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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2019 1st (Special) Nr 10

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird die bedeutsame dreifache Engelsbotschaft aus Offenbarung 14, Verse 6-20, beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, wie dieses ewige Evangelium im Endzeitkontext zu verstehen ist und welche Relevanz es für unsere heutige Zeit hat. Die Botschaft wird als Gottes Kraft zur Errettung für jeden Glaubenden dargestellt und betont die Notwendigkeit, sich durch den Glauben und Gehorsam gegenüber Gottes Geboten zu bewähren, insbesondere im Hinblick auf das kommende Gericht und die Wiederkunft Jesu.

Diese Lektion aus der Cannstatt Study Hour beschäftigt sich mit der dreifachen Engelsbotschaft aus Offenbarung 14, die als Gottes ewiges Evangelium für die Endzeit beschrieben wird. Christopher Kramp erklärt die Bedeutung dieser Botschaft im Kontext der Wiederkunft Jesu und wie sie das Evangelium für alle Zeiten anpasst. Die Ausführungen beleuchten die prophetische Bedeutung, die Rolle des Evangeliums als Gottes Kraft zur Rettung und die Notwendigkeit, sich klar zu dieser Botschaft zu bekennen. Es wird auch auf die Details der drei Engelbotschaften eingegangen, die Warnungen vor falschen Lehren und die Aufforderung zur Entscheidung für Gott.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2019 Q1: Die Offenbarung

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur zehnten und vermutlich wichtigsten Folge unserer besonderen Studienreihe über die Offenbarung. Wir wollen gemeinsam über die sogenannte dreifache Engelsbotschaft sprechen. Gottes ewiges Evangelium. So ist diese Lektion, dieses Thema überschrieben, mit dem wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 9. März. Bevor wir in dieses wirklich so entscheidende Thema hineintauchen und versuchen zu verstehen, was diese Botschaft persönlich für uns bedeutet und auch für die ganze Welt diese Botschaft hören muss, wollen wir gemeinsam Gott einladen, dass er uns in diesem Studium lenkt.

[1:16] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns eine Botschaft gegeben hast. Eine Botschaft, die wir glauben dürfen, durch die wir dich besser kennenlernen und die der ganzen Welt zeigt, wie du wirklich bist und was auf diese Welt noch zukommt. Wir möchten dich bitten, dass wir genau verstehen, was diese Botschaft im Detail bedeutet, damit wir eine Identität haben, die in der biblischen Prophetie begründet ist und nicht einfach nur in Gefühlen oder Traditionen. Schenk du uns Weisheit, so wie du es verheißen hast. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und lasse uns die Wahrheit so klar, so einfach und so tiefgründig wie möglich verstehen, dass wir in der Lage sein werden, es anderen so zu erklären, dass sie auch die Schönheit deines Charakters erkennen. Bitte sprichst du zu uns, sei unser Lehrer und hat dafür von ganzem Herzen im Namen Jesu. Amen.

[2:06] Die dreifache Engelsbotschaft ab Offenbarung 14 Vers 6 beschreibt das ewige Evangelium im Endzeitkontext. Mit anderen Worten, das Evangelium, das zu allen Zeiten galt, angepasst auf die Zeit direkt vor der Wiederkunft. Denn die Botschaft, die von Vers 6 bis Vers 13 beschrieben wird, geht direkt über in die Beschreibung der Wiederkunft Jesu ab Vers 14 bis 20, was wir heute auch in diesem Thema noch abhandeln wollen. Das heißt, Gott hat das Evangelium, das zu allen Zeiten galt und das wir gleich noch genauer anschauen werden, hier direkt für die Zeit vor der Wiederkunft konkret formuliert mit den Themen und den Problemen der Zeit vor der Wiederkunft.

[3:06] Manchmal trifft man die These, dass die dreifache Engelsbotschaft neu interpretiert werden müsste. Sie müsse irgendwie dem Zeitgeist angepasst werden. Aber die interessante Nachricht heute ist, dass sie bereits vom Heiligen Geist so konzipiert ist, dass sie den Besonderheiten unserer Zeit kurz vor der Wiederkunft entspricht. Wenn wir ernsthaft glauben, dass Jesus bald wiederkommt, dass wir kurz vor der Wiederkunft stehen, dann sollten wir die dreifache Engelsbotschaft so lassen, wie sie ist, denn sie ist bereits dafür formuliert und konzipiert. Es ist die Botschaft, die der Adventbewegung nach der großen Enttäuschung gegeben worden ist. Wir haben ja bereits an anderer Stelle hier über Offenbarung 10 auch gesprochen im Zuge der sieben Posaunen und in Vers 11 von Offenbarung 10 heißt es: „Und er sprach zu mir: Du sollst nochmals weissagen über viele Völker und Nationen und Sprachen und Könige.“ Die Parallele zu Offenbarung 14 Vers 6 ist unübersehbar. Eine prophetische Botschaft an die ganze Welt. Es ist die Botschaft, die wir als Adventbewegung bekommen haben und sie soll nicht mehr auf neuen prophetischen Daten basieren. Immer und immer wieder gibt es hier und dort vereinzelte oder Splittergruppen, die versuchen neue Daten auszurechnen und irgendwie biblische Prophetie nach 1844 mit Zeitprophezeiung zu operieren. Aber uns ist gesagt worden in Vers 6 von Offenbarung 10: „Es wird keine Zeit mehr sein.“ Stattdessen ist die Aufgabe nach der großen Enttäuschung, das Evangelium zu verkündigen in einer ganz besonderen Art und Weise.

[4:38] Vers 7: „Sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, wenn er in die Posaune stoßen wird, soll das Geheimnis Gottes vollendet werden, wie es seinen Knechten, den Propheten, als Heilsbotschaft verkündet hat.“ Die große Aufgabe nach der Enttäuschung, nach 1844, nach dem eigentlich großen Ereignis, dass Jesus vom Heiligen ins Allerheiligste gegangen ist. Die große Aufgabe ist jetzt die Vollendung des Evangeliums zu predigen und selbst zu erleben. Deswegen ist die Endzeitbotschaft eine Botschaft um das Evangelium herum. Es ist die Heilsbotschaft, das Geheimnis Gottes, von dem Paulus in Kolosser 1 sagt, Vers 27: „Es ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Das heißt, die dreifache Engelsbotschaft, die jetzt gegeben wird, seit 1844, korrespondiert mit den Ereignissen der siebten Posaune, die wir schon studiert haben. Die siebte Posaune handelt unter anderem von der Krönung Jesu, nachdem dann auch sein Mittlerdienst beendet wird, in Offenbarung 8, Vers 5 schon, in dieser Parenthese. Das heißt, in der dreifachen Engelsbotschaft sollten wir auch nach den Dingen Ausschau halten, die uns vorbereiten auf die Zeit, wenn Jesus nicht mehr Mittler ist und er zum König gekrönt wird und sich vorbereitet wiederzukommen, die Plagen auszugießen, dass die Plagen ausgegossen werden. Das heißt, es geht hier um die Vollendung des Heilsplanes Gottes, die Vollendung des Geheimnisses Gottes, Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Dafür ist die dreifache Engelsbotschaft gegeben.

[6:17] Interessant ist es, dass zu Beginn des Mittlerdienstes von Jesus es eine besondere Ausgießung des Heiligen Geistes gab. Es gab eine weltweite Verkündigung des Evangeliums. Das war zu Pfingsten und mit der Urgemeinde und genauso wird es auch am Ende des Erlösungswerkes sein. Der Spätregen wird ausgegossen werden und Offenbarung 18, Vers 1, wird sich erfüllen, wo es heißt: „Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Das ist das Ziel. Das ist das, worauf die dreifache Engelsbotschaft hinsteuert. Das werden wir dann noch im Laufe der Zeit dieser Studiums und auch der nächsten Wochen sehen.

[7:01] Fangen wir an in Offenbarung 14 und dort Vers 6. Hier beginnt quasi ein neuer Abschnitt, nachdem wir die ersten fünf Verse von Kapitel 14 gesehen haben, noch zu Offenbarung 13 gehören, als großes Finale, als großer Höhepunkt dieser ansonsten recht dramatischen Vision von den beiden Tieren. Hier in Vers 6 beginnt jetzt ein neuer Abschnitt. „Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volk, Stamm und jeder Sprache und jedem Volk.“ Halten wir fest: Johannes sieht den Engel zuerst, bevor er ihn hört. Auch wir werden zuerst gesehen, bevor wir gehört werden. Wenn die Menschen uns jemals zuhören sollen mit unserer Botschaft, müssen sie das Evangelium in uns und im Alltag sehen. Wir als die Engel werden zuerst gesehen, dann gehört. Es ist ein anderer Engel und wir wissen, das Wort Engel, Angelos im Griechischen, meint einfach Bote. Wir wissen auch, dass die Verkündigung des Evangeliums den Gläubigen gegeben ist. Matthäus 28 sagt das ohne missverständliche Worte. Dort heißt es in Vers 18: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen.“ Jesus möchte mit seiner Gemeinde kooperieren. Es ist eine Gemeinde, die das Evangelium in die Welt tragen soll. Das haben wir auch bei den sieben Gemeinden gesehen. Alle sieben Gemeinden waren Leuchter und es gab dort Engel der Gemeinden, die besonders die Botschaft als Botschafter verkündigt haben.

[8:52] Dieser Engel fliegt inmitten des Himmels. Hier sei vielleicht darauf hingewiesen, dass in Offenbarung 11 und Vers 12 die Bibel nach ihrem zwischenzeitlichen Tod sozusagen, als sie angegriffen worden ist, diese dreieinhalb Tage und dann quasi wiederauferstanden ist und dann in den Himmel gefahren ist, dass die Bibel eben genau in den Himmel gefahren ist und sozusagen man den Himmel sich auch als Ort der Bibel hier vorstellen könnte. Es ist die Bewegung der Engel, der auf der Grundlage der Bibel, dort wo die Bibel ist, das Evangelium verkündigt.

[9:34] Nun, was genau ist eigentlich das Evangelium? In Römer 1 und dort Vers 16 und 17 haben wir die klassische Definition von Paulus. Römer 1, Vers 16 und 17: „Denn ich schäme mich, sagt Paulus, des Evangeliums von Christus nicht. Denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird darin offenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Was ist das Evangelium? Das Evangelium ist Gottes Kraft, die jeden rettet, der glaubt. Im Kontext übrigens geht es bei Paulus hier um die Verkündigung des Evangeliums. Er sagt nämlich in Vers 15: „Darum bin ich bereit, so viel an mir liegt, auch euch in Rom das Evangelium zu verkündigen.“

[10:27] Nun, warum heißt das Evangelium ein ewiges Evangelium? Das liegt daran, weil Gott immer derselbe ist, wie Maleachi 3, Vers 6 sagt. Und auch der Plan der Erlösung ist immer derselbe. Wir sehen, dass auch die großen Helden des Alten Testamentes aus Glauben gerechtfertigt worden sind. Paulus macht das immer wieder deutlich in Hebräer 11 zum Beispiel oder auch in Römer 4, wo er den Abraham zitiert oder die Geschichte des Abraham anführt und deutlich macht, dass Abraham durch denselben Glauben gerechtfertigt worden ist, wie auch die Menschen im Neuen Testament nach der Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Es gibt also nur ein wahres Evangelium, genauso wie es auch nur eine Frau in Offenbarung 12 gibt, die wirklich die reine Frau der Nachfolger Gottes ist.

[11:11] In Galater sagt uns Paulus in Kapitel 1, Vers 6 und 7: „Mich wundert, dass ihr euch so schnell abwenden lasst von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt, nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen.“ Liebe Freunde, das Evangelium, die dreifache Engelsbotschaft, darf nicht verwirrt werden, sie darf nicht verdreht werden. Es gibt nur diese eine Engelsbotschaft, das eine wahre Evangelium. Jeder, der das ändern will, verwässern will, Dinge wegschneiden will, der gehört zu denen, die verwirren. Wir wollen bei dem wahren Evangelium bleiben, bei der Kraft Gottes, die verändert durch den Glauben.

[11:57] Nun ist es interessant, dass Jesus auch von der Verkündigung des Evangeliums spricht, in Matthäus 24 und dort Vers 14: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.“ Nun, wenn man kurz in Matthäus ein bisschen weiter studiert und schaut, wie das Ende auch beschrieben wird, dann finden wir in Matthäus 13 die Idee in Vers 39: „Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Weltzeit.“ Das heißt, das Ende der Welt wird auch als Ernte dargestellt. Und man könnte also auch Matthäus 24, 14 so verstehen: Wenn dieses Evangelium vom Reich gepredigt wird, als ein Zeugnis in der ganzen Welt für alle Heidenvölker, dann wird die Ernte kommen. Und wenn man sich jetzt Offenbarung 14 anschaut, dann sieht man genau das. Man sieht die dreifache Engelsbotschaft, Offenbarung 14, Vers 6 bis 13, als das Evangelium vom Reich Gottes, auch wenn dieser Begriff Reich Gottes noch nicht vorkommt, aber darum geht es letztendlich, wenn wir noch sehen. Es geht um die Herrschaft Gottes, es geht um seine Kraft und seine Erlösung und genauso wie Jesus auch vom Reich Gottes gesprochen hat, um das Evangelium zu erklären. Und diese Botschaft wird gepredigt in der ganzen Welt und das Allernächste, was wir in Offenbarung 14 dann sehen, ab Vers 14, ist die Ernte. Wenn also Jesus hier von diesem Evangelium spricht, meint er das, was wir in Offenbarung 14, Vers 6 bis 13 finden, die dreifache Engelsbotschaft. Sie muss gepredigt werden, nicht eine Botschaft, die wir uns selbst zusammensammeln, wo wir Dinge weglassen, weil wir sie für unwichtig halten, sondern dieses Evangelium vom Reich soll gepredigt werden und dann wird das Ende kommen.

[13:51] Der Engel soll das Evangelium verkündigen. Wir alle sind aufgefordert, dass die gute Nachricht von Jesus und seinem Tod und den ganzen Endzeitereignissen, die in der dreifachen Engelsbotschaft auch eine Rolle spielen, nicht nur zu glauben, sondern auch zu bekennen. Jesus sagt in Matthäus 10 und dort Vers 32 und 33: „Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.“ In der Zeit, in der die dreifache Engelsbotschaft eine Rolle spielt, ganz besonders nämlich nach 1844, wo Jesus im himmlischen Heiligtum im Allerheiligsten für uns eintreten möchte, ist es umso wichtiger, dass wir uns öffentlich durch unser Leben, unsere Worte, unsere Taten, unser Benehmen, unseren Charakter zu der dreifachen Engelsbotschaft, zum ewigen Evangelium bekennen.

[14:45] Dieses Evangelium ist, wie gesagt, genau dasselbe Evangelium, das Noah gerettet hat, das Mose gerettet hat, das Daniel gerettet hat, das Paulus gerettet hat. Die einzelnen Umstände mögen unterschiedlich sein. Zur Zeit von Noah war das Evangelium die Rettung durch den Glauben und dieser Glaube zeigte sich praktisch darin, dass man die Arche betrat. Heute in der Endzeit wird sich derselbe Glaube praktisch daran zeigen, nicht, dass man eine Arche betritt, sondern dass man die Dinge tut, die hier in Vers 7, 8, 9, 10 usw. beschrieben werden, dass man sie ernst nimmt und in seinem Leben umsetzt.

[15:26] Es heißt weiter, dass dieses Evangelium der ganzen Welt gepredigt werden soll. Jede Nation, jedem Volkstamm, jeder Sprache und jedem Volk. Nicht einmal alle souveränen Staaten, die es gibt auf dieser Welt, sind von der Adventgemeinde offiziell betreten worden. Es gibt noch einige wenige, wo wir keine Präsenz haben, aber wenn man nicht die souveränen Staaten zugrunde legt, sondern die Volksgruppen, die Sprachen, dann gibt es noch viel zu tun. Ja, es stimmt, das Evangelium verbreitet sich mit einer Geschwindigkeit, wie vielleicht nie zuvor, dank Technik, dank vieler Menschen, die sich einsetzen, aber es bleibt noch genügend zu tun. Gott braucht dringend Missionare. Ja, er braucht Missionare für die nächste Haustür, für unsere Stadt, für das Dorf. Er braucht aber auch Missionare, die bereit sind, in ferne Länder zu gehen, neue Sprachen zu lernen und sich einzusetzen, dass auch Gruppen, die bisher nicht erreicht worden sind, erreicht werden. Und vielleicht ruft Gott auch dich ganz persönlich, ihn zu fragen, was du tun kannst, entweder zu Hause lokal in deiner Region oder vielleicht auch an einem ganz anderen Ort, den Gott für dich jetzt schon ausgesucht hat, von dem du aber noch nichts weißt. Frage ihn und bitte ihn, dir zu zeigen, wie du das Evangelium verkündigen kannst und wo.

[16:46] Vers 7: „Sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“ Es beginnt mit dieser interessanten Formulierung: „Fürchtet Gott.“ Sprüche 8, Vers 13 sagt uns: „Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen.“ Es geht also nicht nur darum, das Böse nicht zu tun, sondern eine Liebe zum Guten und ein Hass auf das Böse zu haben, was also bedeutet, Gott wirklich zu lieben. Denn darum geht es auch im Psalm 97, Vers 10. Das ist für einen Menschen aus eigener Kraft unmöglich, denn unser Herz ist böse und fleischlich. Aber Gott hat versprochen, dass er Feindschaft setzen möchte zwischen der Schlange und der Frau. Er hat verheißen, dass er ein übernatürliches Prinzip in uns hineinpflanzen kann, dass er durch seinen Heiligen Geist in uns sein Gesetz schreiben möchte. Und das Ziel der Gottesfurcht ist es, wie 2. Mose 20, Vers 20 sagt, dass wir nicht sündigen.

[17:48] 2. Mose 20 und dort Vers 20, dort heißt es: „Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt.“ Genau das Gleiche sagt auch Johannes in 1. Johannes 2, Vers 1: „Ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt.“ Und dann fügt er hinzu: „Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten, der mit seinem Opfer für uns eintritt, auch wenn wir gefallen sind.“ Aber das Ziel der Gottesfurcht ist, Gott so sehr zu lieben, dass man die Sünde und das Böse hasst. Und das ist auch ein Gebetsanliegen, das wir haben können: „Herr, hilf mir, wirke das in mir, dass ich das Böse anfange zu hassen, dass ich mich nicht einfach nur zwingen muss, das nicht zu tun, sondern sie aus Liebe zu dir gehorsam bin.“

[18:38] „Gebt ihm die Ehre.“ Was bedeutet das? Wenn wir die Parallele mit Prediger 12 studieren, denn diese Passage in Offenbarung 14, Vers 7 baut offensichtlich auf diesem Wort in Prediger 12 am Ende auf. Dort heißt es ja in Prediger 12 und dort Vers 13 und 14: „Lasst uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, ob es gut oder böse ist.“ Also hier haben wir auch diese Idee der Lehre, der Botschaft sozusagen. Wir haben die Idee: Fürchte Gott und am Ende die Idee des Gerichts. All das finden wir in Offenbarung 14, Vers 7 auch wieder, Vers 6 und 7. Und wenn man jetzt das vergleicht, dann stellt man fest, dass ihm die Ehre zu geben, offensichtlich etwas mit dem Halten der Gebote zu tun hat. Ein dankbarer Gehorsam für das, was Gott für einen getan hat.

[19:37] Vielleicht sollte man noch ergänzen: Die Furcht des Herrn wird auch exemplarisch gezeigt an Abraham in 1. Mose 22, der bereit war, alles zu geben für Gott, weil Gott alles für ihn gegeben hatte. Die Idee ist also, dass eigentlich Gottes Furcht damit beginnt, dass Gott alles gibt, dass er den Himmel ausschüttet und wir aus Dankbarkeit und aus Liebe zu ihm, aus Freundschaft zu ihm bereit sind, ihm zu folgen, selbst wenn es uns zunächst einmal unfassbar schwer erscheinen mag. Und als Folge dessen haben wir dann die tatsächliche, vom Geist gewirkte Erfüllung des Gesetzes aus Liebe. Aber damit sind nicht nur die zehn Gebote gemeint, sondern eigentlich unser gesamter Lebenswandel, unser Charakter, unsere täglichen Gewohnheiten. 1. Korinther 10, Vers 31: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes.“

[20:25] Jesus ist einmal von zehn Aussätzigen kontaktiert worden, denen er sagte, sie sollen zu den Priestern gehen, sich zeigen und auf dem Weg wurden sie alle zehn geheilt, aber nur einer kam zurück. In Lukas 17 lesen wir in Vers 17 die Antwort von Jesus: „Und Jesus sprach: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der umgekehrt wäre, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremdling?“ Die Idee ist also aus Dank für die Erlösung, aus Dank für die Befreiung vom Aussatz, vom Aussatz der Sünde auch in unserem Leben, aus Dank dafür, was Gott für uns getan hat, unverdienterweise. Wir haben es nicht verdient. Aus Dank dafür wollen wir in allem, was wir tun, ob wir essen, trinken, anziehen, wie wir unsere Freizeit gestalten, wir wollen es so tun, dass Gott dadurch geehrt wird, wollen dankbar sein.

[21:21] Was ist die Stunde seines Gerichts? Es ist ein Thema, das wir wissen sollten, denn in Prediger 8 und dort Vers 5 heißt es, in Prediger 8 und dort Vers 5 über Stunde und Gericht, das lesen wir: „Wer das Gebot bewahrt, der will nichts von einer bösen Sache wissen, und das Herz des Weisen weiß um Zeit, um Gericht.“ Wer Weisheit von Gott bekommt, kann die Stunde des Gerichts erkennen. Daniel 8 Vers 14 sagt uns, dass nach 2300 Abend und Morgen das Heiligtum wieder gerechtfertigt, gereinigt oder wiederhergestellt werden soll. Wenn man Daniel 8 und Daniel 7 vergleicht, stellt man fest, dass sie parallel zueinander laufen und die Parallele von Daniel 8 Vers 14 ist dann Daniel 7 Vers 9 und 10 und dort heißt es in Vers 9 und 10: „Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte; sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus; tausendmal Tausende dienten ihm und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet.“ Dieses Gericht ist also diese Reinigung, diese Wiederherstellung, die Rechtfertigung des Heiligtums.

[22:42] 2300 Abend und Morgen können leicht berechnet werden. Ein Abend und ein Morgen ergibt einen Tag nach 1. Mose 1 Vers 5. Ein Tag in der Prophetie steht für ein Jahr nach Hesekiel 4 Vers 6 und anderen Texten wie 4. Mose 14 Vers 34. In Daniel 8 gibt es für die 2300 Abend und Morgen keinen Anfangspunkt. Deswegen versteht Daniel diesen speziellen Teil der Prophetie nicht, wie er das dann in Vers 26 und 27 deutlich macht, wo es heißt: „Was aber über das Gesicht von den Abenden und Morgen gesagt worden ist, das ist wahr. Du sollst das Gesicht verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage.“ Das hatte Gabriel, der ihm sonst die ganze Vision erklärt hat, bis auf diesen Punkt gesagt. Und in Vers 27 heißt es dann: „Aber ich, Daniel, lag mehrere Tage krank, ehe ich wieder aufstehen und die Geschäfte des Königs besorgen konnte. Ich war entsetzt über das Gesicht, und niemand verstand es.“

[23:28] Dann kommt der Engel Gabriel in Daniel 9 Jahre später und sagt dort ab Vers 21 heißt es da: „Ja, während ich noch redete – das ist noch Daniel – und betete, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich anfangs im Gesicht gesehen hatte (also Daniel 8), als ich völlig erschöpft war, um die Zeit des Abendopfers. Und er unterwies mich und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren. Als du anfängst zu beten, da ging ein Wort, und ich bin gekommen, es dir zu verkünden, denn du bist ein vielgeliebter Mann. So achte auf das Wort und verstehe das Gesicht.“ Daniel 9 ist die Erklärung zu Daniel 8 und ohne Daniel 9 kann man Daniel 8 nicht ausrechnen. Daniel 9 bringt dann die berühmten 490 Jahre als 70 Wochen dargestellt, wo die abgetrennt sind oder als Teilstück der 2300 Abend und Morgen die 490 Jahre darstellen, die besonders für Israel und für Jerusalem gelten. In dieser Zeit würde Gott die Erlösung für das Problem der Sünde bringen durch den Messias, der sterben würde für die Sünden der Menschheit.

[24:40] Und der Anfangspunkt für diese gesamte Prophetie, von der die 490 halt abgeschnitten sind oder dem Volk Israel vorbehalten sind, der findet sich in Vers 25: „So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten...“ und dann geht es immer weiter. Der Anfangspunkt ist dieser besondere Erlass zum Aufbau der Stadt Jerusalems und der wird uns in Esra 7 gegeben, im siebten Jahr des Artaxerxes, der dort Artaxaster heißt, 457 vor Christus. Es gab schon einen Befehl von Kyrus, den Tempel betreffend. Es gab einen Befehl von Darius dem Großen, Darius dem Ersten, ebenfalls den Tempel und die Vollendung des Tempels betreffend. Aber hier haben wir einen Befehl, der die Autonomie der Stadt Jerusalem beinhaltet und der offensichtlich so verstanden worden ist, wenn man das Buch Esra weiter studiert, dass die Mauer gebaut werden darf, denn das begann dann ab dem Zeitpunkt.

[25:39] Weitere Daten aus Daniel 9 sind natürlich dann 27 nach Christus, das Auftreten Jesu als des Gesalbten, der bei seiner Taufe mit dem Heiligen Geist gesalbt wird und mit Kraft. 31 nach Christus, in der Mitte der Woche, wo Jesus Schlacht- und Speisopfer durch seinen Kreuzestod abschafft und den ewigen Bund, den sogenannten Neuen Bund bestätigt. Und dann 34 nach Christus, die Zeit, wo Stephanus gesteinigt wird und die Gnadenzeit für das nationale Volk Israel als Volk Gottes sozusagen abläuft und das Volk Israel einen besonderen Status verliert.

[26:11] Wenn man all das dann unter Betracht zieht, kann man sehr leicht die 2300 Abend und Morgen ausrechnen. Sie enden nämlich genau im Jahre 1844. Dann würde das Gericht beginnen und das ist die Botschaft, die der Welt gepredigt werden soll. Es findet ein Gericht statt und nach Prediger 12 haben wir gesehen, gilt das für alle Menschen. Die Werke werden aufgedeckt. Paulus hat auch von diesem Gericht gesprochen als Teil seines Evangeliums. Es ist also nicht etwas, was erst die Adventbewegung irgendwie erfunden hätte und damit das Evangelium unausgewogen gemacht hat. Nein, Paulus spricht in seinem Evangelium in Römer 2 von diesem Gericht. Er sagt auch auf dem Areopag in Athen, dass Gott einen Zeitpunkt festgesetzt hat und er deutet dort an, dass Jesus der Richter ist. Das ist in Apostelgeschichte 17, Vers 31. Jesus sagt das selbst in Johannes 5, Vers 22, dass alles Gericht ihm übergeben worden ist. Auch Paulus im 2. Korinther 5, Vers 10, dass wir vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden müssen, weil Jesus ist nicht nur unser Richter, er ist auch unser Fürsprecher. Er ist Johannes 2, Vers 1. Er ist unser Hohepriester in Hebräer 8 und Hebräer 4.

[27:12] In diesem Gericht werden die Bücher geöffnet, so hat es Daniel 7 gesagt. Die Bücher, so sagt es Offenbarung 20, 12, enthalten unsere Werke, auch parallel zu Prediger 12 natürlich. Aber es gibt noch ein anderes Buch, wird dort gesagt: Das Buch des Lebens und das enthält Namen. So kann man aus Offenbarung 3, Vers 5 schlussfolgern: Wir müssen in diesem Buch des Lebens stehen, um gerettet werden zu können. Und wie kommt man dort hinein? Durch eine persönliche Entscheidung für Jesus Christus, also einen persönlichen Erretter, indem ich sein Opfer auf Golgatha für mich in Anspruch nehme, indem ich das Wirken des Heiligen Geistes zulasse, indem ich Neugeburt akzeptiere, die er mir anbietet, ein neues Leben beginne, mein altes Leben freiwillig ihm übergebe und er in mir wirken kann. Durch diese Neugeburt, diese Wiedergeburt, wird unser Name in das Buch des Lebens geschrieben. Und wenn wir bei Jesus bleiben und an seiner Gnade festhalten und uns auf sein Blut berufen, wird unser Name auch nicht ausgelöscht, denn wir werden überwinden durch das Blut und durch das Wort unseres Zeugnisses, wenn nötig, bis zum Tod, wie Offenbarung 12 sagt.

[28:29] Die Grundlage des Gerichts, so sagt uns Jakobus 2, Vers 8 bis 12, ist das königliche Gesetz, das Gesetz der Freiheit, was dort offensichtlich die zehn Gebote sind. Und dann heißt es in Offenbarung 14, Vers 7 immer noch: „Betet den an, der gemacht hat, den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen.“ Diese ganze Phrase erinnert natürlich ganz offensichtlich an 2. Mose 20. Es geht dort um den Sabbat in Vers 8 bis 11 in den zehn Geboten. Und dort lesen wir nur Vers 11 aus Zeitgründen: „Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruht am siebten Tag, darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt.“ Der Sabbat ist eine entscheidende Botschaft des ewigen Evangeliums hier am Ende der Zeit, auch in Verbindung mit dem Gesetz Gottes im Gericht, das wir durch die Gnade und Erlösung Jesu halten können. Wir haben ja schon bei dem Thema der Versiegelung gesehen, dass der Sabbat ein äußeres Zeichen der inneren Charakterversiegelung ist.

[29:44] Weiter geht es mit der zweiten Engelsbotschaft in Vers 8: „Und ein anderer Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.“ Diesmal keine laute Stimme, sondern die wird erst gebracht in Offenbarung 18, wo die Botschaft des zweiten Engels nochmal wiederholt wird. Babylon nach Offenbarung 17 Vers 1 bis 5 ist die untreue Frau, die Hure Babylon, eine abgefallene Gemeinde. Und damit sind die gefallenen Kirchen gemeint. Die Idee dieser großen Stadt geht zurück auf die Idee von der Gründung Babylons, dem ersten Reich unter Nimrod. Da lesen wir in 1. Mose 10 Vers 8 bis 10: „Auch zeugte Kusch den Nimrod; der war der erste Gewalthaber auf Erden. Er war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn. Daher sagt man: Ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn wie Nimrod. Und der Anfang seines Königreichs war Babel sowie Erek, Akkad und Kalne im Land Sinear. Von diesem zog er aus nach Assur und baute Ninive, Rehoboth-Ir und Kalach. Dazu Resen, das ist Ninive, Kalach, das ist die große Stadt.“ Das erste Imperium in der Rebellion gegen Gott nach der Sintflut. Das ist diese Idee von der großen Stadt.

[30:53] Was ist mit dem Wein der Unzucht gemeint? Wein wird oft mit Unzucht verbunden. Einige Bibeltexte, Manuskript. Traubensaft ist ein Segen nach Jesaja 65 und ein Symbol für das wahre Evangelium, für den neuen Bund durch das Blut Jesu. Der neue Bund bringt das Gesetz Gottes in unser Herz und schenkt uns eine direkte Beziehung zu Jesus. Durch dieses Blut werden wir zu König und Priester. Interessanterweise sagt uns das Alte Testament in Sprüche 31 und 3. Mose 10, dass gerade Könige und Priester keinen Alkohol trinken dürfen, weil das nämlich ihr Unterscheidungsvermögen, ihr geistliches Unterscheidungsvermögen und auch das Gesetz Gottes verdrehen würde. Der Wein Babylons ist also ein falsches Evangelium, eine falsche Darstellung des ewigen Bundes, das zwar von außen betrachtet ähnlich aussieht, aber statt zum Gehorsam zu einer Verwirrung bezüglich des Gesetzes führt.

[31:54] Der dritte Engel, Vers 9: „Und der dritte Engel folgte ihm, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt.“ Wieder haben wir eine laute Stimme. Der erste Engel hat ja die Wahrheit präsentiert, der zweite hat vor dem Irrtum gewarnt und der dritte ruft jetzt zur Entscheidung auf. Ich denke, diese Reihenfolge ist nicht unabsichtlich. Wir sollten immer zuerst die Wahrheit präsentieren, aufgrund dieser Wahrheit dann zeigen, warum bestimmte Systeme, wie bestimmte Kirchen, wie zum Beispiel die katholische Kirche und auch die abgefallenen Protestanten, die ja hier mit diesem Fall Babylons gemeint sind, wobei dieser Fall gerade der Protestanten immer noch anhält und erst in Offenbarung 18 vollständig erreicht dann sein wird, warum diese falschen Lehren mit dem wahren Evangelium nicht übereinstimmen und dann müssen wir zur Entscheidung aufrufen. Wir können also auch von der Reihenfolge hier etwas lernen.

[32:46] Das Tier ist natürlich das erste Tier aus Offenbarung 13, das Papsttum, das haben wir ja dort letzte Woche ausführlich studiert. Das Bild des Tieres, auch das letzte Woche angeschaut, ist die Verbindung von Kirche und Staat in den USA, die vom gefallenen Protestantismus dann gelenkt werden. Und dann kommen wir zu diesem Malzeichen. Da haben wir versprochen, dass wir hier etwas genauer darauf eingehen. Das Malzeichen muss ja offensichtlich im Gegensatz zum Siegel Gottes sein. Das heißt, er steht gegen den Charakter Gottes. Es ist gegen das Gesetz Gottes gerichtet, gegen die Idee von Charakterheilung gerichtet und es ist gegen den Sabbat gerichtet. Es ist das Malzeichen des Tieres. Es muss also eine Institution, eine Sache des Papsttums sein. Wir wissen aus Offenbarung 13, dass es durch das Bild des Tieres bewirkt wird. Es wird also durch ein Gesetz durchgesetzt. Es handelt sich also um irgendeine Art von religiösem Gesetz und die Parallele zu Daniel 3 ist hier natürlich ganz offensichtlich, wo auch das goldene Standbild als Vermischung von Wahrheit und Irrtum als religiöses Gesetz mit Gewalt durchgedrückt werden sollte.

[33:52] Interessant ist die Geschichte von König Usija in 2. Chronik 26 und dort Vers 16 bis 21. 2. Chronik 26 ab Vers 16: „Als er, Usija, aber stark geworden war, überhob sich sein Herz zu seinem Verderben und er versündigte sich an dem Herrn, seinem Gott, indem er in die Tempelhalle des Herrn ging, um auf dem Räucheraltar zu räuchern. Aber der Priester Asarja ging ihm nach und 80 Priester des Herrn mit ihm, vortreffliche Männer. Die traten dem König Usija entgegen und sprachen zu ihm: Usija, es steht nicht dir zu, dem Herrn zu räuchern, sondern den Priestern, den Söhnen Aarons, die zum Räuchern geheiligt sind. Verlass das Heiligtum, denn du hast dich versündigt und das bringt dir vor Gott, dem Herrn, keine Ehre.“ Also der König, der für den weltlichen Bereich der Herrschaft zuständig war, möchte jetzt plötzlich die Angelegenheit der Priester tun. Der Staat greift über in den Bereich des Religiösen sozusagen und die Priester warnen ihn und sagen: Nein, tu das nicht, vermische nicht das Weltliche mit dem Geistlichen. Du bist nicht zum Räuchern ausersehen, du bist kein Priester, du vergreifst dich sozusagen am Heiligtum. Und er wird gewarnt und er weigert sich.

[35:04] Vers 19: „Da wurde Usija zornig, während er die Räucherpfanne in seiner Hand hielt, um zu räuchern. Als er aber seinen Zorn gegen die Priester ausließ, da brach der Aussatz an seiner Stirn aus vor den Augen der Priester im Haus des Herrn beim Räucheraltar.“ Er hat ein sichtbares Zeichen an der Stirn, in dem Fall Aussatz als Symbol für Sünde, um die dahinterliegende Sünde seines Denkens, die Rebellion in seinem hier sich entwickelnden Charakter zu zeigen.

[35:34] Offenbarung 16 interessanterweise beschreibt in der ersten Plage, wie diejenigen, die das Malzeichen empfangen und annehmen, dass diese mit einem schmerzhaften Geschwür gestraft werden. Vers 2: „Und der erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde. Da entstand ein böses und schmerzhaftes Geschwür an den Menschen, die das Malzeichen des Tieres hatten und sein Bild anbeteten.“ Dieselben bekommen dann in der vierten Plage die Sonne zu spüren. Die Sonne versengt sie und wir sehen in den Plagen, das werden wir noch studieren, dass die Plagen immer korrespondieren mit den Taten der Menschen. Das, was sie getan haben, fällt jetzt auf sie zurück. Die Verehrung der Sonne ist ein sehr strafwürdiges Vergehen, sagt auch schon Hiob 31. Und als Hesekiel in einer Vision die Gräuel im Tempel sieht, in Hesekiel 8, wobei im Kontext Hesekiel 9 dann die Versiegelung anspricht und Hesekiel 10 auch Bilder hat, die dann für das Ende der Gnadenzeit verwendet werden. Also Hesekiel 8 durchaus hier auch eine Endzeitbedeutung hat.

[36:36] Wenn man diese Gräuel anschaut, dann ist als das schlimmste Gräuel folgendes aufgelistet in Vers 16: „Und er führte mich in den inneren Vorhof des Hauses des Herrn, und siehe, am Eingang zum Tempel des Herrn, zwischen der Halle und dem Altar, waren etwa 25 Männer, die kehrten dem Tempel des Herrn den Rücken, die Angesichter aber nach Osten, und sie warfen sich nach Osten anbetend vor der Sonne nieder.“ Das schlimmste Gräuel ist also Sonnenanbetung im Tempel Gottes. Das heißt, übertragen auf das Neue Testament wäre das eine Verehrung der Sonne innerhalb der Christenheit. Wenn man aus der Vogelperspektive diese Szene anschaut, könnte man denken, dass diejenigen, die hier anbeten, sich Richtung Brandopferaltar neigen. Der Brandopferaltar ist ein Symbol für das Opfer des Messias. Aber sie wenden ihren Rücken dem Gesetz und dem Heiligtum zu. Heute gibt es viele Christen, die einen großen Eifer für das Kreuz Jesu an den Tag legen, sich aber dem Heiligtum nicht zuwenden wollen und das Gesetz ignorieren. Und in Wirklichkeit, in den meisten Fällen sicherlich unbewusst, die Sonne verehren, denn der Sonntag als religiöser Ruhetag ist schon seit den Tagen Konstantins der ehrwürdige Tag der Sonne.

[38:00] Matthäus 7 zeigt uns in Vers 21 bis 23, dass viele, die Jesus am Ende der Zeit als Übertreter des Gesetzes bezeichnen und sagen: „Ich habe euch nie gekannt“, dass das Menschen sind, die sich selbst für Christen halten. Und die allermeisten Christen haben den Eindruck, dass zumindest die zehn Gebote gehalten werden sollen. Das Vierte ist das, um das es geht. Wenn sie also Gesetzesübertreter sind und sie sich selbst für Christen halten, die vielleicht sogar große Wunder im Namen Jesu getan haben, dann liegt es auch nahe, dass sie gerade dieses vierte von den meisten Christen nicht akzeptierte Gebot übertreten haben.

[38:39] Alles zusammen zeigt uns echt deutlich: Das Malzeichen ist kein Chip, der unter die Haut transplantiert wird. Das ist ziemlicher Quatsch. Das Malzeichen ist ein religiöses Gesetz, das ausgehend von den USA dann in der ganzen Welt zur Ehre des Papsttums ausgerufen werden wird und das mit Todesstrafe und zuvor mit wirtschaftlichen Sanktionen durchgesetzt wird, ein Gesetz, das die Verehrung und die religiöse Einhaltung des Sonntags fordern wird. Ein Sonntagsgesetz, beginnend in den USA, dann in der ganzen Welt wird die große Krise auslösen und jeder Einzelne von uns sollte sich auf diese Zeit vorbereiten. Die Zeit kommt, wo irgendwann die Anbetung am Sabbat, die Versammlung am Sabbat verboten sein wird und wo diese Sonntagsgesetze uns zwingen werden, unser Leben, wie wir es jetzt leben, aufgeben zu müssen, dann irgendwann sogar wirklich im buchstäblichen Sinne zu fliehen.

[39:38] Es geht um die Frage, ob wir Gott so sehr lieben, dass wir selbst unter großem Druck bereit sind, seinen Geboten aus Dankbarkeit und Liebesgehorsam zu zeigen, weil wir erlebt haben, was er für uns getan hat.

[39:50] Vers 10: „So wird auch er von dem Glutweingottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zorns. Er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm.“ Der Glutweingott, der eingeschenkt ist, das sind die sieben letzten Plagen, über die werden wir das nächste Mal dann ausführlicher sprechen. Markus 15, Vers 1 zeigt, dass hier der Zorn Gottes vollendet wird. Feuer und Schwefel dagegen bezieht sich auf den zweiten Tod nach den 1000 Jahren, wenn das Feuer alle Sünde verzehren wird. Auch die Parallele zu Sodom und Gomorra ist hier natürlich interessant. Also es ist eine doppelte Strafe. Es sind zwei Dinge angekündigt: Einmal die Plagen als direkte Folge dieser Endzeitkrise, aber dann auch der zweite Tod nach den tausend Jahren. Und das alles vor dem Lamm, denn Jesus ist bei all dem natürlich gegenwärtig und er ist auch dann derjenige, der für alle Menschen gestorben ist. Und niemand von diesen Menschen, die das dann erleiden werden, hätte es erleiden müssen. Jesus hatte den Kelch für sie getrunken und den Zorn Gottes für sie erlebt. Dass sie ihn dennoch selbst erleben, ist eine der größten tragischen Tatsachen des Universums. Dass Menschen es nicht in Anspruch nehmen, dass Jesus bereits alles für sie bezahlt hat und sie dann all das hier erleiden werden.

[41:21] Vers 11: „Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die, die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.“ Der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ein oft diskutierter Text, der allerdings recht einfach verständlich wird, wenn man einfach mal anschaut, wie diese Formulierung schon im Alten Testament verwendet wird. In Jesaja 34 haben wir ein sehr interessantes Gericht an Edom, das in mancherlei Hinsicht Endzeitcharakter hat. Wenn man da die Verse 3, 4, 5, 6 anschaut, da wird von dem Zusammenrollen des Himmels wie eine Buchrolle geschrieben. Da wird von dem großen Fest beschrieben, wo die Erschlagenen dann gegessen werden. Und ähnlich zumindest wie in Offenbarung 19 dann, all die Leichname, die dort bei diesem Schlachtopfer umkommen werden. Und dann heißt es in Verse 9 und 10: „Da sollen Edoms Bäche in Pech verwandelt werden und ihr Staub in Schwefel. Ja, ihr Land wird zu brennendem Pech. Tag und Nacht erlischt es nicht. Ewig wird sein Rauch aufsteigen. Es wird öde liegen von Geschlecht zu Geschlecht und niemand wird mehr hindurchziehen. Ewiglich.“ Und jetzt geht es aber weiter: „Und der Pelikan und der Igel werden es einnehmen und die Eule und der Rabe werden daran wohnen. Die Messschnur der Verwüstung wird er darüber ausspannen, das Richtblei der Verödung.“ Und dann in Verse 14 heißt es weiter: „Wüstentiere und Schakale werden einander begegnen und ein Ziegenbock dem anderen zurufen und so weiter. Vers 13: Ihren Palästen werden Dornen und Disteln, Nesseln und Disteln in den befestigten Städten. Sie werden den Schakalen zur Wohnung dienen, zum Gehege den Straußen.“ Also hier wird gesagt, dass Edom mit einem Feuer verbrannt wird, das nicht erlischt und wo der Rauch ewig aufsteigt, aber gleichzeitig leben dort Pelikane und Igel und den Nesseln und Disteln wachsen. Was also deutlich macht, da brennt es nicht die ganze Zeit. Diese Formulierung ist also offensichtlich metaphorisch und deutet endgültiges, unwiederbringliches Gericht an.

[42:23] Vers 12: „Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“ Matthäus 24, Vers 13 sagt: „Wer ausharrt bis ans Ende, wird gerettet werden.“ Dieses standhafte Ausharren ist so entscheidend. Es kommt am Ende nicht darauf an, dass wir irgendwelche Wundertaten getan haben, sondern, dass wir bei Jesus bleiben. Es ist eine Sache, zu Jesus zu kommen und sich für einen Moment an ihm zu freuen. Eine andere Sache ist es, inmitten all der Krisen des Lebens, all der Versuchungen, all der Schwierigkeiten, all der Sünden, die man begangen hat, immer wieder an Jesus festzuhalten, immer wieder zurückzukehren, an ihm zu bleiben und zu harren und auf ihn zu schauen, sodass er einen verändern kann. Das standhafte Ausharren geschieht durch Prüfungen und die Endzeit wird auch viele Prüfungen kennen und sie bewirkt Vollkommenheit. So sagt es Jakobus 1, Verse 2 bis 4. Hebräer 10 sagt, dass man nur durch das standhafte Ausharren die Verheißung erlangen kann. Es ist zu schade, wenn man das Evangelium versteht und begeistert ist und am Ende doch wieder abfällt. Wir müssen dranbleiben an Jesus und festhalten. So sagt er selbst, dann gewinnen wir unsere Seelen. Er sagt, dieses standhafte Ausharren ist eigentlich eines der wesentlichen Kennzeichen des guten Bodens, der erlaubt, dass der Glaube wirklich Wurzeln schlägt und auch nicht von Dornen und Disteln, von irgendwelchen schlechten Gewohnheiten, von Sorgen, von Vergnügungen wieder überwachsen wird.

[44:54] Die Heiligen, die hier angesprochen sind, sind natürlich die Gläubigen. Paulus nennt oft die Adressaten seiner Briefe „Heilige“ und sie sollen bei der Wiederkunft untadelig sein. Das sagt er in 1. Thessalonicher 3, Vers 13. Und als Heilige sollen sie schlechte Dinge nicht einmal erwähnen. Epheser 5, Vers 3. Und sie haben den Glauben an Jesus oder den Glauben Jesu, je nach Übersetzung ist beides grammatisch möglich im Griechischen, und sie haben die Gebote Gottes. Und hier zeigt sich, wie wunderbar diese Idee von Gerechtigkeit durch den Glauben, aus dem Glauben. Die Gerechtigkeit, die letztlich eigentlich der Gehorsam gegenüber den Geboten ist, wie uns auch 5. Mose schon deutlich zeigt, der aber nur möglich ist, durch das, was Jesus für uns getan hat und was wir ihm glauben.

[45:43] Und deswegen hat Ellen White absolut recht, wenn sie sagt, dass die dreifache Engelsbotschaft – und sie sagt die dritte Engelsbotschaft, die die anderen beiden umfasst – in Wahrheit die Botschaft von der Gerechtigkeit aus dem Glauben ist. Sie zeigt sich mir hier inmitten all der Krisen, inmitten all der Endzeitdramatik, wenn Tier und Bild des Tieres und Malzeichen eine große Rolle spielen, dann sind es die, die durch den Glauben gerecht sind, die ausharren an Jesus, die gerettet werden. Nicht diejenigen, die jedes Detail über den Papst wissen, nicht die schon jetzt ahnen, wann und wo das Sonntagsgesetz kommt, sondern diejenigen, die Gerechtigkeit aus dem Glauben erlebt haben und deswegen sich nicht bewegen lassen, wenn die ganze Welt dem Tier und dem Bild des Tieres folgt, die lieber sterben, als eine Sünde zu tun, die lieber sterben, als Gottes Gesetz zu übertreten, weil sie Gott so sehr lieben.

[46:33] Vers 13: „Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die zu mir sprach: Schreibe: Glückselig sind die Toten, die in dem Herrn sterben, von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihren Mühen; ihre Werke aber folgen ihnen nach.“ Es ist die zweite Seligpreisung in der Offenbarung nach Offenbarung 1, Vers 3. Insgesamt gibt es ja sieben in der Offenbarung. Interessant ist hier, wenn es heißt: „von nun an.“ Es gehört noch zur dreifachen Engelsbotschaft, also es ist jetzt die Zeit ab 1844, da beginnt die Zeit des Gerichts, die Stunde des Gerichts. Und das ist auch gerade der Zeitpunkt, wo historisch die dritte Engelsbotschaft jetzt dann entdeckt worden ist und dann auch danach verkündigt worden ist, von nun an.

[47:23] Das ist interessant, weil es eine ähnliche Seligpreisung gibt in Daniel 12. Dort heißt es nicht glückselig, sondern wohl dem. Das ist das hebräische Äquivalent, das Gegenstück zu glückselig. Und in Daniel 12, Vers 3 heißt es interessanterweise: „Wohl dem, oder glückselig, der ausharrt und 1335 Tage erreicht.“ Dort, ohne dass wir jetzt die Zeit haben, das genau zu begründen, geht es um das Jahr 1843. Glückselig sind die, die bis 1843 ausharren und warten, weil dann ab 1844 eine besondere Segnung, eine besondere Glückseligkeit auf sie wartet.

[48:14] In Daniel 12, Vers 2, haben wir bereits den interessanten Hinweis auf die sogenannte spezielle Auferstehung, die wir auch im Zuge von Offenbarung 1, Vers 7 hier schon mal kurz erklärt haben. Das Zitat dazu ist noch mal zum Großen Kampf hier im Sendemanuskript. Und die Idee ist, dass alle, die ab 1844 unter der dritten Engelsbotschaft gestorben sind, im Glauben daran gestorben sind, Teil dieser speziellen Auferstehung sein werden und dann die Wiederkunft Jesu, die dann im nächsten Vers, Offenbarung 14, Vers 14 beschrieben wird, vollständig miterleben werden, weil sie all diese spezielle Auferstehung erleben.

[48:53] Der Geist spricht. Wir haben ja nicht die Zeit, jetzt all die Verse nachzulesen, aber wir haben ja eine ganze Reihe von Versen, die belegen, dass der Heilige Geist eine eigenständige Persönlichkeit ist. Am besten, man erinnert sich mal daran, dass Galater 5, Vers 22 von der Frucht des Geistes spricht. Der Geist ist es, der Liebe erzeugt und der auch Dinge wie Selbstbeherrschung erzeugt. Das heißt, der Geist selbst muss Liebe haben, muss Freude haben und er muss auch Selbstbeherrschung haben. Er ist eine eigene Persönlichkeit.

[49:21] Vers 14: „Und ich sah und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der glich einem Sohn des Menschen. Er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel.“ Wieder haben wir dieses interessante Phänomen, das wir schon mehrmals beobachtet haben, dass Johannes erst einen Gegenstand sieht oder etwas, was mit Jesus verbunden ist. Und dann Jesus danach. Dass die Wolke eine Rolle bei der Wiederkunft spielt, wissen wir aus Offenbarung 1, Vers 7, Apostelgeschichte 1, Matthäus 24. Menschensohn, ein Begriff, der die Menschlichkeit Jesu, seine Menschheit betont. Der Begriff auch bekannt aus Daniel 7, Vers 13 und 14, wo dort der Mensch Jesus als Erlöser der Welt das Königtum über alle Königreiche bekommt und dort zum König gekrönt wird, bevor er dann hier zur Wiederkunft kommt.

[50:07] Dass die goldene Krone, die erwähnt wird, ist dem griechischen Stephanos, das ist der Siegeskranz, der einem Sieger verliehen wird, der eine Leistung erbracht hat, der etwas gewonnen hat. Dagegen ist in Offenbarung 19 das Wort für Krone Diadem. Dort geht es mehr um das Königsdiadem, dass man quasi von Natur aus als König hat, dass man nicht erst durch eine Leistung irgendwie erringen muss. Die Idee ist in Offenbarung 14, dass seine Menschlichkeit, seine Menschheit betont wird. Er hat überwunden als Mensch für uns. In Offenbarung 19 wird schwerpunktmäßig mehr seine Göttlichkeit betont. Er ist König, weil er Gott ist. Und beides zusammen ergibt ein komplettes Bild der Person Jesu in der Offenbarung bei der Wiederkunft als Mensch und Gott.

[51:04] In Vers 15 heißt es weiter: „Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: Sende deine Sichel und ernte, denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist.“ Die Sichel ist natürlich ein Bild der Ernte. Wir haben schon gesehen, es ist dieses Evangelium, das Evangelium vom Reich Gottes, von der Herrschaft Gottes, von der Regierung Gottes, von dem Gericht, von dem, was Gott für uns getan hat, dass jetzt dieses Evangelium vollendet und dass diese Ernte bringt. Jesus sagt, wenn dieses Evangelium gepredigt wird, dann wird das Ende der Weltzeit sein. Dann wird diese Ernte sein, wie Matthäus 13 sagt. Und das Evangelium ist vollendet worden, jetzt kann geerntet werden.

[51:50] Interessant ist die Formulierung: „Denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist.“ Das heißt, der Zeitpunkt der Ernte hat etwas mit der Reife der Ernte zu tun und dieses Konzept leuchtet sofort ein und wird aus Markus 4 sehr ersichtlich. Jesus sagt in einem sehr interessanten Gleichnis, in Markus 4, Vers 26 bis 29: „Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß; denn die Erde trägt von selbst Frucht. Zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, wenn sie also reif ist, schickt er sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da.“ Wann wird geerntet? Wenn die Frucht es zulässt. Das ist genau das, was der Engel sagt. Die Ernte der Erde ist überreif, es ist Zeit zu ernten.

[52:52] Das heißt, und das ist jetzt sehr wichtig zu verstehen, der Zeitpunkt der Ernte hängt davon ab, wie reif die Ernte ist. Wenn der Charakter Jesu Christi sich in seinem Volk vollends offenbart und gleichzeitig, Achtung, gut zu hören, das Böse sein festgesetztes Limit erreicht, was Gott nicht mehr erdulden wird, was beides, sowohl die Vollendung des Charakters im Volk, als auch das Erreichen des festgesetzten Limits für das Böse, was beides bewirkt wird, dadurch, dass das Evangelium weltweit verkündigt wird, dann wird das Ende kommen. Das Ende kommt nicht, wenn einfach Adventgläubige sich zu Hause einsperren und versuchen, heilig zu sein. Es kommt auch nicht, wenn sie einfach nur Traktate verteilen und denken, ihr Charakter ist unwichtig. Es kommt auch nicht, wenn wir immer nur sehen, wie viel mehr Böses passiert, sondern es kommt, wenn Menschen aus ganzem Herzen das Evangelium als Zeugnis verkündigen. Das, was sie selbst erleben, anderen weitergeben. Das wird dazu führen, dass sie immer mehr selbst wachsen in ihrem Charakter. Es wird dazu führen, dass es immer mehr Opposition gibt. Die Opposition wird wieder das Evangelium mehr zum Leuchten bringen, bis irgendwann die ganze Erde erleuchtet wird von der Herrlichkeit und dann kommt Jesus wieder.

[54:16] Vers 16 und 17 und 18: „Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde und die Erde wurde abgeerntet.“ Wir wissen aus der Bibel, aus anderen Stellen, dass die Engel eine entscheidende Rolle spielen, dann die Gläubigen einzusammeln. Vers 17 und 18: „Und ein weiterer Engel kam hervor aus dem Tempel, der im Himmel ist, und auch er hatte eine scharfe Sichel. Und ein weiterer Engel kam vom Altar her, der hatte Vollmacht über das Feuer, und er wandte sich mit lautem Rufen an den, der die scharfe Sichel hatte, und sprach: Sende deine scharfe Sichel aus und schneide die Trauben des Weinstocks der Erde ab, denn seine Beeren sind reif geworden.“ Hier sehen wir ebenfalls wieder, dass die Ernte reif geworden ist. Also beide Ernten werden gleichzeitig reif, weil sie sich auch in gewisser Weise bedingen. Je mehr das Evangelium leuchtet, desto größer wird die Bosheit der Feinde gegen das Evangelium. Und je größer die Bosheit wird, desto mehr leuchtet auch der Charakter der Gläubigen, weil Jesus in ihnen eine Feindesliebe bewirkt, die wirklich dem Charakter Gottes dann entspricht, so wie es Jesus in der Bergpredigt ausgeführt hat.

[55:27] Interessant ist, dass wir also in Offenbarung 14 eigentlich sechs Engel haben. Drei in der dreifachen Engelsbotschaft und drei dann hier bei der Ernte. Die ersten drei Engel haben quasi die Botschaft, die anderen drei sind mit der entsprechenden Erfüllung beschäftigt. In beiden Gruppen hat jeweils der erste quasi eine gute Botschaft oder die Ernte der Guten, während der zweite und dritte jeweils sich mit den bösen Mächten im Meer befasst und vor ihnen warnt, beziehungsweise dann auch die Bösen geerntet werden.

[55:53] Vers 19: „Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und schnitt den Weinstock der Erde ab und warf die Trauben in die große Kelter des Zorns Gottes. Und die Kelter wurde außerhalb der Stadt getreten und es floss Blut aus der Kelter bis an die Zäume der Pferde, 1600 Stadien weit.“ Die Idee ist hier, dass ein Bild aus Joel Kapitel 4 aufgegriffen wird. In Joel 4 wird die letzte Auseinandersetzung als die Schlacht im Tal Josaphat beschrieben und diese Auseinandersetzung ist gleichzeitig Schlacht und Ernte. In Joel 4 ab Vers 12 heißt es: „Die Heidenvölker sollen sich aufmachen und in das Tal Josaphat hinaufziehen. Dort will ich zu Gericht sitzen. Über alle Heidenvölker, legt die Sichel an, denn die Ernte ist reif, kommt und tretet, denn die Kelter ist voll, die Kufen fließen über, denn ihre Bosheit ist groß. Scharen um Scharen treffen ein im Tal der Entscheidung, denn nahe ist der Tag des Herrn im Tal der Entscheidung.“ Es ist eine Schlacht und gleichzeitig eine Ernte.

[57:01] Interessant ist, dass in Offenbarung 14 und 19 jeweils sowohl Schlacht als auch Ernte bei der Wiederkunft betont werden. In Offenbarung 14 ist es vor allem die Wiederkunft als eine Ernte, die beschrieben wird, aber es gibt auch das Element der Schlacht in Vers 20, wenn es heißt, dass das Blut bis an die Säume der Pferde geht, dann ist dieses Bild das Bild einer Schlacht, eine angreifende Heere, die gegen die Stadt kämpfen. In Offenbarung 19 ist es genau umgekehrt, da geht es größtenteils bei der Wiederkunft um die Darstellung einer Schlacht, da kommt Jesus auf einem Pferd und die Heere des Himmels folgen ihm und sie kämpfen und das Schwert geht aus seinem Mund, aber auch dort gibt es Anspielungen auf die Ernte, wenn er mit Blut bespritzt ist und die Kelter tritt. Wir sehen also, dass Offenbarung 14 und 19 jeweils in der Wiederkunft sehr stark von Joel 4 abhängig sind.

[57:50] Vielleicht ist noch interessant, was es bedeutet, 1600 Stadien, das sind etwa 296 Kilometer und das ist eine ziemlich dramatische Sache. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Stadt, wenn wir ausgehen würden, dass diese Stadt, um die da gekämpft wird, ja letztendlich ein Bild hier erstmal ist vor der Wiederkunft, nur ein Punkt wäre, dann wären es immer noch 296 Kilometer in alle Richtungen, wenn man von einer Belagerung ausgeht und wenn man das mal ein bisschen durchrechnet, dann auf Kubikmeter sozusagen und auf Liter, dann ist es unvorstellbar. Die Idee ist, sehr viele gottlose Menschen werden bei der Wiederkunft ihr Leben verlieren.

[58:40] Und weil das so dramatisch ist, dieses Ereignis und weil so viele Menschen gar nicht wissen, was auf sie zukommt und weil sie nicht wissen, dass der Preis für sie schon bezahlt worden ist und dass sie nichts von dem erleiden müssen, wenn sie nur einfach Jesus und seinem Wort glauben. Deswegen sucht Gott verzweifelt Menschen, die dieses Evangelium, diese wenigen Verse der dreifachen Engelsbotschaft zu ihrem absoluten Lebensmittelpunkt machen, die Jesus so sehr lieben, dass sie ihr Leben an dieser dreifachen Engelsbotschaft orientieren, in ihrem Alltag, in dem, was sie glauben, was sie mit anderen besprechen, ja wie sie ihr Leben organisieren, welchen Beruf sie ergreifen, welche Hobbys sie haben, mit dem Ziel, mit all den verschiedenen Gaben, die Gott uns gegeben hat, irgendwie diese dreifache Engelsbotschaft zu fördern.

[59:38] Lieber Freund, liebe Freundin, fördert dein Leben die Verkündigung der dreifachen Engelsbotschaft durch dein Zeugnis, durch deine Ressourcen, durch deine Aktivität, durch deinen Charakter. Möchtest du das ewige Evangelium zum Mittelpunkt deines Lebens machen? Möchtest du deine beste Kraft, deine Ressourcen, dein Herzblut hineingeben, damit diese wunderbare Botschaft erstens dich rettet und zweitens anderen bekannt gemacht wird? Der Herr wünscht sich so sehr Menschen, die diese Botschaft lieben und zum Mittelpunkt ihres Lebens machen. Ich glaube, dass Jesus sehr bald wiederkommen kann. Möchtest du dir vornehmen, alles, was du tust, daran zu messen, ob es der Verkündigung des ewigen Evangeliums förderlich ist? Möchtest du dieses Evangelium selbst zu deinem Hauptstudium machen und über das sein, über das du immer wieder und ständig nachdenkst? Gott segne dich in deiner Entscheidung. Nächste Woche werden wir hier weiter studieren, dann die sieben letzten Plagen uns anschauen. Bis dahin wünsche ich euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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