[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour, diesmal mit der Lektion Nummer 3. Wir sind ja immer noch in den Vorbereitungen auf die Endzeit und heute wollen wir uns über das Thema unterhalten: Jesus und das Buch der Offenbarung. Unseren Merkvers finden wir in Offenbarung 3 und dort ist es der 21. Vers, der da heißt: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“ Das soll unser Merkvers sein für diese Woche. Und bevor wir in die Bibel hineintauchen und uns die Struktur der Offenbarung und Jesus Christus angucken, lasst uns gemeinsam starten mit einem Gebet.
[1:00] Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar, dass wir gemeinsam studieren dürfen. Und jetzt, wo wir unsere Bibeln öffnen, möchten wir dich einladen, dass dein Heiliger Geist bei uns ist, dass du uns führst und begleitest durch dein Wort und dass du dir selbst die Ehre gibst, damit wir erkennen können, was für ein großer, wunderbarer und mächtiger Gott du bist. Und hab Dank dafür, im Namen Jesu. Amen.
[1:19] Nun, der erste Teil, unser Sonntagsthema, spricht über die Struktur der Offenbarung, also wie ist die Offenbarung eigentlich aufgebaut. Und in der Lektion geht es darum, dass die Offenbarung so mehrere sogenannte Chiasmen besitzt, also Strukturen, so Kreuzungen in der Offenbarung, die man nachvollziehen und auch verstehen kann. Nun, der Autor dieser Lektion möchte jetzt auf einen ganz bestimmten Chiasmus hinweisen und diesen zeigt er uns, indem er sagt, dass die ersten Kapitel der Offenbarung von Kapitel 1 bis Kapitel Nummer 11 historisch zu verstehen sind, also eine zeitliche Abfolge, nicht immer in der gleichen, in der richtigen Reihenfolge, aber sozusagen geschichtliche Ereignisse, historische Ereignisse zeigen. Dann der Mittelpunkt, das Bild jetzt, unser Kapitel Nummer 12, die Frau und der Drache. Und hier sehen wir eigentlich so zwei Dinge: Es ist alles historisch, aber ganz am Ende, wenn man sich das durchliest, in Vers Nummer 17, da geht es plötzlich um die sogenannte eschatologische Lehre, also um Endzeitereignisse. Und genau dieses Kapitel Nummer 12 bildet so ein bisschen den Mittelpunkt in dieser Reihe, in diesem Chiasmus. 1 bis 11 historisch, 12 hat so ein bisschen was von beiden und bildet genau die Grenze. Und danach kommen noch 13 bis 22, und diese Kapitel werden gemeinhin als eschatologisch bezeichnet, also als endzeitlich. Sie weisen auf die endzeitliche Lehre hin. Und so ist das eine ganz, ganz grobe Einteilung der Offenbarung, wie man sie verstehen kann: die historischen Ereignisse, dann der Mittelpunkt in Nummer 12, Kapitel 12, und dann die Endzeitereignisse ab Kapitel 13. Diese beiden Fäden lassen sich relativ deutlich erkennen in der Offenbarung und auf die möchte unser Autor auch eingehen.
[3:31] Was man jetzt noch mehr erkennen kann, man kann diesen Chiasmus auch so aufbauen in Stufen. Das kann ich jetzt hier schwer zeigen, aber wenn ihr euch die Lektion anschaut, die herunterladet im Download-Bereich, da habe ich sie euch mal aufgemalt, wie es aussieht. Also die Kapitel 1 bis 3 und die Kapitel 19 bis 22 beschreiben sozusagen Christus und seine Gemeinde. Die beiden, also die ersten drei und die letzten, die beschreiben Christus und seine Gemeinde. Dann gibt es die davor, also nach Kapitel 1 bis 3 kommt Kapitel 4 bis 7, beschreiben das Gericht. Und auf der anderen Seite, die Kapitel 17 und 18 beschreiben auch das Gericht. Dann kommt hier oben dran gehangen die Kapitel 8 bis 11, beschreibt den Kampf gegen die Irrlehre. Und wenn man unten weiter nach vorne geht, Kapitel 13 bis 16, Kampf gegen die Irrlehre. Und Kapitel 12 trifft sich alles in dem Zusammenhang: die Frau und der Drache. Guckt euch das im Download an, es ist schwer, das jetzt hier darzustellen, aber man erkennt, dass sozusagen stufenweise aufeinander zugeht und so ist die Offenbarung aufgebaut, so hat man eine Struktur. Also es ist ganz interessant, dass die Offenbarung in sich solche Strukturen aufweist. Dann weiß man ungefähr, worum geht es jetzt, worüber spricht die Offenbarung jetzt, wo befinde ich mich gerade. Ist ganz hilfreich. Bibelstudenten müssen das auch in ihren Prüfungen immer fleißig mitschreiben. Solltest du meine Bibelschule besuchen, da geht es auch immer darum, wie ist der Aufbau dieser Bücher. Es hilft sehr beim Studieren, wenn man weiß, wo man sich gerade befindet.
[5:08] Nun, wir schauen uns mal so eine Linie an, mal gucken, wie sowas aussieht und gehen mal gemeinsam in Offenbarung Kapitel 12, also in die Mitte und lesen dort mal Verse 1 und 2. Da heißt es: „Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen, und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.“ Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: „Siehe, ein großer feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner, und auf seinen Köpfen sieben Kronen.“
[5:44] Nun, Verse 1 und 2 beschreiben jetzt eine Frau, und die ist schwanger und schrie in Wehen. Nun, eine Frau ist in der Prophetie immer ein Symbol für eine Gemeinde. Hier war also eine Gemeinde, und sie war schwanger und sie schrie in Wehen, also ein Kind sollte geboren werden. Das Kind ist Jesus Christus, das hervorkommen sollte. Aber Christus war noch nicht da, die Frau war schwanger. Wir wissen also, wo wir uns in der Geschichte befinden: vor der Geburt Jesu Christi. Das waren Verse 1 und 2, sprechen von vor der Geburt Jesu Christi. Dann Vers 3 haben wir gerade schon gesehen, Vers 3 ging dieses andere Zeichen, das im Himmel gesehen wurde: der Drache. Und es heißt hier noch in Vers 4: „Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde, und der Drache stand vor der Frau, die geboren werden sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte.“ Verse 3 und 4 sprechen jetzt von diesem Konflikt, von diesem Kampf, der im Himmel stattgefunden hat, und dass Satan, als er gefallen ist, ein Drittel der Engel mit auf die Erde gezogen hat. In seiner Rebellion sind sie ihm gefolgt. Also auch hier historisch, aber sozusagen noch vorgerückt, vor die Frau, die schwanger ist und in Wehen liegt. Also hier wurde zuerst gezeigt die Gemeinde Jesu, vor der Geburt Jesu. Jetzt wird danach kommt Vers 3 und 4 und beschreiben den Fall Satans im Himmel, der gehört ja geschichtlich eindeutig davor.
[7:29] Und dann Vers 5 und 6: „Und sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron. Und die Frau floh in die Wüste, wo sie einen von Gott bereiteten Ort hat, damit man sie dort 1260 Tage lang ernähre.“ Also hier heißt es, die Frau gebar einen Sohn. Also sind wir jetzt zum Zeitpunkt der Geburt Jesu, also ungefähr vier vor Christus, als Jesus geboren wurde. Und jetzt kommt hier eine Riesenzeitspanne, wird hier genannt, denn es heißt, der Drache verfolgte die Frau und er wollte, er hätte noch gewartet, wenn das Kind hervorkommt, will ich es umbringen. Das ist geschichtlich ja tatsächlich passiert, denn Herodes hat versucht, Christus umzubringen. Also der Drache, ein Symbol für Satan, hat das römische Reich benutzt, um den kommenden Christus, den Messias, umzubringen. Aber das ist ihm nicht gelungen. Es heißt dann hier, er wurde entrückt, der Messias wurde entrückt zu Gott, auf Gottes Thron. Nun, das war die Auferstehung und die Himmelfahrt Jesu. Er ist in den Himmel gefahren zu seinem Vater. Und dann sagt der Bibeltext hier, die Frau floh in die Wüste. Also die Gemeinde, sie musste fliehen in die Wüste, in einen Ort, wo keine Menschen leben. Und sie sollte dort für 1260 Jahre lang versteckt sein oder ernährt werden. Gott wollte sie dort versorgen für 1260 Tage. Nun, als Bibelstudenten wissen wir, 1260 Tage in der Prophetie meinen 1260 Jahre nach Ezekiel 4, 6. Also 1260 Jahre lang. Und natürlich wissen wir auch, von wo bis wo diese Spanne ist: vom Jahr 538 bis 1798. Also in diesen zwei Versen haben wir jetzt eine Riesenzeitspanne von 4 vor Christus bis 1798. Das ist natürlich historischer Teil. Hier wird die Historie erzählt und sie knüpft an an Vers 1 und 2. Eingeschoben, der historische Teil vom Fall Satans. Und sowas sehen wir oft in der Offenbarung, dass man eine Geschichte sieht und in die Geschichte eingeschoben, Dinge zum Erklären, die aber zu anderen Zeitpunkten stattgefunden haben.
[9:58] Dann, wenn wir in Offenbarung 12 bleiben und uns Vers 17 angucken, den letzten Vers, oder den vorletzten, da heißt es: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen, welchen die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“ Und der Drache wurde nun zornig über die Frau und über die Übrigen ihres Samens, also die Übrigen, die, die ganz am Ende noch übrig sind. Also auf so einem Zeitstrahl, ganz am Ende, wer ist noch da? Das sind die Übrigen, die Letzten. Und da wird es dann eschatologisch. Also hier geht es jetzt auf die Endzeit hin. Und jetzt, alle Ereignisse, die jetzt danach kommen, ab Kapitel 13 wird man erkennen, fast ausnahmslos, Endzeitereignisse. Also was passiert? Jetzt kommt natürlich das Tier aus dem Meer, dann das Tier auf der Erde. Und dann sieht man das Lamm und die 144.000. Also alles Ereignisse, die jetzt eschatologisch sind, also auf die Endzeit hindeuten. Davor Geschichte und jetzt wird es eschatologisch. Und Kapitel 12 bildet hier so ein bisschen den Mittelpunkt von allem.
[11:10] Nun, warum ist das eigentlich alles aufgeschrieben? Also warum haben wir so viele geschichtliche Ereignisse in der Offenbarung? Ganz viel wird hier beschrieben, ganz viel über den Charakter Jesu, das wissen wir. Das werden wir auch gleich nochmal genauer angucken. Aber es gibt noch einen guten Grund, warum diese ganzen Geschichtsereignisse in der Bibel aufgeschrieben sind für uns. Und das erklärt uns Paulus in 1. Korinther im 10. Kapitel. 1. Korinther 10. Und hier lesen wir Vers 1 bis 6 und Vers 11. Vers 1 bis 6. Paulus sagt: „Sie wurden nämlich in der Wüste niedergestreckt.“ Dann sagt er in Vers 6: „Und dann schauen wir uns noch Vers 11 an. Hier sagt er: „Also alles, was damals passiert ist, sagt Paulus, die ganzen geschichtlichen Ereignisse, wir können sie im Alten Testament lesen, wir können sie auch im Neuen Testament lesen. Alles, was damals geschehen ist, ist für uns zum Vorbild aufgeschrieben.“ Und natürlich die Geschichtsereignisse aus dem Alten Testament, wie auch die Geschichtsereignisse, die in der Offenbarung erwähnt werden. Was ist wann passiert? Und Salomo sagt: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Also Geschichte wiederholt sich. Wir sollen an die Pfade der Vorzeit treten und aus ihnen lernen, sagt die Bibel. Und dafür ist die Geschichte wertvoll. Gott ändert sich ja nicht. Ob wir Gott in der Geschichte sehen oder in der Geschichte sehen, ob wir ihn damals sehen oder so wie er heute ist, Gott ändert sich nicht. Wir können aus den alten Geschichten lernen, wie Gott ist. Sie sind alle zu unserem Vorbild, zu unserer Lehre aufgeschrieben worden, diese Geschichten. Wir sollen diese Geschichten nicht vergessen. Wir sollen daraus lernen, wie Gott ist. Deswegen auch in der Offenbarung ganz wichtig: Was ist dem Volk widerfahren? Was passiert hier auf der Erde? Dieser große Konflikt, den es gegeben hat. Ein Krieg war im Himmel. Ein Krieg kommt auf die Erde. Damals wurde die Frau verfolgt. Heute wird die Frau verfolgt. Damals ist zum Beispiel die Kirche, zur Zeit Jesu. Sie sah aus, als wenn sie fällt. Sie war schon ziemlich durchsetzt und sehr kaputt. Und auch das werden wir in der Kirche, auch in dem eschatologischen Teil sehen. Auch die Kirche wird ziemlich zerstört werden, ziemlich angegriffen werden. Sie wird aber nicht fallen, das wissen wir aus der Prophetie. Aber wir können ziemliche Parallelen finden. Wenn wir die Geschichte kennen, dann sind wir vorbereitet auf das, was vor uns liegt. Und Paulus sagt es: „Als Vorbild für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeit gekommen ist.“
[14:36] Nun, hier mitten in 1. Korinther 10. Wir lesen mal die Verse 7, 8, 9 und 10. Lesen wir noch eine Warnung von Paulus. Hier heißt es, 1. Korinther 10, ab Vers 7: „Werdet auch nicht Götzendiener, so wie etliche von ihnen, wie geschrieben steht: Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um sich zu vergnügen. Lasst uns auch nicht Unzucht treiben, so wie etliche von ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem Tag 23.000. Lasst uns auch nicht Christus versuchen, so wie auch etliche von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden. Murrt auch nicht, so wie auch etliche von ihnen murrten und durch den Verderber umgebracht wurden.“
[15:24] Nun, hier in vier Punkten warnt Paulus jetzt hier. Erst sagt er, das ist alles zum Vorbild für uns aufgeschrieben. Und dann sagt er am Ende, das ist für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeit gekommen ist. Vor welchen Dingen warnt Paulus hier? Nummer eins, er sagt: Vorsicht vor dem Götzendienst. Er sagt, sie aßen und sie tranken und sie setzten sich, um sich zu vergnügen. Und Paulus nennt das Götzendienst. Das ist interessant. Ist das ein Problem, das wir vielleicht in der letzten Gemeinde auch haben können? Das war damals ein Problem in Israel, zur Zeit des Alten Testaments. Wird das vielleicht auch ein Problem sein in den letzten Tagen? Essen, trinken, Vergnügungssucht. Könnte es sein, dass die Gemeinde daran kaputt geht? Die Bibel nennt das Götzendienst. Das ist interessant. Götzendienst. Ihr habt etwas anderes zu eurem Gott gemacht. Vielleicht euren Bauch. Etwas anderes, dem ihr nachlauft, anstatt Gott. Ihr kennt die Wahrheit und ihr entscheidet euch doch für etwas anderes. Kann es sein, dass das auf die letzten Tage hindeutet? Ganz sicher, sagt Paulus.
[16:37] Das Zweite, was er hier aufzählt, ist die Unzucht. Und er führt es zurück auf eine alte Geschichte im Alten Testament, die wir lesen können. Als die Israeliten damals Unzucht trieben und die Töchter der Moabiter heirateten. Und durch diese Heirat mit den moabitischen Töchtern wurden sie in den Götzendienst verführt. Ist das auch ein Problem heute? Dass wir uns unter ein fremdes Joch spannen lassen? Dass sich also Adventisten Ehepartner suchen, vielleicht aus den Heiden oder aus anderen Religionen oder Konfessionen, sich zusammen unter ein Joch spannen lassen? Davor warnt die Bibel. Viele sind dem Götzendienst verfallen, die das gemacht haben. Auch wenn das vielleicht damals vielleicht sogar noch gute Israeliten gewesen sind. Es hat eine, zwei Generationen gedauert, bis diese Ehen zusammenkamen. Und der Götzendienst hat Israel gefesselt gehabt, umfangen gehabt. Und das ist bei uns heute auch so. Wenn wir nicht auf Gott hören und wenn wir uns mit anderen Menschen, die Gott nicht kennen, unter ein fremdes Joch spannen lassen, sind auch wir in der Gefahr, dass wir fallen werden. Und das sehen wir heute ganz, ganz oft, gerade in der Eheschließung. Es ist ganz ähnlich wie im Alten Testament. Als die Kinder Israels sagen: „Naja, die Moabiter, die sind ja auch irgendwie schon mit uns verwandt, oder? Sind ja auch gläubige Menschen wie wir. Die kommen ja irgendwo auch aus der Linie von Abraham.“ Nun, so etwas machen wir manchmal auch so einen Fehler. Wenn wir sagen: „Naja, ich suche vielleicht einen Ehepartner und vielleicht, auch wenn ich vielleicht keinen Adventisten finde, vielleicht finde ich ja jemanden zumindest aus der christlichen Kirche, aus der katholischen Kirche vielleicht, oder aus der evangelischen Kirche, mit zumindest Protestanten.“ Aber wir lassen uns unter ein Joch spannen, was wir nicht tun sollen. Denn wenn du den Sabbat hältst und deine Ehepartner nicht, wie wollt ihr zusammen beten können? Wie soll euer Eheleben aussehen? Unzucht war ein großes Problem, das den Götzendienst führte.
[18:49] Und dann warnt Paulus davor, vor dem Versuchen Jesu, das war hier in Vers 9: „Lasst uns auch nicht Christus versuchen, so wie auch etliche von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht worden sind.“ Nun, warum wurden die Israeliten eigentlich von den Schlangen umgebracht? Paulus sagt hier, weil sie Christus versuchten. Nun, was haben sie eigentlich gemacht? Nun, damals haben die Israeliten gesagt: „Wir wollen zurück nach Ägypten. Eigentlich ist das, was die Ägypter hatten, die Speise war doch irgendwie besser, oder?“ Also sie haben ihre Freiheit, das Erstgeburtsrecht, das sie hatten, abgegeben und sagen: „Eigentlich gefiel es uns in Ägypten ganz gut, die Speise war besser. Das, was wir hier haben, gefällt uns nicht so richtig. Wir sind zwar jetzt frei und wir sind jetzt ein Volk und wir sind unter Gott vereint, aber in Ägypten war es eigentlich auch ganz schön. Denk mal daran, was die alles zu essen hatten. Was da für Genügen waren, es war doch viel schöner eigentlich. Mose, warum hast du uns befreit? Ganz böse. Was ist dir eingefallen, uns aus der Welt zu befreien? Wir wollten eigentlich in Ägypten bleiben, da gefiel es uns besser.“ Es kann ein Problem sein, das wir heute auch in den Kirchen haben. Ja, ich wurde zwar getauft und ich gehöre zur Gemeinde, aber wenn ich so an mein altes Leben zurückdenke, eigentlich waren da Dinge, die gefielen mir ganz gut. Eigentlich zieht es mich zurück nach Ägypten. Ich möchte die ägyptischen Dinge, die ägyptischen Speisen, die ägyptischen Rituale, die ägyptischen Hobbys, die ich hatte, gerne mit in das neue Leben bringen. Ich bringe sie mit in die Gemeinde und ich versuche die ganze Gemeinde zu überreden: „Mach doch auch mit.“ Und ich ziehe sie zurück nach Ägypten. Der Zorn Gottes fiel auf sie. Paulus nennt das die Versuchung, also die Versuchten Jesu.
[20:32] Und als letztes, da war dann dieses Murren des Volkes, von dem Paulus danach spricht in Vers 10: „Murrt auch nicht, sagt er, so wie auch etliche von ihnen murrten und durch den Verderber umgebracht wurden.“ Nun, warum murrten sie? Naja, das Murren im Volk entstand dadurch, dass sie sagten: „Wir können das Land ja nicht einnehmen. Also wenn wir uns Kanaan angucken, die sind so stark, das schaffen wir nie. Wir sollten da nicht hinein. Wir sollten den Auftrag, den wir haben, nicht ausführen. Die Aufgabe ist zu groß. Das können wir nicht schaffen.“ Und sie hatten kein Glauben. Sie hatten kein Glauben, dort hinein zu gehen, so wie Joshua und Kaleb. Nun, sie murrten jetzt gegen Mose und weil sie gegen Mose murrten, murrten sie gegen Gott. Das geht nicht. Wir wissen, dass es der richtige Weg ist, aber den können wir nicht gehen, da sind wir zu schwach für. Ganz oft, in der letzten Gemeinde, werden wir sowas auch sehen. Wir wissen eigentlich, was wir tun sollen. Wir wissen, was der Weg ist. Wir haben nicht nur die Bibel, wir haben auch in Ellen White ganz viele Hinweise, wie wir in den letzten Tagen leben sollen, wie wir Mission betreiben sollen. Wir lesen das und sagen: „Das stimmt schon, aber das können wir heute so nicht machen.“ Zum Beispiel, wenn wir Gemeinden gründen wollen, wo gründen wir Gemeinden, wie gründen wir Gemeinden? Wenn wir Schulen gründen wollen, wo und wie gründen wir Schulen? Oder wenn wir Gesundheitszentren bauen wollen, wo und wie machen wir das? Wenn wir unsere Tagespläne machen, wie sieht mein Tagesablauf aus? Verschiedene Dinge, wo ich auf die Idee komme und sage: „Eigentlich, das war zur Zeit Ellen White ganz interessant und zur Zeit der Pioniere war das vielleicht möglich, aber in meinen Tagen heute, ich glaube nicht, wir machen lieber andere Konzepte, neue Konzepte.“ Es gibt so viele gute Ideen auch in der Welt. Wenn ich zum Beispiel überlege, wie gestalte ich eine Schule, eine adventistische Schule, dann könnte ich bei Ellen White nachlesen, wie das funktioniert. Oder ich könnte auf die Idee kommen: „Naja, da gibt es ganz viele interessante Bücher, Soziologie, Psychologie, wie gestalte man Unterricht und ich gestalte.“ Oder ich lese mir das durch und versuche es danach zu machen, sind ja gute Ideen. Aber das könnte sein, dass es gegen unsere Lehre geht. Aber wenn wir heute nicht glauben, auf die Idee, auf die Art und Weise, die Ellen White uns gegeben hat, das Land einzunehmen, dass das möglich wäre. Wir glauben es nicht. Und so suchen wir uns andere Dinge und sagen: „Vielleicht gibt es noch einen anderen Weg, vielleicht finden wir etwas Besseres.“ Und wir murren gegen die Lehre, die wir haben und machen eine andere. Was damals passiert ist, wird eschatologisch auch nochmal geschehen. Paulus warnt davor. Er sagt: „Seid vorsichtig damit, murrt nicht, versucht Jesu nicht, hört auf Unzucht zu treiben und flieht dem Götzendienst, dem Essen, Trinken und den Vergnügungen.“
[23:30] Nun, diese Dinge, die sind aufgeschrieben worden für uns als Vorbild, um uns zu warnen. Es ist ein liebgemeinter Rat. Gott versucht nicht uns zu knechten und zu sagen: „Das dürft ihr nicht und das dürft ihr nicht und das dürft ihr nicht.“ Sondern er versucht uns mitzuteilen, was der richtige Weg ist und wie wir dieses Werk auf Erden abschließen können. Dafür hat er sogar Propheten geschickt, die uns helfen. Aber manchmal murren wir und sagen: „Wir können das nicht machen.“ Und davor warnt Paulus: „Tut es nicht.“
[24:01] Nun, wenn wir weitergehen durch unser Studium in dieser Woche, dann werden wir in unserem Montagskapitel, in dem es um Bilder von Jesus geht, auf verschiedene Texte hingewiesen. Verschiedene Texte, die uns erklären, wie Jesus Christus ist. Die Offenbarung ist voll davon. In der Offenbarung finden wir so viele Hinweise, so viele Attribute, die Jesus Christus beschreiben, dass wir die jetzt gar nicht alle studieren können. Die sind alle in dem Download mit drin. Also ihr könnt euch das runterladen, das Skript. Und das sind ganz viele aufgeschrieben zu den jeweiligen Kapiteln, die genannt wurden in unserer Studienanleitung. Aber auf ein paar wollen wir eingehen. Zum Beispiel in Offenbarung 1, Vers 5. Was wissen wir von Christus? Wie stellt sich Christus vor? Offenbarung 1 und hier Vers 5. Wir fangen bei Vers 4 an zu lesen: „Johannes an die sieben Gemeinden, die in Asien sind. Gnade sei mit euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut.“
[25:18] Nun, hier wird Christus gezeigt, hier wird Christus benannt und hier der verschiedene Titel. Zum einen heißt er hier: der treue Zeuge, der Erstgeborene aus den Toten, dem Fürsten über die Könige der Erde. Also drei große Namen, die er hier bekommt. Der treue Zeuge. Nun, Christus ist wirklich der treue Zeuge, denn zum einen bezeugte er Gottes Charakter hier auf der Erde. Als er kam, vom Himmel auf diese Erde geboren wurde und als er hier unter uns lebte, hat er gezeigt und damit treu bezeugt, wer der Vater ist. „Wenn ihr mich seht, seht ihr den Vater“, hat er gesagt. Und er wird auch der treue Zeuge im Gericht sein. Wenn Christus im Gericht spricht, wird er treu bezeugen, wer wir sind. Sein Volk wird er im Gericht retten, er wird sie alle freisprechen und er wird bezeugen, wer sie sind. Und er wird bezeugen, dass sie zu ihm gehören. Er ist der treue Zeuge.
[26:16] Und es heißt, er ist der Erstgeborene aus den Toten. Ja, Moment, ist Christus wirklich der Erste, der von den Toten erwacht ist? Nein, das nicht. Aber er ist der Erstgeborene aus den Toten. Ja, was meint die Bibel, wenn sie vom Erstgeborenen spricht? Nun, vielleicht ist es euch öfter mal aufgefallen, dass ihr zum Beispiel in der Bibel dieses Wort „Erstgeborener“ in vielen Zusammenhängen findet. Und mit vielen Personen, zum Beispiel mit König David. König David, dem wird von Gott gesagt, dass er ihn zum Erstgeborenen machen möchte. Also Gott hat vor, König David zum Erstgeborenen zu erheben. Jetzt, König David, denn wie viel Geborene war der eigentlich von seinem Vater Isai? Nun, David hatte noch sieben Brüder, eigentlich war er der Achte. Aber Gott sagt: „Ich möchte dich zum Erstgeborenen machen.“ Also es heißt nicht, dass er der Erste ist, der jetzt geboren ist, sondern es heißt, dass er die Stellung des Erstgeborenen bekommt. Also ein Vorrecht, einen besonderen Segen. Der Erstgeborene war der, der das große Erbe erhielt. Und jetzt heißt es von Christus, dass Christus der Erstgeborene aus den Toten ist. Also Christus ist nicht der Erste, der auferstanden ist, aber Christus ist der, der das große Erbe empfangen wird. Er ist derjenige, auf den alles hinweist. Er ist der, der direkt vom Vater kommt, der den größten Segen empfangen hat. Und ihm wird auch alles zuteil werden. Er wird der König der Könige sein. So sagt der Text hier auch. Er ist der Fürst über die Könige der Erde. Christus wurde über alle Maßen erhöht. Ja, er war der Erstgeborene aus den Toten. Er hat die höchste Stellung bekommen. Und er wird König aller Könige sein und Fürst über alle Könige der Erde.
[28:09] Christus war das Lamm. Heute ist er der Priester. Und er wird der König werden. Und so wird er hier vorgestellt. Und wenn wir die Offenbarung durchgehen, da steht so viel noch drin. Er lebt in Ewigkeit, heißt es. Er hat die Schlüssel des Totenreichs, heißt es. Also er entscheidet, wer gerettet wird und wer den Tod empfängt. Den Christus auferwecken möchte, der wird auch auferweckt. Er hat die Schlüssel des Totenreichs. In Offenbarung 5, Vers 8 wird das Opferlamm genannt. Er ist derjenige, der starb, um die Sünde der Welt hinwegzunehmen. Das Opferlamm, das Lamm, das wir alle nötig hatten. Und, und, und. Da steht so viel in der Offenbarung drin. Ich finde einige Verse, ich möchte sie euch noch zeigen, die fand ich so spannend. Wir haben so wenig Zeit, das alles anzugucken. Aber wir gehen mal in Offenbarung 19. Und hier in den Versen 11 bis 13, da steht so viel drin. Ich möchte auf zwei, drei Dinge eingehen. Offenbarung 19, 11 bis 13.
[29:16] „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige, und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er. Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt, als nur er selbst. Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das im Blut getaucht ist, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. Und die Heere des Himmels folgen ihm nach auf weißen Pferden, und sie waren bekleidet in weißer und reiner Leinwand. Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage. Und er wird sie mit eisernem Stab weiden, und er tritt die Weinkälte des Grimmes und des Zornes Gottes des Allmächtigen. Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.“
[30:08] Das heißt, bei der ganzen Offenbarung 19 von Vers 11 an, hier wird Christus beschrieben, wie er ist. Ganz viele Attribute werden hier genannt, und das sind einige Dinge, die fand ich so spannend, dass ich kurz mit euch darauf eingehen möchte. Zum Beispiel, abgesehen davon, dass er treu und wahrhaftig ist, was wir gerade schon geklärt haben, heißt es, er richtet und kämpft in Gerechtigkeit. Also an ihm ist kein Falsch. Alles, was er tut, ist gerecht. Er kann nicht ungerecht handeln. Dann heißt es hier, er hat Augen wie Feuerflammen. Und Augen wie Feuerflammen, wenn wir in der Bibel nachschlagen, Feuer, Verbindung mit Jesu, Hohelied 8, Vers 6 sagt: „Die Liebe ist wie ein verzehrendes Feuer.“ Nun, wenn Christus Augen hat mit Feuerflammen, Augen wie Feuerflammen, dann sieht Christus dich und mich an mit Augen der Liebe. Auf alle seine Geschöpfe blickt Christus mit Augen der Liebe. Egal, ob sie einen gerechten oder einen ungerechten Weg einschlagen, retten möchte er sie alle. Er hat Augen wie Feuerflammen.
[31:11] Dann heißt es, er trägt viele Kronen. Er ist über alle erhöht worden. Er hat den Preis für alle bezahlt. Er ist der König der Könige. Wenn ein Mensch gerettet wird, dann nur durch ihn. Er trägt viele Kronen. Es gibt keinen König, der höher ist als er. Dann heißt es, sein Gewand ist im Blut getaucht. Ja, das ist wahr. Christus hat diese Gerechtigkeit, die er trägt, das ist ein Kleid der Gerechtigkeit, das ist im Blut getaucht. Woher kam es denn? Er ist als Opferlamm gestorben. Er war ein Lamm ohne Schuld. Und er starb für die Schuld der Menschen. Sein Gewand ist im Blut getaucht. Und dieses Gewand möchte er auch uns geben. Sein Blut vergossen für unsere Sünde. Da steckt so viel drin. Sein Name ist Wort Gottes. Wort Gottes, woher kennen wir das? Aus Johannes Kapitel 1. „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott.“ Alles ist durch dieses Wort gemacht. Alles wurde erschaffen durch das Wort. Christus ist der Schöpfer.
[32:24] Es heißt, die Himmelsheere folgen ihm nach. Er ist der oberste Befehlshaber des Himmels. Er weidet die Völker mit Eisen im Stab. Er ist der Hirte, der die Völker weidet. Er passt auf die Völker auf und er verteidigt die Völker. Er tritt die Kälte des Zornes Gottes. Er ist derjenige, der am Ende Gerechtigkeit herbeiführen wird. Er wird Gerechtigkeit schaffen. Da ist viel Unrecht, aber er wird die Kälte des Zornes Gottes treten. Es ist alles Christus. Die Offenbarung spricht in so vielen Bildern von ihm. Wir werden das jetzt nicht alles lesen. Wir werden noch in Offenbarung 21, Vers 6 hineingehen.
[33:06] Als da heißt: „Und er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst.“ Christus sagt, er ist das Alpha und das Omega. Er ist der Anfang und er ist das Ende. Und dann sagt er: „Dem Dürstenden möchte ich geben das Wasser des Lebens umsonst.“ Nun, was ist denn das Wasser des Lebens, das Christus gerne demjenigen geben möchte, dem danach dürstet? Johannes 7, Vers 38 und 39 zeigen uns, dass dieses Wasser des Lebens der Heilige Geist ist. Christus möchte dem, dem danach dürstet, den Heiligen Geist geben. Johannes 7, Vers 38 und 39.
[33:56] Und dann ist was ganz Besonderes. Und ihr merkt schon, wir rennen wirklich durch dieses Kapitel durch, weil da ist so viel drin in dieser Lektion. In unserem Dienstagsthema, das hier überschrieben wird: „Das Leitmotiv des Heiligtums in der Offenbarung.“ Nun, die Offenbarung spricht an vielen Stellen, sehen wir Dinge aus dem Heiligtum. Die sieben Leuchter, die Bundeslade oder wie auch immer, das sind oft Symbole. Und wir erkennen Gegenstände aus dem Heiligtum. Und warum sind die da? Nun, das Heiligtum ist ganz deutlich erkennbar in der Offenbarung. Und das Heiligtum zu studieren ist ganz, ganz hilfreich, wenn man wissen will, wo man sich gerade auf der Zeitlinie in der Offenbarung befindet. Denn die Bibel sagt: „Dein Weg, o Herr, ist im Heiligtum.“ Jetzt, wenn wir wissen wollen, wo wir uns in der Offenbarung befinden, zeitlich, was gerade vorkommt, dann hilft es manchmal einfach, nach dem Möbeljahr der Stiftshütte zu suchen. Wo kommt hier was vor? Wo befinde ich mich? Ist der siebenarmige Leuchter da oder stehe ich schon vor der Bundeslade? Wo zeitlich bin ich? Und so arbeitet man sich durch die Offenbarung durch. Und ich möchte euch mal einen kleinen Einblick geben. Wir nutzen jetzt ein bisschen Zeit, um uns mal das Heiligtum anzugucken. Ich hoffe, alle haben gerade so ein bisschen vor Augen, wie das Heiligtum aufgebaut ist.
[35:20] Also, da gibt es einen äußeren Vorhof. Und im äußeren Vorhof haben wir einmal den Brandopferaltar und wir haben noch das Waschbecken. Diese beiden Gegenstände sind im äußeren Vorhof. Wenn ich durch den Eingang reinkomme, komme ich zuerst am Brandopferaltar, dann an diesem Waschbecken vorbei. Und danach steht das Zelt. Und wenn ich in dieses Zelt hineingehe, dann sehe ich auf der linken Seite den siebenarmigen Leuchter, auf der rechten Seite den Schaubrottisch, mir gegenüber den Räucheraltar. Und der Räucheraltar steht noch mal wieder vor einem großen Vorhang, etwa acht Zentimeter dick. Und wenn ich den beiseite schiebe, dann stehe ich vor der Bundeslade. Nun, das ist so der Aufbau vom Heiligtum.
[36:09] Was bedeuten diese ganzen Dinge da drin? Nun, da haben wir zum Beispiel den Brandopferaltar. Der Brandopferaltar, auf dem Brandopferaltar wurde das Lamm dargebracht. Das Opferlamm, das für die Sünde des Sünders sterben sollte. Ist natürlich ein Hinweis auf den Kreuzestod Jesu Christi. Denn Johannes, der Täufer, als er Christus kommen sieht, sagt: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt.“ Also es ist ganz deutlich Christus das Lamm. Also Christus starb. Das ist die erste Station im Heiligtum. Das Kreuz, das Lamm, der Brandopferaltar.
[36:51] Nach dem Brandopferaltar ist die nächste Station dieses Waschbecken. Der Weg Jesu vom Brandopferaltar zum Waschbecken. Das Waschbecken hat natürlich auch ein Symbol. Was passierte an diesem Waschbecken? Nun, Christus, nachdem er gekreuzigt war und gestorben ist, ist auferstanden. Er sagt ja: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch ihn.“ Er ist die Auferstehung und er ist das Leben. Er ist der einzige Weg zum Vater. Nun, wir kennen diese Symbolik tatsächlich auch im Wasser, wie in diesem Waschbecken. In der Taufe. In der Taufe treffe ich die Entscheidung, ich möchte mein altes Leben ablegen. Und ich möchte zu einem neuen Leben auferstehen. Ich lasse mich also unter Wasser tauchen. Ein Symbol dafür, dass ich in das Grab hineingehe. Und ich lasse mich wieder herausziehen. Ein Symbol dafür, ich bin jetzt auferstanden zu einem neuen Leben. Ich lasse mein altes Leben hinter mir und beginne ein neues. Das ist wie die Auferstehung Jesu Christi. Diese Symboliken sind da drin. Und der äußere Vorhof des Heiligtums ist ein Symbol für die Welt. Also für die Erde, auf der wir leben. Während die Stiftshütte selber, also das Zelt, ein Symbol ist für das Himmelreich.
[38:12] Nun, Christus ist in die Welt geboren und er starb am Kreuz. Ein Symbol für den Brandopferaltar. Nach dem Tod ist er auferstanden. Ein Symbol für dieses Waschbecken. Nach seiner Auferstehung ging er hinter den Vorhang. Nun, der Vorhang wurde beiseite genommen. Christus ging hinein und man konnte ihn nicht mehr sehen. Das war die Himmelfahrt. Christus ist in den Himmel aufgefahren. Er ist von der Erde in den Himmel gegangen. Und dort dient er nun als Hohepriester.
[38:44] Nun, was hat der Hohepriester gemacht? Nun, der Hohepriester, das Allererste, was er jeden Tag tat, ergoss Öl in den siebenarmigen Leuchter. Er sollte ja weiterleuchten. Nun, die Symboliken. Christus ist das Licht des Lebens. Oben drauf leuchtet das Licht auf diesem Leuchter. Das Öl, wer die Lektion immer fleißig mitverfolgt hat, der wird sich erinnern, das Öl ist ein Symbol für den Geist Gottes. Denn als der Samuel den David salbte, goss er ihm das Öl übers Haupt und die Bibel sagt, der Heilige Geist kam über ihn. Nun, das Licht ist das Licht Jesu, das auch in der Gemeinde leuchtet. Das Öl ist das Öl des Heiligen Geistes. Und der Leuchter selbst, das haben wir auch schon studiert in der Offenbarung, der Leuchter selbst ist ein Symbol für die Gemeinde.
[39:38] Nun, Christus, nachdem er in den Himmel gefahren ist, goss er das Öl in den Leuchter. Ja, wann goss Christus denn den Geist auf die Gemeinde? Pfingsten. Also bis jetzt haben wir die Station: Brandopferaltar, Kreuzigung. Waschbecken, Auferstehung. In den Vorhang hinein, in die Stiftshütte, Himmelfahrt. Er gießt das Öl in den Leuchter, Pfingsten.
[40:09] Was hat er dann gemacht? Der Priester bringt ein Räucherwerk da auf dem Räucheraltar. Hat Christus das auch gemacht? Ja, die Bibel bezeugt, er bringt unsere Gebete zum Vater. Er tritt als Fürsprecher für uns vor dem Vater. Nun, wo stand dieser Räucheraltar? Der stand genau vor der Bundeslade. Dazwischen war dieser Vorhang. Und das Räucherwerk geht über den Vorhang, der Rauch, und geht hinein ins Allerheiligste, zum Thron Gottes. Das ist das, was Christus macht. Er hält für uns Fürsprache an diesem Altar.
[40:52] Und dann war da noch dieser Schaubrottisch. Nun, dort lagen die zwölf Brote und ein paar Gegenstände drauf. Wofür war das gut? Das Brot. Christus sagt, er isst das Brot. Nun, jeder, der dieses Brot isst, der wird leben. Also, wer Christus aufnimmt, wird durch ihn leben. Christus in uns. Das ist das Geheimnis der Errettung. Christus in uns. Wir müssen also Teil von diesem Leib Jesu werden. Also zur Gemeinde. Christus, seitdem er im Himmel ist, hält Fürsprache für uns und er baut seine Gemeinde. Was Christus macht, jeden Tag zieht er Leute hinzu. Jeden Tag gießt er den Geist aus. Und jeden Tag versucht er Menschen zu sich zu ziehen, damit sie Teil seines Leibes werden. Er integriert sie in die Gemeinden, er integriert sie in die Mission. Er baut sein Leib. Das ist ein Dienst, den macht Christus täglich und immer.
[42:01] Aber einmal, der Hohepriester ist von diesem Heiligen ins Allerheiligste gegangen. Nun, wann ist das passiert? Dass der Hohepriester vor die Bundeslade getreten ist. Nun, das ist einmal im Jahr passiert, nämlich am großen Jom Kippur, am großen Versöhnungstag. Und wir wissen, wann war der große Versöhnungstag? Geschichtlich im Oktober des Jahres 1844. Also wo immer wir jetzt gerade in der Bibel sind, wenn wir Symboliken erkennen, wenn wir wissen: „Guck mal, hier ist das oder das Symbol“, dann können wir es schon ungefähr zeitlich einordnen. Was passierte? Zum Beispiel, und wir steigen dazu mal auf, Offenbarung 11, Vers 19. Offenbarung 11. Und hier Vers 19.
[43:01] Also hier wurden gerade die Posaunen erklärt. Es wird die siebte Posaune geblasen. Und in Vers 19 heißt es: „Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde sichtbar in seinem Tempel. Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel.“
[43:20] Nun, hier heißt es, der Tempel wurde geöffnet und man sah die Bundeslade. Und wenn man die Bundeslade sieht, wann wurde denn der Tempel geöffnet, bis Johannes die Lade sehen konnte? Nur einmal im Jahr, und zwar am Jom Kippur. Das heißt, diese Zeit deutet auf 1844, also auf einen Gerichtsbeginn. Die Lade Gottes wurde sichtbar. Herbst 1844. Und so versucht man durch die Symboliken, die wir im Heiligtum haben, versucht man in der Offenbarung zu sehen, wo sind wir gerade? Wo sind wir gerade historisch oder eschatologisch? Auf welche Zeit deutet das hier hin? Und so hilft uns das Heiligtum, die Offenbarung zu verstehen. Und es lohnt sich wirklich, das Heiligtum gründlich zu studieren.
[44:16] Nun, unsere Themenreihe diese Woche geht am Mittwoch und am Donnerstag nochmal auf den Charakter Jesu Christi ein. Und wir wollen gemeinsam nochmal ein paar Verse uns angucken, die uns den Charakter Jesu zeigen. Wir hatten vorhin schon Offenbarung Kapitel 1 gelesen, Vers 4 und 5. Und wir lesen das nochmal und gehen aber diesmal auf Vers 6 ein. 4, 5 und 6.
[44:50] Hier heißt es: „Johannes an die sieben Gemeinden, die in Asien sind. Gnade sei mit euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind.“ Zuerst sagt er hier: „Von dem, der ist und der war und der kommt.“ Wer ist das? Das ist Gott, der Vater. „Und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind.“ Das ist der Heilige Geist. „Und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen“, das ist der Sohn. „Dem Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und es von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut.“
[45:32] Das heißt in Vers 6: „und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“
[45:44] Nun, hier wird viel erzählt und wir hatten schon einiges uns angeguckt von Jesus Christus. Aber es heißt hier noch, er hat uns zu Priestern und Königen gemacht. Es war sein Verdienst, dass wir Priester geworden sind und Könige. Warum Priester und Könige? Nun ja, Priester waren diejenigen, die vermittelnden Knechte, die im Dienst Gottes standen. Die, die er eingesetzt hatte, um Menschen zu retten. Priester hatten zwei Aufgaben, zwei große Aufgaben. Eine große Aufgabe war das Volk zu unterrichten, zu lehren über die Schriften. Und die zweite große Aufgabe war dieser Mittlerdienst, also den Sünder wieder mit Gott zu verbinden. Und dazu hat er dich und mich berufen, wir sollen das sein. Wir sollen den Menschen erklären, wer Christus ist und dass Christus sie retten kann. Wir sollen Fürbitte heilen für diese Menschen. Wir sollen Schuldvergebung bitten und wir sollen die Menschen zu Gott führen. Er hat uns zu Priestern gemacht und es heißt zu Königen.
[46:42] Wieso zu Königen? Wieso hat uns Christus zu Königen gemacht? Na ja, Christus, er hat damals Adam geschaffen und hat Adam eingesetzt als König über diesen Planeten. Adam und Eva sollten herrschen. Adam und Eva haben ihre Königsherrschaft verloren an den Teufel und er wurde Fürst dieser Welt. Jetzt hat Christus am Kreuz aber gezeigt, dass Satan ein Lügner ist. Und er hat der Schlange dort den Kopf zertreten. Und er hat zurückgefordert, was der Satan gestohlen hat. Er kam als Mensch auf diese Welt, hat als Mensch überwunden. Und er forderte die Königsherrschaft zurück und die würde Adam eines Tages wiedergeben. Wir werden wieder die Herrschaft über diese Welt erhalten als Menschen. Die Menschen werden nicht ausgerottet werden, wie es Satan gerne hätte, denn er war ein Menschenmörder von Anfang an. Sondern die Menschen wurden gerettet von Christus und sie werden ihre Königsherrschaft zurückempfangen.
[47:47] Und dann lesen wir hier noch in den, ah vielleicht, wir lesen noch Vers 7. Vers 7 heißt: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, und die, welche ihn durchstochen haben. Und es werden sich seine Dingen an die Brust schlagen, alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen.“ Aber es wird gezeigt hier, er wird kommen, er wird wiederkommen. Christus kommt zurück. Und wir sollen uns darauf vorbereiten. Denn der, über den die ganze Offenbarung spricht, denn es heißt ja: „Die Offenbarung Jesu Christi.“ Das könnte also meinen, entweder das, was Jesus Christus uns offenbart hat. Oder dieses Buch offenbart, wer Jesus Christus ist. Und dann offenbart dieses Buch, dass Christus wiederkommen wird. Wenn wir wissen, Christus kommt wieder und das schon in Kürze, umso dringender sollten wir den Leuten erzählen, wer Jesus Christus ist. Er ist der Gott, der dich liebt von ganzem Herzen. Und der dich retten kann. Er hat deinen Preis bezahlt und er will dich wieder zum König einsetzen. Er möchte dein Herz verändern. Er möchte deine Schuld vergeben. Du sollst nicht verloren gehen auf ewig. Er kann dir ewiges Leben geben. Das sollen wir den Menschen sagen. Wir sollen ihnen zeigen, wer Christus ist.
[49:58] Nun, wir gehen noch mal ins letzte Kapitel der Offenbarung. Kapitel 22. Und lesen hier Vers 7. Und lesen in Vers 7, dass Christus hier sagt: „Siehe, ich komme bald. Glückselig, wer die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt.“ Siehe, ich komme bald. Glückselig, wer die Worte hier bewahrt. Also bewahren, nicht nur die Worte lesen, sondern die Worte auch aufnehmen, verstehen und danach handeln. Und es sollte jedem Nachfolger Christi ein ernstes Anliegen sein, die Offenbarung zu verstehen. Dieses Buch ist so wichtig heute für uns, dass wir studieren müssen. Und es sind ja nur 22 Kapitel. Aber diese 22 Kapitel sind so wichtig. Wir sehen darin die ganze Weltgeschichte. Und wir sehen darin, wer ist Jesus Christus. Wer ist dieser, der ein Mensch geworden ist? Dieser, der als Lamm die Sünde der Welt trug? Dieser, der als Hohepriester in den Himmel aufgefahren ist? Der für uns kämpft, für uns eintritt? Derjenige, der im Gericht für uns als Zeuge aufstehen wird? Derjenige, der uns freisprechen wird im Gericht? Derjenige, der wiederkommen wird, um uns zu erlösen? Wer ist derjenige? In der Offenbarung steht schon alles drin. Ein ganz, ganz, ganz wichtiges Buch zum Studieren. Und gerade für unsere Zeit, auf die das Ende der Weltzeit gekommen ist.
[50:27] Es heißt dann hier, und wir schließen mit Vers 12 und 13. Christus sagt: „Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.“ Siehe, ich komme bald, um einem jeden den Lohn zu geben, nach seinen Taten.
[50:52] Nun, Christus wird kommen, und er wird Lohn dabei haben. Und jeder Mensch, der zu diesem Zeitpunkt zu Christus gehört, wird das ewige Leben empfangen. Und jeder Mensch, der sich gegen Christus entschieden hat, wird den ewigen Tod empfangen. Und darum ist es so wichtig, dass wir rausgehen in diese Welt und den Menschen zeigen, wer Christus ist. Dass er ein liebender Gott ist und dass er jeden retten kann. Und dafür hat er uns auch berufen. Denn es heißt, er hat uns zu Priestern und Königen gemacht. Wenn es heißt, er hat uns zu Priestern gemacht, heißt das, wir sind diejenigen, die die Menschen unterrichten sollen. Wir sind diejenigen, die die Menschen vorbereiten sollen auf die Wiederkunft Christi. Wir sind diejenigen, die die Menschen wieder mit Gott versöhnen sollen. Und das können wir tun durch das Blut Jesu Christi, durch den Dienst, den Jesus im Himmel tut. Christus gebührt alle Ehre dafür, aber wir dürfen mitarbeiten. Und dazu sind wir berufen. Lasst uns diese Botschaft weitersagen. Lasst uns die Offenbarung tief und gründlich studieren. Und diese Botschaft den Menschen weitergeben. Denn das ist das, was die Welt heute braucht. Sie muss die Geschichte verstehen, den Ablauf, den Kampf im Himmel, den Kampf auf der Erde. Und sie muss genau verstehen, was passiert dann am Ende der Zeiten, damit wir uns vorbereiten können auf die Endzeit. Das ist ja auch der Inhalt unseres Studiums in diesem Quartal. Lasst uns treue und gute Priester sein und die Menschen sammeln und vorbereiten auf die Wiederkunft Christi, damit viele gerettet werden können. Amen.
[52:25] Ich möchte gerne noch mit einem Gebet schließen. Es wäre schön, wenn wir Gott fragen, dass er uns hilft, dass wir den Dienst, den er uns gegeben hat, dass wir ihn auch treu ausführen können. Unser lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar dafür, dass wir das Buch der Offenbarung gemeinsam studieren dürfen. Hab Dank dafür, dass du darin so viele Geheimnisse offenbart hast und dass du dich darin vorstellst. Herr, es ist viel, viel zu lernen. Wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist uns hilft, uns zu guten Studenten macht, damit wir viel von dem aufnehmen können, was du uns sagst, und damit wir gute und treue Priester in dieser Welt sind, viele Menschen zur Umkehr rufen und viele Menschen zu dir führen, damit du sie retten kannst. Und wir danken dir dafür, im Namen Jesu. Amen.
[53:11] Vielen Dank, dass wir gemeinsam studieren durften. Und ich würde mich freuen, wenn wir nächste Woche wieder gemeinsam in das nächste Thema eintauchen und gemeinsam unser Studium durch die Offenbarung fortsetzen. Gottes Segen euch.