[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur vierten Folge unserer speziellen CSH-Serie über das Buch der Offenbarung. Was für ein spannendes Buch und es war eine tolle Gelegenheit, dieses letzte Buch der Bibel intensiv gemeinsam zu studieren. Wir haben in den letzten drei Folgen uns mit dem ersten großen Visionskomplex beschäftigt, mit der Einleitung und dann den sieben Sendschreiben, die symbolisch die Geschichte der Gemeinde skizziert haben.
[1:00] Mit dieser Folge wollen wir nun den nächsten großen Visionskomplex beginnen. Heute, in dieser vierten Folge, soll es um Kapitel 4 und 5 gehen. Die Einleitung, die himmlische Einleitungsszene zu den sieben Siegeln. Wir wollen uns damit vorbereiten auf das Bibelgespräch am 26. Januar, und das Thema ist: „Würdig ist das Lamm“. Es geht um den himmlischen Gottesdienst. Wir wollen studieren, wie im Himmel Gott angebetet wird. Und weil das nicht nur eine Theorie ist, sondern in unserem Leben praktisch greifbar sein soll, wollen wir natürlich auch selbst Gott anbeten und mit einem Gebet dieses Bibelstudium beginnen.
[1:44] Lieber Vater im Himmel, würdig bist du, zu nehmen alle Macht und alle Ehre und alle Kraft, so wie es steht in der Offenbarung. Denn du bist unser Schöpfer und du liebst uns mit einer Liebe, die wir gar nicht wirklich richtig erfassen. Und deine Liebe ist so groß, dass du deinen Sohn gesandt hast, um uns zu erretten. Und du offenbarst uns in diesem letzten Buch der Bibel den großen Plan der Erlösung, auf eine Art und Weise, die uns wirklich fasziniert. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt in den kommenden Minuten durch deinen Heiligen Geist unsere Herzen erleuchtest, dass wir die Wahrheit verstehen, dass wir angezogen werden von deiner Liebe und unser ganzes Herz dir geben und echte Anbetungen in unserem Leben erleben, indem wir alles auf den Altar legen, was wir haben. Bitte sprich du zu unseren Herzen und hab Dank, dass du deine Verheißung wahr machen wirst, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Im Namen unseres Schöpfers und Erlösers, Jesus Christus. Amen.
[2:48] Beginnen wir in Offenbarung 4 und dort Vers 1. Johannes sagt: „Nach diesem schaute ich und siehe, eine Tür war geöffnet im Himmel, und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte, sprach: Komm hier herauf, und ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.“ Die erste Stimme bezieht sich natürlich auf die Stimme, die er in Kapitel 1 gehört hat, in den Versen 10 und an den folgenden, als er diese Stimme hinter sich hört und sich umdreht und die sieben Leuchter sieht und Jesus mitten unter ihnen wandeln. Es ist ja immer noch Sabbat auf Patmos. Jesus hat den einsamen Johannes besucht, der wohl keine richtige Gemeinde dort vor Ort hat. Er wird sich erinnert haben an die schönen Sabbate, die er erlebt hat im Kreise seiner Lieben in den Gemeinden, die er besucht hat. Jetzt war er wohl mehr oder weniger allein. Er konnte anhand der Natur, an dem Rauschen des Ozeans, des Mittelmeers, an dem blauen Himmel, der felsigen Küste etwas lernen von der Schöpferkraft Gottes. Es war ein etwas merkwürdiger Sabbat, so gefangen zu sein auf der Insel dort. Und Jesus kam ja, das haben wir studiert, um ihn zu besuchen und ihm wichtige Botschaften mitzugeben für die Gemeinden bis ans Ende der Zeitalter.
[4:10] Aber damit war es nicht genug. Jesus lädt ihn jetzt ein, teilzuhaben am himmlischen Gottesdienst. An dem Sabbat, als er am Morgen aufwachte und vielleicht dachte: „Dieser Sabbat wird nicht so schön sein, wie vielleicht die früheren Sabbate, die ich in früheren Jahren erlebt habe.“ Genau an diesem Sabbat, als er scheinbar einsam auf dieser Gefängnisinsel den Sabbat verbringen muss, an diesem Sabbat hat er das Vorrecht, das nur sehr wenige Menschen jemals gehabt haben, nämlich teilzuhaben einer Vision an dem himmlischen Gottesdienst, der himmlischen Musik, die himmlischen Chöre zu hören, die himmlische Anbetung wahrzunehmen. Was für ein Privileg! Jesus lädt ihn ein, in der Vision jetzt in den Himmel zu kommen. Das heißt hier: „Komm hier rauf, und ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.“ Diese Formulierung kennen wir auch aus Kapitel 1, Vers 19. Es war dort die Einleitung für die sieben Sendschreiben. Und so sehen wir das auch hier: Diese Kapitel 4 und 5 bilden jetzt die Einleitung dann für die sieben Siegel, die wir nächste Woche dann in Kapitel 6 studieren werden.
[5:11] Vers 2: „Und sogleich war ich im Geist.“ Also er hat eine Vision. „Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.“ Wie schon in Kapitel 1, Vers 12 und 13, sieht er nicht zuerst das göttliche Wesen, sondern einen Gegenstand, der mit dem göttlichen Wesen verbunden ist. Er hat damals zuerst die sieben Leuchter gesehen und dann Jesus mitten unter ihnen wandeln. Hier sieht er zuerst den Thron und dann Gott auf dem Thron, was also nicht Gott in seiner Bedeutung herabsetzen soll, aber den Thron als ein wesentliches Bestandteil dieser Vision herausstellen soll. Der Thron ist tatsächlich eines der absoluten Schlüsselworte hier in Kapitel 4 und 5. Der Thron ist ja das sichtbare Zeichen der Herrschaft Gottes, des Reiches Gottes, und alles hier in Kapitel 4 und 5 ist um den Thron herum organisiert. Die vier lebendigen Wesen sind um den Thron, die 24 Ältesten sind um den Thron. Das Lamm ist mitten im Thron, der Regenbogen leuchtet um den Thron herum. Alles fokussiert sich auf den Thron.
[6:21] Im alttestamentlichen Heiligtum war es die Bundeslade, die Allerheiligsten, die diesen Thron repräsentiert hat. Und mittendrin befand sich das Gesetz Gottes als Basis und als Fundament für die Regierung Gottes. Der göttliche, der himmlische Gottesdienst im himmlischen Heiligtum ist zentriert und fokussiert auf Gottes Gesetz, auf sein Wesen, auf seinen Charakter, auf seine Herrschaft.
[6:54] Vers 3: „Und der darauf saß, war in seinem Aussehen einem Jaspis und einem Sadis-Stein gleich, und ein Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd.“ Der Regenbogen ist natürlich das Zeichen des Bundes seit den Tagen der Sintflut, als Gott den Regenbogen in die Wolken setzte, um den Menschen deutlich zu machen, dass er zu seinem Versprechen stehen würde. Auch in Hesekiel 1 finden wir eine Thronvision, wo ein Regenbogen eine Rolle spielt. In Hesekiel 1 sehen wir übrigens auch, dass der Thron Gottes beweglich ist und dass er Räder hat und von einem Ort zum nächsten gelangen kann. Wir sehen zum Beispiel auch in Daniel 7, dass dort Throne aufgestellt wurden, dort in das Allerheiligste hineingebracht werden. Und das bedeutet also, dass, obwohl die Bundeslade im Allerheiligsten im Alten Testament im Heiligtum war, bedeutet das, dass nicht notwendigerweise überall, wo wir den Thron Gottes sehen, automatisch das Allerheiligste zu vermuten ist, sondern wie wir noch sehen werden, befindet sich diese Szene eigentlich im Heiligen, nicht im Allerheiligsten. Aber dazu gleich noch mehr.
[8:10] Vers 4: „Und rings um den Thron waren 24 Thronen, und auf den Thronen sah ich 24 Älteste sitzen, die mit weißen Kleidern bekleidet waren und auf ihren Häuptern goldene Kronen hatten.“ Die Identität dieser 24 Ältesten ist etwas umstritten. Es gibt dort verschiedene Optionen. Zwei sind eigentlich besonders nachdenkenswert, ohne dass wir uns hier heute für eine entscheiden wollen. Das könnt ihr auch selbst ein bisschen weiter studieren, was ihr persönlich für plausibler haltet. Entweder handelt es sich um Vertreter ungefallener Welten, so ein bisschen ähnlich wie auch in Hiob 1, wo die Söhne Gottes zusammenkommen, um Rat zu halten, auch bei Gott. Oder aber es könnte sich möglicherweise auch um diejenigen handeln, die bei der Kreuzigung Jesu auferstanden sind und dann mit ihm in den Himmel aufgefahren sind. Wenn man das letzte Kapitel im Leben Jesu studiert, dann sieht man dort sehr viele Parallelen zwischen der Beschreibung dort und Offenbarung 4, und da könnte man den Eindruck gewinnen, dass diese 24 Ältesten möglicherweise diese mit Auferstandenen sind. Wie gesagt, allerdings ist das eine Sache, wo man sich nicht streiten sollte und wo man auch sicherlich verschiedener Meinung sein kann, weil es nicht ganz so entscheidend ist für die Gesamtaussage dieses Kapitels.
[9:29] Vers 5: „Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus, und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind.“ Sieben Feuerfackeln vor dem Thron, das erinnert natürlich an den siebenarmigen Leuchter, der stand nun definitiv im Heiligen. Es erinnert aber auch an die sieben Leuchter natürlich, die Johannes schon in Kapitel 1 gesehen hat. Die Symbole waren für die Gemeinden auf der Erde. Der siebenarmige Leuchter im himmlischen Heiligtum, und das wird hier aus dem Text ja auch sehr deutlich, wenn es heißt: „welche die sieben Geister Gottes sind“, steht für den Heiligen Geist. Wir haben ja schon nach Offenbarung 1, Vers 4 gesehen, dass nach Jesaja 11, Vers 1 und 2 ist der Heilige Geist, der durch diese sieben Geister ausgedrückt wird. Der Heilige Geist spielt eine entscheidende Rolle im himmlischen Gottesdienst, aber der Heilige Geist spielt auch die entscheidende Rolle in dem Wirken der Gemeinde. Da sind sieben Leuchter auf der Erde und sieben Feuerfackeln im Himmel vor dem Thron.
[10:40] Was soll das dem Johannes und uns sagen? Die Arbeit der Gemeinde ist mit dem Wirken Gottes im Himmel auf das engste verzahnt. Da die Gemeinde auf der Erde und die Gemeinde im Himmel hängen ganz eng zusammen. Ellen White sagt uns: Wenn es etwas gibt, das wir durch das Studium der Offenbarung besonders verstehen sollten, dann wie eng der Himmel mit der Erde zusammenwirkt. Die Gemeinde ist in ihren Aufgaben, in ihren Schwierigkeiten, in den Herausforderungen der sieben Zeitalter nicht auf sich alleine gestellt, sondern im Himmel gibt es die sieben Feuerfackeln, den Heiligen Geist, der auf der Erde die Gemeinde erfüllt, die Gläubigen erfüllt und ihre Gebete natürlich auch dann umformuliert im himmlischen Heiligtum und dort für sie auch mit eintritt.
[11:37] In Vers 6 heißt es jetzt: „Und vor dem Thron war ein gläsernes Meer, gleich Kristall, und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron waren vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten.“ Vers 7: „Und das erste lebendige Wesen glich einem Löwen, und das zweite lebendige Wesen glich einem jungen Stier. Das dritte lebendige Wesen hatte ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte lebendige Wesen glich einem fliegenden Adler.“ Vers 8: „Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel. Ringsherum und inwendig waren sie voller Augen, und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt.“
[12:24] Diese lebendigen Wesen finden wir auch in der Thronvision von Hesekiel Kapitel 1. Das war ja die erste Vision, die Hesekiel überhaupt gesehen hat, mit der das Buch dann beginnt. Und es ist interessant, wie ähnlich der Grundaufbau des Buches Hesekiel mit dem Grundaufbau der Offenbarung übereinstimmt. Nur ein paar Eckdaten, das mal zu illustrieren: Das Buch Hesekiel beginnt mit dieser Thronvision, mit dem beweglichen Thron und den vier lebendigen Wesen und dem Regenbogen und so weiter. Es endet mit der Vision vom neuen Jerusalem mit dem Wasser des Lebens und den Bäumen dort, die zwölfmal Früchte bringen und die Blätter sind für die Heilung der Nationen. Im Zentrum des Buches finden wir den Fall Luzifers in Kapitel 28. Ungefähr im ersten Viertel finden wir die Versiegelung und impliziert auch die Mahlzeichen-Thematik. Wir finden kurz vor der Vision des neuen Jerusalems die große Schlacht von Gog und Magog. Ähnlich in der Offenbarung auch: Dort haben wir auch am Anfang die Vision von Jesus und dann hier diese Thronvision. Wir haben ganz am Ende die Vision vom neuen Jerusalem. Wir haben genau im Zentrum in Kapitel 12 den Fall Luzifers, in 12 Vers 7, den großen Kampf. Wir haben ungefähr im ersten Viertel die Versiegelung in Kapitel 7. Wir haben kurz vor der neuen Erde dann die Schlacht von Gog und Magog. Es scheint so zu sein, dass hier die Offenbarung auch in gewisser Weise der großen roten Linie des Buches Hesekiel folgt, ohne dass wir es bis ins Detail jetzt hier weiter verfolgen wollen.
[14:04] Diese lebendigen Wesen sind offensichtlich Engel. So sehen wir es auch in Hesekiel 1. Man kann auch das mit Jesaja 6 vergleichen, wo Engel bei diesen großen Visionen, diesen Eingangsvisionen für die Propheten eine große Rolle spielen. Interessant ist ihre Beschreibung, denn diese vier Engel reflektieren in ihrer Symbolik die Herrlichkeit, den Charakter Jesu. Der Löwe steht für Königtum. Später wird Jesus noch in diesem Abschnitt hier in Kapitel 5 der Löwe aus dem Stamm Juda genannt werden. Jesus ist König. Der Stier ist ein Opfertier und repräsentiert das Opfer Jesu für uns. Der Mensch ist ganz offensichtlich ein Hinweis für die Erniedrigung Jesu, die Demut, die Jesus gehabt hat, indem er seine Vorrechte im Himmel verlassen hat und Mensch geworden ist. Und der fliegende Adler ist ein Hinweis auf die Rolle Jesu, in der er sein Volk durch die Wüste führt, dieser Welt und auch ganz konkret damals beim Auszug aus Ägypten. Dort finden wir mindestens zweimal diese Idee. Einmal in 2. Mose 19 und dort Vers 4 als Beispiel. Dann auch in 5. Mose 32. In 2. Mose 19 und dort Vers 4 lesen wir: „Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.“ Also dieser fliegende Adler, ein Symbol für die Führung Jesu, die er seiner Gemeinde angedeihen lässt.
[15:34] Die Engel, die dort vor dem Thron anbeten, reflektieren die Herrlichkeit und den Charakter Jesu. Was für ein schönes Bild für wahre Anbetung. Uns wird gesagt in 2. Korinther Kapitel 3 und dort Vers 18: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“ Wahre Anbetung, die auf den Thron Gottes, auf sein Reich, auf sein Gesetz, auf seinen Bund, auf seine Verheißung gerichtet ist, wird dazu führen, dass wir, obwohl wir Gott anbeten, selbst dann die Eigenschaften Jesu in die Welt hinaus reflektieren.
[16:30] Sie können gar nicht aufhören zu rufen: „Heilig, heilig, heilig.“ Eines der wesentlichen Elemente des himmlischen Gottesdienstes ist die Heiligkeit Gottes. Er ist die Quelle aller Heiligkeit. Es ist Gott, der den Thron, der das Heiligtum heiligt, der den Altar heiligt. Es ist Gott, der den Sabbat heiligt. Gott heiligt uns. All das kann er tun, weil er selbst die Heiligkeit an sich ist. Uns wird gesagt, dass auch Jesus die Heiligkeit ist, in 1. Korinther, Kapitel 1 und dort Vers 30: „Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist, zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung.“ Wahre Anbetung wird niemals die Heiligkeit Gottes minimieren. Im Gegenteil, die wahre Anbetung wird die Heiligkeit Gottes mit allem, was zur Verfügung steht, möglichst groß machen wollen. Heiligkeit ist nicht nur ein Nebenaspekt im himmlischen Gottesdienst, den wir als Ideal hier gezeigt bekommen, damit wir in unserem irdischen Gottesdienst möglichst nahe diesem Ideal kommen. Nein, die Heiligkeit Gottes ist das, worum sich alles dreht im Himmel und hoffentlich auch in unserer Anbetung.
[17:52] Und in unseren Gottesdiensten: „Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Allmächtige.“ Erst nach Offenbarung 1, Vers 8 und dort auch Vers 4 und 5, handelt es sich hierbei natürlich um Gott, den Vater.
[18:07] Vers 9 und 10: „Und jedes Mal, wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Dank darbringen, der auf dem, dem, der auf dem Thron sitzt, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so fallen die 24 Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und sie werfen ihre Kronen vor dem Thron nieder und sprechen: Würdig bist du, oh Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen.“
[18:39] Interessant ist doch hier, dass von Gott, dem Vater, gesagt wird, dass er von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt. Diese Formulierung kennen wir schon aus der Offenbarung, nämlich aus Offenbarung 1 und dort Vers 18. Dort war es Jesus, der gesagt hat: „Und der Lebende, und ich war tot und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Hier wird wiederum dasselbe von Gott, dem Vater, gesagt, was auch von Jesus gesagt wird, um zu illustrieren: Beide sind wirklich gleich, beide sind Gott, beide sind ewig.
[19:19] Auch interessant ist, wie die himmlischen Wesen hier in der Anbetung ihre Kronen vor dem Thron niederwerfen, niederlegen, weil sie realisieren, auch im himmlischen Heiligtum, im himmlischen Tempel, dass sie selbst nichts haben, was nicht Geschenk und Gnade Gottes ist. Alles kommt von Gott, und deswegen haben sie keine eigene Gerechtigkeit, die sie irgendwie rühmend darbringen. Nein, sie wissen, auch die Kronen, die sie tragen, haben sie allein wegen Gott. Alles Gute kommt von ihm, alle eigene Ehre wird beiseite gelegt, um ihm, dem wahren Gott, dem Schöpfer und dem, wie wir noch sehen werden, dem Erlöser, die Anbetung zu geben, die ihm wirklich zukommt.
[20:12] „Würdig bist du, oh Herr, zu empfangen, den Ruhm und die Ehre und die Macht.“ Sagen sie, beten sie und singen sie. Und der Grund für die Anbetung wird hier gegeben. Es ist der eigentliche Hauptgrund, der sich durch die gesamte Bibel hindurch zieht, warum wir Gott anbeten. Wir beten nicht Gott an, weil er einfach nur nicht gesündigt hat, denn auch viele Engel haben nicht gesündigt. Wir beten nicht nur Gott an, weil er nett ist, auch das gilt für viele Engel. Wir beten Gott an, und das umfasst dann seinen gesamten Wesen, seinen Charakter. Wir beten Gott an, weil er Schöpfer ist. Seine schöpferische Kraft, weil er uns das Leben gegeben hat und es auch erhält, ist der eigentliche Grund für Anbetung. „Er gibt allen das Leben“, so sagt es Römer 11, Vers 36. Und wenn wir Gott als den wahren Schöpfer in unserem Leben anerkennen, dann entzieht das allem Götzendienst die Grundlage. Das war eigentlich so die Überlegung, die Paulus in Athen in Apostelgeschichte 17, Vers 24 vorgebracht hat.
[21:21] Eine ganz praktische Implikation ergibt sich, wenn wir Jeremia 32 uns anschauen. Dort heißt es in Vers 17: „Ach Herr, Herr, siehe, du hast den Himmel und die Erde gemacht mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm. Dir ist nichts unmöglich.“ Wenn wir wirklich verstehen, dass Gott der Schöpfer ist, dann wissen wir, dass es kein Gebetsanliegen gibt, bei dem Gott sagen muss: „Oh, das schaffe ich nicht.“ Wenn wir wissen, dass er durch sein Wort das Licht gesprochen hat in die Dunkelheit hinein, wenn durch sein Wort die gesamten Sternensysteme entstanden sind, wenn wir selbst durch ihn geschaffen worden sind, dann kann er jedes Problem lösen. Es ist also wichtig, wenn wir unsere Gebetsanliegen vor ihn bringen, dass uns bewusst ist: Er ist unser Schöpfer.
[22:13] Und aus diesem Grund hat Gott insbesondere den Sabbat-Tag, der ja ein Andenken an die Schöpfung sein soll, bestimmt, damit wir an diesem Tag mehr als an allen anderen Tagen Zeit haben, Gott anzubeten, ihm zu dienen, ihm zu danken und von ihm zu lernen.
[22:32] Johannes hat keine Kapitel eingeteilt in seinem Buch, das kam viel später. Für Johannes ging die Szene einfach bruchlos weiter, als er hier in den nächsten Versen jetzt auf den Thron schaut. Für ihn war Kapitel 4 und 5 eine große Einheit.
[22:49] Kapitel 5, Vers 1: „Der auf dem Thron saß, ein Buch, innen und außen beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt.“ In der Rechten, das ist ein interessanter Hinweis, denn die Rechte ist die Seite der Gunst. Wir erinnern uns zum Beispiel an den Engel Gabriel, der dem Zacharias im Tempel erschien und zur Rechten des Altars ihm erschien. Wir können auch in Hebräer 8 lesen, dass Jesus, wie es hier heißt, „die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohen Priester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel.“ Das Buch in der Hand Gottes hat also etwas mit dem zu tun, was uns gut tut, was eigentlich mit der Gnade Gottes, seiner Gunst zu tun hat.
[23:38] Nun, was ist dieses Buch? Was ist diese Buchrolle? Der Hintergrund für dieses ganze Kapitel jetzt ist in einem Kapitel des Propheten Jeremia zu finden. Jeremia 32, das wollen wir uns gemeinsam kurz einmal anschauen. Finden wir eine interessante Situation. Es ist gerade die Zeit, als Babylon sich anschickt, die letzten Reste des jüdischen Königreichs zu vernichten. Belagerung folgt auf Belagerung. Und es ist klar aus den Weissagungen Jeremias, dass Jerusalem vollständig fallen wird, dass alles zerstört werden wird, weil das Volk nicht auf die Warnung hören möchte. Es ist eine traurige, ja fast hoffnungslose Situation. Und mitten in dieser Situation bekommt Jeremia den Auftrag, einen Acker zu kaufen außerhalb von Jerusalem.
[24:26] Wir lesen dort ab Vers 6: „Und Jeremia sprach: Das Wort des Herrn ist an mich ergangen: Siehe, Hanamel, der Sohn deines Onkels Schalom, wird zu dir kommen und sagen: Kaufe dir mein Feld, das bei Anatot liegt, denn dir steht das Lösungsrecht zu, es zu kaufen.“ Da kam ein fetter Hanamel gemäß dem Wort des Herrn zu mir in den Gefängnishof und sprach zu mir: „Kaufe doch mein Feld, das bei Anatot im Land Benjamin liegt, denn dir steht das Erbrecht und das Lösungsrecht zu. Kaufe es dir.“ Da erkannte ich, das Wort des Herrn war Vers 9: „Und ich kaufte das Feld bei Anatot von meinem Vetter Hanamel und wog ihm das Geld da, 17 Schäkel Silber.“
[25:03] Jeremia kauft in einer Zeit, wo niemand eigentlich daran denkt, Land zu kaufen, weil alles gerade eingenommen wird von den Babyloniern. Er kauft ein Stück Acker, interessanterweise basierend auf dem alten gesetzlichen Grundsatz des Lösungsrechtes, wo ein nahe Verwandter einen Gegenstand, ein Feld, ein Stück Land oder auch eine Person auslösen konnte und sollte. Wir sehen das auch in dem Buch Ruth, ganz prominent. Der, der das auslöste, war der sogenannte Löser oder auch der Erlöser dann später.
[25:47] Dieser Kauf sollte symbolisch dem Volk zeigen, dass es noch Hoffnung gibt, dass irgendwann wieder dieses Land dem Volk gehören würde, dass sie zurückkehren würde und dass, obwohl alles hoffnungslos zum Zeitpunkt aussah, es doch noch eine Wiederherstellung geben würde. Schauen wir in Vers 15: „Denn so spricht der Herr, der Herrscher, der Gott Israels: Es sollen in diesem Land wieder Häuser und Felder und Weinberge gekauft werden.“
[26:12] Nun, dieser Kauf wurde besiegelt durch einen Kaufvertrag, einen Kaufbrief, Vers 10: „Und ich schrieb einen Kaufbrief und versiegelte ihn und berief Zeugen und wog das Geld auf der Waage ab. Und ich nahm den versiegelten Kaufbrief mit der Abmachung und den Bedingungen dazu, auch den offenen.“ Und jetzt kommt es darauf an, das zu verstehen. Es gab zwei Kaufbriefe. Der eine war offen, dort stand alles drin, was notwendig war, um zu beweisen, dass Jeremia dieses Feld gekauft hatte. Wenn aber Jahrzehnte später vielleicht diese Tatsache in Frage gestellt werden würde, gab es einen versiegelten Kaufbrief, der eigentlich noch mal dasselbe enthalten sollte, den man dann im Fall des Falles aufbrechen konnte, um nachzuweisen, dass das, was im offenen Brief steht, auch tatsächlich den Tatsachen entspricht. Der versiegelte Kaufbrief war sozusagen eine Art Schutz vor Manipulation, vor Veränderung. Er sollte beweisen, wer der originale Käufer ist und dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Dieser Kaufbrief sollte übrigens lange aufbewahrt werden, so sagt es Vers 14.
[27:21] Dies ist der Hintergrund für die Vision hier in Offenbarung 5. Dieses Buch enthält also die Frage: Wer hat gelöst? Wer hat erlöst? Wer hat in einer hoffnungslosen Situation ein Stück Land, in dem Fall die Erde, den Planeten Erde, gekauft? Zu einem Zeitpunkt, wo er ihn vielleicht noch nicht selbst benutzen konnte, so wie Jeremia den Acker nicht gleich benutzen konnte, aber um einmal später dieses Land wiederherstellen zu können. Darum geht es in diesem Buch.
[28:02] Ellen White kommentiert, dass dieses Buch die gesamte Geschichte der Erlösung und dieser Welt enthält. Und wir haben ein paar Ellen White Zitate hier im Sendemanuskript enthalten, die ihr nachlesen könnt. Da sagt sie zum Beispiel: „Dort in seiner offenen Hand lag das Buch, die Buchrolle der Vorsehung Gottes, der prophetischen Geschichte von Nation und der Gemeinde. Hierin enthalten waren die göttlichen Aussprüche, seine Autorität, seine Gebote, seine Gesetze, der ganze symbolische Rat des Ewigen und die Geschichte aller herrschenden Mächte unter den Nationen. In symbolischer Sprache enthielt dieses Buch den Einfluss jeder Nation, Sprache und Volk vom Anfang der Weltgeschichte bis zu ihrem Ende.“
[28:43] Vers 2: „Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen?“ Die Frage ist: Wer ist der wahre Käufer? Wer ist der wahre Löser? Wer hat das Recht an den Gekauften, sozusagen?
[29:01] Vers 3: „Und niemand, weder im Himmel, noch auf der Erde, noch unter der Erde vermochte das Buch zu öffnen, noch hinein zu blicken.“ Vers 4: „Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und zu lesen, noch auch hinein zu blicken.“ Bei diesem Buch geht es eben nicht nur um ein bisschen interessante Hintergrundinformationen, die man gern gehabt hätte. Johannes verstand, mit diesem Buch verbindet sich das Schicksal aller Nationen. Mit diesem Buch verbindet sich das Schicksal aller Menschen. Ja, mein persönliches Schicksal hängt von diesem Buch ab. Kann es geöffnet werden? Gibt es jemanden, der beweisen kann, dass er ein Recht hat, dass er mich gekauft hat? Niemand scheint auf diese Frage antworten zu können, im Himmel und auf Erden. Nirgendwo gibt es jemanden, der sagen kann: „Ja, ich habe den Preis bezahlt.“ Es gab in dieser Welt viele kluge Männer, viele weise Männer, sehr viele religiöse Männer, die gute philosophische, ethische Grundsätze gepredigt haben, aber niemand kann in dieser Szene auftreten und sagen: „Ich habe den Preis bezahlt. Mir gehört die Welt. Mir gehören diese Menschen, die erkauft worden sind.“ Und Johannes weint.
[30:19] Aber es heißt in Vers 5: „Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen.“ Jemand hat überwunden. Es gibt einen Erlöser, es gibt einen Käufer, jemand, der gesiegt hat. Niemand anderes als Jesus Christus. Denn er hatte selbst schon verheißen, 1. Mose 3, Vers 15, dass er kommen würde, um der Schlange den Kopf zu zertreten. Er würde Sieger sein. Jesus sagt in Offenbarung 3, Vers 21, dass er überwunden hat. Er ist der Sieger im großen Kampf. Er hat den Preis bezahlt. Er hat Menschen erkauft. Er ist der Löwe aus dem Stamm Juda.
[31:09] Das geht wohl zurück auf den großen prophetischen Segen, den Jakob seinem viertgeborenen Sohn gab in 1. Mose 49 und dort Vers 9 und 10: „Juda ist ein junger Löwe. Mit Beute beladen steigst du empor, mein Sohn. Er hat sich gekauert und gelagert wie ein Löwe, wie eine Löwin. Wer darf ihn aufwecken? Es wird das Zepter – Achtung, Zepterkönig – nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der Shiloh kommt. Und ihm werden die Völker gehorsam sein.“ Der ganze Stamm Juda wird hier als Löwe bezeichnet. Aber unter ihnen wird einer kommen. Juda wird immer das Zepter haben, heißt es hier, und die Herrschaft haben. Die allermeisten Könige seit David waren ja alle aus dem Stamm Juda. Aber der eine, auf den sie warten sollten, war der Shiloh. Ein anderer Begriff, ein anderer Titel für den verheißenen Messias, dem nicht nur der Stamm Juda, nicht das Volk Israel, sondern alle Völker gehorsam sein würden. Der Herrscher über die ganze Welt, der König aller Könige.
[32:18] Der Löwe aus dem Stamm Juda. Nicht nur der Sohn Davids, sondern die Wurzel Davids. So wie es in Offenbarung 22, Vers 16 steht über Jesus Christus: „Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um euch diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen. Ich bin die Wurzel und der Spross Davids, der leuchtende Morgenstern.“ Er ist der Sohn Davids, aber auch der Schöpfer Davids. Er kam aus der Linie, der Heilslinie, er kam aus der Blutlinie Davids heraus. Aber er hatte David selbst geschaffen. Jesus hatte genau mit dieser Thematik die Pharisäer an den Rand ihres theologischen Wissens gebracht. Sie konnten ihm nicht antworten, als er ihnen die Frage stellt, in Matthäus 22: „Wie kann David seinen eigenen Sohn Herr nennen, wenn er doch genau ihn in Psalm 110 Herr nennt?“ Und sie konnten ihm nicht darauf antworten. Jesus wusste genau, dass sie nicht verstanden hatten, dass der kommende Messias in Wirklichkeit Gott selbst sein würde, der Schöpfer, der Erlöser, der König aller Könige.
[33:19] Vers 6: „Und ich sah und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, geschlachtet. Es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde.“ Johannes dreht sich um und er erwartet einen brüllenden Löwen mit großer Mähne. Und was sieht er? Er sieht das genaue Gegenteil, das größte Gegenstück, das man sich in der Tierwelt vorstellen kann. Er sieht ein kleines, schwaches, junges Lamm, dazu geschlachtet, verletzt, fast wie tot. Der Löwe, der König, ist deswegen König und kann deswegen herrschen und das Buch öffnen und seinen Besitzanspruch gelten machen, weil er das Lamm Gottes ist. Johannes der Täufer rief aus in Johannes 1, Vers 29: „Siehe, das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt!“
[34:16] Jesus ist das Sühnopfer für unsere Sünden. Er hat uns erkauft mit seinem eigenen Blut, so sagt es auch Petrus in seinem ersten Brief, in 1. Petrus 1 und dort Vers 18 und 19: „Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold losgekauft worden seid, aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes.“
[34:46] Warum kann Jesus das Buch öffnen? Weil er den Preis bezahlt hat. Der Preis war er selbst. Er hat sich selbst hingegeben, sein Blut vergossen für dich und mich. Er, der der König aller Könige ist, der Schöpfer, hat sich gegeben, hat sich schlachten lassen. Wie Jesaja 53 uns so anrührend und so bewegend berichtet von ihm, der kaum bemerkt worden ist von den Menschen, der verachtet worden ist.
[35:19] Vers 4: „Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen, unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir aber hielten ihn für bestraft von Gott, geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe. Jeder wandte sich auf seinen Weg, aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn.“ Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auf tut. Ja, es stimmt, das Gesetz Gottes, der Thron Gottes, das Zentrum dieses Gottesdienstes ist aber mitten im Thron. Sieht man nicht nur die Gerechtigkeit und die Wahrheit Gottes, man sieht die Hingabe, die Liebe, die selbstaufopfernde Liebe, die bereit ist, sich selbst aufs Spiel zu setzen, damit die Geschöpfe zurückgekauft werden können aus der selbstgewählten Rebellion. Gottes Liebe, Gottes Hingabe, Gottes Demut zeigen sich an dieser Stelle so dramatisch wie kaum sonst in der Bibel. Der Löwe ist ein Lamm.
[36:34] Und interessant ist, dass Johannes dieses Lamm nicht einmal sofort gesehen hat. Es heißt, ich hörte, Vers 6: „Und ich sah, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten dort stand ein Lamm.“ Es macht nicht einmal gerade auf sich selbst aufmerksam, so wie Jesus, der in der Volksmenge stand, als Johannes der Täufer predigte und keine Anstalten machte, auf sich selbst hinzuweisen. Die himmlischen Wesen weisen Johannes hin und sagen: „Schau mal genauer hin, schau mal auf den Thron, schau mal dort, wo du den Regenbogen siehst und den Gottesdienst und wo heilig, heilig, heilig gerufen wird, wo das Gesetz Gottes ist. Schau mal genauer hin, schau hin, und je genauer du hinschaust, desto mehr wirst du die Liebe Gottes und seine Demut verstehen.“
[37:19] Je genauer wir uns mit Offenbarung beschäftigen, je mehr wir zu diesem Thron hindringen, desto besser werden wir das Evangelium verstehen. Ihr Lieben, lasst uns Zeit nehmen, die Offenbarung wirklich gründlich zu durchdenken, dass wir dieses geschlachtete Lamm inmitten des himmlischen Gottesdienstes so klar und deutlich wie nur möglich sehen können.
[37:40] Und es, ah, Verzeihung. Jesus wird hier dargestellt als Lamm mit den sieben Geistern, mit den sieben Augen. Ein Symbol natürlich, wie wir gesehen haben, für den Heiligen Geist. Jesus ist so eng mit dem Heiligen Geist verbunden, das heißt hier, dass die sieben Geister ausgesandt sind über die ganze Erde. Jesus hat in Johannes 14 gesagt, dass er zum Vater gehen würde, aber dass er als Ersatz seinen Geist sein würde. Der Heilige Geist würde in die Welt gesandt werden, um der ganzen Welt das Evangelium zu zeigen, um die Menschen anzurühren, sie zu überführen von Sünde und von Gerechtigkeit. Und er würde die Gemeinde erfüllen, damit sie in Vollmacht das Evangelium predigen könnten.
[38:22] Hier sehen wir, wie sehr Jesus und der Heilige Geist zusammenwirken. Jesus hatte in Johannes den Jüngern gesagt, dass der Heilige Geist nicht auf sich selbst drehen würde, sondern was Jesus ihm auftragen würde. Würde er sagen: „Wenn der Geist zu uns spricht, dann spricht Jesus zu uns.“ Und das haben wir in den Sendschreiben gesehen, denn alle Sendschreiben sind von Jesus diktiert, aber am Ende jedes Sendschreibens heißt es: „Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“ Wenn der Geist zu uns spricht, spricht Jesus. Wenn der Geist der Weissagung zu uns spricht, spricht Jesus.
[39:01] Der Heilige Geist und Jesus sind zwar zwei verschiedene Persönlichkeiten, aber sie sind so eng miteinander verbunden, so sehr in Liebe eins, dass was der eine sagt, auch vom anderen kommt.
[39:12] Vers 7: „Und es kam das Lamm und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß.“ Jesus beginnt jetzt ein Werk, das, wenn es beendet ist, zeigen wird, vor allem im gesamten Universum, dass er der rechtmäßige Käufer ist, der rechtmäßige Löser, Erlöser. Er beweist, dass er der ist, der ein Recht hat auf das Gekaufte.
[39:39] Vers 8: „Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder. Und sie hatten jede eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk. Das sind die Gebete der Heiligen.“ Hier sehen wir, wohin unsere Gebete gehen. Sie gehen nicht nur bis zur Zimmerdecke. Nein, sie gehen in den himmlischen Gottesdienst hinein. Wenn wir zusammenkommen im Gottesdienst, wenn wir in Gebetsgruppen zusammenkommen, wenn wir alleine in unserem stillen Kämmerlein zu Gott flehen und beten, gehen diese Gebete eine ungeheure Distanz bis vor den Thron Gottes und werden dort dargebracht.
[40:14] Lieber Freund, liebe Freundin, dein Gebet erreicht den Himmel. Ist dir das bewusst? Wie Räucherwerk wird dieses Gebet dargestellt. Und das weist uns darauf hin, dass nach Psalm 141 unsere Gebete wie Räucherwerk emporsteigen sollten, noch angenehm gemacht durch die Übersetzung des Heiligen Geistes und die Verdienste Jesu, der noch seine Verdienste hinzugeibt, die wir später in Offenbarung 8 noch studieren werden. Die Gemeinde Gottes auf Erden in ihrem Gebet ist mit der Gemeinde im Himmel in ihrem Gebet verbunden. Sie alle beten den Schöpfer und den Erlöser an, denn das kommt jetzt in Vers 9.
[40:58] „Und sie sangen ein neues Lied, in dem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden.“
[41:19] Sie singen ein neues Lied. Warum ein neues Lied? Seit Jahrtausenden haben sie gesungen, dass Gott würdig ist, weil er geschaffen hat. Aber jetzt singen sie ein neues Lied, denn durch das Kreuz von Golgatha ist noch ein neuer Aspekt im Wesen Gottes so deutlich geworden, wie ihn selbst die Engel und die himmlischen Wesen vorher nicht ganz völlig begriffen haben. Sie singen ein neues Lied, weil sie eine neue Erfahrung gemacht haben. Nicht, dass Gott sich geändert hätte, er hat auch nicht seinen Kurs verändert, aber eine neue Offenbarung seiner Liebe, noch tiefer als alles, was sie vorher kannten, hat sich auf Golgatha offenbart. Sie singen ein neues Lied.
[41:51] Wenn in der Bibel, im Alten Testament, von einem neuen Lied die Rede ist, dann geht es nicht um neue Rhythmen, neue Harmonien, einen neuen Stil, um der Welt zu gefallen. Nein, nein, nein, nein. Es geht um die Erfahrung, dass Gott in unserem Leben Erlösung geschenkt hat. Ein Beispiel soll hier genügen unter vielen: In Psalm 40 und dort Vers 1 bis 4, heißt es: Psalm 40, Vers 1 bis 4, Vers 2 bis 4: „Beharrlich habe ich auf den Herrn geharrt, da neigte er sich zu mir und er hörte mein Schreien. Er zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem schmutzigen Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels. Er machte meine Schritte fest und gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob von unserem Gott. Das werden viele sehen und sich fürchten und werden auf den Herrn vertrauen.“
[42:37] Lieber Freund, liebe Freundin, hast du diese Erfahrung gemacht, dass Gott dich aus dem schmutzigen Schlamm geführt hat, dass er dein Schreien erhört hat, dass deine Füße wieder auf festem Felsen sind? Dann hast du das neue Lied in deinem Herzen, dann singst du es, ganz egal, ob du musikalisch bist oder nicht, das ist das neue Lied. Unsere neuen Lieder sollten von diesem neuen Lied handeln, die Erfahrung der Erlösung durch das, was Jesus am Kreuz für mich und für dich getan hatte.
[43:04] Und der Text, den sie singen, ist fast so ähnlich in Offenbarung 5 wie in Offenbarung 4: „Würdig bist du.“ Nur die Begründung ist jetzt noch eine neue, denn er hat erlöst. Neben der Schöpfung kommt jetzt die Erlösung als zweiter Hauptgrund für die Anbetung Gottes. Aber dabei ist es eigentlich ja gar kein neuer Grund, denn wie wir lernen in Psalm 51 und dort Vers 12: „Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz und gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innern.“ Wie wir hier lernen, ist ja Erlösung nichts anderes als Neuschöpfung. Paulus hat das begriffen als sein zweites Grunder: 5. Vers 17 sagt: „Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.“ Wenn wir die Erlösung erleben, dann ist es so, als ob der Gott, der schon immer als Schöpfer gewirkt hat und angebetet worden ist, noch einmal in einer besonderen Art und Weise seine schöpferische Macht zeigt, noch eine tiefere Facette seiner Schöpfermacht offenbart, seine Liebe noch genauer, noch klarer, noch unfassbarer uns zeigt. Schöpfung und Erlösung gehen Hand in Hand, parallel. Deswegen ist auch der Sabbat ein Zeichen für die Schöpfung, aber weist uns auch auf unseren Erlöser. Jesus hielt den Sabbat bei der Schöpfung, oder hielt den Sabbat, als er am Kreuz von Golgatha starb und dann ins Grab gelegt worden ist.
[44:41] Bei dem Kauf geht es um die Menschen, die gekauft worden sind durch das Blut Jesu. Manche Manuskripte sagen: „Denn du hast Menschen gekauft.“ Andere sagen: „Denn du hast uns erkauft.“ Das hängt also jetzt von einigen Manuskripten ab, da kann man sich ein bisschen drüber streiten. Elberfelder und Luther sagen: „hast Menschen erkauft.“ Schlachter 2000 sagt: „hast uns erkauft.“ Die Antwort auf die Frage, wenn es eine gibt, würde uns helfen bei der Identifizierung der 24 Ältesten, aber wie gesagt, das ist eher nebensächlich und ändert an der Gesamtaussage des Kapitels kein bisschen.
[45:16] Was ist das Ziel Gottes mit der Erlösung? Er möchte seine Nachfolger zu Königen und Priestern machen. Das haben wir schon in Offenbarung 1, Vers 6 gelesen. Also wir lesen Vers 5 und 6: „Und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde, ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater, ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“ Das war das Ziel Gottes mit dem alten Israel, so lesen wir in 2. Mose 19. Das ist das Ziel Gottes mit der Gemeinde im Neuen Testament, 1. Petrus 2, Vers 9. Das ist das Ziel Gottes mit uns heute.
[45:52] Vers 11: „Und ich sah, und ich hörte eine Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die lebendigen Wesen und die Ältesten, und ihre Zahl war zehntausend mal zehntausend und tausend mal tausend.“ Millionen Engel sind dort in diesem Gottesdienst gegenwärtig. Dieser Gottesdienst stellt alles in den Schatten, was es heute so an Mega-Churches gibt, viel, viel, viel größer und gewaltiger. Die Chöre in diesem Gottesdienst kann sich kein Mensch vorstellen. Die Engel sind dort, weil sie ein echtes Interesse an dem Erlösungsplan haben. Wir lesen in Daniel 7, in Vers 9 und 10, dass, wenn dann die Bücher aufgetan werden im Gericht, im Allerheiligsten, dass die Engel dort dabei sind, um zu sehen, was passiert. Wir lesen, dass sie ein Interesse haben an dem Erlösungsplan in 1. Petrus 1 und dort Vers 12.
[46:43] 1. Petrus 1 und dort Vers 12. Dort heißt es: „Ihnen wurde offenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern uns dienten mit dem, was durch euch jetzt bekannt gemacht worden ist, durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündigt haben, im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt wurde, Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen begehren.“ Das, was wir heute studieren, ist ein Lieblingsthema der Engel im Himmel. Wie sehr ist es dein Lieblingsthema? Wie viel Zeit verbringst du mit diesen Gedanken, mit diesen Versen, mit diesen Kapiteln? Wie viel interessiert dich das, was hier steht? Die Engel im Himmel, die lassen manches andere liegen, um das genau zu verstehen. Sie möchten wissen: Wie erlöst Jesus sündige Menschen? Wie ist es möglich, dass sie so verändert werden, dass sie so erfüllt sind vom Heiligen Geist? Wie ist es möglich, dass sie in den Himmel aufgenommen werden können? Was für ein Wunder! Wie ist es möglich, dass Gott sie so neu schaffen kann? Für die Engel ein unglaublich spannendes Thema, für dich auch.
[47:42] Vers 12: „Die sprachen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lob.“ Ganz ähnlich wie auch in Vers 11. Dort war es zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, drei Mal, drei Begriffe. Hier in Vers 12 ist es zu empfangen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lob, sieben Begriffe. Vielleicht hat das was zu sagen. Auf jeden Fall scheint die Begeisterung noch größer zu sein, noch einmal eine Stufe weiter zu gehen. Ja, wir beten Gott an, weil er der Schöpfer ist, und das wäre schon an sich mehr als genug. Aber durch die Erlösung sind wir noch näher an das Herz Gottes gekommen, haben noch mehr verstanden von seiner Liebe, und unsere Begeisterung wird noch tiefer für ihn.
[48:33] Vers 13 und 14: „Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist und was auf dem Meer ist und alles, was in ihm ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die 24 Ältesten fielen nieder und beteten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Was hier in Vers 13 steht, wird sich buchstäblich erfüllen nach den tausend Jahren. Dann wird jedes Geschöpf im Himmel und auf der Erde und unter der Erde, alles, was jemals gelebt hat, was ein intelligentes und reden kann, wird dann gleichzeitig lebendig sein und tatsächlich bekennen, dass Jesus König ist. Bibeltexte, die das sagen, sind sehr deutlich in Philipper 2 und dort ab Vers 9: „Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über alle Namen ist, damit in dem Namen Jesus sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“
[49:42] Wir wissen, es kommt der Zeitpunkt nach den tausend Jahren, wenn alle Gottlosen auferweckt worden sind und wenn alle dort um das heruntergekommene, also vom Himmel herabgekommene neue Jerusalem versammelt sind, dass Gott einmal den gesamten Beweis präsentieren wird. Dieses Buch wird dann ein Siegel sein. Alle Siegel werden gebrochen sein, es wird entrollt werden und noch einmal wird, so sagt uns Ellen White im Großen Kampf, in panoramischer Schau, in großem Panorama-Blick, werden die Geschehnisse der Weltgeschichte, des Erlösungsplanes an allen Augen vorüberziehen. Das, was dort aufgezeichnet worden ist und das, was dort präsentiert wird, das, was versiegelt war, wird übereinstimmen mit dem, was jetzt schon geöffnet ist, was schon offenbar ist, und es wird beweisen vor aller Augen, dass Jesus wirklich der rechtmäßige König aller Könige ist. Es wird beweisen, dass Gott wirklich der Schöpfer ist und dass Jesus wirklich Menschen erlöst hat und die Erde zurückgekauft hat und das Recht hat, sie wieder herzustellen. Er hat sie gekauft in einer Situation, als es hoffnungslos um die Menschheit zu stehen schien, und als er sie kaufte auf Golgatha, da konnte er nicht gleich diese Erde in Besitz nehmen. Er musste zurück in den Himmel, um als Hohepriester zu dienen. Dann wird er wiederkommen, um uns zu sich zu nehmen, um weitere tausend Jahre das Gericht zu halten, bis dann endlich er nach den tausend Jahren die Erde für sich in Anspruch nehmen kann, sie reinigen kann durch Feuer und dann wieder herstellen kann, die er gekauft hat, mitsamt all den Menschen, die er gerettet hat, aus der Sünde, durch sein kostbares Blut.
[51:32] Das heißt, hier am Ende von Kapitel 5 werden wir eigentlich schon an das ganze Ende der Siegelvision gebracht, während der größte Teil dieser Einleitungsszene eigentlich am Anfang, zu der Zeit, als Jesus in den Himmel aufgefahren ist, spielt. Spielt dieses Stück eigentlich im Grunde genommen in ihrer letzten Erfüllung ganz am Ende. In dieser Einleitungsszene, Kapitel 4 und 5, wird also schon der gesamte zeitliche Bogen gespannt, von der Himmelfahrt Jesu, wo das neue Lied nun gesungen wird, weil Jesus das Opfer gebracht hat und dieses Opfer anerkannt worden ist und jetzt angewendet wird im himmlischen Heiligtum, von diesem Zeitpunkt an, bis zu dem Zeitpunkt, wo jedes Geschöpf, das Denken und Sprechen kann, das bekennen wird nach den tausend Jahren. Innerhalb dieses Zeitbogens spielen sich jetzt die sieben Siegel ab. Wir werden das ähnliche Modell wiederfinden bei den Posaunen, wir werden das finden bei den Plagen, dass in der Einleitungsszene schon ein großer Bogen gespannt wird für den gesamten zeitlichen Rahmen, der danach durch die einzelnen Posaunen oder Plagen oder in dem Fall die Siegel gefüllt wird. Eine sogenannte Parenthese.
[52:35] Lieber Freund, liebe Freundin, hast du Verlangen nach dem himmlischen Gottesdienst? Möchtest du auch mitsingen im himmlischen Chor? Möchtest du dabei sein? Solche Szenen erleben, wie sie Johannes damals an diesem Sabbat auf Patmos erlebt hat, als er den himmlischen Gottesdienst erlebt hat, der so sicherlich nicht nur an einem Sabbat stattfindet, sondern einige dieser Dinge, das heißt, sie hören ja gar nicht auf, Tag und Nacht zu singen. Dann lasst uns jetzt schon hier auf Erden mit dem Himmel kooperieren. Lasst uns in unserer Anbetung danach streben, dem Himmel so nahe wie möglich zu kommen. Lasst uns realisieren, dass der herrliche Geist, der dort als sieben Feuerfackeln vor dem Thron symbolisch dargestellt ist und der als symbolisch als sieben Augen auf dem geschlachteten Lamm zu füllen ist, dass dieser Heilige Geist uns erfüllen möchte, als die sieben Gemeinden durch die Kirchengeschichte hindurch, dass er uns zu einem brennenden Licht machen möchte, dass wir mit dem Himmel zusammenarbeiten.
[53:29] Die Frage heute ist, lieber Freund, liebe Freundin: Möchtest du dem Vater, Gott den Vater und Jesus Christus von Herzen anbieten aus Dankbarkeit dafür, dass sie dich geschaffen haben und dass sie dich erlöst haben? Ist das dein Wunsch? Gott segne dich!
[53:52] Nächste Woche werden wir hier weiter studieren und sehen, wie die sieben Siegel sich in der Geschichte erfüllt haben. Das wird sehr spannend werden. Wir freuen uns, wenn ihr dann wieder einschaltet und wünschen euch viel Freude und vor allem Gottes reichen Segen und die Erfüllung mit seinem Heiligen Geist beim Studium seines Wortes und ganz besonders der Offenbarung.