In dieser Cannstatt Study Hour-Episode, die von Lukas Hermann gehalten wird, geht es um das Thema „Einheit in Christus“. Anhand von Zitaten von Ellen White und biblischen Texten wird beleuchtet, wie Einheit mit Christus zu Einheit unter den Gläubigen führt und wie diese Einheit als überzeugender Beweis für die Welt dient. Die Lektion behandelt die Bedeutung der Auferstehung Christi, den Dienst der Versöhnung, praktische Aspekte christlicher Einheit und die Einheit in der Mission.
Einheit in Christus (CSH 2018 Q4): 9. Der überzeugendste Beweis
Lukas Hermann · Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus ·Themen: 2. Korinther, Apostelgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Epheser, Gemeinde, Grundlehren der Bibel, Jesus, Johannes, Leben als Christ, Mission, Neues Testament, Prophetie, Römer, Zeichen der Zeit, ZeugnisPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Cannstatt Study Hour
Wir laden verschiedene Sprecher ein um mit uns gemeinsam die Studienhefte der Sabbat Schule des aktuellen Quartals zu studieren. Neue Folgen wöchentlich!
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
- Cannstatt Study Hour 2017 Q4: Der Römerbrief (Reformations-Spezial)
- Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens
- Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte
- Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus
- Cannstatt Study Hour 2019 Q1: Die Offenbarung
- Cannstatt Study Hour 2019 Q2: Familien Zeiten
- Cannstatt Study Hour - Spezial 2019 Q4: Esra & Nehemia
- Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?
Weitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus
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Transkript
[0:00] Guten Tag, alle miteinander. Guten Tag, meine Damen und Herren. Guten Tag, alle miteinander und auch herzlich Willkommen zur Cannstatt Study Hour. Diesmal eine Spezialausgabe. Ich befinde mich hier auf den Philippinen und wir sind gerade Teil eines Missionswerks für ein paar Monate. Daher haben wir heute die Sabbatschuh-Lektion. Und zwar geht es um das Thema Oneness in Christ, in meiner englischen Version hier. Das bedeutet auf Deutsch die Einheit in Christus. Und wir bereiten uns mit dieser Lektion auf dem Sabbat am 1. Dezember vor. Und die Lektion hat den Titel The Most Convincing Proof, also das überzeugendste Argument oder der überzeugendste Beweis. Bevor wir einsteigen in unsere Sabbatschuh-Lektion, möchte ich gerne den Kopf neigen und mit Gott beten. Unser Vater im Himmel, ich möchte dir sehr danken, Herr, für dein Wort. Und wenn wir jetzt dein Wort aufschlagen, möchte ich dich bitten, Herr, dass du uns etwas aus deinem Wort beibringst. Im Namen Jesu, Amen.
[1:45] Die Sabbatschuh-Lektion fängt an in der Einleitung hier mit einem Zitat von Ellen White, wo auch dieser Titel drinsteckt. Und ich lese mal kurz in Englisch und übersetze es gleich simultan auf Deutsch. Unity with Christ establishes a bond of unity with one another. Also Einheit mit Christus etabliert einen Bund der Einheit gegeneinander oder miteinander unter den Menschen. This unity is the most convincing proof to the world of the majesty and virtue of Christ. Also diese Einheit ist der überzeugendste Beweis für die Welt von der Majestät und der Tugend Christi. End of his power to take away sin und seiner Kraft die Sünde hinwegzunehmen. Und wir sehen hier, was Ellen White ganz interessant herausarbeitet. Sie sagt eigentlich, wenn wir mit Christus in Verbindung sind, dann sind wir automatisch mit den anderen Christen um uns herum in Verbindung, in Einheit. Und diese Einheit, die wir haben, die ist ein Beweis dafür für die Welt, wer Christus eigentlich ist. Und sie sagt, das ist ganz interessant, sie sagt, es ist ein Beweis für die Majestät, also für die Fähigkeit, die Herrschaftsfähigkeit des Königtums von Jesus Christus.
[3:22] Jetzt haben wir in der Geschichte natürlich immer zwei Arten von Königen und von Herrschern. Die einen regieren durch Furcht, durch das Hinwegnehmen von persönlichen Freiheiten, durch das Unterdrücken der Meinung und das Unterdrücken von Informationen. Aber Christus ist nicht so ein Herrscher. Denn solche Herrscher, die führen zwar zu Einheit unter den Menschen, aber auf Kosten von derer, die das System hinterfragen, auf Kosten von derer, die frei denken. Christus ist ein anderer Herrscher. Er herrscht nicht durch Unterdrückung, sondern durch Prinzipien, durch Tugenden und durch Beispiel. Jesus ist einer, der uns ein Beispiel gibt von seinem Charakter. Und intelligent denkende Menschen sich dieses Beispiel anschauen können und sagen, das ist der richtige Gott. Dem will ich nachfolgen. Und dadurch, dass seine Nachfolger nicht quasi in dieser Angst leben, sondern in dieser harmonischen Einheit, weil sie sich intelligent dafür entschieden haben, ich möchte Jesus nachfolgen. Und genau dadurch diese viel bessere und höhere Einheit entsteht als Herrscher, die unterdrücken. Das ist der Beweis dafür, dass Christus tatsächlich der Gott ist, wo die Bibel sagt, er ist. Und das ist eine schöne Einleitung und wir werden sehen, wie genau wir an diesem Punkt herankommen, wenn wir jetzt durch die Lektion gehen.
[5:05] Am Sonntag, Titel ist hier unter dem Kreuz Christi, haben wir den Vers im Johannes 11, Vers 47. Und ich muss mein Handy hier zurate ziehen, weil ich meine deutsche Bibel in Deutschland gelassen habe. Und wir gehen in den Johannes 11 und ich lese aus der Schlachter-Version, Schlachter 2000. Johannes 11, Vers 47 und fortführend. Da versammelten die obersten Priester und die Pharisäer den Hohen Rat und sprachen, was sollen wir tun? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen. Wenn wir ihn so fortfahren lassen, werden alle an ihn glauben. Und dann kommen die Römer und nehmen uns das Land und das Volk weg. Situation war folgende, die Pharisäer und hier der Hohe Rat ist im Prinzip die höchste geistliche Einrichtung unter den Juden. Und sie beraten sich momentan über Jesus, sie haben gesehen, dass Jesus schon ein paar Wunder getan hat. Die Leute folgen ihm nach, sie kommen zu ihm, sie sehen das, sie sind begeistert. Der Hohe Rat ist aber nicht begeistert von Jesus, da sich Jesus, und das haben sie schon ausprobiert, sich nicht für sie instrumentalisieren lässt. Er folgt dem Hohen Rat nicht nach. Das ist auch ganz logisch. Jesus, das sehen wir in seiner Geschichte, kommt immer zu Menschen, die reinen Herzens sind. Menschen, die simpel und wahrhaftig agieren und denken. Der Hohe Rat, das sind viele Menschen, die nach außen gut wirken, aber nach innen falsche und schlechte Herzen haben. Und mit solchen Leuten gibt sich Jesus einfach nicht ab. Und das ist natürlich dem Hohen Rat zuwider. Und sie denken sich jetzt, er zieht hier das ganze Volk nach sich. Und irgendwann werden die Römer darauf aufmerksam werden. Und werden einen Revolt brutal unterdrücken und wir werden quasi, wie sie sagen, das ganze Volk verlieren.
[7:15] Interessanterweise, nachdem Christus gekreuzigt wurde, ungefähr 70 Jahre nach seiner Geburt, haben wir genau den Fall. Nicht wahr, dass Jerusalem zerstört wird, es werden Revolte der Juden relativ brutal unterdrückt. Und man möchte denken, wenn Jesus seinen Kurs weiter gefahren hätte, möchte ich mal so sagen, dann wäre das vielleicht gar nicht passiert, weil er ein sehr friedliches und friedliebendes Evangelium hat. Im Gegensatz zu den Revolten, die tatsächlich passiert sind, die sehr gewalttätig waren. Aber das war die Angst der Juden hier, oder vielleicht die vorgehaltene Angst der Juden. Und was für eine Lösung schlagen sie vor? Was schlagen sie vor? Wir lesen weiter in Vers 49. Er schlägt also vor, lass uns Jesus umbringen, damit wir den Großteil der Bevölkerung retten. Falscher Kontext, in dem er das sagt, nicht wahr, falscher Hintergedanke, mit dem er das sagt. Aber interessanterweise sind diese Worte, und das sagt uns jetzt Johannes hier, direkt von Gott inspiriert. Denn das ist genau die Mission, die Jesus ja hat. Vers 51. Nicht vor einem Revolt und den Konsequenzen der Juden, sondern die Erlösung der Menschheit.
[9:02] Und dann lesen wir weiter. Es war also eine tatsächliche Mission von Jesus, alle verstreuten Kinder Gottes, das heißt alle, die irgendwo in der Welt leben, egal ob sie Juden sind oder andere Völker, und an Jesus glauben werden, diese zusammenzubringen in eine Einheit. Und warum sollte Jesus hier die Leute zusammensammeln? Ich habe mir das so, ich versuche das mal mit einem Beispiel zu erklären. Meine Frau ist Brasilianisch. Und die Brasilianer, die lieben es, nicht wahr, zu kommunizieren, und sind sehr offene und warmherzige Menschen. Und da wir jetzt in Deutschland leben momentan, kommt es immer wieder vor, dass wir in Deutschland auf andere Brasilianer treffen. Und wenn meine Frau in Deutschland auf andere Brasilianer trifft, dann geht immer ihr Herz auf. Und die zwei fühlen sich sofort verbunden. Die zwei Brasilianer in einem anderen Ausland treffen sich, und man fühlt sofort diese Verbindung untereinander. Und so können wir das auch mit dem Volk Gottes sehen. Wir, die wir zu Gott gehören, gehören nicht zu der Erde, sondern sind Staatsbürger des Himmels. Und wenn immer die Staatsbürger in einem anderen Land, die Staatsbürger des Himmels, wenn wir uns hier auf Erden treffen, wir fühlen eine automatische Verbindung, weil wir wissen, wir beide gehören eigentlich woanders hin. Und so wird auch Jesus die Menschen vereinen.
[10:40] Jetzt, ich möchte einen Moment nutzen und einen kleinen Umweg machen. Und zwar haben wir immer wieder betont hier, dass Jesus für das Volk gestorben ist. Und ich möchte einfach mal erwähnen hier, als ich den Paulus ein bisschen weiter studiert habe, ist mir aufgefallen, dass Paulus gar nicht so sehr über den Toten Jesus redet, aber vielmehr über den auferstandenen Jesus. Ich bin hier in den Philippinen, das ist ein sehr katholisches Land, genauso wie Brasilien. In Deutschland haben wir das nicht ganz so stark. Aber in katholischen Ländern wird der Tod sehr stark betont. Jesus wird natürlich als den Kreuzigten dargestellt in den ganzen Bildern. Aber auch, wenn zum Beispiel jemand stirbt, gibt es eine große, große Totenprozession. Die Gräber der Leute sind immer sehr reichhaltig ausgestattet, immer sehr schön geputzt. Während die Häuser, in denen die Leute selber leben, eventuell ganz dreckig sind und gar nicht die Wände verputzt sind. Und man hat diesen starken Kontrast zwischen der Ehre der Toten und der miserablen Lebensumstände der Lebenden. Aber eigentlich predigt das Evangelium vielmehr zu den Lebenden. Und kümmert sich eigentlich gar nicht so sehr um die Toten, wie es die katholische Kirche predigt.
[12:10] Ich möchte es mal kurz lesen, und zwar im 1. Korinther 15, Vers 13. Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden. Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich. Und vergeblich auch der Glaube. Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden. Weil wir von Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht auferweckt hat. Wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden, dann, wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig. Wenn euer Glaube nichtig ist, so seid ihr noch in euren Sünden. Dann sind auch die in Christus eingeschlafenen verloren. Wenn wir nun in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendsten unter allen Menschen. Und Paulus sagt ganz klar, wenn es die Auferstehung nicht gäbe, dann wären wir noch in unseren Sünden und hätten keine Hoffnung. Das heißt, die Kraft Gottes liegt eigentlich nicht so sehr im Tod Christi, sondern vielmehr in der Auferstehung Christi. Denn die Auferstehung Christi zeigt uns und gibt uns den Beweis, dass Gott etwas Todes lebendig machen kann. Nicht wahr, so wie er bei der Schöpfung aus Nichts etwas geschaffen hat, nicht wahr, aus Dunkelheit Licht hervorgebracht hat. So kann er auch aus etwas Totem etwas Lebendiges machen. Und wir als Christen wissen, dass Gott unser Todesherz, so verzweifelt wir es sein mögen, mit unserem eigenen Charakter, dass er aus unserem Totenherz etwas Lebendiges machen kann. Und so wissen wir, dass das Evangelium Kraft hat. Und das ist eigentlich, was dem Evangelium und der Auferstehung die Kraft gibt und den sündenden Todesstoß. Dass Jesus nicht nur gestorben, sondern auferstanden ist. Das finde ich immer ganz interessant zu erwähnen.
[14:16] Und gehen wir weiter zum nächsten Tag. Ministry of Reconciliation, also der Dienst der Versöhnung. Sabbatschulektion gibt uns hier den 2. Korinther 5, Vers 17. Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Dass all des Vergangenen siehe, es ist alles neu geworden. Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat. Weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. So sind wir nun Botschafter für Christus und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt. So bitten wir nun stellvertretend für Christus, dass lasst euch versöhnen mit Gott. Denn er hat den, der von keiner Sünde wüsste, für uns zu Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden.
[15:20] Ich sage das jetzt mit meinen eigenen Worten. Was Paulus jetzt sagt ist, dass Gott in uns eine neue Kreatur schafft. Das kennen wir auch mit anderen Worten als Neugeburt oder Bekehrung. Gott bekehrt den Menschen, er ändert das Herz, er schafft aus einem alten Menschen einen neuen Menschen. Plötzlich haben wir neue Motive, neue Gedanken, neue Wünsche. Wir sehnen uns plötzlich nach Gerechtigkeit und die Gerechtigkeit zu tun. Und so ein Mensch ist ein bekehrter Mensch. Und wenn wir das haben, dann sehnen wir uns danach, mit anderen Christen zusammen zu sein. Wir sehnen uns danach, eine Einheit zu haben mit Christen. Und die Wahrheit ist, wenn diese Bekehrung nachlässt, was es tut? Ein Weib sagt uns, wir müssen uns täglich neu bekehren. Und die Wahrheit ist, wenn ein Mensch neu bekehrt ist, und vielleicht habt ihr das auch schon erlebt, wenn sich jemand neu bekehrt, dann sprudelt er nur so vor Energie. Und er möchte zusammen sein mit anderen Christen, er möchte die Dinge Gottes kennenlernen. Und er möchte diese Einheit unter den Christen. Und die Wahrheit ist, wenn diese Bekehrung nachlässt, und Ellen White sagt uns ja, dass ein Mensch sich, nicht wahr, jeden Tag eigentlich neu bekehren sollte. Aber wenn diese Bekehrung nachlässt, und immer mehr von diesem alten Mensch zurückkehrt, dann kommt er auch immer mehr von den Streitigkeiten zurück, und von den Kämpfen innerhalb der Gruppe, und dann ist die Christenheit, nicht wahr, nicht viel anderes als ein Verein von Leuten, die zusammensitzt.
[17:10] Und er sagt uns, nachdem wir bekehrt sind, hat uns Gott einen ganz klaren Auftrag gegeben. Und er benutzt diese schönen Worte, wir sind jetzt Botschafter von Jesus. Das heißt, wir repräsentieren Jesus Christus auf dieser Erde. Leute sollen auf uns schauen, und sie sollen Jesus Christus erkennen. In den Dingen, die wir tun, in den Worten, die wir sagen. Und das kommt ja auch gleich jetzt noch in der Sabbatschuh-Lektion vor. Das heißt, wir müssen uns wirklich sehen, als Botschafter auf dieser Welt, für den Himmel. Und wenn wir tatsächlich wahre Botschafter sind auf dieser Erde, dann haben wir keine Zeit dafür, uns in unserer kleinen Gruppe, gut, so klein ist sie gar nicht, die Christenheit, nicht wahr, aber in unserer Gruppe zu streiten. Denn unser Ziel ist ganz klar nicht, innerhalb der Gruppe zu streiten, sondern heraus, aus der Gruppe herauszuwirken. Und Ellen White hat ja auch mal gesagt, nicht wahr, jeder Christ wird in das Reich Gottes geboren als Missionar. Und wir sind hier auf der Philippinen als Missionare. Und ich finde es immer wieder interessant, wenn man mal ein Missionswerk besucht. Oder mal eine Evangelisation selbst durchführt. Und ich ermutige euch, das wirklich mal zu machen. Selbst wenn ihr einfach mal nur einen Besuch macht bei einem Missionswerk in einem anderen Land. Ihr werdet sehen, wie diese Menschen ganz anders denken. Viel mehr fokussiert sind auf, was können wir tun, damit den Menschen, die wir dienen, damit denen das Beste zukommt. Und damit sie das Evangelium am besten kennenlernen. Und diese ganzen Streitigkeiten, die man innerhalb der Gemeinde so kennt, die sind fast, fast gar nicht vorhanden. Natürlich gibt es immer wieder Herausforderungen auch und Zwischenmenschliches, aber dieser Fokus auf die Mission ist immer stark genug, um diese zwischenmenschlichen Herausforderungen zu überwinden. Leider, leider ist es in der Gemeinde oft so, dass dieser Fokus nicht da ist und die zwischenmenschlichen Konflikte überwiegen und sich am Ende 20, 50 Jahre lang hinziehen und eine Gemeinde gespaltet ist. Und sicherlich kennt ihr auch diese Realität. Ich habe selbst Gemeinden gesehen, die tief gespalten sind und wo so richtige Bitterkeit in den Herzen existiert.
[19:37] Jetzt die Sabbatschuh-Lektion erwähnt ganz speziell hier diesen Dienst der Versöhnung. Und Paulus erwähnt hier diesen Dienst der Versöhnung. Und da gibt es einen ganz bekannten Vers oder ganz prominenten Vers, der darüber spricht und zwar finden wir den im Epheser, Kapitel 2, Vers 14. Und wir lesen mal den Vers 11, erstmal den Vers 11 und dann lesen wir den Vers 14. Darum gedenkt daran, dass ihr, die ihr einst Heiden im Fleisch wart und Unbeschnittene genannt wurdet, von der sogenannten Beschneidung, die am Fleisch mit der Hand geschieht, ah genau, von der sogenannten Beschneidung, die am Fleisch mit der Hand geschieht. Das ist wichtig, also einfach um was es gerade momentan geht. Paulus redet über die Heiden und die Juden und er nennt die auch manchmal die Beschnittenen und die Unbeschnittenen. Und er sagt hier nicht wahr, ihr, die ihr Unbeschnittenen genannt werdet von der Beschneidung. Das heißt, er meint hier, ihr, die ihr Heiden genannt werdet von den Juden. Also er redet hier über diese Spaltung, nicht wahr, die Juden wollen nie was mit den Heiden zu tun haben. Das weiß ich nicht, war geschäftlich, aber nicht anderweitig. Und bauen hier diese Wand auf, nicht wahr, der Trennung zwischen den beiden. Und dann heißt es hier in Vers 14, denn er, also Jesus Christus, ist unser Friede, der aus beiden, also aus den beiden Hälften, nicht wahr, aus den Juden und Heiden, eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, indem er in seinem Fleisch die Feindschaft des Gesetzes der Gebote in Satzungen hinweg getan, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hat.
[21:35] Jetzt haben wir nicht die Zeit, wirklich in diese ganzen Details reinzugehen. Ich war, Paulus schreibt manchmal ein bisschen kompliziert, aber was wir festhalten ist, dass Paulus aus den beiden eins macht. Die beiden sind, nicht wahr, die Feindschaft zwischen den Juden und den Heiden, wo hier diese Wand aufgebaut wurde von dieser jüdischen Tradition. Und Paulus hat erkannt, dass wenn sich Leute zu den Christen bekehren, dass diese Separation nicht mehr wichtig ist, sondern plötzlich kommt ein ganz anderer Fokus in das Herzen der Menschen. Ich war diese Bekehrung, dieser neue Mensch. Und er hat festgestellt, diese Scheidewand wird plötzlich abgerissen und es wird eins gemacht aus den Judenchristen und aus den Heidenchristen. Natürlich haben wir Konflikte, das werden wir gleich auch noch sehen, aber die im Herzen bekehrt sind, die wollen hier zusammenwachsen und diese kulturelle Scheidewand abreißen.
[22:32] Das nächste Kapitel, oder nein, der nächste Tag, heißt die praktische Einheit. Und die Sabbatulik für uns gibt uns hier zwei Abschnitte, wo es um ganz praktische Dinge geht, die bekehrte Menschen tun. Wir wollen die auch mal lesen. Die ersten finden wir im Epheser 4, Vers 25. Und durch bis Vers 2 vom nächsten Kapitel. Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, jeder mit seinem Nächsten. Hier in diesem Abschnitt geht es sehr viel darum, um die Worte, die wir reden. Wenn wir bekehrte Menschen sind, dann hat es sehr viel zu tun damit, welche Worte wir reden. Das kennen wir von Petrus, als er dem Jesus nachgefolgt war, als dieser verhaftet wurde. Da befand er sich in diesem Gerichtsumfeld und stand um ein Feuer herum mit anderen Leuten, die da waren. Und sie bezichtigten ihn, dass er mit Jesus war. Du bist doch auch einer von seinen Nachfolgern. Und er versucht sich jetzt irgendwie von Jesus zu distanzieren und wie er das macht, ist indem er anfängt zu fluchen. Er ändert seine Sprache und sagt, ich war nicht mit ihm und flucht herum. Das bedeutet, dass wenn wir mit Jesus sind und eine Bekehrung erlebt haben, dann ändert sich unsere Sprache. Und wir sehen jetzt gleich mal, wie sich die Sprache auch hier ändert.
[23:59] Redet die Wahrheit, jeder mit seinem Nächsten. Denn wir sind untereinander Glieder. Vers 26. Zirnt ihr, so sündigt nicht. Die Zorne gehen nicht unter eurem Zorn unter. Also es ist ganz interessant, was das hier sagt. Es ist nicht falsch, Emotionen zu haben. Man kann mal zirnen. Man kann mal ärgerlich werden. Man kann auch mal traurig werden. Das ist überhaupt kein Problem. Das ist keine Sünde. Aber warum sollen wir nicht sündigen? Warum sollen wir nicht diesen Zorn in unserem Herzen zur Bitterkeit werden lassen? Und er gibt uns hier einen ganz guten Tipp. Und sagt, lasst den die Sonne nicht über eurem Zorn umgehen. Vor allem, wenn man verheiratet ist, ist es ganz wichtig, dass wenn man sich gestritten hat, dass man spätestens beim ins Bett gehen, diesen Streit wieder beilegt und sich wieder versöhnt und ihn nicht durch die Nacht hinüberträgt. Wenn dieser Zorn, diese Emotion zur Bitterkeit wird, dann kommt daraus die Sünde. Oder da kann die Sünde daraus erstehen. Gebt nicht Raum dem Teufel. Wer gestohlen hat, der stehlt nicht mehr, sondern bemüht sich vielmehr mit den Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem Bedürftigen etwas zu geben habe.
[25:21] Also was Paulus sagt, ist ganz offensichtlich nicht wahr. Wenn wir etwas falsch getan haben, ist es passiert. Wir sollen es anerkennen und unsere Wege ändern. Das ist ja die Essenz von Reue. Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringt. Das ist ein ganz, ganz wichtiges Prinzip hier, dass nichts Schlechtes aus unserem Mund kommt. Gerade in Deutschland haben wir die Tendenz, immer uns zu beschweren. Wir sehen etwas und wir sehen auch, Person X hat das getan, Person Y hat das getan. Und wir beschweren uns darüber. Wir sagen etwas Negatives zu anderen darüber. Oder wir fragen, wie war dein Tag? Der Zug war doch furchtbar, ist immer zu spät gekommen. Und beobachtet es mal, wenn ihr selber einfach redet, oder wenn ihr mit anderen Leuten in Unterhaltung seid, dass, wenn ihr etwas fragt, dass immer sofort die negativen Aspekte ans Licht kommen. Und wir Deutschen, es zählt uns wirklich gut daran, einfach mal zu versuchen, das Positive zu loben. Wenn es ums Essen geht, wie gut es schmeckt, einfach mal die positiven Sachen rauszubringen. Einfach von, wir hatten ein Gemeindeprogramm, wie toll war das, wie toll war das. Und nicht als allererstes, erst mal auf die schlechten Dinge hinzuweisen, wie wir Deutschen so gerne tun. Vor allem, ich war im Raum Stuttgart, sind wir da besonders bekannt dafür. So viel dazu will ich nicht weiter drauf rumreiten. Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern die Erbarung. Und probiert es einfach wirklich mal zu tun.
[27:09] Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung. Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit. Also wie gesagt, es ist nicht falsch, Emotionen zu haben, aber legt diese Emotionen ab, sobald wie möglich. Vor allem, wenn sie negativ sind. Und ganz wichtig ist, lasst keine Bitterkeit in eurem Herzen zu. Denn Bitterkeit frisst sich in eure Herzen rein und macht eure ganze Sprache, euren ganzen Ausdruck negativ. Und die Bibel hat einen ganz interessanten Ratschlag. Wenn es mich nicht täuscht, im Hebräerbrief, ich bin mir gerade nicht sicher genau wo, wo es heißt, wenn ihr Bitterkeit in eurem Herzen habt, dann ist es wichtig, zuallererst auf Jesus zu schauen. Denn Jesus ist quasi wie das Gegenmittel für Bitterkeit im Herzen. Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleich wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. Versucht wirklich, das Gute in anderen Menschen zu sehen, auch wenn, ich weiß, wenn man lange zusammen lebt, wenn man sich jahrelang schon kennt, dann ist es immer so viel einfacher, das Schlechte in den anderen zu sehen, als das Gute. Versucht aktiv, das Gute in den anderen zu sehen. Versucht aktiv, den Leuten zu vergeben, zu sagen, schaut, ich mache Fehler, er macht Fehler, ich vergeb dir für das, was du getan hast. Auch wenn es offensichtlich falsch war. Denn wir Menschen machen Fehler.
[28:40] Werde nun Gottes Nachahme, heißt es hier, Kapitel 5, Vers 1, als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleich wie auch Christus uns geliebt hat und sich selbst für uns gegeben hat, als Darbringung und Schlachtopfer für Gott, zu einem lieblichen Geruch. Ja, Christus hat sich tatsächlich für uns aufgeopfert, obwohl wir Fehler gemacht haben. Und es täte uns gut, wenn wir das Bedenken uns sagen, auch wenn man gegenüber Fehler macht, kann ich ihm vergeben. Ich kann dieses Opfer bringen. Der zweite Abschnitt, den wir lesen, ist im Kolosser, Kapitel 3, und wir lesen die Verse 3 bis 8, nicht ganz alle, die hier die Sabbatualektion sagt. Kolosser, Kapitel 3, die Verse 3 bis 8. Wenn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott, und ich war wiederum, Paulus, immer wieder kommt zurück zu dieser Bekehrung. Wenn ihr nicht bekehrt seid, dann könnt ihr gar keine Einheit in Christus haben. Wenn der Christus unser Leben offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind, Unsucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust, in die Habsucht, die Götzendienst ist. Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Unter ihnen seid auch ihr eins gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt ihr das alles ab, Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, Lästerung ganz wichtig, hässliche Redensarten aus eurem Mund. Ich war wiederum der Aufruf von Paulus, ihr seid jetzt bekehrt, legt diese Dinge ab. Das ist der alte Mensch, lasst diesen alten Menschen nicht zurückkehren.
[30:33] Ein paar Bananen und ein Frühstück später. Wir steigen wieder ein. So, ein paar Bananen und ein Frühstück später. Ellen White gibt uns in ihren Schriften, und wer sie schon sehr viel gelesen hat, wird wahrscheinlich schon mal drüber gestolpert sein, dass sie in ihren Schriften, die sie geschrieben hat, und wer sie schon sehr viel gelesen hat, wird wahrscheinlich schon mal drüber gestolpert sein, dieses Prinzip, das in Englisch heißt System of Benevolence. In Deutsch können wir es übersetzen mit System des Guttuns. Und sie beschreibt es folgende. Wenn wir auf die Natur schauen, dann sehen wir, dass Gott ein System eingerichtet hat, das immer Fortwährend gibt. Nehmen wir zum Beispiel Flüsse als Beispiel. Flüsse fließen mit reichhaltigem Wasser. Das ist viel mehr Wasser, als man eigentlich verwenden könnte. Gut, mittlerweile kann man es, aber viel Wasser fließt. Und wenn wir es verwenden, dann kommt es uns zugute. Wenn nicht, fließt es einfach ins Meer. Genauso mit den Bäumen. Jetzt hatten wir ein sehr starkes Apfeljahr. Die Bäume hängen voll mit Äpfeln. Entweder wir essen die Äpfel oder wir oder die Tiere, dann kommen sie uns zugute. Oder sie fallen einfach auf den Boden und verfaulen. Und das ist genau dieses Prinzip von Gott. Er gibt konstant. Die ganze Natur ist ein Kreislauf des Gebens. Der Regen kommt runter, die Bäume wachsen, die Flüsse geben. Es ist ein ständiges System des Gebens. Man gibt den anderen. Selbst wenn es ungenutzt bleibt. Die Natur gibt und gibt und gibt in Hülle und Fülle. Und Gott möchte uns damit zeigen, dass der wahre Charakter Gottes, der wahre Charakter von ihm selbst ist. Das konstante Geben und Guttun des anderen. Nicht wahr, selbst wenn es ungenutzt bleibt. Gott gibt die Liebe, selbst wenn die Leute nicht auf ihn antworten und ihm nachfolgen.
[32:42] Jetzt kommt hier jemand mit seinem Moped hoch. Der Mittwoch in der Sabbatualektion heißt Unity in Diversity oder Einheit in der Vielfalt. Das ist die beste Übersetzung. Und den Vers, den wir dazu lesen, ist der Römer, Kapitel 14, 1, Vers 6. Durch einladen, den Vers aufzuschlagen. Römer, Kapitel 14, die Verse 1 bis 6. Römer, Kapitel 14, Vers 1 bis 6. Und hier heißt es, nehmt den Schwachen in Glauben an. Ohne über Gewissensfragen zu streiten. Einer glaubt, alles essen zu dürfen. Wer aber schwach ist, der isst Gemüse. Das ist vielleicht ganz interessant. Ich war wieder als Adventisten. Wir haben ja diese Gesundheitsbotschaft. Und wir werden ermutigt, und ich werde gleich noch was darüber sagen, ermutigt, vegetarisch zu essen. Dieser Vers hier, da geht es um was komplett anderes. Das heißt, weil der Herr Paulus sagt, wer schwach ist, der isst Gemüse.
[33:51] Wir lesen mal weiter. Wer isst, verachte den nicht, der nicht isst. Und wer nicht isst, richte den nicht, der isst. Denn Gott hat ihn angenommen. Wer bist du, dass du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden. Denn Gott vermag ihn aufrecht zu halten. Dieser hält einen Tag höher als den anderen. Jener hält alle Tage gleich. Jeder sei seiner Meinung gewiss. Wer aber den Tag achtet, der achtet darauf für den Herrn. Und wer nicht auf den Tag achtet, der achtet nicht darauf für den Herrn. Wer isst, der isst für den Herrn. Denn er dankt Gott. Wer nicht isst, der enthält sich der Speise für den Herrn. Und dank Gott. Das lesen wir noch Vers 7 und 13 dazu, bevor ich Kommentare abgebe. Vers 7. Denn keiner von uns lebt sich selbst und keiner stirbt sich selbst. Und Vers 13. Darum lasst uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet vielmehr, dass dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird.
[35:06] Die Situation, die Paulus hier angeht, ist die Situation, die sich aufgetan hat, als das Evangelium hinausging in die Heiden. In die Heidendörfer. Nicht wahr? Die Städte und Regionen der Heiden. Die Heiden haben natürlich ihre eigene Kultur. Sie opfern ihr Fleisch den Göttern. Sie haben ihre eigenen Feiertage. Tage, die sie als heilig anerkennen. Und jetzt kommt das Christentum. Und das Christentum kommt ja hauptsächlich mal von den Juden. Und verbreitet sich jetzt unter den Heiden. Und natürlich kam das erste Konzil in Jerusalem zusammen. Hat dann entschieden, was wir den Heiden auf jeden Fall auftragen sollten. Beschneiden brauchen sie sich nicht. Aber Fleisch, nicht wahr, mit dem Blut drin sollen sie nicht essen. Und verschiedene andere Dinge werden aufgetragen. Und unter anderem geht es auch um das Götzenfleisch. Das Götzenfleisch war daher ein Problem. Und das interessanterweise, man denkt nicht wahr, das ist ein Problem der Vergangenheit. Wir haben das Problem auch heute noch in Indien, wo das ja gang und gäbe ist. Dass Fleisch den Götzen geopfert wurde. Und dann aber danach wurde es auf dem Markt verkauft, beziehungsweise zum Essen angeboten. Also man hat es dann nicht irgendwie verbrannt, sondern man hat es dann einfach gegessen. Und jetzt, die ganz frisch Christen geworden sind. Und aus dieser alten Kultur herausgekommen sind. Viele haben sich gedacht, ich kann jetzt dieses Fleisch nicht mehr essen. Weil es ja den anderen Göttern, an die ich nicht mehr glaube, geopfert wurde. Und dann gibt es aber andere, und der Paulus war auch dieser Meinung. Nicht wahr, die Götter sind sowieso nichts. Die haben keine Bedeutung vor Gott. Ob das Fleisch aus diesen Götzen geopfert wurde oder nicht, macht keinen Unterschied. Ich kann es einfach essen. Und Gott, da wird nichts passieren. Was sollen die Götter machen, es sind ja keine Götter. Und ähnlich ist es auch mit den Feiertagen. Manche haben dann diese Feiertagen, die einfach normal waren. Heute können wir das vergleichen mit Weihnachten oder Ostern. Gut, Ostern ist vielleicht noch ein bisschen mehr gerechtfertigt. Aber Weihnachten, wo man sagt, warum feiern wir das? Das hat im Ende nicht viel mit Jesu Geburt zu tun, weil wir sowieso nicht wissen, wann er geboren ist. Aber es feiern einfach alle. Feiern wir es oder feiern wir es nicht? Es gibt diesen Ratschlag. Der eine macht es, und er macht es für Gott, und der andere macht es nicht.
[37:47] Und ich war zwischen den Zeilen und sagte, Paulus, der Punkt ist eigentlich gar nicht so wichtig. Es ist gar nicht entscheidend, ob wir diesen Tag jetzt feiern oder ob wir das Götzenfleisch essen. Es ist keine Sünde. Aber viel wichtiger ist, dass wir unter uns keine Spaltung haben, weil der eine es macht und der andere es nicht. Und das ist der Ratschlag, den wir auch von diesen Versen herausziehen können. Dass Paulus uns ganz klar sagt, und das haben wir noch, vielleicht lese ich den Vers 13 nochmal. Darum lasst uns nicht mehr einander richten. Da, wo solche Haarspaltereien sein können, lasst uns nicht im Herzen eine Bitterkeit dem anderen gegenüber tragen, nur weil er etwas nicht genauso macht, wie du es machst. Sondern das richtet viel mehr, dass dem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg gestellt wird. Also Paulus sagt, es ist viel wichtiger, dass wir, wenn wir agieren, dass wir nicht den anderen Leuten zum Anstoß werden. Vor allem den Christen, vor allem den jungen Christen. Ich war die, die gerade gesehen haben, ich kann dieses Götzenfleisch nicht mehr essen, weil es mein altes Leben ist. Und jetzt kommen andere daher und nicht mehr essen fröhlich dieses Fleisch. Und es wird zum Anstoß für die Neubekehrten, weil sie sich denken, entweder ist er nicht bekehrt, oder ich mache etwas falsch, oder ich habe dann genau diese Zweifel. Und Paulus sagt, okay, für dich mag das kein Issue sein, kein Problem sein. Aber wenn du in der Umgebung bist von anderen, für die das sehr wichtig ist, ess kein Götzenfleisch, wehr den anderen nicht zum Anstoß. Und daher sagt er, nicht wahr, die Schwachen essen nur Gemüse, aber du bist stark, nicht wahr, du bist stark im Glauben, du weißt, es hat nichts damit zu tun. Trotzdem isst nur Gemüse in dem Fall.
[39:45] Jetzt komme ich, vielleicht ist es noch ein interessanter Punkt, wo ich ein bisschen erwähnen kann über unsere eigene Geschichte als Adventisten. Wir essen ja gern Gemüse, weil wir gesund bleiben wollen. Es hat nichts mit Götzenfleisch zu tun, sondern weil wir sehen, dass übermäßiger Fleischkonsum und vor allem heute mit den vielen Schadstoffen, die auch im Fleisch zu finden sind, Fleischkonsum nicht ideal ist und es der Gesundheit nicht gut tut. Und es gab mal eine interessante Zeit in unserer Geschichte, da hat die Ellen White einen sehr starken Appeal, das war ein Aufruf, ein Aufruf veröffentlicht, die Adventisten sollen doch aufhören Fleisch zu essen. Es war ungefähr um 1905 rum. Man muss wissen, es gab dieses Sanitarium mit Dr. Kellogg und er hat natürlich sehr stark verbreitet diese Idee des vegetarischen Essens. Er wurde dann von der Gemeinde abgespaltet und es war seine eigene Schuld und es war eine komplizierte Geschichte. Auf jeden Fall war unter den Predigern es nicht sehr verbreitet, gesund zu essen, obwohl Ellen White es wiederholt geschrieben hat. Und es macht sie diesen Aufruf, diesen sehr starken Aufruf, die Adventisten sollen doch aufhören Fleisch zu essen, sollen sich doch vegetarisch und gesund ernähren. Und der damalige Generalkonferenzpräsident H.G. Daniels, der liest es und es war so stark dieser Aufruf, dass er gedacht hat, sollen wir das zu einem Test machen. Im Englischen sagt man Test of Fellowship, also quasi als Taufpunkt. Wenn jemand das nicht macht, dann kann er nicht getauft werden. Wenn jemand Fleisch isst, dann kann er kein Adventist sein. Und H.G. Daniels hat sich überlegt, sollen wir das machen. Aber bevor er das in die Generalkonferenz getragen hat, ist er erstmal zu Ellen White persönlich gekommen und hat sie gefragt, sollen wir das zu einem Test machen für die Taufe. Und Ellen White war hin und her gerissen. Sie hat sich nicht gleich geantwortet, aber hat am Ende gesagt, nein, wir sollten das nicht zum Test machen, obwohl ihr das so wichtig war, obwohl ihr Gott es immer wieder gesagt hat, dass wir vegetarisch leben sollten. Sie wusste, das kann nicht zum Test gemacht werden. Und das ist vielleicht auch interessant für uns dann zu wissen. Es gibt Dinge, die Gott sehr wichtig sind, aber nicht alles ist direkt ein Test, ob wir Gott nachfolgen.
[42:34] Kommen wir zu unserem letzten Tag mit der Lektion. Ich war am Donnerstag. Und die ist betitelt Einheit in der Mission. Und wir wollen nochmal unsere letzten zwei Verse hier lesen. Und zwar lesen wir den Lukas 22, Vers 24 und die Apostelgeschichte. Wir starten mit dem Lukas 22. Und was der Schreiber der Sabbatschule hier beobachtet und sehr offensichtlich macht, ich finde es schön, wie er das herausarbeitet, ist der Unterschied zwischen den Jüngern vor und nach der Bekehrung. Gehen wir zu Lukas 22, Vers 24. Und hier steht, es erstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte zu gelten habe. Immer wieder haben sich die Jünger gestritten, wer von ihnen die wichtigste Stelle hat, und am Ende nicht wahr, neben Christus sitzen darf im irdischen Königreich, haben sie alle gedacht. Es gab diesen Rangkampf unter den Jüngern. Und auch in unseren Gemeinden haben wir oft den Fall, nicht wahr, dass jemand gerne Gemeindevorsteher sein möchte, aber wenn er dann abgewählt wird, dann ist er ganz bitter im Herzen. Und vielleicht ist es ganz interessant und einfach auch gut für uns zu wissen, dass die Jünger mit den gleichen Sachen gekämpft haben, wie wir heute, aber sie haben sich bekehrt.
[44:10] Und wir lesen in Apostelgeschichte 1, Vers 14, und ich sage ganz ehrlich bekehrt, denn wer bitter ist im Herzen, weil er seine Position verloren hat oder weil er eine Position nicht gekriegt hat, die er gerne möchte, der ist nicht bekehrt. Und wir lesen in Apostelgeschichte 1, Vers 14, diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Pflehen zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit den Brüdern. Das war direkt nach dieser Erfahrung, wo sie alle zusammen in diesem Raum waren, bevor Jesus quasi ihnen Heiligen Geist gegeben hat. Und jetzt auch nachdem Jesus ihnen den Heiligen Geist gegeben hat, lesen wir in Apostelgeschichte 2, beziehungsweise immer noch davor, 2, Vers 1, und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. Sie hatten den gleichen Geist, sie waren einmütig, sie waren vereint. Es hat sie nichts getrennt. Das bedeutet nicht, dass sie alle genau das gleiche gedacht haben. Wir lesen immer noch, dass es Sachen gab, wo sie nicht miteinander übereingestimmt haben, aber es war fundamental eine Einheit, im Gegensatz zu dem, was wir vorher erlebt haben. Und wir lesen noch Vers 46, wenn wir unterscrollen hier, Vers 46, und da lesen wir, und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und den Einfalt des Herzens.
[45:53] Und es schließt unsere Lektion sehr gut ab und zeigt uns wieder mal, was wir auch schon den Rest der Sabbatschule studiert haben, und zwar, dass die wahre Bekehrung des Herzens den Menschen einen neuen Fokus gibt, den Fokus des Missionars, und die Christen untereinander, die wahrlich bekehrten Christen untereinander vereint. Und wenn wir über die Einheit reden, jetzt, nicht wahr, noch in den restlichen Lektionen auch, überhaupt in unserer Weltgemeinde, es ist ein großes Thema momentan, dann müssen wir sehen, dass Einheit ohne Bekehrung keine Einheit ist. Und somit möchte ich abschließen unsere heutige Lektion mit einem kleinen Gebet. Unser Vater im Himmel, ich möchte dir sehr danken, Herr, für dein Wort, dass wir studieren dürfen. Ich möchte danke sagen, dass du uns Einheit schenkst, und ich bitte, dass du uns jeden Tag neu bekehrst. Amen. Und damit wünsche ich euch einen wunderschönen Sabbat. Hier in den Philippinen ist der Morgen mittlerweile gut fortgeschritten, die Sonne ist schön rausgekommen, ihr habt es bestimmt im Hintergrund gesehen. Und ich möchte euch eine schöne Woche wünschen und auch viel Freude beim Studium der nächsten Sabbat-Schullektion. Tschüss!
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