[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.jmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt wie immer allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort.
[0:49] Wir sind dabei, ein ganz besonderes Thema zu studieren: Gottes Liebe und Gerechtigkeit. Wir wollen seine Charaktereigenschaften, sein Wesen besser verstehen, um ihn dadurch als unseren Schöpfer, König, Erlöser und Freund besser kennenzulernen.
[1:13] Heute, in dem dritten Thema, mit dem wir uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 18. Januar, geht es darum, Gott wohlgefällig zu sein. Wir wollen uns die Frage stellen: Woran hat Gott Freude? Gibt es Dinge, die ihn tatsächlich wirklich erfreuen, die er gern hat?
[1:44] Bevor wir dieses Thema in der Bibel uns anschauen, möchten wir ihn einladen, dass er unsere Gedanken leitet, dass er uns zeigt, was vor ihm wohlgefällig ist, was ihm Freude macht, was er gerne hat. Ich lade dich ein, dass wir mit diesem Gebet starten.
[2:07] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen dürfen. Und danke, dass du ein Ohr für uns hast. Danke, dass du Freude daran hast, uns Gnade zu schenken, und dass es dir gefällt, uns eine Chance zu geben. Danke, dass du an unseren Herzen wirkst. Danke, dass du uns lieb hast, dass du uns nicht aufgibst und dass du Geduld mit uns hast. Wir möchten dich bitten, dass wir heute durch das Bibelstudium dich und dein Wesen und dein Wort noch besser kennenlernen, dass wir dir noch näher kommen, dass dein Wort in unserem Herzen wirkt. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir lernen, mit allem, was wir sind und haben, dir wohlgefällig zu sein. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[3:18] Eine der vielleicht berühmtesten Geschichten in der Bibel, die uns insbesondere zeigen, wie Gott ist und wie er denkt, ist das berühmte Gleichnis, das Jesus in Lukas 15 erzählt: das Gleichnis vom verlorenen Sohn.
[3:39] Wir beginnen in Lukas 15 und dort in Vers 11 und 12. Jesus sagt hier folgendes: „Und der sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater: Gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt, Vater.“ Und er teilte ihnen das Gut.
[4:00] Dieser Sohn nennt seinen Vater „Vater“, aber behandelt ihn nicht so wie einen Vater. Das Erbe bekam man damals, so wie auch heute, wenn der Vater, wenn die Eltern tot sind. Das Erbe zu verlangen, während der Vater noch lebte, bedeutete, ihn so zu behandeln, als wäre er schon tot. Der Sohn nennt ihn Vater, aber behandelt ihn nicht so. Wie viele von uns reden zu Gott und sagen zu ihm „Vater“, aber wir behandeln ihn nicht so, wir behandeln ihn so, als wäre er tot.
[4:42] Wir wollen einfach unser Leben selbst leben. Interessant ist, dass es hier heißt: „Und er teilte ihnen das Gut.“ Der Vater gibt diesem unverschämten Sohn, was er haben möchte.
[5:06] Vers 13: „Und nicht lange danach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Vermögen mit ausschweifendem Leben.“
[5:17] Der Sohn ist alleine ohne den Vater gar nicht in der Lage, das Erbe sinnvoll zu nutzen. Er vergeudet es. Er will einfach schnell den Lustgewinn, er will einfach schnell Spaß haben, Party feiern. Später heißt es in Vers 30, dass er das Gut des Vaters mit Huren vergeudet hat.
[5:44] Verschleudert alles. Das Erbe ist bald weg. Vers 14: „Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und auch er fing an, Mangel zu leiden.“
[5:58] Die Krise trifft ihn unvorbereitet. Er steht ohne Mittel da, und er versucht mit dem, was er denken kann und sich überlegen kann, dieser Situation Herr zu werden. Er versucht, menschliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
[6:12] Vers 15: „Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes, der schickte ihn auf seine Äcker, die Schweine zu hüten. Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, welche die Schweine fraßen, und niemand gab sie ihm.“
[6:39] Menschliche Hilfe? Fehlanzeige. Er darf zwar dort arbeiten, aber bekommt nicht das, was er braucht. Er wird ausgenutzt. Und wie oft haben wir das erlebt, dass wir Gottes Segnungen vergeudet haben und dann in der Krise uns an Menschen gewandt haben in der Hoffnung, dass andere uns aus der Patsche helfen, um nur festzustellen, dass Menschen nicht wirklich so helfen können oder wollen, wie wir es eigentlich benötigen.
[7:16] Vers 17: „Er kam aber zu sich selbst.“ So, als ob er vorher wie unter einer Verneblung gestanden hat, unter einer Verblendung. Die Sünde verblendet uns.
[7:28] Die Sünde verdunkelt uns den Blick. Sie führt dazu, dass wir nicht erkennen, wie unser Vater wirklich ist. Wir glauben, dass wir einen großen Gewinn haben, wenn wir ohne Gott leben, wenn wir einfach die Dinge machen, auf die wir gerade Lust haben. Wir glauben, dass das uns großen Lustgewinn gibt.
[7:54] In Wirklichkeit macht es uns leer, ausgezerrt, arm, blind, nackt, elend, erbärmlich – all das, was Offenbarung Kapitel 3 beschreibt.
[8:08] Vers 17: „Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber verderbe vor Hunger!“
[8:25] Er erkennt, dass selbst ein Tagelöhner, jemand, der keine direkte, keine enge Beziehung zu seinem Vater hat, dass der bei dem Vater besser lebt als er, der sich von seinem eigenen Vater getrennt hat.
[8:41] Und er versteht: Es ist ein Segen, wenn man in der Nähe des Vaters lebt.
[8:51] Vers 18: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“
[9:00] Dieses Wissen, dass es ihm bei seinem Vater, selbst wenn er, selbst obwohl er so viel Schlimmes getan hat, dass es bei seinem Vater ihm besser gehen würde als ohne seinen Vater – dieses Wissen von der Güte des Vaters führt ihn zur Reue.
[9:43] Römer 2 Vers 4: „Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?“ Indem sich der Sohn daran erinnert, wie gut es ihm beim Vater ging und wie gut es auch jetzt Menschen geht, die bei diesem Vater sind, und wie gut es ihm wahrscheinlich auch gehen würde, oder wie gut es ihm gehen würde, wenn er beim Vater wäre – dieses Bewusstsein, was ihm der Vater geben könnte, führt ihn zu einer echten Reue.
[10:20] Es gibt Leute, die diese Geschichte angeschaut haben und gedacht haben: „Na ja, dieser Sohn hat keine echte Reue, er geht einfach wieder zurück zum Vater.“ Aber das stimmt nicht, denn wir sehen hier in Vers 18, wie er sagt: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“
[10:43] Diesem Sohn wird plötzlich angesichts dessen, dass er seine Realität vergleicht mit dem guten Charakter seines Vaters, das führt ihn zu einer Erkenntnis seiner Sünde und zu echter biblischer Reue, zu einem Bekenntnis.
[11:02] „Ich habe gesündigt.“ Wenn der Charakter Gottes so dargestellt wird, wie er wirklich ist, dann führt das einen Sünder immer dazu, dass ihm auffällt, dass er Sünder ist und dass er Hilfe braucht und dass er zum Vater gehen möchte, nicht einfach nur um Brot zu haben, sondern um sich zu entschuldigen, um Buße zu tun, um ein Bekenntnis abzulegen.
[11:36] Vers 19: Weiter sagt dieser Sohn: „Und ich bin nicht mehr wert, deinen Sohn zu heißen. Mache mich zu einem deiner Tagelöhner.“ Er glaubt, seinen Wert, seinen Rang, seinen Status als Kind verloren zu haben, weil er ja seinen Vater behandelt hat, als wäre er tot.
[11:57] Aber er würde trotzdem gern beim Vater sein, auch wenn er nicht mehr Kind sein kann, wie er glaubt, auch wenn er nicht mehr ein Sohn ist, wie er denkt, möchte er trotzdem beim Vater sein. Denn selbst dem Tagelöhner geht es besser. Lieber ein Tagelöhner bei dem Vater als verloren bei den Schweinen.
[12:13] Und so macht er sich auf. Vers 20 sagt: „Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater.“
[12:21] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du heute merkst: „Ich sitze bei den Schweinen, ich habe Gott behandelt, als wäre er nicht da. Ich habe zwar zu ihm Vater gesagt, aber mein Leben hat ausgesagt, dass er eigentlich tot ist.“ Wenn du heute merkst: „Als ich eng mit Gott gelebt habe, ging es mir besser als jetzt.“ Wenn du siehst, dass die Menschen, die wirklich mit Gott leben, einen größeren Frieden, eine größere Freude im Leben haben, einen größeren Segen, dann folge dem Beispiel dieses Sohnes: Mach dich auf, komm zu dir selbst, erkenne, wo du bist, erkenne, wo du sein kannst, erkenne, was Gott, dein Vater, für dich vorbereitet hat.
[13:17] Er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Und es heißt hier: „Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen, und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“
[13:29] Dieses so unglaublich tolle Gleichnis kann, weil es ja nur ein Gleichnis ist, nicht einmal bis in die letzte Konsequenz all das ausdrücken, was eigentlich Gottes Liebe ausmacht. Denn während hier der Vater ihn von Ferne sieht, ist die Wahrheit die, dass der Vater uns nicht nur von Ferne sieht, sondern dort, wo wir sind, schon an unserem Herzen wirkt. Er zieht uns.
[13:55] Jeremia 31 und dort Vers 3: „Von Ferne her ist mir der Herr erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.“
[14:09] Es ist nicht der Verdienst des Sohnes, beim Vater wieder zu sein. Es ist eigentlich der Vater – das kann man diesem Bild gar nicht mehr so richtig ausdrücken – es ist der Vater, der mit seiner Liebe den Sohn zu sich zieht.
[14:28] Das Bewusstsein, die Erkenntnis der Liebe des Vaters, das führt dazu, dass er wieder zu sich kommt. Und er geht eigentlich nicht, weil er sich aufmacht, sondern weil der Vater ihn zieht. So ist es jedenfalls in der Realität mit Gott, dem Vater, und uns, weil der Vater uns zieht.
[14:46] Jesus hat einmal gesagt in einem wunderbaren Wort in Johannes Kapitel 12 und dort in Vers 32 – steht nicht im Sendemanuskript, aber können wir trotzdem hier lesen – Johannes 12 Vers 32: „Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin“ – sprich, wenn er gekreuzigt ist – „und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“
[15:14] Die Liebe des Vaters, die sich offenbart darin, dass Jesus am Kreuz von Golgatha sein Leben für dich und mich gibt, damit der Vater uns wieder zu sich nehmen kann – diese Liebe zieht uns zu ihm.
[15:34] Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen, und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Damals konnte man nicht so ohne Weiteres laufen. Männer hatten lange, lange Gewänder an, die zum Teil bis weit unter die Knie reichten. Um zu laufen, musste man diese Gewänder hochnehmen, aber das wiederum galt eigentlich als Schande. Als der Vater ganz am Ende des Horizontes seinen Sohn sieht, kümmert es ihn nicht, was die anderen Bewohner des Dorfes und der Ortschaft sagen würden. Er fragt sich nicht, was die Nachbarn denken. Er ist bereit, sich zum Spott machen zu lassen, sozusagen, um so schnell wie möglich bei seinem Sohn zu sein.
[16:29] Lieber Freund, liebe Freundin, Gott der Vater, Jesus, der Heilige Geist, möchten unbedingt mit dir Gemeinschaft haben. Jesus war bereit, Schande und Schmach zu erdulden, damit er so schnell wie möglich bei dir sein kann.
[16:59] Der Vater war bereit, diesen Preis zu bezahlen, damit er dir vergeben kann. Der Vater hat Erbarmen. Er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Nein, dieser Vater steht nicht auf der Schwelle des Hauses und sagt: „Jetzt bin ich mal gespannt, wie gut deine Entschuldigung ist.“ Der Sohn hat noch nicht einmal ein Wort gesagt, er hat nicht eine Rede gehalten, wo der Vater sagen konnte: „Okay, das hat mich überzeugt.“ Der Sohn muss den Vater nicht überzeugen. Der Vater liebt den Sohn und freut sich, dass er zurückgekommen ist. Lieber Freund, liebe Freundin, Gott schaut nicht unsere Gebete an und guckt, ob sie gut formuliert waren, um uns dann eventuell zu vergeben. Er freut sich über jede Regung unseres Herzens, die er sehen kann, die uns wieder dahin führt, zu ihm zu kommen. Jeder Schritt in seine Richtung, jeder Gedankengang zu ihm hin, jede Wendung zu ihm ist ein Grund für ihn, sich zu freuen. Und er umarmt und sagt: „Ja, komm zu mir!“ Lieber Freund, liebe Freundin, das gilt für dich und das gilt für mich. Wir müssen uns nicht fragen, ob unsere Gebete gut genug waren, ob unsere Buße tief genug war, damit Gott sie endlich annehmen kann. Jeder Hinweis, den wir durch unser Verhalten, durch unsere Gedanken, durch unser Herz geben, dass wir bei ihm sein wollen, registriert er. Ja, er ist derjenige, der es eigentlich initiiert, und wenn wir uns nicht weigern, weil wir unbedingt in Rebellion bleiben wollen, dann wird seine Liebe uns zu ihm ziehen.
[18:38] Lass uns seine Liebe nicht ignorieren.
[18:44] Aber der Sohn hatte Worte mitgebracht, obwohl der Vater ihn letztlich ja schon durch sein Verhalten, dass er auf ihn zugelaufen ist, ihn gedrückt hat, ihn geküsst hat, gezeigt hat, dass er sich so sehr freute, dass er zurückgekommen ist. Trotzdem hat der Sohn sich etwas überlegt, was er sagen will.
[19:08] Vers 21: „Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater!“ Er nennt ihn Vater, und das ist interessant, weil er jetzt gleich sagen möchte, dass er nicht mehr würdig ist, sein Sohn zu sein. Aber ganz tief in seinem Herzen weiß er: Das ist mein Vater. „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“
[19:22] Er bekennt seine Sünde. Er kommt nicht einfach und sagt: „Ja, ich weiß, dass du mich liebst, du musst mich lieb haben, es gibt heute die, die diese falsche Theologie, dieses falsche Evangelium predigen, dass man einfach nur zum Vater kommen muss, sagen: Ich weiß, dass du mich liebst, und du musst mir vergeben, und das nehme ich jetzt einfach in Anspruch.“ Nein, nein, nein, nein, nein, das ist eine falsche Theologie, ein falsches Evangelium.
[19:40] Der Sohn bekennt seine Sünden. Er ist niedergeschlagen, er ist wirklich zerknirscht. Sein Herz ist ihm gebrochen, weil er weiß, er hat seinen guten Vater so traurig gemacht.
[19:54] Der Sohn aber sprach zu ihm: „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen.“
[20:10] Er wollte noch mehr sagen. Er hatte sich vorgenommen, in Vers 19 lesen wir das, wo es heißt: „Und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen. Mache mich zu einem deiner Tagelöhner.“ Das wollte er sicherlich sagen, doch der Vater lässt ihn nicht und unterbricht ihn.
[20:25] In Vers 22, nachdem der Sohn gesagt hat: „Ich bin nicht mehr wert und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen“, heißt es aber: „Der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt das beste Festgewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an die Füße. Und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein!“
[20:55] Der Vater nimmt ihn nicht nur als einen Sohn zurück, er stellt ihn völlig wieder her, so als ob er nie weggelaufen wäre.
[21:11] Lieber Freund, liebe Freundin, Gott vergibt nicht nur, er stellt wieder her.
[21:20] In 5. Mose Kapitel 30, ein wunderbares Kapitel – wir haben den Vers jetzt nicht im Sendemanuskript, aber lass uns ihn trotzdem lesen – in 5. Mose 30 da heißt es in Vers ab Vers 1: „Es wird aber geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der HERR, dein Gott, verstoßen hat, und wenn du umkehrst zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.“
[21:54] Das ist die Geschichte vom verlorenen Sohn. Wenn es uns reut, wenn wir auf Gottes Stimme hören, wenn wir umkehren wollen, Vers 3: „So wird der HERR, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen.“ Der Vater sah ihn und hatte Erbarmen, heißt es in Lukas 15. „Und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der HERR, dein Gott, zerstreut hat. Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wirst“ – in Lukas 15, „und wenn du auch bis an den Schweinetrog verstoßen bist“ – „so wird doch der HERR, dein Gott, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen.“
[22:33] Hier haben wir diese Idee: Der Vater wartet nicht nur, bis wir kommen, er kommt eigentlich zu uns und holt uns zu sich.
[22:42] Dieser Sohn hatte Segen erlebt im Haus seines Vaters. Er hatte Fluch erlebt, als sein Vater verloren hat, als er so getan hat, als wäre sein Vater tot. Er hatte Fluch erlebt, er war abgestürzt, die Krise war gekommen, er war am Schweinetrog, und der Vater hat ihn dort geholt mit seiner Liebe und seiner Güte.
[23:04] Und dann heißt es hier in Vers 5: „Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land zurückbringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es in Besitz nehmen, und er wird dir Gutes tun und dich mehren – Achtung! – mehr als deine Väter.“
[23:19] Der Knochen, der zerbricht, wächst zusammen, und an der Stelle, wo er zusammenwächst, wird er stärker, als er vorher gewesen ist. Liebe Freunde, ich weiß aus eigener Erfahrung: Gott stellt wieder her.
[23:33] Das ist ein Wunder, für das wir nichts, keinen Verdienst, keine Leistung, nichts irgendwie geltend machen können. Aber er stellt so her, dass wir eine noch engere Beziehung zu ihm haben als jemals zuvor. Die biblische Geschichte ist nicht Segen und Fluch. Die biblische Geschichte ist Segen und Fluch und Wiederherstellung auf ein Niveau, das das des ursprünglichen Segens noch übertrifft.
[24:15] Das beste Festgewand, ein Ring, Schuhe an die Füße, das gemästete Kalb, ein Freudenfest! Der Vater freut sich, weil sein Sohn zurückgekehrt ist.
[24:26] Lieber Freund, liebe Freundin, Gott freut sich, wenn du zu ihm zurückkehrst. Gott freut sich, wenn du die Sünde aufgibst. Er hat Freude daran, Gnade walten lassen zu können.
[24:33] In Micha – das nicht im Sendemanuskript, aber auch das eine tolle Stelle – in Micha Kapitel 7 Vers 18 heißt es: „Wer ist ein Gott wie du?“ So etwas gibt es in den anderen Religionen nicht. „Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt? Der seinen Zorn nicht alle Zeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat.“
[25:03] Gott freut sich, wenn er dir und mir vergeben kann. Es ist nicht eine lästige Pflicht für ihn, nicht etwas, was er tun muss und eigentlich nicht will. Gott freut sich, wenn du zu ihm zurückkommst. Er möchte dir vergeben, er möchte dich wiederherstellen, er möchte dir und mir Gutes tun.
[25:26] Amen. Vers 24: Die Begründung ist enorm interessant. Er sagt, warum er sich so freut, er sagt, warum er all diesen...
[25:30] freut. Er sagt, warum er all diesen Aufwand betreibt, um seinem Sohn deutlich zu machen: Du bist mein Sohn.
[25:36] Vers 24: „Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden.“
[25:45] Ist es nicht interessant? Der Sohn behandelte den Vater, als wäre er tot. In Vers 12 hatte er dem Vater gesagt: „Gib mir das Erbe.“ Der Sohn behandelte den Vater, als wäre er tot, aber in Wirklichkeit war es der Sohn, der dadurch tot war.
[26:10] Wenn wir so leben, als wäre Gott tot, sind wir geistlich tot.
[26:21] Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden. Halten wir fest: Der Vater hat zu keinem Zeitpunkt den Gedanken gehabt, dass dieses Kind nicht sein Sohn ist. Dieser Sohn blieb sein Sohn. Aber Achtung: Dieser Sohn war tot! Der Vater sagt nicht: „Na ja, mein Sohn hat ein paar Kapriolen geschlagen. Jeder macht mal einen Fehler. Nobody is perfect. Na ja, da schwamm drüber.“ Nein, das sagt er nicht. Er sagt nicht: „Ja, aber sowieso die ganze Zeit mein Sohn, da hat sich eigentlich nicht groß was verändert.“ Nein, das sagt er nicht. Er sagt: „Er war mein Sohn, aber er war tot.“
[27:00] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir in Rebellion zu Gott leben, sind wir immer noch seine Kinder, aber tote Kinder. Gott hört nicht auf, uns zu lieben, aber solange wir tot sind, kann die Liebe Gottes uns nichts nützen. Solange wir in einem fernen Land fern von ihm sind, kann die Liebe Gottes uns nicht nützen. Die Tatsache, dass wir dann Sohn sind, nützt uns nichts.
[27:33] Der Sohn muss wieder lebendig werden. Der verlorene Sohn muss wieder gefunden werden.
[27:42] Es ist falsch, wenn man dieses Gleichnis so liest, dass man sowieso die ganze Zeit Sohn ist und egal, ob man jetzt gerade in der Rebellion ist oder bei Gott, am Ende ist man immer Sohn und man muss einfach nur diese Liebe in Anspruch nehmen. Das ist nicht, was es sagen möchte.
[27:58] Er möchte sagen, dass wir tatsächlich immer Sohn sind, aber nur dann kann Gott sich über uns freuen, wenn wir auch ein lebendiger Sohn sind, eine lebendige Tochter, wenn wir bei ihm sind. Denn dann kann die Liebe, die sonst, wenn wir in der Rebellion sind, immer nur einseitig auf uns einwirkt, dann kann sie tatsächlich einen Wiederhall finden, dann gibt es eine echte Gemeinschaft.
[28:26] Der Vater hatte zwar den Sohn die ganze Zeit geliebt, aber der Sohn hatte ihm keinerlei Liebe gezeigt. Er war wie tot, weil der Sohn glaubte oder weil der Sohn so lebte, als wäre der Vater tot, war der Sohn wie tot.
[28:51] Erst durch die Reue, erst durch die Bekehrung, erst durch die Buße, die durch die Güte des Vaters, der trotzdem seinen toten Sohn liebt, möglich geworden ist, erst durch diese Buße wird die Vater-Sohn-Beziehung wieder lebendig.
[29:14] Lieber Freund, liebe Freundin, egal, was du tust, du kannst nichts tun, damit Gott dich nicht mehr als sein geschaffenes Kind liebt. Er wird dich immer lieben, aber es macht einen großen Unterschied, ob du diese Liebe ignorierst und verloren gehst, oder ob du sie realisierst, glaubst, annimmst und dadurch geistlich wieder lebendig wirst und als Kind Gottes auch wirklich lebst. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Und Gott freut sich über jeden, der zurückkehrt. Er freut sich über jeden, der wieder lebendig wird, über jeden, der sich wiederfinden lässt. Hast du dich wiederfinden lassen?
[30:03] Hast du die Liebe Gottes, die an allen Menschen wirkt, die an allen Menschen zieht, auch wirklich wirken lassen? Möge Gott uns helfen, dass wir seine Liebe unser Leben lassen, dass wir echte Kinder, als lebendige Kinder Gottes leben.
[30:32] Die Geschichte geht noch weiter. In Vers 25 bis 28 lesen wir: „Aber sein älterer Sohn war auf dem Feld, und als er heimkam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Tanz. Und er rief einen der Knechte herbei und erkundigte sich, was das sei. Der sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat.“ Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen.
[31:07] Sein Vater nun ging hinaus und redete ihm zu. Es gibt jemanden in der Familie, der sich über diese Vergebung ärgert, der sich die Wiederherstellung ärgert. Der ältere Bruder.
[31:22] Vers 29. Er aber antwortete und sprach zum Vater: „Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe nie dein Gebot übertreten, und mir hast du nie einen Bock gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich sein kann. Nun aber, da dieser dein Sohn – er nennt ihn nicht mal meinen Bruder, er nennt ihn deinen Sohn – gekommen ist, der dein Gut mit vergeudet hat, hast du für ihn das gemästete Kalb geschlachtet, also noch mehr als einen Bock.“
[32:03] Der ältere Sohn war immer äußerlich gehorsam gewesen. Er hatte die Gebote gehalten, er war arbeitswillig, er hatte dem Vater gedient, aber er sah seinen Dienst im Wesentlichen wie einen Knechtsdienst an. Implizit hält er sich für würdiger als sein jüngerer Sohn, und er versteht nicht, warum der eine solche Feier bekommt und er selbst eine solche Feier nie erhalten hat.
[32:31] Vers 31. Er aber sprach zu ihm: „Mein Sohn.“
[32:44] Ja, dieser ältere Sohn ist undankbar, er ist ärgerlich und hat das Evangelium nicht verstanden. Und vielleicht nicht zu Unrecht wird in mancher Predigt von den zwei verlorenen Söhnen gesprochen. Aber es ist interessant, dass der Vater auch diesen grimmigen, zornigen älteren Sohn anspricht mit „Mein Sohn.“
[33:14] Wir sympathisieren gerne mit dem jüngeren Sohn, aber der Vater liebt auch den älteren Sohn.
[33:25] Er aber sprach zu ihm: „Mein Sohn.“ Auch die Undankbarkeit dieses älteren Sohnes ändert nichts an der Liebe des Vaters für diesen älteren Sohn. Er sagt weiter: „Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist alle Zeit bei mir, und Achtung: und alles, was mein ist, das ist dein.“
[33:49] Der ältere Sohn war zwar äußerlich gehorsam, er hatte dem Vater gedient, aber er wusste gar nicht, was für ein Privileg es ist, beim Vater zu sein. Er wusste gar nicht, was ihm alles gehört. Er wusste nicht, welche Segnungen ihm gehören könnten, denn der Vater wollte ihm nichts vorenthalten.
[34:11] In Jeremia 32, da steht im Sendemanuskript, Jeremia 32 Vers 41, einer so unglaublich wunderbaren, schönen Passage, heißt es: „Damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohlzutun, und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele.“
[34:36] Gott freut sich, wenn er uns Gutes tun kann. Alles, was er uns geben kann, was gut für uns ist, möchte er uns gerne geben. Wie oft sind wir wie der ältere Sohn? Wir glauben, wir müssen gehorsam sein, wir glauben, wir müssen im Werk Gottes das tun, was er verlangt und wissen gar nicht, was er uns alles schenken möchte, was er uns segnen möchte. Gott freut sich daran, uns wohlzutun. Er sagt hier in Jeremia 32 Vers 40: „Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun.“ Gott will nicht aufhören, dich zu segnen, er will nicht aufhören, dir Gutes zu tun. „Ich werde die Furcht von mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen, damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohlzutun.“ Was macht Gott Freude, lieber Freund, liebe Freundin? Gott freut es, wenn er dir Gutes tun kann, wenn er dich segnen kann, wenn es dir gut geht, wenn du zufrieden, wenn du fröhlich bist, weil du merkst, wie sehr Gott dich segnet. Das freut ihn.
[35:43] Alles, was er hat, ist für dich.
[35:55] Seine Allmacht ist für dich, seine Gnade ist für dich, seine Allwissenheit ist für dich. Die Tatsache, dass er die Zukunft kennt, das ist für dich. Er hält dir nichts vor, er enthält dir nichts vor, was gut für dich wäre. Der Satan hatte der Eva einreden wollen, dass Gott Dinge, die gut für uns wären, uns nicht sagt, damit wir sie nicht haben können. Aber das ist eine Lüge.
[36:38] Vers 32: „Du solltest aber fröhlich sein und dich freuen, denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, und er war verloren und ist wieder gefunden worden.“
[36:48] Diese Geschichte ist nicht nur die Geschichte des verlorenen Sohnes, ist auch die Geschichte des verlorenen Bruders, denn die Worte hier, die der Vater sagt: „Dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, und er war verloren und ist wiedergefunden worden“, sind fast identisch mit den Worten in Vers 24. Dort heißt es: „Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, und er war verloren und ist wieder gefunden worden.“ Der Unterschied zwischen Vers 24 und Vers 32 ist einmal „mein Sohn“ und „dein Bruder.“
[37:21] Dies ist nicht nur die Geschichte vom verlorenen Sohn, sondern auch die Geschichte vom verlorenen Bruder. Auch das Verhältnis der Brüder war ja zerbrochen worden, wie man an den Worten auch des älteren Bruders ganz deutlich sieht. Der Jüngere war nicht nur als Sohn tot für den Vater, er war auch als Bruder tot für den älteren Bruder. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn ein Mensch zu Gott zurückfindet, dann freut sich nicht nur Gott. Er wünscht sich, dass auch wir uns freuen, dass auch für uns das wohlgefällig ist, was vor Gott wohlgefällig ist.
[38:08] Schauen wir, wie sehr sich Gott freut, wenn Menschen mit ihm leben. Zephanja Kapitel 3 und dort Vers 17. Zephanja Kapitel 3 und dort Vers 17, wunderschöner Vers: „Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte ein Held, der rettet. Er wird sich über dich freuen mit Wonne. Er wird still sein – oder auch ruhen kann man übersetzen – in seiner Liebe. Er wird über dich jubelnd frohlocken.“
[38:48] Kennst du das, wenn du vielleicht frisch verliebt gewesen bist oder auch immer noch dein Ehepartner so unglaublich liebst, dass du in seiner Gegenwart einfach manchmal nur gar nichts sagen kannst, weil einfach der Moment so schön ist? Er wird still sein in seiner Liebe. Und dann heißt es, er wird über dich jubeln, frohlocken. Gott freut sich nicht akademisch, theologisch, theoretisch, wenn wir zu ihm kommen, sag: „Okay, alles klar, das ist gut.“ Er freut sich wirklich emotional, wenn wir unser Herz ihm geben. Lasst uns mehr darüber nachdenken. Ich möchte mehr darüber nachdenken. Du auch?
[39:32] Wie sehr liebt uns Gott? In Epheser Kapitel 5 finden wir ein interessantes Beispiel, eine interessante Beschreibung dieser Liebe, die Gott für uns hat, die sich in Jesus Christus gezeigt hat. Epheser 5 ab Vers 25: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat.“
[39:57] Wie sehr liebt uns Jesus? Er liebt uns so sehr, dass er sich selbst für uns geopfert hat. Was ist sein Ziel damit? Er Vers 26: „Damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, dass sie weder Flecken noch Runzel noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.“
[40:35] Warum hat Jesus alles für uns gegeben? Er hat ein Ziel mit uns. Er möchte uns reinigen, er möchte uns heiligen, er möchte uns so sehr heiligen, dass wir so rein sind, dass nicht mehr Flecken noch Runzel an uns ist, sondern dass wir heilig und tadellos sind. Er möchte uns veredeln.
[40:59] Ist das nicht ein interessanter Gedanke, der selbst in Eheseminaren vielleicht nicht so häufig ausgesprochen wird, dass Ehemänner die Liebe Jesu so widerspiegeln sollen und so für ihre Frauen aufopferungsvoll sich hingeben sollen, damit sie ihre Frauen makellos, dass ihre Frauen das Schönste und Tollste und Beste sind, was es gibt?
[41:42] So wie Jesus sich hingibt, um uns heilig und tadellos zu machen. Ich glaube, wir Männer haben da noch sehr viel vor uns, sehr viel zu lernen und noch viel zu verstehen. Möge Gott uns die Weisheit schenken, dass wir verstehen, dass so wie er uns liebt, wir unsere Ehefrauen lieben.
[42:11] Ja, Gott hat uns wirklich lieb. Er sagt es immer wieder und lässt die Propheten verschiedene Formulierungen finden, um uns das deutlich zu machen, damit wir es wirklich endlich begreifen. Jesaja 43 Vers 4: „Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wert geachtet und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben.“
[42:38] Gott sagt: „Ich habe dich lieb, du bist kostbar, du bist wertvoll.“ Weißt du das, lieber Freund, liebe Freundin, dass du wertvoll bist in Gottes Augen?
[42:54] Psalm 149 und dort Vers 4. Psalm 149 und dort Vers 4: „Denn der Herr hat Wohlgefallen an seinem Volk.“
[43:10] Ja, man kann vieles über die Gemeinde sagen, was vielleicht nicht immer nur positiv ist. Es gibt viele Dinge, die verbesserungswürdig sind, viele Dinge, an denen gearbeitet werden müsste, da ist viel Luft nach oben. Und trotzdem sagt die Bibel: Gott hat Wohlgefallen an seinem Volk. Wir sollten nicht immer nur das Volk Gottes kritisieren, sondern auch mal mit den Augen Gottes auf sein Volk schauen, das trotz all seiner Fehler, die Gott besser sieht als wir, trotz all der Dinge, die falsch laufen, was Gott besser einschätzen kann als wir, hat Gott doch Wohlgefallen an seinem Volk, an seinem Volk. Es ist sein Volk. „Er schmückt die Elenden“ – man übersetzt auch die Gebeugten, die Demütigen, die Geringen, die Elenden – „er schmückt die Elenden mit Heil.“
[44:03] Die Erlösung, die Gott uns schenkt, ist der wahre Schmuck. Gott erlöst uns nicht nur, damit wir wieder vernünftige, funktionale, effektive Arbeiter sind. Er erlöst uns, weil das uns schmückt, weil uns das schön macht, weil uns das in einem noch viel umfangreicheren Sinne wertvoll macht.
[44:28] Ja, wir sind alle Kinder Gottes durch die Schöpfung, aber durch Erlösung in einem doppelten Sinne. Und durch Erlösung können wir diese Gottes-Kindschaft wieder auch tatsächlich ausleben. Sein Heil ist der wahre Schmuck.
[44:49] Lasst uns unseren Schmuck niemals vergessen. Lass uns niemals ohne Schmuck aus dem Haus gehen, und zwar diesen Schmuck hier. Lass uns niemals ohne das Bewusstsein, dass Gott unser Erlöser ist, dass sein Kleid der Gerechtigkeit uns bedeckt, aus dem Haus gehen. Lasst uns niemals gesehen werden ungeschmückt, ohne das Bewusstsein, dass Gott meine Sünden vergeben hat.
[45:24] Sprüche 15 Vers 8. Woran hat Gott echte Freude? Was ist ihm wohlgefällig? Sprüche 15 Vers 8 und 9: „Das Opfer der Gottlosen ist dem Herrn ein Greuel. Das Gebet der Aufrichtigen aber ist ihm wohlgefällig.“ Weiter in Vers 9: „Der Weg der Gottlosen ist dem Herrn ein Greuel. Wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den hat er lieb.“
[45:50] Wir haben festgestellt: Gott liebt alle Menschen uneingeschränkt in dem Sinne, das haben wir letztes Mal sehr ausführlich besprochen, dass er sich für alle wünscht, dass sie erlöst werden und dass er sich für alle wünscht, dass sie einmal das ewige Leben haben. Und doch gibt es einen entscheidenden Unterschied, ob wir die Liebe ignorieren oder annehmen, ob wir sie von uns weisen oder in unser Herz lassen. Wenn jemand gottlos ist und ein Opfer für den Herrn bringt, dann ist ihm das ein Greuel. Er freut sich, wenn wir aufrichtig sind. Gott hat echtes Wohlgefallen, echte Freude an Gerechtigkeit und auch Aufrichtigkeit. Wenn wir es ehrlich meinen, dann freut sich Gott über unser Gebet viel mehr als über ein langes Gebet, das sehr poliert und ausgereift vorgetragen wird, aber in dem Herzen sich Bosheit befindet. Wir können das von außen nicht beurteilen, aber Gott kann. Und er freut sich, lieber Freund, liebe Freundin, wenn du es ehrlich meinst, wenn du wirklich von ganzem Herzen Gott folgen möchtest, schwach wie du bist, dann freut er sich weitaus mehr als über Menschen, die vielleicht äußerlich viel bewegen, aber innerlich schwarz vor Sünde sind.
[47:17] In Römer 5 und dort Vers 8 wird uns wiederum deutlich, dass Gott uns alle liebt. In Römer 5 Vers 8 dort heißt es: „Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Jeder von uns war Sünder, jeder von uns war ein Feind Gottes, wie es in Vers 10 heißt, und er wollte uns alle retten. Es gibt also diese erste große Ebene der Liebe Gottes, wie wir schon letzte Woche gesehen haben, in der wir als Feinde trotzdem alle geliebt sind, damit er uns retten kann.
[47:51] Aber dann gibt's eine zweite Ebene, und die haben wir letztes Mal auch schon deutlich beschrieben. In Römer 8 Vers 1 heißt es: „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr.“ Hier steht NICHT: „Es gibt keine Verdammnis mehr für alle, weil der Gott alle liebt.“ Nein, so gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Die Implikation ist: diejenigen, die weiter, obwohl Gott sie liebt und obwohl Gott am Kreuz von Golgatha den Preis bezahlt hat, die trotzdem in Rebellion verharren, die bleiben auch in der Verdammnis.
[48:34] Es gibt Menschen, die sind gleichzeitig von Gott geliebt und verdammt. Geliebt, weil sie seine Geschöpfe sind, verdammt, weil sie seine Liebe nicht haben wollen. Sie sind geliebt und verdammt. Aber es gibt Menschen, die sind geliebt und nicht verdammt. Und das ist ein großer Unterschied. Es reicht nicht nur, von Gott geliebt zu sein. Wir müssen geliebt und nicht verdammt sein. Wir müssen geliebt sein und in Christus Jesus.
[49:02] Wir sollten uns nicht damit zufrieden geben zu wissen, dass Gott die Liebe ist. Wir sollten diese Liebe ergreifen, mit Jesus leben, nicht mehr nach unserem eigenen Fleisch, nicht aus unserer eigenen Kraft leben, sondern den Heiligen Geist in uns wirken lassen. Wer an Jesus glaubt und aus dem Heiligen Geist lebt, dem Heiligen Geist die Führung überlässt, übergibt und erlaubt, das Leben zu leiten, der ist nicht verdammt. Das bedeutet es, vor Gott wohlgefällig zu leben.
[49:38] Petrus Kapitel 2 und dort Vers 4 bis 6. Es heißt hier: „Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist“ – das ist niemand anders als Jesus Christus selbst – „so lasst auch, so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. Darum steht auch in der Schrift: Siehe, ich lege ein in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein, und wer an ihn glaubt, soll nicht zu Schanden werden.“
[50:31] Was bedeutet es, Gott wohlgefällig zu sein, wie hier in Vers 5 steht? Es bedeutet, bei Jesus zu sein. Vers 4: „Da ihr zu ihm gekommen seid.“ Es bedeutet, an ihn zu glauben, denn Hebräer 11 Vers 6 sagt uns – wir lassen den Finger kurz in 1. Petrus 1, 2 – in Hebräer 11 Vers 6 heißt es: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen. Denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen.“
[51:01] Wir haben in der ersten Folge gesehen: Gott liebt uneingeschränkt. Aber wir haben gesehen in der zweiten Folge, es gibt eine zweite Ebene, die entscheidend ist, nämlich die Bundesliebe. Viele Menschen werden von Gott geliebt, aber lieben ihn nicht zurück. Und ewiges Leben, wenn wir nur haben, nicht nur kein Mensch wird ewiges Leben haben, weil Gott ihn liebt, sondern weil er diese Liebe angenommen hat und weil er Gott zurückliebt.
[51:31] Gott liebt alle Menschen, und nicht alle Menschen werden erlöst. Erlöst werden die, die diese Liebe glauben. Nur wer diese Liebe glaubt und dadurch annimmt und dadurch widerspiegelt, der hat ewiges Leben.
[51:51] Ja, Gott liebt alle Menschen, aber um vor ihm wohlgefällig zu sein, müssen wir ihm das auch glauben. Denn wer es ihm nicht glaubt, der kann von dieser Liebe nicht profitieren, der sagt dann, dass man Gott nicht vertrauen kann.
[52:10] Der Unterschied zwischen der uneingeschränkten Liebe und der Bundesliebe ist der, dass der, der die uneingeschränkte Liebe zu seiner...
[52:17] uneingeschränkte Liebe zu seiner Bundesliebe. Er hat geglaubt, dass Gott diese uneingeschränkte Liebe hat.
[52:29] Und lieber Freund, liebe Freundin, wir können Gott niemals wohlgefallen dadurch, dass wir uns selbst anstrengen und ihn zu überzeugen. Wir können Gott nur wohlgefallen, wenn wir ihm glauben, dass er uns schon liebhat. Glaubst du ihm das? Glaubst du ihm, dass er dich schon liebhat, obwohl du bist, wie du bist? Glaubst du ihm, dass er dich retten möchte, egal was du getan hast? Glaubst du, dass er die Ewigkeit mit dir verbringen möchte, obwohl du ihn so viel enttäuscht hast? Glaubst du ihm das? Wenn du ihm das glaubst, dann wird aus der uneingeschränkten Liebe, die er zu allen Menschen hat, etwas Persönliches zwischen dir und ihm. Und dadurch werde ich und wirst du vor Gott wohlgefällig. Ist das nicht wunderschön? Das wünsche ich mir jeden Tag für mich, auch für dich, lieber Freund, liebe Freundin.
[53:33] Zurück zu 1. Petrus Kapitel 2 Vers 6. Wir sollen bei Jesus sein, um vor Gott wohlgefällig zu sein. Wir sollen an ihn glauben, denn ohne Glauben ist es unmöglich, ihm wohlgefällig zu sein. Und es heißt weiterhin, dass wir uns einfügen sollen in die Gemeinde, um vor Gott wohlgefällig zu sein. So heißt es hier in Vers 5: „So lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen als ein geistliches Haus.“ Wir sollen ein heiliges Priestertum sein. Das erinnert an 2. Mose 19 Vers 4 bis 6. Verzeihung, 2. Mose 19 Vers 4 bis 6. „Ihr habt gesehen“, sagt Gott damals zu den Israeliten am Berg Sinai, „was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlers Flügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt“ – sind wir bei der Bundesliebe wieder – „so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern oder ein heiliges Volk sein.“ Hier sehen wir diese beiden Ebenen: Gott sagt, die ganze Erde gehört mir, aber ihr sollt ein besonderes Eigentum sein. Und diese beiden Ebenen – die ganze Erde gehört mir, aber ihr seid ein besonderes Volk – ist eine Illustration der zwei Ebenen der Liebe Gottes. Gott liebt alle Menschen uneingeschränkt, aber mit seinem Volk hat er eine wechselseitige Liebesbeziehung, eine Bundesliebe, die nicht einseitig ist, wie sonst überall, und nicht erwidert wird, sondern die erwidert wird, die geglaubt wird. Und weil sie geglaubt wird, hört man auf seine Stimme und ist ihm gehorsam. „Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“ Die Priester sind diejenigen, die Gott schon kennen und andere, die weiter weg von Gott sind, mit Gott in Verbindung bringen. Die Menschen zu Gott bringen und Gottes Wort zu den Menschen. Das ist die Aufgabe, die jeder Priester hat. Gott wohlgefällig zu sein bedeutet, ihm zu glauben, bei Jesus zu sein, sich einzufügen in die Gemeinde als ein lebendiger Stein, so wie Jesus der lebendige Stein ist, um dann andere zu Jesus zu führen mit geistlichen Opfern. Das heißt, Dinge zu tun, die, wenn man sie sieht, erinnern an das Kreuz von Golgatha. So wie die buchstäblichen Opfer des Alten Testamentes auf das Kreuz verwiesen haben in die Zukunft, so sollen unser Leben, sollen unsere Taten auf das Kreuz zurückverweisen. Nicht um damals im Alten Testament konnte man Opfer bringen und dann haben Menschen Opfer gebracht und gedacht, durch das Schlachten dieses Lammes wird ihnen vergeben. Aber das war ja nicht der Fall. Das Schlachten des Lammes war eine Tat, die sie erinnern sollten und zeigen sollten, ob sie Glauben hatten an den zukünftigen Erlöser. Genauso gibt es heute Menschen, die glauben, dass sie, Verzeihung, durch gute Taten sich das Heil erwirken können. Aber das stimmt nicht. Aber unsere Taten können zeigen, ob wir im Glauben zurückschauen auf das Kreuz. Ohne Glauben ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen.
[56:56] Wir schließen mit einer Geschichte, die wir jetzt hier aus Zeitgründen nur ganz kurz anschauen werden. Im Sendemanuskript habt ihr zu jedem Vers noch ein bisschen was dazu geschrieben. Das könnt ihr dann noch ausführlich nachstudieren. Aber Jesus kommt vom Berg der Verklärung herab in Markus Kapitel 9. Dort ist der ausführlichste Bericht dieser Geschichte. Und seine Jünger haben versucht, einen Jungen zu heilen, der besessen ist, und haben es nicht gekonnt. Wir lesen in Markus 9 Vers 17: „Und einer aus der Menge antwortete und sprach: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der hat einen sprachlosen Geist. Und wo immer der ihn ergreift, da wirft er ihn nieder, und er schäumt und knirscht mit seinen Zähnen und wird starr. Und ich habe deinen Jüngern gesagt, sie sollten ihn austreiben, aber sie konnten es nicht.“ Dieser Junge hat Symptome der Epilepsie, aber offensichtlich ist doch eine okkulte Komponente mit im Spiel. Er hat einen sprachlosen Geist. Vers 19: „Jesus aber antwortete ihm und sprach: Oh du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt den Herr zu mir.“ Für Jesus ist es schwer zu ertragen, wenn Menschen nicht glauben. Die Antwort von Jesus bezieht sich auf 4. Mose 14. 4. Mose 14 und dort Vers 11 hatte Gott gesagt, als die Israeliten nicht in das gelobte Land gehen wollten, weil sie es für unmöglich hielten. „Und der Herr sprach zu Mose: Wie lange noch will mich dieses Volk verachten und wie lange noch wollen sie nicht an mich glauben trotz aller Zeichen, die ich unter ihnen getan habe?“ Vers 27: „Wie lange soll ich diese böse Gemeinde, die gegen mich murrt, ertragen? Ich habe das Murren der Kinder Israels gehört, dass sie gegen mich erheben.“ Jesus hat das offensichtlich im Hintergrund, als er sagt: „Oh du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen?“ Derselbe Unglaube, der damals die Israeliten daran hindert, ins gelobte Land zu gehen, manifestiert sich immer und immer wieder. Wir glauben nicht, dass Gott das tun kann, was er sagt. Ohne Glauben ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen. Ohne Glauben ist es unmöglich, dass Jesus mit seiner Liebe, die er hat, uns helfen kann. Und deswegen ist Jesus so verzweifelt. Er möchte den Menschen helfen, er möchte dem Vater helfen, er möchte den Menschen allen helfen. Aber der Unglaube macht es unmöglich, dass seine Liebe hindurchdringt, denn nur wenn seine Liebe geglaubt wird, kann sie etwas wirklich verändern im Leben der anderen. Vers 20: „Und sie brachten ihn zu ihm. Und sobald der Geist ihn sah, zerrte er ihn, und er fiel auf die Erde, wälzte sich und schäumte.“ Und er fragte seinen Vater: „Wie lange geht es ihm schon so?“ Er sprach: „Von Kindheit an. Und er hat ihn oft ins Feuer und ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen.“ Und hier sehen wir, dass es nicht einfach nur eine klinische Epilepsie ist, die es doch heute gibt und die nicht immer etwas mit, natürlich nicht mit Okkultismus zu tun hat, sondern hier hat sozusagen die okkulte Belastung sich in einem Krankheitsbild gezeigt. Aber der Satan versucht ganz direkt, dieses Kind umzubringen. „Doch wenn du etwas kannst, so erbarme dich über uns und hilf uns.“ Der Zweifel ist so stark, er kommt aus den Worten direkt davor: „Wenn du etwas kannst.“ Jesus aber sprach zu ihm: „Wenn du glauben kannst, alles ist möglich dem, der glaubt.“ Wir müssen glauben, um Gott wohlgefällig zu sein. Aber dieser Mann hat jetzt ein Problem. Er bringt nicht diesen Glauben mit, von dem er plötzlich merkt, den bräuchte ich, damit ich Gott wohlgefällig bin, damit ich eine Heilung meines Sohnes erlebe. Er realisiert plötzlich, dass sein eigener Unglaube ihn an seinem Glück hindern wird. „Und zugleich rief der Vater des Knaben mit Tränen und sprach: Ich glaube, Herr, hilf mir loszukommen von meinem Unglauben.“ Vielleicht kennst du das auch, dass du glauben möchtest und du weißt gar nicht wie. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn das deine Situation ist, möchte ich dir Mut machen. Wenn du weißt, du brauchst Glauben und du möchtest Glauben haben, aber du kannst ihn gerade nicht, dann komm zu Jesus, wie du bist, mit deinem Unglauben und wirf deinen Unglauben auf Jesus. Sag ihm: „Hilf mir loszukommen von meinem Unglauben.“ Du kannst nicht verloren gehen, wenn du das tust. Es gibt ein wunderbares Zitat im „Leben Jesu“, das geht so: „Es ist der Glaube, der uns mit dem Himmel verbindet und uns Kraft gibt, mit den Kräften der Welt fertigzuwerden. In Christus hat Gott die Mittel bereitgestellt, um jede sündige Charaktereigenschaft zu besiegen und jeder Versuchung zu widerstehen, egal wie stark sie auch sein mag.“ Wie oft sind wir wie die Menschen, die nicht in das gelobte Land gehen wollten, weil die Riesen zu groß erschienen, die Mauern zu groß bis zum Himmel. Wie oft glauben wir, dass das, was Gott verheißen hat, zwar an sich ja gut wäre, aber unmöglich ist in unserem Leben. Aber ohne Glauben werden wir es auch nicht schaffen. Nur der Glaube ist das Mittel. Nein, anders gesagt, der Glaube ist der Weg, mit dem wir die Mittel, die Gott bereits bereitgestellt hat, in unser Leben hineinlassen können. Die Mittel, die die Lösung ist, bereits da. Gottes uneingeschränkte Liebe, die sich am Kreuz für alle diese Sünden und für alle diese Versuchung gezeigt hat, die ist schon da. Wir brauchen aber den Glauben. Aber viele – jetzt geht es weiter, was E. G. White sagt – „Aber viele haben den Eindruck, dass ihnen Glaube fehlt, und darum bleiben sie von Christus fern. Wenn du denkst, du musst erst irgendwo Glauben aufsammeln, Glauben trainieren, Glauben kaufen, damit du damit zu Jesus kommst, tu das nicht. Mögen diese Seelen sich in ihrer hilflosen Unwürdigkeit auf die Gnade ihres mitfühlenden Erlösers werfen. Schau nicht auf dich, sondern zu Christus, der die Kranken heilte und die Dämonen austrieb, als er unter den Menschen wandelte, ist heute noch derselbe mächtige Erlöser. Glaube kommt durch das Wort Gottes. Ergreife also seine Verheißung: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Wirf dich selbst zu seinen Füßen mit dem Schrei: Herr, ich glaube, hilf du meinem Unglauben! Du kannst niemals verloren gehen, wenn du dies tust, niemals, lieber Freund, liebe Freundin. Lass uns diesen Glauben heute haben, lass uns heute einfach so zu Jesus kommen, wie wir sind, mit all unserem Unglauben, unseren Zweifeln und uns niederwerfen, sagen: Herr, hilf du mir loszukommen. Du hast gesagt, wer zu mir kommt, den stoße ich nicht aus.“ Und Jesus befreit diesen jungen Mann. Und er sagt dann zu dem Geist: „Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre aus von ihm und fahre nicht mehr in ihn hinein.“ Jesus hat nicht nur die Kraft, uns einmal frei zu machen, er hat die Kraft, uns freizuhalten. Es gibt einen Kampf, aber der Geist hat keine Chance gegen Jesus. Jesus ergreift ihn bei der Hand, er richtet ihn auf, er steht auf. Im Glauben ist es möglich, ihm wohlzugefallen. Die Jünger fragen später, warum sie nicht ihn austreiben konnten. Jesus gibt die Antwort in Vers 29: „Diese Art kann durch nichts ausfahren, außer durch Gebet und Fasten.“ Wenn ihr glaubt, sagt er mit anderen Worten, dass ihr einfach so nebenbei, während ihr andere Dinge tut, noch eure E-Mails beantwortet und noch beschäftigt seid, noch nebenbei noch einen Dämon austreiben könnt, dann habt ihr euch geirrt. Wer im Werk Gottes arbeitet, tritt in einen geistlichen Kampf ein und muss sich auch entsprechend vorbereiten. Man kann Gottes Werk nicht nebenbei tun. Es kann nicht Nummer drei sein, während man andere Dinge noch für wichtiger hält und so einigermaßen relaxt in die Sache geht. Man muss sich bewusst sein, dass man Gott braucht. Man muss sich an Gott klammern und dann kann er wirken. Dann ist unser Dienst für Gott wohlgefällig. Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du heute diese Entscheidung treffen: Ich bin dankbar, dass Gott mich liebt und dass er sich über meine Erlösung von Herzen freut, und ich möchte ihm das glauben und so leben, dass ich ihm wohlgefalle. Ist das dein Wunsch? Dann lass uns gemeinsam noch beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, dass dein Wort unser Herz erreicht, dass es uns wärmt, dass es uns stärkt, dass uns auch herausfordert und uns zeigt, dass wir dir glauben müssen. Aber Herr, wir haben heute gelernt, wir müssen keinen eigenen Glauben irgendwo produzieren, mit dem wir zu dir kommen können. Wir können kommen, wie wir sind, und dein Wort festhalten: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Das hast du gesagt. Und wir wünschen uns, dass deine unendliche Liebe uns so wiederherstellt, wie der verlorene Sohn wiederhergestellt worden ist, dass wir ein lebendiger Sohn sind, eine lebendige Tochter, wiedergefunden, mehr gesegnet als jemals zuvor. Herr, das bitten wir, das bitten wir dich für mich und für jeden, der dieses Video sieht. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist, dass wir wirklich wohlgefällig vor dir sind in Jesus Christus. Amen. Nächste Woche werden wir hier weiterstudieren und weiter dieses wunderbare Thema betrachten. Bis dann wünsche ich euch gottesreichen Segen. Schaltet dann wieder ein und Gott mit euch im Studium seines Wortes. Amen.