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Manuskript zur Sendung >>> CSH 15 Q2 05 – Christus als Herr über den Sabbat – Sendemanuskript

In dieser Cannstatt Study Hour-Folge mit Bogdan Tanase wird das Thema „Christus als Herr über den Sabbat“ aus dem Evangelium nach Lukas beleuchtet. Es wird die biblische Grundlage des Sabbats von der Schöpfung bis zur Gesetzgebung am Sinai erklärt und seine Bedeutung als Zeichen des Bundes und der Erinnerung an Gott als Schöpfer hervorgehoben. Anhand von Beispielen aus dem Leben Jesu wird gezeigt, wie er den Sabbat lebte und lehrte, dass Gutes tun und Leben retten am Sabbat erlaubt ist. Die Bedeutung des Sabbats für die Gemeinschaft und das Hören des Wortes Gottes wird ebenso thematisiert wie seine ewige Bedeutung für die Zukunft.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2015 Q2: Das Evangelium nach Lukas

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von der Cannstatt Study Hour, heute mit dem Thema Jesus als Herr über den Sabbat. Wir möchten beginnen, indem wir wie gewohnt gemeinsam beten. Unser großer, allmächtiger Vater, Herr, danke für Dein Wort, danke, dass wir darin so viel Weisheit und Erkenntnis finden und wir möchten Dich auch jetzt bitten, dass Du uns beistehst und uns durch Deinen Heiligen Geist führst, dass wir verstehen können, was Du uns Wichtiges zu sagen hast. Habt Dank dafür, im Namen Jesu, Amen.

[0:53] In Markus 2, Vers 27 und 28 finden wir die Aussage: Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbat willen. Also ist der Sohn des Menschen Herr auch über den Sabbat. Jesus Christus wird hier als Herr über den Sabbat dargestellt. Und um das besser zu verstehen, auch was der Sabbat ist, für diejenigen, die das vielleicht noch nicht so tief studiert haben, möchten wir uns mal in die Grundlage legen. Und wir fangen dort an, wo der Sabbat zum ersten Mal in der Bibel vorkommt, und das ist bei der Schöpfung. Und dazu gehen wir in 1. Mose, Kapitel 1 und dort lesen wir im Vers 1 zunächst mal: Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Und nachdem Gott in den einzelnen Tagen erstmal das Licht, dann die Ausdehnungen mitten der Wasser und so weiter bis zu den Tieren und den Menschen alles geschaffen hatte, erschuf er am siebten Tag den Sabbat. Nichts Materielles, nichts, das man anfassen kann, sondern etwas, das für uns Menschen sehr wichtig ist in unserer Beziehung zu Gott. Eine Zeit, die beiseite gesetzt ist. Und wir lesen in Kapitel 2 und dort Verse 1 bis 3: So wurde der Himmel und die Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer. Und Gott hat am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte. Und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn. Denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte. Wir sehen hier, dreimal wird gesagt, dass Gott ruhte. Nicht, weil er müde war, nicht, weil er erschöpft war, sondern uns als Vorbild, damit wir auch diesen Tag zur Ruhe benutzen und zur Gemeinschaft mit ihm.

[2:52] In 2. Mose Kapitel 20, Vers 8 bis 11, dort finden wir die Gesetzgebung am Berg Sinai, wo Mose die Steintafeln bekommt. Das Volk hat erst mal abgelehnt, dass Gott sein Gesetz den Menschen direkt ins Herz gibt. Und so muss Gott hier auf Plan B zurückgreifen und schreibt es ihnen zunächst mal auf Steintafeln, damit sie sich daran orientieren und das halten können. Und dort lesen wir in Verse 8 bis 11: Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt. Der Sabbat dient uns als Erinnerung, dass Gott der Schöpfer ist. Und dieses Gebot ist nicht nur gültig für eine bestimmte Gruppe von Menschen, wie jetzt für die Juden, sondern für alle Menschen. Wenn wir aufmerksam uns den Text anschauen und lesen, dann sehen wir in Vers 10 gegen Ende noch: dein Fremdling. Das heißt, selbst der Besucher, der irgendwo aus fernen Ländern zu den Israeliten kam, selbst der sollte diesen Tag der Ruhe einhalten.

[4:59] Nur im Sabbatgebot finden wir diese Formulierung: Gedenke. Alle anderen Gebote fangen anders an. Du sollst nicht oder du wirst nicht. Aber hier in diesem, in diesem Gebot steht am Anfang: Gedenke. Gott muss in seiner Weisheit vorausgesehen haben, dass die Menschen, dass es einen Zeitpunkt geben wird, wo die Menschen seinen Sabbat vergessen werden, wo sie nicht mehr an ihn denken werden und wo sie ihn verwerfen werden. Und so sagt Gott: Gedenke daran. Erinnere dich daran, was ich dir gegeben habe. Erinnere dich an den Sabbat.

[5:40] In 2. Mose Kapitel 16, Verse 22 bis 27. Das ist, als das Volk aus Ägypten durch die Wunderwirkung Gottes befreit wurde, ausgezogen ist und auf dem Weg war zum Berg Sinai zunächst. Und hier haben wir die Begebenheit, dass das Volk erst mal nichts zu essen hat. Und Gott gibt ihnen das Manna. Und das Manna ist dieses Brot, das vom Himmel kommt, herabfällt und das sie dann morgens vom Boden einsammeln konnten. Haben sie für mehr als einen Tag gesammelt, ist es schlecht geworden. Aber am Sabbat, am Freitag sollten sie für zwei Tage sammeln, sodass sie am Sabbat nicht arbeiten müssen. Dass sie am Sabbat diese Zeit nutzen können, um sie mit Gott zu verbringen. Und wir können das kurz lesen in Verse 22 bis 27: Und es geschah am sechsten Tag, da sammelten sie doppelt so viel Brot, zwei Gomer für jede Person. Da kamen alle Obersten der Gemeinde und berichteten es Mose. Und er sprach zu ihnen: Das ist es, was der Herr gesagt hat. Morgen ist eine Ruhe, ein heiliger Sabbat des Herrn. Was ihr backen wollt, das backt und was ihr kochen wollt, das kocht. Was aber übrig ist, das legt beiseite, damit es bis morgen aufbewahrt wird. Und sie legten es beiseite bis zum Morgen, wie Mose geboten hatte. Und es wurde nicht stinkend und es war auch kein Wurm darin. Da sprach Mose: Esst das heute. Denn heute ist der Sabbat des Herrn. Ihr werdet es heute nicht auf dem Feld finden. Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist der Sabbat. Da wird keines zu finden sein. Es geschah aber am siebten Tag, dass etliche vom Volk hinausgingen, um zu sammeln, und sie fanden nichts.

[7:43] Diese Begebenheit ist vor der Gesetzgebung. Das Argument, oder wenn jemand sagen möchte, dass der Sabbat nur für die Juden war und vor der Gesetzgebung am Berg Sinai nicht vorhanden war, dann ist das hier ein eindeutiger Hinweis oder eine eindeutige Geschichte, die zeigt, dass das nicht so ist, dass der Sabbat sehr wohl seine Gültigkeit von der Schöpfung durch die ganze Periode bis zur Gesetzgebung und danach noch Gültigkeit hat.

[8:20] In Kolosser Kapitel 1, Verse 13 bis 17 lesen wir: Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, indem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten. Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen und er ist vor allem und alles hat seinen Bestand in ihm. Jesus Christus ist der Schöpfer. Er hat die Welt geschaffen und er hat auch den Sabbat eingesetzt.

[9:26] In Johannes Kapitel 1 lesen wir: Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Und im Vers 14 lesen wir: Und das Wort wurde Fleisch und wohnte mitten unter uns. Es geht um Jesus Christus und hier wird als das Wort beschrieben. Als wir am Anfang gelesen haben in 1. Mose Kapitel 1: Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde, dann tat das Gott dadurch, dass er sprach und sprechen bedeutet es, Worte zu benutzen. Durch das Wort kamen Dinge in ihre Existenz oder wurden sie erschaffen. Durch Jesus Christus wurden Dinge erschaffen, wurde unsere Welt erschaffen und er war es letztendlich auch, der den Sabbat einsetzte.

[10:27] In Hesekiel Kapitel 20, Verse 12 und 20 lesen wir: Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich der Herr bin, der sie heiligt. In Vers 20: Und heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen sind zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der Herr, euer Gott bin. Der Sabbat ist ein Zeichen zwischen Gott und uns, ein Zeichen des Bundes. Darin ist erkennbar, dass wir den Schöpfergott anbeten und dass wir ihm dienen, indem wir diesen Sabbat halten.

[11:23] Das Lukas-Evangelium hilft uns auch zu verstehen, welcher Tag der siebte Tag ist. Denn ist es jetzt der Freitag, der siebte Tag oder der Sonntag oder der Samstag oder der Mittwoch? Woher wissen wir das? Wenn wir in Lukas Kapitel 23 gehen, Lukas Kapitel 23 und dort die Verse 54 bis Kapitel 24, Vers 1, lesen wir folgendes: Und es war Rüsttag, und der Sabbat brach an. Es folgten aber auch die Frauen nach, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren und sahen sich das Grab an und wie sein Leib hineingelegt wurde. Dann kehrten sie zurück und bereiteten wohlriechende Gewürze und Salben. Am Sabbat aber ruhten sie nach dem Gesetz. Kapitel 24, Vers 1: Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten, und noch etliche mit ihnen. Und in Vers 2: Sie fanden aber den Stein vor dem Grab weggewälzt. Und in Vers 3: Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Am ersten Tag ist Jesus auferstanden, am ersten Tag der Woche. Und am 7. ruhte er, auch in seinem Tod. Und davor noch am Rüsttag, wir lesen am Vers 54: Und es war Rüsttag, und der Sabbat brach an. Der Rüsttag war bei den Juden der Freitag. Sie bereiteten sich auf den Sabbat vor, auf den siebten Tag, auf den Samstag. Und am Sonntag, wie wir auch heute immer feiern, ist Jesus auferstanden. Das heißt, der siebte Tag der Woche ist der Samstag.

[13:24] Es gibt im gesamten Neuen Testament keinen Hinweis darauf, dass der Sabbat auf einen anderen Tag verlegt wurde. Es gibt sehr wohl Versuche, das zu zeigen oder zu belegen, denn andere Denominationen, andere Glaubensgemeinschaften halten, oder alle, die meisten halten den Sonntag, und nur wenige halten den Samstag als Ruhetag. Doch wie wir sehen, gibt es keinen Anlass dazu, denn die Bibel sagt nichts davon, dass dieser Tag irgendwann mal geändert wurde. Ganz im Gegenteil, in Matthäus Kapitel 5 und dort Vers 17 spricht Jesus und sagt: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen.

[14:41] Mit diesem Wissen jetzt als Hintergrund möchten wir in die Betrachtung des Themas Christus als Herr über den Sabbat starten. Und dazu schlagen wir Markus Kapitel 1 und dort Vers 21 auf: Und sie begaben sich nach Kapernaum, und er ging am Sabbat sogleich in die Synagoge und lehrte. Dies geschah direkt, nachdem Jesus seine ersten Jünger berufen hatte: Simon, Andreas, Jakobus, Johannes. Er beruft sie und geht danach nach Kapernaum. Und das Erste, was uns danach berichtet wird, ist, dass er in die Synagoge geht, um den Sabbat zu halten. Oftmals oder eigentlich immer waren die Dinge, die Jesus tat, nicht ohne Grund. Er hat sich immer etwas dabei gedacht. Und auch in diesem Fall wollte er seinen Jüngern ein Vorbild geben und ihnen zeigen, was wichtig ist. So war Jesus ihnen gleich zu Beginn ihres Jünger-Daseins ein Vorbild bezüglich des Sabbats.

[16:07] In Markus Kapitel 6 und dort Vers 2 lesen wir: Und als der Sabbat kam, fing er an, in der Synagoge zu lehren. Und viele, die zuhörten, erstaunten und sprachen: Woher hat dieser solches? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist, dass sogar solche Wundertaten durch seine Hände geschehen? Auch nachdem Jesus die Tochter des Jairus von den Toten auferweckt hat, das ist auch die Geschichte, die jetzt vor dieser Begebenheit passiert, ist das Nächste, was er tut, in die Synagoge zu gehen, um dort den Sabbat zu halten.

[17:00] Und wir sehen, dass es ihm immer wichtig war, dies zu tun. Warum? Das können wir erahnen, wenn wir in Lukas Kapitel 4 und dort Vers 16 lesen. Dort steht: Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Es war Jesu Gewohnheit, in die Synagoge zu gehen. Er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht. Es war nicht etwas Alltägliches, sondern an diesem besonderen Tag ging er immer wieder in die Synagoge. Es war ihm nicht egal, in welcher Form er den Sabbat hielt. Hauptsache, er tut nicht die Dinge, die man am Sabbattag nicht tut, oder Hauptsache, er hält diesen einen Tag, sondern er ging immer in die Synagoge.

[18:07] Dies war direkt nachdem Jesus in der Kraft des Heiligen Geistes aus der Wüste zurück nach Galiläa kam, wo die Menschen ihn annahmen. Und als er dann aber in seine Heimatstadt ging, wurde er dort abgelehnt. Es ist auch interessant, vielleicht zu erwähnen, dass nur Lukas erwähnt, dass Jesus Christus oder dass Jesus hier, dass es seine Gewohnheit war, dass er am Sabbat in die Synagoge ging. Und ein interessanter Gedanke ist, dass wer damals Jesus gesucht hat am Sabbat, hat ihn wo gefunden? Im Haus Gottes oder in der Synagoge. Heute ist das nicht anders. Wenn wir Jesus suchen, finden wir ihn auch am Sabbat in der Gemeinde, im Gotteshaus, im Haus Gottes.

[19:07] Und im Licht dieser Tatsachen sollten wir uns auch überlegen, wie wir oder mit welcher Einstellung wir in das Haus Gottes gehen. Wie verhalten wir uns in der Anwesenheit des Schöpfers, der höchsten Instanz oder der höchsten Autorität, die es im Universum gibt. Sind wir pünktlich? Achten wir auf die Lautstärke im Gottesdienstraum? Achten wir darauf, worüber wir sprechen am Sabbat? Oder sprechen wir da auch über das Übliche, was uns halt so während der Woche beschäftigt hat oder sonst beschäftigt? Nur ein paar Gedankenanregungen darüber nachzudenken. Denn dieser Tag ist, wie Gott selbst gesagt hat, er ist heilig. Und er wünscht die Gemeinschaft mit ihm. Nicht, dass wir einfach nur an einem Ort sind und Gemeinschaft mit anderen haben, sondern dass wir Gemeinschaft mit anderen und vor allem mit ihm haben. Jesus kann uns selbstverständlich auch außerhalb der Gemeinde begegnen. Doch es liegt ein besonderer Segen darauf, mit Glaubensgeschwistern Gemeinschaft zu haben, sich mit ihnen zu treffen und gemeinsam Gott anzubeten. Man kann sich gegenseitig bestärken und bekräftigen in den Dingen, die einen vielleicht belasten. Und sich Dinge austauschen, über geistliche Dinge, wo man auch voneinander lernen und gemeinsam wachsen kann.

[20:50] Außerdem gibt es im Haus Gottes auch nicht so viele Dinge, die uns von Gott ablenken könnten. Ich kenne das von mir. Wenn ich jetzt zu Hause bin, gibt es tausend Dinge, die mich ablenken könnten, wo ich schnell mal meine Gedanken woanders hinwende als zu Gott.

[21:12] In Lukas Kapitel 6, Verse 6 bis 11, lesen wir eine weitere Begebenheit in Verbindung mit dem Sabbat. Dort lesen wir: Es geschah aber auch an einem anderen Sabbat, dass er in eine Synagoge ging und lehrte. Und dort war ein Mensch, dessen rechte Hand verdorrt war. Aber die Schriftgelehrten Pharisäer lauerten ihm auf, ob er am Sabbat heilen würde, um einen Grund zur Anklage gegen ihn zu finden. Er aber kannte ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und stell dich in die Mitte. Da stand er auf und stellte sich dorthin. Da sprach nun Jesus zu ihnen: Ich will euch etwas fragen. Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun? Das Leben retten oder verderben? Und indem er sie alle ringsum ansah, sprach er zu den Menschen: Strecke deine Hand aus. Der aber tat es, und seine Hand wurde wiederhergestellt und war gesund wie die andere. Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen sich miteinander, was sie Jesus antun könnten.

[22:30] Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun? Die Pharisäer sahen Gutes tun schon als Arbeit an und hatten nicht so das Wohl der Menschen im Sinn, sondern ihr eigenes Ansehen vor dem Menschen. Und darum kamen sie irgendwann zu dem Punkt, wo sie dann sagten: Okay, wir müssen Jesus beseitigen, denn wenn er so weitermacht, ist alles, wofür wir stehen und kämpfen, umsonst. Wir verlieren unser Ansehen, wir verlieren unsere Anhänger vielleicht, unsere Glaubwürdigkeit. Und so, anstatt die Wahrheit anzunehmen, verhärteten sie sich und lehnten Jesus Christus ab.

[23:26] Die Art und Weise, wie wir uns am Sabbat verhalten, ist wichtig. Also das Thema der Sabbatheiligung ist ein ernstzunehmendes Thema, denn davon kann auch unser ewiges Leben abhängen. Doch sollten wir das so ausleben, wie Christus es auch tat, wie er es uns vorgelebt hat und nicht eigene Regeln und Gesetze einführen, bei denen wir es versäumen, das Gute zu tun, das Jesus auch getan hat.

[23:59] In Lukas Kapitel 4 Verse 17 bis 19 lesen wir weiter, was in der Synagoge in Nazareth passiert ist, als Jesus wieder in seiner Heimatstadt war. Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden. Er hat mich gesandt, zu heilen die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.

[24:59] Der Sabbat besteht nicht nur darin, zur Gemeinde zu gehen, sondern auch darin, das Wort Gottes zu hören. In Psalm 119 Vers 11 lesen wir: Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich mich nicht gegen dich versündige. Das Wort Gottes hat also die Kraft, uns von der Sünde zu bewahren. Und deswegen ist es so wichtig, dass wir uns mit dem Wort Gottes intensiv auseinandersetzen, dass wir es in unserem Herzen tragen und keine anderen Dinge dort hineinlassen.

[25:41] Ab Vers 20 bis 21: Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie den Dienern wieder und setzte sich, und alle Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren. Als die Juden das hörten, dass das Reich Gottes bereits unter ihnen war, das war für sie eine große Enttäuschung. Denn sie wurden so lange gelehrt, dass das kommende Reich sie von dem Joch der Römer befreien würde, dass es eine, so stellten sie sich das vor, eine gewaltsame Übernahme gab und alle Feinde vernichtet würden und dann eine Blütezeit der Juden, des jüdischen Reichs quasi entstehen würde, die nimmer endet. Und als Jesus ihnen jetzt predigte, dass das Reich Gottes schon unter ihnen war, war das komplett gegen ihre Vorstellung. So lange wurden sie mit einer falschen Vorstellung von Reich Gottes gefüttert, dass sie die Wahrheit nicht mehr annehmen wollten, dass sie dafür nicht mehr offen waren. So müssen wir auch unter der Leitung des Heiligen Geistes das Wort Gottes studieren, wenn wir ein richtiges Bild von dem Reich Gottes, seinem Wesen und den kommenden Ereignissen haben wollen. Ohne diese Vorbereitung wird es für Satan ein leichtes sein, uns zu verführen.

[27:26] Denn wir sehen im weiteren Verlauf der Geschichte, erkennt Jesus ihre Gedanken, was in ihren Herzen war. Und er sagt in Vers 24: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist anerkannt in seinem Vaterland. In Wahrheit aber sage ich euch, es waren viele Witwen in den Tagen Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate lang verschlossen war, da eine große Hungersnot entstand im ganzen Land. Und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, sondern nur zu einer Witwe nach Zarephath bei Sidon. Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa, aber keiner von ihnen wurde gereinigt, sondern nur Naaman der Syrer. Da wurden alle in der Synagoge voll Zorn, als sie dies hörten. Und sie standen auf, stießen zur Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. Als Jesus sie mit dieser Wahrheit konfrontierte, dass Gott sich auch für die Heiden einsetzte und dass diese Vorstellung, die sie hatten, dass sie dieses besondere, auserwählte Volk seien, das war ihnen zuwider. Und sie verwarfen Jesus komplett. Natürlich hatte Gott sie ausgewählt, aber sie hatten ihre Aufgabe nicht, sie sind ihrer Aufgabe nicht nachgekommen. Und deswegen konnte Gott sie dann auch nicht mehr gebrauchen, obwohl er das gerne getan hätte.

[29:07] In Lukas Kapitel 4, Vers 31 lesen wir: Und er kam hinab nach Kapernaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte sie am Sabbat. Das Lehren gehört auch zu den Tätigkeiten, die am Sabbat ausgeführt werden. Natürlich nicht nur, aber wir haben die Aufgabe, den Missionsauftrag Jesu auszuführen. Und er hat gesagt in Matthäus Kapitel 28, Vers 18 bis 20: Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen und lehret sie alles halten, was ich euch gesagt habe. Und diese Aufgabe dürfen wir vor allem auch am Sabbat nachgehen. Und wir dürfen natürlich jeden Menschen darin unterrichten, jeden, der vielleicht nicht so eine große Erkenntnis hat, wie Gott sie einem von uns vielleicht geschenkt hat.

[30:17] In Vers 32 lesen wir: Und sie waren betroffen über seine Lehre, denn er redete mit Vollmacht. Jesus nannte die Sünde beim Namen und forderte zur Buße auf. Wir dürfen das Wort Gottes nicht beschönigen, sondern es unter der Leitung des Heiligen Geistes so verkünden, wie es ist. Denn nur dann wird es die Menschen wirklich ins Herz treffen und sie bewegen.

[30:45] In Hebräer Kapitel 4 und dort Vers 12 lesen wir: Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Und es dringt durch, bis es schneidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein. Und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Das Wort Gottes offenbart, was in unserem Herzen ist. Und wenn wir es zulassen, dann trifft es uns und es verändert uns. Und wenn wir es nicht zulassen, dass es uns verändert, dann werden wir uns verhärten, denn wir werden uns dagegen auflehnen. Und wir werden irgendwann nicht mehr offen sein für den Charakter, den Gott in uns legen möchte und für diese Veränderung.

[31:31] In Vers 33: Und in der Synagoge war ein Mensch, der den Geist eines unreinen Dämons hatte. Und er schrie mit lauter Stimme und sprach: Lass ab, was haben wir mit dir zu tun, Jesus, du Nazarener? Bist du gekommen, um uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist, der Heilige Gottes. Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen, nur weil wir einen Ort betreten, von dem wir meinen, dass er heilig ist. Denn Dämonen sind real. Sie sind gefallene Engelwesen, die bei der Rebellion im Himmel zusammen mit Luzifer auf die Erde geworfen wurden. Und sie sind aktiv und haben zu eigentlich allen Örtlichkeiten Zugang. Das Einzige, was wir tun können, ist, Jesus Christus in unserem Herzen zu haben, denn davon werden sie fernbleiben. Wenn Jesus in unserem Herzen wohnt, dann wird kein Dämon sich daran wagen.

[32:45] Der Dämon erkennt Jesus als den Heiligen Gottes. Er kann sich sicherlich an den Tag erinnern, als er vor mehr als 4000 Jahren zusammen mit den anderen Engeln und Satan aus dem Himmel herausgeworfen wurde. Und hier ist er und hält diesen Menschen gefangen. Und er erkennt sofort Jesus Christus wieder. Und in Vers 35 lesen wir: Und Jesus befahl ihm und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm. Da warf ihn der Dämon mitten unter sie und fuhr aus von ihm und tat ihm keinen Schaden. Wieder muss dieser gefallene Engel eine Niederlage hinnehmen und sich Jesus Christus unterwerfen und seinen Gefangenen freigeben.

[33:35] In Vers 36 lesen wir: Und es kamen Sätze über alle, und sie redeten untereinander und sprachen: Was ist das für ein Wort, das er mit Vollmacht und Kraft den unreinen Geistern gebietet und sie ausfahren? Nur einer, der mächtiger ist als diese gefallenen Engel, kann ihnen Befehle geben. Jesus Christus war dieser eine, der mächtiger ist, oder ist dieser eine, der mächtiger ist.

[34:05] In Vers 37: Und sein Ruf verbreitete sich in alle Orte der umliegenden Gegend. Die Auswirkung dieser Befreiung, dieser Heilung war, dass der Bekanntheitsgrad Jesu in diesen umliegenden Ortschaften immens stieg.

[34:29] Die Schlachten im großen Kampf sind nicht immer so offensichtlich. Oft finden diese Kämpfe im Stillen statt, dort, wo sie kaum jemand bemerkt, und es kann in unseren Heimen sein, an unseren Arbeitsstellen und manchmal in uns, in unserem Kopf. Ohne die notwendige Vorbereitung und Ausrüstung werden wir in diesen Schlachten unterliegen. Wir brauchen die Kraft Gottes, wir brauchen die Kraft Jesu, des Heiligen Geistes, und wir brauchen die Ausrüstung, die uns zur Verfügung gestellt wurde. Wir wissen in Epheser Kapitel 6, und dort ab Vers 10, haben wir die Waffenrüstung Gottes beschrieben. Wenn wir diese anlegen, ab Vers 13: Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widersteht und nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt, und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist. Wenn wir diese Dinge angelegt haben, dann sind wir gut gerüstet. Und wenn wir dazu noch Jesus Christus als unseren Befehlshaber haben, der in unserem Herz wohnt, dann haben wir auch die Kraft und die Fähigkeiten, in diesem Kampf zu bestehen.

[36:27] Wir gehen zu Lukas Kapitel 6, Vers 1 bis 5. Es geschah aber, dass er am zweiten Sabbat nach dem ersten durch die Kornfelder ging und seine Jünger streiften Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie. Da sagten etliche von den Pharisäern zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht zu tun erlaubt ist? Und Jesus antwortete ihnen und sprach: Habt ihr nicht einmal gelesen, was David tat, als er und seine Gefährten hungrig waren, wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch seinen Gefährten davon gab, welche doch niemand essen darf, als nur die Priester? Und er sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.

[37:18] Der Sabbat soll eine Freude sein. Er soll uns die Möglichkeit geben, die ganzen Dinge, die uns belasten, während der Woche beiseite zu legen und Gemeinschaft mit Gott zu haben. Wir sollen uns dieser Gemeinschaft erfreuen und alle Dinge, die uns ablenken, beiseite tun. Alle Dinge, die nicht dazu dienen, andere Menschen zur Erlösung zu führen oder sie näher zu Gott zu bringen.

[37:54] In Lukas 6, Vers 6 bis 11, wenn wir weiterlesen, gibt es die nächste Begebenheit, wo Jesus den Mann mit der verdorrten Hand heilt. Es geschah aber an einem anderen Sabbat, dass er in eine Synagoge ging und lehrte. Und dort war ein Mensch, dessen rechte Hand verdorrt war. Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer lauerten auf, ob er am Sabbat heilen würde, um einen Grund zur Anklage gegen ihn zu finden. Er aber kannte ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf, stell dich in die Mitte. Da stand er auf und stellte sich dorthin. Da sprach nun Jesus zu ihnen: Ich will euch etwas fragen, darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben retten oder verderben? Und indem er sie alle ringsherum ansah, sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus. Der aber tat es, und seine Hand wurde wiederhergestellt und war gesund wie die andere. Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen sich miteinander, was sie Jesus antun könnten. Wir haben das vorhin gelesen.

[39:18] Jetzt ist aber die Frage, obwohl Jesus hier die Gedanken der Pharisäer kannte, zeigt er deutlich, dass es am Sabbat sehr wohl erlaubt ist, Gutes zu tun und Menschen zu helfen. Im Leben Jesu Seite 273 lesen wir: Das Werk Gottes in dieser Welt ist auf die Erlösung der Menschen gerichtet. Deshalb steht auch das, was am Sabbat getan werden muss, um diese Aufgabe zu fördern, im Einklang mit dem Sabbatgebot. Das heißt, wenn die Dinge, die wir am Sabbat tun, dazu dienen, dass sie anderen Menschen zur Erlösung dienen, dass sie auf dem Weg geführt werden, wo sie Gott besser kennenlernen, dann ist das im Einklang mit dem Sabbatgebot.

[40:15] In Lukas Kapitel 13 Verse 10 bis 16. Wir haben leider nicht so viel Zeit, um auf jede Geschichte einzeln einzugehen. Ja, lesen wir Kapitel 13 Verse 10 bis 16: Er lehrte aber in einer der Synagogen am Sabbat. Und siehe, da war eine Frau, die seit 18 Jahren einen Geist der Krankheit hatte, und sie war verkrümmt und konnte sich gar nicht aufrichten. Als nun Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit. Und er legte ihr die Hände auf, und sie wurde sogleich wieder gerade und pries Gott. Der Synagogenvorsteher war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und er ergriff das Wort und sprach zu der Volksmenge: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll. An diesen kommt und lasst euch heilen, und nicht am Sabbattag. Der Herr nun antwortete ihm und sprach: Du Heuchler, löst nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn zur Tränke? Diese aber, eine Tochter Abrams, die der Satan siehe schon 18 Jahre gebunden hielt, sollte sie nicht von dieser Bindung gelöst werden am Sabbattag? Und als er das sagte, wurden alle seine Widersacher beschämt, und die ganze Menge freute sich über all die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.

[41:45] Jesus erklärt, dass die Krankheit dieser Frau bedingt sei durch die Bindung Satans. Es ist kein Zufall, dass Jesus diese Frau am Sabbat heilte. Der Sabbat ist ein Zeichen des Gehorsams Gott gegenüber. Der Gehorsam macht uns frei von der Sünde und damit auch von der Bindung Satans.

[42:13] In Kapitel 14, Verse 1 bis 6, lesen wir die nächste Geschichte über den Wassersüchtigen. Und es begab sich, als er am Sabbat in das Haus eines Obersten, der Pharisäer, ging, um zu speisen. Da beobachteten sie ihn, und siehe, da war ein wassersüchtiger Mensch vor ihm. Und Jesus ergriff das Wort und redete zu den Gesetzesgelehrten und Pharisäern, indem er sprach: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen? Sie aber schwiegen. Da rührte er ihn an, machte ihn gesund und entließ ihn. Und er begann und sprach zu ihnen: Wer von euch, wenn ihm sein Esel oder Ochse in einem Brunnen fällt, wird ihn nicht so gleich herausziehen am Tag des Sabbats? Und sie konnten ihm nichts dagegen antworten.

[43:09] Hier zwei Geschichten, zwei Menschen, die krank sind, die Jesus am Sabbat heilt. Und beide Male bringt Jesus diesen Vergleich, wo er sagt: Jeder von euch, wenn es jetzt mit meinen Worten, wenn es um euer Eigentum ginge, würdet ihr das doch am Sabbat tun. Warum nicht bei diesen Menschen, die so viel kostbarer sind?

[43:34] Ist es nicht so, dass auch wir Dinge, die uns wichtig sind, manchmal einen größeren Wert beimessen als verlorene Menschen? Sind uns unsere Mitmenschen so wichtig, dass wir unsere Angelegenheiten auch mal ruhen lassen, um ihnen zu helfen und damit sie auch dadurch Gott erfahren können und ihm näher kommen können? Jesus war die gekrümmte Frau und der wassersüchtige Mensch in diesen Begebenheiten. Viel wichtiger oder so wichtig, dass er sich extra Zeit nahm, sich um ihre Leiden zu kümmern. Und er nahm auch in Kauf, dass er von den Pharisäern und Gesetzesgelehrten verachtet wurde. Ja, er nahm es sogar in Kauf, dass er deswegen umgebracht wird. Jesus war ihr Freund und in Johannes Kapitel 15, Vers 13 lesen wir, was das heißt. Johannes Kapitel 15, Vers 13: Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde. Jesus als Freund dieser verlorenen oder dieser kranken und belasteten Menschen war bereit, sein Leben für sie zu geben.

[45:06] Auch heute ist Jesus Christus bereit, sein Leben für jeden Einzelnen von uns zu geben, die wir von der Sünde so geplagt sind. Ja, er hat es schon getan. Das Einzige, was wir tun müssen, ist es, dieses Geschenk anzunehmen.

[45:20] Wir sehen, dass der Sabbat eine entscheidende Rolle im Leben Jesu gespielt hat. Seinem Beispiel sollten auch wir folgen. Der Sabbat galt nicht nur für die Juden, sondern für alle Menschen seit der Erschaffung der Welt.

[45:40] In Jesaja Kapitel 66, Vers 23 lesen wir etwas Wunderbares, was uns hilft, auch diese Bedeutung des Sabbats noch weiter zu verstehen. Jesaja Kapitel 66, Vers 23, dort lesen wir, wir lesen mal Vers 22 dazu: Denn gleich wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor meinem Angesicht bleiben werden, spricht der Herr, so soll auch euer Same und euer Name bestehen bleiben. Und es wird geschehen, dass an jedem neuen Mond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um von mir anzubeten, spricht der Herr. Der Sabbat ist nicht etwas, was mit dieser Welt enden wird, sondern der Sabbat hat seinen Bestand in Ewigkeit. Auch auf der neuen Erde werden wir zusammen mit den Engeln und mit den anderen Menschen, die errettet werden, werden wir den Sabbat halten und gemeinsam Gott anbeten.

[46:52] Und meine Frage ist, möchtest du, lieber Freund, liebe Freundin, die du jetzt zuschaust, möchtest du dir auch vornehmen, diesen Tag als heiligen Tag Gottes zu halten und dir besondere Zeit nehmen, um es mit Gott zu verbringen und mit anderen Menschen, die auch daran Interesse haben, Gott zu dienen und ihm seinen Namen zu verherrlichen. Ist es dein Wunsch?

[47:22] Wir möchten zum Abschluss noch mal gemeinsam beten. Unser himmlischer Vater, Herr, wir danken dir noch mal für dein Wort, für die Dinge, die du uns darin offenbart hast und wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst und Verständnis, dass wir die Dinge, die wir jetzt gehört haben, gut aufnehmen und weiter studieren, wenn da noch Fragen sind. Hilfst du uns wirklich alles zu klären, dass wir die Bedeutung deines Sabbats in seiner Fülle erfahren und erfassen können. Führe du uns und hilfst uns, dir treu zu sein, auch in diesem Punkt. Und wir danken dir dafür, im Namen Jesu. Amen.

[48:16] Wir werden uns, also wer noch Fragen hat zu diesem Thema, der kann sich auf unserer Seite, joelmedia.tv, noch weiter in unserer Mediathek umschauen. Wir haben noch weitere Videos, die dieses Thema ausführlich behandeln, wie zum Beispiel in der Serie Ausweg 2012, Vortrag 9, der genannt Der Tag. Oder bei Bibelantworten gibt es auch noch die Frage, ist der Sabbat nur ein unwichtiger Schatten? Alles Videos, die man sich zu diesem Thema noch anschauen kann, um das weiter zu vertiefen. Wir möchten uns, ich möchte mich jetzt nur noch verabschieden. Nächste Woche haben wir das Thema Frauen im Dienst Jesu. Bis dahin wünsche ich euch noch Gottes Segen beim Studium seines Wortes. Amen.


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