Veröffentlicht am
1.034 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts


In dieser Cannstatt Study Hour Lektion 4 zum Thema Haushalterschaft spricht Boris Bernhard über die Bedeutung einer Beziehung zu Jesus Christus. Er beleuchtet die Rolle der Bibel als Gottes Wort, die Wichtigkeit des Gebets und wie ein Leben in Weisheit durch die Führung des Heiligen Geistes möglich ist. Die Lektion betont, dass wahre Weisheit und ein rettender Glaube aus der Beziehung zu Gott entstehen und nicht aus menschlicher Klugheit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Cannstatt Study Hour mit unserer Lektion vier für das neue Jahr. Wir befinden uns immer noch in dem Thema Haushalterschaft, Motive des Herzens. Unser Merkvers für diese Woche ist aus Sprüche elf, die Verse vier und der Vers achtundzwanzig. Da steht geschrieben: Reichtum hilft nicht am Tage des Zorns, aber Gerechtigkeit errettet vom Tod. Wer auf seinem Reichtum vertraut, der wird fallen, die Gerechten aber werden grünen wie das Laub. Und bevor wir gemeinsam unsere Bücher öffnen und wirklich ins Thema hineingehen, lasst uns gemeinsam beten und Gott bitten, dass er uns hilft. Großer und guter Gott, ich danke dir für diesen Tag des Lebens. Ich danke dir, dass du uns die Zeit geschenkt hast, gemeinsam dein Wort zu studieren. Großer Gott, ich bitte dich, sei du mit deinem Heiligen Geist bei uns, sei du bei mir, der durch diese halbe Stunde führt und sei ganz besonders bei jedem Einzelnen zu Hause, dass du durch dein Wort Weisheit gibst, Heiland, dass wir unsere Motive des Herzens erfahren und erfüllen können und sehen können, wie du uns siehst. Heiland, hab zu Dank dafür und so bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:00] Heute werden wir verschiedene Themen bearbeiten. Es geht einmal um die Beziehung mit Jesus Christus und was diese Beziehung ausmacht. Wir schauen uns das Wort, also die Bibel an, was bedeutet sie im großen Rahmen der Beziehung mit Christus. Wir schauen uns das Gebet an, wir schauen uns an, was es heißt, ein Leben in Weisheit zu führen und wir betrachten uns, was der Heilige Geist damit zu tun hat.

[2:37] Fangen wir an mit der Beziehung zu Christus. Die Beziehung zu Christus ist im Grunde nicht so verschieden zu jeder anderen Beziehung, die wir führen und wir müssen uns überlegen, wie führen wir eine Beziehung mit unseren Freunden, mit unseren Kindern, mit unserem Partner, mit der Gemeinde. Eine Beziehung findet immer nur dann statt, wenn auch Kommunikation stattfindet. Das heißt, der eine redet mit dem anderen und es ist ein gegenseitiges Zuhören. Das ist der einzige Weg, den Gott gemacht hat, damit wirklich Beziehungen funktionieren können. Und wie funktioniert jetzt diese Kommunikationsebene mit Gott? Wir sprechen zu Gott und zwar im Gebet und Gott spricht zu uns durch sein Wort und beides erfordert Zeit. Das ist nämlich die wichtigste Investition, die wir machen müssen, wenn es um Beziehungen geht. Ich stehe immer vor der Wahl, was mache ich mit meiner Zeit. Die Zeit ist das Einzige, was jeder Mensch nur begrenzt hat und zwar über die Dauer seines Lebens, über die Dauer des Tages. Ein Reicher hat genauso viel Zeit wie ein armer Mensch. Einer, der in Deutschland lebt, hat genauso viel Zeit wie jemand, der in Afrika lebt. Die Zeit ist für jeden gleich, nur investieren wir sie anders und bei der Beziehung geht es hauptsächlich darum, wie investiere ich meine Zeit. Sowohl das Gebet kostet Zeit, als auch das Studieren in Gottes Wort kostet Zeit, weil Gottes Wort ist die Kommunikation von ihm zu uns. Und wenn wir jetzt viel miteinander reden, Gott redet viel zu uns durch das Wort und wir reden viel zu Gott durch das Gebet. Wir entwickeln dadurch eine besondere Liebesbeziehung und die Liebe wächst, die Gott in uns haben möchte. Und das bedeutet es, mit Christus wirklich zu leben, eine Beziehung mit ihm aufzubauen. Denn die Beziehung ist das wirkliche Zentrum der Errettung. Ohne diese können wir die Ewigkeit nicht ererben. Wenn wir alles tun, was wir meinen tun zu müssen, aber niemals wirklich eine Beziehung mit Gott aufgebaut haben, kann er uns nicht erretten. Warum nicht? Er wäre für uns jemand Fremdes, aber wenn wir ihn wiedersehen in den Wolken, wenn er wiederkommt, ist es das Schönste für uns, was wir uns überhaupt nur vorstellen können.

[5:46] Und wir gehen jetzt direkt auf das Montagsthema, das Wort. Wir müssen uns jetzt erstmal anschauen, was ist denn das Wort überhaupt? Und dazu lasst uns erstmal aufschlagen 1. Chronik 17 und dort den Vers 3. Und auch in Hesekiel 6, Vers 3 finden wir dieselbe Idee. Hesekiel 6, Vers 3. Und sprich: Ihr Berge Israels, hört das Wort Gottes des Herrn. So spricht Gott der Herr zu den Bergen und zu den Hügeln, zu den Gründen und zu den Tälern: Siehe, ich selbst will ein Schwert über euch bringen und eure Höhen verderben. Wir finden jetzt hier zwei Beispiele, dass das Wort Gottes nachfolgend kommt. Das Wort Gottes wurde aufgeschrieben für uns. Und ich denke, niemand widerspricht, dass die Bibel das Wort Gottes enthält. Aber wahrer Glaube ist, zu sagen, alles ist das Wort Gottes. Und das müssen wir uns genauer anschauen, denn wir wissen, alle Schrift ist von Gott inspiriert. Und was macht die gesamte Schrift, die von Gott inspiriert wurde? Und das finden wir in Johannes 5, Vers 39. Johannes 5 und dort den Vers 39. Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Was spricht Jesus hier genau? Er sagt zu den Schriftgelehrten: Ihr erforscht das Alte Testament, weil ihr meint, das ewige Leben darin zu haben. Und er sagt, das ist richtig, aber was ihr nicht seht, ist, dass diese ganzen Schriften von mir zeugen. Ich weiß nicht, ob ihr in eurer Bibel hinten drin die wichtigsten Prophezeiungen und Erfüllungen auf das Leben Jesu habt. Seine Taufe, also der Zeitpunkt seiner Taufe, wo er geboren wird, aus welchem Stamm er geboren wird, welches seine Vorfahren sind. Das sind alles Dinge, die genau auf Jesus Christus zutreffen und nur auf Jesus Christus zutreffen. Und wir finden dort diese wichtigen, wichtigen Wahrheiten für uns. Wir sehen, dass das Wort Gottes die Bibel ist, und wir sehen, dass sie von Jesus Christus zeugt. Die Evangelien sind nichts weiter als immer wieder der Verweis auf das Alte Testament. Dort stand geschrieben und Jesus hat gemacht. Warum ist das so? In der damaligen Zeit haben die Leute Angst vor Gott gehabt. Sie dachten, Gott ist ein wütender, ein böser Gott, der besänftigt werden muss durch Opfer oder ähnliches. Und Jesus Christus hat aufgezeigt: Nein, so ist Gott. Gott ist nicht nur der strafende, gerechte Gott, sondern er ist auch der liebende Gott. Und in unserer heutigen Zeit drohen wir eher auf die andere Seite des schmalen Grades zu fallen, dass wir sagen, Gott vergibt sowieso alles. Lasst uns schauen, wofür die Schrift noch gegeben ist. In 2. Timotheus 3, Vers 16. 2. Timotheus, Kapitel 3, Vers 16. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit. Das ist, was die Bibel macht, wenn wir sie mit offenem Herzen annehmen. Dass sie einen Pfeil abschießt, der unser Herz trifft. Und es ist unsere Entscheidung, ob wir dort zumachen und sagen: Das will ich gar nicht hören und das will ich gar nicht beachten, weil Gott liebt mich ja sowieso. Oder ob wir diesen Schuss zulassen und sehen: Gott, ich brauche Veränderung, bitte hilf mir. Das ist der große Unterschied, der heute da ist.

[10:52] Und die Lektion stellt eine interessante Frage. Sie bittet uns, Römer 8, die Verse 5 und 6 zu lesen. Und das machen wir gemeinsam. Denn diejenigen, die gemäß der Wesensart des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht. Diejenigen aber, die gemäß der Wesensart des Geistes sind, trachten nach dem, was dem Geist entspricht. Denn das Trachten des Fleisches ist Tod. Das Trachten des Geistes aber ist Frieden. Die Bibel kontrastiert hier unsere Motive, unsere Beweggründe. Wir wissen, dass das Fleisch auf das Weltliche, auf das Vergängliche, auf das Irdische gelenkt ist. Und wir wissen, dass der Geist auf die ewigen Wahrheiten, die wir nicht sehen können, gerichtet ist. Und so wie wir es eben gesagt haben mit dem Zeitverbringen in der Beziehung mit Gott, ist es auch genau so, dass wenn wir Zeit mit den fleischlichen Dingen verwenden, dorthin getrieben werden. Ob wir das wollen oder nicht, oder ob wir das zugeben oder nicht. Und es gibt ein altes indianisches Sprichwort, das sagt: Wir haben zwei Hunde in uns. Einen lieben, guten Hund und einen bösen, reißenden Wolf. Und diese zwei sind im Widerstreit miteinander. Und am Ende gewinnt derjenige, der das meiste Futter bekommen hat. Deshalb ist es so wichtig, dass wir für uns erkennen, welchen dieser Hunde füttern wir. Was machen wir in unserer Freizeit? Schauen wir eben schnell mal Fernsehen oder lesen kurz die Zeitung oder telefonieren mit sonst wem, nur um uns die Zeit zu vertreiben? Oder schauen wir in das Wort Gottes? Oder gehen wir vielleicht raus auf einen Spaziergang, um dort mit Gott zu kommunizieren in der Natur, um einfach zu beten mit ihm? Das sind Dinge, die wir für uns selber prüfen müssen, um zu sehen, wo ist unser Herz? Und wenn unser Herz nicht an der richtigen Stelle ist, dann dürfen wir Gott immer noch bitten, dass er uns dabei hilft, dass er uns Weisung und Führung gibt in diesen Dingen, denn er ist gnädig und gerecht.

[13:31] Und das führt uns zu dem nächsten Thema, dem Gebet. Wir haben jetzt gesehen, wie die Kommunikation von Gott zu uns ist, dass er uns zeigen möchte, wo wir noch Schwächen haben. Und das Gebet ist wie das Öffnen der Schatzkammer des Himmels. Das habe ich alleine die letzte Woche mehrfach erfahren, dass Gott Gebetserfahrungen eine nach der anderen geschenkt hat, was nicht selbstverständlich ist. Aber er hat gesehen, es scheint an der Zeit zu sein und hat alles gegeben. Und wir müssen uns anschauen, was nötig ist für ein effektives Gebet. Was ist ein effektives Gebet? Ein effektives Gebet ist ein Gebet, das erhört wird. Und dazu finden wir die Antwort in Markus 11 Vers 24. Markus Kapitel 11 Vers 24. Darum sage ich euch: Alles, was auch immer ihr im Glauben erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden. Was heißt das nun? Markus 11 sagt hier: Wenn ihr bittet im Glauben und glaubt, dass ihr es empfangt, dann wird es sich erfüllen. Und dazu müssen wir jetzt erstmal theologische Begriffe wie den Glauben erörtern. Und immer wenn ich frage: Was ist ein Glaube? Dann sagt jeder zu mir erstmal Hebräer 11 Vers 1. Und lasst uns gemeinsam Hebräer 11 Vers 1 lesen, um dieser Antwort auf den Grund zu gehen, die ich immer wieder bekomme. Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Das heißt, wenn Oma Erna zu mir kommt und sagt: Boris, was ist denn Glaube? Und ich sage ihr: Oma Erna, hör zu, horch. Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Dann würdest du mich mit großen Augen anschauen und fragen: Was das bedeutet? Die Sache ist die, Paulus war ein Mensch mit so einem großen Kopf und so einem großen Gehirn, das scheint mir manchmal so, weil wir wirklich verstehen müssen, was er uns sagen möchte. Ich möchte es einmal einfacher versuchen. Lasst uns gemeinsam Matthäus 8, Kapitel 8 lesen. Matthäus 8, Kapitel 8, Matthäus Kapitel 8, Vers 8. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden. Und jetzt in Vers 10 antwortet Jesus: Als Jesus das hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgen: Wahrlich, ich sage euch, einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden. Was meint Jesus hier, was ist hier passiert? Wir müssen anschauen, was hat der Hauptmann gesagt oder was ist sonst passiert? Jesus ist durch die Gegend gezogen und hat einem Menschen nach dem anderen geheilt. Er hat Tote wieder auferweckt, er hat Blinde wiedersehend gemacht, er hat Lahme wiedergehend gemacht. Und jeder hat gesagt: Lege deine Hand auf sie oder auf mich oder drück mir irgendwas auf die Augen, wenn ich nur den Saum des Mantels anfassen kann. Und dieser Hauptmann hat gesagt: Ich bin es nicht wert, dass du in mein Haus kommst, aber ich weiß, Jesus, wenn du sagst, dass er geheilt werden soll, dann wird es geschehen. Er hatte die feste Zuversicht, dass das, was Gott sagt, in Erfüllung gehen wird und zwar buchstäblich. Und genau dazu hat Jesus gesagt: Solch einen Glauben habe ich in ganz Israel nicht gesehen. Wir müssen auch verstehen, was das Wort damals für eine Bedeutung hatte bei den Menschen. Und das finden wir in Vers 9 heraus. In Markus Kapitel 8, Vers 9: Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht und habe Kriegsknechte unter mir. Und wenn ich zu diesen sage: Geh hin, so geht er, und zu einem anderen: Komm her, so kommt er, und zu einem Knecht: Tu das, so tut er es. Dieser Hauptmann wusste, er hat eine Autorität und Kraft dieser Autorität kann er durch seine Worte Dinge Wirklichkeit werden lassen. Er sagte: Komm her zu dem Knecht und der Knecht ist hergekommen. Das heißt, durch das Wort seiner Autorität ist ein Zustand in Realität gekommen. Und er hat erkannt, welche Autorität Christus hat und zwar eine unendliche Autorität. Und welche Macht hat dann das, was Christus sagt, auch eine unendliche.

[19:47] Und wir haben anfangs gelesen, dass wir, wenn wir diesen Glauben haben, wirklich alles erbinden können. Wir hören oft: Du kannst von Gott alles erbinden und er wird es dir geben. Und er gibt es dann doch nicht. Lügt dann die Bibel? Das ist nicht ganz richtig. Lasst uns gemeinsam Johannes 16, Vers 23 und da den zweiten Teil anschauen. Was auch immer ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben. Wir sollen also im Namen Jesu beten. Und was ist der Name Gottes? Es ist sein Charakter. Er wird es euch geben. Und was ist der Name Gottes? Es ist sein Charakter. Wenn wir in dem Willen und in dem Wesen Jesu beten, dann ist die Erfüllung gewiss. Und wir finden dazu auch einen Hinweis in Philipper 2, Vers 5. Lasst uns gemeinsam aufschlagen Philipper 2 und da den Vers 5. Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war. Von einem Prediger aus den USA, Prediger Kuhn, habe ich einmal das ABC des Gebets gelernt. Das funktioniert leider nur im Englischen. Und zwar ist es Ask, Believe and Claim. Es ist eine Formel des effektiven Gebets, wie wir Gott etwas bitten dürfen und können. A ist Ask, Frage danach. Wenn wir Gott nicht bitten, können wir auch nicht erwarten, dass er es erfüllt. Er kennt unsere inwendigen Wünsche, aber er möchte, dass wir eine Beziehung miteinander haben. Erst wenn wir es aussprechen, wissen wir ganz genau, wir haben es für Gott gebracht. Das zweite ist Believe, Glaube daran, dass du es empfangen wirst. Das ist das selbe Motto wie in Markus 11, Vers 24. Und wenn wir glauben, dass wir es empfangen werden, ja nicht schon empfangen haben, dann sollen wir auch dankbar dafür sein. Warum nicht dankbar sein für etwas, was wir gewisslich bekommen? Und das C ist Claim. Wir sollen es einfordern. Das, was Gott sagt, dürfen wir einfordern, weil wir haben ein Versprechen, eine Verheißung nach der anderen in der ganzen Bibel. Und bei meiner Lieblingsautorin habe ich einmal gelesen: Gott und die Engel lieben es, wenn wir Gott bitten mit aufgeschlagenem Wort und unseren Finger auf den Vers halten und sagen: Gott, du hast versprochen, erfülle es auch in meinem Leben. Wenn wir mit Hilfe des Wortes Gottes, und es hat dieselbe Bedeutung wie im Kontext, dann beten wir im Namen Jesu, in seinem Charakter, dann sind wir so gesinnt wie er. Und der Vater wird es uns geben. Und das ist eine große Verheißung, die wir haben.

[23:33] Und sie hilft dabei, ein Leben in Weisheit zu führen. Und der Lektionstext ist hier ein sehr schöner. In 1. Könige 3, Vers 9. 1. Könige, Kapitel 3, Vers 9. So gib du nun deinem Knecht doch ein verständiges Herz, dass er dein Volk zu richten versteht und unterscheiden kann, was gut und böse ist. Denn wer kann dieses dein Volk richten? Hier bittet König Salomo, der weiseste Mann, der je gelebt hat. Und dieses Wort, was in meiner Bibel mit verständig übersetzt wird, ist das hebräische Wort Schama. Und es bedeutet auch gehorsam. Und dann erhält dieser Text eine, nicht andere Bedeutung, aber eine neue Nuance, die wir vorher nicht gesehen haben. So gib doch deinem Knecht ein gehorsames Herz, dass er dein Volk zu richten versteht und unterscheiden kann. Salomo hat erkannt, dass unser Herz eigenwillig ist. Und wenn es verständig und weise ist, dann ist es gehorsam. Und gehorsam wem gegenüber? Immer gegenüber Gott. Denn Gott akzeptiert nur einen Dienst aus Liebe. Sobald er einen anderen Dienst akzeptieren würde, wären wir bei dem Thema Werksgerechtigkeit. Das heißt, ich kann meinen Nächsten lieben, wie mich selbst. Ich kann mein Geld für Witwen und Waisen ausgeben, wie ich möchte. Ich kann die Armen speisen. Ich kann jedem Menschen helfen. Ich kann keine schlechten Gedanken haben, nie jemanden getötet haben, niemals die Ehe gebrochen haben, noch nicht mal in der Vorstellung. Aber wenn ich das nicht aus der Motivation Liebe zu Gott heraus mache, sondern aus der Motivation heraus, ich will gerettet werden, kann Gott das nicht annehmen. Das heißt, die ganzen Dinge zu tun ist richtig und gut, aber die Motivation muss sein: Ich tue diese Dinge, weil ich Gott liebe, weil er mich errettet hat. Und weil Gott, als er hier war, gedient hat, möchte ich es ihm gleich tun und auch dienen. Und wie zeigt sich, wenn wir diese wahre Liebe zu Gott haben? Sie ist nach außen sichtbar. Und Johannes hat es in einem seiner Briefe wunderschön beschrieben. Lasst uns gemeinsam aufschlagen. 1. Johannes, Kapitel 5, Vers 3. 1. Johannes, Kapitel 5, Vers 3. Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. Gott ist ganz deutlich, was er meint, wenn er sagt, die Gebote. Immer wenn von den Geboten in der Bibel die Rede ist, dann ist gesprochen von den zehn Geboten. Wenn Gott über das Gesetz spricht, dann ist die Bibel an sich gemeint, also die gesamte Vorschrift. Im Alten Testament wird das Gesetz oftmals übersetzt mit Thora. Was die ersten fünf Bücher Mose sind. Oder alles hängt an dem Gesetz und den Propheten. Also an den fünf Büchern Mose plus die prophetischen Bücher und auch Könige, also die historischen Bücher, die da dazugehören. Das sind Dinge, die wir verstehen müssen. Das Gebotehalten ist die Liebe. Wenn jemand sagt: Du musst die Gebote halten, du musst die Gebote halten, und vernachlässigt die Liebe und vernachlässigt seine Beziehung mit Gott, dieser Mensch ist nicht gerettet. Er versucht gesetzlich zu sein, er versucht durch Werksgerechtigkeit sich Errettung zu verdienen. Und dann gibt es die andere Sparte, die sagt: Nein, die Liebe, die Liebe, die Liebe, und das mit den Geboten, das ist nicht so wichtig. Es ist, liebe Freunde, ein und dasselbe. Wenn wir die Gebote aus Liebe halten, dann werden wir unseren Nächsten nicht töten. Dann werden wir Gott ehren und ihm einen speziellen Platz in unserer Woche und in unserem Herzen bereithalten. Und zwar so, wie er es gesagt hat in seinen zehn Geboten.

[28:45] Und in der Lektion haben wir zwei Formen der Weisheit, die angesprochen werden. Einmal in 1. Korinther 3, Vers 19. 1. Korinther 3, Vers 19. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. Denn es steht geschrieben: Er fängt die Weisen in ihrer List. Also wir sehen, wir haben hier eine Weisheit, die Torheit ist, eine Weisheit der Welt. Und wir haben noch eine andere Weisheit und dazu gehen wir in die Sprüche, die von dem vorhin weisesten Mann, der je gelebt hat, ausgesprochen wurden. Sprüche 24, Vers 14. So erkenne auch, dass die Weisheit gut ist für deine Seele. Wenn du sie gefunden hast, so hast du eine Zukunft und deine Hoffnung wird nicht zunichte werden. Das ist eine Weisheit, die errettet. Und in den Sprüchen finden wir auch oft, dass die Weisheit eins zu eins auf Jesus Christus passt. Wir sehen also auch hier gibt die Schrift Zeugnis von Jesus, so wie er es gesagt hat. Und wir haben einmal eine weltliche Weisheit. Eine Weisheit, die dem entspricht, was die Allgemeinheit so denkt. Zum Beispiel, man meint durch Materialismus glücklich zu werden. Also müssen wir Mittel und Wege finden, viel Material anzuhäufen, viel Geld anzuhäufen. Und der, der einen guten Weg gefunden hat, der ist weise. Aber diese Weisheit ist für Gott nichts, sondern Gott zu suchen und zu erkennen. Und dass sein Wort wirklich diese Beziehung aufbaut, das ist echte Weisheit.

[31:01] Aber wie können wir, die wir fleischlich eingestellt sind, das unterscheiden? Und dazu gehen wir in unser Thema am Donnerstag. Und zwar der Heilige Geist. Erstmal müssen wir uns anschauen, was die Wirkungsweise des Heiligen Geistes ist. Die Wirkungsweise des Heiligen Geistes finden wir in Johannes 16 Vers 13. Johannes 16 Vers 13 sagt: Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden. Und was zukünftig ist, wird er verkündigen. Das heißt, dieser Geist der Wahrheit führt in alle Wahrheit. Was ist jetzt die Wahrheit? Die Bibel gibt genau drei Definitionen für die Wahrheit. Die erste Definition finden wir in Johannes 14 Vers 6. Dort spricht Jesus: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Also Jesus Christus ist Wahrheit. Dann finden wir in Johannes 17 Vers 17. Heilige sie in der Wahrheit, dein Wort ist Wahrheit. Hierzu schön vor allem in der Schlachter Übersetzung. In den anderen finden wir das auch, aber in der Schlachter ist es am präzisesten übersetzt. Psalm 119 Vers 160. Die Summe deines Wortes ist Wahrheit. Das heißt, wenn wir zwei Bibelstellen finden, die sich scheinbar widersprechen, muss es eine Harmonie geben dazwischen. Denn sein ganzes Wort ist Wahrheit. Und hier ist auch der Beleg, dass die Bibel nicht das Wort Gottes enthält, sondern das Wort Gottes ist. Jesus Christus ist das Wort und die ganze Schrift zeugt von ihm. Und der dritte Punkt der Wahrheit ist in Psalm 119 Vers 142. Dort steht: Dein Gesetz ist Wahrheit. Das heißt, die Regelungen, die du gegeben hast und nicht wieder aufgehoben hast, durch dein Wort, die sind Wahrheit. Das heißt, ich weiß, dass der Heilige Geist wirkt, wenn er wohin führt? Zu Jesus Christus, zum Wort, zu den Bestimmungen, die Gott gegeben hat. Auch natürlich zu den zehn Geboten. Der Glaube kommt nicht aus einer Menschenweisheit. Das finden wir in 1. Korinther 2 Vers 5. Damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruht, sondern auf Gottes Kraft. Das heißt, es gibt viele menschliche Konstrukte, was denn Glaube ist. Der Glaube, es gibt einen Gott, das reicht nicht aus. Auch die Teufel und Dämonen glauben, aber das ist kein rettender Glaube. Glauben ist, Gott beim Wort zu nehmen. Wirklich zu sagen: Gott, das, was du hier gesagt hast, das scheinst du ernst zu meinen. Und ich sehe in meinem Leben, dass das mit dem, was du sagst, überhaupt nicht übereinstimmt. Bitte hilf mir. Das ist der Glaube, der rettet.

[34:55] Und die Frage ist, was macht der Geist in uns, mit uns? Lass uns gemeinsam lesen, Epheser 4 Vers 30. Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung. Der Heilige Geist versiegelt uns. Und was ist ein Siegel? Woraus es besteht, das ist eine andere Lektion. Aber was macht ein Siegel? Ein Siegel gibt ein Eigentum vor. Das heißt, wenn ich ein Kaufmann bin, also in der damaligen Zeit, und habe eine Amphore, das ist ein großer Tonkrug, und fülle da Material ein, das mir gehört. Und ich mache eine Blombe drauf, und ich mache ein Siegel auf diese Blombe. Dass ich weiß, solange das Siegel nicht gebrochen ist, ist der Inhalt unverändert. Und nur ich habe die Verfügungsgewalt über diese Amphore. Das heißt, sie zeichnet mein Eigentum aus. Und so versiegelt uns auch der Heilige Geist, wessen Eigentum sind wir. Und das finden wir in 1. Petrus, Kapitel 2, Vers 9. 1. Petrus, Kapitel 2, Vers 9. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums. Wenn wir eine wirkliche Beziehung mit Gott machen, nimmt er uns als Eigentum an. Und Gott behandelt sein Eigentum viel besser, als der beste Herrscher sein Eigentum verwaltet. Wir sind ihm wirklich wichtig. Er möchte nicht, dass wir kaputt, verloren oder gestohlen werden von jemand anderem.

[37:26] Liebe Freunde, wenn ihr heute erkannt habt, dass wir vielleicht zu wenig Zeit für Gott verbringen, dass wir nicht genügend Zeit im Gebet oder im Studium verbringen, lasst uns Gott bitten, uns zu verzeihen und dass er uns die Zeit schenken möge, wirklich mit ihm ernst zu machen, damit wir eine Beziehung aufbauen können, die bis in alle Ewigkeit reicht. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn das auch dein Wunsch ist, bete ich dich, wo du bist, vor dem Fernseher, auf der Couch, vom Schreibtischstuhl, aufzustehen und gemeinsam mit mir zu beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir so sehr für die Lektion, die wir gemeinsam studieren durften. Heiland, ich danke dir, dass du uns gezeigt hast, wie wichtig es ist, eine Beziehung mit dir aufzubauen, dass es über Zeit ist, im Gebet und im Wort und dass wir dadurch ein Leben in Weisheit führen können und wie wir sehen können, dass wir vom Heiligen Geist geleitet sind. Großer Gott, ich bitte dich um Entschuldigung für all die Stunden, die wir mit Nichtigem verbracht haben, anstatt in deinem Wort zu studieren oder dich um Rat anzubeten und anzubeten. Heiland, ich bitte dich, gib uns ein festes Herz, dass wir mehr Lust auf das Studium bekommen. Großer Gott, dass wir die Notwendigkeit sehen. Heiland, wenn du möchtest, wecke uns zukünftig eine Stunde früher, dass wir die Zeit haben, das wahrzumachen in unserem Leben. Und Heiland, du hast es tausendfach in der Bibel und millionenfach durch die Geschichte in deinem Volk gezeigt, dass wenn wir das Königreich Gottes zuerst setzen, an erster Stelle, dann soll es uns an nichts fehlen. Heiland, auf diese Verheißung möchten wir uns berufen. Wir danken dir, dass du sie für uns wahrmachen willst. Großer Gott, hab so Dank dafür. Und so bitte ich in deinem herrlichen Namen, Herr Jesu. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2018 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.