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Kleine Information: Das Video ist das richtige, auch wenn im Vorspann der falsche Titel steht.

In diesem Vortrag wird die dramatische Bekehrung von Saulus zu Paulus beleuchtet. Christopher Kramp zeichnet nach, wie Saulus, ein eifriger Verfolger der frühen Christen, durch eine göttliche Begegnung auf dem Weg nach Damaskus sein Leben radikal verändert. Der Vortrag beleuchtet Saulus‘ Hintergrund, seine theologische Ausbildung und seinen fanatischen Eifer, bevor er die Wahrheit im Licht des Evangeliums erkennt. Es wird gezeigt, wie Gott auch die größten Gegner für seine Zwecke gebrauchen kann.


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Serie: Wenn Gott zweimal ruft

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Transkript

[0:00] Einen wunderschönen guten Abend! Auch allen denjenigen, die heute wieder abends live eingeschaltet haben. Es ist unser letzter Abend bei "Wenn Gott zweimal ruft". Heute Mittag kam jemand zu mir und meinte: "Was ist eigentlich mit 'wahrlich, wahrlich'?" Ich hab gesagt: "Mach doch einen elften Vortrag." Das heißt, wir haben nicht den Anspruch, dass wir mit "Wenn Gott zweimal ruft" alle Vorkommen von Zweimalrufen behandelt haben. Wenn Sie, wenn Sie auch live vor dem Computer noch eins finden und sagen: "Da irgendwo in einer obskuren Prophetie, irgendwo in Stephania oder in dieser Geschichte, die noch keiner studiert hat, habe ich noch sowas gefunden", dann schreiben Sie mir. Vielleicht nehmen wir es das nächste Mal auf. Aber diese zehn Vorträge "Wenn Gott zweimal ruft" sollten einige Dinge deutlich machen.

[1:21] Ich glaube, wir haben schon eine große rote Linie gesehen. Im Vortrag Abraham, Abraham haben wir gesehen, was Jesus alles bereit war für uns zu tun. Wir haben gesehen, dieses immense Opfer, das Abraham andeutungsweise verstanden hat, als er seinen eigenen Sohn geben sollte. Wir haben bei Jakob, Jakob gesehen, was es bedeutet, diese Gnade, er füge hinzu, Josef anzunehmen. Es bedeutet, sich zu verändern. Es bedeutet, neue Schritte zu wagen. Diese neuen Schritte wurden dann bei Mose, Mose etwas deutlicher. Die neuen Schritte sind nämlich, wieder zurückzugehen zu den Menschen, die noch in der Gefangenschaft sind und ihnen davon zu erzählen. Aber um dafür vorbereitet zu sein, muss ich wie Samuel beim Ruf Samuel, Samuel bereit sein, selbst zu hören, was Gott mir sagt. Denn wie wir gelernt haben bei Ariel, Ariel, kann ich mich nicht auf das verlassen, was die Obersten mir immer erzählen. Denn manchmal ist es nur Zafna, Zaf, Zafna, Zaf.

[2:15] Aber um wirklich ein eigenes Bibelstudium, eine eigene Beziehung zu Gott zu haben, zu lernen aus seinem Wort, muss ich Zeit haben im Alltag, Mata Mata. Und das ist so wichtig, denn die Krise kommt, vor der Jesus uns warnt, im Ruf Jerusalem, Jerusalem. Und viele von uns, denen geht es so wie Simon Petrus. Wir wissen, dass eine Krise kommt, glauben aber nicht, uns wirklich vorbereiten zu müssen. Deswegen sagt Jesus: Simon, Simon. Und wie man durch eine Krise kommt, eine existenzielle Krise, wenn man das Gefühl hat, Gott hat einen verlassen, das hat uns Jesus gezeigt, nachdem er ausgerufen hat: Eli, Eli. Man könnte sich fragen, was bleibt denn noch übrig, wenn wir den perfekten Weg gesehen haben? Was bleibt noch übrig, wenn wir Jesus heute als Vorbild im vorletzten Vortrag studiert haben, als das perfekte Beispiel? Was soll man jetzt noch sagen? Es gibt noch ein Thema.

[3:11] Saul war nicht seine Lieblingsgeschichte in der Bibel, nehme ich an. Denn die Geschichte vom König Saul ist eine tragische Geschichte. Hat jemand schon mal die Geschichte von König Saul gelesen? König Saul war im Alten Testament der erste König, den das Volk Israel gehabt hat. Das ganze Volk Israel, muss man sagen, es gab vorher in der Zeit der Richter einen kleinen König, der regional beschränkt war, der König Abimelech. Aber der erste wirklich echte König war Saul. Von Gott gesalbt, aber Saul ging verloren, weil er sich Schritt für Schritt von Gott entfernt hatte und irgendwann den Gesalbten des Herrn verfolgt hatte und schließlich sogar nicht davor zurückschreckte, zu einer Dämonenbeschwörung, einer Totenbeschwörung zu gehen und er kam elendig um auf einem Feld. Und ich kann mir vorstellen, dass Saul nicht seine Lieblingsgeschichte gewesen ist, aber irgendwie war er mit der Geschichte Saul eng verbunden, denn sein Name war Saulus. Und Saulus kommt natürlich von Saul. Saulus ist nur die neutestamentliche Variante des hebräischen Saul. Und Saul heißt interessanterweise gefragt, gefragt.

[4:32] Saulus, um den es heute gehen soll, so lesen wir in Apostelgeschichte 22, Apostelgeschichte 22 und dort Vers 3. Dort heißt es in Apostelgeschichte 22 und dort Vers 3: "Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Zilizien." Das heißt, von seiner Abstammung her war er ein Jude, deswegen auch der Name Saulus von diesem König Saul, gefragt. Aber er wuchs nicht in Judäa auf, sondern in Tarsus in Zilizien. Nun, Tarsus war kein kleines Fischerdorf. Wenn wir in Apostelgeschichte 21 lesen und dort Vers 39, nur wenige Verse vorher, in Apostelgeschichte 21 und dort Vers 39 lesen wir: "Aber Paulus sprach: Ich bin ein jüdischer Mann aus Tarsus, Bürger einer nicht unberühmten Stadt in Zilizien." Er war Bürger einer nicht unberühmten Stadt. Mit anderen Worten, wenn sie nicht unberühmt ist, ist sie was? Berühmt. Er war Bürger einer berühmten Stadt, einer großen Stadt. Er war ein Weltbürger. Er kam nicht einfach nur aus einem Hinterwäldlerdorf irgendwo aus der Provinz, er kam aus Tarsus. Tarsus galt damals als eine berühmte Stadt. Tarsus war ein Zentrum und Saulus kam aus Tarsus in Zilizien.

[6:05] Wir erfahren außerdem in Apostelgeschichte 22 und dort Vers 28, dass Paulus ein Römer war. In Vers 27, Verzeihung, in Apostelgeschichte 22, Vers 27 lesen wir: "Da kam der Befehlshaber herzu und sprach zu ihm: Sage mir, bist du ein Römer? Er antwortete: Ja. Und der Befehlshaber erwiderte: Ich habe dieses Bürgerrecht für eine große Summe erworben. Paulus aber sprach: Ich dagegen bin sogar darin geboren." Obwohl er ein Jude war, war er von Geburt an auch ein römischer Bürger. Nun, ein römischer Bürger zu sein war ungefähr die beste soziale Schicht, die es überhaupt gab. Denn die Römer waren die Herrscher auf der Welt und ein römischer Bürger hatte so viel mehr Vorteile im sozialen, wirtschaftlichen Leben als all die anderen Menschen, die dann anders besteuert und anders behandelt wurden. Und es gab manche Menschen, die sich so sehr gesehnt haben, ein römischer Bürger zu sein, dass sie viel, viel Geld dafür gegeben haben, große Summen angespart haben, um nach viel harter Arbeit und viel Fleiß und Disziplin sich auf den Munde abgespart, dieses Geld genommen haben und endlich sich den Titel eines römischen Bürgers gekauft haben. Aber Saulus hatte das Problem nicht. Saulus hatte es von Geburt. Obwohl er ein Jude war, war er gleichzeitig ein römischer Bürger. Manche Dinge bekommen manche Menschen einfach mit in die Wiege gelegt, oder? Es gibt manche Menschen, denen geht es von von Grund auf an einfach unglaublich gut. Was andere mit viel harter Arbeit sich erarbeiten müssen und mit viel Geld erkaufen müssen, das bekommen andere einfach geschenkt, oder? Manchmal ist das Leben ein bisschen ungerecht, oder?

[7:50] Saulus jedenfalls war auf der richtigen Seite sozusagen, auf der Sonnenseite des Lebens. Er war in einer richtigen Stadt geboren, in einer berühmten Stadt und er hatte das, was andere sich so sehr wünschten, einfach so bekommen. Er war Jude, gehörte zur wahren Religion, hatte aber gleichzeitig einen extrem hohen sozialen Status. Römer einer bürgischen Stadt.

[8:15] In Apostelgeschichte 22 und dort Vers 3 lesen wir: "Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Zilizien, aber erzogen in dieser Stadt." Nein, die Stadt, von der er spricht, ist Jerusalem. Obwohl er in Tarsus geboren war, ist er aufgewachsen in Jerusalem. Und Jerusalem ist auch keine kleine Stadt, oder? Und gewiss auch keine unberühmte Stadt. Wenn man Theologie studieren wollte, war Jerusalem das Zentrum, okay? Es war der beste Ort, um überhaupt Theologie zu studieren. Denn wie wir gleich sehen werden, Saulus war ein Theologe, ein Bibelkenner. Aber nicht nur das, die Bibel sagt uns, weiter in Vers 3: "zu den Füßen Gamaliels unterwiesen in der gewissenhaften Einhaltung des Gesetzes der Väter." Er hatte einen Lehrer und sein Lehrer war Gamaliel. Nun, was können wir wissen über Gamaliel? Wenn wir ein bisschen zurückgehen in der Apostelgeschichte und dort Kapitel 5, Vers 34. Apostelgeschichte 5, Vers 34. Dort lesen wir: "Es stand aber im Hohen Rat ein Pharisäer namens Gamaliel auf, ein beim ganzen Volk angesehener Gesetzesgelehrter." Gamaliel war nicht einfach nur irgendein Professor. Ich meine, wie viel Professoren kennen wir heute, die an den theologischen Fakultäten Theologie unterrichten? Kennt jemand von ihnen tatsächlich einen Professor, so vom Namen? Die meisten heute sind nicht besonders bekannt, oder? Aber Gamaliel war so bekannt, so berühmt, dass das ganze Volk ihn kannte. War nicht einfach nur eine Lehrkraft. Gamaliel war ein Vorbild für das ganze Volk. Er hatte den besten Lehrer, den besten Status, die beste Religion. Er war in der besten Hochschule und hatte den besten Lehrer. Gamaliel. Übrigens, Gamaliel heißt übersetzt: die Belohnung Gottes. Und können wir uns vorstellen, dass sich Saulus belohnt gefühlt hat von Gott?

[10:42] Vielleicht geht es uns auch manchmal so, dass wir das Gefühl haben, mir ist so viel geschenkt worden von Gott. Mir geht es eigentlich, verglichen mit vielen anderen Menschen, ziemlich gut, oder? Eigentlich ging es dem Saulus unglaublich gut. Und wenn wir ganz ehrlich sind, oftmals in unserem Leben geht es uns auch ziemlich gut, verglichen mit dem, was andere sich hart erarbeiten müssen. Oftmals sind uns viele Dinge geschenkt worden, oder? Vielleicht nicht für jeden, aber für viele von uns.

[11:09] In Apostelgeschichte 26 und dort Vers 4 geht Paulus noch weiter. Saulus, wie er damals noch hieß. Apostelgeschichte 26 und dort Vers 4. Dort sagt er: "Mein Lebenswandel, und jetzt was steht dort, von Jugend auf, den ich von Anfang an unter meinem Volk in Jerusalem führte, ist allen Juden bekannt." Schon als Jugendlicher war er, als besonderer Schüler des berühmtesten Lehrers, ein stadtbekannter, ein landesbekannter, ein von allen Juden angesehener Mann. Das heißt, wenn man durch Jerusalem ging, und Jerusalem hatte damals schon viele tausende Bewohner, und gefragt hat: "Kennst du Saulus?" Hätte jeder gesagt: "Ja, natürlich, Saulus. Das ist dieser junge, ganz begabte, hochtalentierte Theologe. Dieser Gesetzeslehrer, der ist noch ganz jung, ganz begabt. Wenn der predigt, wenn er redet, das wird einmal ein ganz, ganz großer Saulus." Alle haben Hoffnung in ihn gesetzt, er war bekannt, jeder wusste von ihm. Saulus hatte so eine Karriere vor sich. Es ging immer nur steil bergauf, steil bergauf. Der beste Lehrer, der beste Status, die beste Universität, einen super Ruf bei allen.

[12:50] Was will man noch mehr?

[12:59] Ich glaube, und das sagt die Bibel nicht explizit, deswegen sage ich, ich glaube, dass Saulus, wann immer er an seinen eigenen Namen gedacht hat, gewarnt war, oder? Saul war auch sehr von Gott gefördert worden. Saul war größer als alle anderen Israeliten, er war schöner als alle anderen Israeliten, er war der König. Alle haben ihn geliebt, alle wollten ihn, alle haben sich dann irgendwann, nachdem er sich durchgesetzt hat als König, ihm gedient, aber trotzdem ist er gefallen. Wenn man so ein Beispiel, stellen wir uns vor, wir kennen eine, wer von uns hat einen biblischen Namen? Gibt es jemanden, der einen biblischen Namen hat? Einige. Wer von uns hat einen Namen, dessen biblischer Charakter nicht so gut gewesen ist? Meistens suchen ja die Eltern, wenn sie schon einen biblischen Namen aussuchen, einen Namen aus, der wirklich dann irgendwie ein extremes Vorbild ist. Daniel zum Beispiel oder vielleicht Samuel oder so, aber wer würde sein Kind schon Manasse nennen, oder? Dieser König, der Götzendienst betrieben hat, oder Judas? Könnt ihr Judas nennen? Oder die Tochter Isebel, diese götzendienerische Königin? Wie ist das, wenn man einen Namen hat, der einen ständig beim Bibellesen erinnert, dass der Name, die Person, die ihr den Namen gegeben hat, ins Verderben gelaufen ist? Ist es nicht nachvollziehbar, dass man den Wunsch hat, diesen Fehler nicht noch mal zu machen und auf jeden Fall treu zu Gott zu stehen? Auf keinen Fall Gottes Gebot in irgendeiner Weise absagen, in keinster Weise Gott missfallen, so treu wie möglich bei Gott zu bleiben. Das war der Wunsch von Saulus, so treu wie möglich.

[14:54] Und deswegen entschied er sich, als er auf der Universität von Jerusalem war und jetzt die Wahl hatte, werde ich ein Sadduzäer oder werde ich ein Pharisäer, entschied er sich für die Pharisäer. Die Sadduzäer gingen an die Bibel ran und sagten: "Naja, die Auferstehung der Toten, die gibt es nicht und Engel, das ist auch nur Märchen." Übrigens, gibt es heute auch manche solche Theologen, nicht wahr? Die nehmen nicht die Bibel und sagen: "Das gilt nicht und das stimmt nicht und das ist gefälscht." Aber so war Saulus nicht. Saulus wollte alles ganz genau einhalten. Wir lesen in Philipper 3, in Philipper 3 Vers 5 und 6, dort heißt es: "Beschnitten am achten Tag", da spricht er von sich selbst, also genau so, wie es sein sollte, "aus dem Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, im Hinblick auf das Gesetz, ein Pharisäer, ein Heiliger." Die, wie er selbst sagt, an einer anderen Stelle, die strengste Auslegung seiner Religion. So sagt es in Apostelgeschichte 26 Vers 5. Wir können das noch aufschlagen, in Apostelgeschichte 26 Vers 5, da heißt es: "Wenn sie mich von früher erkennen, wenn sie es bezeugen wollen, dass ich nach der strengsten Richtung unserer Religion gelebt habe, als ein Pharisäer."

[16:22] Und in diesen Umständen ist es kein Wunder, dass Saulus in seinem Volk extrem gefragt war und dass er bereits mit jungen Jahren als der gefragteste Theologe seiner Zeit Mitglied des sogenannten Sanhedrin wurde, des obersten Gerichtshofes der Juden. Es war gerade eine interessante Zeit, es gab viele Unruhen und viele verschiedene Dinge, die hier das Volk Israel und das Volk Juda in Aufruhr brachten. Und kaum nachdem er Mitglied des Sanhedrin wurde, war schon wieder so ein Fall, so ein Aufrührer. In Apostelgeschichte 6 lesen wir von diesem Aufrührer.

[17:23] In Apostelgeschichte 6 heißt es in Vers 8: "Und Stephanus, voll Glauben und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk." Da steht ein Mann auf mit Namen Stephanus, sein Name bedeutet Siegeskranz. Was bedeutet das? Siegeskranz. Und er tut Wunder und predigt und das ganze Volk, das den Saulus so sehr liebt, fängt plötzlich an zu sagen: "Hey, wow, der Stephanus, das ist ein Prediger. Wie der predigt, was für Wunder der tut. Da spürt man richtig den Heiligen Geist." Lesen wir mal gemeinsam Vers 9: "Aber etliche aus der sogenannten Synagoge der Libertiner und Kyrene und Alexandrina und derer von, von wo? Von, von Zilizien." Ja, wer gehört zu denen von Zilizien? Saulus. Saulus gehörte zu denen von Zilizien, denn er war aus Tarsus aus Zilizien. Die Bibel sagt es nicht explizit, aber wenn man die Verse miteinander vergleicht, stellt man fest, Saulus war unter ihnen. Was haben sie gemacht? Vers 9: "Sie standen und stritten mit Stephanus." Saulus war unter denjenigen, die gesagt haben: "Hey, Moment mal, Stephanus, du gehst zu weit. Was du da predigst, das können wir nicht so stehen lassen. Du hast gar nicht wirklich studiert. Wir als Theologen sagen dir, es ist so. Komm, lass uns ein Streitgespräch machen." Stephanus hat seine Bibel genommen und hat gesagt: "Du, okay, komm her. So ist es." Und Stephanus und seine theologischen Kumpanen haben dagegen diskutiert und gestritten und widerlegt. Schon mal jemanden kennengelernt, der mit der Bibel in der Hand nur streiten wollte und kämpfen wollte und beweisen wollte, dass er recht hatte? Saulus war so einer. Er sah dort einen anderen Menschen, der gepredigt hat mit Freimut und er konnte das einfach nicht verknuseln. Er stritt.

[19:29] Aber dann lesen wir in Vers 10: "Und sie konnten der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, nicht widerstehen." Da haben wir den begabtesten Theologen, dekoriert mit Doktorgraden, noch und nöcher. Und er kommt gegen diesen, jetzt halten wir uns fest, gegen diesen Diakon der Gemeinde nicht an. Da predigt noch nicht mal ein Apostel. Stephanus ist noch nicht mal ein Apostel, ist einfach nur ein Diakon. Seine Hauptaufgabe ist es, auszugeben. Da steht der begabteste Theologe, der die Hoffnung der ganzen Nation steht vor einem Diakon, der die Suppenküche bedient und kann ihn mit der Bibel nicht widerlegen. Wow, was für eine Schmach. Was für einen wunderbaren Gott haben wir nicht, dass er Diakone und Menschen aus der Suppenküche nimmt und ihnen die Wahrheit zeigt und manchmal den großen Theologen eben nicht.

[20:30] Aber Saulus hat das gewurmt. Und so lesen wir in Vers 11: "Da stifteten wer? Die Männer. Unter ihnen Saulus. Da stifteten sie Männer an, die sagten: Wir haben ihnen Lästerworte reden hören gegen Mose und Gott. Und sie wiegelten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf und überfielen ihn, rissen ihn fort und führten ihn vor den Hohen Rat. Und sie stellten falsche Zeugen, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, Lästerworte zu reden gegen diese heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn sagen hören: Jesus der Nazarener wird diese Stätte zerstören und die Gebräuche ändern, die uns Mose überliefert hat."

[21:17] Eine Sache müssen wir wissen. Saulus hat bei wem studiert? Bei Gamaliel. Wissen wir, was eines der Spezialgebiete von Gamaliel war? Gamaliel war ein Experte für Sekten. Woher wissen wir das? In Apostelgeschichte 5 lesen wir, wie Gamaliel in seiner Rede noch einmal den ganzen Sanhedrin erinnert, was alles so an Sektengeschichte in der letzten Zeit passiert ist. In Vers 36 sagt er: "Denn vor diesen Tagen trat Teudas auf und gab vor, er wäre etwas. Ihm hing eine Anzahl Männer an, etwa 400. Er wurde erschlagen und alle, die ihm folgten, zerstreuten sich und wurden zunichte. Und jetzt der nächste Punkt. Nach diesem trat Judas der Galiläer auf in den Tagen der Volkszählung und brachte unter seiner Führung viele aus dem Volk zum Abfall. Auch er kam um und alle, die ihm folgten, wurden zerstreut." Gamaliel ist ein Historiker. Gamaliel kennt die Geschichte der verschiedenen Sekten, der verschiedenen Irrtümer, der Häresien, der Leute, die irgendwie Aufruhr gemacht haben, theologisch verquer gewesen sind, mit sich gezogen haben, ihnen das Gehirn gewaschen haben und sie dann in die Irre geführt haben. Gamaliel kennt sie, er ist der Experte, er ist quasi der Sektenbeauftragte des jüdischen Volkes und Saulus hat bei ihm studiert. Und jetzt kommt dieser Stephanus und er predigt von diesem Jesus von Nazareth Dinge, die kein Pharisäer und kein Sadduzäer jemals an einer theologischen Universität für wissenschaftlich halten würde. Und außerdem weiß der Saulus ja, dass Jesus Dinge gesagt hat, die man nicht sagen darf. Er hat zum Beispiel die Pharisäer als die Söhne des Teufels bezeichnet. Was für eine Blasphemie.

[23:03] Und vor diesen Menschen, vor diesen Jüngern des Jesus muss er die Welt schützen. Können wir uns hineindenken in das Wesen von Saulus? Saulus sieht in den Jüngern Jesu eine gefährliche Sekte und er weiß aus seinen Studien vom Gamaliel, dass es die Aufgabe der Pharisäer ist, das Volk zu beschützen und die orthodoxe, die allgemein anerkannte Auslegung der Bibel für alle zu bewahren. Und da muss man manchmal auch zu unschönen Mitteln greifen, nicht wahr? Der Zweck heiligt manchmal die Mittel. Da muss man auch ein falscher Zeuge her, um den Hohen Rat zu überzeugen.

[23:50] In der Apostelgeschichte 7 lesen wir, wie dann vor dem Hohen Rat und Saulus ist ein Mitglied des Hohen Rates, dieser vermeintliche Aufrührer eine Rede hält. Wir können nicht die ganze Rede lesen, aber wir wollen uns einige kurze Ausschnitte anschauen und uns vorstellen, wie es ist, als Saulus mitten unter ihnen sitzt und diese Rede vom Stephanus hört. In Vers 3 zum Beispiel sagt er Stephanus und er sprach zu ihm: "Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde." Vielleicht hat der Heilige Geist genau in diesem Moment ein bisschen an Saulus gewirkt und gesagt: "Du, hast du jemals darüber nachgedacht, was es bedeutet, aus dem Haus der Verwandtschaft, aus all den Bekannten hinaus zu gehen in etwas, was du nicht kennst? Saulus, du bist bisher in all dem aufgewachsen, du kennst dein System, versetz dich in die Lage von Abram. Wie wäre es, dort hinaus zu gehen?"

[25:03] In Vers 9: "Und die Patriarchen waren neidisch auf Josef und verkauften ihn nach Ägypten, doch Gott war mit ihm." Stellen wir uns vor, wie Stephanus, der jetzt durch die ganze Bibel, durch das Alte Testament hindurch geht, Kapitel für Kapitel und predigt und als er zu dem Punkt kommt mit den Patriarchen und sagt, sie waren neidisch auf Josef. Ich glaube, es hat einen kleinen Stich gegeben im Herzen von Saulus, denn irgendwo ganz tief hat er es, vielleicht hat er es nicht zugegeben, aber da war schon ein bisschen Neid auf den Stephanus, oder? Da war schon ein bisschen Neid auf den Stephanus, der in Vollmacht gepredigt hat.

[25:33] Vers 22: "Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter unterrichtet und war mächtig in Worten und Werken." Genauso wie der Saulus, nicht wahr? Aber was in der Stephanus predigt, ist, dass genau dieser Mose all das hinter sich lassen musste und ein armer, einsamer Hirte werden musste. Versetzen wir uns in die Lage von Saulus, der diese Predigt hört, immer und immer wieder. Verschiedene Geschichten aus dem Alten Testament, die immer wieder Beziehungen haben, Verbindung haben zu seinem persönlichen Leben. Ich glaube, der Heilige Geist hat in seinem Herzen gewirkt. Warum weiß ich das? Denn der Heilige Geist wirkt an allen Herzen, oder? Der Heilige Geist hat in diesem Moment an allen Herzen gewirkt. Wir werden gleich sehen, warum.

[26:26] Vers 51 können wir das direkt lesen. Da heißt es nämlich, dass der Stephanus irgendwann ausruft: "Ihr widerstrebt allezeit im Heiligen Geist." Das heißt, der Heilige Geist hat an allen Pharisäern dort gewirkt und auch am Saulus, auch am Saulus.

[26:45] Nun, Hebräer 38. Dort sagt der Predigt der Stephanus: "Das ist der, welcher in der Gemeinde in der Wüste war, zwischen dem Engel, der auf dem Berg Sinai zu ihm redete und unseren Vätern, der lebendige Worte empfing, um sie uns zu geben." Lebendige Worte. Für Saulus war die Bibel ein altes Buch mit tausenden von Kommentaren, die man alle kennen musste. Man musste wissen, was Rabbi Z. von Rabbi X. von Rabbi Y. geschrieben hat, Fußnoten. Man musste alle Kommentare kennen, um die Bibel zu verstehen. Und hier predigt jemand von lebendigen Worten mit der Bibel in der Hand. Lebendige Worte.

[27:21] Vers 39 bis 41: "Denn unsere Väter, dem unsere Väter nicht gehorsam sein wollten, sondern sie stießen von sich und wandten sich mit ihrem Herzen nach Ägypten." Könnte es sein, könnte es sein, dass wir den gleichen Fehler machen? Vielleicht hat sich der Saulus das gedacht. Vers 41: "Sie machten ein Kalb in jenen Tagen und brachten den Götzen ein Opfer und freuten sich an den Werken ihrer Hände." Noch so ein Stich vom Heiligen Geist. Denn der Pharisäer freut sich an dem, was er Gutes tut, oder? Der Pharisäer lebt davon, dass er das Richtige tut, dass er Gesetze einhält und weil er so gut ist, liebt ihn Gott. Er freut sich an den Werken seiner Hände. Irgendwo, irgendeiner kleinen Ecke muss der Heilige Geist ihn immer mehr gepikst haben. Saulus, wach doch auf. Hörst du nicht, was Stephanus predigt? Hörst du nicht, was Stephanus predigt?

[28:16] Irgendwann in der Mitte der Predigt bricht Stephanus ab. Nicht, weil die Technik ausfällt, sondern weil er merkt, dass kein Mensch ihm zuhört. In Vers 51 ruft er aus: "Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, so auch ihr."

[28:46] Vers 54: "Als sie aber das hörten, schnitt es ihnen ins Herz." Der Saulus war dabei. Der stand hier einfach unbeteiligt da und gesagt: "Es schnitt ihm ins Herz." Er wusste, der Heilige Geist, irgendwas war da. Er wusste irgendetwas bewegt mich. Es schneidet mir ins Herz. Es spricht irgendwie zu mir in einer Art und Weise, wie ich es bisher nicht kenne, noch niemals in einem theologischen Seminar gehört habe. Aber alles, was er kannte, alles, was er darauf reagieren konnte, war mit den Zähnen zu knirschen.

[29:25] Ich möchte es euch nicht vormachen, aber ihr könnt es euch vorstellen, wenn jemand mit den Zähnen knirscht und viele hohe Priester und viele Schriftgelehrte ergaben ein ganz schön lautes Zähneknirschen. Sie schauen auf diesen Stephanus, sind kurz davor, ihm an die Gurgel zu gehen. Wie kann er es wagen, uns, den hohen Priestern, den Schriftgelehrten, den Doktoren der Theologie, als einfacher Suppenküchenchef? Wie kann er es wagen, uns zu erklären, dass wir die Bibel nicht verstehen? Und dann schauen sie ihn an und wie sieht er aus?

[30:05] Vers 55: "Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel an und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen. Und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen." Da ist dieser einfache Mensch und er hat eine direkte Beziehung zu Jesus. Und für Saulus, der alles richtig machen möchte, aber im System schwimmt, auf der Karriereleiter nach oben, offenbart sich nichts. Und das ärgert ihn, das wurmt ihn.

[30:38] Und dann heißt es in Vers 57: "Sie aber schrien mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn zu." Alle, die dort waren, waren sich einmütig. Der darf nicht leben. Das einzige Verbrechen, er hat die Bibel genommen, hat die Bibel zitiert und hat gesagt, die Bibel spricht zu euch. Und da sind die Schriftgelehrten, die Männer und die Männer, die die Bibel vorgeben auszulegen und die wollen es nicht hören. Sie knirschen mit den Zähnen und sie stürmen auf ihn zu und wollen ihn umbringen.

[31:06] Vers 58: "Und als sie ihn zur Stadt hinaus gestoßen hatten, steinigten sie ihn." Und jetzt lesen wir ganz genau Vers 58b: "Und die Zeugen legten ihre Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß." Welche Zeugen? Welche Zeugen? Die falschen Zeugen. Ist nicht erstaunlich, dass die falschen Zeugen ausgerechnet dem Saulus besondere Ehrerbietung zeigen? Könnte es sein, Vermutung, dass der Saulus so besonders involviert war, diese falschen Zeugen anzubringen? Denn sie legen ihre Kleider ab, ausgerechnet vor Saulus, dem jungen Mann.

[31:52] Übrigens, Stephanus betet, bevor die letzten Steine ihn für lange Zeit aus der Welt schaffen.

[32:09] Vers 60: "Und er kniete nieder und rief mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an. Und nachdem er das gesagt hatte, entschlief er." Saulus hat damals nicht darüber nachgedacht: "Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an."

[32:28] In Kapitel 8, Vers 1 heißt es: "Saulus aber hatte seiner Ermordung zugestimmt. Und an jenem Tag erhob sich eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem und alle zerstreuten sich in die Gebiete von Judäa und Samaria, ausgenommen die Apostel."

[32:44] Saulus beginnt jetzt richtig in sein Element zu kommen. Vers 3 sagt uns: "Saulus aber, was er verwüstete, die Gemeinde." Saulus, ausgebildet beim Sektenbeauftragten der jüdischen Nation, macht es jetzt zu seiner Lebensaufgabe, diese Sekte des Nazareners auszulöschen. Alles davon zu vernichten, zu verwüsten. Es heißt, er drang überall in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und brachte sie ins Gefängnis.

[33:21] In Apostelgeschichte 22, fügt er später hinzu, in Apostelgeschichte 22, Vers 4, dort heißt es: "Ich verfolgte diesen Weg", gemeint ist das Evangelium, denn wenn die frühen Christen sich trafen, haben sie sich noch nicht Christen genannt, sondern sie nannten sich immer "der Weg". Wahrscheinlich stand über ihren Zusammenkünften: "Zusammenkunft der Gruppe, der Weg." Der Weg, warum? Weil Jesus sagte: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Der Weg. Und wenn er das schon sah oder hörte, der redet von dem Weg. Hilfe, wir müssen die Menschen warnen vor diesem, der Weg.

[34:07] "Ich verfolgte, wie er hier sagt, in Vers 4, ich verfolgte diesen Weg bis auf den Tod, indem ich Männer und Frauen band und ins Gefängnis überlieferte." Aber nicht nur das. In Galater 3, Verzeihung, in Galater 1, in Galater 1 und dort Vers 13 und 14 lesen wir in Galater 1, Vers 13 und 14: "Denn ihr habt von meinem ehemaligen Wandel im Judentum gehört, dass ich die Gemeinde Gottes über die Maßen verfolgte und sie zerstörte." Über alle Maßen. Saulus kannte kein Maß.

[34:44] In Vers 14 heißt es: "Und im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Geschlecht übertraf durch übermäßigen Eifer für die Überlieferung Gottes, für die Überlieferung meiner Väter." Wie viele Menschen heute auf dieser Welt geben ihr letztes Hemd für die Tradition? Wie viele Menschen sind bereit, für eine Tradition, für ihren Propheten oder für ihre politische Partei buchstäblich in den Märtyrertod zu gehen? Entweder sind sie Nationalisten oder sind sie religiöse Extremisten und wann immer man sie fragt, warum, dann ist es der Nationalstolz oder unser religiöses Erbe oder die Kirchenväter oder wer auch immer. Wie viele Menschen heute sind bereit, ihr letztes Hemd zu geben, weil sie irgendeinem anderen Menschen folgen?

[35:48] Er sagt sogar: "Ich übertraf alle anderen jungen Männer und junge Männer sind ja von Natur aus so ein bisschen überwallend. Junge Männer, die wollen es wissen. Und er sagt, von allen jungen Männern im Judentum, von allen, die streitsüchtig und kämpferisch waren, war ich mit Abstand der heftigste. Ich habe sie alle übertroffen. Da gab es keinen in ganz Israel, der auch nur ansatzweise so ein erklärter Feind war von Jesus Christus und dieser Sekte. Keiner."

[36:23] In Apostelgeschichte 26, in Apostelgeschichte 26 und dort Vers 9 bis 11 heißt es sogar: "Ich habe zwar auch gemeint, ich müsste gegen den Namen Jesu des Nazareners viel Feindseliges verüben, was sich auch in Jerusalem tat. Und viele der Heiligen ließ ich ins Gefängnis schließen, wozu ich von den obersten Priestern die Vollmacht empfangen hatte. Und wenn sie getötet werden sollten, gab ich die Stimme dazu." Übrigens, nebenbei gesagt, nein, das war nur noch Vers 11. "Und in allen Synagogen wollte ich sie oft durch Strafen zur Lästerung zwingen und über die Maßen wütend gegen sie verfolgte ich sie sogar bis in die auswärtigen Städte."

[37:34] Saulus kämpft so sehr für die Wahrheit. Und das ist alles, was er weiß. Er weiß: "Ich kämpfe für die Wahrheit. Ich kämpfe für die Wahrheit. Niemand darf in diese gefährliche Sekte hineinkommen. Niemand. Und notfalls muss man auch mal unschöne Mittel anwenden. Hauptsache, die Menschen werden geschützt vor dieser blasphemischen, unreligiösen, bösen Sekte von Jesus, dem Nazarener."

[37:51] Und dann, dann kommt Apostelgeschichte 9. Und jetzt wollen wir ganz genau lesen, was passiert. In Apostelgeschichte 9 und dort Vers 1 und 2. Mir gefällt das, wie das hier der Lukas beschreibt. Das ist so richtig plastisch. In Apostelgeschichte 9, Vers 1 und 2 heißt es: "Saulus aber, der noch Drohung und Mord schnaubte." Man kann sich so einen Drachen vorstellen, aus dessen Nüstern das Feuer kommt. Er schnaubte. Mord und Drohung. Wann immer nur ein Christ irgendwo gerochen hat, dann war er auf 180. Sein Blutdruck stieg, sein Kamm ging hoch und irgendwo wollte er sie gleich vernichten. Er schnaubte noch. Mord und Drohung gegen die Jünger. Und jetzt lesen wir genau hin. Er ging zum, wohin? Zum? Er ging zum Hohen Priester. Was bekommt er? Er bekommt Briefe. Warum? Wohin sollen sie ihn bringen? Nach Damaskus. Das heißt, ins Ausland. Richtig? An die Synagogen. In der Absicht, wenn er irgendwelche Anhänger von wem findet, vom Weg des Weges, ob Männer oder Frauen, sie gebunden nach Jerusalem zu führen. Halten wir fest und das merken wir uns jetzt sehr gut. Paulus, Saulus geht zum Hohen Priester, bekommt Briefe, um ins Ausland zu gehen, um Menschen nach Jerusalem zu bringen.

[39:23] Fest ein. Als er aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte. Paulus hat ein Ziel vor Augen, das Damaskus. Und er geht und er geht und er geht. Und plötzlich sagt die Bibel: "Umstrahlt ihn ein Licht, wie es kein Mensch beschreiben kann." Wir lesen weiter in Vers 3 und plötzlich umstrahlt ihn ein Licht vom Himmel. Wir kriegen noch mehr Informationen in Apostelgeschichte 26. Apostelgeschichte 26, Vers 13 sagt es: "Da sei ich mitten am Tag auf dem Weg, o König, vom Himmel her ein Licht." Übrigens, wäre es möglich gewesen, für Gott auch in der Nacht das Licht zu bringen? Wäre viel besser gewesen, oder? Denn der Weg von Jerusalem nach Damaskus, den kann man nicht in zwei Stunden abbreiten. Das ist schon mehrere Tage Ritt. Aber Gott entscheidet sich mitten am Tag, wo man kein Licht braucht, Licht zu geben. Saulus ist in einer Situation, wo er glaubt, er braucht kein Licht, denn es ist Tag, oder? Ich brauche kein zusätzliches Licht. Ich weiß alles. Es ist helllicher Tag, Mittag. Wenn wir am Mittag unterwegs sind und jemand gibt uns eine Taschenlampe, sagen wir: "Brauchen wir nicht. Schon genügend da." Und so ist Saulus auf dem Weg und er ist sich sicher. Ich weiß alles, was ich brauche. Ich brauche kein zusätzliches Licht. Und Gott sagt genau an diesem Punkt: "Umstrahle ich dich mit etwas, von dem du glaubst, dass du es mehr als genug hast, nämlich Licht."

[41:15] Es heißt weiter in Vers 14: "Als wir aber alle zur Erde fielen, er saß auf seinem Pferd und plötzlich fällt er vom Pferd." Gott muss manchmal uns vom hohen Ross herunterholen, oder? Zwar buchstäblich, aber das tut manchmal ein bisschen weh. Da lag er plötzlich im Staub. Er weiß gar nicht, was passiert ist. Und dann sagt es hier in Vers 14: "Als wir aber alle zur Erde fielen, hörte ich eine Stimme zu mir reden." Und in welcher Sprache? In hebräischer Sprache sagen: "Saul, Saul, warum verfolgst du mich?"

[42:18] Versetzen wir uns ganz kurz in die Lage von Saulus. Er ist auf dem Weg nach Damaskus, plötzlich kommt dieses gleißende Licht. Er weiß nicht warum. Er fällt sofort, weil er geblendet ist, auf den Boden, liegt im Staub. Und er hört diese Stimme: "Saul, Saul." Und es ist hebräisch. Warum ist das wichtig? Denn zu der Zeit sprach niemand mehr hebräisch. Hebräisch ist die alte Sprache des Alten Testaments. Aber zu seiner Zeit, schon zur Zeit von Jesus, sprachen alle Menschen Aramäisch. Wir haben es heute gesehen bei Eli, Eli, Lama Sabachtani, was aramäisch ist und nicht hebräisch. Das heißt, Gott spricht ihn bewusst in der Sprache des Alten Testaments an. Und wie nennt er ihn? Aber wie ist sein Name? Saulus. Gott sagt nicht Saulus, Saulus, obwohl er so heißt. Er sagt Saul, Saul und zwar in der hebräischen Sprache. Nun, ich meine, Saulus wusste, dass er gemeint ist, oder? Aber für einen kurzen Moment wird sich Saulus gefragt haben: "Wer spricht da zu mir? Und warum nennt er mich Saul?" Saul war ein, Saulus war ein Pharisäer, richtig? Und Pharisäer hatten die Eigenschaft, dass sie mit 14 Jahren das gesamte Alte Testament auswendig kannten. Saulus kannte die Geschichte von Saul. Und als er die Frage hört: "Saul, Saul, warum verfolgst du mich?" Da ist es, als ob der Heilige Geist in sein Gehirn hinein leuchtet und zwei Dinge zusammenbringt, die er vielleicht vorher noch nie gesehen hat.

[44:06] Denn ist das schon mal passiert? Ungefähr 1000 Jahre vorher steht der König Saul in seiner ganzen Rüstung in einem Tal. Und ebenfalls von einer Anhöhe ergeht eine Stimme von einem jungen Mann. Wir können das lesen in 1. Samuel 26. In 1. Samuel 26 und dort Vers 18.

[44:45] 1. Samuel 26 und dort Vers 18. Da ruft eine Stimme zu ihm, zu diesem König Saul, 1000 Jahre vorher: "Warum verfolgt mein Herr seinen Knecht? Denn was habe ich getan? Und was ist Böses in meiner Hand?" Und da ruft ein junger Mann namens David und sagt: "Saul, Saul, warum verfolgst du mich?"

[45:25] Und als Saulus dort im Staub liegt und angesprochen wird mit den Worten: "Saul, Saul", eine bewusste Bezugnahme auf den alten König, denn es ist in hebräischer Sprache und die Frage: "Warum verfolgst du mich?", weiß er sofort, was derjenige meint. Saulus, du tust genau das Gleiche wie der König Saul. Du verfolgst jemanden, der unschuldig ist. Denn Saul verfolgte wen? Den kommenden König David, einen unschuldigen Mann. Warum? Weil er neidisch war. Saulus, du heißt Saulus und du wolltest dein Leben lang nicht so werden wie Saul. Aber ich sage dir was, Saulus, du bist gerade auf dem Weg, genau zu werden wie Saul. Du verfolgst die Christen genauso wie damals Saul, den David verfolgt hat. So wie David vor Angst um sein Leben fliehen musste, weil Saul so mit den Zähnen knirschte und seinen Speer nahm und ihn versuchte an die Wand zu nageln. Genauso verfolgst du gerade die Christen. Aber weißt du was, Saul, David war der Gesalbte.

[46:36] Mit einem Mal fällt es ihm wie Schuppen von den Augen. Mein ganzes Leben ist eine Lüge. Ich habe versucht, nicht so zu werden wie Saul und in Wirklichkeit bin ich dabei genauso geworden wie Saul. Ich tue exakt genau das Gleiche wie der König Saul damals. Wild, rasend, ohne jeden Grund verfolge ich Menschen, nur weil sie mehr von Gott verstehen als ich.

[47:07] Aber Gott sagt noch mehr zu ihm in Apostelgeschichte 26.

[47:23] Und diese Frage ist wirklich bewegend. Gott sagt: "Warum verfolgst du mich?" Offensichtlich ist hier jemand im Himmel, der sich sofort eins zu eins identifiziert mit diesen armen Sektenanhängern. Denn Saulus hatte niemals vor, jemanden im Himmel zu verfolgen, oder? Aber dieser jemand im Himmel sagt: "Wenn du meine Jünger verfolgst, verfolgst du mich." Übrigens, was für einen Gott haben wir, oder? Der sagt: "Wenn dich jemand anspuckt, dann spuckt er mich an. Wenn dich jemand beleidigt, dann beleidigt er mich. Wenn dich jemand schlecht behandelt, dann behandelt er mich schlecht. Ich kämpfe für meine Jünger."

[48:07] "Warum verfolgst du mich?" Und in dieser Frage steckt auch die Frage drin: "Saul, was haben sie dir getan?" Ich meine, was hat diese angebliche Sekte, der Jesus-Anhänger, diese Sekte des Weges, was haben sie eigentlich getan, außer dass sie die Bibel so predigen, dass die Menschen wieder Interesse an der Bibel haben? Was haben sie getan? Warum? Meistens stellen wir Menschen die Frage an Gott: "Warum? Warum hast du das zugelassen? Warum tust du das und jenes?" Aber Gott hat auch eine Frage an uns. Er sagt: "Warum? Warum bist du so hässlich zu deinem Nachbarn? Warum unterdrückst du deinen Arbeitnehmer? Warum hast du von deinem Bruder gestohlen?" Gott fragt uns: "Warum?" Wir sind gut darin, die Frage zurückzubringen: "Warum, Gott?" Gott fragt: "Warum tust du das? Nennen wir einen Grund. Warum bist du so hässlich? Warum bist du so gemein? Warum bist du so ungeduldig? Warum?"

[49:13] Saul hat keine Antwort. Saulus hat keine Antwort. Und dann sagt Jesus etwas sehr Spannendes. Er sagt: "Da habe ich mir lange Gedanken gemacht, was meint er eigentlich?" Er sagt: "Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen." Ich war gefragt, was das bedeutet. "Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen." Da ist ein Stachel und offensichtlich ist Saulus gerade dabei, immer gegen den Stachel zu schlagen. Schon mal gegen den Stachel geschlagen? Stell dir vor, das ist so ein langer Stachel aus rostiges Eisen, vielleicht so 10, 15 Zentimeter lang. Wer von uns würde es gut finden, da ständig so gegenzuschlagen mit dem Bein? Und ich so: "Das geht nicht weg." Nochmal. Und Jesus sagt: "Es wird schwer für dich." Was du dir vorgenommen hast, ist nicht besonders gut. Es wird schwer für dich, gegen den Stachel auszuschlagen. Tu es nicht. Hör auf damit.

[50:11] Jetzt, was ist der Stachel in der Bibel? Wollen wir das kurz studieren? Schauen wir erstmal ganz kurz in 1. Korinther 15. Das gibt uns einen Hinweis, was dieser Stachel noch bedeuten kann. In 1. Korinther 15 und dort Vers 55. Da zitiert, in einem völlig anderen Kontext, der spätere Paulus dann, einen alten, sehr männlichen Text. Er sagte in 1. Korinther 15, Vers 55: "Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?" Das ist ein sogenannter Parallelismus. Das heißt, beide Aussagen meinen eigentlich das Gleiche, oder? Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? Ist eine dieselbe Aussage, nur mit anderen Worten. Das heißt, der Stachel, die Kraft des Stachels steht für den Sieg.

[50:58] Wenn Gott zu Saulus sagt: "Es wird schwer für dich, gegen den Stachel auszuschlagen", sagt er: "Saulus, gegen ein Team zu kämpfen, das schon von vornherein als Sieger feststeht, das ist schwer. Es ist schwer, gegen etwas zu kämpfen, was von vornherein als Sieger feststeht. Ich will dich wissen lassen, sie werden gewinnen. Du kannst dich entscheiden, weiter zu kämpfen und dir immer mehr Verletzungen zuzuführen, oder du wechselst die Seiten. Es wird schwer für dich, gegen den Stachel auszuschlagen."

[51:30] Und dann hat er sich wahrscheinlich erinnert an einen Text, den er auch auswendig kannte, und zwar in Prediger 12, Vers 11. Prediger 12 und dort Vers 11. Prediger 12 und dort Vers 11.

[51:46] Oh, das ist so spannend. Prediger 12, Vers 11. Und jetzt verstehen wir, was wirklich der Stachel bedeutet, gegen den er bisher immer angeschlagen hat, wie ein Wahnsinniger, und sich den ganzen Fuß wund geschlagen hat. Prediger 12, Vers 11. Haben wir es? Prediger 12, Vers 11. "Die Worte der Weisen sind wie was? Wie Treiberstacheln und wie eingeschlagene Nägel, die gesammelten Aussprüche. Und von wem sind sie gegeben? Sie sind von einem einzigen Hirten gegeben." Der Stachel steht für die Worte der Weisheit. Und wo finden wir die Worte der Weisheit? In der Bibel. Du kämpfst gegen die Bibel und die Bibel wird gewinnen. Und von wem ist die Bibel gegeben? Von einem Hirten. Du kämpfst gegen den Hirten. Übrigens, gegen wen hat der König Saul gekämpft? Gegen einen Hirten, der einen Psalm nach dem anderen geschrieben hat, oder? Die Worte des Herrn. Du kämpfst gegen den einen Hirten, der all diese Worte gegeben hat.

[52:57] Denn übrigens, tatsächlich ist die Bibel ein Stachel, oder? Hat jemand schon mal erlebt, dass die Bibel ein Stachel sein kann? Dass, wenn man sie liest, man sich angepiekst fühlt, so wie Saulus dort im Verhör von Stephanus. Wann immer der Stephanus gepredigt hat, hat er sich angepiekst gefühlt, weil es halt lebendige Worte sind. Die Bibel sagt, das Wort Gottes ist ein lebendiges Schwert. Es ist lebendig und wirksam, wie ein zweischneidiges Schwert. Hebräer 4, Vers 12. Und es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder ich lasse den Stachel die Operation ausführen, oder ich haue dagegen und versuche ihn wegzudrücken. Und ich kämpfe und trete gegen die Bibel, aber es verletzt nur mich selbst. Es verletzt nur mich selbst.

[53:49] Saulus, du kämpfst gerade gegen die Wahrheit. Du kämpfst gegen die Bibel. Gibt es jemand von uns, der heute, gerade in diesem Moment, irgendwo in seinem Leben gegen irgendetwas kämpft, was die Bibel sagt? Auch alle, die live zuschauen, sind eingeladen, darüber nachzudenken. Gibt es irgendwo in unserem Leben einen Stachel, den die Bibel uns ansetzt, wo wir wissen, eigentlich müssten wir das tun. Aber wir kämpfen dagegen an, weil es nicht sein kann, weil wir haben bisher immer gehört und immer gelernt und alle glauben es so. Oder ich will nicht. Und wir schlagen gegen den Stachel. Und Jesus sagt uns: "Es wird schwer für dich. Es wird schwer. Hör lieber gleich auf."

[54:33] Hör lieber gleich auf. Saul, Saul.

[54:45] Gehen wir zurück zur Apostelgeschichte 26. Ich glaube, für Saulus war das die Offenbarung seines Lebens. Glaubt ihr das auch? Und er stellt eine sehr einfache und sehr konkrete Frage, die jeder Mensch auf diesem Planeten stellen muss. Er sagt in Vers 15: "Ich aber sprach: Wer bist du, Herr?"

[55:12] "Wer bist du?" Wir haben einen Schriftgelehrten, der im Staub liegt, der sein ganzes Leben damit verbracht hat, die ganze Bibel auswendig zu lernen. Und er fragt denjenigen, von dem die ganze Bibel spricht und sagt: "Wer bist du? Wer bist du, Herr?" Er kannte ihn nicht. Er kannte nicht. Er kannte nur die Tradition. Er kannte die Kommentare. Er konnte jeden einzelnen Kommentar zur Bibel herunterbeten, aber er kannte das Wort Gottes nicht. Er kannte das lebendige Wort Gottes nicht. Er sprach zu ihm und er wusste nicht, wer es ist.

[55:53] "Wer bist du?" Und Jesus sagt: "Ich bin Jesus, den du verfolgst." Er konnte davon nicht wissen, denn auf seiner Universität haben nur Leute unterrichtet, zu denen Jesus mal gesagt hat: "Ihr erforscht die Schriften und meint, ewiges Leben zu haben. Und sie sind es, die von mir zeugen. Und auch wollt nicht zu mir kommen." Auf keiner Universität in Jerusalem konnte Saulus das lernen, was er hätte gelernt, wenn er Stephanus zugehört hätte, diesem Suppenküchenchef. Nicht erstaunlich, wie Gott wirkt. Aber Jesus stellt sich mit dem Weg und gibt ihm die Möglichkeit.

[56:33] "Saulus, hör mir zu, Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Ich bin Jesus, du darfst mich kennenlernen." Und so spricht Gott irgendwann, irgendwo in das Leben eines jeden Menschen und sagt: "Du, ich bin Jesus, warum verfolgst du mich? Warum kämpfst du gegen mich? Warum kämpfst du für die Traditionen deiner Väter, für die Traditionen deiner Kirche, für die Traditionen deines Staates? Haben die Gründungsväter deines Staates, haben die Gründungsväter deiner Kirche, haben die Gründungsväter deiner Partei irgendetwas für dich getan? Warum bist du so rigide dahinter, das zu verteidigen, was du gelernt hast? Haben sie so viel getan für dich, wie ich für dich getan habe? Warum verfolgst du mich, Jesus, äh, Saulus? Warum? Ich bin Jesus, den du verfolgst."

[57:15] Schauen wir in Apostelgeschichte 22 und dort Vers 9.

[57:28] "Meine Begleiter, Apostelgeschichte 22, Vers 9. Meine Begleiter aber sahen zwar das Licht und wurden voll Furcht, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht." Jesus spricht nicht zu allen auf einmal, er spricht einfach zu einem, zu Saulus. Jesus spricht zu jedem Einzelnen persönlich. Er hat genau den Zeitpunkt, wann er zu dir zum ersten Mal persönlich gesprochen hat. Er möchte, dass du ihm zuhörst und nicht deine Begleiter. Um deine Begleiter wird er sich auch noch kümmern, aber er spricht zu dir, Saul, Saul.

[58:13] Vielleicht gibt es einige von uns, die gesagt haben: "Ich möchte niemals so werden wie der." Meistens sagen Kinder: "Ich möchte niemals so werden wie meine Eltern, oder?" Egal was passiert, aber ich möchte niemals so werden wie meine Eltern. Und wenn sie dann Kinder haben, sagen sie: "Oh nein." So wie Saul gesagt hat: "Ich möchte niemals so werden wie Saul." Und dann sagt ihm Jesus: "Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Du tust genau exakt das Gleiche, was König Saul getan hat, als er David verfolgt hat." Er hält ihm den Spiegel vor. So bist du. Du bist genau das geworden, was du eigentlich nicht werden wolltest. Jetzt hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du kämpfst weiter und es wird schwer, Saul. Du wirst sowieso verlieren, weil der Stachel ist der Sieg. Es ist schwer, gegen jemanden zu gewinnen, der schon gewonnen hat. Oder aber, du kommst in meine Mannschaft. Du kannst wählen. So ein schönes Angebot, oder?

[59:13] In Vers 10, und das ist, ich glaube, das ist der, das ist der Wendepunkt im Leben des Saulus, steht eine sehr einfache Frage. Die erste sehr einfache Frage war: "Wer bist du, Herr?" Das ist die erste Frage, die jeder Mensch irgendwann stellen muss, wenn Jesus sich offenbart. Die Frage ist: "Wer bist du, Herr?" Und die zweite Frage, wenn ich weiß, wer da zu mir spricht, ist dann in Vers 11, Verzeihung, Vers 10: "Und ich sprach: Was soll ich tun, Herr?" Gibt zwei Fragen, die jeder Mensch stellen muss an Jesus. Wer bist du, Herr? Und was soll ich tun? Und weil er fragt: "Was soll ich tun?" Weil er sagt, sozusagen: "Hier bin ich. Was soll ich für dich tun?" Darf ich dir helfen? Kann Gott ihm einen Auftrag geben?

[59:55] "Der Herr sprach zu mir: Steh auf und geh nach Damaskus. Dort wird man dir alles sagen, was dir zu tun bestimmt ist." Vers 11: "Da ich aber wegen des Glanzes jenes Lichtes nicht sehen konnte, wurde ich von meinen Begleitern an der Hand geführt und kam nach Damaskus." Wut entbrannter Inquisitor. Mit Dokumenten beladen und allen Vollmachten, so hat er sich auf den Weg gemacht. Aber auf den letzten Metern kommt er als Blinder. Muss geführt werden. Weiß nicht mehr, wohin gehen soll. Was für eine Erniedrigung. Saulus wurde blind gemacht, damit er endlich sieht. Meine ich mal, müssen wir auch für einen kurzen Moment mal von unserem hohen Ross herunter, damit wir endlich sehen, wer wir wirklich sind.

[1:00:54] Drei Tage verbringt er in dem Haus eines Jüngers von Jesus mit Namen Judas. Drei Tage fastet und betet er. Drei Tage, er kann ja nicht mal die Bibel lesen, hat er nur die Möglichkeit, mit Gott zu reden und über die Bibel nachzudenken. Die Bibel muss er nicht lesen, weil er hat sie so auswendig im Kopf. Und drei Tage lang überlegt er sich, was ist hier mit mir passiert? Und er geht durch das Alte Testament hindurch. Und ich glaube, schon in den ersten drei Versen ist er stehen geblieben. Denn was sagen die ersten drei Verse der Bibel? "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer und finster. Und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht." Ich bin von Gott geschaffen. Aber bisher in meinem Leben war alles irgendwie leer und finster. Ich habe so die Gemeinde Gottes verwüstet. Nicht nur an meinem Leben wüst, ich habe noch die Wüste auf andere übertragen. Und irgendwie hat der Heilige Geist schon an meinem Leben gewirkt. Jetzt sieht er das, wie der Heilige Geist geschwebt ist, nicht wahr? Bei der Rede des Stephanus, wie der Heilige Geist um ihn geschwebt ist und ihn vorbereitet hat. Und jetzt kommt das Wort Gottes. Zack, das Licht. Es wird Tag in meinem Leben.

[1:02:09] Und viele andere Schriftstellen ist er durchgegangen. Aber ich glaube, dies war die erstaunlichste. Und derselbe Saulus, der dann später zu Paulus wird, erzählt uns von diesem Erlebnis. Ein Vers, den ich so sehr liebe, weil ich ihn immer wieder zitiere, aber der jetzt hoffentlich für alle, die das immer wieder hören, endlich mal Sinn macht.

[1:02:29] In 2. Korinther 4 und dort Vers 4 heißt: "Bei den Ungläubigen, 2. Korinther 4, Vers 4. Bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, so dass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist." Die meisten Menschen sind verblendet. Sie sehen das Licht des Evangeliums nicht. Und dann kommt dazu Vers 6: "Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorleuchten, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi." Paulus schrieb das nicht aus theologischer Erkenntnis. Paulus hat das erlebt im Staub. Deswegen schreibt er: So wie Gott gesagt hat: "Es werde Licht in die Finsternis, nein, in die Wüste." So ist er in mein Leben gekommen. Und alles hat sich auf den Kopf gedreht.

[1:03:36] Drei Tage lang forscht er im Gedächtnis durch die alttestamentlichen Schriften. Und dann ist es Zeit, ihn zu heilen. Und Gott hat einen tollen Plan. Schauen wir mal in Apostelgeschichte, ganz kurz Apostelgeschichte 9, Vers 10. Oh, das ist eine ganz spannende Nebengeschichte. Nehmen wir uns zwei Minuten Zeit für diese Nebengeschichte, die ist wirklich spannend.

[1:03:58] Apostelgeschichte 9, Vers 10: "Es war aber in Damaskus ein Jünger namens Ananias. Zu diesem sprach der Herr in einem Gesicht: Ananias. Er aber sprach: Hier bin ich." Woher kennen wir die Antwort? "Hier bin ich." Abram, "Hier bin ich." Jakob, Jakob, "Hier bin ich." Mose, Mose, "Hier bin ich." Samuel, Samuel, "Hier bin ich."

[1:04:23] "Hier bin ich." Er sprach zu ihm: "Steh auf und geh in die Gasse, die man die Gerade nennt, und frage im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus von Tarsus, den sie erbeten. Und er hat in einem Gesicht einen Mann namens Ananias gesehen, der hereinkam und ihm die Hand auflegte, damit er wiedersehen werde." Saulus von Tarsus, vor dem wir alle gewarnt worden sind, vor dem wir schon Bunker angelegt haben, dass wenn er kommt, wir verschwinden können. Der gefürchtete Inquisitor ist Christ geworden. Fest reizen.

[1:05:19] Der antwortet Ananias: "Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört. Du, Gott, ist er schön und gut. Aber weißt du was? Ich habe die neuesten Informationen. Breaking News. Ich habe aus todsicherer Quelle erfahren, er will uns umbringen. Gott, vielleicht ist es dir verborgen geblieben. Vielleicht hast du es nicht mitbekommen. Aber ich sage es dir nochmal, okay?" So oft gehen wir mit Gott um, oder? Gott sagt: "Tu das." Und wir sagen: "Habe ich verstanden. Alles klar. Aber was du vielleicht nicht wusstest, ist, wir wissen jetzt ganz genau." Gott sagt: "Geh hinaus und verkündige den Menschen das Evangelium der drei von Engels Botschaft." Und wir sagen: "Gott, haben wir verstanden. Aber nur nochmal zur Information für dich. Mittlerweile sind die Leute säkular. Sie wollen das nicht mehr hören. Hast du vielleicht noch nicht mitbekommen, aber so ist es jetzt. So ist es." Gott sagt es und wir sagen: "Gott, du hast recht. Aber mittlerweile sind wir so modern und so aufgeklärt, das können wir nicht mehr so sehen. Wir haben die Top-Informationen für dich. Bedenke das nochmal und kannst du vielleicht deinen Auftrag nochmal evaluieren?"

[1:06:12] "Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört." Gott hat gerade zu dir gesprochen. Aber ich habe von vielen. Ich kann mindestens sieben, acht, neun Zeugen belegen. So als ob die neun Zeugen oder die 20 Zeugen, die er anführen kann, mehr wissen als Gott. Wir sind uns immer so sicher, dass das nicht so funktioniert, wie es in der Bibel steht, weil wir haben den als Zeugen und den als Zeugen. Wir haben es bei dem gehört und von dem gehört. Und wir kennen die Geschichte von dem. Das kann ja nicht funktionieren, wie es in der Bibel steht, oder? Weil wir haben todsicheren Beweis. Wir kennen mindestens 20 Leute, wo es nicht funktioniert hat. Aber Gott diskutiert nicht lange.

[1:06:55] Übrigens, ist es nicht ironisch, dass er ausgerechnet in einem Haus ist, das dem Judas gehört? Also es ist nicht der Judas, der Judas, aber allein der Name ist irgendwie komisch, oder? Er ist in der Straße, die jetzt die Gerade ist. So als würde Gott sagen: "Der Saulus ist jetzt auf den geraden Weg gekommen. Im Haus des Judas." Denn ich meine, könnte es nicht möglich sein, dass der Saulus das Ganze nur vorspielt, sich quasi von innen hineinschleichen möchte, in die Gemeinde und dann von innen alles zersetzt? Eine Verschwörung. Da müssen wir aufpassen, oder?

[1:07:32] Vers 15: "Aber der Herr sprach zu ihm: Geh hin, denn dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, um meine Namen vor Heiden und Könige und vor die Kinder Israels zu bringen." Aus Saulus wird Paulus.

[1:07:42] Wir gehen in den letzten Minuten unseres Vortrags auf eine ganz kurze Station ein. Wir sind gleich am Ende angelangt in Apostelgeschichte 22.

[1:07:57] Ananias kommt zu ihm, denn Ananias hat das "Hier bin ich" ernst gemeint. Apostelgeschichte 22, Vers 14 bis 16. "Er aber sprach: Der Gott unserer Väter hat dich vorherbestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Mund zu hören. Denn du sollst bei allen Menschen ein Zeuge für ihn sein, von dem, was du gesehen und gehört hast. Und nun, was zögerst du? Steh auf und lass dich taufen und lass deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst."

[1:08:36] Übrigens, wir haben nicht die Zeit, darauf einzugehen. Saulus lässt sich taufen, er nimmt wieder Essen zu sich, nachdem er vor drei Tagen gefastet hat. Und das Nächste, was er macht, er fängt sofort an, seine neu gefundenen Glauben, der erst drei Tage alt ist, mit anderen zu teilen. Denn was glaubt er? Wenn ich, Saulus, bekehrt werden kann, dann müssen alle anderen auch bekehrt werden, nicht wahr? Und er findet eine bittere Enttäuschung. Die wollen alle nichts hören. Die wollen alle nichts hören. Er geht dann für einige Zeit nach Arabien und einige Zeit zurück nach Tarsus und wird von Gott dann sukzessive, Schritt für Schritt ausgebildet für seine große Aufgabe.

[1:09:17] Schauen wir gemeinsam in Apostelgeschichte 11. Apostelgeschichte 11, Vers 25 und 26.

[1:09:34] Zwischenzeitlich war Saulus schon so enttäuscht wieder, dass er sich zurückgezogen hatte nach Tarsus. Und da heißt es in Vers 25 und 26: "Und Barnabas zog aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen, und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochien. Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr zusammen in der Gemeinde blieben und eine beträchtliche Menge lehrten. Und in Antiochien wurden die Jünger zuerst Christen genannt." Saulus beginnt immer mehr, einen gewaltigen Einfluss zu nehmen im Werk Gottes.

[1:10:02] Übrigens, in Apostelgeschichte 13, Vers 9 lernen wir dann, wie sein Name geändert wird von Saulus zu Paulus. Wisst ihr, was Paulus bedeutet? Saulus heißt nochmal was? Saulus heißt gefragt, oder? Aber Paulus heißt der Kleine oder auch der Geringe. Vom hohen Ross des bekanntesten und berühmtesten Theologen zum Kleinen, der Geringe, Paulus. Und genau das war seine Rettung. Genau das war seine Rettung, dass er herunterkam von seinem hohen Ross, wo alles immer nur glatt ging, die Karriere bergauf ging. Es war seine Rettung, dass er endlich der Kleine oder Geringe wurde.

[1:11:03] Wir lesen in Apostelgeschichte 13, Vers 2: "Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe." Sie werden zu Missionaren gemacht. Und jetzt erinnern wir uns noch einmal, was war die Aufgabe des Saulus vor seiner Bekehrung? Wohin ist er gegangen? Er ist gegangen zum Hohen Priester und bekam dort was? Briefe, um damit ins Ausland zu gehen, um Menschen nach Jerusalem zu bringen.

[1:11:31] Was macht er nach seiner Bekehrung? Er geht zum Hohen Priester und bekommt vom Hohen Priester Briefe. Und mit diesen Briefen geht er ins Ausland, um Menschen nach Jerusalem zu bringen. Er geht zum Hohen Priester, zum wahren Hohen Priester, zu Jesus. Er schreibt ihm einen Hebräerbrief davon, der zum wahren Hohen Priester. Und dieser wahre Hohepriester gibt ihm die wahren Briefe, nämlich den Römerbrief, den Korintherbrief, den Epheser, Galater.

[1:12:08] die wahren Briefe. Und damit reist er durch die ganze Welt, in alle ausländischen Städte und bringt die Menschen nach Jerusalem, ins himmlische Jerusalem. Gott nimmt sein Leben und dreht es genau um. Was für einen Gott haben wir? Was für einen Gott? Paulus, der Kleine, der Geringe.

[1:12:32] In 2. Korinther 12, wir sind kurz vor dem Ende, da verstehen wir, warum es so gut für ihn war, der Kleine und der Geringe zu sein. In 2. Korinther 12, Vers 9 heißt es: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen.“ Darum will ich mich am liebsten viel mehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne.

[1:13:11] Wenn wir schwach sind, dann beklagen wir uns meistens, oder? Lass uns eine Lektion von Paulus lernen. Paulus hat gesagt: „Wo? Wir haben kein Geld in der Missionskasse.“ Wunderbar. Endlich kann Gott sich wieder verherrlichen. „Ich bin krank?“ Wunderbar, Gott kann für mich wirken. „Ich habe Schwierigkeiten auf Arbeit?“ Fantastisch, endlich wieder einen Grund, Gott zu bitten.

[1:13:32] Ich freue mich über meine Schwachheiten, damit die Kraft Gottes in mir wirkt. Denn wenn dann etwas passiert, weiß ich, dass es nicht meine Kraft war, sondern Gottes Kraft. Die meisten Menschen glauben, sie können nichts für Gott tun, weil sie nicht gut genug sind. Die Wahrheit ist, die meisten Menschen können nichts für Gott tun, weil sie zu gut sind, zu gebildet, zu sehr im System, zu begünstigt. Sie müssen erst klein werden und gering.

[1:14:03] Damit deutlich wird, dass wenn Menschen sich bekehren, dass es wirklich Gottes Werk war. Bist du schwach? Fühlst du dich schwach, klein und gering? Oder fühlst du dich mehr wie Saulus der Große oder mehr wie Paulus der Kleine und Geringe? Saulus hat keinen einzigen Menschen zu Jesus gemacht, aber Paulus. Bis heute Millionen.

[1:14:17] Denn seine Briefe machen den überwiegenden Teil des Neuen Testamentes aus. Millionen, Millionen. Philipper 4, Vers 13 sagt eine wunderbare Verheißung. Philipper 4, Vers 13. Philipper 4, Vers 13, dort heißt es: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht.“ Christus. Sag niemals: „Ich kann das nicht.“

[1:14:59] Wenn du aus deinem Saulus zu einem Paulus geworden bist, zu einem Kleinen und Geringen, weißt du, Christus in dir vermag alles. Wir wollen einen letzten Abschnitt von Paulus lesen, in 2. Timotheus 3. Und damit wollen wir schließen. Es ist ein letzter Brief, den er schreibt an einen seiner jungen Mitarbeiter.

[1:15:29] Und ich glaube, wenn Paulus heute hier predigen würde, würde er uns so etwas Ähnliches sagen. Er sagt ab Vers 1: „2. Timotheus 3, Vers 1: Das aber sollst du wissen, du, der du jetzt zuhörst und live über den Livestream mitschaust. Das sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden.“

[1:16:03] Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, pralerisch, überheblich, lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen. Sie lieben das Vergnügen mehr als Gott.

[1:16:17] Dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht. Deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen Wänden nicht ab. Das beschreibt genau den Zustand des Saulus vor seiner Bekehrung. Er hatte den äußeren Schein der Gottseligkeit, aber er stellte falsche Zeugen an. Er stimmte dem Mord zu.

[1:16:36] Und als Jesus gesagt hat: „Ihr seid die Kinder des Satans“, zu den Pharisäern: „Ihr mordet und ihr lügt“, hat er genau den Kern getroffen. Saulus war genau ein Kind des Satans, ein Mörder und ein Lügner. Secondhand Mörder und Secondhand Lügner. Nach außen wirkte er ganz religiös, aber innen drin sah es böse aus.

[1:16:57] Vielleicht gibt es jemanden heute hier bei uns oder auch vor dem Computer, der so ist, der nach außen hin so religiös wirkt, so fein, so ein guter Mann, alles läuft glatt im Leben, es geht geradeaus, aber innen drin die Katastrophe. Zu diesem spricht Jesus heute: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“

[1:17:17] Und zu den anderen heißt es in Vers 14: „Wenn du Jesus schon angenommen hast, du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewissheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast. Und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Rettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.“

[1:17:40] „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ Kann irgendjemand heute bestätigen, dass wir in den letzten zehn Vorträgen gesehen haben, dass die Schrift, die Bibel uns ausrüsten möchte für die Endzeit?

[1:18:04] All die Geschichten, die Bekannten und die wenigen Bekannten sind dazu geschrieben, damit wir belehrt werden, damit wir überführt werden, damit wir zurechtgewiesen werden und erzogen werden in der Gerechtigkeit, damit wir für jedes Werk zugerüstet sind. Jede Geschichte: Abram, Abram, Jakob, Jakob, Mose, Mose, Samuel, Samuel, Ariel, Ariel, Martha, Martha, Jerusalem, Simon, Simon und Eli, Eli und heute Saul, Saul sind nur zehn von Millionen möglichen Fallbeispielen.

[1:18:25] Die jeder Einzelne von uns ab morgen zu Hause selbst tun kann. Bleibe bei dem. Wenn die Serie zu Ende ist, sage ich: „Naja, das war ganz interessant. Hoffen wir, dass es mal wieder in einem Jahr wieder so eine Serie gibt.“ Bleibe bei dem, was du gelernt hast. Führe es fort. Lies selbst die Bibel und finde noch viel mehr Beispiele, wo Gott Menschen ruft und wo Gott dich ruft.

[1:18:55] Bleibe bei dem, was du gelernt hast. Vers 2 in Kapitel 4: „Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen, überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung.“ Und am Ende seines Lebens sagt Paulus in Vers 7: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.“

[1:19:29] Ich glaube, eine Sache hat ihn mehr geschmerzt als alles andere, oder? Dass er damals diesen Stephanus hat mit umbringen lassen. Was heißt Stephanus nochmal? Siegeskranz. Auf griechisch Stefano.

[1:19:46] Vers 8: „Von nun an liegt für mich die Stefano, der Siegeskranz, die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird. Nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen haben.“

[1:20:04] Durch Gottes Gnade und durch Gottes Gnade allein wurde aus Saulus Paulus, aus einem Verfolger der Gemeinde, der größte Missionar, den vielleicht die Welt bisher jemals gesehen hat. Und für ihn, genauso wie für dich, liegt eine Stefano bereit, ein Siegeskranz.

[1:20:28] Vielleicht hast du am Anfang deines Lebens dagegen angekämpft, aber selbst wenn du dagegen angekämpft hast und über alle Maßen gewütet hast, wenn du dich bekehrst, umkehrst und das Licht annimmst, liegt auch dir immer noch dieser Siegeskranz bereit.

[1:20:44] Dem Paulus ist eine ganz konkrete Aufgabe gegeben. In Apostelgeschichte 26 steht Vers 16: „Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen für das, was du gesehen hast und für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde.“

[1:20:58] Jesus ruft dich heute und sagt: „Möchtest du mein Diener und mein Zeuge sein für das, was du schon gesehen hast und für das, was ich dir noch offenbaren werde?“ Vers 18: „Um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.“

[1:21:28] Wenn du umgekehrt bist, wenn du aus der Finsternis gekommen bist und das Licht gesehen hast, hat Gott einen Auftrag an dich. Er sagt: „Kehr zurück und hol andere Menschen aus der Finsternis.“ Gibt es jemanden heute hier, der sagt: „Ich möchte ein Diener und Zeuge für Jesus sein in dieser Zeit. Ich möchte das, was ich gesehen habe und das, was Gott mir jetzt Tag für Tag offenbaren wird im Studium, möchte ich weitergeben.“

[1:21:50] Da gibt es einen Rat, den die Bibel uns sagt in Vers 16: „Aber steh auf und stelle dich auf deine Füße.“ Wenn jemand diesem Rat folgen möchte, wenn ihr diesen Aufruf folgen möchtet, dem rate ich: Genau das zu tun. Steh auf und stelle dich auf deine Füße, um zu sagen: „Ich möchte ein Diener und Zeuge sein.“ Gibt es jemanden?

[1:22:10] Amen. Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, eine Frage noch zu stellen, die man nicht oft stellt nach einer Predigt. Vielleicht gibt es jemanden unter uns, und das ist kein Aufruf für jedermann. Aber vielleicht gibt es jemanden, der in seinem Herzen damit kämpft und damit ringt, und vielleicht auch von denen, die live zuschauen oder aber das später sehen.

[1:22:43] Deswegen stelle ich auch die Frage. Vielleicht gibt es jemanden, eine Person, zwei Personen, wer auch immer, der damit ringt und sagt: „Ich würde gern mein Leben in einer besonderen Art und Weise gehen. Ich würde gern vollzeitlich für Jesus arbeiten. Ich würde gern Missionar werden. Ich würde gern Prediger werden.“

[1:23:04] Ich würde gern was auch immer werden. Ich würde gern meine Aufgaben, die ich bisher gemacht habe, völlig in eine andere Richtung lenken. Ich würde gern so viel, wie ich nur kann, ein besonderes Opfer bringen, weil der Geist Gottes mich persönlich angesprochen hat. Nicht jeder wird von Gott dazu berufen.

[1:23:21] Vielleicht gibt es jemanden, der sagt: „Ich habe irgendwie schon seit langer Zeit das Gefühl und heute ist die Gelegenheit. Heute möchte ich sagen: Ich möchte so wie Paulus einen 180-Grad-Wechsel vornehmen in meinem Leben.“ Gibt es jemanden, der sagt: „Ich möchte das gern tun?“

[1:23:34] Vielleicht jemanden über den Livestream, vielleicht jemand hier. Es gibt keinen Druck und keinen Drang, aber es gibt ab und zu diesen Moment, wo man sagt: „Ich weiß, Gott hat eine Aufgabe für mich, die ist größer als das, was ich bisher gemacht habe.“

[1:23:52] Und die zweite Frage, wenn das heute für hier niemanden zutrifft, aber vielleicht für jemanden über den Livestream. Die zweite Frage, vielleicht auch Leute von hier. Gibt es jemanden, der sagt: „Ich habe bisher noch niemals den Bund mit Gott in der Taufe geschlossen?“

[1:24:02] Gibt es jemanden, der sagt: „Ich würde gern, und ich habe mich vielleicht noch nicht wirklich dazu öffentlich bekannt. Ich weiß, es gibt einige, die haben sich dafür entschieden und die bereiten sich vor. Aber gibt es jemanden live über das Internet oder live hier, der gesagt hat: „Ich habe mich noch niemals öffentlich dazu bekannt, ich möchte getauft werden.““

[1:24:20] Dann sagt die Bibel: „Was zögerst du? Ich stehe auf.“ Gibt es jemanden, der das dadurch kenntlich machen möchte und nach vorne kommen möchte? Gibt es jemanden, der sagt: „Ich habe mich noch nicht taufen lassen und ich habe es noch nicht öffentlich bekannt.“

[1:24:42] Gibt es jemanden vielleicht über das Internet, der da zuschaut und sagt: „Ich möchte gern diese Entscheidung treffen.“ Ich stelle die Frage nicht, weil ich erwarte, dass fünf Leute kommen, sondern weil ich weiß, dass ich die Frage stellen muss. Und jeder kann sich entscheiden, ja oder nein.

[1:24:58] Aber gibt es jemanden, der sagt: „Ich möchte gern. Ich möchte gern so wie Paulus ganz von vorne anfangen. Ich möchte einfach zum Diener und Zeugen auch dadurch werden, dass ich mich öffentlich dazu bekenne.“ Gibt es jemanden? Gibt es jemanden live über das Internet, der das sagt?

[1:25:20] Wenn ja, dann schreibt uns unter [email protected] und wir werden mit euch Kontakt aufnehmen. Und wenn ihr später das seht in eurer, in eurem Heim, in einer DVD oder so, dann könnt ihr uns immer noch schreiben. Die E-Mail-Adresse wird noch länger bestehen bleiben.

[1:25:36] Also ich glaube, ich werde heute keine 25 Minuten machen. Aber ich frage noch ein letztes Mal. Gibt es jemanden, der entweder sagt: „Ah, ich möchte wirklich einen radikalen Schritt machen. Ich möchte mein ganzes Leben in einer besonderen Weise Jesus weihen. Ich möchte Prediger werden. Ich möchte Evangelist werden. Ich möchte Missionar werden, was auch immer.“

[1:25:57] Und möchte in dieser Zeit ein Diener und Zeuge sein, sei es in der Gesundheitsmission, sei es in der, wo auch immer. Und gibt es jemanden, der sich taufen lassen möchte? Wenn es jemanden gibt, der genau diesen beiden Dinge sagt oder eins davon, den bitte ich nach vorne zu kommen oder das schriftlich im Internet zu verkünden.

[1:26:13] Gibt es jemanden? Gibt es jemanden, der sich nicht traut? Der darf sich melden. Ich würde gerne, aber ich traue mich nicht. Wenn ihr hinten sitzt, dann sehe ich das, die Meldung. Ich sage auch nicht, wenn ihr euch gemeldet habt, okay.

[1:26:38] Ich möchte sagen: „Ich möchte mich für die Taufe entscheiden. Ich möchte mich öffentlich dazu bekennen. Ich habe es noch nicht öffentlich bekannt. Ich möchte gerne getauft werden.“ Ich glaube, es ist einzususammen zu beten. Wollen wir zusammen niederknien und zu beten?

[1:27:00] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du den Saulus zum Paulus gemacht hast. Wir sehen darin, dass es keine Unmöglichkeit bei dir gibt. Keine.

[1:27:42] Der Paulus hat gesagt: „Ich habe alles für Dreck gehalten, was ich vorher hatte, damit ich nur dich, Jesus Christus, gewinne.“ Jesus, und wir haben uns dazu entschieden, Zeugen und Diener für dich zu sein. Unser ganzes Leben dir zu weihen, in dem Sinne, dass wir, wo immer wir sind, wir Boten für dich sein möchten.

[1:28:02] Du hast uns nicht zweimal gerufen, sondern zehnmal gerufen in den letzten zwei Wochen. Und in jeder Geschichte haben wir erstens dich gesehen und zweitens uns selbst. Und es gibt so viel mehr Geschichten in der Bibel, die dich präsentieren und uns selbst. Und wir sehen, wo wir wachsen können. Wir sehen, wo wir eine Aufgabe noch haben. Wir sehen, wo du uns schon geführt hast.

[1:28:28] Und ich möchte dich für jeden bitten, der vielleicht in seinem Herzen mit dieser Frage ringt, vielleicht sein ganzes Leben für dein Werk zu geben, in welcher Form auch immer. Und für die Menschen, die auch vielleicht über den Computer jetzt mit der Frage ringen, sich taufen zu lassen. Herr Jesus, hilfst du ihnen so, wie du dem Saulus geholfen hast.

[1:28:52] Schenkst du ihnen Klarheit, dass das Licht deines Evangeliums in ihr Tohu wa bohu, in diese Wüste, diese Finsternis hinein scheine. Ich möchte dir danken für all das, was wir hier gemeinsam erlebt haben, was du uns gezeigt hast aus deinem Wort. Und möchte ich bitten, dass jeder Einzelne, der zugeschaut hat, der hier gewesen ist, der später sehen wird, dass er diese Serie zum Anlass nimmt, selbst mit dem Spaten in die Bibel zu gehen und umzugraben und selbst die Schätze zu finden.

[1:29:24] Damit du uns unterrichten kannst, damit du uns rufen kannst, damit wir nicht abhängig sind von Menschen, die Vorträge halten. Wir möchten dich bitten, dass du uns vorbereitest auf die Krise, dass wir dem Ruf Gottes folgen und so wie Saulus bereit sind, alles hinter uns zu lassen und uns nach dem auszustrecken, was du vorbereitet hast für uns, nämlich diesen Siegeskranz.

[1:29:52] Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du es möglich gemacht hast, dass wir diesen Siegeskranz bekommen können. Und wir möchten dich bitten, dass du uns bewahrst, damit wir alle gemeinsam einmal im Himmel zusammen diesen Siegeskranz dir zu Füßen legen dürfen. Amen.

[1:30:15] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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