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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2020 4th Nr 2

In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die zentrale Rolle der Familie im christlichen Glauben und in der Gesellschaft. Er beleuchtet biblische Prinzipien zur Familiengründung und -gestaltung, beginnend mit der Schöpfungsgeschichte. Dabei werden sowohl die Bedeutung der Ehe als auch die Herausforderungen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Familie thematisiert. Die Botschaft betont die Notwendigkeit, Gott über familiäre Bindungen zu stellen und wie eine gesunde Familienstruktur zu gegenseitiger geistlicher Stärkung beitragen kann.


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Serie: Erziehung und Bildung

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Transkript

[0:22] Hallo und herzlich willkommen zur joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf dem mäßigen Discoveries zur zweiten Folge unserer neuen Serie "Erziehung und Bildung". Wir wollen aus der Bibel heraus die verschiedenen Aspekte von Erziehung und Bildung studieren und zwar nicht nur damit wir klüger werden über diese Themen, sondern damit wir in unseren eigenen Familien, in unseren Schulen, in den Gemeinden dieses Thema noch viel deutlicher darstellen können, verstehen und ausleben. Damit wir auch durch die Erziehungs- und Bildungspläne nicht sein können in dieser Welt.

[1:08] Wir möchten heute mit diesem Thema uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 10. Oktober und das Thema ist heute: Familie. Jeder von uns, egal wie alt wir sind, hatte Familie oder hat noch Familie. In einer gewissen Weise geht dieses Thema uns alle an. Und die Familie ist das Kernelement nicht nur der Gesellschaft, sondern auch unserer Gemeinden. Und viele Probleme auch in unseren Gemeinden, viele Probleme im geistlichen Leben können zurückverfolgt werden auf Missstände in der Familie. Wir brauchen so dringend die Botschaft des Wortes Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, damit unsere Familien verändert werden.

[1:55] Und wir möchten Gott bitten, dass er jetzt unser Studium segnet, uns mit seinem Heiligen Geist erfüllt, damit wir verstehen, was er für die Familie möchte und die Kraft erhalten, das auch im Alltag Schritt für Schritt an seiner Hand umzusetzen. Lasst uns gemeinsam beten: Lieber Vater im Himmel, du hast die Familie geschaffen. Familie ist deine Idee und niemand kennt sich so gut mit Familien aus wie du. Und so möchten wir dich bitten, dass wir alle, die wir zwar Erfahrungen haben, aber noch so viel Weisheit benötigen von dir, damit die kaputten Familien, die wir kennen gelernt haben, den Effekt aufgewachsen oder den wir gerade leben, diese kaputten Familien oder angeschlagenen Familien geheilt werden können und ein Licht sein können dieser Welt. Herr, wir danken dir, dass du verheißen hast, dass dein Wort nicht mehr zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich jetzt im Namen Jesu. Und wir danken dir dafür. Amen.

[2:53] In Sprüche Kapitel 1 und dort Vers 7 steht ein Vers, den wir letzte Woche besonders angeschaut haben. Wir haben letzte Woche gesehen, dass es keinen besseren Lehrer als Gott gibt. Dass er die Grundlage aller Erziehung und Bildung sein muss. In Sprüche 1 Vers 7 heißt es: "Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Nur Toren verachten Weisheit und Zucht." Gott ist die Basis aller Erziehung, aller Bildung. Und deswegen ist das allerwichtigste, die Top-Priorität, dass wir Gott fürchten.

[3:41] Aber schon im nächsten Vers wird uns gezeigt, dass es auch weitere Ebenen gibt, die dem nicht entgegenstehen, sondern die diese fundamentale Ebene ergänzen. In Sprüche 1 Vers 8 lesen wir: "Höre, mein Sohn, oft die Unterweisung deines Vaters und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter." Ein gläubiger Mensch wird nicht nur Gott an der obersten Stelle seiner Prioritätenliste haben, er wird auch in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes Menschen, die Gott besonders berufen hat, z.B. Eltern, ehren und ihnen die Beachtung schenken, die ihnen gebührt.

[4:26] Die Familie ist ein ganz wichtiger Teil im Plan Gottes. Und so lesen wir immer noch in den Sprüchen, in Sprüche 11 Vers 29, sozusagen einen Fluch über diejenigen, die die Familie kaputt machen. Die Warnung wird hier gesprochen, ausgesprochen. Sprüche 11 Vers 29: "Wer seine eigene Familie zerrüttet, wird Wind zum Erbe bekommen, und der Tor wird ein Knecht dessen, der weise ist." Die Bibel warnt uns davor, unsere eigene Familie kaputt zu machen.

[5:04] Und es gibt Menschen, die das sogar ganz bewusst tun, die so bösartig sind, dass sie ihre eigene Familie zerstören wollen. Vermutlich ist aber in den meisten Fällen eher so, dass Menschen Familien kaputt machen, ohne sich über die Konsequenzen oder die Auswirkungen ganz im Klaren zu sein. Ich kenne deine persönliche Familie nicht nur die Familien, die ihr vielleicht auch väterlicherseits und mütterlicherseits so kennt. Wahrscheinlich kennen wir alle aus eigener Erfahrung oder nächster Anschauung Familien, die nicht gut funktionieren, Familien, in denen es echte Probleme gibt, Familien, die vielleicht völlig zerrüttet sind.

[5:46] Und wir können manchmal vielleicht einfacher in anderen Familien zum sie eignen, zumindest ansatzweise verfolgen, wo die Ursache und welche Person vielleicht auch besonders dazu beigetragen haben. Und ich habe ja auch schon die Beobachtung gemacht, dass die Personen, die Familien kaputt machen, meistens sich dessen selbst gar nicht so bewusst sind.

[6:04] Wir müssen uns also die Frage stellen: Welchen Einfluss habe ich auf meine eigene Familie? Hat meine Ehe auf meine Eltern, auf meine Kinder, meine Verwandten, je nachdem, in welchem Gesichtskreis diese Frage gestellt wird?

[6:21] Erstens sollten wir natürlich unter keinen Umständen vergessen: Jeremia 3 und dort Vers 14 macht uns darauf aufmerksam, dass wir nicht in kollektiven Einheiten und auch nicht in Familien gerettet werden. In Jeremia 3 und dort Vers 14 lesen wir: "Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der Herr, denn ich bin euer Herr, und ich will euch nehmen, einen aus jeder Stadt und zwei aus jeder Familie, und euch nach Zion bringen." Die Idee ist hier, dass die Gläubigen nicht darauf warten sollen, dass alle Einwohner ihrer ehemaligen Heimatstadt daran in Babel und sagen: "Okay, wir gehen nach Hause." Oder sie sollten noch nicht warten, dass alle Familienangehörigen, die es dort gab im Exil, gemeinsam sich entschließen, nach Hause zu gehen.

[7:04] Gott sagt: "Und wenn es nur einer ist aus eurer Stadt, nur zwei aus eurer Familie, kommt zu mir." Es kann sein, dass wir in einer Familie leben, in der eben nicht das Wort Gottes die Grundlage ist, in der Menschen nicht Jesus folgen oder eben nicht so nachfolgen, wie Jesus es sich das wünscht. Und dann dürfen wir wissen, dass unsere persönliche Lösung ist ein sehr wesentlicher Grundsatz, nicht von unserer Familie abhängt.

[7:31] Viele Menschen haben erlebt, dass eine Entscheidung für Jesus auch in gewissem Grad eine Entscheidung gegen ihre Familie sein musste, zumindest gegen Ansichten ihrer Familie. Vielleicht hat das sogar dazu geführt, dass die Familie oder Teile der Familie ihre Sympathie, ihre Empathie entzogen haben, weil sie mit emotionalem Druck versucht haben, diese Entscheidung für Jesus aufzuhalten.

[7:58] Wir dürfen wissen, es gibt eine höhere Ebene als die Familie. Unsere Erlösung ist immer eine ganz persönliche, individuelle Sache. Trotzdem ist es so, dass Gott natürlich uns als Menschen, die er geschaffen hat, besonders gut kennt. Und er weiß, dass es nicht das Einfachste ist, alleine zu sein. Und ja, Gott segnet uns besonders, wenn wir durch Umstände wie aufgefordert sind, alleine zu sein, wenn niemand in unserer Familie uns zur Seite steht, wenn sich alle von uns abwenden, dann gibt er seinen besonderen Segen.

[8:36] Aber Gottes Wunsch ist es natürlich, und er kann natürlich niemanden zwingen, in unserer Familie es uns gleichzutun. Aber sein Wunsch ist es, dass wir in sozialen Gefüge leben, in Familien, in denen wir uns auch gegenseitig geistlich unterstützen können.

[8:55] Der Prediger Kapitel 4 stellt dieses Prinzip ganz grundsätzlich dargestellt und erklärt. Und Prediger 4 ab Vers 9: "Einer ist besser als der andere, denn die beiden haben einen guten Lohn für ihre Mühe. Denn wenn sie fallen, so hilft der eine dem anderen auf. Wer aber dem, der alleine ist, wenn er fällt, und kein zweiter da ist, um ihn aufzurichten. Auch wenn zwei beieinander liegen, so wärmen sie sich gegenseitig. Aber wie soll einer warm werden, wenn er allein ist? Und wenn man den einen angreift, so können die beiden Widerstand leisten, und eine dreifache Schnur wird nicht so bald zerrissen."

[9:45] Das Prinzip ist: Wir alle haben in diesem Leben mit Anfechtungen zu kämpfen. Wir alle sind schon gefallen, wir alle sind schon angegriffen worden. Und ich denke, viele von uns haben erlebt, wahrscheinlich alle in der einen oder anderen Form, dass es gut ist, wenn man dann einen Bruder, eine Schwester, einen Ehepartner, Eltern, Kinder hat, die einem zur Seite stehen. Auch ein guter Freund im Sinne der Gemeinde-Familie, der einem zur Seite steht, der einem wieder aufhilft, der einem mit neben einem steht.

[10:20] Gott weiß, dass er uns als soziale Wesen geschaffen hat. Er weiß, dass wir deswegen auch eigentlich besser funktionieren und uns ist leichter fällt, auch den Glauben auszuleben, wenn wir es in Gemeinschaft tun. Und das ist der natürlich der offensichtliche und tiefere Grund, warum wir in 1. Mose 2 und dort Vers 18 lesen: "Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht."

[10:53] Gott selbst hat die Ehe erfunden. Er hat Familie geschaffen, weil er wusste, wir brauchen Gemeinschaft. Das ist Gottes Ideal.

[11:06] Interessant ist hier das Wort "Gehilfen". Auch wenn wir jetzt nicht Zeit haben, das ausführlich zu studieren, man könnte vielleicht bei der deutschen Übersetzung den Eindruck haben, die Frau sei so etwas wie eine Hilfskraft, die jetzt so für das Grobe oder für die niederen Dienste zuständig sei. Aber das ist gar nicht die Idee. Im Hebräischen dieses Wort für "Gehilfen" wird meistens, wenn es im Alten Testament verwendet wird, sehr oft zumindest für die Hilfe verwendet, die Gott den Menschen gibt. Und da ist es eigentlich die Idee immer, dass der Mensch hat seine Grenzen, kommt Dinge, die er schafft, und Gott greift ein und Gott tut das für ihn, was er, der Mensch selbst, nicht tun kann. Und dass man sich auf Gott verlassen kann.

[11:42] Und in einem gewissen Sinne als Abbild davon sollte auch die Familie funktionieren, dass man füreinander da ist, dass man die Dinge tun kann, die der andere nicht schafft, dass man sich gegenseitig hilft, uns auf Augenhöhe. Deswegen einige Hilfen, die ihm entspricht.

[12:04] So stellen wir also fest, dass am Anfang der Menschheitsgeschichte die Familie steht. Und das wird ganz deutlich schon im ersten Kapitel von 1. Mose. In 1. Mose 1 und dort Vers 28 mit die ersten Worte, die Adam und Eva überhaupt von Gott vernommen haben, waren folgende: "Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde." Ganz am Anfang der Geschichte der Menschheit stand das Gebot, Familien zu gründen. Und damit wird uns deutlich, dass die Familie etwas ist, das wir aus dem Paradies mitnehmen.

[12:53] Manchmal sagen wir, und das ist ja nicht völlig verkehrt, ist mit zwei Dingen, die wir aus dem Paradies mitgenommen haben: den Sabbat und die Ehe. Aber eigentlich muss man bei etwas genauer sein. Wir haben nicht die Idee alleine mit dem User, das Prinzip der Familie, auch wenn erst nachdem Adam und Eva aus dem Garten Eden hinausgeworfen worden, denn erst dann die Familie größer wurde. Was Gottes Plan im Garten Eden, solche Familien zu haben, das war Gottes paradiesischer Plan, eine oder Familien hier auf dieser Erde zu gründen. Und das dann nach dem Sündenfall Familien gegründet worden sind, war nur die Weiterführung dieses Plans aus dem Paradies, was möglich war, weil Gott seine Erlösung durch Jesus Christus versprochen hatte.

[13:46] Interessant ist auch, wenn wir in 1. Mose 2 uns die Familie, das genauer anschauen, wie Herrgott sich das vorgestellt hat und Prinzipien lernen wollen, wie Familie nach Gottes Plan funktioniert, dann sehen wir in 1. Mose 2 Vers 24: "Darum wird ein Mann seine Frau verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein." Hier zeigt die Bibel, dass auch innerhalb einer Familie nicht alle zwischenmenschlichen Beziehungen auf derselben Ebene sind. Ein Mensch, ein Mann, der eine Frau heiratet, wird jetzt nach der Heirat zu seiner Frau eine innere Verbindung haben als zu seinen Eltern. Und er muss sogar Mutter und Vater verlassen, nicht in dem Sinne, dass er sich nicht mehr um sie kümmert und kein Interesse an ihm hat, aber die Eltern können nicht dieselbe Autorität über ihren Sohn haben wie dann die Ehefrau. Das heißt, innerhalb einer Ehe, so wie Gott seiner Familie, wie Gott sie sich vorstellt, gibt es auch verschiedene Ebenen, die wir aus dem Wort Gottes lernen dürfen und die dafür sorgen, dass, wenn sie beachtet werden, eine Familie gesund bleibt.

[15:03] Wahrscheinlich könnte man Bücher füllen mit Zeugnissen von Menschen, deren Leben bitter gemacht worden ist durch gerade die Nichtbeachtung dieses Verses, wo Familien kaputt gemacht worden sind oder schwer belastet gewesen sind, weil sich die Eltern zu sehr in die Ehe ihrer Kinder eingemischt haben, zum Beispiel. Das ist nur ein Beispiel, das man hier herausziehen kann, das deutlich macht: Gott möchte, dass auch die kleinste Familie, das Kern der Gesellschaft, auch ihren besonderen Schutz genießt.

[15:42] Noch etwas ist sehr wichtig, und das haben wir vorher schon mal kurz angedeutet, dass sie auch im Garten Eden noch einmal sehr klar angesprochen worden ist. In 1. Mose 3 und dort Vers 17. Das ist jetzt nach dem Sündenfall, und hier wird jetzt ein Prinzip von Gott uns deutlich gemacht, dass wir ganz dringend auch in unseren Familien beachten müssen. Das heißt hier: "Und so sprach Adam: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir geboten und sprach: Du sollst nicht davon essen, so sei der Erdboden verflucht um deines Willen. Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang."

[16:20] Adam hat eine persönliche Beziehung mit Gott, und er hatte eine ganz tiefe Liebe zu Eva. Und es gab diesen Moment in seinem Leben, als er realisierte, dass seine Treue und Liebe zu Gott und seine Liebe zu Eva in Konflikt geriet, nämlich in dem Moment, als Eva ganz aufgeregt und ganz aufgeputscht mit den Früchten vom Baum des Lebens kam und ihn davon geben wollte.

[16:48] Hast du das schon mal erlebt, dass Familienmitglieder, vielleicht sogar mit in Anführungsstrichen guter Intention, von dir etwas verlangen oder dich von etwas abhalten wollen, oder etwas verlangen, was gegen Gottes Willen ist, oder sich von etwas abhalten wollen, was eindeutig Gottes Wille ist? Du stehst plötzlich vor der Entscheidung: Soll ich Gott gehorchen oder meiner Frau? Soll ich auf meine Eltern hören oder mich auf Gott hören? Was soll ich tun, was meine Kinder so dringend von mir möchten? Oder soll ich Gottes Willen an die erste Stelle setzen?

[17:25] Es passiert nicht selten, dass wir gerade, weil uns familiäre Bindungen so wichtig sind, gerade weil wir unsere engsten und liebsten nicht enttäuschen wollen, dass wir so wie Adam falsche Entscheidungen treffen und dann jemanden, der uns sehr lieb und wert und teuer sein sollte, auf eine Stelle heben in unserem Denken, unserem Herzen, und die Person nicht hingehört. Kein Mensch, weder ein Ehepartner, noch Eltern, noch Kinder, noch sonst irgendjemand, auch kein Freund, kann die Stelle von Gott einnehmen, ohne dass dadurch eine Katastrophe entsteht. Es erschien nur eine Kleinigkeit zu sein, vielleicht in den Augen von Adam, einen Apfel zu essen. Aber die Folgen der Katastrophe, die sind unermesslich.

[18:15] Zumindestens für Menschen, kein Familienmitglied also, es sollte eine höhere Autorität als Gott haben. Denn wie wir hier sehen, in 1. Mose 3 Vers 6 ganz deutlich zum Ausdruck kommt: "Wir können einen Einfluss zum Guten als auch einen Einfluss zum Negativen sein in der Familie." 1. Mose 3 Vers 6 heißt es: "Und die Frau sah, dass man von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß." Die Frau sollte eigentlich eine Hilfe sein und erwies sich jetzt hier in diesem Fall als ein Instrument des Satans.

[19:06] Ehepartner sollen sich gegenseitig geistlich stärken. Dafür hat Gott die Ehe geschaffen. Aber es kommt auch vor, und zwar nicht allzu selten, dass Ehepartner sich eher noch gegenseitig herunterziehen, dass sie gegenseitig sich in ihrem Glauben angreifen, ihren Glauben gegenseitig schwächen durch das, was sie sagen und tun.

[19:29] Wir müssen also Sorge dafür tragen, dass wir in unseren Familien einen Einfluss zum Positiven, zum Geistlichen, zum Stärkenden, Ermutigenden haben. Und ich denke, jeder von uns wird sich sofort bewusst sein – das geht mir nicht anders als dir – dass wir wahrscheinlich Nachholbedarf haben, dass wir wachsen müssen, dass wir Fehler gemacht haben. Denn nirgendwo wird das so deutlich wie in der Familie, wo man mit einigen Menschen ganz eng, ganz viel zusammen ist, wo die eigenen Fehler in aller Deutlichkeit, meiner Sicht, am schmerzlichsten einem bewusst werden.

[20:08] Was interessant ist, ist, wie sich diese Geschichte des Sündenfalls in Bezug auf die Familie entwickelt hat. Adam hat offensichtlich sich entschieden, lieber mit Eva zu sterben, als alleine ohne sie zu sein. Das klingt vielleicht auf den ersten Moment ganz romantisch, war aber in Wirklichkeit ein Selbstbetrug. Denn als sie kurze Zeit später von Gott mit ihrer Sünde konfrontiert worden war, war mit dieser vermeintlichen Liebe nicht mehr weit her.

[20:35] In 1. Mose 3 und dort Vers 11 lesen wir: "Da sprach er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du sollst nicht davon essen?" Da antwortete der Mensch: "Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß."

[21:00] Sünde hatte die Familie zerstört. Als Adam jetzt mit seiner eigenen Schuld konfrontiert wird, will er alle Schuld auf die Person legen, für die er gerade noch sein Leben geben wollte, um mit ihr zusammen zu sein. Und zwar nicht im Sinne einer Erlösung, sondern dass er selbst auch gesündigt hat, um lieber mit ihr zusammen zu sein.

[21:29] Wenn wir denken, dass wir um der Familie willen Sünde begehen können, Gottes Wort missachten, seine Gebote brechen, dann, wenn wir feststellen, dass genau durch diese Tat wir eigentlich unsere Familie schwächen und letztlich zu zerrütten und Beziehungen zerstören. Denn kein Mensch kann gegen Gottes Gebote bewusst sündigen und gleichzeitig dafür sorgen, dass Beziehungen besser werden in seinem Umfeld. Nein, Beziehungen werden leiden darunter, dass wir gegen Gott sündigen.

[22:03] Was das alles für die erste Familie bedeutet, als dann die Kinder kamen. Adam und Eva bekamen erst Kinder, als sie gesündigt hatten, die Vergebung Gottes in Anspruch genommen haben, den Plan der Erlösung, so weit sie ihn damals verstehen konnten, verstehen durften und dem Glauben daran jetzt ihr Leben außerhalb des Gartens gelebt haben. In dieser Zeit kamen die ersten Kinder.

[22:35] In 1. Mose 4 und dort Vers 1 und 2 lesen wir. Vers 1 lesen wir: "Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie wurde schwanger und gebar den Kain. Und sie sprach: Ich habe einen Mann erworben mit der Hilfe des Herrn." Eins ist ganz deutlich in diesem Vers: Eva war eine gläubige Mutter. Vers 2 wird deutlich, dass man ihnen auch gute Dinge beigebracht hat und weitergebracht hat.

[22:58] beigebracht hat und weitergebracht, wie einen Bruder Abel. Und Abel wurde ein Schafhirte, kein Bauer. Offensichtlich haben Adam und Eva ihren Kindern beigebracht, dass es wichtig ist, auch zu arbeiten, dass man nicht nur faul daher liegen kann, sondern dass man sinnvolle Beschäftigung braucht. Sie hatten, dass er selbst von Gott gelernt im Garten Eden, als er ihnen in 1. Mose 2,15 die Arbeit anvertraut hatte für den Garten. Also, wir sehen, Adam und Eva von Eden wird sie explizit gesagt, aber von Adam dürfen wir jetzt auch annehmen, waren gläubige Eltern und sie haben ihren Kindern gute Prinzipien weitergegeben.

[23:34] Die nächsten Verse machen deutlich, dass sie ihnen auch von dem Erlösungsplan erzählt haben und dass sie ihnen beigebracht haben, nicht nur Gott zu kennen, sondern auch zu Gott zu beten. Beide Kain und Abel wussten, dass es Gott gibt und sie wussten, dass man zu Gott beten kann, dass man zu Gott beten muss. Lesen wir Vers 3 und 4. Und es geschah nach geraumer Zeit, dass Kain dem Herrn ein Opfer darbrachte von den Früchten des Erdbodens. Und auch Abel brachte ein Opfer davon, in erster Linie seiner Schafe und von ihrem Fett. Und der Herr sah Abel und sein Opfer an. Sie kannten beide aus, offensichtlich aus der Erziehung, die sie genossen haben, die Existenz Gottes und die Wichtigkeit der Anbetung.

[24:20] Was auch deutlich wird, ist, dass nicht beide Kinder den Erlösungsplan so angenommen haben, wie er ihnen von den Eltern wohl vermittelt worden ist. Dass Abel musste von dem Erlösungsplan, das erste 3 kennen, denn er bringt ja hier ein blutiges Opfer. Gott selbst hatte das erste Opfer veranlasst, als in 1. Mose 3,21 Kleider aus Fell gemacht worden von Gott gemacht worden waren, um die Nacktheit, Symbol für die Sünde und Schuld, zu bedecken. Adam und Eva haben dieses Prinzip des stellvertretenden Todes des Erlösers ihren Kindern beigebracht und Abel hat auch wirklich auf diese Erlösung vertraut.

[25:10] Aber wohl Adam und Eva gläubige Eltern waren und obwohl sie ihren Kindern die Wahrheit beigebracht haben, obwohl sie ihnen gute Prinzipien mitgegeben haben, konnten sie doch nicht dafür garantieren, dass beide Kinder auch wirklich die Erlösung für sich persönlich in Anspruch nehmen. Und auch das müssen wir verstehen, es gibt keine Garantie, dass wenn ich das und das und das und das und das und das und das tue, dass dann garantiert meine Kinder gläubig sein werden. Wenn es so etwas gäbe, würde Gottes Ruf an alle Menschen anwenden.

[25:48] Wir müssen also verstehen, dass wir zwar aufgefordert sind, geistlich den bestmöglichen Einfluss in unserer Familie auszuüben, aber wir müssen auch verstehen, dass es eine Freiheit gibt und dass wir letztendlich keinen unserer Familienangehörigen zwingen können, sich für Gott zu entscheiden. Und wir sehen auch hier wieder, wie Unglaube Beziehungen zerstört.

[26:11] In Vers 5 bis 7 lesen wir: "Aber Kain und sein Opfer sah er nicht an. Da wurde Kain sehr wütend und sein Angesicht senkte sich. Und daher sprach Gott: 'Warum bist du so wütend und warum senkt sich dein Angesicht? Ist es nicht so, wenn du Gutes tust, so darfst du den Haupt erheben? Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet, du aber sollst über sie herrschen.'" Gott versucht, dem Kain deutlich zu machen, dass seine Unzufriedenheit mit seinem Bruder und sein Ärger und Zorn und Neid und alles, was da so an Emotionen in seinem Herzen kochte, was auch wir manchmal in den Familien nur allzu deutlich erleben, dass all das beigelegt werden könnte, wenn er doch endlich die Erlösung annehmen würde, die Gott versprochen hatte.

[26:57] Wenn er das sind Opfer, das vor wie es im Hebräischen eigentlich auch übersetzt werden kann, das sind Opfer vor dem Eingang des Paradieses, wenn er das annehmen würde, wenn es dort hinlegen würde, da es liegt ja dort ist, kann er dort liegen und dann würde auch wieder die Beziehung zwischen dem Erstgeborenen und dem Zweitgeborenen wieder ganz gut sein. Dann im Hebräischen, das ist eigentlich nicht nur bei soll es über sie, die sind Herrschen, sondern sollst über ihn herrschen, über den Abel. Aber er hat das nicht angenommen.

[27:29] In Vers 8 und 9 lesen wir: "Und Kain redete mit seinem Bruder Abel, und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. Da sprach der Herr zu Kain: 'Wo ist dein Bruder Abel?' Er antwortete: 'Ich weiß es nicht. Soll ich meines Bruders Hüter sein?'" Weil Kain das Evangelium ausgeschlagen hat, verliert er allen Respekt vor seinem Bruder. Und vielleicht kennst du es auch aus eigener Erfahrung, dass es in den Familien manchmal sehr respektlos zugeht, dass man manchmal denen, die einem am nächsten sind, die ersten Wunden zufügt. Die meiste Verbitterung durch Menschen entsteht, die einem sehr nahe verwandt sind.

[28:20] Das hat damit zu tun, dass das Evangelium abgelehnt wird, wirken des Heiligen Geistes zurückgewiesen wird, und dann gibt es zu dramatischen, dramatische Resultate. Auch Kain hat eine Familie gegründet. Wir lesen in 1. Mose 4,17: "Und Kain kannte seine Frau, sie wurde schwanger und gebar Henoch. Und er baute eine Stadt und nannte sie nach dem Namen seines Sohnes Henoch." Diese Familie, die Familie von Kain, wurde zu einer Welle der Post-Zeit auf dem Planeten. Skizziert sind noch einige der nächsten Generation, die von ihm abstammten und später sehen wir, dass nach etwa anderthalb Jahrtausenden der Einfluss dieser einen Familie, wir von Generation zu Generation weitergegeben worden ist, wie ein Sauerteig am Ende fast die gesamte Weltbevölkerung erfasst hatte, so dass die Sintflut kommen musste und nur acht Personen nicht von diesem verderblichen Einfluss befallen waren.

[29:23] Zu dem Zeitpunkt, als das Wasser fiel, da sehen wir, wie sehr was eine Familie bewirken kann. Die Familie von Kain hat für anderthalb Jahrtausende einen Einfluss ausgeübt durch die nachfolgenden Generationen, sehr zum Nachteil der Menschheit. Aber es gibt auch andere Familien in der Bibel, die positiven Einfluss ausgeübt haben. Und die größte von ihnen, also die Familie mit dem allergrößten Einfluss, ist letztlich die Familie von Jesus.

[29:57] Ich bin auch unser Erlöser, der die Sünden der ganzen Welt getragen und noch deine und meine Sünden. Er kam nicht auf diese Welt einfach als König der Könige. Er kam auch nicht einfach nur als Lehrer. Er kam auch als Familienmitglied. Er gliederte sich ein in diese Struktur, die er selbst geschaffen hatte. Er kam als Kind einer Mutter, so wie es die Propheten vorhergesagt hatten, wie in Jesaja 7, zum Beispiel. Und akzeptierte auch die Autorität eines irdischen Vaters.

[30:38] Schauen wir uns etwas die Familie von Jesus genauer an, von der wir einiges lernen können. In Lukas Kapitel 1 und dort Vers 28 bis 30, der Engel Gabriel kommt hier zu Maria. Dort heißt es: "Und ein Engel kam zu ihr herein und sprach: 'Sei gegrüßt, du Begnadigte! Der Herr ist mit dir. Du Gesegnete unter den Frauen!' Als sie aber erschrak, sie über sein Wort und dachte darüber nach, was das für ein Gruß sei. Und der Engel sprach zu ihr: 'Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden.'" Seine Mutter war eine gläubige Frau, eine Frau mit einem besonderen Glauben, eine Frau, der Gott persönlich die Erziehung seines eigenen Sohnes anvertrauen konnte.

[31:24] Weiter lesen wir in Vers 37: "Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich." Maria aber sprach: "Sieh hier, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort." Und der Engel schied von ihr. Das Besondere an dieser Maria, das Besondere an ihr, waren nicht einfach nur, dass sie vielleicht schön war oder klug, war gebildet und arbeitsam. Das Besondere an ihr, warum sie die Mutter von Jesus sein konnte, war, dass sie aus dem Wort Gottes lebte, dass sie so einen großen Glauben hatte, dass das Wort Gottes für sie auch dann galt, wenn es aller menschlichen Erfahrungen zu widersprechen schien.

[32:06] Jesus selbst wird ja das Wort Gottes genannt. Und es ist kein Zufall, dass er sich eine Mutter auswählte, die ihn auf dieser Erde erziehen sollte, die solch eine hohe Meinung vom Wort Gottes hatte. Das Beste, was wir für unsere Kinder tun können, ist, dass wir Glauben haben an das Wort Gottes, dass es tun kann, was es sagt, selbst wenn wir persönlich noch nicht sehen, wie das möglich sein sollte. Dieses Vertrauen in Gottes Wort hat Maria ausgezeichnet.

[32:43] Auch Josef hatte ein ganz ähnliches Vertrauen in Gottes Wort. Schauen wir in Matthäus Kapitel 1 und dort ab Vers 19. Auch hier haben wir wieder Gabriel, der jetzt den juristischen Vater, den juristischen Vater auf Erden von Jesus besucht. In Matthäus 1, Vers 19, noch vor der Geburt von Jesus, natürlich, da heißt es: "Aber Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht der öffentlichen Schande preisgeben wollte, dachte, sie heimlich zu entlassen. Wäre dabei dies im Sinn hatte, sie da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: 'Josef, Sohn Davids, soll ich nicht Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen? Denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist.'"

[33:33] Erklärt einiges weiter und wir erfahren, dass das die Erfüllung von Jesaja 7,15 ist. Und dann heißt es in Vers 24: "Als nun Josef vom Schlaf erwachte, handelte er so, wie es ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er kannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte. Und er gab ihm den Namen Jesus." Was wir hier sehen, ist zunächst einmal Josef, war gerecht, aber auch sehr taktvoll. Er stand zum Wort Gottes, er konnte Sünde nicht gutheißen, aber er hatte auch ein ganz feines Gespür für Menschen. Er wollte nicht, dass Maria, von der er offensichtlich noch nicht ganz überzeugt war, vielleicht, dass hier wirklich Gottes Eingreifen vorlag, er wollte sie nicht der Schande preisgeben. Das ist eine ganz interessante Eigenschaft, die Josef gehabt hat.

[34:25] Er wissentlich gewann Josef gestorben ist, vermutlich irgendwann im Laufe, noch bevor Jesus dann seinen Dienst begonnen hat. Aber es ist die allererste Sahne von Josef von Jesus. Muss Josef auch einen einen Einfluss auf ihn ausgeübt haben, und der Charakterzüge von Josef, der wird nicht ohne Folgen gewesen sein und nicht ohne Eindruck auch auf Jesus.

[34:49] Und dann sehen wir hier, dass auch Josef dem Wort Gottes vertraut, selbst wenn das bedeutet, dass andere Menschen ihn vielleicht mit Verachtung behandeln. Denn wir sehen in den Evangelien immer wieder impliziert, dass Menschen zum Beispiel in Nazareth davon ausgingen, dass Jesus ein illegitimes Kind ist und unehrlich gezeugt worden ist. Und das hat auch auf den Josef eine große Schande gebracht. Aber Josef hat dem Wort Gottes vertraut und sich dann eindeutig zu Maria bekannt.

[35:18] Jesus hatte nicht nur Eltern hier auf Erden. Wir lesen Markus 6, dass er auch Geschwister hatte. Markus 6 überliefert uns sogar die Namen der Brüder, seine älteren Brüder. In Markus 6 und dort Vers 3 heißt es: "Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria, der Bruder von Jakobus und Jesus und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns?" Und die Namen, Anschluss an ihm, dass es genau diese Stelle, wo deutlich noch mal wird, dass das man Jesus somit mit Verachtung gesehen hat, gerade diejenigen, die seine Familie gut kannten und den Eindruck hatten, dass sie eine unehrliche Erzeugung vorlag.

[36:00] Jesus hatte Geschwister, hatte Brüder und er hatte Schwestern. Und das wird nicht immer einfach für ihn gewesen sein für alle. Und viele von uns kennen das vielleicht, Brüder und Schwestern zu haben. Und interessant ist auch die andere Perspektive: Was für ein Geschwisterchen muss Jesus gewesen sein? Einer, der nie ärgert, der nie sich beschwert, der nie ja irgendwie die Eltern gegeneinander ausspielt, der die Geschwister eins auswischen möchte. Jesus war ein ganz besonderes, ein ganz besonderer Bruder.

[36:36] Und wie wir in die Inspiration auch lesen können, haben, dass seine Brüder nicht immer so geschätzt. Wir wissen aus der Bibel, dass er in einer rauen Umgebung lebte. In Lukas 2,39 deutlich, dass er in Nazareth aufgewachsen ist. Dort heißt es: "Und nachdem sie alles vollbracht hatten, nach dem Gesetz des Herrn, kehrte zurück nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth." Eine Stadt, die sprichwörtlich bekannt war für ihre Bosheit. Werden uns vielleicht ein Johannes 1,46, so ein berühmtes weises Ausrufen: "Was kann aus Nazareth Gutes kommen?" Diese Familie lebte nicht in einer Luxusgegend, nicht abgeschirmt von dem Dreck und Schmutz der Welt, sondern mitten im sozialen Brennpunkt.

[37:27] Und doch wurde Jesus von Anfang an als Kind auch von Gott geführt. In Vers 40 lesen wir: "Das Kind aber wuchs und wurde stark im Geist, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm zu jedem Alter." War eher so wie ein Kind sein sollte, aber ein besonderer Weise war vom Heiligen Geist erfüllt. Sein Charakter war anders als der der normalen Kinder. Oder wurde von seiner Mutter Maria erzogen. Er ging nicht in die Schule, hat nicht mal einen Grundschulabschluss sozusagen, sondern seine Mutter Maria hat ihn unter diesen. Das hatte dramatische Auswirkungen.

[38:03] Lukas 2 lesen wir, wie er mit zwölf Jahren zum ersten Mal im Tempel ist. Und in Vers 46 und 47 heißt es: "Und es geschah nach drei Tagen, dass sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wir ihnen zuhört und sie befragte. Er staunte über alle, aber alle, die ihn hörten, über sein Verständnis und seine Antworten." Seine Mutter hat ihn so erzogen, dass nach zwölf Jahren er den Theologen seiner Generation überlegen war. Und dass man uns vielleicht an einen Bibelvers, der hier im Leben von Jesus sich buchstäblich erfüllt hat, und zwar in Psalm 119,99: "Mein liebstes Fertig bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach." Was auch hier diese Geschichte, Lukas 2, interessanter ist.

[38:53] Jesus hat mit zwölf Jahren seine eigene Identität in Gott gefunden. Vers 49 sagt: "Oder sprach zu ihnen: 'Weshalb habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?'" Mit zwölf Jahren hat Jesus verstanden, es gibt eine höhere Autorität in meinem Leben als nur meine Eltern.

[39:15] Und trotzdem hat er sich dann weiterhin seinen Eltern untergeordnet in allen Fragen, die nicht direkt dem Willen seines Vaters widersprachen. Und Vers 51: "Und da ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und ordnete sich ihnen unter." Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Von Jesus dürfen wir beides lernen. Wir müssen beides lernen: die Bereitschaft, Gott an die allererste Stelle zu setzen und keinen Kompromiss zu machen, egal für wen, sondern Gottes Wort immer als die Richtschnur zu haben. Und gleichzeitig dort, wo wir, wo Gottes Wort nicht gebrochen wird, wo wir nicht in Konflikt kommt mit seinen Geboten, uns auch unterzuordnen unter die Autoritäten, die Gott verordnet hat.

[40:00] Das werden wir vielleicht sogar uns schlauer fühlen, oder vielleicht sogar schlauer sind als diese Autoritäten. Wenn der Jesus, den Theologen hier voraus war, dann wird er sicherlich auch seine Mutter intellektuell schon überflügelt haben. Aber er ordnete sich unter dieses Gebot, dass Jesus hier ausgeführt hat. Das fünfte Gebot: "Du sollst Vater und Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt." 2020 dieses fünfte Gebot ist nicht nur auf Eltern alleine beschränkt, sondern auf alle Menschen, denen Gott besondere Autorität in bestimmten Bereichen unseres Lebens delegiert hat. Das können Lehrer sein, zum Beispiel in der Schule, auch wenn ich vielleicht sogar schon klüger bin als mein Lehrer, sollte ich mich ihm unterordnen.

[40:53] Und vielleicht realisieren wir jetzt alle in diesem Moment, wie schwer die gegenwärtig gesündigt haben in unserer Schulzeit. Wir sollen uns unterordnen unter unseren Lehrern, wenn es nicht im Wort Gottes widerspricht. Und ja, auch in diesen Zeiten noch einmal wichtig zu betonen, wir sollen uns auch der Obrigkeit unterordnen, wenn es dem Wort Gottes nicht widerspricht. Von Jesus können wir das hier lernen.

[41:17] Und dann heißt es in Vers 52: "Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und den Menschen." Und das hier spricht von Jesus nach dem Tempelbesuch. Das heißt, als er dann 12 und 13 und 14 und als der Teenager war, als Jugendlicher war, hörte das nicht auf. In fast allen Familien ist der Zeitpunkt, wo die Kinder Teenager werden und in die Pubertät kommen, oft ein Bruch und irgendwie so eine halbe Katastrophe. Vielleicht bei Jesus gab es keinen Bruch. Es gab nicht schwere Auseinandersetzung und Rebellion. Jesus hat uns hier eigentlich gezeigt, wie Pubertät auch aussehen kann, nämlich indem er seine eigene Beziehung zu Gott entdeckt hat und sie eigenverantwortlich gelebt hat.

[42:03] Und auch deutlich gemacht hat, dass er Gott an die erste Stelle setzt, ohne gleichzeitig gegen die Eltern zu rebellieren und ihnen das Leben irgendwie schwer zu machen. Die Familie von Jesus hat ihn nicht immer verstanden. Auch später in seinem Dienst gibt es Situationen, wo sie ihn wohl zur Räson rufen wollten, wo sich das Gerücht breit machte, er wäre irgendwie von Sinnen und die Familie sich aufmacht, um ihn wieder zu Sinnen zu bringen.

[42:31] In Matthäus 12,46 heißt es: "Während aber noch zu dem Volk redete, sie da stand seine Mutter und seine Brüder draußen und wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: 'Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden.' Er antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: 'Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?' Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: 'Seht da, meine Mutter und meine Brüder.'"

[42:59] Wenn die Familie und sein Eifer für Gott, also den echten, vom Heiligen Geist geführten Eifer, nicht zu blindem, fanatischem Eifer, als ein einfacher für Gott bremsen will. Wenn die Familie und seinen Gehorsam für Fanatismus hält, unsere Liebe zu Gott für für blinden Eifer, dann dürfen wir wissen, dass es eine höhere Familie gibt als die irdische Familie, die uns vielleicht auf dem Weg zu dem Weg zum Himmel aufhalten will. Die Familie der Gläubigen, die Familie der Jünger Jesu ist dann unsere viel wichtigere Familie.

[43:38] Aber damit soll sich der Eindruck entstehen, dass Jesus sich nicht für seine Familie interessiert hatte. Ganz im Gegenteil, selbst in den letzten Momenten seines Lebens, fordern am Kreuz von Golgatha gestorben ist, lesen wir in Lukas Erzeugung und Johannes 19, dort Vers 27, als einer der letzten Aktionen, die er dort am Kreuz noch durchgeführt hat. Darauf spricht er 426: "Als nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er liebte, spricht er zu seiner Mutter: 'Frau, siehe, dein Sohn!' Darauf spricht zu dem Jünger: 'Siehe, deine Mutter!' Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich." Er hatte ein Interesse, dass es seinen Familienangehörigen gut ging.

[44:25] Und so spielt dann, und das ist interessant, nach der Auferstehung und Himmelfahrt Jesu, die Familie von Jesus eine ganz zentrale Rolle in der Urgemeinde. Lesen Apostelgeschichte 1, Vers 14: "Diese aber blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu."

[44:43] mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern waren nicht nur die Apostel, sondern auch die direkte Familie von Jesus, die jetzt eine leitende, eine Schlüsselrolle hatte in der Urchristenheit. Wir sehen das beispielhaft an seinem Bruder Jakobus im Galaterbrief. Später, Jahre später, erwähnt Paulus ihn mehrmals. Er sagte, Galater 1, Vers 19: "Ich sah aber keinen der anderen Apostel, Jakobus, den Bruder des Herrn." Also Jakobus war einer der ersten, der hier persönlichen Kontakt mit Paulus hatte. Und dann in Kapitel 2, Vers 9 heißt es: "Und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben ist, reichten Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen gelten, mir und Barnabas die Hand der Gemeinschaft, damit wir unter den Heiden, sie aber unter der Beschneidung führten." Jakobus, der Bruder von Jesus, galt als eine Säule der Gemeinde. Er war dann später auch jahrelang Gemeindeleiter der Urgemeinde, der ersten christlichen großen Gemeinde in Jerusalem. Er hat dann auch das letzte Schlussurteil im Apostelkonzil von Apostelgeschichte 15 gesprochen. Wir sehen also auch den Jakobusbrief geschrieben. Wahrscheinlich ist auch der Judasbrief ein Brief eines Bruders von Jesus. Die Familie von Jesus hat also noch über einen langen Zeitraum einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Formierung der Christenheit.

[46:10] Zum Schluss noch ein paar ganz praktische Gedanken aus dem Wort Gottes. In Epheser Kapitel 6, Vers 4 werden oft Zeit, würde ich mir alle schaffen hier anzuschauen. Ihr könnt dem Sender Manuskript euch auch noch die weiteren Verse anschauen in der Epheser 6. Und dort Vers 4 heißt es: "Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn." Interessant, dass hier das griechische Wort "paideia" übersetzt werden kann mit "Erziehung", also mithilfe der Zucht und Erziehung. Das ist die Erziehung mit der Bildung mit "paideia", schon mit der Pädagogik und der Ermahnung des Herrn. Also reize nicht zum Zorn, sondern erziehe sie so, wie Gott erzieht. Wende die Pädagogik Gottes an. Das ist eigentlich die Idee, die in diesem Vers drinsteckt. Und in Sprüche 31, ein berühmtes Kapitel über die tüchtige Frau, wo manchmal sehr einseitig ihre ganzen handwerklichen Fähigkeiten hervorgehoben werden, aber es gibt noch mehr zu sagen von dieser hier so ideal dargestellten Ehefrau und Mutter. Da heißt es in Vers 26 in Sprüche 31, 26 bis 28: "Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundliche Unterweisung ist auf ihrer Zunge. Sie behält die Vorgänge in ihrem Haus im Auge und isst nicht das Brot der Faulheit. Ihre Söhne wachsen heran und preisen sie glücklich, man rühmt sie ebenfalls." Sie ist nicht einfach nur fleißig und tut alle Dinge, die wir sonst in den Versen beschrieben sind. Nein, sie hat sehr weise Worte, wenn sie etwas sagt, hat das Gewicht. Ihre Kinder und ihr Mann sind stolz auf sie, weil sie nicht nur fleißig, sondern auch klug ist, weil sie mit viel Weisheit also eine Kontrolle hat und den ganzen ganzen ganzen Familie managt. Aber das ist eine sehr schöne Beschreibung, was Frauen alles leisten können, die mit Gottes Geist zusammenarbeiten in der Familie.

[48:24] Ganz besonders zum Schluss wollen wir uns noch einige wenige Punkte anschauen. Zweiter Grund, sechs, ein Punkt, den wir nicht überspringen dürfen, einfach, weil er so wichtig ist auch für unsere Gemeinden. In 2. Korinther 6, und dort Vers 14: "Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?" Es kommt immer wieder vor, dass Menschen ungläubige Partner heiraten, und das oft mit den besten Intentionen und mit dem ganz aufrichtigen Ziel, dann den Partner im Laufe der Ehe zu bekehren. Und es mag auch einmal gelingen. Aber die traurige Realität zeigt, dass Kinder, die in einer Familie aufwachsen, in denen einer der Eltern glaubt und der andere nicht, ungleich schwerer haben als Kinder, in denen beide Eltern glauben. Immer und immer wieder wird es in den Gemeinden sehr deutlich, wenn es passiert ist, dann dürfen die Gott um Gnade bitten. Wir dürfen beten, wir dürfen zu Jesus, dass wir die Leistung in Anspruch nehmen, dass Gott für uns kämpft. Aber Gott warnt uns auch, bevor es geschieht, dass wir es erst gar nicht tun. Wer gegen Gottes Rat aus eigenem Antrieb wissentlich einen Ungläubigen heiratet, der gefährdet letztlich das geistliche Wohl seiner Kinder.

[49:58] Was ist der Schlüssel für eine gute Familie? In Philipper 4, und dort Vers 8 lesen wir: "Im Übrigen, Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohl lautet, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht." Gute Taten, gute Gedanken über den anderen, gute Gedanken über Gott, über sein Wort werden zu einer guten Atmosphäre, zu guten Worten, zu guten Taten, zu guten Charakteren, zu einem guten, harmonischen Familienleben führen.

[50:31] Ganz zum Abschluss wollen wir uns noch einmal dem 5. Mose, Kapitel 6 kurz zuwenden, weil hier Gottes Plan für die Familien auf eine besondere Weise dargestellt ist. Ich liebe dieses Kapitel. 5. Mose, Kapitel 6, heißt es vielleicht sogar voran, das 5. Vers 29: "Wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und alle meine Gebote allezeit zu halten, da wird es ihnen gut gehen und ihren Kindern ewiglich." Gott wünscht sich in diesem Vers so sehr, dass wir ein Herz haben, das an ihm festhält, weil es dann unseren Familien gut geht. Gott wünscht sich, dass es meiner Familie gut geht, dass es deiner Familie gut geht. Er wünscht es sich so sehr. Die Israeliten wollten aber Gottes Stimme hier am Werk sind ja nicht mehr hören. Und Mose sollte ihnen dann die Gebote und Satzungen und Rechtsbestimmungen geben. Und auf diese, darauf bezieht sich jetzt Kapitel 6, Vers 1: "Und dies ist das Gebot, die Satzung und die Rechtsbestimmungen, die der Herr, euer Gott, euch zu lehren geboten hat, dass ihr sie tun sollt in dem Land, in das ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen, dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest und alle seine Satzungen und Gebote hältst, dich der Gebote, du und deine Kinder, deine Kindeskinder, alle Tage deines Lebens, damit du lange lebst." Höre, Israel, dort achte darauf, sie zu tun, damit es dir gut geht und ihr sehr geehrt werdet, so wie es der Herr, der Gott an der Väter, erwiesen hat in einem Land, in dem Milch und Honig fließt. Was Gott hier sagt, sei es, wenn diese Gebote von Generation zu Generation weitergegeben und beachtet werden, dann wird das Leben reichlich gesegnet werden.

[52:08] Also, was ist zu tun? Vier und fünf: "Höre, Israel: Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft." Das ist das Entscheidendste. Dass wir nicht einfach nur Gebote auf Stein oder in biblischer Form irgendwo im Schrank zu stehen haben, sondern dass wir auf Gottes Stimme hören. Dass wir nicht damit zufrieden sind, dass uns so etwas sagt, was der passt uns etwas sagt, dass wir hinhören, was Gott mir persönlich gesagt hat. Dass wir nicht mit theoretischer Wahrheit zufrieden sind. So viele Familien auch in unseren Gemeinden deswegen kaputt, weil man sich mit theoretischer Wahrheit zufrieden gibt und weil in den Familien so selten das erlebt wird, dass wir wirklich auf Gottes Stimme hören und ihn mit ganzem Herzen lieben, weil wir seine Liebe für uns in der Erlösung erlebt und entdeckt haben.

[52:57] Diese Worte, die heute geboten, solltest du auf dem Herzen tragen. Es reicht nicht, dass wir als Familie eine Familienbibel haben, aus der wir lesen. Das Wort Gottes muss unserem Herzen sein. Und du sollst deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg ist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Und sollte zum Zeichen auf deine Hand bin, und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein. Und du sollst sie auf die Pfosten seines Hauses und an deine Tore schreiben. Kinder sollten das Wort Gottes von ihren Eltern hören, und zwar im Alltag, zu Hause, auf Reisen, im Urlaub, am Morgen, am Abend. Sollte das verständlich sein, dass Kinder merken, Mama und Papa lieben das Wort Gottes. Sie reden immer wieder davon. Es ist in ihrem Denken, ihre Entscheidung werden entschieden nach dem Wort Gottes. Sie lieben Jesus. Es trägt das Denken der Familien. Die Familie ist so von dem Wort Gottes erfüllt, dass selbst Nachbarn, Leute von draußen sehen, nicht wahr, an den Türpfosten, dass sie sehen, hier ist eine Familie, die Gott von ganzem Herzen liebt.

[54:05] Und dann springen wir an das Ende des Kapitels in Vers 20: "Wenn nun dein Sohn in Zukunft fragt, fragen uns sagen wird: Was sind das für Zeugnisse, Satzung und Rechtsbestimmungen, die der Herr, unser Gott, geboten hat?" Jede Generation muss neu die Wahrheit kennenlernen, muss neu die Kraft des Evangeliums kennenlernen. Und sie hat dann den Vorteil, hoffentlich aus den Erfahrungen der Elterngeneration aufbauen zu können. So sollst du deinem Sohn sagen: "Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und der Herr führte uns mit starker Hand aus Ägypten. Und der Herr tat vor unseren Augen große und schreckliche Zeichen und Wunder in Ägypten, am Pharao oder seinem ganzen Haus. Das allerentscheidendste in aller Erziehung sind nicht nur wichtige Prinzipien und richtige Wahrheiten und das richtige Ausführen von bestimmten Dingen, sondern die persönliche Erfahrung mit Gott, die dem Kind weitergegeben wird."

[55:03] Vielleicht gibt es so viele geistliche Probleme in unseren Gemeinden, weil es zu wenige von uns erlebt haben, dass in der Familie selbst über echte Erfahrungen mit Gott im persönlichen geistlichen Leben gesprochen hat. Bis 23: "Uns aber führte er erfahren dort heraus, um uns hierher zu bringen und uns das Land zu geben, dass er unseren Vätern zugeschworen hat." Eltern sollten ihren Kindern nahelegen, wie sich die Verheißungen Gottes in ihrem eigenen Leben erfüllt haben. Es ist eine Sache, eine Theorie gepredigt zu bekommen, so wahr sie auch sein mag. Das, was mich am meisten geprägt hat, war, wenn ich gesehen habe, wie meine Eltern sich an das Wort Gottes geklammert haben und Erfahrungen mit Gott gemacht haben. Wenn zum Beispiel hat Erfahrung, die mich sehr geprägt haben, wenn ich gemerkt habe, dass das, was in der Bibel steht, was ich gelehrt bekommen habe von meinen Eltern, umgesetzt worden ist, um Gott eingegriffen hat. Nichts vermag so sehr den Glauben von Kindern zu bringen.

[56:02] Vers 24: "Und er hat uns geboten, alle die Satzung zu halten, dass wir den Herrn, unseren Gott, fürchten und es uns gut geht alle Tage und er uns am Leben erhält, wie es heute der Fall ist. Und es wird uns zur Gerechtigkeit dienen, wenn wir darauf achten, alle diese Gebote vor dem Herrn, unserem Gott, zu tun, die er uns geboten hat." Dann, wenn wir von unseren Eltern erfahren, wie sie Jesus kennengelernt haben und wie ihr Leben sich verändert hat. Wenn wir erfahren, wie er seine Verheißungen in ihrem Leben erfüllt hat, dann werden wir auch ganz anders sehen, Kinder, wie Gottes Gebote zur Gerechtigkeit dienen. Denn dann ist es nicht nur ein legalistisches, was man mit Kindern dressiert, nein, dann ist es eine lebendige Erfahrung. Gerechtigkeit aus dem Glauben in der Familie gelehrt und praktiziert.

[56:49] Wollen wir uns vornehmen, egal wer wir sind, egal wie alt wir sind, ob wir Kind oder Erwachsener, ob wir Oma oder Opa sind, ob wir eine große Familie haben oder vielleicht nur eine Gemeindefamilie, weil wir von allen verlassen sind, dass wo immer wir mit Menschen einen familiären und quasi familiären Umgang haben, dass wir so wie Jesus ein guter Sauerteig sind und zum Segen für unsere Familie sein wollen. Ich möchte mir das vornehmen. Dies mit dir. Gott segne deine Entscheidung. Nächste Woche werden wir hier weiter studieren und bis dahin wünsche ich Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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