[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur achten Folge unserer Serie über die Petrusbriefe. Und in der heutigen Folge, mit der wir uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 20. Mai, soll es um das Hauptthema schlechthin gehen. Nicht nur in den Petrusbriefen, sondern um das Hauptthema der ganzen Bibel, um die zentrale Figur, die Hauptperson, um die sich alles dreht in der Heiligen Schrift, um Jesus Christus. Jesus in den Briefen des Petrus. Wir wollen einige ausgewählte Stellen noch einmal genauer in die Lupe nehmen und sehen, was wir über Jesus lernen können. Wir werden viel Interessantes dabei entdecken und ich freue mich ganz besonders über dieses so wichtige und erfrischende Thema, das uns ganz neu vor Augen führen soll, was Jesus für mich persönlich, für dich persönlich, lieber Freund, liebe Freundin, getan hat.
[1:23] Bevor wir mit dem Bibelstudium beginnen, wollen wir gemeinsam ein Gebet sprechen und dazu möchte ich dich ganz recht herzlich einladen. Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir in deinem Wort Wahrheiten finden, die nicht schwer zu verstehen sind, sondern die so klar sind wie der helle Sonnenschein, so deutlich, dass jedes Kind diese Wahrheiten begreifen kann. Und so beeindruckend, dass jeder, der sich ihnen hingibt, in seinem Herzen angesprochen wird. Ich möchte dich nicht bitten, dass du genau das jetzt tust, denn wenn wir das Evangelium studieren, wenn wir über Jesus nachdenken, dass du durch deinen Heiligen Geist zu unseren Herzen sprichst und dass dein Wort seine Kraft entfaltet, die du hineingelegt hast, damit wir das Evangelium wirklich erleben und in unserem Alltag auch umsetzen. All das bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu, der für uns gestorben und auferstanden ist. Amen.
[2:35] Zunächst einmal wollen wir einen kurzen Abschnitt in 1. Petrus 1 behandeln. In 1. Petrus 1 und dort Vers 18 und 19 gibt Petrus eine ganz präzise Aussage über das Evangelium, die es sich wirklich lohnt, genauer zu betrachten. 1. Petrus 1 Vers 18 und 19, hier sagt Petrus: „Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes.“
[3:20] Zunächst einmal fällt auf, dass Petrus sagt: „Denn ihr wisst ja.“ Was er jetzt dann in den beiden Versen sagt, ist nichts Neues. Er verkündet kein Geheimnis, das die Gläubigen, die diesen Brief jetzt erhalten, noch nie zuvor gehört hatten, sondern Petrus wiederholt eine Wahrheit, die die Gläubigen, die den Brief lesen, schon längst kannten. Eine Wahrheit, die ihnen gut vertraut war. Die Frage am Anfang wollen wir uns stellen: Warum wiederholt Petrus eine theologische Aussage, eine Lehre, die seine Zuhörer, seine Leser schon längst kennen? Hätte er nicht lieber die Zeit nutzen sollen, etwas Neues ihnen zu sagen, ein neues Licht ihnen zu offenbaren? Wir streben ja so oft nach dem neuen Licht, nach den neuesten Erkenntnissen, die noch keiner gehabt hat. Aber Petrus wusste, warum er Altbekanntes wiederholt.
[4:16] Im zweiten Petrusbrief lesen wir in 2. Petrus 1 und dort Vers 12 und 13. Darum, sagt Petrus, will ich es nicht versäumen, euch stets an diese Dinge zu erinnern, obwohl ihr sie kennt und in der bei euch vorhandenen Wahrheit fest gegründet seid. Petrus erinnert nicht an diese Dinge, weil die Gläubigen sie ständig vergessen. Nein, sie wissen diese Dinge und sind darin fest gegründet. Sie haben keinen Zweifel. Trotzdem sagt Petrus, dass er nicht nur sie daran erinnert, sondern dass er sie stets daran erinnert. Also immer und immer wieder Wahrheiten wiederholt, die die Gläubigen in der Gemeinde schon längst wissen. Vielleicht fragt sich der eine oder andere, warum studieren wir noch einmal jetzt in dieser Folge hier grundsätzliche Aussagen über Jesus, über seinen Tod und seine Auferstehung? Das wissen wir doch schon. Aber Petrus lehrt uns, dass es wichtig ist, Wahrheiten, die man für wahr hält, immer wieder sich vor Augen zu führen. Denn nur, wenn ich über die Wahrheit nachdenke, dann verändert sie mich. Mit anderen Worten, die Tatsache, dass ich weiß, dass Jesus für mich gestorben ist, verändert mich nicht. Nur, wenn ich immer wieder darüber nachdenke, wenn diese Wahrheit gerade in meinem Kopf hin und her bewegt wird, dann entfaltet sich die Kraft, dass ich dadurch verändert werde. Deswegen müssen wir immer wieder die Grundlagen des Glaubens für uns selbst wiederholen. Und deswegen sollten wir auch immer wieder die einfachen, die grundlegenden Wahrheiten der Bibel predigen und anderen weitergeben.
[5:50] Vers 13 sagt es sogar hier: „Ich halte es aber für richtig, solange ich in diesem Leibeszelt bin, euch aufzuwecken, indem ich euch erinnere.“ Das Aufwecken der Gemeinde geschieht nicht durch neueste Erkenntnisse, die keiner vorher gehabt hat, sondern durch das treue Wiederholen von einfachen Wahrheiten, in denen der Heilige Geist besonders wirkt. Und so wollen wir in dieser Folge der Cannstatt Study Hour unsere altbekannten Wahrheiten noch einmal uns zugemütlich machen, noch einmal darüber nachdenken, weil nur durch das Anschauen der Wahrheit werden wir verändert.
[6:27] Petrus spricht von dem Loskauf, von der Erlösung. Und damit bezieht er sich auf ein Grundproblem, das schon im Alten Testament deutlich ausgesprochen wird, in Psalm 49 und dort Vers 7 und 8. Psalm 49 und dort Vers 7 und 8. Die Bibel sagt: „Sie verlassen sich auf ihr Vermögen und prahlen mit ihrem großen Reichtum, und doch vermag kein Bruder den anderen zu erlösen. Er kann Gott das Lösegeld nicht geben.“ Schon im Alten Testament wird diese Wahrheit ganz deutlich ausgesprochen, dass ein Mensch mit seinem irdischen Besitz weder sich selbst noch andere loskaufen kann. Gott fordert ein Lösegeld, aber der Mensch kann dieses Lösegeld nicht geben. Und deswegen ist es absolut unsinnig, großen Reichtum anschaffen zu wollen, das Denken auf irdischen Besitz zu richten, weil in der Hauptsache des Lebens, der Erlösung, all das ohnehin vollkommen wertlos ist. Je mehr wir uns mit der Erlösung durch Jesus beschäftigen, desto weniger wird die Welt uns attraktiv erscheinen mit ihren weltlichen Verlockungen. Also, ein Mensch kann sich durch seinen Reichtum nicht erlösen.
[8:04] Und dass tatsächlich Erlösung einen Preis kostet, dass es Erlösung grundsätzlich erst einmal nicht umsonst gibt, dass Gott nicht einfach die Augen zudrückt und sagt: „Naja, lauft mal weiter“, das wird in 1. Korinther 7 deutlich. In 1. Korinther 7 und dort Vers 23, da heißt es, und diese Wahrheit muss heutzutage wieder deutlich wiederholt werden, weil es immer wieder Menschen gibt, die plötzlich, selbst im Volke Gottes, daran anfangen zu zweifeln. 1. Korinther 7 und dort Vers 23, dort sagt Paulus: „Ihr seid teuer erkauft.“
[8:44] Unsere Erlösung ist mit einem Preis bezahlt worden, und dieser Preis war teuer. Petrus sagt uns ja, dass wir nicht erkauft worden sind mit Gold und Silber, denn all das ist vergänglich. Die Frage ist: Woraus sind wir erkauft worden? Bei Petrus haben wir gelesen: aus dem nichtigen Wandel, der von den Vätern überliefert worden ist. So stand es in 1. Petrus 1, Vers 18. Wollen wir das mal genauer unter die Lupe nehmen, was das bedeutet? Was bedeutet dieser nichtige Wandel?
[9:26] In Römer 1 und dort Vers 21 finden wir einen Anhaltspunkt. Römer 1 und dort Vers 21. „Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen und ihr unverständliches Herz wurde verfinstert.“ Der nichtige Wandel beginnt in den Gedanken, dass wenn man etwas von Gott weiß – und der Kontext macht deutlich, dass jeder Mensch zumindest erkennen kann, dass es Gott gibt und dass er Kraft hat, aufgrund der Dinge, die Gott in der Natur von sich offenbart hat, die man durch Nachdenken wahrnehmen kann –, dass ein Mensch, der diese Dinge erkennt, aber Gott nicht dankt, ihm nicht ehrt, dass der in Finsternis des Herzens fällt, dass er nichtige Gedanken bekommt. Und der Rest des Kapitels zeigt dann, wohin diese nichtigen Gedanken führen. Zu Hause kann man eine ganze Reihe von Sünden lesen, die letztendlich alle die Folge des nichtigen Denkens sind. Der nichtige Wandel entsteht aus dem nichtigen Denken.
[10:36] Römer 1 und dort Vers 20. Und wiederum ein Zitat aus dem Alten Testament: „Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.“ Dieses Problem des nichtigen Wandels, von dem wir erlöst werden müssen, ist keine Frage der sozialen Stufe, der sozialen Schicht oder auch der Intelligenz. Selbst die intelligentesten Menschen, die den höchsten IQ haben, haben ohne Gott trotzdem einen nichtigen Lebenswandel, von dem sie erlöst, erkauft werden müssen. Die Frage der Erlösung hat also nichts damit zu tun, wie klug wir sind. Und weltliche Weisheit kann uns ebenfalls daraus nicht befreien. Unser Reichtum, unser Vermögen kann uns daraus nicht befreien. Unsere Weisheit, unser Wissen kann uns daraus nicht befreien.
[11:34] Und doch können wir nicht einfach so frei herausgehen. Es muss ein Preis bezahlt werden. Noch einmal zurück zu dem Gedanken der Überlieferung von den Vätern. Was ist damit gemeint, dass wir erlöst werden aus dem nichtigen Wandel, der von den Vätern überliefert worden ist?
[11:56] Schauen wir dazu ein paar Texte im Alten Testament an. Hesekiel 20, und dort Vers 18. Also, da gibt es also sogenannte Satzungen der Väter. Da gibt es bestimmte Sitten, unter anderem der Götzendienst. Und Gott hat der nächsten Generation gesagt: „Folgt nicht dem, was eure Väter getan haben. Befolgt nicht ihre Sitten, wandelt nicht in ihren Satzungen.“
[12:44] Schauen wir mal, was die Realität gewesen ist. Jeremia 9, und dort Vers 13. Die Bibel sagt: „sondern dem Starrsinn ihres Herzens und den Bahnen nachgelaufen sind, was ihre Väter sie gelehrt haben.“ Das heißt, hier hat das Volk das übernommen, was die Väter ihnen vorgemacht haben. Aber, und das ist sehr wichtig hier zu betonen, das hatte auch zu tun mit dem Starrsinn ihres eigenen Herzens. Dieser nichtige Wandel wird nicht automatisch übertragen, sondern wir lernen von unseren Vorgenerationen durch Beobachtung. Und unser eigenes starrsinniges, widerspenstiges Herz führt uns genau in diese Richtung.
[13:35] Die Bibel lehrt also keine Erbsünde, dass wir schuldig sind aufgrund der Väter. Das ist nicht biblisch. In Hesekiel 18. Es sagt ganz deutlich, können wir vielleicht nochmal lesen, der Vollständigkeit halber. Hesekiel 18, und dort Vers 20: „Die Seele, welche sündigt, die soll sterben. Der Sohn soll nicht die Missetat des Vaters mittragen, und der Vater soll nicht die Missetat des Sohnes mittragen. Auf dem Gerechten sei seine Gerechtigkeit, und auf dem Gottlosen seine Gottlosigkeit.“ Sünde wird als Schuld nicht einfach von Generation zu Generation weitergereicht. Aber das Vorbild und der Einfluss, auch über die gefallene Natur, die weiter vererbt wird, wird weitergereicht. Und in Verbindung mit dem eigenen Willen, der Starrheit, dem Starrsinn des Herzens, kommt es dann zu einem Befolgen des überlieferten nichtigen Wandels.
[13:35] Noch ein Beispiel dazu. Jeremia 16, und dort Vers 19. Jeremia 16, und dort Vers 19. Dort heißt es: „O Herr, du meine Stärke, meine Burg und meine Zuflucht am Tag der Not. Zu dir werden die Heidenvölker kommen von den Enden der Erde und sagen: Nur Betrug haben unsere Väter ererbt, nichtige Götzen, von denen keiner helfen kann.“ Das Erbe der Generationen sozusagen ist nur Betrug. Interessanterweise sagt hier Jeremia voraus, dass einmal die Heiden das erkennen werden und dann zu Gott kommen werden. Und vielleicht hat er auch Petrus beim Abfassen seines Briefes diese Stelle vielleicht mit vor Augen.
[15:23] Jeremia 44, und dort Vers 17, bietet uns ein Beispiel, wie Menschen dieses Festhalten an den Traditionen sogar begründen, trotz des offensichtlichen Einschreitens Gottes durch einen Propheten, der sie davon abhalten will. Nachdem Jerusalem bereits zerstört ist und noch ein Überrest dort am Ort verbleibt, heißt es hier in Jeremia 44, Vers 17, dass sie nicht auf das Wort des Herrn hören wollen, wie Jeremia ihnen gesagt hat, sondern, heißt es in Vers 17: „sondern wir wollen gewisslich alles das tun, was wir gelobt haben. Wir wollen der Himmelskönigin räuchern und ihr Trankopfer ausgießen, wie wir unsere Väter, unsere Könige und unsere Fürsten es in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems getan haben. Damals hatten wir Brot und Fülle und es ging uns gut und wir erlebten kein Unheil.“ Also hier wird jetzt die Wahrheit völlig auf den Kopf gestellt. Man behauptet, dass solange man der Himmelskönigin diente, alles gut war und erst jetzt, nach dem Auftreten von Jeremia sozusagen, die Katastrophe über Jerusalem eingebrochen ist. Menschen, die an falschen Traditionen festhalten, werden immer Wege und Argumente finden, das zu begründen, auch wenn sie damit genau die Wahrheit auf den Kopf stellen. Denn das Unheil, das über Jerusalem kam, kam ja exakt wegen dem Götzendienst und wegen dem Anbeten der Himmelskönigin.
[16:55] Sacharja 1, Vers 4 und 6. Dieses Thema ist also etwas, das durchaus an vielen Stellen der Bibel begegnet. Sacharja 1, Vers 4 und 6. Die Schrift weist uns darauf hin, wie stark der Einfluss ehemaliger Traditionen und wie stark der Einfluss auch der Traditionen um uns herum ist.
[17:37] Was der Text hier sagt, ist: Wer auf die Tradition der Väter baut, der baut auf Sand. Die Väter sterben alle. Aber wer auf das Wort Gottes baut, der baut auf Felsen, denn das Wort Gottes trifft immer ein, es bleibt relevant und aktuell. Wie oft passiert es, dass Menschen Dinge tun, einfach nur, weil die Eltern das so gemacht haben, weil im Umfeld das so gemacht wird, weil man das einfach so bei anderen gesehen hat. Und die Frage stellt sich ganz praktisch: Gibt es Dinge in meinem Leben, in deinem Leben, wo wir Dinge tun, von denen die Bibel sagt, wir sollten sie nicht tun, aber wir tun sie einfach, weil alle anderen sie auch tun? Am Ende ist das wahr, zum Beispiel von jeder Sünde. Die meisten Sünden, die wir tun, tun wir ja, weil wir sie schon auch bei anderen gesehen haben. Andere lästern, dann kann es ja nicht so schlimm sein, wenn wir auch ein bisschen lästern. Jemand sagt nicht ganz die Wahrheit, dann werden wir das vielleicht auch tun können. Wir orientieren uns an Menschen und nicht an Gottes Wort und leben damit einen nichtigen Lebenswandel, von den Vätern überliefert.
[19:03] Dass das Imitieren der Väter zum totalen Ruin führt, das wird deutlich aus der Apostelgeschichte. In der Apostelgeschichte 7 und dort Vers 51 und 52 hören wir die Worte von Stephanus, der in dieser außergewöhnlichen Situation vor dem Sanhedrin, erfüllt vom Heiligen Geist, quasi die gesamte Geschichte Israels zusammenfasst und auf einen Kulminationspunkt zuspitzt. In Apostelgeschichte 7, Vers 51, 52 ruft er ihnen aus, nachdem er gerade die Predigt unterbricht, die er eigentlich noch bis zu Ende halten wollte: „Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, so auch ihr. Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, die vorher das Kommen des Gerechten ankündigten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid.“
[20:03] Mit anderen Worten, es wurde von Generation zu Generation schlimmer. All die Generationen vorher haben die Propheten umgebracht, die allerdings auf den Messias hinwiesen, der jetzt von dieser Generation selbst umgebracht worden ist. Wer auf die Väter hört, gegen das Wort Gottes, wird nicht nur die Fehler der Väter wiederholen, sondern er wird die Sache immer schlimmer machen. Und der Ruin geht immer mehr bergab in den Ruin. Das Volk Israel ist genau an diesem Punkt gescheitert.
[20:39] Und genau aus dieser Zwickmühle, aus dieser Abwärtsspirale möchte uns Gott erlösen. Und das geht nicht einfach, indem er sagt: „Naja, ich drücke mal alle Hühneraugen zu und jetzt strengt euch lieber an.“ Er sagt auch nicht einfach: „Naja, ich bin so gnädig, ich kann sowieso niemanden umbringen und jetzt folgt mir doch lieber jetzt.“ Nein, Gott musste uns aus dieser Abwärtsspirale, aus dieser Gefangenschaft der Sünde, die wir uns selbst hineingebracht haben, denn Jesus sagt sehr deutlich: „Wer die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde.“ Er hat sich auf die Seite Satans gestellt und Satan hat in gewisser Weise ein Anrecht auf ihn, weil man dem Satan mehr geglaubt hat als Gott. Gott muss uns freikaufen, einen Preis bezahlen.
[21:34] Schon im Alten Testament wurde angekündigt, dass Gott das Sündenproblem nicht nur irgendwie, sondern so gründlich und so ausführlich wie möglich lösen würde. Daniel 9, Vers 24: „Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind siebzig Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünde abzutun, um die Missetaten zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weisheit zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben.“ Gott hatte verheißen, dass wenn der Messias kommen würde, wie dann in den Versen 25 und 26 ausgeführt wird, dieser Messias eine ewige Gerechtigkeit einführen würde, der das Problem der Sünde und der Übertretung und der Missetat lösen würde, sühnen würde die Missetat und damit diesen Freikauf möglich machen würde.
[22:24] Schauen wir Matthäus 20 in die Erfüllung. Matthäus 20 und dort Vers 28. Matthäus 20 und dort Vers 28: „Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ Jesus ist der Preis. Und zu behaupten, dass Gott keinen Preis hat bezahlen müssen, wäre zu sagen, dass Jesus sein Leben nicht hätte geben brauchen. Aber die Bibel sagt, Jesus hat sein Leben gegeben, nicht nur, obwohl auch, als Offenbarung seiner Liebe. Ja, das Kreuz auf Golgatha offenbart die Liebe Gottes, aber dabei bleibt es nicht stehen, sondern das Leben, das Jesus für die Menschheit gab, war ein Lösegeld, ein Preis, der bezahlt wurde, damit wir frei werden können. So sagt es die Bibel eindeutig.
[23:36] Matthäus 26 und dort Vers 28: „Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ Heute gibt es Leute, die lehren, dass Gott einfach so Sünden vergeben könnte, aber das Vergießen des Blutes hatte einen Zweck. Das Blut wurde vergossen zur Vergebung der Sünden. Es war nicht nur, auch wenn das natürlich auch der Fall war, es war nicht nur ein zusätzlicher Beweis der Liebe Gottes, sondern das Blut wurde vergossen zur Vergebung der Sünden. Das war der Zweck. Deswegen sagt Petrus, dass wir erkauft sind mit dem kostbaren Blut Jesu Christi.
[24:30] Schauen wir in Epheser 1 und dort Vers 7. „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut.“ Die Erlösung geschieht durch das Blut. Und was ist die Erlösung? Sie wird erklärt: „die Vergebung der Übertretung nach dem Reichtum seiner Gnade.“ Die Erlösung, das Lösegeld, das bezahlt wird, bedeutet, dass wir von der Sünde befreit werden. Die Vergebung der Übertretung. Er vergibt uns. Er vergibt mir. Er vergibt dir deine Übertretung. Das ist Erlösung.
[25:15] Ich weiß nicht, ob du in deinem Leben dir wirklich einmal bewusst gemacht hast, was du eigentlich alles gegen Gott rebelliert hast. Wie tief du gefallen bist und wie verloren du in dir selbst eigentlich bist. Und erst, wenn man sich einigermaßen damit vertraut gemacht hat, wie hilflos man ohne Gott ist, dann kann man die Schönheit dieses Verses, dieser Gedanken überhaupt erfassen, dass Gott uns all diese Sünden, die wir getan haben, ganz real, sie alle vergibt, weil er uns losgekauft hat durch das Blut Jesu.
[25:58] Aber er vergibt uns nicht nur die Sünden. Schauen wir, was in Offenbarung 1, Vers 5 steht. Offenbarung 1, Vers 5: „Und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut.“ Eine andere Theorie heute besagt, dass die Vergebung einfach nur eine Erklärung Gottes im Himmel ist, wo er juristisch sagt: „Jetzt bist du gerecht“, aber das ändert eigentlich in deinem Leben gar nichts. Später, wenn du dann so langsam anfängst, die Bibel zu lesen und zu beten, dann fängst du so langsam an, dich vielleicht zu verändern, aber das hat nichts damit zu tun, dass Gott dich ohnehin schon gerecht gesprochen hat. Das sagt die Bibel nicht. Sondern die Bibel sagt, dass das Blut Jesu nicht einfach nur juristisch einen Ungerechten einfach als gerecht bezeichnet, sondern Gott ist kein Lügner. Das Blut Jesu vergibt uns und es reinigt uns. Es wäscht uns von den Sünden.
[26:59] Warum ist dieses Blut so kostbar? Schaut mal in Sacharja 13 und dort Vers 7. „Schwert, erwache gegen meinen Hirten! Gegen den Mann, der mein Gefährte ist, spricht der Herr der Herrscharen. Schlage den Hirten, die Schafe werden sich zerstreuen, und ich will meine Hand den Geringen zuwenden.“ Um uns zu erlösen, um uns die Sünde vergeben zu können und um uns zu reinigen und reinzuwaschen von aller Schuld, musste Gott der Vater, wie es hier ausgedrückt wird, sein Schwert erheben gegen seinen eigenen Gefährten, gegen den Sohn Gottes, gegen Jesus. Und das bedeutete einen inneren Kampf. Das war keine Kleinigkeit. Es war nicht einfach irgendein Opfer. Gott stand gegen Gott, um uns zu erlösen. Gott der Vater hat sich gegen Jesus stellen müssen, um die verlorenen Schafe, die zerstreuten Schafe, retten zu können.
[28:34] Das Blut Jesu ist kostbar. Und wenn es schon nicht kostbar ist in unseren Augen, können wir davon ausgehen, es ist kostbar in den Augen Gottes. Das Blut Jesu werden nicht nur Einzelpersonen erworben.
[28:54] Apostelgeschichte 20 und dort Vers 28 macht deutlich, dass Gott, obwohl jeder Mensch individuell und ganz alleine für sich gerettet wird, trotzdem immer im Blick hatte, dass die Geretteten Gemeinschaft bilden. Apostelgeschichte 20 und dort Vers 28: „So habt nun Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.“ Gott hat die Gemeinde erworben durch sein eigenes Blut.
[29:33] Und dieses Blut Jesu hat eine gewaltige Wirkung. Wie wäscht es uns? Schauen wir in Hebräer 9 und dort Vers 14. Ganz kraftvoller Vers, der mir persönlich sehr viel schon geholfen hat. „Wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt.“ Das Blut reinigt, es reinigt das Gewissen, wäscht das Gewissen rein, weil dann mit einem reinen Gewissen kann man Gott dienen. Wenn man mit einem unreinen Gewissen, mit einem Schuld beladen, dann wird der Dienst zu Gott zu einer Qual, weil man das Gefühl hat, etwas tun zu müssen, um Gott gnädig zu stimmen. Erst, wenn das Gewissen reingewaschen ist durch das Blut Jesu, dann kann man Gott überhaupt erst wirklich dienen, weil man dann weiß, dass man mit Gott zusammenarbeitet, dass man mit Gott zusammen auf einer Seite steht. Getragen und erhalten durch Gott.
[30:45] Es heißt bei Petrus, dass Jesus für uns gestorben ist wie ein Lamm. Wir haben nicht die Zeit, all die Verse anzuschauen. Im Sendemanuskript könnt ihr sie nachvollziehen. Das Lamm ist ein Symbol, das in der Bibel ganz oft erwähnt wird. Das Passalam, das Symbol der Freiheit von der Knechtschaft. Die Israeliten wussten, dass Blut des Lammes öffentlich an die Türpfosten gestrichen. Das war das Zeichen der Freiheit. Jesus wird in Jesaja 53, Vers 7 als das Lamm bezeichnet, dass sein Mund nicht aufmachte, dass nicht protestierte, als es zur Schlachtbank geführt wird. Johannes der Täufer in Johannes 1, Vers 29 und auch Vers 36 rief aus: „Siehe, das Lamm Gottes!“ und damit bezog er sich auch zurück auf die Geschichte in 1. Mose 22, als Abraham damals unwissentlich prophetisch ausrief: „Gott wird sich ein Lamm zum Brandopfer ersehen.“ Und der Widder, der dort im Gebüsch war, war nicht das Lamm, von dem Abraham gesprochen hat. Das ist ihm dann auch aufgegangen. Es würde ein Lamm kommen, das Lamm, das Gott sich ersieht. Das Lamm Gottes.
[31:53] Weil wir erkauft sind durch das Blut Jesu. Weil Jesus sein eigenes Leben eingesetzt hat. Sein eigenes, völlig reines, von Sünde unbeflecktes Leben gegeben hat. Weil er sich freiwillig in die Hände Satans begeben hat, damit wir frei gehen können. Weil er unseren Platz eingenommen hat und die Strafe für die Sünde getragen hat. Weil er sich unter das gerechte Gericht Gottes gestellt hat, damit wir dieses nicht erleben brauchen.
[32:27] So wie wir uns für Jesus als unseren Erlöser entscheiden. Dieser Jesus, wenn wir das anerkennen, dann wird das unser Leben ändern. Ganz radikal.
[32:39] In 1. Korinther 6, und dort Vers 20. 1. Korinther 6, und dort Vers 20: „Denn ihr seid teuer erkauft. Darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören.“ Wer das begriffen hat, wird automatisch mit seinem Körper, das heißt mit seiner Gesundheit, mit seinem Lebensstil und mit seinem Denken Gott dienen. Wer das Pferd von andersrum aufzäumen will, wer erst versucht, einen guten Lebensstil zu haben, in der Hoffnung, irgendwann Gott damit gefallen zu können, der wird Schiffbruch erleiden. Wir müssen diese einfache, aber so tiefgründige Wahrheit von der Rechtfertigung aus dem Glauben, durch die Reinigung von den Sünden, durch das Blut Jesu so gründlich verstehen. Weil, wenn wir sie gründlich verstanden haben, werden wir automatisch Gott dienen wollen. Wir werden automatisch eine Liebe im Herzen haben. Denn der Heilige Geist, der das unserem Herzen bewirkt, der bringt auch die Liebe Gottes mit sich, sodass wir anderen dienen wollen, sodass wir natürlich vor unserem Körper sorgen werden. Man wird dann niemanden mehr motivieren müssen, die Dinge zu tun, die in der Bibel stehen. Denn wenn wir Gott lieben, werden wir seine Gebote halten.
[33:43] In Offenbarung 14 finden wir ganz am Anfang, zum Ende dieser großen Prophetie-Kette mit dem Tier aus dem Meer und dem Tier aus der Erde und dem Malzeichen des Tieres und dem Bild des Tieres, finden wir die 144.000. So viel ist über sie gesagt und geschrieben worden. Wie viele wollen Teil der 144.000 sein? Viele glauben, dass sie eine bestimmte Lehre annehmen müssen, dass sie vielleicht durch besonders angestrengt leben müssen, ein heiliges Leben. Aber die Bibel offenbart uns, was das Kennzeichen der 144.000 sind.
[34:13] In Vers 1 heißt es: „Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion, und mit ihm 144.000, die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben.“ Die 144.000 sind dort, wo Jesus ist. Und zwar nicht nur Jesus einfach als der Engel, wie auch manchmal in Offenbarung geschrieben wird, der eine Botschaft hat. Nicht nur der Jesus, der als Hohepriester seinen Dienst im himmlischen Heiligtum durchführt. Nicht nur Jesus als der Erzengel Michael, sondern Jesus als das Lamm. Die 144.000 gehören zu den 144.000, weil sie Jesus als ihren persönlichen Erlöser angenommen haben, weil für sie das Lamm Gottes zentral ist. Nicht nur einer von 28 Glaubenspunkten, den man natürlich auch glaubt, bevor man zu den spannenderen Dingen kommt, sondern der entscheidende Punkt, das entscheidende Fundament, auf dem alles andere aufbaut.
[35:10] Dazu müssen wir noch mehr sagen. 1. Petrus 2, und dort Vers 21 und 22. Petrus macht erneut hier eine großartige Aussage über Jesus und sein Tod auf Golgatha. „Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten hat und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt.“ Als Jesus vor uns gestorben ist, war das kein Zuckerschlecken. Der Tod Jesu beinhaltete echtes, wirkliches Leiden. Körperlich und noch mehr mental, geistlich. Und die Bibel sagt uns, dass in einem gewissen Grade, nicht im vollen Umfang, weil das wäre ja unmöglich, aber im gewissen Grade, wir Teilhaber dieses Leidens werden. Wer Jesus nachfolgt, wird darum nicht herumkommen. Wir sollen seinen Fußstapfen nachfolgen.
[36:22] Und dann der nächste Vers, interessant, weil er gerade auf diesen Gedanken folgt, dass wir in seinen Fußstapfen nachfolgen. Da heißt es nämlich, zitierend aus Jesaja 53: „Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden.“ Wie gesagt, im Vers vorsteht, wir sollen seinen Fußstapfen nachfolgen. Diese Idee scheint erstmal ziemlich gewaltig. Seinen Fußstapfen nachfolgen, und dann ist die Frage: Ja, worin denn? Im nächsten Vers heißt es: „Er hat keine Sünde getan, und in seinem Mund ist kein Betrug gefunden worden.“
[37:03] Und dass diese beiden Verse wirklich zusammen gehören, beweist wiederum die Offenbarung. Denn von den 144.000 wird genau das gesagt. In Offenbarung 14, und dort Vers 4 und 5, da heißt es: „Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich, rein. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Sie folgen seinen Fußstapfen.“ Und was ist die Folge? „Diese sind aus den Menschen erkauft worden, als Erstlinge für Gott und ihr Lamm, und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden, denn sie sind unsträflich vor dem Thron Gottes.“
[37:40] Die 144.000, dieser Abschnitt hier zeigt, dass wenn 1. Petrus 2, diese beiden Dinge kombiniert: den Fußstapfen Jesu folgen, und dann er war ohne Sünde, und ohne Falschen in seinem Mund, dann zeigt das, dass das Blut Jesu, nicht unsere Kraft, nicht unsere Anstrengung, sondern das Blut Jesu, das Lamm Gottes, dass das mehr vermag, als wir manchmal uns vorstellen können.
[38:12] Das Blut Jesu ist nicht nur Vergebung des alten Lebens vor der Taufe, sondern das Blut Jesu vergibt auch in der Gegenwart, und das Blut Jesu reinigt in der Gegenwart, und das Blut Jesu gibt Kraft, ein Leben zu leben, das Gott wohlgefällig ist.
[38:37] In 1. Johannes 2, Vers 1 wird uns Gottes Wunsch für unser Leben offenbart, und heißt es: „Meine Kinder, die schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, dem Gerechten.“ Die Bibel lehrt nicht, dass ein Mensch, wenn er dann einmal gesündigt hat, oder nochmal gefallen ist, oder verloren ist, nein, nein, nein, nein. Aber die Bibel lehrt, dass wir mit jeder Sünde zu Jesus kommen können, ja, kommen müssen. Denn nur bei Jesus kann diese Sünde wieder gereinigt werden. Wer die Sünde behält, in dem wird diese Sünde wieder den Krebs auslösen, der zum Verderben führt. Aber wer die Sünde, selbst wenn er sie getan hat, wieder zu Jesus bringt, der darf erfahren, was in 1. Johannes 1, Vers 9 steht: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
[39:34] Auch hier sehen wir, dass Vergebung und Reinigung gleichzeitig stattfinden. Vers 7: „Wenn wir aber im Licht wandeln, wer im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Heute gibt es Menschen, auch im Volke Gottes, die zum Teil den Eindruck haben, das Blut Jesu würde nicht reinigen. Aber die Bibel ist sehr eindeutig, dass Blut Jesu reinigt.
[39:58] Schauen wir noch einen Gedanken an, in 1. Petrus, Kapitel 2, und dort Vers 23. 1. Petrus 2, und dort Vers 23. Da heißt es über Jesus: „Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder. Als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet.“ Von diesem Gedanken heißt es im Hebräerbrief, dass wir ihn durchdenken sollten, dass wir darüber nachdenken sollten, denn das würde uns helfen.
[40:26] Schaut mal in Hebräer 12, und dort Vers 3. „Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert.“ Das Geheimnis gegen geistliche Ermüdung, das Geheimnis gegen geistliche Mutlosigkeit, ist nach diesem Vers das Nachdenken über Jesus am Kreuz, wie er die Schmach, die Schande für nichts erachtet hat und seine Augen auf die Herrlichkeit gerichtet hatte, von der er im Glauben – denn am Kreuz hatte er dieses Wissen, war ihm nicht mehr so klar. Wir wissen, dass er nicht mehr durch die Pforten, die Tore des Grabes sehen konnte – aber im Glauben hat er sich daran festgehalten, was der Vater ihm versprochen hatte. Und so hat er all das Leid erduldet, all die Schmähung, die Schande, die Ungerechtigkeit erduldet. Und Jesus sagt uns, wenn wir darüber nachdenken, über Jesus am Kreuz, wer dort hängt und gerecht inmitten dieser Ungerechtigkeit alles über sich ergehen lässt, wenn wir nachdenken, dann bekommen wir Kraft für unseren Kampf, von dem in Vers 1 die Rede ist, den wir mit Ausdauer laufen sollen, indem wir jede Last und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, ablegen sollen.
[41:39] Schauen wir in 1. Petrus 2 und dort Vers 24. 1. Petrus 2 und dort Vers 24. Es heißt hier: „Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, und wir den Sünden gestorben der Gerechtigkeit leben mögen. Durch seine Wunden seid ihr geheilt worden.“ Dieser Vers ist äußerst interessant. Die Bibel lehrt nicht nur, dass wir Vergebung für die Sünden bekommen, sondern dass wir durch den Kreuzestod Jesu den Sünden abgestorben sein sollen. Paulus bringt es an anderer Stelle so interessant auf den Punkt, als er im Galaterbrief sagt, im Galater 2 Vers 20: „Ich bin mit Christus gekreuzigt.“ Er sagt, mein alter Mensch, der hängt mit Jesus am Kreuz. Wir haben getauscht. Er ist für mich am Kreuz gestorben, und ich lebe sein Leben, sein neues Leben. „Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nun lebe ich, aber ich lebe nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“
[43:05] Die Frage, die wir uns stellen müssen, lieber Freund, liebe Freundin, ist die: Glauben wir, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, oder sind wir mit Christus gekreuzigt? Ist unser alter Mensch mit Christus gekreuzigt? Denn solange der alte Mensch nicht mit Christus gekreuzigt ist, können wir nicht wirklich mit Christus leben.
[43:28] Paulus macht das sehr deutlich in Römer 7, in einem sehr interessanten Gleichnis. Schauen wir mal in Römer 7, und dort ab Vers 1. „Oder wisst ihr nicht, Brüder? Denn ich rede ja mit Gesetzeskundigen, dass das Gesetz nur so lange mit den Menschen herrscht, wie er lebt. Denn die verheiratete Frau ist durch das Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn aber der Mann stirbt, so ist sie von dem Gesetz des Mannes befreit. So wird sie nun bei Lebzeiten des Mannes eine Ehebrecherin genannt, wenn sie einem anderen Mann zu eigen wird. Stirbt aber der Mann, so ist sie vom Gesetz frei, sodass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie einem anderen Mann zu eigen wird. Man kann nur einen Mann gleichzeitig haben als Frau. Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, damit ihr einem anderen zu eigen seid, nämlich dem, der aus den Toten auferweckt worden ist, damit wir Gottes Frucht bringen. Denn als wir im Fleisch waren, da wirkten in unseren Gliedern die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz sind, um dem Tod Frucht zu bringen. Jetzt aber sind wir vom Gesetz frei geworden, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, sodass wir im neuen Wesen des Geistes dienen und nicht im alten Wesen des Buchstabens.“
[44:31] Paulus sagt: Solange mein altes, sündiges Ich lebt, bin ich mit ihm verheiratet. Aber wenn mein altes, sündiges Ich tot ist, wenn es stirbt, dann kann ich Christus dienen. Da sind zwei Ehemänner. Der eine, der Zweite, mit dem wir eigentlich verheiratet sein sollen, das ist Christus. Mit Christus wollen wir leben, mit Christus sollen wir leben, aber wir können mit Christus erst leben, wenn das sündige Ich, das bis dahin die Oberherrschaft in unserem Leben gehabt hat, wenn das stirbt, dann kann ich gleichzeitig zwei Herren dienen. Deswegen sagt auch Petrus, dass wir den Sünden gestorben sind, dem alten, sündigen Leben, in dem das eigene Ich, die rebellische Oberherrschaft über das Leben hatte, das muss ans Kreuz. Mit Christus gekreuzigt. Und aller Stolz, aller Eigenwille hängt dann dort am Kreuz. Deswegen sagt Paulus: Wo bleibt dann das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Denn nun lebt man allein durch den Glauben und Christus lebt in uns.
[45:43] Zum Schluss in 1. Petrus 2 Vers 25 heißt es: 1. Petrus 2 und dort Vers 25: „Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen.“ Auch wieder ein Zitat, eine Paraphrase aus Jesaja 53. „Jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen.“ Der Herr ist mein Hirte. Kannst du das von Herzen sagen? Dass du auf seine Stimme hörst, weil du weißt, dass er der gute Hirte ist, so wie es Hesekiel 34 uns zeigt, wie Johannes 10 uns zeigt. In Hesekiel 34 lesen wir, dass Gott der gute Hirte ist. In Johannes 10 sagt Jesus, dass er der gute Hirte ist. Ein Beispiel dafür, dass Jesus Gott ist.
[46:33] Wir haben noch mehr Texte, die wir heute aber hier nicht mehr schaffen, die ihr im Sendemanuskript nachlesen könnt. Die Auferstehung, die mindestens genauso wichtig ist, aber ihr dann selbst hier studieren könnt. Ich möchte schließen mit einem Vers, nicht aus dem Petrus, sondern aus dem Hebräerbrief. In Hebräer 13 und dort Vers 20 und 21: „Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes. Er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
[47:24] Möge das deine Erfahrung sein, dass durch das Betrachten von Jesus, durch das Nachdenken über diese scheinbar so einfachen Grundwahrheiten, die doch so tiefgründig sind, die Grundwahrheit des Todes Jesu und seiner Auferstehung, dass wir durch das Blut des ewigen Bundes reingewaschen werden, dass wir Vergebung erfahren, dass wir Tag für Tag erfüllt werden mit dem Heiligen Geist, dass er uns völlig ausrüste, damit wir das tun, was sein Wille ist, indem er nämlich in uns bewirkt, was er möchte, was ihm wohlgefällig ist, und zwar durch Jesus Christus. Es ist dein Wunsch, Jesus auf diese Weise nachzufolgen, ihn als deine einzige Hoffnung, das einzige Fundament deines Glaubens anzunehmen, dass deine ganze Hoffnung auf das Blut Jesu, dieses kostbare Blut Jesu beruht und er dich so reinwaschen kann, dass du einmal die Erfahrung machst, dass deine Kleider weiß gewaschen worden sind, im Blut des Lammes. Gott segne deine Entscheidung und das Festhalten an dieser Entscheidung.
[48:37] In der nächsten Woche wollen wir hier weiter studieren und uns dann an dem zweiten Petrusbrief beschäftigen. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.