In dieser Predigt, Teil 6 der Serie „Wenn Gott zweimal ruft“, beleuchtet Christopher Kramp die biblische Figur Martha. Er untersucht ihre Rolle im Neuen Testament, ihre Beziehung zu Jesus und Maria und die Lektionen, die wir aus ihrem Leben ziehen können. Die Predigt betont die Bedeutung, sich Zeit für Jesus zu nehmen und seine Gegenwart im Alltag zu erkennen, auch inmitten von Hektik und Pflichten.
Wenn Gott zweimal ruft: 6. „Martha, Martha“
Christopher Kramp · Wenn Gott zweimal ruft ·Themen: Bibel, Erweckung, Jesus, Lukas, Neues TestamentWeitere Aufnahmen
Serie: Wenn Gott zweimal ruft
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Transkript
[0:30] Und dass sie wieder eingeschaltet haben und dass wir einen weiteren Teil haben können in unserer kleinen Serie, wenn Gott zweimal ruft. Ich freue mich schon ganz besonders auf das heutige Thema. Wir haben bisher fünf Themen gehabt, das heißt, wir haben quasi Bergfest jetzt gerade, denn nach dem heutigen Vortrag werden wir dann über die Hälfte sein. Und vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass die fünf Vorträge bisher alle ihre Geschichten aus dem Alten Testament gehabt haben. Und jetzt raten Sie, wo die nächsten fünf Geschichten herkommen werden. Sie sind alle aus dem Neuen Testament. Und vielleicht ist auch aufgefallen, dass von den fünf Geschichten im Alten Testament, wenn Sie heute Vormittag mit dabei gewesen sind oder das dann später um 16 Uhr noch einmal gesehen haben in der Wiederholung, dass von diesen fünf Geschichten vier von einer Person gesprochen haben und eine von einer Stadt, nämlich Ariel, Ariel, die Stadt Jerusalem. Und in den nächsten fünf Vorträgen werden wir wieder vier Personen behandeln, nämlich Martha, Simon und Eli und Paulus und eine Stadt und zwar die gleiche Stadt wie heute Morgen, Jerusalem, Jerusalem. Und das wird am Dienstag sein, da freue ich mich schon ganz besonders und egal, was Sie am Dienstagabend vorhaben, den Vortrag sollten Sie nicht verpassen.
[1:45] Okay, bevor wir jetzt also anfangen, sind noch einige Dinge neu. Für mich besonders neu ist diese Linie hier. Ich weiß nicht, ob Sie das sehen können live im Internet und haben Meldungen erreicht, dass es manchmal schwierig war, mir zuzuhören, weil ich ständig hin und her gelaufen bin. Es tut mir leid, ich versuche mich zu bessern, ich versuche mich wirklich zu bessern. Aber weil sogar, Sie werden es nicht glauben, die Kamerastative, die Hälse heiß gelaufen sind, hat man sich entschieden, jetzt hier so ein Stoppschild zu machen. Ich werde versuchen, es nicht zu übertreten.
[2:24] Martha, Martha, Martha ist eine Frau in der Bibel, die uns relativ bekannt ist, relativ bekannt. Aber beim Ausarbeiten des Themas fiel mir viel mehr auf, und das hat mich erstaunt, dass Martha viel seltener in der Bibel vorkommt, als wir glauben. Das erste Mal, dass Martha in der Bibel vorkommt, findet sich in Lukas 10 und dort ab Vers 38. Und das ist die bekannte Geschichte von Martha und Maria. Dazu gleich mehr. In Lukas 10, Vers 38. Dort steht: „Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus.“
[3:30] Nun, bevor wir uns an Martha wagen, wollen wir uns erstmal fragen, was bedeutet es, dass sie weiterreisten? Die Geschichte von Martha beginnt damit, dass Menschen weiterreisen. Und wenn Menschen weiterreisen, dann stellt man sich die Frage, von wo kommen sie, oder? Sie reisen weiter und weil sie weiterreisen, kommen sie irgendwann zu Martha. Jetzt, wenn man nicht genau weiß, wer gemeint ist und um wen es geht, weil es in dem Vers selbst nicht genannt ist, wo soll ich nachschauen? Was soll ich tun? Am besten, ich schaue einfach ein paar Verse vorher, was war vorher gewesen, was ist der Kontext der Geschichte? Und wenn wir einige Verse weiter vorher schauen, in Lukas 10, Vers 1. Im ersten Vers des zehnten Kapitels, dort steht in Lukas 10, Vers 1: „Danach aber bestimmte der Herr...“ Wer ist der Herr? Hier, Jesus. Ganz genau. „...noch siebzig andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte.“ Wir haben ja Jesus, der seine Jünger zusammennimmt, er nimmt siebzig Jünger und organisiert sie in Zweiergruppen und sagt: „Ihr geht jetzt in alle Städte und Dörfer, in die ich noch kommen werde.“ Und dann kommen sie einige Zeit später in Vers 17 zurück. In Vers 17 heißt es: „Die Siebzig aber kehrt mit Freuden zurück.“ Woher kommen sie her? Sie kommen aus all den Städten und Dörfern, in die sie Jesus geschickt hat, weil er noch da später selbst hingehen möchte. Jesus sendet siebzig Leute, siebzig Jünger aus, in all die Dörfer und Städte, in die er noch kommen möchte. Dann kommen sie zurück und dann heißt es in Lukas 10, Vers 38: „Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam.“
[5:22] Jetzt, wenn wir das wissen, was wissen wir bereits über Martha und ihr Dorf? Als Jesus zu Martha kommt, waren bereits Menschen dort gewesen. Nämlich wer? Mindestens zwei Jünger. Denn wenn Jesus sie in jedes Dorf und in jede Stadt geschickt hat, in die er noch gehen wollte, und er kurze Zeit später in dieses Dorf kommt, wo Martha ist, dann wissen wir, dass vorher, bevor Martha auf Jesus trifft, hat sie bereits zwei Jünger von Jesus getroffen. Und das ist nicht unentscheidend für die Geschichte von Martha.
[5:57] Nun, als Martha diese Jünger trifft, die Geschichte steht nicht in der Bibel, aber wir können uns das ein bisschen mit Fantasie vorstellen. Was hat sie wohl gesehen? Was hat sie gesehen, als sie diese Jünger getroffen hat? Wir können einmal schauen in Lukas 10, Vers 4. Lukas 10, Vers 4. Dort steht, was Jesus zu seinen Jüngern sagt. Er sagt zu seinen Jüngern: „Tragt weder Beutel, noch Tasche, noch Schuhe und grüßt niemanden auf dem Weg.“ Das heißt, als die Jünger von Haus zu Haus, von Tür zu Tür, von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt gingen, haben sie nicht besonders viel mitgenommen an Dingen des täglichen Bedarfs. Sie traf also auf Jünger, die sich keine übermäßigen Sorgen gemacht haben über das, was sie essen und trinken sollen. Die Jünger, die sie getroffen hat, die auch in ihr Haus gekommen waren, mit denen sie wahrscheinlich gesprochen hat, waren Menschen, die ihr erzählt haben: „Weißt du was, unser Meister, der sorgt für alles. Wir horchen einfach auf sein Wort, wir gehen einfach los.“ Und wie wir aus der Bibel wissen, diese Jünger, die auf diese Missionseinsätze gingen, haben niemals Mangel gehabt.
[7:22] Warum hat Jesus eigentlich diese Jünger vorausgeschickt? Sie sollten den Weg vorbereiten, nicht wahr? Nun, was interessant ist, als Martha auf die Jünger trifft, da hat Jesus sie schon gesehen. Warum? Schauen wir einmal ganz kurz auf, schlagen wir ganz kurz auf in Johannes 1. Eine ganz andere Geschichte, ganz anderer Zusammenhang, aber das Prinzip ist hier das gleiche. In Johannes 1 und dort Vers 46. Da spricht es von einem Nathanael. Und Nathanael sprach zu ihm: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ Philippus spricht zu ihm: „Komm und sieh.“ Da gibt es einen Nathanael, der sitzt da unter seinem Baum und ein anderer, ein Jünger Jesu, Philippus, kommt zu ihm und sagt: „Komm mit, ich bring dich zu Jesus.“ Ja, der Nathanael trifft auf einen Jünger von Jesus, der Jünger von Jesus bringt ihn zu Jesus. Und jetzt schauen wir, was Jesus zu ihm sagt. Jesus sah den Nathanael auf sich zukommen und spricht zu ihm: „Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem keine Falschheit ist.“ Nathanael spricht zu ihm: „Woher kennst du mich?“ Jesus antwortet und sprach zu ihm: „Ehe dich Philippus rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.“ Doch bevor Philippus, der Jünger, auf Nathanael traf, hatte Jesus, der den Jünger Philippus ausgesandt hat, bereits Nathanael gesehen. Das heißt, als Jesus seine 70 Jünger ausgesandt hat und irgendwann diese Jünger auch auf Martha trafen, hatte Jesus schon lange vorher Martha gesehen und unter anderem deswegen sie gesandt, weil er wusste, es wäre gut für sie, wenn sie Jünger sehen, Menschen treffen, die sich nicht zu viel Sorgen machen um das, was sie essen und trinken und so weiter. Jesus hatte sie gesehen, lange bevor sie den ersten Menschen, den ersten Jünger Jesu getroffen hat.
[9:30] Jetzt, wann war das erste Mal, wo wir, wo du, wo du dir live zuschaust, wann war das erste Mal, dass wir einen Menschen getroffen haben, der uns mit Jesus bekannt gemacht hat? Können wir uns an den, an den Moment noch erinnern? Vielleicht sind wir aufgewachsen im christlichen Elternhaus, dann wird das wahrscheinlich sehr schwierig, sich daran zu erinnern, wer der erste war, nicht wahr? Aber vielleicht sind wir später mal zum christlichen Glauben gekommen und wissen noch, wie es war, als zum ersten Mal ein Mensch mit uns über den Glauben gesprochen hat, oder? Ist es nicht interessant, dass Jesus schon vorher uns gesehen hat, uns gesehen hat und gesagt hat: „Dieser Mensch braucht diesen Jünger.“ Und so hat Jesus Martha gesehen.
[10:12] Jesus wusste, er wird einmal zu Martha kommen. Nun, gehen wir zurück nochmal zu Lukas 10, zu Lukas 10 und dort Vers 2. Hier ist einer der Gründe, warum Jesus seine Jünger ausgesandt hat. In Lukas 10 und dort Vers 2 heißt es: „Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sendet.“ Jesus hatte ein Problem. Jesus sah die große Not der Menschen. Aber es waren zu wenige Arbeiter, zu wenige Arbeiter. Wir haben ja schon in einem der Vorträge genau dieses Problem angesprochen, nicht wahr? Wir haben gesehen bei Abram, Abram, was Jesus für uns getan hat. Wir haben gesehen bei Jakob, Jakob, dass weil Jesus so viel für uns getan hat, auch wir in unserem Leben Veränderung vornehmen müssen. Wir haben dann bei Mose, Mose gesehen, dass wenn wir die Veränderung vornehmen, die Veränderung, die ist, dass Gott uns dazu ruft, zurückzugehen und Menschen von dieser Liebe, die wir am Kreuz sehen, am brennenden Dornenbusch, nicht wahr, um Menschen zu helfen, hinauszukommen. Und wir haben gestern Abend bei Samuel, Samuel gesehen, dass Gott uns persönlich ausbilden möchte, persönlich zu uns reden möchte. Jesus braucht Arbeiter, er braucht Menschen, die anderen dienen. Können wir uns das merken? Wir werden in ungefähr 50 Minuten nochmal darauf zurückkommen, okay? Jesus sucht Menschen, die anderen dienen.
[11:47] Nun schauen wir noch auf Vers 9 und 10. Das heißt dort: „Und heilt die Kranken, die dort sind, und sagt zu ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch herbeigekommen. Wenn ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, da geht auf ihre Gassen hinaus und sprecht: Auch den Staub, der sich aus eurer Stadt an uns gehängt hat, streifen wir ab gegen euch; das sollt ihr wissen, dass das Reich Gottes nahe zu euch gekommen ist.“ Diese Jünger haben sich nicht viel Sorgen gemacht. Sie sind von Stadt zu Stadt gegangen, von Haus zu Haus gegangen, von Dorf zu Dorf gegangen, haben das Reich Gottes verkündigt. Wenn Menschen es nicht hören wollten, sind sie in das nächste Dorf gegangen. Und wir wissen aus der Bergpredigt, dass Jesus ihnen explizit gesagt hat: „Sorgt euch nicht.“ In Matthäus 6, in Matthäus 6 und dort Vers 25. Eine Predigt besonders an die Jünger, natürlich an alle Menschen, aber der Kontext der Bergpredigt sagt, dass die Bergpredigt besonders für die Jünger gedacht war. In Matthäus 6, Vers 25 steht dort: „Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?“ Dann sagt er in Vers 32: „Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden; aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden.“ Das war das, was die Jünger verstanden hatten. So waren die Jünger ausgebildet worden. Und als Martha ihre Tür aufmacht, als er jemand anklopft und sagt: „Wir kommen im Namen von Jesus von Nazareth und möchten mit ihnen, mit dir über das Reich Gottes sprechen“, da hat sie auf Menschen, ist sie auf Menschen getroffen, die genau das ausgelebt haben: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes.“
[14:00] Gehen wir zurück zu Lukas 10. Es gibt noch etwas, was Jesus seinen Jüngern gesagt hat, auf das wir hier besonders Wert legen wollen. In Lukas 10 und dort Vers 21 bis 24. Lukas 10, Vers 21 bis 24. „Zu derselben...“ Verzeihung, „...zu derselben Zeit frohlockte Jesus im Geist.“ Das ist ein interessanter Gedanke, dass Jesus im Geist sich gefreut hat, frohlockt hat, sich kaum beherrschen konnte, sozusagen. Und sprach: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir.“ Wir haben heute Vormittag im Thema Ariel, Ariel darüber gesprochen, dass viele Menschen auch in Israel die Worte der Bibel nicht wirklich verstanden haben. Es war ihnen wie, was nochmal, wie was im Hebräischen? Zafza, Zaf, Zafza, Zaf und Kafza, Kaf und Kafza, Kaf. Ein bisschen eintönig, monoton. Aber dann haben wir gesehen, dass selbst die Blinden es verstehen können, die Tauben es hören können, wenn sie bereit sind, Jesus zu folgen. „Fest 22: Und zu den Jüngern gewandt, sagte er: Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater, und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater, und wer der Vater ist, weiß niemand, als nur der Sohn und wem der Sohn es offenbaren will.“ Und jetzt passen wir auf: „Fest 23: Und er wandte sich zu seinen Jüngern besonders und sprach: Glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht.“ Stellen Sie sich vor, wie die Jünger erstaunt waren. Warum? Jesus gibt die Begründung: „Fest 24: Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wünschten zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.“
[15:39] Was meint Jesus? Was meint Jesus, als er sagt: „Selig seid ihr, dass ihr das seht, was ihr seht.“ Viele Propheten, viele Könige, viele Männer Gottes haben sich gewünscht, das zu sehen, was ihr seht. Abraham hat sein ganzes Leben lang, wir haben davon gesprochen, nicht wahr, sein ganzes Leben hat er auf diese Stadt gewartet, nicht wahr? Jakob, Samuel, all die Menschen der Bibel haben gehofft, gewartet auf diesen Messias, diesen Schilo, diesen Immanuel. Und sie haben geforscht und gebetet und sich gewünscht, etwas mehr davon zu verstehen. Und hier steht Jesus, die Erfüllung von 4000 Jahren Prophetie direkt vor ihnen.
[16:30] Schauen wir einmal gemeinsam in einem interessanten Vers und zwar in 1. Petrus 1, Vers 10 bis 12. 1. Petrus 1, Petrus 1 und dort Vers 10 bis 12. 1. Petrus 1, Vers 10 bis 12. Da bekommen wir einen Eindruck von dem, was Jesus meint. Ich denke, dass Petrus das auch gehört hat, als Jesus sagt: „Viele Propheten und Könige haben sich gewünscht, das zu sehen, was ihr seht.“ Dort heißt es in Vers 10: „Wegen dieser Errettung haben die Propheten gesucht und nachgeforscht, die von der euch zuteilgewordenen Gnade gewissagt haben. Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte.“ Das heißt, der Heilige Geist war an den Propheten, sie haben Prophezeiungen gegeben und sie haben es selbst nicht ganz verstanden. Sie haben Prophezeiungen über den kommenden Messias an das Volk gegeben und haben selbst gesucht und geforscht, was das für eine Zeit sein wird, wann er kommen wird, wie er kommen wird. Und sie haben es sich gewünscht. Können wir uns vorstellen, wie ein ganzes Volk, 4000 Jahre lang, na gut, das Volk war dann später erst, aber wie die Menschheit, bis das Volk Israel kam, insgesamt 4000 Jahre lang auf diesen einen Punkt immer wieder gewartet und geforscht und gesucht hat. Manchmal haben wir Fragen in unserem Leben, in der Bibel vielleicht oder auch sonst so, da ist es uns schon anstrengend, zwei Wochen lang auf die Antwort zu warten. Aber hier haben wir es mit einem Geheimnis zu tun, dass er für 4000 Jahre lang der Gegenstand war des Denkens der klügsten und intelligentesten und frommsten Menschen. Sie haben geforscht und gesucht und darunter waren echte Bibelkenner dabei, nicht wahr? Große Propheten, Elia und Daniel, Mose, Henoch. Sie alle haben gesucht und geforscht und keiner von ihnen, weder Daniel, noch Elia, noch Henoch, noch Mose, noch Noah, noch Abram, noch Jakob, noch Isaak, keiner von ihnen hat das gesehen, was die einfachen Fischer Petrus und Johannes und Jakobus gesehen haben. Keiner von ihnen. Sie alle haben es sich gewünscht. Und Jesus hat manchmal so das Gefühl, dass die Jünger, die dort vor ihm stehen, gar nicht so richtig schätzen, was sie haben. Er versucht ihnen mitzuteilen: „Stellt euch vor, das, was ihr für selbstverständlich achtet, da hätte Daniel und Abram, die hätten alles, was sie gehabt hätten, hätten dafür gegeben, vielleicht sogar ihr Leben, um das nur zu sehen.“ Und wir Jünger scheinen das gar nicht so richtig zu schätzen.
[19:20] Jetzt könnte es sein, dass wir vielleicht auch in einer ähnlichen Lage sind wie die Jünger. Schauen wir einmal gemeinsam in 1. Korinther 10, Vers 11. 1. Korinther 10, Vers 11. 1. Korinther 10, Vers 11. Dort steht etwas über die alttestamentlichen Geschichten. Was ist das erste Wort, was da steht in 1. Korinther 10, Vers 11? „Alle.“ „Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist.“ Alle Dinge in der Bibel sind geschrieben, besonders für eine besondere Zeit, nämlich für die Endzeit, jetzt. Das Evangelium war für 4000 Jahre lang ein Geheimnis und man hat geforscht und gesucht. Aber die Dinge, die zur Endzeit gehören, sind wie lange ein Geheimnis? Dann noch 2000 Jahre länger, oder? Ungefähr, also knapp, über den Daumen gepeilt. Seit so vielen tausend Jahren fragen sich Menschen, wie wird das sein am Ende der Zeit? Glaubt ihr, Daniel hat sich gefragt, wie wird das mal sein? Glaubt ihr, Jesaja hat sich gefragt, wie wird das sein am Tag des Herrn? Glaubt ihr, Johannes hat sich, als er da auf Patmos war, eine Offenbarung und diese Tiere gesehen hat und diese Hörner und all das, was dort beschrieben ist, diese Posaunen und Siegel, hat sich gefragt, wie wird das sein? Wie wird sich das in der Geschichte entfalten? Wie wird das sein? Und hier sind wir, die wir die Bibel haben, die Auslegung haben und wir sagen, naja, wir wissen, was es ist. Aber Propheten und Könige und Männer Gottes haben geforscht und gesucht und manchmal schätzen wir gar nicht so richtig, was wir haben. Manchmal schätzen wir gar nicht so richtig, was wir haben. Uns ist nicht bewusst, dass über die Jahrtausende sich Wahrheit angehäuft hat, wie mit einer Schneekugel, wie mit einem Schneemann. Am Anfang ist es ganz wenig und es wird immer mehr und diese göttliche Schneekugel rollt seit 6000 Jahren durch die Geschichte und wird immer größer, immer größer.
[21:49] Jetzt schauen wir mal gemeinsam ins Buch Daniel. Daniel Kapitel 12, um das noch ein bisschen zu zementieren, diesen Gedanken. Daniel 12, Daniel 12 und dort Vers 4. Es gibt nämlich tatsächlich einige Dinge, die eben nicht zur Zeit dieses offenbar gemacht worden sind und das hilft uns dann besser, die Geschichte von Martha zu verstehen und in unsere Zeit zu übertragen. So wie zur Zeit Marthas bestimmte Dinge offenbar gemacht worden sind, die vorher jahrelang, tausende Jahre lang verborgen waren, so sind auch in unserer Zeit Dinge offenbar gemacht worden, die vorher Jahrtausende ein Geheimnis waren. Hier steht es in Daniel 12, Vers 4: „Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes.“ Bestimmte Dinge im Buch Daniel sollten unverstanden bleiben bis zur Zeit des Endes. „Viele werden dann darin forschen und die Erkenntnis wird zunehmen.“ Das heißt, erst dann in der Zeit des Endes können bestimmte Dinge im Buch Daniel, das seit Jahrhunderten der Gegenstand tiefsten Studiums von Männern und Frauen Gottes ist, erst dann in der Zeit des Endes können sie verstanden werden. „Vers 6, Verzeihung, Vers 8: Da hörte ich, das hörte ich, verstand es aber nicht.“ Hat Daniel alles verstanden von dem, was er prophezeit hat und was im Buch Daniel steht? Daniel selbst hat es nicht verstanden. Dieser große Daniel, den wir bewundern und den wir sagen: „Wow, was für ein Mann Gottes es war“, der stand teilweise vor seinen eigenen Prophezeiungen und sagte: „Ich verstehe es nicht.“ Manchmal geht es uns auch so, nicht, wenn wir das Buch Daniel lesen. Nur der Unterschied ist, Daniel konnte es nicht verstehen und wir können es verstehen, denn die Zeit des Endes ist da. „Vers 9: Geh hin, Daniel, denn diese Worte sollen verschlossen und versiegelt bleiben bis zur Zeit des Endes.“ „Vers 10: Viele sollen gesichtet und gereinigt und geläutert werden, und die Gottlosen werden gottlos bleiben und kein Gottloser wird es verstehen, aber die Verständigen werden es verstehen.“ Es kommt eine Zeit, sagt Daniel, wird dem Daniel gesagt, weit in der Zukunft, am Ende der Zeit, da werden diese Dinge offenbar gemacht werden und dann wird es wieder Botschafter geben, Jünger, die von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf gehen und die Menschen darauf vorbereiten, auf das, was kommen wird, nämlich auf das Kommen Jesu, das Kommen Jesu.
[24:21] Nun, gehen wir zurück zu Martha, kommen wir zu Lukas 10 und jetzt zur eigentlichen Geschichte. Lukas 10 und dort Vers 38. „Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus.“
[25:02] Diese Martha hat Jesus in ihr Haus aufgenommen. Interessanterweise, der Name Martha bedeutet „die Geliebte“ oder auch „der Herr“, „der Chef im Haus“, „die Chefin“ sozusagen, „die Herrin“. Es heißt weiter in Vers 39: „Und diese hatte eine Schwester, welche...“ Wie hieß? „...Maria.“ Maria hat eine interessante Bedeutung, Maria heißt „die Rebellische“. Da haben wir die Herrin, die Chefin im Haus und dann haben wir die Rebellische. Aber im Gegensatz zu dem, was man von den Namen vermuten könnte, sitzt die Maria wo? Sie setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu.
[25:46] Jetzt, warum sitzt man zu den Füßen von Jesus? Wir wollen uns ganz kurz schauen, was das bedeutet in der Bibel in Apostelgeschichte 22. In Apostelgeschichte 22 und das ist ein Text, auf den wir mal nächste Woche nochmal zu sprechen kommen werden. In Apostelgeschichte 22 und dort Vers 3 steht von Paulus in seiner Biografie. Apostelgeschichte 22, Vers 3: „Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Cilicien, aber erzogen in dieser Stadt zu den Füßen Gamaliels und unterwiesen in der gewissenhaften Einhaltung des Gesetzes der Väter, und ich war ein Eiferer für Gott, wie ihr alle heute seid.“ Das heißt, Paulus sagt: „Ich war an den, ich saß zu den Füßen von Gamaliel und wurde von ihm unterwiesen.“ Das heißt, dieser Ausdruck, zu den Füßen zu sitzen, bedeutet, ich mache diese Person zu meinem Lehrer. Gamaliel war sozusagen der Lehrer von Paulus. Und als Maria sich zu den Füßen Jesu setzte, dann war das nicht einfach nur zu sagen: „Naja, ich weiß nicht, wo ich mich sonst hinsetzen soll“, sondern es war ein Ausdruck dafür, dass sie gesagt hat: „Jesus, du bist jetzt mein Lehrer. Ich nehme einen Kurs bei dir, okay? Du unterweist mich.“ Und das hat eine interessante Tradition und die kommt aus dem Alten Testament.
[27:16] Schauen wir gemeinsam in Fünfte Mose, Fünfte Mose, ein interessanter Vers, den wir wahrscheinlich nicht so, der uns nicht so bekannt ist, in Fünfte Mose 33 und dort Vers 3. Fünfte Mose 33 und dort Vers 3. Fünfte Mose 33, Vers 3. Dort heißt es: „Ja, er, gemeint ist Gott, er liebt das Volk und alle seine Heiligen sind in deiner Hand und sie lagern zu deinen Füßen, ein jeder empfängt von deinen Worten.“ Das war Gottes Plan für Israel. Er wollte, dass ganz Israel zu seinen Füßen liegt, an seinen Füßen sitzt und von seinem Wort empfängt. Übrigens, als er das Volk Israel durch die Wüste geführt hat, da führte er es an den Fuß des Berges Sinai und gab ihm dort das Gesetz. Am Fuße des Berges, Ausdruck dessen, dass er das Volk liebt, es ist in seiner Hand, es sitzt an seinen Füßen. Das ist das, was Jesus damals tun wollte, für jeden Menschen, in das Haus er gekommen ist. Er wollte, dass die Menschen ihn annehmen, dass er sie in seiner Hand nehmen kann, dass sie zu seinen Füßen sind und dass die Menschen von seinen Worten empfangen.
[28:44] Denn bis zu diesem Zeitpunkt waren über Jahrtausende Propheten gekommen, die mal geforscht haben und hatten gesagt: „So spricht der Herr, so spricht der Herr, das ist Gottes Wort.“ Aber zum ersten Mal kam einer und sagte: „Ich sage euch.“ Zum ersten Mal kam nicht einer, der gesagt hat: „Und Gott spricht zu euch, das ist Gottes Nachricht an euch, Gott möchte, dass ihr das und so seid“, sondern er sagt: „Ich bin, ich bin das Wort Gottes. Ich bin nicht ein Prophet, der einfach nur das Wort Gottes weiterbringt, ich bin tatsächlich das Wort Gottes, ich stehe vor dir, hör mir zu.“ Was für ein Vorrecht, in diesem Haus zu wohnen, oder?
[29:27] Würdet ihr gerne in diesem Haus wohnen, zu dem Jesus kommt und sagt: „Ich bin das Wort Gottes und ich sitze auf deiner Couch und du kannst neben mir sitzen?“ Frage: Wer von euch, wenn Jesus heute Abend mit euch nach Hause gehen würde, so als in seiner menschlichen Gestalt, wer von euch würde ihn mit nach Hause nehmen? Wir würden wahrscheinlich sogar einen kleinen Streit haben, wer ihn mitnehmen dürfte, oder? Können wir uns das vorstellen, Jesus sitzt auf unserer Couch, wir machen ihn bequem, nicht wahr? Vielleicht räumen wir noch ein paar Bücher weg oder CDs oder DVDs, die wir so ganz schnell noch. Und er sitzt dort auf der Couch und wir bewirten ihn und wir hören zu, wir sitzen neben ihm und er erzählt und er fängt an zu erzählen. Wäre es nicht schön?
[30:09] Gehen wir zurück zu Lukas 10, Lukas 10 und dort fährt es 40. Lukas 10, Vers 40: „Aber Martha machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung.“ Da sitzt Jesus auf der Couch, man hat die Gelegenheit des Jahrhunderts, alle Fragen zu stellen, die man nur loswerden möchte. Und übrigens, sagt die Bibel, dass Jesus nur zu den Ungläubigen in Gleichnissen sprach oder zu denen, die schwer von Begriffen, in Gleichnissen sprach. Zu seinen Jüngern und zu denen, die ganz offen mit ihm, ganz offen für ihn waren, hat er nicht in Gleichnissen gesprochen, sondern alles ausgelegt. Das heißt, man würde zu ihm gehen und sagen: „Du Jesus, ich verstehe diese Prophezeiungen Daniel nicht. Kannst du sie mir erklären?“ Glaubt ihr, Jesus hätte gesagt: „Nee, das mache ich nicht.“ „Du, ich verstehe das und jenes nicht. Ich verstehe, ich verstehe nicht, warum ausgerechnet im Heiligtumsdienst dieser siebenarmige Leuchter unbedingt Mandelblüten haben musste. Kannst du es mir jetzt erklären?“ Jesus hätte es gerne getan. „Ich verstehe nicht, warum mussten damals die Israeliten das und jenes tun? Kannst du es mir erklären?“ Jesus hätte getan. Stellt euch vor, ihr hättet diese Gelegenheit, Jesus auf eurer Couch und ihr könntet ihm jede Frage stellen und er würde nicht an abstrakten Gleichnissen sprechen, sondern es so erklären, dass ihr es könntet. Wer von euch würde jetzt seine Wäsche waschen? Oder sagen: „Herr Jesus, warte ein bisschen, ich muss noch bügeln. Ich habe den Einkauf noch nicht gemacht, warte.“
[31:52] Das, wonach sich die Menschen der Bibel des Alten Testaments seit Jahrtausenden gesehnt haben, die geforscht haben, die gesucht haben, sitzt auf deiner Couch. Aber das Einzige, was Martha im Kopf hat, ist, naja, ich muss noch ein bisschen Tee aufsetzen. Das Brot verbrennt, Hilfe, wir brauchen ein bisschen mehr Hilfe in der Küche. Wenn Jesus heute in dein Haus kommen würde, hättest du Zeit für ihn? Oder hättest du so eine lange Liste von Pflichten, die es verhindern würden, dass du wirklich Zeit mit ihm hast?
[32:42] Es gibt einen guten Indikator. Jesus ist ja das Wort Gottes, oder? Jesus ist das Wort Gottes. Das heißt, kurz oder lang würden wir vermutlich so viel Zeit für Jesus haben, wie wir für die Bibel haben. Heute. Wenn du kurz überlegst, wie viel Zeit verbringe ich für die Bibel und wie viel Zeit verbringe ich für meine anderen Dinge und wenn es im Konflikt gibt, Bibel oder Pflichten, dann vermutlich wäre das auch so, wenn Jesus kommen würde. Denn Jesus würde ja eigentlich auch nicht so viel was anderes sagen, als was die Bibel sagt. Das ist jetzt deutlicher und verständlicher, dass wir sofort verstehen, aber nun ist es verkehrt mit Haushaltspflichten. Ich meine, ich weiß, eine einzige Person sitzt jetzt vor dem Computer und sagt: „Christopher, denn ich bin ganz ehrlich gesagt nicht so der Martha-Typ. Es gibt Martha- und Maria-Typen, und von allen Typen, wenn das so ungefähr Martha ist, dann bin ich ungefähr hier, ganz weit weg.“ Und das ist auch nicht gut. Es geht nicht darum, Haushaltspflichten in die Ecke zu hängen und zu sagen, wir sollen den Haushalt nicht tun. Verstehe mich nicht falsch. Jeder hat mit seiner Ecke zu kämpfen. Und die Martha ist sehr hilfreich im Werk Gottes, oder? Es braucht Martas. Aber Martha hat eine Lektion zu lernen. Marta hat eine Lektion zu lernen.
[34:08] Martha bemühte sich viel zu schaffen mit der Bedienung und sie trat herzu und sprach: „Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir hilft.“ Herr, kümmerst du dich nicht? Wem klagt sie eigentlich an? Sie hat Gott zu Hause, Gott sitzt auf ihrer Couch und sie ist so sehr mit ihren Fladen und mit ihren, ich weiß nicht, mit Essen bereiten, beschäftigt, dass sie sogar auf die Idee kommt, Gott selbst anzuklagen und zu sagen: „Gott, warum kümmerst du dich nicht? Siehst du nicht?“
[35:03] Jetzt die Frage: Hat Jesus gesehen? Jesus hat sie schon gesehen, lange bevor sich jemals ein Jünger von ihm getroffen hat. Siehst du nicht? Und manchmal ist es so in unserem Leben, nicht wahr? Wir haben so viel zu tun, wir haben so viel Stress mit den Kindern, wir haben so viel Stress auf der Arbeit, wir haben so viel Stress mit unserem Haushalt, dass wir sagen: „Herr, siehst du nicht? Merk dir nicht, dass ich zugrunde gehe? Wie soll ich denn überhaupt Zeit haben für dein Wort?“ Siehst du es nicht? Mama, hat er wir mit Gott und sagen, es ist doch so schön, jeden Sabbat in die Gemeinde zu kommen und wieder eine aufmunternde Predigt zu hören und ich habe mir jetzt wieder vorgenommen, ich will jeden Tag in der Bibel lesen und dann am nächsten Morgen muss ich dann und dann raus und ich muss auf Arbeit, ich habe keine Zeit, es ist alles zu spät, Stress, nicht wahr? Und wieder habe ich es nicht geschafft. Das ist ja alles schön und gut mit dem Bibellesen, aber die Realität, in der Realität ist es doch eigentlich immer unmöglich oder sehr schwer. Siehst du nicht? Gott, komm doch mal endlich in die Realität, nicht wahr? Wir sagen das meistens nicht, aber oft denken wir es dann doch, wenn es uns passiert, nicht wahr? Das ist alles so schön theoretisch, wie es in der Bibel steht, nicht wahr? Aber wenn wir das dann mal praktisch machen, nicht wahr? Das ist mal das, was wir sagen, nicht wahr? So schön, so müsste es eigentlich sein, das wäre das Ideal, so ist es theoretisch, aber wenn dann praktisch im Alltag, dann geht es halt leider doch nicht. Siehst du nicht, Gott? Siehst du nicht?
[36:21] Und dann sagt sie etwas sehr Interessantes. Sie sagt: „Sage ihr doch.“ Es reicht ihr nicht einfach zu, ich meine, das Normalste auf der Welt wäre doch gewesen, jetzt einfach ganz schnell zur Maria zu gehen, ihr auf die Schulter zu tippen und sagen: „Du Maria, ich brauche noch ein bisschen Hilfe mit dem Abwasch, komm mal schnell, nicht wahr?“ Aber sie möchte gern, dass Jesus ihr das sagt, nicht wahr? Sie möchte gern, dass ihre Position bestätigt wird mit dem Wort Gottes. „Jesus, Maria hat einen Fehler gemacht, sage ihr, sprich ein Wort.“ Wie oft sehen wir die Fehler von anderen oder die vermeintlichen Fehler und wünschen uns, dass Gott mal so richtig ein Machtwort spricht, oder? Dass Gott mal so richtig durchgreift. Gott, sprich ein Machtwort, er hilft mir nicht, sie ärgert mich, was auch immer sie tut, Gott redet zu ihr und er dreht sich um zu ihr, er schaut sie an und sie steht dort, ich kann mir vorstellen, leicht erbost, ich war mit der Kelle erhoben, die Schürze besudelt, „Herr, sage ihr!“ Und sie kann es kaum erwarten, dass Maria zusammenzuckt, weil Jesus vielleicht sowas sagt wie: „Maria, jetzt ist es mir auch aufgefallen, warum hilfst du ihr nicht? Warum hilfst du ihr nicht?“ Sie kann es kaum erwarten und sie sagt: „Hab ich es dir doch gesagt!“ Sie steht mit der Kelle dort und Jesus guckt sie an und sagt: „Martha, Martha, Martha, Martha.“
[37:55] „Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles.“ Jesus kommuniziert ihr als allererstes: „Ich weiß, wie es dir geht. Ich weiß, dass du die Sorgen hast. Ich habe das alles gesehen. Ich habe deine Sorgen gesehen, lange bevor sie dir selbst aufgefallen sind. Ich weiß, dass du viele Unruhe hast. Ich kenne deine Sorgen, ich kenne deinen Terminplan, ich kenne dein Arbeitslimit, ich weiß, wie viele Kinder du im Haushalt hast, ich weiß, wie knapp ihr bei Kasse seid, ich kenne deine finanziellen, deine sozialen, deine familiären Belastungen. Ich kenne sie.“ Manchmal ist uns das nicht ganz bewusst, dass Gott das wirklich weiß, oder? Manchmal bauen wir Gott so eine theoretische Religionsbox, die aber nicht immer was mit unserem Alltag zu tun hat. Wir glauben, wir müssen Gott informieren, wie es uns geht, aber Gott weiß, wie es uns geht. Und weil er es weiß, wie es uns geht, sagt er jetzt Folgendes: Er sagt: „Eins aber ist Not.“ Ich sehe nicht nur deine Schwierigkeiten, ich sehe nicht nur deine Lasten, ich sehe auch das, was du nicht siehst, und das ist dein geistliches Defizit. Ich sehe das. Und wenn Jesus dir und mir sagt: „Ich sehe dein geistliches Defizit“, sind wir nicht dankbar, dass er uns das sagt? „Martha, Martha, wenn du nur wüsstest, das Wort Gottes steht vor dir und du siehst es nicht.“
[39:31] Wir sind heute in einer Zeit, wir haben gesehen, das Buch Daniel hat vorhergesagt, dass am Ende der Zeit Wahrheiten offenbart werden, wonach sich Menschen seit tausenden von Jahren gesehnt haben, selbst der große Daniel. Und manchmal ist uns das scheinbar vollkommen egal. Schätzt du es, dass du diese Wahrheiten bei dir zu Hause in deiner Bibel hast? Schätzt du es, dass du in eine Gemeinde gehen kannst, dass du Freunde hast, Menschen, die den gleichen Glauben haben oder einen ähnlichen Glauben wie du? Schätzt du das, dass Gott dir die Wahrheit offenbart? Schätzt du das wirklich? Weißt du, wie viele Menschen sich gewünscht hätten, an deiner Stelle zu sein? Wie viele Menschen sich gewünscht hätten, einmal zu wissen, wie es sein wird dort am Ende der Zeit, kurz bevor Jesus wiederkommt? Wie viele Menschen daraufhin geschaut haben? Und wir beschweren uns, wenn mal wieder die Nudeln nicht gekocht sind oder wenn wir den Bus verpasst haben. Und wir hadern mit Gott. Und ich weiß, es geht meinem Leben auch so, nicht wahr? Man könnte sich zu Tode aufregen, nicht wahr, über diese kleinen Dinge des Lebens. Und wir verstehen manchmal nicht, wie viel Segen wir verpassen an den großen Dingen. Und Jesus möchte uns das sagen. Er sagt: „Martha, Martha.“
[41:01] Schauen wir gemeinsam in Philipper 4, Vers 6 bis 9. Philipper 4, Vers 6 bis 9. „Sorgt euch um nichts.“ Das steht in der Bibel. Das steht tatsächlich und die Worte meinen das, was sie sagen. „Sorgt euch um nichts.“ Realitätsfern, schöne, heile Welt? Nein, genau das, was unser geistliches Defizit benötigt. „Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus. Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht. Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut, und der Friede Gottes wird mit euch sein.“ Es ist so wichtig, dass wir etwas lernen und empfangen. Und übrigens, lernen und empfangen kann man letztendlich, auch wenn man es von Paulus und von anderen auch lernen kann, letztendlich. Wer soll unser Lehrer sein? Jesus. Empfängst du tagtäglich deine Portion geistliche Stärkung für den Tag?
[42:41] Keine Pflicht dieser Welt ist wichtig genug, dass du den Tag ohne Gottes Wort durchlebst. Denn keine Pflicht, egal wie wichtig, kann dir ewiges Leben geben. Du wirst niemals in den Himmel kommen, weil du alle Hemden gebügelt hast. Du wirst niemals in den Himmel kommen, weil du das ganze Geschirr noch am Abend abgespült hast. Nichts verkehrt gegen Geschirrspülen, nicht wahr? Nichts verkehrt gegen Hemdenbügeln, alles wunderbar. Aber wenn du einen Tag ohne das Wort Gottes lebst, nicht, dass du deswegen gleich verloren gehst, nicht wahr? Aber im Wort Gottes ist das Leben, das ewige Leben. Und manchmal fragen wir uns, warum wir so weit von Jesus entfernt sind, warum unser Leben solche Routine geworden ist und warum wir manchmal uns so lau fühlen und so lasch. Dabei liegt das Geheimnis einfach in dieser einfachen Wahrheit, dass wir alle an den Füßen Jesu sitzen müssen.
[43:54] Es ist viel Platz im Werk Gottes für Martas, glaubt mir. Im Werk Gottes braucht es Martas ohne Ende, denn im Werk Gottes muss man anpacken, nicht wahr? Aber keine Martha kann wirklich etwas für Gott tun, es sei denn, dass sie vorher eine Maria gewesen ist. Man muss erst an Jesu Füßen gesessen haben, damit man dann mit all dem Organisationstalent und mit all den Fähigkeiten und der als Powerfrau und vielleicht sogar als Powermann durchstarten kann. Denn erst Jesus gibt uns die Power, von der wir glauben, dass wir sie haben. Hast du an den Füßen Jesu gesessen?
[44:33] Jesus sagt zu ihr in Lukas 10, Vers 42: „Eines aber ist Not.“ Es gibt viele Dinge, die gut sind, aber eines tut Not. Und wenn etwas Not tut, dann ist es unabdingbar. Es ist keine Option, man kann sich nicht mal dafür und mal dagegen, es ist absolut lebensnotwendig. Und das ist an den Füßen Jesu gesessen zu haben. Und wenn Jesus sagt, dass es eine Lebensnotwendigkeit ist, wer sind wir, dass wir sagen: „Naja, braucht man nicht jeden Tag, reicht einmal die Woche in der Predigt, da hole ich mir meine geistliche Stärkung für die ganze Woche, das wird dann schon irgendwie reichen.“ Wenn Jesus sagt: „Eines tut Not“, dann meint er dich und dann meint er mich. Eines tut Not.
[45:25] Maria aber hat das gute Teil erwählt. Und jetzt steht hier, Maria hat etwas gewählt. Jetzt, wenn ich etwas wähle, was bedeutet das? Wenn ich etwas wählen kann, da gibt es eine Entscheidungsmöglichkeit, oder? Da steht nicht, dass Maria, also mit anderen Worten, wenn sie gewählt hat, wenn sie das gute Teil erwählt hat, dann konnte sie sich entscheiden. Und egal wie tief du im Arbeitssumpf steckst, egal wie hoch sich die Teller auch türmen mögen, oder was auch immer es ist, du hast eine Wahl. Nicht, dass du in der Bruchbude leben sollst, ihr versteht den Punkt. Aber das Wort Gottes ist so wichtig, dass wir es auf keinen Fall gar nicht haben können. Wir müssen uns entscheiden, wir haben eine Wahl. Maria hat das gute Teil erwählt, das soll nicht von ihr genommen werden. Es gibt etwas, was uns bleibt. Alle Haushaltspflichten dieser Welt haben keinen bleibenden Wert, oder? Oder kannst du nach 30 Jahren noch sagen: „Zum Glück habe ich damals den Abwasch gemacht, das hat mich das ganze Leben getragen.“ Aber manchmal behandeln wir den Abwasch, oder wir behandeln, jetzt habe ich vom Abwasch gesprochen, vielleicht bedeutet das nicht den Abwasch, ich mache ihn ziemlich oft, aber diese Pflichten, so wichtig sie auch sind, haben nicht die Kraft, uns über Jahre wirklich seelisch und moralisch bei Gott zu halten. Aber das Wort Gottes hat die Kraft, deswegen sagt Jesus: „Sie hat das gute Teil erwählt, das kann nicht von ihr genommen werden.“
[46:59] Und wir wollen uns das ganz kurz anschauen, was das ist, was hat sie erwählt, was war das gute Teil, das nicht mehr von ihr genommen werden kann? Was hat sie gehört? Sie saß an den Füßen und was soll man hören an den Füßen Gottes? Sie werden von meinem Wort hören, sie werden von meinem Wort hören. Das Wort Gottes ist das gute Teil.
[47:19] Schauen wir ganz kurz in Matthäus 4, Vers 4. Übrigens, Jesus ist in Matthäus 4 seit 40 Tagen ohne Essen. Hätte er eine Berechtigung, jetzt endlich in die Kirche zu gehen und sich Essen zu machen? Matthäus 4, Vers 4: „Er beantwortet und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“ Die Bibel sagt, wir leben davon. Und das war der Martha nicht bewusst. Die Martha dachte, Religion ist eine schöne Sache und sie war begeistert von Jesus, aber sie war nicht bewusst, dass sie tatsächlich davon lebt. Ist dir bewusst, dass du von der Bibel und vom Bibelstudium und von deiner Beziehung zu Jesus lebst, dass dein Leben davon abhängt?
[48:07] Jetzt, wenn du dir jeden Morgen eine Spritze geben müsstest oder eine Pille geben müsstest, weil du ansonsten sterben würdest, würdest du daran denken? Würdest du es tun, selbst wenn du so viele Pflichten hättest? Das Problem ist, uns ist der Stellenwert des Wortes Gottes nicht mehr wirklich bewusst. Es ist uns nicht wirklich bewusst. Wir wissen im Hinterkopf, es ist ganz gut, so wie die Martha wusste, das ist schon keine schlechte Idee, dort zu sitzen, aber es ist uns nicht bewusst, wie sehr wichtig es ist, wie sehr. Denn wie sehr es ist, schauen wir in Römer 10, Vers 17. Das Wort Gottes, aus dem wir leben. In Römer 10, Vers 17 steht, in Römer 10, Vers 17, dort steht in Römer 10, Vers 17: „Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.“ Das heißt, aus dem Wort Gottes, aus dem wir leben, kommt letztendlich der Glaube. Und wenn ich dauerhaft mich immer wieder für meine vielen Pflichten entscheide, das darf ich ja, aber dabei das Wort Gottes vernachlässige, was fehlt mir am Ende? Glaube! Und ohne Glaube... „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt.“ Das ist die einzige Bedingung, gerettet zu werden. Wir müssen nicht tausend Regeln erfüllen, die einzige Bedingung ist zu glauben. Aber der Glaube kommt aus dem Wort Gottes.
[49:47] Eines tut Not und es gibt eine Wahl. Schauen wir gemeinsam in Markus 8, Vers 36. In Markus 8, Vers 36. Markus 8, Vers 36.
[50:13] Und diese Frage, die wollen wir uns persönlich stellen. Denn was wird es einem Menschen helfen, wenn er die ganze Welt gewinnt und sein Leben verliert? Vielleicht willst du nicht die ganze Welt gewinnen, vielleicht willst du nur einfach deinen Haushalt in Schuss haben. Aber was nützt es, wenn dein Haushalt der best aufgeräumteste, der best organisierte und der sauberste der ganzen Welt ist, aber du dein ewiges Leben verlierst? Was nützt es, wenn du auf deinem Arbeitsplatz der beste Arbeitnehmer bist, der pünktlichste und der zuverlässigste, weil du so viele tausend Zusatzschichten gemacht hast und für deinen Arbeitgeber alles gegeben hast und du der Vorzeigearbeiter der ganzen Firma, des ganzen Betriebes und was auch immer bist, aber dein ewiges Leben verlierst? Was nützt es, wenn du dein Abitur gemacht hast mit allen einzelnen 15 Punkten in allen Fächern und du kriegst Auszeichnungen und Medaillen, aber du verlierst dein ewiges Leben? Was hast du gewonnen? Gut, wir erobern meistens die Welt nicht. Keiner von uns ist Alexander der Große und ich warte, denn der hatte auch das Problem, dass er die ganze Welt erobert und das hat Schaden genommen an seiner Seele. Aber wir erobern einmal unsere kleine Welt, nicht wahr? So in unserem kleinen Quadrat und glauben, diese kleine Welt müssen wir erobern, müssen überall alles erreichen und managen und wir glauben, dass wir dann notwendigerweise auch manchmal das Wort Gottes vernachlässigen müssen, weil wir keine Zeit haben.
[51:43] Nun, schauen wir einmal gemeinsam in Johannes 17, Vers 3. Johannes 17, Vers 3. Dort steht: „Das aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Und dieses Wort „erkennen“ dort im Griechischen meint nicht einfach nur, dass ich theoretisch weiß, wer Jesus war, wann er geboren wurde, wie lange er gelebt hat, sondern dass ich eine persönliche Beziehung zu ihm habe, dass ich an seinen Füßen gesessen habe. Das ist das ewige Leben.
[52:36] Martas Qualität wird gebraucht, aber nur, wenn sie Marias Lernbereitschaft hat. Nur dann kann es ihr helfen. In den letzten Minuten wollen wir heute schauen, wie es mit Martha weiterging. Was meint ihr? Wie es mit Martha weitergegangen ist? Wäre es interessant zu wissen, wie sie sich in der nächsten Begegnung mit Jesus verhalten hat? In Johannes 11 lesen wir davon. In Johannes 11 und dort Vers 1 und 2. Johannes 11 und dort Vers 1 und 2. „Es war aber einer krank, Lazarus von Bethanien aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha.“ Kennen wir nicht, oder? Maria und Martha. Sie hatten noch einen Bruder, Lazarus. „Nämlich der Maria, die den Herrn gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren getrocknet hat, deren Bruder Lazarus war krank.“ Übrigens, der Name Lazarus heißt „Gott ist Helfer“. Kommt vom hebräischen Namen Eliezer. „Gott ist Helfer.“ Nun, Gott wird hier auch gleich der Helfer sein.
[53:42] Schauen wir einmal, was Martha und Maria tun. In Vers 3. „Da sandten die Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du liebst, hast, ist krank.“ Etwas passiert, was wir so oft in den Geschichten schon gesehen haben in der Bibel. Es kommt eine Krise ins Leben. Der Bruder ist krank. Todkrank. Und an wen wendet man sich? Natürlich als Mensch, der Jesus nachfolgt, man wendet sich an Jesus. „Jesus, hilf uns. Jesus, Lazarus ist krank.“
[54:09] „Vers 4: Als Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, der mit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht wird.“ Martha und Maria senden Boten zu Jesus und sagen: „Jesus, hilf uns. Lazarus ist krank, ist todkrank. Wir brauchen dich so dringend jetzt.“ Jesus sendet eine Botschaft zurück: „Diese Krankheit ist nicht zum Tode.“ Martha und Maria werden wahrscheinlich erstmal entspannt haben, oder? „Zum Glück, er wird nicht sterben.“ „Zum Glück, die Krankheit ist nicht zum Tode.“ Was für eine Hoffnung, nicht wahr? Aber er kommt nicht. Der Jesus. Nun ja, er wird ja nicht sterben, nicht wahr? Er wird ja nicht sterben.
[54:52] Und dann steht hier in Vers 5 ein interessanter Satz und der hat mich gepackt. Ich weiß nicht, ob er euch auch packt. In Vers 5. Jetzt, nach dem, was wir gelesen haben, von den drei Mädchen, Martha, Maria und Lazarus. Wir wissen von Maria, dass sie an den Füßen Jesu saß. Wir wissen von Lazarus, dass er todkrank war. Und jetzt will dieser Vers ausdrücken, dass Jesus alle drei geliebt hatte. Wenn ihr ausdrücken wollt, dass Jesus alle drei geliebt hat, mit welchen Menschen hätte man wahrscheinlich angefangen? Mit Lazarus oder mit Maria. Aber die Bibel sagt: „Jesus liebt Martha und ihre Schwester und Lazarus.“ Die Bibel sagt explizit: „Er liebte Martha und ihre Schwester.“ Jetzt, von dem, was wir vorhin gelesen haben, hätte man meinen können, die Bibel könnte sagen: „Jesus liebte Maria, nicht wahr, die an ihren Füßen saß, und ihre Schwester, die in der Küche immer gewuselt hat.“ Und das ist eine besondere Botschaft. Vielleicht haben wir das Gefühl, naja, da gibt es immer Leute, die sitzen ganz eng bei Jesus, die predigen und die halten Bibelstunden und die halten Sabbatschule und die machen dies und jenes und alles, aber ich bin halt immer im Hintergrund, nicht wahr, und ich putze die Küche und ich mache den Pottlack bereit und dies und jenes. Und die Bibel sagt: „Jesus liebt dich.“ Als allererstes. Manchmal haben wir das Gefühl, Jesus liebt alle, aber wir sind halt quasi auf der zweiten Stufe, nicht wahr. Er liebt die Marias und dann natürlich die Lazarusse, die so krank sind und wir, die wir eigentlich nicht so viel mit Jesus zu tun haben, mehr so im Hintergrund. Wir sind so unter ferner Liefen, wie man früher gesagt hat, nicht wahr. Aber die Bibel sagt: „Jesus liebte Martha und ihre Schwester und Lazarus.“ Jesus liebt dich dort, wo du stehst, dort, wo du bist. Aber Jesus kommt nicht.
[56:45] Es heißt in Vers 6 sogar: „Als er nun hörte, dass jener krank sei, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war.“ Wir springen zu Vers 17. „Als nun Jesus hinkam, fand er ihn schon vier Tage im Grab liegend.“ Als Jesus endlich kommt, ist der Lazarus schon lange tot, seit vier Tagen. Ich kann mir vorstellen, wie Maria und Martha Tag ein, Tag aus am Bett des Lazarus gesessen haben, nicht wahr, ihm kalte Umschläge gemacht haben, ihn bemuttert haben, für ihn gebetet haben, gesagt haben: „Lazarus, halt aus, Jesus kommt und wir wissen, du wirst nicht sterben. Denn Jesus hat ja gesagt, die Krankheit ist nicht zum Tode, wir haben die Verheißung, du wirst nicht sterben. Jesus kommt.“ Er wurde schwächer und schwächer und irgendwann haben sie es nur noch wahrscheinlich gesagt und selbst kaum noch geglaubt und irgendwann war er ganz kalt und tot. Und er kam noch immer nicht. Können wir uns vorstellen, dass Maria und Martha enttäuscht waren? „Jesus, warum bist du nicht gekommen?“ Und dann nach vier Tagen kommt er nicht, vier Tage ist er im Grab und dann kommt er, kommt ins Dorf, spaziert mit seinen Jüngern, hat lieber ein Trainingscamp gemacht mit seinen Jüngern, hat seine Jünger ausgebildet, mit seinen Jüngern gesprochen. „Jesus, schön, dass du da bist, aber hättest du nicht fünf, sechs Tage eher da sein können? Ich hätte dich da mehr gebraucht.“
[58:25] Vers 18, Vers 19, Verzeihung: „Und viele von den Juden waren zu denen, um Martha und Maria hingekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.“ Schön, wenn man Menschen hat, die im Leid zu ihm stehen, oder? Aber Martha hat nur ein Bedürfnis. „Vers 20: Als Martha nun hörte, dass Jesus komme, lief sie ihm entgegen. Maria aber blieb im Haus sitzen.“ Martha kann es nicht erwarten, sie läuft ihm entgegen und will nur noch bei ihm sein. Manchmal sind es die Krisen im Leben, die uns zu den Füßen Jesu treiben. Manchmal reicht es nicht aus, dass Jesus auf unserer Couch sitzt. Aber erst dann, wenn wir wirklich in die tiefste Krise unseres Lebens gekommen sind, dann merken wir, wir brauchen ihn. Und sie läuft zu ihm und spricht: „Vers 21: Herr, wenn du hier gewesen wärst, mein Bruder wäre nicht gestorben.“ Aber schauen wir, was sie Vers 22 sagt: „Doch auch jetzt weiß ich, was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben.“ „Vers 21: Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.“ Und Martha spricht zu ihm: „Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.“ Martha kannte die Bibel und Martha hatte eine gute christliche Hoffnung. Sie wusste, er wird auferstehen. Und Jesus hat sich darüber gefreut. Jesus wollte, dass sie er wollte wissen: „Glaubst du noch daran?“ Denn er sagt weiter in Vers in Vers 25: „Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?“ Und das Bekenntnis, was Martha gibt, ist eines der erstaunlichsten Bekenntnisse im Neuen Testament. Sie sagt: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“ Martha hat eine Hoffnung. Martha weiß, dass Jesus ein großer Heiler ist. Er hätte in der Vergangenheit so viel für Lazarus tun können. Und sie weiß auch, dass Jesus irgendwann einmal die Toten auferwecken wird. Sie weiß, dass Jesus so viel in der Vergangenheit getan hat und deswegen hat sie die Hoffnung und die Zuversicht und die Gewissheit, dass Jesus auch in der Zukunft etwas tun kann. Auch wenn sie manchmal Probleme mit dem Alter gehabt hat, hat sie doch so viel von Jesus gehört und gesehen, dass sie wusste, Jesus kann in der Zukunft für mich noch viel tun. Das ist seine Hoffnung. Auch hast du so viel von Jesus gehört und gesehen, dass du weißt, Jesus kann mir in der Zukunft helfen.
[1:00:55] Und dann heißt es in Vers 28: „Und als sie das gesagt hatte, ging sie fort und rief heimlich ihre Schwester Maria und sprach: Der Meister ist da und ruft dich.“ Und sie bringt noch jemanden, nämlich ihre Schwester zu Jesus.
[1:01:14] Vers 35 ist der kürzeste Vers der Bibel. „Jesus weinte.“ Ich weiß nicht, wie es ist, Jesus weinen zu sehen. Vielleicht können wir uns das komplett vorstellen, aber Jesus stand dort inmitten all der Menschen, die geweint haben und er hat auch geweint. Jetzt, hat Jesus geweint, weil Lazarus tot war? Hat Jesus geweint, weil Lazarus tot war, weil die Situation einfach so emotional, die Klagegesänge so herzzerreißend, dass er irgendwann auch nicht mehr an sich halten konnte und mit geweint hat. Warum hat Jesus geweint?
[1:02:11] „Vers 38: Jesus nun, indem er wieder bei sich selbst seufzte, kam zum Grab. Es war bei einer Höhle und ein Stein lag darauf. Jesus spricht: Hebt den Stein weg.“ „Marta, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier.“ „Jesus, tu das nicht.“ „Tu das nicht.“ Jesus weint. Martha war sich vollkommen sicher: „Wenn du hier gewesen wärst, Vergangenheit, du hättest Lazarus helfen können.“ Und ja, Jesus, wenn du einst mal in Herrlichkeit mit Macht und der Posaunenschall wiederkommen wirst, dann wirst du ihn aus den Toten auferwecken. Ich glaube das. Und hier steht Jesus, derselbe Jesus, der damals geheilt hat und derselbe Jesus, der in Zukunft wiederkommen wird, steht vor ihr, sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ und sagt: „Räumt den Stein weg.“ Und sie sagt: „Nein, tu es nicht.“ Martha wusste, Jesus kann viel in der Vergangenheit. Jesus, sie wusste, er kann viel in der Zukunft. Sie hat aber nicht damit gerechnet, dass Jesus jetzt helfen kann. Dass er jetzt helfen kann. Und wie viele von uns sind sich ganz sicher: Jesus war ein großer Gott damals, zur Zeit der Propheten und Apostel, hatte einen Wunder nach dem anderen getan. Was für ein großer Gott! Und wir glauben wahrscheinlich auch alle, dass wenn Jesus in der Endzeit, wenn sich dann all die Dinge zuspitzen werden, dann wird er Wunder tun, dann werden große Dinge passieren und da wird er sich mächtig erweisen. Aber jetzt gerade, wo ich mein Problem habe, wir beten zwar formal, aber groß helfen wir da sowieso nicht, oder? So viele Menschen leben in dem Gefühl, dass Gott ein Gott der Vergangenheit ist und ein Gott der Zukunft, aber sie können sich nicht vorstellen, dass der Gott des Himmels und der Erde lebendig ist und jetzt gerade vor uns steht und sagt: „Ich bin die Auferstehung des Lebens. Ich habe das Leben, ich kann dir jetzt helfen, was auch immer dein Problem ist. Jetzt. Ich kann dir helfen.“
[1:04:21] Und er ruft und Lazarus steht auf.
[1:04:28] Martha, Martha. Könnte es sein, dass Martha anders reagiert hätte? Hätte sie an den Füßen Jesu gesessen? Könnte es sein, dass Martha ein Typ von Mensch ist, den es so oft gibt, der genug von Jesus weiß, um zu wissen: „Jesus ist ein wunderbarer Mann gewesen und er wird viele große Dinge tun. Aber mir persönlich jetzt in meiner jetzigen Situation helfen, das ist wahrscheinlich zu viel für ihn.“ Kann Jesus dir jetzt helfen? Kann er dir jetzt helfen?
[1:05:09] Denn wisst ihr, es ist eigentlich eine ganz furchtbare Idee zu glauben, dass Gott nur in der Vergangenheit und in der Zukunft wirkt. Denn wisst ihr, ich weiß nicht, wie es mit eurem Leben ist, aber mein Leben besteht aus ständigem Jetzt. Ich lebe ständig im Jetzt. Ich lebe nicht in der Vergangenheit. Ich lebe nur und nicht in der Zukunft, denn in dem Moment, wo ich lebe, ist jetzt. Und wenn ich immer glaube, dass Gott nur in der Vergangenheit wirkt und das in der Zukunft leben wird, er wirken wird, aber nicht im Jetzt. Und ich mein ganzes Leben lang im Jetzt lebe, dann glaube ich, dass er mein ganzes Leben lang nicht wirkt. Ich warte auf etwas, was ich, es kommt in der Zukunft, aber da ich nicht glaube, dass ich jetzt wirken kann, denn wenn ich dann in zwei Jahren in der Zukunft bin, dann ist er wieder jetzt, oder? Dann schiebe ich seine Wirksamkeit immer vor mir her. Immer vor mir her. Schön vor mir her. Das Leben besteht aus einer Aneinanderkettung von Jetzt-Momenten. Du sitzt an den Füßen von Jesus, damit er dir sagen kann: „Ich kann dir jetzt helfen.“
[1:06:08] Jesus weinte, weil er die Auferstehung, das Leben dort vor dem Grab stand. Und die Menschen, die so viel von ihm wussten und gekannt haben, nicht einmal auf die Idee kamen, dass er jetzt ihnen helfen kann. Das waren die letzten Worte von Martha, die wir in der Bibel haben. Sie kommt noch einmal vor im nächsten Kapitel.
[1:06:27] In Johannes 12, und dort Vers 1, wir sind quasi am Ende angelangt. Johannes 12, und dort Vers 1, sechs Tage vor dem Passah kam Jesus dann nach Bethanien, wo Lazarus war, der tot gewesen war und den aus den Toten auferweckt hatte. Sechs Tage vor Passah, das ist das letzte Passah, das ist das Passah, wo Jesus gekreuzigt wird. An welchem Tag war das? An welchem Wochentag? An einem Freitag. Sechs Tage vor dem Freitag ist dann an einem Sabbat. Jesus kommt an einem Sabbat, um noch einmal die Familie von Lazarus, Maria und Martha zu besuchen. Und Lazarus, sagt uns die Bibel, sitzt mit am Tisch. Und ich kann mir vorstellen, wie viele, viele Menschen aus der Umgebung kommen, weil vor kurzem ist Lazarus von den Toten auferstanden. Wer von euch würde gerne zu einer Gemeinde gehen, wo ein Totgeglaubter, jemand dabei sitzt, der von den Toten auferstanden ist? Wow. Erzähl. Und ich kann mir vorstellen, wie einige gefragt haben: Wie war das, als du tot warst? Hast du was gesehen? War da Licht am...? Und Lazarus hat gesagt: Kann mich an nichts erinnern. Die Bibel sagt, die Toten wissen nichts. Aber eine der ernüchterndsten Verse für mich steht in Vers 2.
[1:07:49] Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl und Martha diente. Sie diente. Und während Lazarus dort am Tisch sitzt und von seinen Erfahrungen mit Jesus berichtet und während gleich jetzt Maria kommt und eine der größten Taten, die jemals an Jesus vollbracht sind, tut, steht Martha wieder in der Küche und dient. Es lohnt sich, einen kleinen Blick auf Maria zu geben. Vers 3. Da nahm Maria einen Pfund echten, köstlichen Nardensalböls, salbte Jesus die, was die? Füße. Und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde erfüllt vom Geruch des Salböls. Da spricht Judas, Simons Sohn, der Iskariot, einer seiner Jünger, der ihn danach verriet: Warum hat man dieses Salböl nicht für 300 Denare verkauft und es den Armen gegeben? Das sagte er nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde.
[1:08:56] Jetzt, das ist so interessant. Jesus sitzt dort und wieder ist Maria zu seinen Füßen und wieder steht jemand auf und tadelt sie und sagt: Warum tut sie das? Judas tut das, was vorher Martha getan hat, nicht wahr? Hätte man nicht dafür etwas Gutes tun können? Jesus, sage, sie soll aufstehen und mir in der Küche helfen, sie soll etwas Gutes tun. Hätte man nicht dafür Geld erwerben können, das sie den Armen geben können? Zweimal die gleiche Geschichte, nur einmal ist es Martha, das nächste Mal ist es schon Judas. Aber mich ermutigt, dass Gott sich umdreht, dass Jesus sich umdreht und zu Martha sagt: Martha, Martha, denn er weiß, Martha ist noch zu gewinnen. Jesus hat nicht Judas, Judas gesagt. Deswegen, wenn wir in der Position von Martha sind, wollen wir diesen Ruf annehmen, nicht wahr? Martha, Martha, lasst uns den Ruf Martha, Martha annehmen, damit wir nicht irgendwann zu Judas werden, der Maria dafür kritisiert, dass sie das Beste und Schönste und Wertvollste, was sie hat, gibt, zerbricht und Jesus salbt zu seinen Füßen.
[1:10:15] Übrigens, für wie viel Geldstücke hätte Judas dieses Salböl verkauft? Für 300 Denare, er sagt, dieses Parfüm ist 300 Denare wert, man sollte es nicht zerbrechen. Aber selbst verkauft er Jesus für 30 Silberlinge und Jesus wird zerbrochen und ein Duft steigt auf, ein Wohlgeruch für die ganze Menschheit. Das ist eine interessante Geschichte. Wir haben leider nicht die Zeit, in alle Details zu gehen, aber halten wir fest: Maria hat das gute Teil erwählt, denn Jesus sagt an einer anderen Stelle, Matthäus sagte, dass wann immer das Evangelium gepredigt wird, von dieser Tat berichtet wird. Und heute erfüllt sich diese Prophezeiung, wir predigen das Evangelium und erinnern an diese Tat. Und wisst ihr was, die Person, die am nächsten zum Kreuz stand, war wer? Maria. Die Person, die Jesus als Erste sah, als er auferstanden war, war Maria. Und die Person, die als Erste seine Auferstehung den Jüngern verkündigt hat, war Maria, nicht Martha.
[1:11:49] Martha glaubte, dass Jesus der Messias ist, sie glaubte an die Auferstehung, sie glaubte an die biblischen Lehren. Aber sie saß nicht an den Füßen Jesu, als es am wichtigsten war. Viele Frauen sind gekommen und haben ihre Geschenke gebracht, als Jesus tot war, oder? Josef von Arimathäa und Nikodemus haben ihre Geschenke gebracht, als Jesus schon tot war und als dann die Frauen am Sonntag kommen und ihre Geschenke bringen, dass Jesus schon wieder auferstanden. Aber nur eine einzige Person hat ihr Geschenk gebracht und hat es tatsächlich Jesus geben können. Maria. Denn sie war zu den Füßen Jesu, zur rechten Zeit, jetzt. Ein ganz einfacher und ganz simpler Aufruf, ich glaube, den kann jeder verstehen: Möchtest du jetzt, nicht in der Vergangenheit und vor allem nicht erst morgen, sondern jetzt dich an die Füße Jesu setzen und von ihm lernen? Du wirst noch genügend Zeit haben für alle Pflichten des Alltags, denn wir sollen noch sechs Tage arbeiten, nicht wahr? Einen Tag ruhen. Aber möchtest du an den Füßen Jesu sitzen? Die kleine, unbedeutende Maria wurde mehr geehrt als alle Jünger. Möchtest du die Lernbereitschaft Marias haben und dann von Gott dir auch ein bisschen Energie wie Martha schenken lassen? Wer von euch möchte diesen Ruf an Martha, Martha, Martha, schau, was Maria tut, Martha, Martha, in seinem Leben annehmen? Wollen wir das tun? Amen.
[1:13:26] Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir so dankbar dafür, dass die Geschichten der Bibel immer wieder uns dort treffen, wo wir gerade stehen. Und Herr Jesus, wir möchten dir so sehr danken, dass du Martha nicht allein gelassen hast, dass du ihr in Liebe begegnet bist, dass du sie geliebt hast, dass du sie gesehen hast, lange bevor sie den ersten Jünger überhaupt getroffen hat. Und dass du sie gesagt hast: Martha, Martha, hab Dank, dass du uns zeigst, dass du uns wissen lässt, dass du unsere Sorgen und unsere Nöte und unsere Ängste kennst. Wir müssen erst informieren über all das, was in unserem Leben schief läuft oder wo wir Hilfe brauchen. Du weißt das. Aber du weißt noch mehr als wir. Du kennst auch unsere geistlichen Defizite, die wir meistens gar nicht so schnell erkennen. Und wir danken dir, dass du uns eine ausgewogene Sicht schenken möchtest, dass wir wissen dürfen, dass die Martas dieser Welt gebraucht werden und dass sie einen wichtigen Dienst tun können. Aber dass wir erst an den Füßen von dir sitzen müssen wie Maria und bereit sein müssen, unser wichtigstes und wertvollstes und teuerstes, was wir haben, dir zu geben, weil du als das wichtigste und teuerste und wertvollste, was der Himmel zu bieten hatte, bereit warst zerbrochen zu werden, damit ein Wohlgeruch aufsteigt zum Himmel. Jesus, wir danken, dass wir wissen dürfen, dass du nicht nur ein Gott der Vergangenheit und der Zukunft bist, sondern ein Gott im Jetzt, der in unserem Leben auch große Dinge tun kann. Jetzt, wenn es dein Wille ist und deinen Namen verherrlicht. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du zu uns kommst und wir dich aufnehmen dürfen und an deinen Füßen sitzen dürfen. Amen.
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