In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour Serie über Haushalterschaft spricht Boris Bernhard über die Bedeutung der Ehrlichkeit gegenüber Gott. Er beleuchtet, wie tief Unehrlichkeit im menschlichen Herzen verwurzelt ist und wie sie sich in kleinen Lügen und Ausreden zeigt. Anhand biblischer Beispiele, wie der Geschichte Abrahams, wird die Notwendigkeit eines tiefen Vertrauens in Gott und die Konsequenzen von Untreue im Kleinen für das Große verdeutlicht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Ehrlichkeit und dem Zehnten, wobei die Heiligkeit des Zehnten als Zeichen der Herzenseinstellung betont wird. Die Lektion ermutigt zu persönlicher Erweckung und Reformation durch ein intensives Studium des Wortes Gottes und eine liebevolle Haltung gegenüber Mitmenschen.
Haushalterschaft (CSH 2018 Q1): 7. Ehrlichkeit Gott gegenüber
Boris Bernhard · Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens ·Themen: 1. Mose, 3. Mose, Altes Testament, Bibel, Bibelstudium, Christlicher Lebensstil, Hebräer, Lukas, Nehemia, Neues TestamentPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Cannstatt Study Hour
Wir laden verschiedene Sprecher ein um mit uns gemeinsam die Studienhefte der Sabbat Schule des aktuellen Quartals zu studieren. Neue Folgen wöchentlich!
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
- Cannstatt Study Hour 2017 Q4: Der Römerbrief (Reformations-Spezial)
- Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens
- Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte
- Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus
- Cannstatt Study Hour 2019 Q1: Die Offenbarung
- Cannstatt Study Hour 2019 Q2: Familien Zeiten
- Cannstatt Study Hour - Spezial 2019 Q4: Esra & Nehemia
- Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?
Weitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen auf www.joelmedia.de zu unserer Serie Cannstatt Study Hour: Haushalterschaft – Motive des Herzens. Heute die Lektion 7.
[0:32] Unser Merktext für diese Woche ist in Lukas 8, Vers 15. Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in standhaften Aussagen. Bevor wir wirklich anfangen mit unserem Thema, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir für die Möglichkeit, dass wir zusammenkommen dürfen, um dein Wort zu studieren, um die Lektion für diese Woche zu studieren. Großer Gott, du hast uns in den vergangenen Wochen vorbereitet, dass wir heute mit demütigem Herzen uns anhören, was du zu sagen hast. Großer Gott, ich bitte dich, öffne du unser Herz, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Wir danken dir, dass du bei uns bist und dass du uns die Möglichkeit gibst, dich zu verstehen. So bitten wir im kostbaren Namen Jesu. Amen.
[1:32] Unser Thema ist Ehrlichkeit gegenüber Gott und wir behandeln heute einen kurzen Rückblick auf das, was wir bereits gelernt haben. Die einfache Frage der Ehrlichkeit. Ehrlichkeit im Glaubensleben, ein Glaubensbekenntnis und der ehrliche Zehnt für Gott geheiligt. Und die Frage ist, was haben wir bisher gelernt in unseren Lektionen? Das Erste war der Einfluss des Materialismus. Wie sieht die Welt aus? Was ist die neue Religion? Was ist der neue Gott der Welt? Unsere Herzenseinstellung, die wir haben müssten gegenüber Gott und gegenüber dem Mammon. Dann Gott oder Mammon, dass wir eine wirkliche Entscheidung treffen. Das Thema flieht vor den Wegen der Welt, dass wir nicht den Pfaden nachgehen, die fest eingetreten sind, sondern die Pfade benutzen, die in der Bibel uns vorgegeben worden sind. Haushalter nach Eden. Was ist ein Haushalter überhaupt? Letzte Woche die Kennzeichen eines Haushalters und diese Woche Ehrlichkeit gegenüber Gott.
[2:50] Und wir starten mit dem Thema am Sonntag, die einfache Frage der Ehrlichkeit. Die Unehrlichkeit ist tief in uns verankert. Es passiert so schnell, dass wir die Wahrheit beugen oder etwas nicht gerade heraus erzählen. Zum Beispiel, wenn wir einen Termin haben und fünf Minuten zu spät sind, sagen wir nicht, ich bin fünf Minuten zu spät losgefahren, sondern dann war der im Verkehr schuld, dann war die Ampel rot oder wir haben etwas vergessen zu tun und wollen uns die Blöße nicht geben und haben gesagt, uff, ist vielleicht untergegangen. Ich habe die Mail doch losgeschickt, den Brief doch losgeschickt, es ist doch gar nicht angekommen. Es ist bei uns drin, wenn wir sagen, wie geht's dir und der andere sagt gut, aber innen drin sieht es nicht gut aus. Ist das schon Unehrlichkeit? Wie ist das verankert? Und es ist interessant, wirklich darüber nachzudenken.
[3:58] Lass uns zuerst gehen in Lukas 16, Vers 10. Da hat Jesus gesagt: Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. Und das ist etwas, das ist ein Naturgesetz, das durch die Bibel gegeben worden ist. Wir werden noch im Laufe des Vortrages hier gemeinsam studieren, was ein gewachsener Glaube ist und dass die kleinen Prüfungen uns auf große Prüfungen vorbereiten.
[4:40] Ich möchte euch ein Beispiel aus meinem eigenen Leben geben. Ich war früher Banker und Versicherungsvertreter und es war mein Job, die Wahrheit zu beugen, Fälle zu konstruieren, um Kopfkino erscheinen zu lassen, um natürlich die Verkaufszahlen zu erhöhen. Und ich hatte wirkliche Probleme, als ich in den Glauben gekommen bin, das Lügen aufzuhören. Diese ganz kleinen Unwahrheiten, mich besser darstellen, als ich bin, diesen Stolz in uns näheren, das war einer der größten Herausforderungen. Und da möchte ich ein Beispiel geben, dass ich lange Zeit behauptet hatte, ich sei studiert und habe das dann auch zu Geschwistern gesagt in der Gemeinde und abends hat mich mein Gewissen erwischt und geschlagen. Und ich habe gesagt: Gott, es tut mir leid, wie kann ich das gut machen? Und ich habe erkannt, ich muss zu Kreuze kriechen und es beichten. Und ich bin hingegangen und habe das gegenüber meinen Geschwistern, denen ich es gesagt habe, gebeichtet. Und ich habe heute noch einen Stein bei ihnen im Brett, weil sie sagen, das ist wirkliche Herzensumkehr.
[6:06] Und wir müssen uns täglich daran erinnern, was wir sagen, wie wir aufpassen müssen, welche Worte unseren Mund verlassen. Nicht nur, dass es nicht verletzende Worte sind, sondern dass es Worte der Wahrheit sind. Lasst uns gemeinsam auch noch anschauen Malachi 3, Vers 8. Malachi 3, Vers 8. Darf ein Mensch Gott berauben, wie ihr mich beraubt? Aber ihr fragt: Worin habt ihr mich beraubt? Haben wir dich beraubt? In den Zehnten und den Abgaben.
[6:53] Der Autor der Lektion hat hier Ehrlichkeit mit dem Zehnten verknüpft. Warum hat der Zehnte mit Ehrlichkeit zu tun? Hier sehen wir, dass wir Gott berauben aufgrund des Zehntens. Wann können wir jemanden etwas rauben? Wenn es seins ist. Nur wenn einer anderen Person etwas gehört, können wir es rauben. Ansonsten haben wir keine Möglichkeit dazu. Aber den Zehnt sollen wir doch geben. Wie passt das zusammen? Und die Bibel hat eine erstaunlich einfache Antwort in Dritter Mose 27, Vers 30. Dritter Mose, Kapitel 27, Vers 30. Alle Zehnten des Landes, sowohl von der Saat des Landes als auch von den Früchten der Bäume, gehören dem Herrn. Sie sind dem Herrn heilig.
[7:57] Hier finden wir zwei große Prinzipien. Nämlich es gehört dem Herrn. Es ist seins. Es ist nicht meins, der Zehnt. Es ist seins. Meine Aufgabe ist es, ihm das zu geben. Und das andere ist, dass es ihm heilig ist, ihm abgesondert ist. Und die große Frage ist: Wenn es dem Herrn gehört, warum bekommen wir es dann überhaupt? Ich meine, Gott gehört sowieso alles. Gott gehört alles, was in diesem Studio ist, alles, was bei euch zu Hause ist. Sogar mein Leben gehört ihm. Warum muss ich ihm den Zehnten nochmal geben? Das werden wir im Laufe der nächsten fünf Minuten erörtern.
[8:50] Ich möchte noch einen anderen Gedanken anbringen mit dem Lügen. Warum das so schlimm ist. Und zwar nicht, weil Gott sagt, es ist schlimm. Er sagt es, weil es schlimm ist. Ich möchte ein Zitat anbringen von einem Autor des 18. Jahrhunderts. Er sagt: Die Strafe des Lügners ist nicht, dass ihn niemand mehr glaubt, sondern dass er selbst niemanden mehr glauben kann. Und die Problematik ist, wenn wir in unserem Leben oft lügen, passiert es sehr schnell, dass wir anderen nicht mehr glauben. Ich meine, wir sind ja darauf konditioniert, niemanden mehr zu glauben. Schlimm wird es dann, wenn wir dem Wort Gottes nicht mehr glauben. Wenn wir sagen, das ist nicht so wild, das wird schon gehen.
[9:46] Ich möchte mit euch jetzt fortfahren im Glaubensleben. Die Lektion gibt hier den Bericht von Abraham vor, in 1. Mose 22, Vers 1-12. 1. Mose, Kapitel 22, Vers 1-12. Ich möchte das schnell durchlesen, weil es sehr, sehr wichtig ist. Und es geschah nach den Begebenheiten, da prüfte Gott den Abraham und sprach zu ihm: Abraham. Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh hin in das Land Moria und bring ihn dort zum Brandopfer da, auf einem der Berge, den ich dir nennen werde. Da stand Abraham am Morgen früh auf und sattelte seinen Esel. Und er nahm zwei Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak. Und er spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, den Gott ihn genannt hatte. Am dritten Tag erhob Abraham seine Augen und sah dort den Ort von Ferne. Da sprach Abraham zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen und anbeten. Und dann wollen wir wieder zu euch zurückkommen. Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seiner Hand und sie gingen beide miteinander. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater. Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz, wo ist aber das Lamm zum Brandopfer? Und Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird für ein Lamm zum Brandopfer sorgen. Und sie gingen beide miteinander. Und als sie an den Ort kamen, den Gott ihn genannt hatte, baute Abraham dort einen Altar und schichtete das Holz darauf. Und er band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz. Und Abraham streckte seine Hand aus und fasste das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her und sprach: Abraham, Abraham. Und er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihnen gar nichts. Denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast um meinetwillen.
[12:08] Wir müssen uns diese Szene einmal vorstellen, dass Abraham lange, lange, lange Zeit auf diesen verheißenen Sohn gewartet hat. Und dieser Sohn ist gekommen und er hat diesen Sohn unendlich lieb. Es ist sein ganzer Stolz. Es ist seine ganze Freude. Er kann den ganzen Tag quasi mit seinem Sohn verbringen. Und er sieht, wie er an Kraft und an Weisheit zunimmt und auch an Gottesfurcht. Und dann kommt der Befehl von Gott: Nimm deinen Sohn, den du lieb hast, bring ihn dorthin und opfere ihn. Und Abraham hat seiner Frau nichts erzählt. Er hat alleine mit sich gekämpft. Was sind ihm für Gedanken durch den Kopf gegangen? Gott ist doch ein Gott der Liebe. Ein Gott, den ich vertrauen kann. Er hat doch gesagt, dass dieser Isaak der Sohn der Verheißung ist. Warum soll ich ihn jetzt umbringen? Und ihm kam Zweifel. Ist das wirklich die Stimme Gottes gewesen? Soll ich das wirklich tun? Und er ging hin. Und als sie dann zu zweit weitergegangen sind, er und sein Sohn, fragt sein Sohn: Papa, wir haben hier Holz, Feuer, aber wo ist das Lamm? Das muss Abraham ins Herz gestochen haben in diesem Moment. Aber Abraham wusste, dass wenn er den Worten des Herrn folgt, es das Beste für ihn und alle ist. Und deshalb hat er den Entschluss in seinem Herzen gefasst, den Befehl auszuführen. Und wie er das Messer hier hoch hielt, dann kam der Engel des Herrn. Dann kam Gott und hat gesagt: Du brauchst es nicht tun. Ich sehe, du hast es um meinet Willen. Hättest du es gemacht?
[14:17] Das setzt einen wahren Glauben voraus. Es setzt wirklich voraus, dass ich dem vertraue zu 100 Prozent, was Gott mir sagt. Und dieser Glaube kam nicht von heute auf morgen. Wir sehen in der Geschichte davor, dass Abraham oft gezweifelt hat, gerade mit seiner Frau Sarah und den Herrschern des Landes. Und hätte Abraham nicht ein gottesfürchtiges Leben geführt, wäre er bei dieser Prüfung gescheitert. Er hätte Gott nicht gefolgt, weil die kleinen Prüfungen bereiten einen auf das Große vor. Deshalb, wer im Geringsten treu ist, ist auch im Großen treu. Und wer im Geringsten untreu ist, ist auch im Großen treu. Es ist ein Naturgesetz des Glaubens.
[15:13] Im Idealfall sollte der Glaube stetig wachsen, dass wir immer neue Erfahrungen mit Gott machen. Und es gibt ein Zitat, das mir immer wieder neue Kraft gibt. Das lautet: Wir brauchen uns vor nichts zu fürchten, es sei denn, wir vergessen, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat. Und das kann jeder Einzelne in seinem Glaubensleben finden, dass er Punkte hatte, wo es darum geht: Folge ich Gott oder folge ich Gott nicht? Das muss jeder für sich selber prüfen. Und immer, wenn wir einen Punkt haben, wo folge ich Gott, wo ich ganz genau merke, mein Herz möchte das eigentlich nicht und wir entscheiden uns für seinen Weg, können wir in der Rückschau Wunder sehen, die uns Sicherheit geben und Vertrauen.
[16:15] Und die Lektion hat eine interessante Frage aufgeworfen: Wie hast du deinen Glauben im Laufe der Zeit wachsen und reifen sehen? Und die Frage möchte ich natürlich an euch stellen. Wie habt ihr im Laufe eures Glaubenslebens Wachstum erfahren, Reifung erfahren? Bei mir war es so, dass ich alte Gewohnheiten von heute auf morgen abgelegt habe, dass ich kein Schweinefleisch mehr gegessen habe, dass ich mit dem Rauchen aufgehört habe, dass ich mit dem Trinken aufgehört habe, dass ich mit Drogen aufgehört habe. Und auch danach habe ich noch Dinge gesehen, dass mein Charakter sich verändert hat, dass ich beim Autofahren nicht mehr gereizt und ärgerlich bin, dass Zeitdruck mir nichts mehr ausmacht. Und ich sage: Dann ist es halt so. Gott hat die Verheißung, Frieden ins Herzen zu geben, wahrgemacht. Und ich merke das von Tag zu Tag mehr. Und das ist etwas, was ich jedem Einzelnen draußen wünsche, dass er wirklich seinen Frieden, Gottes Frieden bekommt ins Herz. Es bedeutet aber auch, auf Gott zu vertrauen. Erst dann können wir uns fallen lassen in seine Hände.
[17:29] Das führt uns zu dem nächsten Thema, ein Glaubensbekenntnis. Und dort gibt die Lektion vor: Lukas 11, Vers 42. Lukas 11, Vers 42. Aber wehe euch Pharisäern, dass ihr die Minze und die Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht und die Liebe Gottes umgeht. Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen.
[18:15] Hier haben wir ein ganz wichtiges Prinzip. Der Zehnt ist kein Legalismus. Ich kann mir dadurch, dass ich den Zehnt gebe, nichts verdienen. Ich bin da vor Gott in keinerlei Weise gerechter. Der Zehnt ist etwas, das ihm bereits gehört. Es ist schlichtweg meine Aufgabe, es ihm dann zu geben. Und dieser Text sagt ganz deutlich: Der Zehnt ist weiterhin wichtig. Jesus Christus hat bestätigt: Der Zehnt zu geben, das ist wichtig. Pharisäer, ich sage nicht, alles, was ihr macht, ist falsch. Ihr verzehntet das. Aber das reicht nicht, die äußeren Formen zu halten, wenn ihr Recht und Gerechtigkeit und wenn ihr Liebe nicht übt. Jesus hat hier den Zehnt bestätigt.
[19:14] Auch für die Gemeinde und die Kirche ist es was ganz Normales, dass der Zehnt gezahlt wird. Unsere Prediger, Evangelisten und ähnliche, die von dem Zehnt bezahlt werden, können nur so ihre Arbeit verrichten. Und die Frage ist: Warum machen wir das oder machen wir das nicht? Gott liebt einen fröhlichen Geber. Und ich kann euch sagen, warum ich den Zehnt gebe. Ich gebe den Zehnt, weil ich Gott etwas zurückgeben darf. Ich meine, ich darf so viele Segnungen von ihm erfahren, dass ich jeden Morgen neu aufwachen darf, dass mein Herz weiterschlägt, dass ich Essen auf dem Tisch habe, dass ich gesund bin, dass ich Freunde habe, dass wir in einem Land ohne Krieg leben, schon in der zweiten Generation. Und jetzt kommt die dritte Generation, dass wir in einer Welt leben, die so viele Möglichkeiten bietet, Schönheit und Freude zu erfahren. Und jedes Mal, wenn ich meinen Zehnten vorbereite, freue ich mich, dass ich Gott etwas zurückgeben darf.
[20:32] Und ihr wisst, ich bin Banker gewesen. Das heißt, ich kann zehn Prozent sehr genau ausrechnen, auf den zehnten Cent genau, wenn es sein muss. Und dann runde ich. Hier mache ich es anders. Ich gebe zur Sicherheit lieber ein bisschen mehr, weil ich habe die Erfahrung gemacht: Gott lässt sich nicht lumpen. Gott lässt sich von seinen Geschöpfen nichts schenken. Das habe ich über und über erfahren, dass ich genau weiß, ich kann Gott meinen Zehnten geben und ein bisschen mehr. Es wird mir am Ende nicht mangeln. Und jeden Monat beweist er es aufs Neue. Es ist eine Glaubensstat, die wir hier tun. Denn wir können alle glauben und annehmen, Jesus Christus hat uns gerettet. Allein aus Glauben sind wir gerettet. Das, was wir tun, die Werke, sind ja eh nicht so wichtig. Aber hier spricht die Bibel eine ganz andere Sprache. Wir dürfen den Herrn nicht berauben.
[21:47] Es ist ein Privileg, Gott etwas zurückgeben zu dürfen. Er hat es uns vertrauensvoll in die Hand gegeben, zum Beispiel unseren Lohn. Monatlich bekommen wir vertrauensvoll den Segen unseres Gehalts. Und wenn wir treue Haushalte sind, nehmen wir den zehnten Teil dieses Gehalts und geben ihn an Gott. Und das Beste, was passieren kann, ist, wenn wir die Herzenshaltung haben, dass wir uns darüber freuen. Und ich denke, das ist der große Knackpunkt bei uns allen. Nämlich ein ehrlicher Zehnter ist für Gott heilig.
[22:25] Und dort lasst uns zusammen aufschlagen, 3. Mose 27, Vers 30. Der Ritter Mose 27, Vers 30, da waren wir heute schon mal. Alle Zehnten des Landes, sowohl von der Saat des Landes, als auch von den Früchten der Bäume, gehören dem Herrn. Sie sind dem Herrn heilig. Und dieser Text hat eine ganz enge Verknüpfung mit Hebräer 7, Vers 2 bis 10. Hebräer 7, Vers 2 bis 10. Ihm gab auch Abraham den Zehnten von allem. Er wird zuerst gedeutet als König der Gerechtigkeit, dann aber auch als König von Salem, das heißt König des Friedens. Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. Und als einer, der dem Sohn Gottes verglichen ist, bleibt er Priester für immer. So seht nun, wie groß ist der, dem selbst Abraham, der Patriarch, den Zehnten von der Beute gab. Zwar haben auch diejenigen von den Söhnen Lewes, die das Priestertum empfangen haben, den Auftrag vom Volk, den Zehnten zu nehmen, nach dem Gesetz, also von ihren Brüdern, obgleich diese aus Abrahams Länden hervorgegangen sind. Der aber, der sein Geschlecht nicht von ihnen herleitet, hat von Abraham den Zehnten genommen und den gesegnet, der die Vereisung hatte. Also bis 10. Nun ist es aber unwidersprechlich so, dass der Geringere von dem Höhergestellten gesegnet ist. Und hier nehmen sterbliche Menschen den Zehnten, dort aber einer, von dem bezeugt wird, dass er lebt. Und sozusagen ist durch Abraham auch für Lewi, den Empfängern des Zehntens, der Zehnte entrichtet worden. Denn er war noch in der Lände seines Vaters, als Melchisedek ihm begegnete.
[24:34] Es ist ein bisschen hochtrabend ausgedrückt, aber was heißt das genau? Dieser Melchisedek, dieser Priester und König. Das Priestertum und das Königtum waren im alten Israel strikt getrennt. Wir kennen in der Bibel nur einen, der König und Priester zugleich ist, neben Melchisedek, der ein Bild, ein Typus ist für den anderen. Und das andere ist Jesus Christus. Und wir sehen, dass unser Glaubensvater Abraham diesem Priesterkönig den Zehnt gegeben hat. Und wir sehen, dass das eine Ordnung ist, die bestehen blieb durch die gesamte Zeit, bis heute.
[25:25] Und wir haben auch Zuschauer, die nicht bei den Adventisten sind. Und ihr fragt euch: Muss auch ich meinen Zehnten entrichten? Möchte Gott das von mir? Meine Antwort ist: Studiert in der Bibel. Sie wird euch klar sagen, was eure Aufgabe ist. Wenn ihr Adventisten seid, ihr müsstet wissen, was klar eure Aufgabe ist, was Gott möchte. Und ich kenne viele Leute, die sagen: Aber ich kann den Zehnten nicht mit ruhigem Gewissen geben, weil das nicht stimmt und das nicht stimmt. Wenn wir ins alte Volk Israel gucken, wie oft ist das Priestertum abgefallen? Wie oft haben gerade die Priester das Volk verführt? Aber dennoch war das Volk in diesem Moment nicht vom Entrichten des Zehnten entbunden. Das heißt, meine Aufgabe ist es, den Zehnten zu geben. Das ist meine Haushalterschaft. Was der andere macht, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.
[26:33] Und ich möchte auch sagen, ich habe einen guten Freund, mit dem habe ich überlegt, zusammenzuarbeiten, bevor ich hier zu Joel Media gekommen bin. Und ich habe lange, lange gebetet und habe gesagt: Ich möchte nur in einem Umfeld arbeiten, wo der Zehnte an die Gemeinde geht. Anders kann ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Weil es gibt durchaus Zeugnisse vom Geist der Weissagung, der durchaus sagt, man darf seinen Zehnten auch woanders entrichten. Aber ich bin der festen Auffassung, das ist eine Ausnahme, nicht die Regel. Und ich habe lange Zeit gebetet und letztens habe ich mit diesem Bruder gesprochen und es war so schön, es zu hören, dass er gesagt hat: Ich habe meine Meinung etwas geändert. Ich zahle jetzt den Zehnten an die Gemeinde. Allerdings, ich bete jedes Mal. Wenn Gott mir ins Herz gibt, da und dahin zu spenden, werde ich da und dahin spenden. Und wenn er sich ausschweigt, dann gebe ich es an die Gemeinde. Und ich denke, das ist der beste Weg, den wir gehen können, wenn wir da Zweifel haben. Aber wir brauchen diese Zweifel nicht wirklich haben, weil es nicht mehr in unserer Verantwortung. Wir können nicht klar sagen, was da passiert.
[27:50] Der Zehnte ist abgesondert. Er ist Gott heilig. Und es gibt noch zwei wichtige Dinge in der Bibel, die Gott heilig sind. Das ist einmal sein Volk. Sein Volk ist heilig. Es ist abgesondert für den Herrn. Und das andere, das finden wir in 1. Mose Kapitel 2, Vers 3. Da sind wir noch in der Schöpfungsgeschichte. 1. Mose 2, Vers 3. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn. Denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte. Das heißt, Gott hat den siebenten Tag der Woche gesegnet und geheiligt. Das heißt, dieser Tag ist abgetrennt von den anderen Tagen. Dieser Tag ist für Gott da. Dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, damit wir Gemeinschaft untereinander haben, dass wir die Natur betrachten, dass wir über seine wunderbaren Taten nachdenken. Das ist Zeit, die ihm bereits gehört. Genauso wie der Zehnt ihm bereits gehört und sein Volk ihm bereits gehört.
[29:12] Und all die Lektionen, die wir vorher gemacht haben, ging um treue Haushalterschaft und die wahre Motivation in unserem Herzen. Der Zehnt ist lediglich ein äußeres Zeichen, wo unser Herz wirklich ist. Und der letzte Teil der Lektion ist ehrlich gesagt ein sehr harter Teil. Das heißt Erweckung, Reformation und Zehnten geben. Erweckung und Reformation. Es gibt ein tolles Zitat in der Lektion von Schwester White. Das empfehle ich jedem zu lesen. Aber ich will auf etwas anderes hinaus. Können wir eine wirkliche Beziehung mit Gott führen, wenn wir Gottes Wort vernachlässigen? Wir müssen uns bewusst sein, dass wir uns täglich mit Gott beschäftigen müssen. Nicht nur fünf oder zehn Minuten, sondern eine Stunde, eine halbe Stunde minimal, sowohl morgens als auch abends. Machen wir mit unserer Familie, mit unserem Ehepartner, mit unseren Kindern Andachten.
[30:31] Der Zehnte ist kein Zaubermittel, das in uns Reformationen kommt. Das Zehnte ist ein äußeres Zeichen für uns selber. Der Psalmist hat gesagt: Prüfe mein Herz. Und wir haben so viele Entschuldigungen. Hier zu wenig Zeit, da zu viel Stress. Ich kam nicht dazu. Das ist genau das, was wir am Anfang der Lektion gemacht haben. Im kleinen treu sein, im großen treu sein, Ehrlichkeit. Wenn wir wirklich zu wenig Zeit haben, im Wort Gottes zu lesen, stellen wir uns den Wecker eine Stunde früher. Ich habe Geschwister, die das gemacht haben, die begeistert sind. Ich selber mache es mittlerweile, weil mein Tag irgendwie nicht mehr ausreicht. Das heißt, eine Stunde vorher, nur fürs private Bibelstudium, was will Gott mir sagen. Das fördert die Erweckung. Das fördert die Reformation. Das ändert unser Herz.
[31:43] Und dann ist die Frage: Wie lesen wir die Bibel? Lesen wir die Bibel? Ah ja, okay, ja, interessant, habe ich verstanden. Oder lese ich es wirklich als das, was es ist, nämlich Gottes Wort? Dass Gott mir etwas sagen möchte. Dass ich es mit Heißhunger aufnehme. Dass ich danach lächze, neues Licht für mich zu finden. Dass ich sehen kann, was stimmt in meinem Leben noch nicht. Was noch nicht in Übereinstimmung mit Gott ist.
[32:14] Liebe Geschwister, die Latte hängt nicht hier. Die Latte ist unendlich hoch. Wir aus eigener Kraft können sie nicht erreichen. Aber wenn wir die Latte annehmen, die schaffen wir locker. Und dann brauchen wir Gott nicht mehr. Für diese Latte brauchen wir Gott. Wisst ihr, wenn wir in unsere Gemeinde schauen, ist es so, dass wir unsere Geschwister wirklich lieben. Oder will ich nur, dass sich alle in der bestimmten Form oder Art und Weise benehmen? Weil dann sehe ich Dinge: Kommt zu spät, ist unruhig, macht dies, macht jenes, kommt vielleicht nicht mehr zum Sabbat. Anstatt, dass ich die brennende Liebe für meinen Bruder oder meine Schwester habe und frage: Das ist mir aufgefallen. Ist es dir auch aufgefallen? Und jetzt kommt das Entscheidende: Kann ich dir irgendwie helfen, weil du bist mir wichtig? Und das, liebe Freunde, fehlt bei uns überall. Das fehlt bei jedem Einzelnen von uns. Und warum? Weil wir keine persönliche Erweckung und Reformation anstreben. Weil wir so sehr beschäftigt und konsumiert sind von uns selber, dass der Blick nicht mehr auf die Bedürfnisse der anderen reicht, sondern wir sehen auf die Fehler der anderen, die uns stören.
[34:02] Der Zehnt bringt kein Heil, aber er hilft zu sehen, wo unser Herz ist. Und lieber Bruder, liebe Schwester, wenn der Heilige Geist heute dein Herz berührt hat, dass du gesehen hast, auch mit mir stimmt heute etwas nicht und du siehst die Notwendigkeit, mehr in der Bibel zu lesen, künftig den Zehnten treu zu entrichten, dann bitte ich dich, mit mir gemeinsam zu beten, dass Gott uns die Kraft gibt, wirklich treue Haushalte zu sein.
[35:04] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir für das Wort, das du gegeben hast deinem Volk und dass du es bewahrt hast durch das finstere Mittelalter, wo die Bibel verfolgt und verbrannt wurde. Wie durch ein Wunder hast du sie durch die Zeitalter hindurch gerettet, dass wir sie heute frei zugänglich haben wie noch nie. Aber wir wissen dieses Geschenk meist nicht zu würdigen und zu nutzen. Herr Land, ich bitte dich, gib ihnen uns das brennende Verlangen, mehr in deinem Wort zu lesen, Wahrheiten für uns persönlich darin zu entdecken. Gott, dass wir unsere Beziehung mit dir stärken können. Gott, hilf uns dabei, nicht länger Ausflüchte zu suchen, sondern unsere Verantwortung unserem ewigen Heil und unserer Beziehung mit dir gegenüber gerecht zu werden. Herr Land, ich bitte dich, gib uns die wahre Herzenseinstellung, dass wir den Zehnten mit Freude geben dürfen, weil wir wissen, es ist dein und weil wir dir etwas zurückgeben dürfen, nicht an Menschen, sondern an dich. Herr Land, ich danke dir so sehr, dass du so geduldig mit jedem Einzelnen von uns bist und ich bitte dich um Vergebung für all das, was wir falsch gemacht haben, willentlich, unwillentlich, wissentlich und unwissentlich. Herr Land, so lege ich alles in deine Hände und bitte im kostbaren Namen Jesu. Amen.
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