Veröffentlicht am
1.994 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts


Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2019 1st (Special) Nr 13

Diese letzte Folge der Cannstatt Study Hour zur Offenbarung behandelt die Kapitel 19 bis 22 und beleuchtet die ultimative Erfüllung von Gottes Plan. Christopher Kramp führt durch die Visionen von der Hochzeit des Lammes, der Wiederkunft Christi, dem tausendjährigen Reich und der Erschaffung eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Die Botschaft betont die Gerechtigkeit Gottes, die Erlösung durch Jesus und die Hoffnung auf eine ewige Gemeinschaft mit ihm.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2019 Q1: Die Offenbarung

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur 13. und letzten Folge unseres besonderen Studiums des Buches der Offenbarung. Was für ein interessantes Buch! Was haben wir nicht alles gelernt in den letzten Wochen über diese faszinierenden Prophezeiungen, die durch die Jahrhunderte durchgehen und in denen Jesus Christus immer das Zentrum ist und das Evangelium so wunderbar und klar hervorleuchtet.

[0:51] Heute wollen wir uns die letzten Kapitel dieses Buches und damit auch die letzten Kapitel der ganzen Bibel anschauen, das heißt konkret Kapitel 19, 20, 21 und 22 der Offenbarung. Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 30. März und haben als Titel den Ausspruch Gottes, der gesagt hat: „Ich mache alles neu." Und genau ihn, der das versprochen hat, wollen wir jetzt einladen, unser Lehrer zu sein und uns die Wahrheit zu zeigen. Und deswegen wollen wir ihn jetzt anbeten.

[1:27] Ja, lieber Vater, wir danken dir von Herzen, dass du uns versprochen hast, dass du noch einmal alles neu machen wirst. Eine neue Erde, einen neuen Himmel und eine Welt, in der es kein Leid, keinen Schmerz und keine Sünden und Rebellion mehr geben wird. Aber du hast auch verheißen, dass du unser Herz schon hier auf dieser Erde neu machen kannst, dass du uns ein neues Herz erschaffen kannst, ein reines Herz. Und wenn wir heute uns Gedanken machen über die Zukunft, über die Ewigkeit, die du uns ins Herz hineingelegt hast, dann lass uns diesen Wunsch ganz stark werden, einmal bei dir zu sein und mit dir in Ewigkeit zu leben. Und deswegen heute die Entscheidung zu fällen, unser ganzes Leben, unser Denken, Fühlen, Handeln in deine Hände zu geben, damit wir durch deinen Geist geleitet so leben können, dass wir einmal bei dir sein können. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns ansprichst, dass du uns die Wahrheit zeigst, wie sie in dir ist, und dass wir die Freude haben, zu wissen, dass du uns erlöst hast und uns einmal bei dir haben möchtest. Im Namen Jesu bitten wir dies. Amen.

[2:55] Offenbarung 19 und dort Vers 1 und 2. Und nach diesem hörte ich eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel, die sprach: „Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht gehören dem Herrn, unserem Gott. Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde verderbte mit ihrer Unzucht und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert."

[3:22] In den letzten beiden Wochen haben wir uns mit den Kapiteln über die sieben letzten Plagen beschäftigt, mit Offenbarung 15, 16, 17 und 18. Und dort kam ja mehrmals die Idee vor, dass Gott das Blut seiner Knechte rächt und dass er die Hure Babylon richten wird. Und genau darauf bezieht sich jetzt auch dieser Lobgesang, dieses Halleluja. Das bedeutet so viel wie „preist den Herrn", „preist Gott", „lobt ihn". Den Herren das Wort „Jah" ist die Kurzfassung von Jahwe, dem Namen Gottes, der oft in unserer Bibel mit oder eigentlich immer mit „Herr" wiedergegeben wird.

[3:59] Vers 3 heißt es: „Und nochmal sprachen sie: Halleluja! Und der Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit." Das ist ein sehr interessanter Vers, weil wir hier eine Parallele zur Offenbarung 14 und den Vers 11 haben, zur dritten Engelsbotschaft, wo es ja heißt über diejenigen, die vom Kelch des Zornes Gottes trinken und mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden in Vers 11, weil sie das Mahl seines Tieres angenommen haben und so weiter und so fort. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und man würde aufgrund des Kontextes hier denken, dass dieser Rauch der Qual sich auf das Feuer bezieht, mit dem sie gequält werden. Aber Offenbarung 19 macht deutlich, dass schon die Plagen als solch eine Qual und mit so einem Rauch beschrieben werden. Auch in Offenbarung 18 haben wir solche Ideen ja schon in Vers 8 bis 10 gesehen. Natürlich wissen wir alle, dass die Plagen zum Tod der Gottlosen führen und sie nicht dann Jahrhundert oder eine Ewigkeit gequält werden nach der Wiederkunft. Das zeigt also, dass diese Sprache „der Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit" durchaus etwas Metaphorisches hat, etwas im übertragenen Sinne, eine endgültige Zerstörung meint, wie sie ja durch die Wiederkunft erst einmal auch auf dieser Erde angerichtet wird.

[5:20] Vers 4: „Und die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß, und sprachen: Amen, Halleluja." Immer wieder finden wir in diesen großen Prophezeiungen der Offenbarung die Verbindung zu der Anbetung im Himmel. Schon seit Offenbarung 4 und 5 sind wir diese Verbindung zwischen Himmel und Erde, und auch hier ist sie ganz deutlich zu sehen. Wir wissen ja, dass eines der Dinge, die am allerdeutlichsten durch das Studium der Offenbarung uns vor Augen stehen kann, das ist, dass Himmel und Erde ganz eng miteinander verknüpft sind.

[5:52] Vers 5: „Und eine Stimme kam aus dem Thron hervor, die sprach: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte, die ihn fürchten, sowohl die Kleinen als auch die Großen." Die Knechte Gottes, sie haben die Gottesfurcht. Aus Offenbarung 14, Vers 7, die wir schon angeschaut haben.

[6:06] Vers 6: „Und ich hörte etwas wie die Stimme einer großen Volksmenge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie der Schall starker Donner, die sprachen: Halleluja! Da haben wir es noch einmal mehrmals kommen, dieses Halleluja. Lobt den Herrn, lobt Jah, denn der Herrgott, der Allmächtige, hat die Königsherrschaft angetreten." So ähnlich ja auch in der siebten Posaune, als dort die Plagen gerade ausgegossen werden sollen. Offenbarung 11, Vers 15.

[6:31] Und dann heißt es in Vers 7: „Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und seine Frau hat sich bereit gemacht." Wir haben einige Verse hier aufgeschrieben, die davon sprechen, wie die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk als eine Ehe, als eine Hochzeit dargestellt wird. Gott verspricht ja in Hosea, sich mit seinem Volk neu verloben zu wollen. Auch Jesus hat in seinen Gleichnissen öfter über Hochzeit gesprochen, so zum Beispiel in Matthäus 22 oder auch in Matthäus 25. Der 1. Korinther 11, Vers 2 sagt uns, dass die Gemeinde die Frau ist, von der der Paulus sagt, dass er sie dem Jesus hinzuführen möchte. Ähnlich ist ja auch in Epheser 5, Vers 32. Und die Freude meiner Hochzeit, das wissen wir aus Johannes 3, Vers 29. Und hier ist es ein Bild auch für die Freude der Engel und der ungefallenen Wesen, die jetzt sehen, wie die erlösten Gläubigen bald sich mit Jesus vereinen können. Die Zeit der Hochzeit ist gekommen.

[7:33] Vers 8: „Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend, denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen." Diese feine Leinwand ist sehr interessant. Die Priester sollten in Gerechtigkeit gekleidet werden, so Psalm 132, Vers 9. Wir kennen das Kleid des Heils, der Erlösung aus Jesaja 61, Vers 10. Auf dem Baum 3 haben wir von diesem Kleid gelesen und studiert. In Matthäus 22 wird deutlich, dass wir es brauchen, um im Gericht bestehen zu können. Römer 13, Vers 14 sagt uns, wir sollen Jesus anziehen. Es ist seine Gerechtigkeit, das, was er für uns getan hat, die uns angerechnet und verliehen wird. Und wir werden so gereinigt, dass wir als Gemeinde ohne Flecken und Runzeln vor Gott stehen können, durch Jesus. Das heißt, die Gerechtigkeit Jesu, die uns angerechnet wird aus Glauben, allein aufgrund der Verdienste Jesu durch seine Gnade, die verändert uns so sehr, dass wir dann auch tatsächlich gerecht leben, dass wir gerechte Taten auch vollbringen, wie einige hier übersetzen. Einige Bibelübersetzungen haben wir hier auch angeführt. Die Gemeinde ist vorbereitet auf die Wiederkunft, wenn die Gerechtigkeit Jesu von ihnen nicht nur gepredigt und besungen wird, sondern sich in ihrem Leben zeigt. Wenn man die Gerechtigkeit Jesu sehen kann in ihrem Leben, dann ist sie bereit für die Wiederkunft. Eine Frau, die sich auf die Hochzeit vorbereitet, versucht sich so schön wie möglich zu machen. Ein Christ, der auf die Wiederkunft Jesu wartet und sich darauf freut, versucht mit Gottes Hilfe und durch seinen Heiligen Geist einen so schönen Charakter wie nur möglich zu haben. Er wird nicht sagen: „Hauptsache ein bisschen und nur nicht zu schön, nur nicht zu extrem, nur nicht zu gut." Nein, nein, jemand, der wirklich Jesus liebt, der wird versuchen, alles in Anspruch zu nehmen, was Gott ihm anbietet, an Verheißungen und an Heiligem Geist und an Gnade, um einen so schönen Charakter zu haben wie nur möglich. So eine Frau, die sich auf die Hochzeit vorbereitet. Möchtest du auch so schön wie möglich sein in deinem Charakter, wenn Jesus wiederkommt?

[9:57] Vers 9: „Und er sprach zu mir: Schreibe: Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes." Wir haben hier die vierte von insgesamt sieben Seligpreisungen der Offenbarung. Es sind Worte, die Gott persönlich selbst auf seinem Thron gesprochen hat. Wir alle haben eine Einladung zur Hochzeit, eine Hochzeitseinladung, die wir nicht verpassen sollten, denn es geht im übertragenen Sinne ja durchaus auch um unsere eigene Hochzeit. Die Gemeinde wird mit Jesus vermählt. Jeder Einzelne von uns hat eine besondere Beziehung zu Jesus und Jesus möchte, dass wir bei ihm sind.

[10:38] Vers 10: „Und als Johannes all das sieht, ist er völlig überwältigt. Er sieht, dass die Gemeinde durch all die Krisen, durch die sie durchgegangen ist, von Jesus erhalten worden ist, gehalten worden ist, bewahrt worden ist und dass er mit dem Evangelium ans Ziel kommt, dass er eine Gemeinde haben wird, die nicht nur befleckt und runzlig aussieht, sondern eine Gemeinde, die bereit ist für die Hochzeit. Und weil Johannes überwältigt ist, fällt er nieder, das heißt Vers 10: „Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten, den Engel." Und er sprach zu mir: „Sieh dich vor, tu es nicht. Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an, denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung."

[11:12] Die Engel sind Boten, sie sind Diener. Ihre Aufgaben haben wir es in der Bibel vielfältig beschrieben. Johannes weist ihn auf das Zeugnis Jesu hin, und Johannes schreibt ja am Anfang schon seines Buches in der Offenbarung hier, dass er aufgrund des Wortes Gottes und des Zeugnisses Jesu verfolgt worden ist. Also, was sagt der Engel eigentlich? Er sagt: „Bete nicht mich an, obwohl du überwältigt bist von der Botschaft, denn ich bin wie ein Prophet. Und die Propheten, wenn sie reden, geben die Botschaft von Jesus weiter. Was du hier durch mich hörst, ist das Zeugnis Jesu." Denn der Gott gibt ihm ja Weissagung nach Weissagung. Der Engel hat sozusagen den Geist der Weissagung, aber es ist Jesus, der durch den Geist der Weissagung spricht. Und dieser Vers, den zitieren wir zu oft, um Offenbarung 12, Vers 17 zu erklären, das ist sehr wichtig. Aber was hier noch entscheidender ist, dass Johannes deutlich gemacht wird: Es ist nicht die Person des Propheten oder des Engels, sondern es ist die Botschaft, die so entscheidend ist, denn es ist die Botschaft von Jesus. Wenn wir also glauben, dass eine Person, sei es ein Engel wie Gabriel oder ein Prophet wie Jesaja oder eine Prophetin der Endzeit wie Ellen White, den Geist der Weissagung hat, dann sagen wir, dass durch diese Person Jesus zu uns spricht. Und wir sollen nicht die Person erhöhen, sondern wir sollen Jesus in dieser Botschaft erkennen und ihn anbeten.

[12:43] Einige Verse haben wir hier im Sendemanuskript über Propheten. Man könnte noch viel mehr dazu sagen, aber dazu haben wir auch extra Studien auf JOL Media. Halten wir fest, dass wir glauben als Adventbewegung, dass sich in den letzten Tagen gemäß Offenbarung 12, Vers 17 der Geist der Weissagung auch im Schrifttum und im Wirken von Ellen White gezeigt hat. Und mit dieser Erkenntnis können wir sagen, dass in ihren Schriften Jesus zu uns spricht und dass wir gerade deswegen auch ihre Schriften ernst nehmen wollen und Jesus hier folgen.

[13:12] Dann in Vers 11 kommt jetzt die zweite große Wiederkunftsbeschreibung neben Offenbarung 14, ab Vers 14. Es heißt: „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige, und in Gerechtigkeit richtet und kämpft." Die Plagen sind eine Schlacht. Die Schlacht von Harmagedon wird ja vorbereitet und beschrieben in Offenbarung 16. Hier ist jetzt der Höhepunkt der Schlacht. Jesus kommt wieder. Pferde sind ein Symbol für Krieg, so in 2. Mose 15, Vers 21. Können auch Symbol sein für die Gemeinde. Auch hier haben wir dieses kuriose Fakt, dass Johannes erst das Pferd sieht und dann den Reiter, wie auch an vielen anderen Stellen. Und Jesus wird hier der Treue und Wahrhaftige genannt. Er ist der treue Zeuge in Offenbarung 1, Vers 5. Er ist der Wahrhaftige in Offenbarung 3, Vers 7. Und der treue und wahrhaftige Zeuge in Offenbarung 3, Vers 14. Er kämpft in Gerechtigkeit. Die meisten Kriege in dieser Welt werden gekämpft aus Egoismus, aber hier kämpft einer für die Wahrheit.

[14:14] Vers 12: „Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt, als nur er selbst." Das Feuer in der Bibel steht für die sündenverzehrende Liebe Gottes. Hohelied 8, Vers 6, 1. Mose 3, Sinai, Pfingsten. Überall finden wir, dass Gott den Sünder liebt, aber die Sünde hasst. Und das drücken seine Augen auch bei der Wiederkunft aus. Das Wort „Krone" ist hier sehr interessant. Denn es handelt sich hier nicht um das Wort, das in Offenbarung 14 verwendet wird, wo es um einen Siegeskranz geht für den Menschensohn, der als Mensch Tod und Teufel und Sünde besiegt hat, sondern hier geht es um das Königsdiadem, das quasi von Natur aus ihm gehört. Das heißt, während Offenbarung 14 die Menschlichkeit Jesu mehr im Fokus steht, steht hier in Offenbarung 19 mehr die Göttlichkeit Jesu im Fokus.

[15:17] Vers 13: „Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: das Wort Gottes." Hier ist ein Bild für einen Schlachtengetümmel, wie auch Jesaja 9, Vers 4 es sagt. Der Hintergrund bildet eigentlich Jesaja 34, Verse 1 bis 10 und Jesaja 63, Verse 1 bis 6. Dort jeweils als Gerichte an Edom beschrieben, aber eigentlich schon weiterreichend auf die Endzeit hin. Dort sehen wir, wie Jesus die Kelter des Zorns Gottes tritt, indem er die Gottlosen vernichtet und ihr Blut an sein Gewand spritzt. Aber das hat auch eine weitergehende, tiefere Bedeutung, denn Jesus hat ja am Kreuz von Golgatha genau diese Strafe selbst auf sich genommen. Und so sehen wir auch darin einen Bezug auf das Kreuz, denn Jesus hat genau für uns das erlitten, damit wir nicht das erleiden müssen, was hier jetzt den Ungläubigen widerfährt. Er wird das Wort Gottes genannt, so auch in Johannes 1, Vers 1 und in 1. Johannes 1, Vers 1. Also eine Idee, die ganz besonders Johannes in den Mittelpunkt rückt. Er ist das Wort Gottes, er ist der Gedanke Gottes hörbar gemacht. Durch Jesus verstehen wir, wie Gott der Vater wirklich ist.

[16:37] Vers 14: „Und die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weißen Pferden, und sie waren bekleidet mit weißer und reiner Leinwand, so wie die Gemeinde auf der Erde." Die Gläubigen vor der Wiederkunft tragen symbolisch dieselbe Kleidung wie die Engel im Himmel. Die Gemeinde ist bereit, jetzt in den Himmel aufgenommen zu werden. Die Anzahl der Streitkräfte Gottes wird in Psalm 68, Vers 18 poetisch ausgedrückt, und zwar mit derselben Ausdrucksweise wie auch die Gottesdienstbesucheranzahl in Offenbarung 5. Wir können daraus schlussfolgern, dass alle, die im Himmel in den Gottesdienst gehen, auch Teil der Armee Gottes sind. Möge das in unseren Gemeinden auch der Fall werden, dass alle, die in den Gottesdienst gehen und Gott anbeten, auch Teil der kämpfenden Armee Gottes sind.

[17:17] Vers 15: „Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor." Das ist das Wort Gottes, natürlich. Offenbarung 1, Vers 16, Hebräer 4, Vers 12. „Damit er die Heidenvölker mit ihm schlage." Das heißt, die Wiederkunft und die Ereignisse der Endzeit werden genauso stattfinden, wie sie im Wort Gottes stehen. Keine Überraschung für den, der das Wort Gottes kennt. Und er wird sie mit eisernem Stab weiden. Ein Hinweis auf Psalm 2, wo das ausführlich erklärt und beschrieben wird, dass Jesus König sein wird und die Heidenvölker richten wird, ja auch in Offenbarung 12, Vers 5 angedeutet. Und er tritt die Weinkelter des Grimmes und des Zornes Gottes des Allmächtigen. Hier haben wir nochmal dieses Weintreten, wovon dann sein Gewand bespritzt wird mit dem Blut. Wir haben das ähnlich auch in Offenbarung 14, Verse 18 bis 20, wo bei der Wiederkunft ebenfalls zwei Ernten eingefahren werden: die gute Ernte und die schlechte Ernte, die Traubenernte, wo die Weinkelter getreten wird. Beides basiert auf Joel 4. In Joel wird der Tag des Herrn gleichzeitig als eine Ernte und als eine Schlacht dargestellt. Und in der Offenbarung wird das aufgegriffen in diesen beiden großen Wiederkunftsszenarien.

[18:28] Offenbarung 14 betont vor allem den Ernteaspekt. Da kommt Jesus mit einer Sichel. Man sieht, wie die Ernte eingebracht wird, wie die Kelter getreten wird. Man sieht aber auch ein bisschen Schlacht, wenn nämlich das Blut bis an die Zäume der Pferde geht. Hier in Offenbarung 19 ist es umgekehrt. Der Fokus liegt mehr auf der Schlacht. Wir sehen Jesus als einen kämpfenden General auf dem Pferd mit den Heeren des Himmels. Aber wir sehen auch ein bisschen was von der Ernte hier mit der Weinkelter beschrieben. Übrigens, die Tatsache, dass Jesus hier vorne weg reitet, zeigt, dass er in dem großen Erlösungsplan die wichtigste und die schwersten Aufgaben übernimmt. Er ist nicht wie die meisten Generäle, die auf einem sicheren Hügel stehen und die Schlacht irgendwie dirigieren. Nein, er kämpft vorne weg. Alle anderen folgen ihm hinterher, so auch im Himmel.

[19:17] Und wir lesen weiter Vers 16: „Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren." König der Könige war ein altorientalischer Titel. Wir haben assyrische Könige und babylonische Könige, die so benannt worden sind. Unter anderem ja auch in Daniel 2, Vers 37, wo Daniel nicht aus Schmeichelei, sondern einfach aus politischer, korrekter Titulatur den Nebukadnezar als König der Könige auf Akkadisch Schar-An-Schari anspricht. Und das war später auch ein ganz fester Bestandteil der medopersischen Königstitulatur. Die Idee ist jemand, der das Weltreich regiert. Die Assyrer hatten ein kleines Reich, das schon quasi so ein bisschen wie Weltreich war. Die Babylonier unter Nebukadnezar und seinen Nachfolgern hatten ein Weltreich. Die Perser hatten ein Weltreich. Sie hatten viele andere Königreiche unter sich eingenommen. Der König der Könige ist der, der quasi über die gesamte Erde gebietet. Das war so die Idee im Alten Orient. Und das wird hier aufgegriffen. Jesus ist der König dann über das ganze Universum. Interessanterweise wird in 1. Timotheus 6, Verse 13 bis 16 dieser Titel König der Könige, Herr der Herren, wird diese Idee auf Gott den Vater bezogen. Und auch hier sehen wir dann wieder ein Beispiel, wie das, was für Gott den Vater gilt, auch für Jesus gilt.

[20:40] Vers 17 und 18: „Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen und er rief mit lauter Stimme und sprach zu allen Vögeln, die inmitten des Himmels fliegen: Kommt und versammelt euch zu dem Mahl des großen Gottes, um das Fleisch der Könige zu verzehren und das Fleisch der Herrführer und das Fleisch der Starken und das Fleisch der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller der Freien und der Knechte, sowohl der Kleinen als auch der Großen." Das klingt etwas merkwürdig, ist aber ganz typische orientalische Ausdrucksweise. Im Kampf zwischen David und Goliath finden wir genau das. Der Goliath sagt: „Ich werde deinen Leichnam den Vögeln zum Fressen geben." Und dann sagt David: „Ich werde nicht nur deinen, sondern die Leichname der gesamten Armee der Philister den Vögeln zum Fressen geben." Das ist ein Ausdruck von absoluter Siegesgewissheit. Und hier wird noch bevor die Schlacht eigentlich geschlagen wird, ausgedrückt durch den Engel, Jesus wird auch diese letzte Schlacht, diese Wiederkunft hier oder diese letzte Schlacht vor der Wiederkunft besiegen, gewinnen. Ähnlich ja auch in Offenbarung 17, Vers 14.

[21:35] Verzeihung, in Offenbarung 19, Vers 19 heißt es hier: „Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd sitzt, und mit seinem Heer." Das ist jetzt die Parallele zu Offenbarung 17, Vers 14, wo wir lesen: „Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen. Das ist der Herr der Herren und der König der Könige, und mit ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen." Interessant ist, dass Johannes bei dieser Beschreibung der Wiederkunft sechs Verse darauf verwendet, Jesus und seine Armee zu beschreiben, zwei Verse darauf den Engel zu beschreiben, der den Sieg ankündigt, und nur einen Vers auf das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere und all die ganzen Feinde Gottes. Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir beim Studium der Offenbarung diese Proportionen umkehren und dass wir ein bisschen über Jesus sprechen und dann ganz, ganz viel über die Feinde Gottes. Aber Johannes macht das mit Bedacht, denn er weiß ja, all diese weltweiten Koalitionen, die sich gegen Gott zusammenraufen, sind im Vergleich zu Jesus ja eigentlich total chancenlos. Unser Blick muss vor allem auf Jesus gerichtet sein. Ja, wir müssen wissen, wer das Tier ist, wir müssen wissen, wer die Könige sind, wie sie zusammenkommen, was die Agenda ist, das müssen wir kennen. Aber der Hauptfokus muss auf Jesus sein mit all seinen Titeln, mit all seinen Namen, mit seinen verschiedenen Charakteraspekten.

[22:51] Und dann in Vers 20 und 21 kommt die eigentliche Schlacht: „Und das Tier wurde ergriffen und mit diesem der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahm und die sein Bild anbeteten. Die beiden wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwert dessen, der auf dem Pferd sitzt, das aus seinem Mund hervorgeht, und alle Vögel sättigten sich von ihrem Fleisch." Wie angekündigt, Jesus gewinnt. Der falsche Prophet ist natürlich das zweite Tier aus Offenbarung 13, der falsche, abgefallene Protestantismus, der in den USA dann das Sagen hat. Und die USA als solches natürlich auch. Interessant ist, dass sie hier in den Feuersee geworfen werden, der aber, so wissen wir, aus Offenbarung 20 gleich erst nach den 1000 Jahren brennt. Das heißt, die Idee ist hier, dass schon bei der Wiederkunft das Strafmaß für die Institution des Papsttums und deren Anhänger und auch des Protestantismus hier bereits fest steht. Und das liegt daran, sehr wahrscheinlich zumindest, dass nämlich im Untersuchungsgericht zunächst einmal nur die untersucht werden, die überhaupt den Anspruch erhoben haben, Jesus nachzufolgen. Und das trifft sowohl auf das Tier zu, als auch auf den falschen Propheten. Sie erwecken den Eindruck, für Jesus zu sein und werden entsprechend im Untersuchungsgericht als zu leicht befunden. Und entsprechend dann wird ihr Strafmaß auch hier schon quasi festgelegt, während das für Weltmenschen erstmal so noch nicht in der Masse gilt. Dort wird ja dann auch nochmal in den 1000 Jahren in Offenbarung 20 das Ganze angeschaut. Das scheint mir hier die beste Möglichkeit zu sein, diesen Vers zu verstehen mit dem Feuersee.

[24:38] Kapitel 20, Vers 1 bis 3: „Nach der Wiederkunft und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand. Und er griff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel, der Satan ist, und band ihn für 1000 Jahre und warf ihn in den Abgrund und schloss ihn ein und versiegelte über ihm, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1000 Jahre vollendet sind. Und nach diesen muss er für kurze Zeit losgelassen werden." Satan kommt mit seinen Dämonen allein auf die Erde. Jeremia 4, Verse 23 bis 26 beschreibt den Zustand der Erde: wüst und leer, Tohu wa bohu, wie am ersten Schöpfungstag, bevor Gott sprach: „Es werde Licht" in 1. Mose 1, Vers 2, als Finsternis auf der Tiefe war. Und das Wort, das hier in den griechischen Übersetzungen der Septuaginta verwendet wird, Abyssos, Abgrund, ist das, was auch hier in Offenbarung 20 verwendet wird. Es heißt hier, dass er der Drache, die alte Schlange, der Teufel und der Satan ist. Eine Formulierung, die so nur in Offenbarung 12, Vers 9 noch vorkommt, am Anfang des großen Kampfes und hier am Ende des großen Kampfes. Wir sehen also das ganz große Bild in dieser Auseinandersetzung.

[25:44] Die 1000 Jahre sind nach 2. Petrus 3, Verse 8 und 10 der Tag des Herrn. Der beginnt dort mit dem Vergehen der Himmel durch Krachen, was die Wiederkunft ist, nach dem 6. Siegel, das wir studiert haben, und endet mit dem Verbrennen der Erde, was nach Offenbarung 20, Vers 14 nach dem Millennium sein wird. Also diese ganzen 1000 Jahre von der Wiederkunft bis zum Feuersee sind der Tag des Herrn. Und dieser Tag des Herrn wird im Alten Testament und auch bei Petrus immer als der Tag des Herrn bezeichnet, der aber, so sagt uns Petrus, eigentlich 1000 Jahre sind. Denn bei dem Herrn sind ein Tag wie 1000 Jahre, und deswegen sind Offenbarung 20 diese 1000 Jahre auch buchstäbliche 1000 Jahre, weil sie sind bereits die Erfüllung der Prophezeiung des Tages des Herrn.

[26:29] Der Satan wird gebunden, weil kein Mensch mehr da ist. Ihm sind buchstäblich die Hände gebunden, weil niemand mehr da ist, den er verführen kann. Er muss 1000 Jahre lang das Resultat seiner Rebellion betrachten, und das bedeutet, dass das Universum einige Dinge wirklich verstehen wird. Erstens, dass alle Menschen, die dem Satan nachgefolgt sind, jetzt tot sind und der Satan über ein Reich des Todes und der Finsternis herrscht, während alle Menschen, die auf Jesus gehofft haben und ihm nachgefolgt sind, jetzt im ewigen Licht leben und Gott ein Gott der Lebendigen ist. Das wird sehr deutlich. Die Regierung Gottes ist eine Regierung des Lebens, die Regierung des Satans ist eine Regierung des Todes.

[27:11] Was man auch sehen wird, ist, dass die Ungläubigen vom Satan nicht einmal begraben werden, denn wir wissen, es heißt hier, dass sie Vögel des Himmels fressen werden, auf Markus 19, Verse 17 und 18. Das heißt, der Satan verachtet seine eigenen Anhänger, gibt ihnen nicht einmal die letzte Ehre sozusagen. Und was entscheidend ist, der Satan ist nach 1000 Jahren nicht in der Lage, irgendetwas zu erschaffen. Gott gibt ihm diese Gelegenheit. Er bringt die Erde zumindest teilweise in den Zustand vor der Schöpfung zurück, denn Satan hat immer behauptet, er wollte angebetet werden wie Gott, und die Grundlage wahrer Anbetung ist, dass wir Gott anbeten, weil er der Schöpfer ist. Und Gott gibt dem Satan jetzt nicht sechs Tage oder sechs Wochen oder sechs Monate oder sechs Jahre, er gibt ihm 1000 Jahre, und nach 1000 Jahren hat der Satan noch nichts erschaffen. Damit ist auch dem letzten Dämon klar: Der Satan hat uns alle belogen.

[28:10] Nach den 1000 Jahren muss er losgelassen werden, das heißt, dann muss es wieder Menschen geben, die er verführen kann. Aber das wird jetzt im zweiten Zyklus besser beschrieben, denn jetzt ab Vers 4 werden noch einmal die Ereignisse der 1000 Jahre beschrieben, aber aus einer anderen Perspektive, nicht aus der Perspektive des Satans, sondern der Erlösten.

[28:22] Vers 4: „Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben, und ich sah die Seelen deren, die enthauptet worden waren um das Zeugnis des Jesu und des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, noch das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und regierten die 1000 Jahre mit Christus." Sowohl die Märtyrer der alten Zeit als auch die Überwinder der Endzeit werden hier erwähnt.

[28:48] Vers 5: „Die übrigen der Toten aber wurden nicht mehr lebendig, bis die 1000 Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung." Die Bibel kennt zwei Auferstehungen nach Johannes 5, Vers 29: die Auferstehung des Lebens und die Auferstehung zum Gericht. Und zwischen den beiden liegen 1000 Jahre, wie wir jetzt hier noch sehen werden. Diese erste Auferstehung ist die Auferstehung bei der Wiederkunft, wenn nach 1. Timotheus 4, Vers 16 beim Schall der Posaune Gottes und beim Ruf des Erzengels die Toten in Christus auferstehen werden.

[29:11] Vers 6: „Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1000 Jahre." Das ist die fünfte Seligpreisung der Offenbarung, und interessant ist hier, dass alle, die diese erste Auferstehung teilhaben, heilig sind. Denn Hebräer 12 sagt uns in Vers 14, dass wir alle der Heiligkeit nachjagen sollen, ohne die niemand Gott sehen kann.

[29:43] Vers 7: „Und wenn die 1000 Jahre vollendet sind, das wäre jetzt die Parallele zu Vers 3, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden." Hier muss es also wieder Menschen geben. Nach Johannes 5 werden nach den 1000 oder werden auch die Gottlosen wieder auferstehen zum Gericht. Natürlich nicht unverweslich mit einem neuen Körper, sondern mit dem alten. Das ist jetzt nach den 1000 Jahren. Jesus ist es, der durch seine Stimme auch die Gottlosen hervorbringt, um sie jetzt für ein für allemal zu richten. Das heißt, wir haben jetzt einen Moment, wo alle Menschen, die für ihre Handlungen selbst verantwortlich sind, aller Zeitalter, die nebst allen Engeln, ob gut oder böse, sowie allen Bewohnern anderer Welten, alle gleichzeitig am Leben sind. Ein einzigartiger Moment in der Geschichte des Universums, den es so noch nie gegeben hat und dann auch nie wieder geben wird. Ein Moment, auf den Gott hingearbeitet hat, weil an diesem Moment kann er das Problem der Sünde für immer beenden. Er kann die Sünde jetzt wegnehmen, weil dann, wenn er das getan hat, niemand mehr sagen kann: „Aber was wäre, was hier wäre noch jemand gewesen, was dagegen hätte sagen können oder hier wäre noch ein anderes Argument gewesen." Jetzt sind alle, die jemals teilhatten an diesem großen Kampf mit ihren Entscheidungen, alle gegenwärtig.

[31:02] Vers 8: „Der Satan wird aus seinem Gefängnis losgelassen werden und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist." Satan wird noch einmal die Menschen, die Gottlosen verführen. Er wird ihnen, wohl so denke ich, können wir das sehr deutlich sagen, den Eindruck erwecken, dass er sie zum Leben erweckt hat, so sagt es auch uns Ellen White. Und dann haben wir die Bezeichnung hier Gog und Magog, das ist ein Bezug auf Hesekiel 38 und 39, wo in einer bedingten Prophetie, die sich so im Detail nie erfüllt hat, weil Israel die Bedingung nicht erfüllte, so eine Endzeitschlacht beschrieben wird und einige der Prinzipien dort werden sich hier ganz am Ende dieser letzten buchstäblichen Schlacht erfüllen.

[31:48] Vers 9: „Und sie zogen herauf auf die Fläche des Landes und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt." In der Zwischenzeit ist das himmlische Jerusalem vom Himmel herabgekommen, wie wir es dann in Offenbarung 21, Vers 2 sehen werden. Und dann will Satan diese Stadt erobern, und wir haben ein längeres Zitat aus dem Großen Kampf, das beschreibt, was dann passieren wird. Plötzlich wird Jesus zu sehen sein, wie er ganz oben an der Spitze der Stadt, hoch über der Stadt zu sehen sein wird, angesichts aller Feinde. Und das Kreuz wird sichtbar sein und in panoramischer Sicht werden die gesamten Stationen des Erlösungsplanes dargestellt werden. Und als dann alle Beweise geliefert werden, als alle Bücher aufgetan werden, als nochmal gezeigt wird, sozusagen wie in einer originalgetreuen Verfilmung, die allerdings einfach die originalgetreue Aufnahme der realen Ereignisse ist, was wirklich alles passiert ist in dieser Weltgeschichte bezüglich des Erlösungsplanes und was im Leben Jesu passiert ist, dann wird sich erfüllen, was in Philipper 2, Verse 9 bis 11 steht, wo wir lesen:

[33:00] „Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter Erden sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters." Geht zurück auf eine Prophezeiung in Jesaja 45, die auch in Römer 14 nochmal aufgegriffen wird. Alle werden bekennen, dass Gott recht hat, dass es für die Rebellion keinen einzigen Grund gibt, dass der Satan in allem falsch gelegen hat und dass die Vernichtung der Gottlosen gerecht ist. Trotzdem sind die Gottlosen nicht plötzlich treu zu Gott. Sie haben keine Liebe zu ihm. Sie sind nur von den Fakten überwältigt und sie wollen genauso wie vorher die Stadt erobern. Sie sind genauso böse. Sie wissen nur, dass sie nicht recht haben. Sie wissen nur und sie geben zu, dass Gott recht hat und dass es gerecht ist, wenn sie vernichtet werden, aber sie wollen nicht mit Gott leben. Und so werden sie gegen die Stadt kämpfen und es wird passieren, was in, Verzeihung, sie werden nicht gegen die Stadt kämpfen, sie werden anfangen, sich gegenseitig zu bekämpfen, weil sie sehen, dass sie keine Chance haben. So muss man das richtig sagen. Sie werden gegeneinander kämpfen und Feuer wird vom Himmel fallen, wie es in Offenbarung 20 dann steht. Dort heißt es in Vers 9 am Ende: „Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie." Es wird das passieren, was schon oft im Alten Testament passiert, als die Feinde Gottes anfangen gegeneinander zu kämpfen und Gott das Ganze dann besiegelt.

[34:34] Übrigens, das Feuer vom Himmel ist natürlich das Feuer, das seine Gottesliebe repräsentiert, dass sie hätte retten können, dass sie jetzt aber vernichtet, weil es das verzehrende Feuer Gottes ist. Er, der ein verzehrendes Feuer ist und der Gott der Liebe. Er verzehrt die Sünde und damit auch die Sünder, die an der Sünde festhalten und sich nicht von der Sünde haben trennen lassen wollen, durch das Blut Jesu und die Kraft des Heiligen Geistes.

[34:54] Vers 10: „Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in Feuer und Schwefel geworfen, wo das Tier ist und der falsche Prophet, und sie werden gepeinigt werden, Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit." Der Teufel selbst wird verbrannt, so sagt es auch Ezechiel 28, Vers 18. Übrigens, können wir sehen in der Bibel und auch bei Ellen White, dass die Länge der Qual abhängt auch von der Menge der Sünden, die wir, die Menschen dann dort und auch Engel, Dämonen begangen haben. Und es wird eine totale Zerstörung sein, dieser Begriff von Ewigkeit zu Ewigkeit. An dieser Stelle meint dasselbe wie schon auf Markus 19, Vers 3, ein Ausdruck der unwiederbringlichen Zerstörung.

[35:43] Vers 11: „Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor seinem Thron, vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden." Wenn man das mit dem sechsten Siegel vergleicht, sieht man, dass hier nochmal, ein drittes Mal, der Zyklus des Millenniums nochmal beschrieben wird, wieder bei der Wiederkunft beginnend. Dann kommt in Vers 12 die Zeit der tausend Jahre: „Und ich sah die Toten, kleine und große, vor Gott stehen und es wurden Bücher geöffnet und ein weiteres Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens, und die Toten wurden gerichtet, gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben steht." Das ist quasi parallel zur Offenbarung 20, Vers 4, wo die Gläubigen regieren, sie werden die Bücher auftun und werden Gerichtsurteile fällen.

[36:20] Und dann Vers 13: „Am Ende der tausend Jahre, und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken." Dazu muss man aber auch sagen, dass zusätzlich Ellen White in „Der große Kampf" auch Vers 11 bis 13 komplett auch als Sprache verwendet für die Ereignisse nach den tausend Jahren.

[36:40] Vers 14: „Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen, das ist der zweite Tod." Wenn das Feuer dann fällt, wird es dann auch mit dem Tod selbst aus sein.

[36:52] Vers 15: „Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen." Die einzige Hoffnung, die wir haben auf ewiges Leben, ist es, dass wir im Buch des Lebens stehen, durch die Wiedergeburt. Dazu haben wir einige Bibeltexte, vorher persönliches Studium. Aber es geht noch weiter. Der nächste Vers, Offenbarung 21, Vers 1, gehört noch in diesen Erzählzyklus ab Vers 11.

[37:12] „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr." Die Bibel sagt deutlich, dass wenn die Sünde vernichtet wird, es keine neue Sünde mehr geben wird. Darum 1, Vers 9 macht das. Und nach seiner Verheißung, die auch 2. Petrus 3, Vers 13 nochmal aufgreift, macht Gott dann einen neuen Himmel und eine neue Erde.

[37:42] Dann in Vers 2 springt es noch einmal zurück in die Zeit, bevor das Feuer fällt, in die letzten Momente, quasi dieser letzten großen Schlacht. Denn in Vers 2 sehen wir, wie die Stadt vom Himmel herabkommt. „Und ich, Johannes, sah die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut." Und was wir also jetzt in den nächsten Versen lesen, ist eigentlich mehr das, was Gott sagt, angesichts der Milliarden von Gottlosen, die die Stadt umzingeln und einnehmen wollen, und angesichts der Tatsache, dass gleich die Vernichtung der Gottlosen stattfinden wird.

[38:15] In Vers 3 heißt es: „Und ich höre da eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott." Gott hat sich genau diesen Planeten, der gegen ihn rebelliert hat, ausgesucht als das neue Zentrum seiner universalen Regierung. Ein Knochen, der bricht, wird an der Stelle wohl gebrochen, ist am allerstärksten. Die Verbindung zwischen den erlösten Menschen und Gott wird stärker sein als die Verbindung zwischen Gott und seinen Engeln und den ungefallenen Wesen. Er hat sich durch das Opfer Jesu auf eine unfassbare Art und Weise mit dem Menschengeschlecht verbunden, aus lauter Liebe. Und er wird das ausdrücken, indem sein Zelt, seine Wohnung auf diesem Planeten sein wird.

[39:01] Vers 4: „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen. Und er auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er sprach zu mir: Schreibe, diese Worte sind wahrhaftig und gewiss." Genauso wahrhaftig und gewiss wie die Einladung zur Hochzeit des Lammes, zum Hochzeitsmahl des Lammes.

[39:31] Vers 6: „Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst." In dieser letzten großen Auseinandersetzung, als Johannes das sieht, um was es wirklich geht, als die letzten großen Fragen des Universums gelöst werden, da sieht er, wie Jesus selbst sagt, dass er das Zentrum jeder Hoffnung ist, das Zentrum des ewigen Lebens. Er ist das Alpha und das Omega, der Anfang, das Ende. Und nicht ohne Grund wird hier auf Johannes 4 zurückverwiesen, als Jesus der Samariterin das ewige Leben erklärte, anbot und sie zu sich zog.

[40:18] Vers 7: „Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein." Wer überwindet, das war die Botschaft an die sieben Gemeinden, und immer hieß es dort: „Wer Sieger ist, wer also den Sieg von Jesus annimmt." Es heißt in 1. Korinther 15, Vers 57: „Gott sei gedankt, dass er uns den Sieg gibt durch Jesus Christus." Wer diesen Sieg annimmt und in seinem Leben auslebt, indem Gott den Satan unter seinen Füßen zertreten darf, der wird dies erben. Bist du bereit, Überwinder, Sieger zu sein, durch den Sieger, Jesus, durch das Blut seines Namens und durch das Wort deines Zeugnisses? Und bist du bereit, ihn so sehr zu lieben, dass du vielleicht sogar dein ganzes Leben ihm gibst, bis in den Tod?

[41:03] Vers 8: „Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit gräuelnden Flecken und Mörder und Unzüchtigen und Zauberern und Mörder und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod." Hier haben wir wieder das Feuer, das vom Himmel fällt, der zweite Tod, parallel zu Vers 14, Kapitel 21 und auch zu Vers 9 und 10. Und jetzt erst in Vers 9 beginnt die eigentliche Vision der neuen Erde und des neuen Jerusalems.

[41:38] Und es kam zu mir einer der sieben Engel, welche die sieben Schalen hatten, die mit den sieben letzten Plagen gefüllt waren, und redete mit mir und sprach: „Komm, ich will dir die Frau, die Braut des Lammes zeigen." Und er brachte mich im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herab kam. Die Hure Babylon ist ja auch eine Stadt, und hier haben wir eine tatsächliche Stadt, die Stadt Jerusalem, die verknüpft ist mit der reinen Frau. Es ist ja die Gemeinde, die in dieser Stadt wohnen soll, und es ist die Stadt für die Gemeinde. Deswegen ist sowohl die Gemeinde, die Braut, als auch die Stadt, die Braut. Denn schon jetzt können unsere Namen in dieser Stadt stehen.

[42:27] Vers 11: „Und welche die Herrlichkeit Gottes hat, und ihr liegt ganz gleich dem köstlichsten Edelstein, wie ein kristallheller Jaspis. Und sie hat eine große und hohe Mauer und zwölf Tore und in den Toren zwölf Engel und Namen angeschrieben, nämlich die der zwölf Stämme der Söhne Israels. Von Osten her gesehen drei Tore, von Norden drei Tore, vom Süden drei Tore, von Westen drei Tore." Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine, und in ihnen waren die Namen der zwölf Apostel des Lammes. Diese Stadt ist sowohl für die Gläubigen des Alten Testamentes, die zwölf Stämme Israels, als auch für die des Neuen Testamentes, die zwölf Apostel.

[42:54] Vers 15 und 16: „Und der mit mir redete, hatte ein goldenes Rohr, um die Stadt und ihre Tore und ihre Mauer zu messen. Und die Stadt bildete ein Viereck und ihre Länge ist so groß, wie auch ihre Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf zwölftausend Stadien. Die Länge und die Breite und die Höhe derselben sind gleich." Zwölftausend Stadien sind ungefähr 2220 Kilometer. Das ist ganz ungefähr in etwa die Luftlinie Distanz zwischen Stuttgart und Moskau.

[43:24] Vers 17: „Und er maß ihre Mauer 144 Ellen nach dem Maß eines Menschen, das der Engel hat." Das wären ungefähr 70 Meter. Und das suggeriert so ein bisschen, dass möglicherweise die Stadt an den Mauern nicht so hoch ist, wie vielleicht in der Mitte. Denn ansonsten müsste sie auch 2220 Kilometer hoch sein. Und das könnte also bedeuten, dass möglicherweise die Stadt zwar tatsächlich einen höchsten Punkt hat, dass dann allerdings sozusagen mehr pyramidenartig aussieht. Möglicherweise. Aber das ist ein bisschen Spekulation. Möglicherweise ist auch diese Formulierung, dass sie gleich lang, breit und hoch ist, vor allem ein Hinweis auch auf das Allerheiligste, das ja im Alten Testamentlichen Heiligtum wie ein Kubus aussah.

[44:03] Und der Baustoff ihrer Mauer war Jaspis, und die Stadt war aus reinem Gold, wie reines Glas. Und die Grundsteine der Stadtmauer waren mit allerlei Edelsteinen geschmückt: Erster Grundstein ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sardonix, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst. Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen. Jedes der Tore aus einer Perle. Und die Straßen der Stadt waren aus reinem Gold, wie durchsichtiges Glas. Die Stadt repräsentiert den Charakter Gottes. Er ist transparent, leuchtend und herrlich.

[44:33] Und ein Tempel sah ich nicht in ihr, denn der Herrgott, der Allmächtige, ist ihr Tempel. Und das Name, wir wissen aus den Schriften von Ellen White, dass es einen Tempel geben wird auf der neuen Erde, aber nicht in der Stadt, sondern außerhalb auf dem Berg Zion.

[44:45] Vers 23: „Und die Stadt bedarf nicht der Sonne, noch des Mondes, dass sie in ihr scheine, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm." Auch Sonne, Mond und Sterne werden nicht vergehen, aber sie werden einfach nicht mehr so gebraucht werden, weil Gott selbst das Licht ist.

[44:58] Vers 24: „Die Heidenvölker, die gerettet werden, werden in ihrem Licht wandeln, und die Könige der Erde werden ihre Herrlichkeit und Ehre in sie bringen. Ihre Tore sollen niemals geschlossen werden den ganzen Tag, denn dort wird keine Nacht sein. Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Völker in sie bringen." Die Völker haben die Botschaft gehört, dass auf Mauer 14, Verse 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 die Botschaft an alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen. Und jetzt sind sie gekommen. Viele haben sich bekehrt und bringen ihre Herrlichkeit und ihre Ehre mit in diese Stadt. Dort wird keine Nacht mehr sein, denn bei Gott ist nur Licht und keine Finsternis ist in ihm, so sagt es 1. Johannes 1, Vers 5.

[45:36] Und es wird niemals jemand in sich hineingehen, der verunreinigt, noch jemand, der Gräuel und Lüge verübt, sondern nur die, welche geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes. So ähnlich wie schon in Vers 8. Wer die zehn Gebote übertritt, wird nicht hineinkommen, denn dort herrscht das Gesetz Gottes. Und durch das Blut Jesu, durch die Kraft seines Geistes, werden wir Überwinder sein können. Wir müssen im Buch des Lebens stehen. Wir müssen wiedergeboren sein, ein neues Leben mit Gott beginnen und dann Tag für Tag mit ihm leben.

[46:14] Kapitel 22, Vers 1: „Und er zeigte mir einen reinen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der ausging vom Thron Gottes und des Lammes." Hier bezieht es sich jetzt auch auf Texte in Hesekiel 47, dort wo ganz ähnliche Dinge beschrieben werden, wie auch hier in diesen Versen. „In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom von dieser und von jener Seite aus war der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine, und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker."

[46:39] In Kapitel 3 der Bibel wird der Mensch vom Zugang des Baum des Lebens getrennt, denn Sünde trennt ihn vom ewigen Leben. Jetzt ist dieser Zugang wieder möglich, weil Jesus einen Weg gemacht hat. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Durch Jesus können wir wieder zurück zum Baum des Lebens und indem wir davon essen, ewig leben.

[46:58] Vers 3: „Und es wird keinen Fluch mehr geben. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen." Wir dienen Gott nicht nur auf dieser Erde, sondern wir dienen ihm auch im Himmel. Das heißt, wer jetzt schon Gott dient auf dieser Erde, der lebt schon so ein bisschen das Leben des Himmels, das er in aller Ewigkeit leben wird, hier auf der Erde. Er kann ein bisschen Himmel auf Erde haben, indem er Gott dient. Dient du Gott? Es sind die Knechte Gottes, die ihm dienen, die versiegelt werden. Es sind die Knechte Gottes, für die dieses Buch der Offenbarung geschrieben ist, und wir werden ihm dienen bis in alle Ewigkeit.

[47:35] Und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein. Das ist das, was wir in der Versiegelung sehen: der Charakter Gottes, der wird nicht nur schnell einfach mal rangeklatscht vor der Wiederkunft. Nein, durch die Versiegelung bereiten wir uns vor auf das Leben im Himmel. Denn das, was wir bei der Versiegelung erhalten, bleibt dann für alle Ewigkeit eingewurzelt in den Charakter Gottes, in die Wahrheit, so dass wir nicht mehr bewegt werden können, weder intellektuell noch emotional.

[48:09] Und dann heißt es Vers 5: „Und es wird dort keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch das Licht aus der Sonne, denn Gott, der Herr erleuchtet sie, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit." Und man würde sich wünschen, dass es hier noch kapitelweise weitergeht. Aber hier mit diesem Ausblick in die Lichtstrahlen der Ewigkeit endet die Vision von Neu-Jerusalem, und Johannes schließt mit dem Epilog, mit den letzten Worten an den Leser.

[48:32] Hier mit den Worten von Johannes: „Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig, so wie die Einladung zum Hochzeitsmahl des Lammes, so wie die Verheißung, dass Gott alles neu machen wird. Und der Herr, der Gott der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll." Ein Bezug zurück zur Offenbarung 1, Vers 1. Also hier soll ein sprachlicher Bogen, ein Rahmen geschaffen werden.

[49:55] Vers 7: „Siehe, ich komme bald." Ein Zitat aus der 6. Gemeinde aus Philadelphia. „Glückselig ist, wer die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt." Auch das ein Rückgriff auf Kapitel 1, Vers 3 und die 6. Seligpreisung von 7 in der Offenbarung.

[49:13] Vers 8: „Und jetzt ist Johannes wieder so überwältigt. Und ich, Johannes bin es, der diese Dinge gesehen und gehört hat. Und als ich es gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten vor den Füßen des Engels, der mir diese Dinge zeigte."

[49:26] Vers 9: „Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tu es nicht, denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren, bete Gott an." Und jetzt hat man ein Déjà-vu und denkt sich: Ja, das war doch in Offenbarung 19 schon der Fall. Und da sieht man erstens, wie schwach selbst Christen sind mit größter Erfahrung wie Johannes. Und zweitens, wie geduldig und langmütig der Himmel ist. Und nochmal bekommt er dieselbe Lektion erklärt. Und eine ganz kleine interessante Nebengeschichte dieses Buches, Offenbarung, ist, dass hier der Engel Gabriel, so sagt uns Ellen White, diese ganzen Offenbarungen dem Johannes gibt. Und der Engel Gabriel, der so ziemlich sicher, so scheint er ziemlich sicher zu sein, der Nachfolger Luzifers auf dessen Position gewesen ist, dass er zweimal getestet wird mit dieser Frage der Anbetung, über die er, der Luzifer, so sehr gestolpert ist und er unbedingt Anbetung haben will. Aber Gabriel ist zweimal treu und beweist, dass er weiß, dass nur Gott allein anbetungswürdig ist.

[50:22] Vers 10: „Und er sprach zu mir: Versiegle die Worte der Weissagung dieses Buches nicht, denn die Zeit ist nah." Nicht wie das Buch Daniel, wo ein bestimmter Teil langer Zeit nicht verstanden werden soll, sondern erst in der Zeit des Endes entsiegelt werden würde. Nein, dieses Buch ist für jeden Christen in allen Zeitaltern da gewesen, und wir können es uns nicht leisten, dieses Buch nicht zu verstehen. Wenn wir behaupten, dieses Buch ist versiegelt, dann widersprechen wir den direkten Aussagen Jesu durch den Engel hier in diesem Buch.

[50:45] Vers 11: „Wer Unrecht tut, der tut weiter Unrecht. Wer unrein ist, der verunreinigt sich weiter. Und der Gerechte überweitet Gerechtigkeit und der Heilige heiligt sich weiter." Das ist ein Vers, der das Ende der Gnadenzeit anspricht, so wie es in Offenbarung 8, Vers 5 beschrieben wird, und hier im Zusammenhang jetzt in Vers 12 mit der Wiederkunft verknüpft wird.

[51:04] „Und siehe, ich komme bald." Noch einmal das Zitat aus der Gemeinde Philadelphia. „Und mein Lohn mit mir, und einem jeden zu vergelten, wie sein Werk sein wird." Also Ende der Gnadenzeit, Wiederkunft und der Lohn.

[51:13] Vers 13: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte." Es scheint so zu sein, als ob hier Jesus jetzt in den letzten Versen noch einmal so stichpunktartig das dem Leser mitgeben will, was er unter gar keinen Umständen vergessen darf, nämlich: Es wird ein Ende der Gnadenzeit geben. Heute ist die Zeit, wo wir uns entscheiden müssen. Jesus kommt wieder und zwar bald. Und alles in unserem Leben hängt von Jesus ab. Er ist das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. Er kann das Werk in uns beenden und will es beenden, das er angefangen hat.

[51:49] Vers 14 bringt die siebte und letzte Seligpreisung. Vers 14: „Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können." Manche Übersetzungen sagen hier: „Glückselig sind, die ihre Kleider waschen." Es gibt ein bisschen Verwirrung. Was ist jetzt richtig? Beides ist richtig, denn es gibt Manuskriptformen für beides. Aber beides ist kein Widerspruch, denn nur der, der seine Kleider wäscht im Blut Jesu, der kann die Gebote Gottes halten. Und wer das tut, der wird sie auch halten. Und wir haben für beide Ideen Bibelverse in der Offenbarung. Wir wissen, dass in Offenbarung 7, Vers 14 beschrieben steht, dass die, die ihre Kleider im Blut Jesu waschen, dass die dann im Himmel sein werden. Wir wissen auf Offenbarung 12, Vers 14, dass die Gläubigen der Endzeit die Gebote Gottes halten, auch in 12, 17, 14, 12. Das heißt, es bringt gar nichts, sich darüber zu streiten, sondern beide Varianten drücken die Wahrheit aus. Aber aufgrund von Vers 15 sieht es so aus, dass möglicherweise das Original doch die Gebote beinhaltet hat. Warum? Denn in Vers 15 heißt es: „Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut." Also diejenigen, die die Gebote Gottes brechen.

[53:04] Vers 16: „Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um mir diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen." Das heißt, das ganze Buch der Offenbarung ist für die sieben Gemeinden, wie wir das ja damals schon bei sieben Gemeinden studiert haben. „Ich bin die Wurzel und der Spross Davids, der leuchtende Morgenstern." Jesus ist die Wurzel Davids, weil er David geschaffen hat und erhalten hat, weil er der Gott Davids ist. Aber Jesus ist auch der Spross Davids, weil er aus dem Samen Davids als Mensch gekommen ist. Wieder sehen wir hier die Gottheit und die Menschheit Jesu miteinander verbunden. Er ist der leuchtende Morgenstern. Zweite Petrus 1, Vers 19 sagt uns, dass wenn wir uns mit Prophetie, mit dem Wort der Offenbarung, auch mit Daniel beschäftigen, dann wird Jesus und sein Herzen aufgehen wie der Morgenstern. Je mehr wir die Prophetie studieren, desto besser werden wir Jesus kennenlernen und umso mehr ihn lieben und mit ihm leben.

[53:51] Vers 17: „Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen er dürstet, der komme, und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst." Der Geist spricht zu den Gemeinden, und wenn die Gemeinden die Botschaft des Geistes aufnehmen, sprechen sie mit dem Geist weiter. Denn die Braut ist die Gemeinde, und wenn die Gemeinden die Botschaft an sie verstehen, wie zum Beispiel die Gemeinde Laodizea, was der Geist ihnen sagt, dann werden sie mit dem Geist kooperieren. Und jeder, der die Einladung des Evangeliums annimmt, wird sie anderen weitergeben. Niemand, der das hört, wird nichts sagen, zu anderen kommt. Wieder ein Bezug auf Johannes 4, auf das Wasser des Lebens.

[54:34] Und dann in Vers 18 und 19 heißt es: „Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht. Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches, dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der Heiligen Stadt und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen." So schon in 5. Mose 4. So wichtig ist dieses Buch, dass Gott deutlich macht, an dieser Botschaft darf nichts geändert werden. Denn hier wird das Evangelium auf eine Art und Weise präsentiert, dass sehr, sehr viele Menschen aus allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen einmal in den Himmel bringen wird. Das Evangelium ist die Botschaft, dass Jesus uns das Wasser des Lebens umsonst anbietet. Und lieber Hörer, lieber Zuschauer, hast du diese Erlösung angenommen? Hast du das Wasser des Lebens genommen? Hast du die Stimme des Geistes gehört, der zu deinem Herzen spricht: „Komm zu Jesus"?

[55:33] Die letzten Worte von Jesus in Vers 20: „Er spricht: Ja, ich komme bald. Amen." Und die Reaktion der Gemeinde darauf ist: „Ja, komm, Herr Jesus!" Wenn wir Jesus wirklich lieben, dann wollen wir, dass er bald wiederkommt, und wir wollen uns darauf vorbereiten und sein Wort studieren, damit er bald wiederkommen kann und wir seine Botschaft in die ganze Welt verbreiten. Und dann endet dieses Buch der Offenbarung, wie es angefangen hat, als ein Brief: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen. Amen."

[55:59] Möchtest du, lieber Freund, liebe Freundin, die Erlösung durch Jesus annehmen? Dieses Angebot, das der Geist dir macht, hören und annehmen und weitergeben? Möchtest du Menschen vorbereiten auf die baldige Wiederkunft Jesu, dass sie die Einladung zum Hochzeitsmahl des Lammes annehmen und einmal die Herrlichkeit, die Ewigkeit in Neu-Jerusalem gemeinsam mit Jesus verbringen können? Ich wünsche, wir werden uns dort alle gemeinsam sehen. Gott segne deine Entscheidung.

[56:31] In der nächsten Woche werden wir hier mit einem neuen Thema starten, aber ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass du weiter die Offenbarung studierst und sie immer mehr zu einer Gewohnheit machst, Jesus in diesem Buch zu suchen, zu finden, denn die Zeit ist nahe. Lasst uns auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten. Gottes Segen euch. Amen.

[56:55] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.