In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die tiefgreifende Bedeutung von Jesus‘ Beziehung zum Wort Gottes, wie sie sich bereits in seiner Jugend zeigte. Anhand biblischer Texte wird nachvollziehbar, wie Jesus durch intensives Bibelstudium seine Identität als Sohn Gottes erkannte und seinen göttlichen Auftrag verstand. Die Ausführungen zeigen, wie das Alte Testament für Jesus zum Lebenshandbuch wurde und wie er selbst die tiefsten Prüfungen und Leiden mit dem Vertrauen auf Gottes Wort meisterte.
Wenn Gott zweimal ruft: 9. „Eli, Eli“
Christopher Kramp · Wenn Gott zweimal ruft ·Themen: Altes Testament, Bibel, Jesus, Matthäus, Neues Testament, Psalmen, Theologie, TypologieWeitere Aufnahmen
Serie: Wenn Gott zweimal ruft
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Transkript
[0:27] Gibt es irgendetwas Schöneres, als gemeinsam zusammenzukommen und gemeinsam als Gemeinde Loblieder für Gott zu singen? Manchmal, so geht es mir, wenn wir hier zusammen stehen und sitzen und singen, da hat man den Eindruck, es singen mehr Leute mit, als sie im Raum sind, oder? Der ein oder andere Engel singt mit. Er liebte auch Lieder, er liebte Lieder so sehr und an diesem Tag war es besonders schön zu singen. Vermutlich war es eines seiner Lieblingslieder, das gesungen wurde, auf dem langen Weg, auf dem langen Pilgerweg. Es war der Psalm 24, ich lade alle gemeinsam ein, dass wir diesen Psalm aufschlagen. Psalm 24. Wie die meisten Psalmen, ein Psalm von David, diesem begnadeten Musiker von Gott. Leider haben wir keine Melodien, ansonsten würde ich so gern diesen Psalm gemeinsam jetzt singen lassen.
[1:38] Er war unterwegs mit seiner Mutter, aber nicht allein. Mit ihm waren nicht nur zehn oder hundert, ja nicht nur tausende, sondern zehntausende, wenn nicht hunderttausende von Gläubigen aus Norden, Süden, Osten, Westen, die sich seit Tagen auf den Weg gemacht hatten, nach Jerusalem. Und wie es so Brauch war, in der damaligen Zeit, sang man Lieder auf dem steinigen Weg nach Jerusalem. Und was ist schöner, als ein Lied zu singen wie Psalm 24. Als er dort als kleiner Junge Richtung Jerusalem marschierte, zum ersten Mal nach Jerusalem, da hörte er von allen Seiten den Gesang in Vers 1: "Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner. Denn er hat ihn gegründet über den Meeren und befestigt auf den Strömen." Sie waren unterwegs nach Jerusalem, das auf einem Berg liegt, auf dem Berg Zion. Und so geht der nächste Vers, als diese Pilger, die Zehntausenden, die Hunderttausenden von Beerscheba und von Dan und von Hebron und von wo sie alle kamen, sangen sie in Vers 3: "Wer darf auf den Berg des Herrn steigen und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen?" Sie waren unterwegs zum Tempel, sie waren unterwegs zum Passahfest und er war dabei zum ersten Mal, zwölf Jahre alt und alle sangen mit. "Wer darf dorthin, wer darf auf den Berg Gottes steigen, wer darf dort an heiliger Stätte sein?" Und während die einen vorsangen, sangen die anderen aus einer anderen Richtung wieder zurück. Vers 4: "Wer unschuldige Hände hat und ein reines Herz, wer seine Seele nicht auf Trug richtet und nicht falsch wird, der wird Segen empfangen von dem Herrn und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm fragen, die sein Angesicht suchen, das ist Jakob." Und vor einem Moment kam dieser Gedanke auf ihn, dass er Teil dieses auserwählten Volkes war, des Volkes Israel. Jakob, das auserwählte Geschlecht, die nach seinem Namen fragen, die nach Gottes Namen fragen, die zusammenkommen Jahr für Jahr zum Tempel nach Jerusalem und sie sangen im Wechselgesang auf und nieder.
[3:56] Die nächsten Verse, Vers 7 bis 10, sind so ein deutlicher Wechselgesang und ich habe mir überlegt, vielleicht können wir das ein kleines bisschen nachempfinden, ein kleines bisschen nachempfinden. Wir werden es einmal ausprobieren. In Vers 7 singt der Vorsänger, in Vers 8 fragt eine Gruppe etwas und dann antwortet die andere Gruppe. Können wir das sehen? In Vers 8 ist eine Frage und dann kommt die Antwort. In Vers 9 ist es wieder der Vorsänger, der einen Ausruf macht und in Vers 10 kommt eine Frage und wieder eine Antwort. Und vielleicht können wir das einmal gemeinsam so durchexerzieren, dass wir uns vorstellen, wir sind mitten unter ihnen und es sind Zehntausende von Israeliten auf dem Weg nach Jerusalem. Ich bin der Vorsänger, das ist die rechte Gruppe, ihr werdet die Frage stellen, die Frage laut rufen, wenn wir zu Vers 8 kommen, die erste Frage und ihr in der linken Gruppe werdet antworten, okay? Verstanden? Okay, also stellen wir uns das vor. Vers 7: "Hebt eure Häupte empor, ihr Tore, und hebt euch, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe." Okay, wir haben noch eine Gelegenheit. Vers 9: "Hebt eure Häupte empor, ihr Tore, ja, hebt eure Häupte, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe." Und mindestens der gleichen Lautstärke.
[5:16] Mindestens genauso diffus klang es auch, als es von allen verschiedenen Hügeln, von allen verschiedenen Stämmen Israels erklang, nur mit einer schönen melodiösen Stimme, denn die hat noch eine Melodie dazu. Können wir uns das vorstellen, wie das ganze Volk zum Tempel kam und sang: "Wer ist der König der Herrlichkeit?" "Der Herr, der Herrscher." Und er war mittendrin, zwölf Jahre alt. Zum ersten Mal hört er diese Gesänge vom ganzen Volk Israel. "Der Herr, der Herrscher." Und da ist in seinem Kopf eine Frage: Wer ist der König der Könige? Wer ist dieser Herr, der Herrscher? Er hatte gelesen, denn er war ein sehr guter Bibelstudent, schon mit seinen zwölf Jahren. In 1. Mose 49 hatte er gelesen, dass es dort heißt, in Vers 10, 1. Mose 49 Vers 10: "Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der Schilo kommt, und ihm werden die Völker gehorsam sein." Dieser kommende König, der König der Ruhe, der Schilo, dem alle Völker gehorsam sein werden, der würde aus dem Stamm Juda kommen. Unser kleiner Junge mit zwölf Jahren freut sich, denn auch er ist aus dem Stamm Juda. Er ist aus dem Stamm Juda. Aber nicht nur das, er hatte in der Bibel auch gelesen, in 1. Chronik, Verzeihung, in 1. Könige, in 2. Samuel, in 2. Samuel 7, in 2. Samuel 7, und dort Vers 12, da hatte er gelesen, seine Mutter hat es ihm ebenfalls vorgelesen, dass dem König David ein Nachkomme versprochen war. Aus dem Haus David soll jemand kommen, in Vers 12: "Wenn deine Tage erfüllt sind und du bei deinen Vätern liegst, so will ich deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Leib kommen wird, und ich werde sein Königtum befestigen. Er wird meinem Namen ein Haus bauen, und ich werde den Thron seines Königreichs auf ewig befestigen." Das heißt, aus der Linie Davids sollte dieser König kommen. Das Königreich David sollte für immer bestehen bleiben. Und wieder hat sich unser kleiner Junge gedacht: Ich bin aus dem Stamm Juda und meine Mutter ist eine Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Enkelin von David. Das hat sie mir erzählt. Sie kann es auch nachweisen. Es gibt Geschlechtsregister, die kann man einsehen und da kommt ganz klar heraus, dass ihre Vorfahren zurückgehen bis auf David. Aber nun ja, viele Menschen, viele Menschen kommen aus Juda und viele Menschen sind Nachfahren von David. Ungefähr tausend Jahre nachdem David gelebt hat, gibt es so viele Tausende, die Nachfahren sind von David. Es ist keine Besonderheit, im Stamm Juda zu leben. Es ist keine große Besonderheit, aus dem Haus David zu sein. Aber unser kleiner Junge, als er auf dem Weg ist nach Jerusalem, weiß, dass er etwas Besonderes ist. Denn seine Mutter hat ihm erzählt, dass als sie schwanger wurde, da kein Mann gewesen war. Und er hatte das auch schon mal in der Bibel gelesen und zwar in Jesaja 7. In Jesaja 7. Seine Mutter Maria hatte ihm etwas Interessantes erzählt. Sie hat ihm erzählt, wie sie einen Engel gesehen hatte, der sich Gabriel genannt hatte und ihr berichtet hatte, ihr angekündigt hatte, dass sie schwanger werden würde vom Heiligen Geist. Und als unser kleiner Junge die Bibel gelesen hatte, in den Jahren, als er aufwuchs, fand er immer wieder diese Stelle in Jesaja 7 Vers 14: "Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben." Und er wusste: Immanuel heißt Gott mit uns. Könnte es sein, dass ich ein besonderes Kind bin? Könnte es sein, dass ich von Gott für irgendetwas Außergewöhnliches bin? Dass Gott in einer besonderen Weise mit mir ist?
[10:31] Denn da waren noch mehr Hinweise. Nicht nur, dass meine Mutter, so hat er überlegt, nicht nur, dass meine Mutter keinen Mann hatte, als ich geboren wurde. Sie hat mir erzählt, dass als ich dort in der Krippe lag, ein Stern, ein großer Stern, den weiten Weg für einige Männer aus dem Osten gewiesen hatte und direkt über der Krippe gehalten hatte. Und dieser kleine Junge kannte eine Stelle in der Bibel, wo so etwas Ähnliches beschrieben wird, und zwar in 4. Mose, in 4. Mose und dort Kapitel 24. 4. Mose 24 und dort Vers 17. 4. Mose 24 und dort Vers 17. Auch dort wieder eine Prophezeiung. Dort las er mit seinen wenigen Jahren: "Ich sehe ihn, aber jetzt noch nicht. Damals vor vielen, vielen tausend Jahren oder vielen hunderten Jahren vielmehr gesagt, da sah ihn dieser Prophet, dieser falsche Prophet Bileam. Ich sehe ihn, aber jetzt noch nicht. Ich schaue ihn, aber noch nicht in der Nähe. Ein Stern tritt hervor aus Jakob und ein Zepter erhebt sich aus Israel." Wieder dieses Zepter, wieder dieser König verbunden mit dem Stern. Ein Stern war bei meiner Krippe. So hat er gedacht. Aber dann gab es noch etwas, denn diese Krippe war nicht in Nazareth, wo er aufwuchs, sondern in einer Stadt, mit der er sonst nicht viel zu tun hatte, in einer Stadt, die Bethlehem hieß. Und wiederum kannte er von seiner Mutter einen Bibeltext, der sehr interessant war. In Micha 5, in Micha 5 und dort Vers 1. Dort hat er etwas gelesen, was für sein kleines Gehirn mit den zehn, elf, zwölf Jahren fast zu groß war, als dass er es begreifen konnte. Fast zu groß. "Und du Bethlehem, Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda, aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, der König." Und jetzt in dem Nachsatz, der ihm fast den Atem stocken ließ: "dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist." Wow.
[13:33] Unser kleiner Junge mit Namen Jesus las in der Bibel und verglich das, was er mit der Bibel, in der Bibel sah, mit dem, was er selbst erlebt hatte oder was seine Mutter Maria von seiner Geburt erzählte. Und alles, was er las und alles, was er hörte, passte immer eins zu eins zusammen. Könnte es sein, dass er mit seinen zwölf Jahren zum ersten Mal auf dem Weg von Nazareth nach Jerusalem, dass er tatsächlich derjenige ist, von dem all die anderen singen? Der König, der kommen soll. Alles, was er wusste, stand hier drinnen im Alten Testament. Mehr wusste er nicht. Und das, was seine Mutter ihm berichtete. Und so verfestigte sich in seinem Gedanken: Irgendwie bin ich von Gott für eine besondere Aufgabe hervorgesehen. Der König, der König Israels.
[14:21] Aber Jesus, dieser kleine Jesus, war ein wirklich guter Bibelstudent. Er las die Bibel, obwohl er erst so jung war, immer und immer wieder und verglich Vers mit Vers. Und er entdeckte etwas, was vermutlich selbst uns 2000 Jahre später bisher noch nie aufgefallen ist. Er las Jesaja 7 nochmal. Jesaja 7. Jesaja 7 und dort Vers 14. Jesaja 7 Vers 14. Immer und immer wieder hat er es gelesen: "Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben." Das wusste er und das wissen wir. Aber wer von uns weiß, wo im nächsten Kontext nochmal das Wort Immanuel vorkommt? Jesus war ein guter Bibelstudent. Jesus kannte nicht nur die wichtigen Stellen. Jesus kannte die ganze Bibel. Und er las in einem Kapitel weiter in Jesaja 8 Vers 8: "Und er wird daherfahren über Juda, es überschwemmen und überfluten. Bis an den Hals wird er reichen und die Spanne seines Heeresflügels wird die Breite deines Landes füllen. Immanuel." Da spricht Gott nicht zu einer Person. Da spricht Gott zum ganzen Volk Israel, zum Volk Juda, zum Land Juda und nennt es wie Immanuel. Immanuel ist nicht nur der Name für den kommenden König. Immanuel war auch ein Name für Israel.
[16:08] Jetzt, wenn Immanuel ein Name für Israel ist und der kommende König Immanuel heißt, plötzlich kamen ihm interessante Gedanken. Könnte es sein, dass ich der Immanuel für das Volk stehe? Dass ich sozusagen der Repräsentant für das Volk bin, das gerade mit mir nach Jerusalem aufzieht. Ich bin Immanuel, aber das ganze Volk ist Immanuel. Und er hat ja noch etwas gelesen, nämlich in Hosea 11. In Hosea 11. Und das verschlug ihm fast die Sprache, denn Hosea 11 Vers 1 steht: "Als Israel jung war, liebte ich ihn und aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen." Und jedes Mal, wenn irgendein Sadduzäer oder Pharisäer, ein Theologe, ein Prediger, ein Gemeindeleiter seine Zeit eine Predigt hielt, hieß es immer: "Das ist ein Vers, der bezieht sich darauf, wie das Volk Israel aus Ägypten herausgezogen worden ist. Das Volk Israel gilt als der Sohn Gottes, nicht wahr? Es ist Gottes geliebter Sohn. Als das Volk damals durch das Schilfmeer gegangen ist." Aber unser kleiner Junge Jesus überlegt sich ja: Moment mal, ich war auch in Ägypten und ich bin auch aus Ägypten ausgezogen. Alle Stellen, die von Israel sprechen, sprechen irgendwie auch von mir.
[18:02] Immer wieder, indem er die Bibel studierte, sah er Parallelen zwischen seinem Leben, zwischen seiner Erfahrung und dem, was er in der Bibel an Prophezeiungen las. Immer wieder, immer wieder. Und er stellte sich die Frage: Warum ist das so, dass immer, wenn ich biblische Geschichten lese, biblische Prophezeiungen, ich immer wieder Parallelen sehe zu meiner Erfahrung? Zum Beispiel sah er die Geschichte von Mose und er sah, wie Mose als kleines Kind gerettet wurde, als alle anderen Kinder umkamen. Was hat ihm seine Mutter erzählt? Als du geboren wurdest, wurden alle Kinder in Bethlehem umgebracht und du alleine bist gerettet worden. Immer wieder sah er Parallelen zwischen sich und den Geschichten der Bibel und doch fiel ihm etwas auf. Nämlich, dass all die Menschen in der Bibel, egal ob Abraham, ob Mose, ob David, ob Salomo, immer irgendwann einen Fehler gemacht haben. Immer haben sie das nicht zu Ende gebracht, was Gott ihnen zeigen wollte. Selbst Mose, den er so sehr schätzte, als den großen Propheten, der die fünf Bücher Mose uns gegeben hatte, kurz vor seinem Lebensende hat er gesündigt. Jede einzelne Person, die er studierte in der Bibel, er fand immer extreme Parallelen zu seinem Leben, bis auf den Punkt, dass diese Menschen irgendwann Fehler gemacht haben. Und das verwundert ihn. Wenn er der Israel ist, bedeutet das dann, dass er auch demnächst Fehler machen wird? Bis jetzt war er einfach immer Gott treu geblieben. Immer. Mit seinen zehn, elf, zwölf Jahren. Er hat sich immer an das gehalten, was die Bibel sagt. Immer.
[19:59] Unter diesen Gesängen: "Wer ist der König der Herrlichkeit?" Und die andere Gruppe antwortet: "Der Herr der Herrscher." Und er, durch Nachdenken, was das bedeutet und all diese Bibeltexte durch seinen Kopf gehen, betritt er Jerusalem. Und während er Jerusalem betritt, so stelle ich mir das vor, denkt er weiter nach über diese Geschichten. Er denkt zum Beispiel nach über die Geschichte von Abraham und Isaak. Denn von Isaak hieß es, dass er zu einer bestimmten Zeit geboren werden sollte. Und er wusste auch aus den Erzählungen seiner Mutter und wie er das gelesen hat in der Bibel, dass Abrahams Frau nicht schwanger werden konnte und dass es ein biologisches Wunder war, dass Isaak geboren wurde. Und er stellt sich die Frage: Ja, Moment mal, wenn meine Mutter keinen Mann hatte, dann war das erst recht ein biologisches Wunder, oder? Und er erinnert sich, wie Abraham dann diesen Isaak, der offensichtlich wieder eine große Parallele zu ihm darstellt, ihn opfern sollte. Und Isaak, alle Welt weiß, alle Gläubigen wissen, Isaak ist der Stammvater des Volkes Israel. Aber eine Sache geht ihm nicht aus dem Kopf. Dieser Isaak wird nicht geopfert, sondern statt Isaak wird ein Widder geopfert. Als er länger über das Leben des Isaak nachdenkt, fällt ihm auf, dass auch Isaak später Fehler gemacht hat, gesündigt hat. Und statt Isaak wird ein Widder geopfert. Der Widder ist sozusagen der Repräsentant von Isaak. Isaak steht für das Volk Gottes. Der Repräsentant für das Volk Gottes stirbt anstelle des Volkes Gottes. Das Volk Gottes heißt Immanuel, ich heiße Immanuel.
[21:58] Mit diesen Gedanken betritt er den Tempel. Und im Tempel sieht er Tiere, Stiere, Lämmer, Widder, sie werden geschlachtet. Er sieht Lämmer, die zur Schlachtbank geführt werden und er sieht, wie sie nicht blöken, nicht schreien, stumm zur Schlachtbank gehen und geschlachtet werden. Und mit einem Mal, wie als würde der Heilige Geist alle Register auf einmal ziehen, als würde der Heilige Geist mit allem Licht, das in ihn hineinfluten kann, in sein ohnehin schon gut ausgebildetes biblisches Verständnis hineinfluten, steht vor ihm Jesaja 53. Jesaja 53.
[23:12] Vers 3 bis 7: "Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann, der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt. So verachtet war er und wir achteten ihn nicht. Für wahr, er hat unsere Krankheiten getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe. Jeder wandte sich auf seinem Weg, aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut."
[23:59] Wann immer er das Volk Israel studiert hatte, wann immer er Geschichten in der Bibel gelesen hatte, sah er, dass alle Menschen in der Bibel, alle Menschen um ihn herum, sind wie Schafe, die in die Irre gehen, sie alle sündigen. Das Volk wird genannt Immanuel, aber da kommt ein anderer, der heißt Immanuel, der Repräsentant des Volkes, der für das Volk steht und alle Welt glaubt, dass dieser Immanuel ein großer König sein wird. Jeden, den er fragt im Tempel, wenn er zu einem Rabbi geht, mit einem hohen Doktorgrad, wenn er zu einem Sadduzäer geht, der Doktor der Philosophie und Religion ist und fragt: "Was macht der Immanuel, wenn er kommen wird?" Und sie sagen ihm alle: "Wir wissen aus der biblischen Prophetie, der Immanuel wird die Römer am Schopfe packen und wird sie alle eigenständig aus dem Land schmeißen." Aber der kleine Jesus mit zwölf Jahren hatte die Bibel so gut studiert, dass er wusste: Immanuel, der Stellvertreter für das Volk, erfüllt die Aufgabe wie der stellvertretende Widder für Isaak. So wie dieser Mensch hier, er hat unsere Krankheiten getragen, er hat unsere Schmerzen geladen, er wurde misshandelt für unsere Sünden. Ich, so kommt ihm der finale Gedanke, ich bin das Opfer für die Sünden der Welt.
[25:17] Alles, was die Bibel sagt, könnt ihr euch diesen Gedanken vorstellen, wo ihr plötzlich vor der Bibel steht und ihr realisiert: Alles, was die Bibel sagt, jede Geschichte, jeder Vers, jede Prophezeiung weist auf dich hin. Er findet einen Psalm beim Liedersingen in Psalm 40, Psalm 40 und Vers 7. Psalm 40 ab Vers 7. Dort heißt es: "Opfer und Gaben hast du nicht gewollt, Ohren aber hast du mir bereitet. Brandopfer und Sündopfer hast du nicht verlangt." Das heißt, die Brandopfer und die Sündopfer, von denen die Pharisäer und die Sadduzäer und die Zeloten sagen, das wäre das Wichtigste am Evangelium. Dies ist gar nicht das, um was es eigentlich geht. Moment mal. Und dann liest er in Vers 8: "Da sprach ich: Siehe, ich komme, in der Buchrolle steht von mir geschrieben. Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen." Zwölf Jahre alt ist Jesus und er versteht: Dieser Vers spricht von mir. Deswegen heißt es in Micha: "Seine Anfänge sind von Ewigkeit her." Ich habe gelebt, bevor ich geboren wurde und ich habe selbst in der Bibel die Dinge geschrieben, die auf mich hinweisen. Wow.
[27:00] Die ganze Bibel von 1. Mose bis Maleachi ist mein Handbuch, damit ich weiß, was ich zu tun habe. Ich habe die größte Aufgabe, die jemals irgendein geborener Mensch gehabt hat. Und ich habe von 1. Mose 1 bis Maleachi 3 ein konkretes Handbuch, Schritt für Schritt. Alles, was dort geschrieben steht, steht über mich geschrieben. Vers 10: "Ich habe Gerechtigkeit als frohe Botschaft verkündigt." Was ist meine Aufgabe? Ich muss die frohe Botschaft, das Evangelium verkündigen.
[27:46] Als er das versteht, dort im Tempel von Jerusalem und es versucht, mit seinen zwölf Jahren, den Sadduzäern und den Pharisäern beizubringen, sind sie erstaunt. In Lukas 2 lesen wir den Satz, der an Bedeutung nicht überschätzt werden kann. In Lukas 2 Vers 49: "Und er sprach zu ihnen: Weshalb habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?" Mit zwölf Jahren allein durch Bibelstudium, ohne dass Gott vom Himmel eine Stimme hat erschallen lassen. Allein durch Bibelstudium und vergleichend durch das, was die Bibel sagt, mit dem, was er selbst erlebt hat, kommt er zu dem konklusiven Schluss: Ich bin der Sohn Gottes. Ich bin der Sohn Gottes. Jesus weiß, was er zu tun hat. Und ab diesem Zeitpunkt ist sein Bibelstudium wie nie zuvor. Jedes Mal, wenn er die Bibel aufschlägt, sieht er nur noch sich.
[29:22] Schlagen wir nur ein Beispiel auf. In Sprüche 1. Stellen wir uns einmal nur für eine Sekunde vor, wir wären Jesus und lesen die Bibel jetzt in dieser Situation. In Sprüche 1. Ab Vers 10 zum Beispiel. Sprüche 1, Vers 10. Er liest: "Mein Sohn, wenn dich Sünder überreden wollen, so willige nicht ein. Wenn sie sagen: Komm mit uns, wir wollen auf Blut lauern, wir wollen dem Unschuldigen ohne Ursache nachstellen. Wir wollen sie verschlingen wie das Totenreich, die Lebendigen, als senken sie unversehrt ins Grab. Wir wollen allerlei kostbares Gut gewinnen und unsere Häuser mit Raub füllen. Schließ dich uns auf gut Glück an. Lasst uns gemeinsame Kasse führen. Mein Sohn, geh nicht mit ihnen auf dem Weg. Halte deinen Fuß zurück von ihrem Pfad." Jesus las das und was er las war: Mein Sohn. Er konnte tatsächlich in der Bibel erkennen, wie Gott direkt zu ihm spricht. Mein Sohn. Alles klar, Gott, danke, Vater, danke, dass du mir den Hinweis gibst. Alles, was er las, konnte er eins zu eins übertragen, denn die Bibel sprach immer von ihm.
[30:43] Vers Kapitel 2, Vers 1: "Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst, sodass du der Weisheit dein Ohr leist und dein Herz der Einsicht zuwendest, wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen." Jesus lebte ohne Sünden, nicht weil er einen Vorteil uns gegenüber hätte, sondern weil er die Bibel buchstäblich nahm. Er las sie als sein Handbuch für das alltägliche Leben.
[31:34] Er lebte nur aus dem Wort und auch dieses Prinzip aus dem Wort zu leben, hat er aus der Bibel, denn er hatte gelesen in 5. Mose 8, in 5. Mose 8, in 5. Mose 8 und dort Vers 3, da las er: "Und er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Manna, dass weder du noch deine Väter gekannt hatten, um nicht erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern dass er von all dem lebt, was aus dem Mund des Herrn hervorgeht." Klein Jesus mit seinen 12, 13, 14 Jahren verstand: Ich lebe aus allem, was aus dem Mund Gottes hervorgeht. Ich lebe aus dem, was wir heute das Alte Testament nennen. Er lebte allein aus der Bibel.
[32:32] Vielleicht hat er sich manchmal gefragt: Werden wirklich alle Prophezeiungen auch eintreffen? Woher kann ich sicher sein, dass wirklich auch alles genauso eintreffen wird, wie es die Bibel sagt? Und er fand wieder eine Stelle, die es genau bestätigt. In Jeremia 1. Jesus hatte nur das Alte Testament. Alles, was er wusste, alles, was er lehrte, alles, was er anderen beibrachte, hatte er allein aus dem Alten Testament. Jeremia 1, und dort Vers 11 und 12, dort heißt es: "Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Was siehst du, Jeremia?" Da sprach ich: "Ich sehe den Zweig eines Wächterbaumes oder eines Mandelbaumes." Da sprach der Herr zu mir: "Du hast recht gesehen, denn ich werde über meinem Wort wachen, um es auszuführen." Gott verspricht Jesus: Alles, was du liest, wird genau so geschehen, denn ich werde über meinem Wort wachen, um es auszuführen.
[33:46] Jesus studiert die Bibel. Er lernt aus Daniel Kapitel 9, dass ein Zeitpunkt gesetzt ist, wo er sich taufen lassen muss. Er weiß, es sind genau 483 Jahre nach dem Aufbau von Jerusalem. Er erkundigt sich, wann war der Aufbau von Jerusalem, und er weiß, mit 26 Jahren, es sind noch vier Jahre, als er 28 ist, weiß er: In zwei Jahren werde ich meinen Dienst beginnen. Als er 29 ist, weiß er: Nächstes Jahr geht es los. Als er 30 ist, lässt er sich taufen. 30 Jahre lang ungefähr hat er nichts weiter gehabt, als das Alte Testament, seine eigene Erfahrung und das, was ihm seine Mutter erzählt hat, über die Zeit, als er noch zu klein war. Nichts anderes. Und er war sicher zum Schluss gekommen, dass er der Sohn Gottes ist.
[34:51] Und nachdem er das wusste, durch Bibelstudien herausgefunden hatte und sich darauf vorbereitet hatte, lesen wir in Matthäus 3. Matthäus 3, Vers 16. 30 Jahre lang, nichts weiter als Bibelstudium und das Vergleichen des Bibelstudiums mit seinem eigenen persönlichen Leben. Und nach 30 Jahren, als er getauft wird, in Vers 16 heißt es: "Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser, und siehe, da öffnete sich ihm der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen, auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe." Nach 30 Jahren bestätigt Jesus, bestätigt Gott, der Vater, durch eine hörbare Stimme: "Du bist mein Sohn."
[35:52] Es war nicht so, dass Jesus im Wasser stieg und dann der Vater gesagt hat: "Du bist mein geliebter Sohn", und Jesus gesagt hat: "Oh, tatsächlich, wunderbar." Alles, was er wusste, wusste er nicht, weil Gott persönlich zu ihm gesprochen hatte, sondern weil er es durch Bibellesen herausgefunden hatte. Denn Jesus ist unser Vorbild. Die allerwenigsten von uns hören die Stimme Gottes persönlich, oder? Aber auch Jesus hörte nicht die Stimme Gottes, um zu wissen, was er tun sollte. Er hörte nicht die Stimme Gottes, damit Gott ihm sagt, wer er sei, sondern er fand alles in den Schriften des Alten Testaments.
[36:28] Bist du dann in der Lage zu wissen, was Gott von dir möchte? Bist du dann in der Lage zu wissen, wer du bist und was Gott für einen Plan mit dir hat? Wenn Jesus es mit dem Alten Testament alleine konnte und du das Alte und das Neue hast, dann brauchen wir keine Stimme vom Himmel, oder? Jesus erfährt erst, nachdem er wusste, dass er Messias ist, von Gott, dass er es bestätigt.
[36:56] Und er geht in die Wüste, er wird getauft, geht in die Wüste, ist dort 40 Tage lang und fastet. Warum? Weil das Volk Israel, nachdem es durch das Schilfmeer hindurchgegangen ist, in die Wüste gegangen ist, vor 40 Jahren. Und übrigens Mose, wie lange er gefastet hat? 40 Tage. Und als der Satan kommt und sagt: "Tu das und tu jenes", dann muss er nicht lange überlegen, denn er weiß: Die ganze Bibel spricht von mir. Und deswegen sagt er: "Es steht geschrieben." "Es steht geschrieben." "Es ist für ihn keine Option zu sagen: Okay, wie antworte ich? Okay, ich nehme einfach einen Bibeltext." Sein ganzes Leben ist verwoben mit der Bibel und deswegen kann er gar nicht anders, als zu sagen: "Es steht geschrieben."
[37:46] "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht." Jesus beginnt seinen Dienst. Und er fragt sich natürlich: Was soll ich tun? Wohin soll er gehen, um zu wissen, was er jetzt tun soll in seinem Dienst? Wohin werdet ihr gegangen jetzt, nach dem, was ihr wisst? Ins Alte Testament, oder?
[38:09] In Jesaja 60 liest er, in Jesaja 60, da liest er, Jesaja 60, Vers 1. Das war einmal gedacht für das Volk Israel, das Volk Israel sollte Licht werden. Was war passiert mit dem Volk Israel? Sie verwunden das Licht der Welt nicht. Und Jesus weiß: Ich bin der Immanuel, ich bin der Repräsentant, ich muss das ausgleichen, was Israel vergeigt hat. Deswegen sagt er zu der Frau, der Ehebrecherin: "Ich bin das Licht der Welt." Denn Jesus weiß, jeder Mensch im Alten Testament, alle gläubigen Menschen haben irgendwann versagt, aber er heißt Jesus. Und Jesus ist das Griechische von Joshua, von Jeschua. Und was war das Besondere von Joshua? Joshua hatte das zu Ende gebracht, was Mose aufgrund seiner Sünde nicht zu Ende bringen konnte. Joshua hatte das Werk zu Ende gebracht und er sah in diesem Namen Joshua, Jesus, seine Aufgabe: Er solle das zu Ende bringen, was kein Mensch bisher geschafft hat, nämlich ein Leben zu leben, vollständig zur Ehre Gottes. Dass dann ein Stellvertreter, ein Wechsel wäre, so wie das Volk Israel mit den schuldlosen, makellosen Opfertieren getauscht haben. Das war seine Aufgabe.
[39:46] Er las in Jesaja 61, schon im nächsten Kapitel, dort las er, was er tun sollte. Jesaja 61 Vers 1: "Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkündigen." Was predigt Jesus, als er getauft wird? Er sagt: "Glaubt an das Evangelium, tut Buße, bekehrt euch, glaubt an das Evangelium, glaubt an die gute Botschaft, an die frohe Botschaft." "Er hat mich gesandt, sie zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen." Er sieht genau, was er tun soll. Er soll heilen, er soll befreien, er soll verbinden, er soll frohe Botschaft predigen. Und genau das tut er. Nichts anderes.
[40:36] Die Menschen verstehen ihn nicht wirklich. Viele Menschen sind gegen ihn und er fragt sich: Gott, lieber Vater, was soll ich tun? Die Menschen sind gegen mich. Sie wollen mich steinigen, sie wollen mich töten. Sie verstehen nicht, was ich ihnen zu sagen habe. Und wo bekommt er die Antwort? Im Alten Testament. Psalm 78. Vers 2.
[41:10] Die Menschen verstehen nicht Jesus, als er klar und deutlich unmissverständlich predigt. Die Bibel gibt ihm eine Antwort. Psalm 78, Vers 2: "Ich will meinen Mund zu einer, was steht bei euch, zu einer, zu einer Gleichnisrede öffnen. Will Rätsel vortragen aus alter Zeit." Jesus sagt: Aha, alles klar. Wenn sie mich nicht verstehen, wenn ich klar zu ihnen spreche, wie soll ich zu ihnen sprechen? In Gleichnissen. Jesus hat die Gleichnisse nicht erfunden. Jesus hat nicht einfach gesagt: Okay, was mache ich? Nehme ich Gleichnisse. Sondern Jesus hat Gleichnisse gepredigt, weil es im Alten Testament steht, dass er es tun würde. "Ich will Gleichnisreden vortragen." Jesus tat nichts, was nicht in der Bibel steht.
[41:53] Und immer wieder dieser Gedanke: Ich muss das besser tun, was die Menschen im Alten Testament verkehrt gemacht haben. Zum Beispiel war da die Geschichte von Jona. Kennt ihr die Geschichte von Jona? Der in Auftrag bekommt und sich weigert, infolgedessen sein Leben gibt, damit die anderen Menschen auf dem Schiff gerettet werden. Aber das nicht aus guter Motivation, sondern schlechter Motivation. Und aufgrund dessen dann für drei Tage und drei Nächte verborgen ist. Und dann, nachdem er wieder ans Land kommt, 40 Tage predigt und sich dann von der Stadt Ninive entfernt, um dann über die Gnade Gottes böse zu sein. Jesus schaut sich die Geschichte an und sagt: Moment mal, wenn ich davon ausgehe, dass Jona ein Symbol ist für das Volk Gottes und ich ein Repräsentant bin, dann muss ich nochmal die Geschichte des Jonas durchgehen. Ich bekomme auch einen Auftrag, aber ich werde nicht weglaufen, ich werde ihn ausführen. Infolgedessen werde ich mein Leben geben, damit die anderen gerettet werden. Und so wie Jona drei Tage und drei Nächte verborgen war, werde ich drei Tage und drei Nächte verborgen sein und dann werde ich, so wie Jona, wieder auf die Erde kommen. Dann werde ich 40 Tage predigen. Übrigens, wie lange hat Jesus gepredigt, nachdem er auferstanden ist? 40 Tage. Und dann, so wie Jona sich entfernt hat, werde ich mich entfernen. Ich werde auferstehen, ich werde in den Himmel gehen, aber werde mich dann nicht über die Gnade Gottes ärgern, sondern die Gnade Gottes weitergeben. Er sah in der Jona-Geschichte seinen Plan, nur dass Jona es immer falsch verstanden hat und immer mit einer falschen Motivation getan hat. Aber er sah den ganzen Plan Gottes in der Jona-Geschichte und als die Pharisäer mal wieder ärgerten in Matthäus 12 und sie ihm wieder ein Bein stellen wollten, da wusste Jesus einfach nichts anderes zu sagen als, in Matthäus 12, Vers 39: "Er aber erwiderte und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen geben werden, als nur das Zeichen des Jona." Ihr wollt ein Zeichen, ihr werdet das Zeichen des Jona bekommen.
[44:20] Er hat so viel die Bibel studiert, gesehen, was der Plan Gottes im Alten Testament ist, dass er immer nur in seinen Antworten aus dem Alten Testament geantwortet hat. "Ihr werdet das Zeichen des Jona sehen." Alles, was er tat, alles, was er sagte, alle seine Gleichnisse waren nur die Folge dessen, dass er dem Alten Testament gehorsam war und das Alte Testament als sein Lebenshandbuch genommen hat.
[44:46] Und einer der Menschen, die bei ihm waren, waren so begeistert davon, dass er folgendes später aufgeschrieben hat. Er schrieb auf: "Das Wort wurde Fleisch." Als wir Jesus gesehen haben, dann war es so, als hätte das Wort Gottes Arme und Beine bekommen. Es wurde Fleisch. Es war das Wort Gottes. Alles, was er tat, war das Wort Gottes. Das Wort wurde Fleisch.
[45:19] Dreieinhalb Jahre, so wusste Jesus aus der Prophetie, würde er diesen Dienst tun und dann würden die Schlacht- und Speisopfer aufhören. Dann würde das wahre Opfer eingesetzt werden. Jesus wusste, er wird für die Menschheit sterben. Jesus wusste, er würde die Sünden der Welt auf sich nehmen, so wie Isaak das Holz auf sich genommen hat. Und er las nochmal Jesaja 53, immer wieder, immer wieder Jesaja 53, und er sah etwas in Vers 3, dort heißt es nämlich: "Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann, der Schmerzen und Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt. So verachtet war er und wir achteten ihn nicht." Wenn das auch von mir spricht, dann wusste er, er geht auf einen Pfad, der ihn in die absolute Isolation bringt. Wärst du weitergegangen? Wenn du wüsstest, dass die Bibel dich genau an diesen Punkt bringt, wirst du verachtet werden. Alle werden sich von dir abwenden. Er sah in Jesaja 13, wie es heißt, dass sich alle zerstreuen werden. Er versuchte, das seinen Jüngern beizubringen, aber die haben ihm überhaupt nicht zugehört. Er sah an einer anderen Stelle in Jesaja, wie es heißt, dass er alleine die Weinpresse treten wird. Niemand wird ihm helfen, ganz alleine, niemand.
[47:03] Und als er mal wieder das Liederbuch durchblätterte, die Psalmen, da fand er kurz vor Psalm 24, diesem wunderbaren Lied, einen anderen Psalm, und zwar in Psalm 22, Psalm 22. Als er darüber nachdachte, wie wird es sein, wenn ich verlassen bin, wie wird es sein, wenn ich verachtet bin, wie wird es sein, wenn mich alle Menschen, selbst meine Jünger, die ich gemacht habe, wie wird es sein, wenn die mich verlassen werden? Da fand er einen Vers, der ihm wahrscheinlich keine Hoffnung gemacht hat. In Psalm 22, Vers 2 las er, wie David damals schrieb: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Warum bleibst du fern von meiner Rettung, von den Worten meiner Klage? Mein Gott, ich rufe bei Tag und du antwortest nicht und bei Nacht und ich habe keine Ruhe." Er las Vers 7: "Ich bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. Alle, die mich sehen, spotten über mich, sie reißen den Mund auf und schütteln den Kopf." "Er soll doch auf den Herrn vertrauen, der soll ihn befreien, ja, der soll ihn retten, er hat ja Lust an ihm." In Vers 12 las er: "Sei nicht fern von mir, denn Drangsal ist nahe und kein Helfer ist da. Es umringen mich große Stiere, mächtige Stiere aus Baschan umzingeln mich, sie sperren ihr Maul gegen mich auf wie ein reißender, brüllender Löwe." Schon mal einen Stier gesehen, der sein Maul aufreißt wie ein Löwe? Versuchen wir uns das Bild nicht vorzustellen, wie ein Stier kommt und plötzlich wie ein Löwe brüllt. Ist wie ein Albtraum, oder? Löwen haben kein Maul wie ein Löwe. Vers 15: "Ich bin ausgeschüttet wie Wasser und alle meine Gebeine sind ausgerenkt. Mein Herz ist geworden wie Wachs, zerschmolzen in meinem Innern. Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe und meine Zunge klebt an meinem Gaumen und du legst mich in den Staub des Todes. Denn Hunde umringen mich, eine Rotte von Übeltätern umgibt mich, sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben. Ich kann alle meine Gebeine zählen, sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los über mein Gewand." Vers 22: "Er rette mich aus dem Rachen des Löwen." Das ist Psalm 22.
[49:35] Jesus wusste, was auf ihn zukommt. Er wusste es ganz genau. Aber der Bibel, die alle Segnungen ihm verheißen hat, die all diese wunderbaren Erkenntnisse ihm gebracht hat, der vertraute er noch, als sie scheinbar nur noch Hoffnungslosigkeit ihm zu geben hatte. Die Bibel sagt nicht nur, dass er verlassen sein würde von allen Menschen, sondern verlassen von Gott. Und da fragte ich mich: Wie kann es möglich sein, dass ich verlassen bin, sogar von Gott? Und er findet diesen Text in Jesaja 59, Vers 2, wo es steht: "Denn eure Sünden haben eine Scheidewand gemacht zwischen mir und euch." Und er weiß ja, als das Lamm Gottes werden alle Sünden auf ihn getragen und dann wird eine Scheidewand sein zwischen ihm und Gott.
[50:19] 33 Jahre lang hat er nichts anderes getan, als immer Gottes Willen, ist jedes Mal Gottes Wort gefolgt. Und jetzt soll er einmal von Gott getrennt sein, ohne dass er dafür etwas kann? Jesus erfüllt Schritt für Schritt jede einzelne Prophezeiung in den dreieinhalb Jahren seines Dienstes. In Matthäus 27 und Offenbarung 32, Matthäus 27 und Offenbarung 32, als sie aber hinauszogen, fanden sie einen Mann von Kyrene namens Simon, den zwangen sie ihm das Kreuz zu tragen. Und als sie an den Platz kamen, da man Golgatha nennt, das heißt Schädelstätte, gaben sie ihm Essig mit Galle vermischt zu trinken und als er es gekostet hatte, wollte er nicht trinken. Nachdem sie ihn nun gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider unter sich und warfen das Los, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist: "Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und das Los über mein Gewand geworfen." Und sie saßen dort und bewachten ihn. Vers 38: "Dann wurden mit ihm zwei Räuber gekreuzigt, einer zur Rechten, der andere zur Linken. Aber die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten den Kopf und sprachen: 'Der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst, wenn du Gottes Sohn bist, so steige vom Kreuz herab!' Gleichfalls spotteten aber auch die obersten Priester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: 'Andere hat er gerettet und sich selbst kann er nicht retten. Ist er der König Israel, so steige er nun vom Kreuz herab, und wir wollen ihm glauben. Er hat auf Gott vertraut, der befreie ihn jetzt, wenn er Lust an ihm hat, denn er hat ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn.' Ebenso schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren."
[52:33] Jesus hängt dort am Kreuz und alles, was er sieht, ist die genaue Erfüllung von Psalm 22. Vielleicht erinnert er sich, wie er viele Jahre zuvor zum ersten Passahfest gegangen ist, als die Menschen gerufen haben: "Wer ist der König der Herrlichkeit?" und die anderen gerufen haben: "Es ist der Herr der Herrscher." Und jetzt hängt er an einem Kreuz und über ihm ist die Inschrift: "König der Juden." Damals, als mit schlagendem Herzen, mit Euphorie er den Gedanken immer mehr verstand: "Ich werde vielleicht der König der Herrlichkeit sein." Da hat er sich wahrscheinlich nicht ausgemalt, was es bedeutet, der König der Herrlichkeit zu sein. Jedes einzelne Teil von Psalm 22 passt genau, jedes einzelne. Und Jesus hängt dort. Er kann nichts mehr tun. Ja, er könnte vom Kreuz herabsteigen, er weiß es, aber dann könnte er seinen Auftrag nicht erfüllen. Und dann passiert etwas, was noch nicht einmal in Psalm 22 steht. In Vers 45: "Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde." Nicht nur, dass die Menschen ihn verlassen, sondern er merkt und spürt, er hat keine Verbindung mehr zu Gott. Ist weg. Egal wie sehr er sich darum bemüht, egal wie viel er betet, egal wie viel er sein Herz zu Gott ausschüttet, er findet ihn nicht mehr. Es ist eine kalte, schwarze Mauer, niemand mehr da und er hängt am Kreuz.
[53:47] Könnte es sein, könnte es sein, dass ich meinen Auftrag nicht so ausgeführt habe, wie ich sollte? Vielleicht hat er sich an folgenden Vers in 3. Mose erinnert. In 3. Mose 22, 3. Mose 22. Er kannte das Buch 3. Mose sehr gut, hat es immer wieder gelesen und dort in 3. Mose 22, Vers 20 steht: "Ihr sollt nichts opfern, woran ein Gebrechen ist, denn es würde euch nicht wohlgefällig angenommen werden." Er wusste, jedes Opfer, das nicht makellos ist, wird nicht angenommen. Jetzt hängt er dort am Kreuz, von Menschen verlassen, von Gott verlassen und er weiß nicht, ob wir uns das jemals vorstellen können, wenn er in seinem ganzen Leben aufgewachsen in Nazareth, dem Las Vegas der damaligen Zeit, angegriffen wie kein Mensch von uns, versucht wie kein Mensch von uns, nur eine Sünde begangen hat, dann kann sein Opfer für die Menschheit nicht angenommen werden. In all den 30 Jahren nur eine Sünde und sei sie nur drei Sekunden mit Gedanken gewesen, das ganze Opfer wäre umsonst. Und wisst ihr was? In dieser Situation kann er jetzt auch niemand mehr fragen, denn er kann Gott nicht mehr fragen: Gibt es eine Sünde? Gott hat sich schon entfernt. Woher soll ich jetzt merken, ob ich ein Opfer, ein makelloses Opfer bringe oder nicht? Denn wenn es makellos ist, ist eine Scheidewand, weil die Sünde ja auf mir liegt und wenn es nicht makellos ist, ist genau die gleiche Reaktion von Gott. Es gibt keine Möglichkeit mehr zu spüren oder zu fühlen, ob das Opfer makellos ist oder nicht.
[56:49] Die einzige Möglichkeit, denn bevor wir das sagen, was würde passieren, wenn er mit einem fehlerhaften Opfer stirbt? Gott hat sich entfernt, eine Scheidewand zwischen seinem Vater und ihm, er würde nicht auferstehen. Er hängt dort am Kreuz, er weiß, er hat noch einige Minuten oder Stunden und er muss eine Entscheidung fällen. Entweder er geht ins Dunkle hinein, ohne zu wissen, was passiert. Oder er rettet sich selbst und steigt vom Kreuz. Das kann er tun, er ist Gott, er hat die Möglichkeit, er kann ohne weiteres vom Kreuz herabsteigen und einfach zurück in den Himmel gehen und sagen: Nee, nee, das Opfer lasse ich einfach. Und die Menschen sagen doch: Komm doch herab vom Kreuz. Die Stiere aus Baschan umringen seine Feinde und sagen: Komm doch vom Kreuz herab. Und diese Stiere aus Baschan haben nicht nur ein Stiergesicht, sie reißen den Mund auf wie der Löwe. Hinter diesen Priestern und Sadduzäern und Pharisäern steht Satan und sagt: Komm doch vom Kreuz herab. Wer weiß, ob dein Opfer makellos ist. Wer weiß. Willst du das Risiko eingehen? Schau mal, wie viele Menschen auf dich schauen. Schau mal, wie viele Menschen dir nachfolgen. Selbst deine besten Jünger, das haben sie alle verlassen. Lohnt sich das? Komm herunter.
[58:28] Und in dieser Situation, als alles gegen ist, da kann er nicht anders. Nicht auf Hebräisch, auswendig gelernt aus der Bibel, sondern in seiner eigenen Muttersprache Aramäisch, ruft er aus, verzweifelt: "Eli, Eli, lama sabachthani." Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Nicht auswendig gelernt in Hebräisch, weil er die Bibel so gut auswendig konnte. Nein, es war sein eigenes Fleisch und Blut geworden. Psalm 22 war seine eigene Erfahrung geworden, in seiner eigenen Muttersprache. Hebräisch ruft er aus, Aramäisch: "Lama, lama, Eli, Eli, lama sabachthani." Selbst in seiner äußersten Verzweiflung kommt nur das Wort Gottes heraus. So eng war er verflochten mit dem Wort Gottes.
[59:33] Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Vielleicht hat er sich daran erinnert, als er zum ersten Mal zum Tempel kam. Dort, damals, mit zwölf Jahren, als Gott sich ihm offenbart hat im Tempel, als Gott ihm gezeigt hat, was sein Plan ist, als er Gott, als er seinen Vater kennengelernt hat, mein Vater, damals, als er Psalm 24 gesungen hat. Jetzt hängt er am Kreuz und erlebt Psalm 22.
[1:00:12] Und das ist noch ein Vers, der ihm durch den Kopf geht. Denn er weiß ja, die Opfer wurden eigentlich geschlachtet immer im Tempel, oder? Wäre es nicht der Plan Gottes gewesen, im Tempel zu sterben? Aber er stirbt nicht im Tempel, er stirbt außen im Lager, er stirbt draußen vor der Stadt an einem Holz. Und wisst ihr, was die Bibel sagt über das Holz? In 5. Mose 21. 5. Mose 21, Vers 22. 5. Mose 21, Vers 22. Dort heißt es: "Wenn auf einem Mann eine Sünde ist, die ein Todesurteil nach sich zieht und er wird getötet und du hängst ihn an ein Holz." War das die Situation von Jesus? Auf ihm waren alle Sünden der Welt und er hing dort an einem Holz. "Du sollst seinen Leichnam nicht über Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn unbedingt an jedem Tag begraben. Denn von Gott verflucht ist derjenige, der ans Holz gehängt wurde. Und du sollst dein Land nicht verunreinigen, das der Herr, dein Gott, dir zum Erbe gibt." Von Gott verflucht? Ich hänge hier am Kreuz, am Holz, von Gott verflucht. Kein Gefühl mehr der Liebe Gottes, keine Nähe. Jesus lebt mitten in Psalm 22.
[1:01:48] Was er sich so sehr gewünscht hat, war Psalm 24. Und ich kann mir vorstellen, als er dort hängt am Kreuz, stellt er sich diese verzweifelte Frage: Wie komme ich von Psalm 22 zu Psalm 24? Was ist die Verbindung, was ist die Brücke aus meiner Erfahrung von Psalm 22 zu Psalm 24? Was ist der Weg von Psalm 22 zu Psalm 24?
[1:02:25] Psalm 23, "Der Herr ist mein Hirte." Wir lesen den Vers und sagen: Ja, Jesus ist unser Hirte. Aber als Jesus dort am Kreuz hängt, ist er nicht der Hirte, sondern er ist das Lamm und ein Lamm hat einen Hirten. Wer ist also der Hirte für Jesus in Psalm 23? Gott, der Vater. "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln." Gehen wir gemeinsam zu Psalm 23 und schauen, was dieser Vers, was dieser so bekannte Psalm Jesus gelehrt hat am Kreuz. Psalm 23: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele, er führt mich auf rechter Straße." Als Jesus darüber nachgedacht hat, dort am Kreuz, die letzten Minuten, er kannte die Bibel ja auswendig, also Psalm 23 auf jeden Fall, hat er sich daran erinnert: Wie hat Gott mich bisher geführt? Hat er mich zu ruhigen Wassern geführt? Hat es mir an irgendetwas gemangelt in den 33 Jahren meines Lebens, als ich nicht mal ein eigenes Haus hatte, aber immer hat Gott für mich gesorgt. Er hatte aus der Bibel gelernt, dass man Gott vertrauen kann, hatte seinen Jüngern dann gesagt: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere zufallen." Er wusste, Gott hat ihn bisher geführt, er ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
[1:03:56] "Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern." Selbst als er bespuckt wurde, als er angegriffen wurde, als er geschlagen wurde, konnte er ganz ruhig und still bleiben. Gott, der Vater, durch die Bibel, hat es ihm ermöglicht, gehorsam zu sein, still zu halten. "Er führt mich zu stillen Wassern." Und wenn ich auch wanderte durchs Todestal, als Jesus dort am Kreuz hing und über Psalm 23 nachgedacht hat, und wir wissen, wenn er Psalm 22 zitiert, wird er über Psalm 23 nachgedacht haben. Glaubt ihr, er hat das Gefühl gehabt, das Wort Gottes hilft ihm gerade? "Und wenn ich auch wanderte durchs Todestal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir." Jesus hängt am Kreuz, die Finsternis ist bei ihm, er weiß, Gott hat sich von ihm getrennt, er hatte ausgerufen: "Eli, Eli, lama sabachthani, mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Und jetzt sagt ihm Psalm 23: "Denn du bist bei mir." Er kann es nicht fühlen, er kann es nicht spüren, er kann es nicht sehen, er kann es nicht hören, er hat keine Verbindung zu Gott und doch sagt ihm die Bibel, dass Gott da ist.
[1:05:14] Wo? Was war geschehen? Was war das Übernatürliche, was geschehen ist? Es war eine Finsternis gekommen und Jesus erinnert sich in Psalm 18, Vers 12, dort heißt es über Gott, den Vater: "Er machte Finsternis zu seiner Hülle." Gott hüllt sich manchmal in Finsternis, um seinen Menschen nahe zu sein und Jesus erinnert sich, wie in der Situation, als alle ihn verlassen haben, es plötzlich finster wurde und was der scheinbare Grund dafür war oder was ihm so schien, als würde er völlig verlassen sein und er hatte auch keine Verbindung mehr zu Gott, zeigt ihm jetzt: Gott, der Vater, ist da. Ich kann ihn nicht fühlen, ich kann ihn nicht sehen, ich kann ihn nicht, ich habe keine Verbindung zu ihm, aber ich weiß, er ist da. Er ist dort mitten in der Finsternis, denn du bist bei mir. Er kann mir nicht helfen, jetzt gerade, denn ich muss das Opfer alleine bringen, aber er ist da. Gott sitzt nicht irgendwo auf seinem Thron mit verschreckten Armen und sagt: "Ich habe kein Interesse mehr an dir, Jesus." Gott, der Vater, steht am Kreuz und sein Herz bricht, denn du bist bei mir.
[1:06:41] "Wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir." Jesus erinnert sich an die Geschichte von Abraham und Isaak, wie es Abraham ging, als er seinen Sohn gab. Und Jesus weiß, es kommt kein Engel vom Himmel, Jesus weiß, wie es seinem Vater dort in der Finsternis geht.
[1:06:58] Psalm 23, Vers 4: "Und wenn ich auch wanderte durchs Tal des Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich." Als Jesus dort am Kreuz singt, gab es einen Trost für ihn. Ja, denn Psalm 23 sagt: "Dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich." Dein bezieht sich auf den Hirten, oder? Des Hirtenstab. Wer ist der Hirte? Gott, der Vater. Hat Gott, der Vater, einen Stab? Und wenn ja, was ist der Trost an dem Stab Gottes? Hat Gott in seinem Heiligtum einen Stab?
[1:07:43] Der Stab des Aaron, mitten im Allerheiligsten, dort, wo Gott wohnt, das ist sein Stab, so wie es Gottes Allerheiligstes ist, wie es seine Bundeslade ist, ist es sein Stab. Und was an dem Stab Aarons konnte Jesus dort am Kreuz trösten? Lesen wir gemeinsam in 4. Mose 17, als Jesus sich diese Geschichte vor Augen malt, in 4. Mose 17, und dort Vers 23. "Und es geschah am nächsten Morgen, als Mose in das Zelt des Zeugnisses trat, siehe, da spross der Stab Aarons, des Hauses Levi, er hatte ausgeschlagen und an Blüten getrieben und trug reife Mandeln." Der Stab hat wieder geblüht.
[1:08:53] Jetzt, was ist ein Stab? Ein Stab ist ein Stück Todesholz, ein Stab, der tot ist und aus dem toten Stoff heraus kommt wieder neues Leben. "Dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich." Jesus, selbst wenn du stirbst und du wirst sterben und tot sein, so wird neues Leben kommen, du wirst wieder auferstehen, vertrau mir. Gott der Vater konnte nicht hörbar zu ihm sprechen, er konnte nicht sichtbar zu ihm sprechen, er konnte ihm keine Gefühle geben. Die einzige Möglichkeit, die Gott der Vater noch hatte, zu ihm zu sprechen, war durch sein Wort, das Jesus vorher gelernt hatte. Keine Eingebung des Heiligen Geistes, sondern einfach nur das Wort Gottes, wie es dort war: "Dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich. Geh den Schritt weiter, du wirst wieder auferstehen, denn Jesus hing an einem Kreuz und das Kreuz ist totes Holz, er hing an einem toten Holz. Dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich, denn das tote Holz wird zu einem Baum des Lebens."
[1:10:18] Und dann heißt es weiter: Übrigens, was für Mandeln hat er getragen? Blüten wollte ich sagen, Mandelblüten. Mandelblüten. Wo hat der Jesus schon etwas gelesen über Mandeln? Den Mandelbaum, die Vision vom Mandelbaum in Jeremia 1, Vers 11, wo es heißt: "Ich will über mein Wort wachen und es ausführen." Es wird passieren und du hast gelesen: Du wirst auferstehen. Du hast es deinen Jüngern versprochen und es wird geschehen. Du bist auf dem richtigen Weg, du bist auf dem richtigen Weg.
[1:10:48] Nun, "Wenn ich auch wanderte durch Tal des Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich." "Du bereitest vor meinen Feinden einen Tisch, du bereitest mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde." War Jesus umringt von Feinden, die ihn angeguckt haben? "Im Angesicht meiner Feinde bereitest du mir einen Tisch." Was für einen Tisch? Schauen wir gemeinsam ganz kurz, wir müssen zum Ende kommen. Alle, die auf Entscheidungen auf Light Channel zuschauen, wir werden es in fünf Minuten nicht schaffen, wir werden es vielleicht zwei Minuten länger brauchen, bitte wechseln Sie auf entscheidungen21.de. Johannes 4, was ist die Speise, was ist das Essen, was Jesus stärkt, was ist der Tisch, den Gott ihm bereitet im Angesicht seiner Feinde, als er dort am Kreuz hängt?
[1:11:41] Johannes 4, und dort Vers 34. Jesus spricht zu ihnen: "Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollbringe." Im Angesicht meiner Feinde weiß ich, dass ich Gottes Willen tue. Eben gerade sah es noch so aus, als würde Gott mich verlassen haben und es ist auch eine Scheidewand, weil ich trage die Sünde der Welt, so sagt, so versteht Jesus, aber während ich das tue, erfülle ich immer noch Gottes Willen. Ich brauche keinen Zweifel daran zu haben. Ich darf einfach Gott vertrauen. "Im Angesicht meiner Feinde bereitest du mir einen Tisch." Und als Jesus in Johannes 4 das sagt, was hat er gerade getan? Er hatte gerade einen Menschen gewonnen. "Im Angesicht meiner Feinde bereitest du mir einen Tisch, ich darf einem Menschen sagen neben mir: Ich sage dir heute, du wirst mit mir im Paradies sein. Im Angesicht meiner Feinde bereitest du mir einen Tisch, ich darf die Freude haben, einen anderen Menschen zum ewigen Leben zu bringen."
[1:12:52] Psalm 23 ist mehr als ein Postkartentext. Psalm 23 ist der Weg, wie Gott der Vater Jesus geführt hat durch das Tal des Todesschattens. Im Angesicht meiner Feinde, denn ich weiß, so konnte Jesus jetzt wissen: Ich weiß, dass ich Gottes Willen tue. Und vielleicht kam in diesem Moment ihm der Gedanke: Der Ort, auf dem ich stehe, heißt wie? Wie heißt der Ort? Golgatha. Und Golgatha heißt übersetzt was? Schädelstätte. Erste Mose 3 Vers 15 sagt: "Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Du wirst ihm die Ferse stechen, aber er wird dir den Kopf zertreten." Ich stehe auf Golgatha, mit dem, was ich tue, werde ich der Schlange den Kopf zertreten.
[1:14:00] "Du bereitest mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde." Als Jesus noch einmal durch Psalm 22 geht, da fällt ihm auf, was ganz am Ende des Psalmes steht. In Psalm 22 steht ganz am Ende Psalm 22 und dort Vers 32: "Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit verkündigen, dem Volk, das geboren wird, dass er es was, dass er es vollbracht hat." Glaubt es ist ein Zufall, dass Jesus kurze Zeit später mit einer Stimme wie mit einer Posaune hinausruft in die weite Welt: "Es ist vollbracht."
[1:14:49] Jesus kennt Gott und in diesem Moment kann er Gott nicht sehen, er kann Gott nicht spüren, er kann Gott nicht riechen, es ist eine Scheidewand zwischen ihm und Gott, aber er hat das Wort Gottes in seinem Kopf und er weiß, was Gott ihm versprochen hat und das reicht ihm aus und allein deswegen, obwohl er die Macht hätte vom Kreuz zu steigen, geht er den Schritt und gibt sein Leben auf und lässt sich völlig fallen, allein weil es in der Bibel steht, dass er wieder auferstehen wird.
[1:15:36] Jesus ist der Sieger allein deswegen, weil er Gottes Wort geglaubt hat, denn Glaube heißt was? Leben aus jedem Wort. Deswegen ist es Glaube, deswegen ist er der Glaubensheld, der wahre Glaubensheld aus Hebräer 11 und 12.
[1:15:55] Er ist auf dem Weg nach Jerusalem, erneut ist er auf dem Weg nach Jerusalem und erneut werden Lieder gesungen, aber es ist kein steiniger Weg mit Sandalen, es sind Wolken, die sie passieren, es sind Sterne, die sie passieren, Galaxien, nicht tausende von Israeliten und nicht zehntausende von Juden, sondern zehntausende und hunderttausende von Engeln umgeben ihn. Jesus ist auferstanden und kurze Zeit später ist er auf dem Weg nach Jerusalem und ich
[1:16:42] glaube ganz fest, die Engel haben ihm sein Lieblingslied gesungen, Psalm 24, als sie
[1:16:49] dort von der Erde aufsteigen, auf die Wolke und sie immer weiter von der Erde entfernen,
[1:16:56] da singen sie Psalm 24 Vers 1: "Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt." Sie können
[1:17:02] es sehen, sie können den blauen Planeten sehen und sie singen mit voller Überzeugung:
[1:17:06] "Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner, denn er hat
[1:17:10] ihn gegründet über den Meeren und befestigt über den Strömen."
[1:17:13] Eine Gruppe von Engeln ruft aus: "Wer darf auf den Berg des Herrn steigen?"
[1:17:20] Gemeint ist nicht dieser kleine Berg Zion dort in Juda, gemeint ist der große Versammlungsberg
[1:17:26] im Norden, dort irgendwo im Orion. Wer darf auf den Berg des Herrn steigen? Wer darf an
[1:17:33] seiner heiligen Stätte stehen?
[1:17:35] Eine andere Gruppe von zigtausenden von Engeln ruft ihm zu: "Wer unschuldige Hände hat und
[1:17:40] ein reines Herz, wer seine Seele nicht auf Trug richtet und nicht falsch schwört, der
[1:17:45] wird Segen empfangen von dem Herrn und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils."
[1:17:49] Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm fragen, all die Menschen, die mit ihm auferstanden
[1:17:55] sind, wie Matthäus 27 berichtet, die mit ihm hinaufsteigen als die Erstlingsfrucht.
[1:17:59] Das sind diejenigen, das Geschlecht, die nach ihm fragen, die als erste Anzahlung auf all
[1:18:05] die Millionen Menschen, die gerettet werden, schon in den Himmel mitdürfen, mit ihm hinaufsteigen
[1:18:11] auf den Berg, denn er ist der König der Könige, der König der Herrlichkeit. Und als sie durch
[1:18:17] das Weltall auf ihrer Wolke hinweg schweben Richtung Neu-Jerusalem und sie den Orion passieren
[1:18:24] und dort hinter der Wegstrecke sehen sie die Strahlen, die Strahlen von Neu-Jerusalem,
[1:18:32] eine Stadt, wie sie kein Mensch bisher gesehen hat außer Johannes.
[1:18:36] Zwölf Tore, gewaltig Gold, Perlen und zehntausende von Engeln singen: "Hebt eure Häupter empor,
[1:18:47] ihr Tore, und hebt euch, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe."
[1:18:53] Von der Stadt klingt es in millionenfachem Gesang von Engeln, die auf der Zinne stehen
[1:18:59] und rufen: "Wer ist dieser König der Herrlichkeit?"
[1:19:01] Wieder rufen die anderen Engel, die ihn begleiten: "Er ist der Herr, der Starke und Mächtige,
[1:19:08] der Herr, der Held im Streit." Und wieder klingt es, als würden das ganze Universum mit einstimmen:
[1:19:16] "Hebt eure Häupter empor, ihr Tore, ja, hebt eure Häupter, ihr ewigen Pforten, damit der
[1:19:21] König der Herrlichkeit einziehe."
[1:19:24] Die Tore öffnen sich, Jesus tritt hinein. All die ungefallenen Welten kommen herzu und
[1:19:32] schauen den König der Herrlichkeit. Und während er durch die Stadt hindurch schreitet auf
[1:19:36] den Tempel zu, zu seinem Vater, singen all die Engel um ihn herum. Auf der linken Seite
[1:19:42] singen sie: "Wer ist denn dieser König der Herrlichkeit?"
[1:19:45] Auf der rechten Seite antworten sie: "Der Herr, der Herrscher, er ist der König der Herrlichkeit."
[1:19:53] Er kommt zum Vater, präsentiert seine Wunden, und sein Vater nimmt das Opfer an.
[1:20:01] Gerechtigkeit und Liebe haben sich geküsst.
[1:20:06] Er setzt sich zur Rechten Gottes. Psalm 23 endet wie?
[1:20:10] "Du hast mich, mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über." Er wird dort zum
[1:20:19] Hohen Priester gesalbt mit dem Öl, dem Heiligen Geist, so viel, dass der Becher überfließt
[1:20:26] und die Tropfen noch auf Jerusalem fallen und dort zwölf Jünger den Heiligen Geist
[1:20:31] empfangen.
[1:20:32] "Mein Becher fließt über." Er setzt sich zur Rechten Gottes, damit du und ich zu ihm kommen
[1:20:39] können und sagen: "Mein Leben hat einen Fehler, mein Leben ist voller Sünden. Können wir
[1:20:46] bitte tauschen? Ich werde bleiben im Hause des Herrn, immer da." Jesus ist im Heiligtum
[1:20:52] angekommen, ist dein und mein König.
[1:20:57] Das Wort wurde Fleisch, das Wort starb für dich. Und weil er für dich gestorben ist, hast
[1:21:06] du die Möglichkeit, aus seinem Wort zu leben. Denn wenn wir ihn annehmen, werden wir zu
[1:21:13] Söhnen und Töchtern. Und wenn wir dann in Psalm lesen und in Sprüche: "Mein Sohn", dann
[1:21:20] spricht Gott, der Vater, zu mir und zu dir.
[1:21:25] Wer von euch möchte heute sagen: "Ich möchte Jesus als meinen König annehmen, ich möchte
[1:21:35] aus seinem Wort leben, koste es, was es wolle"?
[1:21:39] Abraham hat gesehen, was das Evangelium bedeutet. Jakob hat gemerkt, dass wenn ich das Evangelium
[1:21:46] annehme, ich mich verändern muss. Samuel hat verstanden, dass wenn wir das Evangelium
[1:21:51] annehmen, uns verändern. Verzeihung. Mose hat gesehen, dass wenn wir uns verändern,
[1:21:55] dann deswegen, weil wir einen Auftrag bekommen, es anderen Menschen weiterzugeben.
[1:21:58] Samuel hat gelernt, dass um es anderen weiterzugeben, müssen wir selbst Gottes Stimme hören.
[1:22:04] Ariel hat davon gesprochen, dass wir uns nicht auf die Menschen in der Gemeinde verlassen
[1:22:08] können, um Gottes Stimme zu hören, sondern wir müssen selbst ihn verstehen. Und deswegen
[1:22:13] müssen wir Zeit haben für ihn. Martha, Martha, denn eine Krise kommt auf diese Welt. Jerusalem,
[1:22:22] Jerusalem.
[1:22:23] Wir müssen die Bibel studieren, damit wir vorbereitet sind auf die Krise und nicht in
[1:22:27] der Krise fallen, wie Petrus. Simon, Simon, sondern durch die Krise getragen werden, wie
[1:22:34] Jesus, als er ausrief: "Eli, Eli."
[1:22:38] Willst du das Wort Gottes annehmen, das dich durch alle Krisen dieser Welt trägt?
[1:22:43] Wer möchte es annehmen?
[1:22:44] Amen.
[1:22:45] Ist es in Ordnung, wenn wir uns für ein Abschlussgebet niederknien?
[1:22:57] Herr Jesus, du bist wahrhaftig der König der Herrlichkeit.
[1:23:06] Nicht, weil du Römer besiegt hast, sondern weil du uns gezeigt hast, wie man nach deinem
[1:23:18] Wort lebt.
[1:23:19] Du hast das getan, was kein Mensch für uns tun kann.
[1:23:26] Du hast ein perfektes Leben gelebt und bist für uns gestorben.
[1:23:30] Du hast eingewilligt, unser Ersatz zu sein, unser Tausch.
[1:23:42] Wir können bis in alle Ewigkeit nicht ganz begreifen, was du dort am Kreuz durchlitten
[1:23:45] hast, als du getrennt warst von deinem Vater, der zwar bei dir war, aber dir nicht helfen
[1:23:52] konnte.
[1:23:53] Herr Jesus, vergib uns, wo wir durch unsere Sünden dieses wunderbare Evangelium verkleinert
[1:24:04] haben, wo wir zu leichtfertig damit umgegangen sind.
[1:24:07] Und Herr Jesus, wir alle sehnen uns danach, wenn du wiederkommst, mit dir gemeinsam hinauf
[1:24:15] zu steigen nach Neu-Jerusalem und diesen Psalm 24 zu singen, mit allen Engelschören
[1:24:22] zusammen.
[1:24:23] Und wir haben gesehen, nur wer reine Herzen hat, der darf dort hinaufsteigen.
[1:24:31] Und wir danken dir, dass dieses reine Herz du uns schenken möchtest.
[1:24:37] Du hast es gehabt und du hast unsere Sünde genommen und möchtest uns dein reines Herz
[1:24:43] schenken.
[1:24:44] Herr Jesus, wir danken dir von ganzem Herzen dafür.
[1:24:47] Und wenn die Krisen in unserem Leben so stark sind, dass wir manchmal glauben, dass Gott
[1:24:51] uns verlassen hat, dann wollen wir uns an Psalm 23 erinnern:
[1:24:54] "Er herrscht, mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
[1:24:57] Wenn ich auch wandere durchs Todestal, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei
[1:25:02] mir.
[1:25:03] Dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich."
[1:25:06] Herr Jesus, wir danken dir von ganzem Herzen, dass du vorangegangen bist, dass wir dir folgen
[1:25:13] dürfen.
[1:25:14] Du hast gesagt: "Wer mir nachfolgen will, der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach."
[1:25:18] Und so wissen wir, dass es auch Krisen in unserem Leben geben wird.
[1:25:21] Nicht, weil du uns nicht liebst, sondern weil diese Krisen offenbaren, was du für uns tun
[1:25:27] kannst, genauso wie die Krise, in der du gewesen bist, offenbart hast, was das Wort Gottes
[1:25:31] tun kann.
[1:25:32] Und du warst Sieger allein durch Glauben.
[1:25:35] Und wir würden sagen, dass unser Glaube die Welt überwindet.
[1:25:38] Und wir bitten dich, dass du uns diesen Glauben schenkst, dass wir dem Wort Gottes vertrauen,
[1:25:43] einfach nur, weil es dort steht.
[1:25:45] Wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir dich kennen dürfen und dass du uns immer
[1:25:51] weiter zu dir ziehst.
[1:25:52] Amen.
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