Anfang seines Wirkens, drei Jahre zuvor. Und wir lesen das in Vers, ja, von den Versen 13 bis, ja, bis 25. Derzeit halber lesen wir jetzt nicht alles, aber wir sehen, dass Jesus schon diese Reinigung durchgeführt hat, drei Jahre zuvor. Und wenn wir, wenn wir so durchgehen, dann merken wir eigentlich, dass es sehr ähnlich war zu dieser Reinigung, die uns drei Jahre später beschrieben wird in Lukas. Und da stellt sich die Frage: Haben die Menschen dort gar nichts gelernt? Und wie kann es sein, dass sie ja schon dieses Erlebnis hatten, dass Jesus den Tempel gereinigt hatte? Und drei Jahre später, als er wiederkommt, ist es wieder das Gleiche. Und so ist das, glaube ich, auch manchmal mit uns, dass, obwohl wir Dinge wissen, die wir, ja, die wir gezeigt bekommen haben, und sie wissen, dass sie falsch sind, dass wir immer wieder zurückfallen und weitermachen. Sie haben, sie haben nicht dazu gelernt.

[20:03] Eine, ich glaube, es war drei Wochen zuvor, wo wir uns beschäftigt haben mit der, mit der Autorität, und er hat diesen Tempel in seiner Autorität gereinigt, aber die Menschen haben ihn, haben ihn nicht erkannt. Und Matthäus 21, der Parallelbericht, gibt uns ein, ja, ein interessantes Detail, könnte man sagen, zu dieser Tempelreinigung.

[20:39] Vers 12 bis 17, da heißt es: „Und Jesus ging in den Tempel hinein und trieb heraus alle Verkäufer und Käufer im Tempel und stieß die Tische der Geldwechsler um und die Stände der Taubenhändler und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.“ Bis hierhin sehen wir die deutliche Parallele. Ich denke, wir haben es jetzt gerade nicht gelesen, aber wir haben es zu Hause studiert und wissen, dass es auch in diesem Lukas Kapitel 19 genauso beschrieben wird. Aber dann lesen wir weiter in Matthäus, in Vers 14: „Und es ging zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilte sie.“ Als aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrien: „Hosianna dem Sohn Davids!“, entrüsteten sie sich. Wir lesen hier, dass Jesus die Menschen dort geheilt hat und dass die Kinder ihn gepriesen haben. Ein Detail, das wir im Lukas nicht gefunden haben. Und so ergibt sich ein Gesamtbild davon, dass Jesus nicht nur den Tempel gereinigt hat, dass er die Händler vertrieben hat, um sie zu vertreiben, sondern mit dem Zweck, dass auch Heilung geschehen kann, dass die Menschen ihn preisen, dass die Kinder ihn preisen und dass, ja, dass sein Tempel wieder ein Betthaus werden soll.

[22:32] In Lukas 19 lesen wir in Vers 47: „Und er lehrte täglich im Tempel.“ Also auch hier der Zweck, dass er erst eine Reinigung durchgeführt hat, aber dann gelehrt hat. Und so ist das, glaube ich, auch oft mit uns, dass wir erst diese Reinigung erfahren müssen und erfahren dürfen, und dann offen sind für das, was Jesus uns lehren möchte. Und auch dieser Begriff, der hier als Räuberhöhle genannt wird, habe ich mir überlegt: Was ist eine Räuberhöhle? Ein Räuber ist jemand, der unrechtmäßig Sachen erwirbt, der Sachen stiehlt. Es geht um das Ich, und er hortet das. Und Jesus sagt, der Tempel ist genauso zu etwas geworden, wo es nur ums Ich geht und man dieses Gebet zu Gott vernachlässigt.

[23:25] Und ein Text, der auch diesen Begriff der Räuberhöhle nennt, den finden wir in Jeremia 7. In Jeremia Kapitel 7 heißt es in Vers 11: „Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, für eine Räuberhöhle? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der Herr.“ Und dieses gesamte Kapitel 7 geht über den Gottesdienst. Da lesen wir in Vers 1: „Dies ist das Wort, das vom Herrn geschah zu Jeremia: Tritt ins Tor am Hause des Herrn und predige dort dies Wort und sprich: Höre das Herrnwort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingeht, den Herrn anzubieten.“ Es geht um den Ort der Anbetung, den Tempel. Und dann heißt es in Vers 3: „So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort.“ Gott möchte und wollte schon immer bei den Menschen wohnen. Und wir lesen, dass im Volk Israel, dass er die Stiftshütte auch eingesetzt hat, um bei ihm, bei dem Volk zu wohnen. Und der Tempel ist genau das gleiche Prinzip, dass Gott bei uns wohnen möchte. Aber die Menschen, die, wo es immer nur ums Ich geht, haben es zu einer Räuberhöhle gemacht. Und Gott möchte, dass wir unser Leben bessern, und so wird er bei uns wohnen.

[25:20] In Vers 4 lesen wir in Jeremia 7: „Verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel.“ Zuvor haben wir gelesen, es geht eindeutig um den Ort der Anbetung. Und dann lesen wir, wir sollen uns nicht durch Lügenworte verführen lassen. Und diese dreimalige Wiederholung: „Hier ist des Herrn Tempel“, deutet so eine Art Gebetsmühle an, dass man, man geht in den Tempel und sagt: Ja, ich mache jetzt mal ein bisschen Gottesdienst, und hier ist der Tempel und hier ist der Tempel. Und diese Wiederholung deutet eigentlich an, dass es nur Worte sind und eigentlich gar nicht die Essenz dahinter verstanden wird. Und wieder heißt es in Vers 4: „Sondern bessert euer Leben und euer Tun wieder!“ Möchte Gott uns zurückführen, dass wir unser Leben bessern, dass ihr Recht handelt, einer gegen den anderen, und keine Gewalt übt gegen Fremdlinge, Waisen und Witwen, und nichts unschuldiges Blut vergießt an diesem Ort, und nicht anderen Göttern nachlauft zu euren eigenen Schaden. So will ich immer und ewig bei euch wohnen an diesem Ort, in dem Lande, das ich euren Vätern gegeben habe. Aber nun verlasst ihr euch auf Lügenworte, die zu nichts nütze sind. Ihr seid Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige und opfert dem Baal und lauft fremden Göttern nach, die ihr nicht kennt. Und dann kommt ihr und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Wir sind geborgen, und tut weiter solche Gräueltaten. Es geht nicht nur um Ehebrecher, um Diebe, sondern es geht um Menschen, die sagen, sie sind Nachfolger Gottes, sie gehören zu seinem Volk und begehen genau dieselben Dinge und haben dann die Anmaßung, könnte man fast sagen, in das Gotteshaus zu gehen und sagen: Hier ist der Tempel und hier ist der Tempel, und sagen: Ja, wir feiern den richtigen Gottesdienst. Aber Gott möchte, dass wir unser Leben bessern.

[27:24] Und wie so ein Gottesdienst auch auszusehen hat, lesen wir in Römer 12, und dort Vers 1 bis 2. „Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist.“ Der Leib ist alles, was wir haben, was wir geben können. Und dann sagt er, wir sollen es hingeben als ein Opfer. Es ist nicht wie eine Räuberhöhle, wo wir probieren, das und das, und es ist wichtig, dass es mir gut geht und dass ich der Erste bin, sondern wir sollen sie hingeben als ein Opfer. Und es soll heilig sein und Gott wohlgefällig sein. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Der vernünftige Gottesdienst, der ist lebendig, und er ist heilig, und er ist Gott wohlgefällig, und das geschieht, wenn er vernünftig ist. Und in Vers 2 lesen wir: „Und stellt euch nicht dieser Welt gleich.“ (Ehebrecher, Diebe, was wir in Jeremia gelesen haben.) „Sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes.“ Wieder diese Besserung. Und dann: „Damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ Gott möchte, dass wir eine Erneuerung, eine komplette Änderung erfahren und wir diesen vernünftigen Gottesdienst feiern dürfen und erleben dürfen, dass er lebendig ist und Gott wohlgefällig ist.

[29:11] Und Jesus erkannte diesen Missstand, der dort im Tempel herrschte mit den Händlern, wo es auch nur darum geht, dass es ja, dass jemand sich bereichert. Und das ist der Grund, wieso er auch so scharf dagegen vorging. Und deswegen ist er auch auf Argwohn gestoßen.

[29:46] In Vers 47 in Lukas Kapitel 19 lesen wir aber: „Die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Angesehensten des Volkes trachteten danach, dass sie ihn umbrächten, und fanden nicht, wie sie es machen sollten. Denn das ganze Volk hing ihm an und hörte ihn.“ Sie wollten Jesus umbringen. Sie haben nicht zugelassen, diese Autorität von Jesus, dass er sich das anmaßt, nach ihren Vorstellungen, dass er gegen ihre Vorstellungen von einem Gottesdienst vorging. Und deswegen bringt er dann auch, Jesus bringt dieses Gleichnis von den bösen Weingärtnern, die wir auch studiert haben in unserer Studienreihe.

[30:30] Und dort heißt es in Lukas 20, Vers 9 bis 19, von dem Gleichnis. Wir wollen auch hier nicht alles lesen, weil wir es zusammen studiert haben. Aber in Vers 9 lesen wir: „Er fing aber an, dem Volk dies Gleichnis zu sagen: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes für lange Zeit.“ Und der Weinberg, der steht ja auch in der Bibel für das Volk. Und dann lesen wir, wie dreimal tut dieser Herr über den Weinberg Boten senden zu den Pächtern, um die Frucht einzubringen. Und jedes Mal werden die Knechte verstoßen. Und dann lesen wir in Vers 13: „Da sprach der Herr des Weinbergs: Was soll ich tun? Ich will meinen lieben Sohn senden; vor dem werden sie sich doch scheuen.“ Ich denke, wir müssen nicht lange überlegen, dass es hier wirklich um die Erlösungsgeschichte sich handelt. Und meine Luther übersetzt mit: „Sie werden sich doch scheuen.“ Und andere Übersetzungen sind: „Sie werden sich wahrscheinlich scheuen.“ Also dieser Herr hat den Sohn gesandt, mit dem Gedanken: Sie werden ihn doch verschonen, weil er sein Sohn ist. Aber wie viel stärker, wenn wir uns die Erlösungsgeschichte anschauen, dass Gott seinen Sohn gesandt hat, obwohl er wusste, dass Jesus nicht verschont wird, sondern dass er den Tod am Kreuz sterben muss. Und es zeigt die Liebe Gottes.

[32:24] Und diese Botschaften, diese Knechte, die gesandt werden, die stehen dementsprechend auch für Botschaften. Zum Beispiel in 2. Chronik 36 lesen wir, 2. Chronik, Kapitel 36, Vers 15, da heißt es: „Und der Herr, der Gott ihrer Väter, ließ immer wieder gegen sie reden durch seine Boten, denn er hat Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung.“ Der Grund, wieso er die Boten schickt, ist, dass er Mitleid hat. In Vers 16 lesen wir aber: „Sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verhöhnten seine Propheten, bis der Grimm des Herrn über sein Volk wuchs und es keine Vergebung mehr gab.“ Dieses Verspotten der Boten geht einher mit der Verspottung der Botschaft, mit dem Verspotten des Wortes Gottes. Und so können wir uns auch die Frage stellen, ob wir manchmal genauso handeln, dass wir die Botschaften, die wir von Gott bekommen haben, dass wir sie ablehnen oder ja gar verspotten, dadurch wie wir den Boten begegnen.

[34:05] Und was auch deutlich geworden ist in diesem Gleichnis. In Vers 14 heißt es aber, in Lukas 20: „Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das ist der Erbe; lasst uns ihn töten, damit das Erbe unser sei!“ Und so erleben wir das auch, dass wir manchmal Dinge beanspruchen, die wir von Gott geschenkt haben. Gott schenkt uns viele, Gott schenkt uns alles, und manchmal bekommen wir das Gefühl, dass wir durch unsere eigene Arbeit die Dinge erworben haben und dass es uns rechtmäßig zusteht und vergessen dabei, dass es Segnungen Gottes sind. Und man kann das auf viele Aspekte anwenden, zum Beispiel auf den leiblichen Tempel, wie wir auch schon in Römer gesehen hatten. Aber es gibt auch einen Text, den wir sehr gut kennen, in 1. Korinther 6, nicht wahr? Dort im Vers, Vers 19 heißt es: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?“ Wir haben den Leib geschenkt bekommen von Gott. Es ist ein Geschenk Gottes. Und dann heißt es in Vers 20: „Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leib.“ Sind wir uns dessen bewusst, dass unser Körper teuer erkauft ist? Oder beanspruchen wir ihn schon so für uns und denken gar nicht mehr darüber nach, dass er eigentlich auch ein Geschenk Gottes ist? Und dementsprechend sollten wir uns, ja auch, sollten wir Acht geben darauf, wie wir mit ihm umgehen und nicht die Botschaften verjagen, die wir, die wir haben.

[36:20] Und man kann das auch aufs Geld anziehen, beziehen. Zum Beispiel heißt es in Haggai, es ist mein Wissens Kapitel 2, dass mein ist das Silber. Ja, Gott sagt: „Mein ist das Silber und mein ist das Gold.“ Das heißt, alles Geld gehört ihm ebenso. Und so sollten wir ihm auch, wenn wir den Zehnten geben, auch ihm zurückgeben. Und uns wird bewusst, dass wir eigentlich alles, alles von Gott geschenkt bekommen haben. Und wir sollten niemals die Botschaften verjagen und ablehnen, die er uns gibt. Und so können wir diese Thematik auf viele Aspekte unseres Lebens anwenden.

[37:02] Wenn wir weiterlesen in Kapitel 20, lesen wir ein Vers, Vers 17: „Er aber sah sie an und sprach: Was bedeutet denn das, was geschrieben steht: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden?“ Es gibt die eine Gruppe, die hat den Stein verworfen, die hat Jesus verworfen. Und es gibt die eine andere Gruppe, die ihn als Eckstein benutzt, als Fundament. Und dieses gesamte Kapitel hat auch einen Aspekt, der uns auch auf die Endzeit hinweist. So lesen wir zum Beispiel in Vers 18: „Wer auf diesen Stein fällt, der wird zerbrechen; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen.“ Und hier bekommen wir natürlich als Daniel-Studenten das Kapitel 2 in Erinnerung gerufen von dem Stein, der Christus ist und der für seine Wiederkunft steht.

[38:08] Ein weiterer Aspekt, der in der Lektion behandelt wurde, ist, den lesen wir in Lukas Kapitel 20, Vers 20 bis 26, wo es um die Steuer geht. Da heißt es in Vers 20: „Und sie belauerten ihn und sandten Leute aus, die sich stellen sollten, als wären sie fromm. Die sollten ihn fangen in seinen Worten, damit man ihn überantworten könnte der Obrigkeit und Gewalt des Stadthalters.“ Jesus wurde hier versucht, und manchmal erleben wir das auch, wie Menschen uns eine Falle stellen wollen. Da heißt es in Vers 21, dass sie ihm schmeicheln: „Meister, wir wissen, dass du aufrichtig redest und lehrst und achtest nicht das Ansehen des Menschen, sondern du lehrst den Weg Gottes recht. Ist es recht, dass wir dem Kaiser Steuern zahlen oder nicht?“ Das heißt, sie beginnen mit einer Schmeichelei, und in Wirklichkeit wollen sie ihn aber fangen und der Obrigkeit überliefern. Und so erleben wir das auch manchmal, dass, dass Menschen, ja, uns schmeicheln vielleicht und sagen: Ja, das ist ja alles richtig, was du gesagt hast, aber ist das so und so und so. Und sie meinen, sie können uns vor ein unlösbares Problem stellen, um so, ja, Jesus aus dem Weg zu schaffen, um ihn abzulehnen, um einen Grund dafür zu haben, dass sie ihn ablehnen können. Und hier stellen sie ihm die Frage: „Ist es recht, dass wir dem Kaiser Steuern zahlen oder nicht?“

[39:57] Und dann heißt es in Vers 23: „Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen.“ Jesus hat eine Antwort gegeben, aber nicht, wie sie erwartet hatten. Denn wenn er gesagt hätte, dass es dem, dass es Gott gegeben werden soll, dann hätten sie ihn den Römern überliefern können und ihn als Steuersünder darstellen können. Und hätte er gesagt: „Gibt es dem Kaiser“, dann würde das ja bedeuten, dass man Steuern zahlt. Und ich denke, wir wissen das, wenn man, wenn man Leute dazu auffordert, Steuern zu zahlen, dann ist es immer nicht etwas sehr Angenehmes. Und Jesus wäre da gestanden als jemand, der das römische Reich unterstützt. Und so hätte er unmöglich wirklich ein Jude sein können. Und es gab auch diese strenge Gruppe der Zeloten, die wirklich so militant religiös waren und total gegen das römische Reich. Und so haben sie probiert, ihm eine Falle zu stellen. Und ja, Jesus gibt dort eine kluge Antwort.

[41:17] In Vers 24 heißt es: „Zeig mir einen Silbergroschen, wessen Bild und Aufschrift hatte er?“ Sie sprachen: „Des Kaisers.“ Er aber sprach zu ihnen: „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ Er sagt: Gibt dem Kaiser, was des Kaisers ist, aber Gott, was Gottes ist. Also die Wichtigkeit dargestellt, dass wir Gott geben sollen, was ihm gehört. Und so konnten sie ihn nicht fangen. Und ich glaube, so ist das auch mit uns, wenn wir, wenn wir ja versucht werden, dass wir ja dann diese Weisheit bekommen, wie wir solchen Situationen entgegenkommen können.

[41:59] In unserem letzten Abschnitt wollen wir uns kurz das Abendmahl anschauen. In Lukas 22, Vers 13 bis 20. Und in den Versen 7 bis 12 haben wir wieder gelesen, wie Jesus sie hinschickt, und er ihnen schon vorhersagt, was passieren wird. Und es erinnert uns an diese erste Begegnung, wo es um den Einzug geht in Jerusalem. Und er sagt: „Ihr werdet dort das Füllen finden.“ Und so trägt sich alles wieder genau zu, was Jesus, ja, auch der Prophet, ihnen sagt. Und dann heißt es in Vers 13: „Sie gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passahlamm.“ Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder, und die Apostel mit ihm, und er sprach zu ihnen: „Mich hat herzlich verlangt, dieses Passahlamm mit euch zu essen, ehe ich leide.“ Jesus wollte unbedingt mit ihnen noch diese Zeit verbringen. Und er war ja, es zeigte sich nun, dass er die Erfüllung wusste, dass er die Prophezeiung, dass er vorhergesehen hat, wie sich das alles zuspitzen wird, sondern dass er auch diese Prophezeiung, dass er das Lamm Gottes ist, das der Welt Sünde trägt, wie Johannes uns das sagt, ja, dass er, dass er diese Prophezeiung ebenfalls erfüllt.

[43:43] In Vers 16 heißt es: „Denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr davon essen, bis es erfüllt wird im Reich Gottes.“ Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: „Nehmt ihn und teilt ihn unter euch; denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt.“ Und dann heißt es in Vers 19: „Und er nahm das Brot, dankte und brach es und gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das tut zu meinem Gedächtnis.“ Desgleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, sprach: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.“ Das Abendmahl ist von Jesus eingesetzt als Gedächtnis an das Brot und den Wein, die Symbole, die seinen Leiden zeigen, die uns an seine Erlösungstat immer wieder neu erinnern. Und so ist das Abendmahl. Schaut zurück, was am Kreuz geschehen ist. Aber es macht auch einen Ausblick auf das, was kommen wird. Wir bekommen schon so Andeutungen. In Vers 16 heißt es: „Bis es erfüllt wird im Reich Gottes.“ In Vers 18 heißt es: „Bis das Reich Gottes kommt.“

[45:01] Und ein Vers, der auch sich damit beschäftigt und das herausstellt, lesen wir in 1. Korinther 11, aber auch in unserer Lektion angeführt. Und dort, ab Vers 23: „Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach es und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch, nach dem Abendmahl, sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Das tut, so oft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. Denn so oft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ Das Abendmahl lässt uns zurückschauen auf das Kreuz, was Jesus für uns getan hat, aber es lässt uns auch vorausschauen auf seine Wiederkunft. Und das fand ich einen sehr interessanten Gedanken, dass Jesus derjenige ist, der da ist, der da war, und das Abendmahl zeigt uns das, was er getan hat, aber dass er auch der ist, der da kommt.

[46:11] Und so haben wir in dieser Studienreihe gesehen, wie Jesus kommt, wie er auf einem Esel nach Jerusalem reitet, und er als Mensch in den Knecht gestellt, kam er auch auf diese Erde. Und dennoch, in seiner letzten Woche vor seiner Kreuzigung, wird klar, dass er der König ist und dass er die Prophezeiung erfüllt, dass er die Erfüllung der Prophezeiung ist, auf die alle so gewartet haben. Und als er dann Jerusalem sieht, da ist er innerlich bewegt, weil er den Zustand sieht, in dem Jerusalem sich befindet. Und er sieht den Tempel, er sieht, wie das Böse dort herrscht, und er treibt es aus, damit er dort lehren kann und dass dort Heilung geschieht. Und so deckt er auch das Böse in unserem Herzen auf und will es vertreiben aus unserem Tempel des Leibes und möchte, dass sein Tempel wieder ein Gebetshaus wird. Und so richtet er auch kurz vor seinem Tod, richtet er diese Denkmalsfeier ein, das Abendmahl, dass wir uns daran erinnern, was er getan hat, dass er für uns gestorben ist, dass er die Erfüllung ist, die wir in Sacharja gesehen haben, dass er als Gerechter kommt und dass er mit der Rettung kommt, mit dem Heil, mit der Erlösung kommt. Aber so wie wir auf das schauen, was schon geschehen ist, so dürfen wir auch das schauen, was noch kommen wird, seine Wiederkunft.

[48:16] Und die Frage ist: Möchtest du, dass Jesus dein König ist? Möchtest du ihm die Ehre geben, auch wenn es bedeutet, dass wir unsere Kleider vielleicht ausziehen und dass wir ihm alles geben, dass wir diesen Gottesdienst führen, der ja als lebendiges Opfer ihm gegeben wird, der wohlgefällig ist? Und wenn das dein Wunsch ist und du, wenn du an das Abendmahl denkst und am Abendmahl teilnimmst, daran denkst, dass du seinen Tod verkündigst, dass du ihn verkündigst als der, der gestorben ist und für dich gestorben ist, und dass du ihn verkündigst als den, der kommen wird, dann lade ich dich ein, jetzt mit mir zusammen zu beten.

[49:04] Vater im Himmel, wie in dem Gleichnis von dem Weinberg haben wir gesehen, dass du deinen Sohn gegeben hast, dass du wusstest, dass er verspottet wird, dass er geschändet wird, ja sogar, dass er getötet wird. Aber du hast uns so sehr geliebt, dass wir dieses Geschenk von dir bekommen haben. Und so ist Jesus auf diese Erde gekommen und hat uns ein Leben vorgelebt, dass wir nacheifern dürfen, aber auch gezeigt, dass er der König ist, dass er der ist, der gerecht ist und die Erlösung mit sich bringt. Und wir dürfen, ja wir dürfen das verstehen und dürfen das annehmen, und wir danken dir dafür, für diese große, wunderbare Tat, die du an der Menschheit und auch an uns getan hast, dass wir ja wieder mit dir zusammen Gottesdienst feiern dürfen. In Ewigkeit dürfen wir ja diesen lebendigen Gottesdienst mit dir feiern. Und so bitte ich dich darum, dass wir ja alles Böse ausräumen, was sich ja in unserem Leben befindet, was sich ja auch in unserem Tempel des Leibes befindet, aber was sich auch in unseren Gottesdiensten befindet, dass wir dich verherrlichen. Und so danken wir dir dafür, dass du uns ja dieses Beispiel in deinem Sohn gegeben hast und dass wir auch vorausschauen dürfen, auch im Abendmahl, auf die Zeit, wenn du wiederkommen wirst. Und wir danken dir dafür in deinem Namen. Amen.

[51:11] Ja, wir sind froh, dass ihr euch eingeschaltet habt zu diesem Studium und ich wünsche euch Gottes Segen bis zum nächsten Mal bei der Cannstatt Study Hour.


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