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Diese Predigt zeichnet die faszinierende Geschichte Jerusalems nach, von seinen Anfängen als „Salem“ (Frieden) über die Eroberung durch David bis hin zur Errichtung des Tempels durch Salomo. Christopher Kramp beleuchtet die Höhen und Tiefen der Stadt, ihre Bedeutung als Zentrum der Anbetung und die wiederholten Abweichungen von Gottes Plan. Die Ausführungen zeigen Gottes unerschütterliche Liebe und Geduld, selbst angesichts von Ablehnung und Zerstörung, und münden in der Ankunft Jesu als Friedefürst, der ein neues Fundament für die Welt legt.


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Serie: Wenn Gott zweimal ruft

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Transkript

[0:28] Ja, noch einmal einen wunderschönen guten Abend. Auch allen, die live zugeschaltet sind, die auf unseren verschiedenen Internetseiten dabei sind. Heute ist ein besonderes Thema. Jerusalem ist eine Stadt, die bis heute die ganze Welt im Atem hält. Eine Stadt, die von mittlerweile drei Weltreligionen beansprucht wird: vom Judentum, vom Christentum und vom Islam. Eine Stadt, die heiß umkämpft ist. Und alle Welt schaut heute auf Jerusalem. Insbesondere viele, viele Christen schauen auf Jerusalem und erwarten bestimmte Dinge. Und ich glaube, es ist an der Zeit, sich einmal die Frage zu stellen: Warum gibt es Jerusalem? Und es gibt so viel zu sagen zu Jerusalem, dass wir das in der Zeit, die uns heute bleibt, nicht mal ansatzweise schaffen könnten. Aber wir wollen heute die Geschichte hinter der Stadt Jerusalem kennenlernen. Da gibt es eine bestimmte Geschichte, die ganz einfach zu verstehen ist. Und diese Geschichte wollen wir kennenlernen: die Geschichte der Stadt Jerusalem. Aber bevor wir das tun, lade ich Sie noch einmal ein, mit mir gemeinsam ein Gebet zu sprechen. Auch Sie, die Sie live vor dem Internet sitzen. Sie können dazu sitzen bleiben. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein wunderbares Wort. Wenn wir jetzt es aufschlagen und gemeinsam lesen, wie du mit der Stadt Jerusalem umgegangen bist, was dein Plan gewesen ist und was dein Plan noch ist. So bitten wir dich, dass du uns deinen Heiligen Geist sendest, dass wir verstehen, was wir lesen und dass wir wertvolle Lektionen und Hinweise für unser eigenes Leben bekommen. Amen.

[2:18] Die Geschichte der Stadt Jerusalem beginnt damit, dass die Stadt gar nicht Jerusalem von Beginn an hieß. Die Stadt Jerusalem hatte zu ihrem Anfangszeitpunkt einen ganz, also ganz anders war der Name nicht, einen ähnlichen Namen. Wir schlagen auf in 1. Mose 14, Vers 18. Dort sagt die Bibel: "Aber Melchisedek, der König von welcher Stadt? Von Salem." Nun, Salem und Jerusalem, die Ähnlichkeit ist schon auffallend, nicht wahr? Salem, Jerusalem. Aber die Stadt hieß früher nicht Jerusalem, sie hieß einfach Salem. Und Salem kommt von der Stadt Jerusalem, die Stadt Jerusalem, die Stadt Jerusalem, die Stadt Jerusalem, die Stadt Jerusalem, die Stadt Jerusalem, die Stadt Jerusalem, die Stadt Jerusalem. Und im Hebräischen Shalom. Und Shalom heißt was? Das wissen Sie auch, ohne Hebräisch zu können: Friede. Es war die Stadt des Friedens, Salem. Und diese Stadt des Friedens hatte einen König. Und wie hieß dieser König? Melchisedek. Und Melchisedek heißt selbst übersetzt, das sind zwei Worte, das eine heißt, kommt von Melech, König. Es heißt König der Gerechtigkeit. Eine Stadt des Friedens mit einem König der Gerechtigkeit als König. Aber nicht nur war er der König, sondern er war auch, wie es hier heißt, der Priester Gottes. Es heißt: "Aber Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein herbei, und er war ein Priester Gottes des Allerhöchsten." Und dieser Priester in Salem tat folgendes in Vers 19: "Und er, was tat er? Er, er segnete ihn", gemeint ist Abram, "und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Allerhöchsten, dem Besitzer des Himmels und der Erde." Heute wollen wir einige Dinge studieren, die wir uns erstmal in den Hinterkopf tun müssen. Also halten wir fest: Salem war der Anfangshalber des Staates, Salem heißt Friede und der König war Melchisedek, er war der König der Gerechtigkeit, er war König und Priester und eine der Hauptaktionen, die er durchführte, er segnete, er segnete.

[4:50] Nun, was passierte mit der Stadt im Laufe der Jahrhunderte? Lesen wir gemeinsam Joshua 18 und dort Vers 28. Joshua 18 und dort Vers 28. Dies ist jetzt 400, 500 Jahre später, etliche Jahrhunderte, nachdem der König von Salem Abram gesegnet hat. Lesen wir wieder von der Stadt Jerusalem und von ihrem jetzigen Namen. In Vers 28 von Joshua 18 steht: "Zela, Elef und wie heißt die Stadt? Jebusi, das ist Jerusalem, Gibiat und Kiriat." Die Stadt Salem änderte ihren Namen in den Namen Jebusi. Jebusi. Aus Salem wurde Jebusi. Nun, das Interessante ist, der Name Jebusi bedeutet "zertreten" oder "getreten". Wir haben die Stadt Salem, den Frieden, und dann ändert diese Stadt ihren Namen, ihren Charakter durch die Kanaaniter, die dort wohnen, die Heiden, die dort wohnen, und durch die Heiden wird aus dieser Stadt eine Stadt, die die Identität trägt: getreten und zertreten, zertreten, Jebusi. Mit der Zeit kommt das Volk Israel aus Ägypten heraus und nimmt das gesamte Land Kanaan ein, bis auf eine Stadt, bis auf Jebus. Wir lesen gemeinsam in Richter 19, in Richter 19 und dort Vers 10, ab Vers 10. In Richter 19 und dort ab Vers 10.

[6:47] Das ist jetzt wieder einige hundert Jahre später nach Joshua, okay? Wir sind jetzt schon seit etlichen Jahrhunderten von Salem entfernt. Richter 19, Vers 10. Wir müssen uns das jetzt vorstellen: Ein Israelit reist durch das Land Israel, zieht von Gegend zu Gegend, und dann wird es Nacht, und er möchte gern einkehren. Und wie es hier heißt, einer seiner Burschen sagt: "Lass uns doch in diese Stadt gehen, nach Jebus." Wir lesen hier Vers 12, was der Herr sagt. Was hier ausgedrückt war oder ausgedrückt werden soll, ist: Das ganze Land Kanaan mehr oder weniger gehörte den Kindern Israel, aber mittendrin gab es eine Stadt, einen schwarzen Fleck auf der Landkarte, der gehörte ihnen nicht. Das war eine Fremdlingsstadt. Man konnte durch Israel ziehen von Norden bis Süden, konnte überall einen kennen, aber just in dieser Stadt waren Fremdlinge. Es war ein schwarzer Fleck, mittendrin eine Enklave von Heiden, umgeben von israelitischen Städten. Und so entscheiden sie sich, nicht nach Jebus zu gehen, sondern zu einer israelitischen Stadt. Über Jahrhunderte hinweg war die Stadt, die wir heute Jerusalem kennen, ein schwarzer Fleck auf der Karte von Palästina. Ringsherum das Volk Gottes und in dieser Stadt alleine, einzig und alleine, trotzig die Heiden, die Jebusiter, die zertreten und treten. Ausgerechnet in der Stadt, die früher mal Salem hieß, ausgerechnet die Stadt, die früher einmal für den Frieden stand und für die Gerechtigkeit. Ein schwarzer Fleck, ganz allein, mitten im Land Kanaan.

[9:05] Jetzt, wenn wir Israeliten gewesen wären, hätte uns das gestört oder wäre uns das egal gewesen? Dann stellen wir uns vor, wir leben in Deutschland, und mitten in Deutschland wird eine einzige Stadt von einem ganz anderen Land beherrscht. Wäre das schön für den Staat Deutschland? Es soll ja so Länder geben, die haben sowas. Ich glaube, Italien, da gibt es so mittendrin kleine Länder, die anderen Nationen gehören. San Marino zum Beispiel, genau, als ein Beispiel. Aber für gewöhnlich ist das nicht so unbedingt das Allerschönste für ein Land, wenn so mittendrin ein anderes Land sich befindet. Und so kommt ein König in Israel auf den Plan, und sein Name ist David. Sein Name ist David. Wir alle haben schon vom König David gehört, oder? Weiß jemand, was der Name David bedeutet? David bedeutet Liebe oder liebevoll. Der König David kommt liebevoll, und er hat einen Plan. Er möchte Jebus einnehmen. Die letzte Festung der Kanaaniter mitten im Land. Und er schafft das auch. In 1. Chronik 11.

[10:27] Und dort erfährst du eins. 1. Chronik 11. Und dort ab Vers 1. "Und ganz Israel versammelte sich zu David nach Hebron und sprach: Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch. Schon früher, als Saul noch König war, schon damals warst du es, der Israel aus und einführte. Und der Herr, dein Gott, hat zu dir gesagt: Du sollst mein Volk Israel weiden und du sollst Fürst sein über mein Volk Israel." Jetzt ist hier ein interessanter Satz. Es wird gesagt, dass David das Volk Israel weiden sollte. Jetzt, wer weidet normalerweise wen? Der Hirte, die Schafe. Und das ist deswegen so interessant, weil Davids Berufung eigentlich was gewesen war? Er war ein Hirte, ein Schafhirte. Dieser David, sein Name ist nochmal was? Liebe oder liebevoll. Der, der Hirte für das Volk Israel sein soll, sieht diese eine Stadt Jebus mitten dort in Kanaan, mitten in Palästina, umgeben von israelitischen Städten und sagt: "Moment mal, das kann so nicht weitergehen. Diese Stadt müssen wir einnehmen." Vers 3: "Und alle Ältesten Israels kamen zu dem König nach Hebron, und David machte in Hebron einen Bund mit ihnen vor dem Herrn, und sie salbten David zum König über Israel nach dem Wort des Herrn durch Samuel." Er wurde also was? Er wurde gesalbt zum König. Und nachdem er gesalbt wurde zum König, heißt es: "Und David und ganz Israel zogen nach Jerusalem. Das ist Jebus, denn die Jebusiter wohnten dort im Land. Und die Bürger von Jebus sprachen zu David." Also, stellen Sie sich das vor: David kommt als neu gesalbter König mit der gesamten israelitischen Armee und versucht das, was vielleicht schon mehrere andere vorher versucht haben, die Stadt der Jebusiter einzunehmen. Und übrigens, Jebus oder früher Salem liegt ja auf einem Berg, nicht wahr? Auf dem Berg, den wir heute Berg Zion nennen. Den Berg. Hoch oben auf dem Berg. Eine Stadt auf dem Berg ist nicht so einfach einzunehmen, oder? In der Tat galt diese Stadt als fast unannehmbar. Und so fühlen sich auch die Jebusiter. Sie sagen in Vers 5: "Und die Bürger von Jebus sprachen zu David: Du wirst hier nicht hereinkommen." Klingt fast ein bisschen wie so ein Türsteher, nicht wahr? Bei der Disco. Du kommst hier nicht rein. Komm nur, David. Komm nur her. Seit Jahrhunderten, seit Jahrhunderten versuchen die Israeliten das. Und sie haben alle Städte erobert. Aber bei uns hast du keine Chance. Keine Chance. Du kommst hier nicht rein.

[13:13] "Aber David eroberte die Burg Zion. Das ist die Stadt Davids." Er hat es geschafft. Und nebenbei, die Geschichte sagt uns, er hat einen interessanten Plan gehabt. Er kam nämlich quasi heimlich hinein. Denn die Stadt Jebus hatte einen Wasserkanal für die Wasserversorgung, einen Wassertunnel. Und durch diesen Wassertunnel kam die israelitische Armee hinein. Das heißt, er kam von innen und eroberte Jebus und machte aus Jebus Jerusalem. Übrigens, wir haben noch interessante Zusatzinformationen in 2. Samuel 5. In 2. Samuel 5 und dort Vers 6 bis 8.

[14:06] Es heißt: "Und der König zog mit seinen Männern nach Jerusalem gegen die Jebusiter, die im Land wohnten. Die aber sprachen zu David und sagten: Du wirst hier nicht hereinkommen." Und jetzt steht noch etwas Interessantes hier, was bei den Chroniken nicht stand: "Sondern die Blinden und die Lamen werden dich vertreiben." Wir brauchen nicht mal eine Armee, sondern die Blinden von Jebus und die Lamen von Jebus werden dich, David, vertreiben. Denn sie dachten, David kann nicht hier hereinkommen. Das ist nicht möglich. Jebus war der letzte Anhaltspunkt, der letzte Rückzugspunkt für die Heiden im Land Israel. Vers 7: "Aber David nahm die Burg Zion ein. Das ist die Stadt Davids." Und Vers 8: "Und David sprach an jenem Tag: Wer die Jebusiter schlägt und die Wasserleitung erreicht und die Lamen und Blinden, denen die Seele Davids Feind ist, dem wird eine Belohnung zuteil." Daher sagt man, es darf kein Blinder oder Lamer ins Haus kommen. Übrigens, David war nicht feindlich gegen Lahme und Blinde. Später hat er selbst einen lahmen Verwandten an seinem Tisch ernährt. Nicht, dass der Eindruck entsteht, er hatte was gegen lahme Menschen. Aber wir werden gleich später zurückkommen, warum das eine interessante Bedeutung ist.

[15:17] Und dann sagt uns die Bibel, dass David für einen gewissen Zeitraum in Jerusalem regiert hat. Weiß das jemand, wie lange? Wie lange David in Jerusalem regiert hat? Die Bibel sagt in Vers 5. In Vers 5 steht: "In Hebron regierte er über Juden sieben Jahre und sechs Monate. Aber in Jerusalem regierte er über ganz Israel und Juden. Wie lange? 33 Jahre." Wow. Er regierte 33 Jahre in Jerusalem. Wir merken uns das alles, okay? Alles, was wir bisher gesagt haben, merken wir uns, und wir werden später darauf zurückkommen. 33 Jahre in Jerusalem. Und Jerusalem heißt übersetzt, wahrscheinlich was mit Frieden, oder? Wenn schon Salem Frieden hieß. Jerusalem heißt jetzt übersetzt: das Fundament des Friedens. Das heißt, die Idee ist, da gab es mal ein kleines, unschuldiges Salem. Es war der Ort des Friedens. Dann wurde der Frieden zertreten. Aus Salem wurde Jebus. Und als der liebende König David kommt, die Stadt erobert, wird aus Jebus das Fundament des Friedens.

[16:32] Jetzt, wenn man ein Fundament hat, was möchte man auf einem Fundament tun? Ein Haus bauen, nicht wahr? Auf einem Fundament möchte man ein Haus bauen. Und wollte David ein Haus bauen in Jerusalem? Er wollte den Tempel bauen. Aber das wollte nicht mehr er tun, sondern wer? Sein Sohn, der Sohn Davids. Und der Sohn Davids hieß Salomo. Und Salomo hat wieder etwas zu tun mit Shalom. Es heißt nämlich friedlich. Friedlich. Wir lesen gemeinsam in 2. Chronik 3, Vers 1.

[17:01] In 2. Chronik 3 und dort Vers 1. "Der Sohn Davids jetzt, Salomo. 2. Chronik 3, Vers 1. Und Salomo fing an, das Haus des Herrn zu bauen in Jerusalem." Und jetzt hoffentlich stockt Ihnen allen der Atem. Auf welchem Berg? Auf dem Berg Moria. Wo haben wir den Berg Moria schon mal gehört? Bei Abraham. Genau bei der Geschichte, als Abraham seinen Sohn opfern sollte. Als wir gesehen haben, dass das ein Hinweis war auf das, was Jesus für uns tun sollte, nicht wahr? Die Kreuzigung. Als er seinen Sohn zu einem Brandopfer geben sollte. Genau auf diesem Berg stand Salem. Auf diesem Berg stand Jebus. Und auf diesem Berg stand dann Jerusalem.

[17:59] Nun, Salomo baut den Tempel. Und wir lesen in Psalm 76, Vers 2. Was das bedeutet. In Psalm 76, Vers 2. Das sind dann die Lieder. Die Psalmen sind die Lieder für das Heiligtum. Es sind die Lieder, die in Jerusalem gesungen wurden. Und schauen wir mal, wie jetzt, hier in Psalm 76. Hier in Psalm 76. Und schauen wir mal, wie jetzt, hier in Psalm 76. Jerusalem genannt wird. Weil dort der Tempel steht. In Psalm 76. Und dort Vers 1 und 2 heißt es. Vers 2 heißt es: "Gott ist in Juda bekannt. Sein Name ist groß in Israel." Vers 3: "In Salem ist sein Zelt und seine Wohnung in Zion." In Salem ist sein Zelt. Das heißt, obwohl die Stadt jetzt Jerusalem hieß, war sie durch das, was durch den Tempel passiert ist, dass dort der Tempel stand, hat sie ihre ursprüngliche Bedeutung, Salem, wieder zurückgewonnen. Der Frieden, der ursprünglich mal da gewesen war, war zurückgekehrt, weil David die Stadt erobert hatte und sein Sohn, Salomo der Friedliche, den Tempel gebaut hat, mit all den Opferaltern, mit dem Opferaltar und mit all den Dingen, die zum Tempel dazugehört haben. Und Gott hatte einen Plan mit dieser Stadt, Jerusalem.

[19:32] Wir wollen diesen Plan uns kurz gemeinsam betrachten. In Psalm 102 wird uns etwas von diesem Plan deutlich gemacht. In Psalm 102. Und dort Vers 20 bis 23. Psalm 102, Vers 20 bis 23. Dort heißt es: "Denn er hat herabgeschaut von der Höhe seines Heiligtums. Der Herr hat vom Himmel zur Erde geblickt, um zu hören das Seufzen der Gefangenen und loszumachen, die dem Tod geweiht sind, damit sie den Namen des Herrn verkündigen, Zion, und sein Lob in Jerusalem. Wenn die Völker sich versammeln allesamt und die Königreiche, um dem Herrn zu dienen." Der Plan Gottes mit Jerusalem war, dass Jerusalem zu einem Zentrum der Anbetung Gottes wird, für die ganze Welt. Dass alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen zusammenkommen, um nach Jerusalem zu kommen, wenn in Jerusalem das Wort Gottes verkündigt wird. Es sollte zu einem Zentrum werden für das Wort Gottes. Übrigens, das Wort Zion meint so viel wie der Pfeiler, das Wegzeichen, der Titel, das Zeichen, das eine bestimmte Richtung weist und sagt: Da geht es lang. Das sollte Jerusalem sein. Zion, das Wegzeichen, der Pfeiler, an dem sich alle stützen können. Das sollte Jerusalem sein. Das Zentrum der Welt.

[21:13] Jahrhundertelang kamen Israeliten Jahr für Jahr nach Jerusalem. Immer wenn sie nach Jerusalem gingen, egal ob sie von Norden oder Süden, ob sie vom Mittelmeer kamen oder vom Ostjordanland, immer wenn sie kamen, sangen sie Wallfahrtslieder. Je näher sie Jerusalem kamen, umso herrlicher war das. Eines dieser Wallfahrtslieder ist geschrieben in Psalm 122. Man könnte sich vorstellen, wie Tausende von Israeliten Jerusalem nähern, wie in einem Sternenzug von allen Seiten. Sie singen und loben, preisen und beten und freuen sich darauf, zu diesem Zentrum zu kommen, zu diesem Berg Moria, dem Berg Zion, dort, wo Gott seine Stadt hat. Die Bibel sagt, wo Gott seinen Namen niedergelegt hat. Jerusalem. In Psalm 122. Ich werde es nicht singen, weil die Noten nicht angegeben sind. Aber ihr könnt euch vorstellen, wie das gesungen wurde, von Hunderten, von Tausenden, von Zehntausenden von Gläubigen. "Ich freue mich an denen, die zu mir sagen: Nun stehen unsere Füße in deinen Toren, Jerusalem. Jerusalem, du bist gebaut als eine festgefügte Stadt, wohin die Stämme hinaufziehen. Die Stämme des Herrn, ein Zeugnis für Israel, um zu preisen den Namen des Herrn. Denn dort sind Throne zum Gericht aufgestellt, die Throne des Hauses David. Bittet für den Frieden Jerusalems." Jerusalem heißt nochmal was? Fundament des Friedens. "Es soll denen wohlgehen, die dich lieben. Friede sei in deinen Mauern und sichere Ruhe in deinen Palästen. Um meiner Brüder und Freunde willen sage ich: Friede sei in dir. Um des Hauses des Herrn, unseres Gottes willen, will ich dein Bestes suchen." Immer und immer wieder kommt dieses Thema: Friede, Friede, Friede. Inmitten einer Welt des Kampfes und des Krieges und des Konfliktes sollte Jerusalem ein Zentrum sein für den Frieden, für den Frieden mit Gott. Ein Zentrum.

[23:14] Jahrhundertelang kamen Menschen nach Jerusalem und haben das gesucht. Aber einige Jahrhunderte nach David lesen wir eine ernüchternde Beschreibung im Buch Zweite Chronik. Zweite Chronik 33.

[23:39] Zweite Chronik 33, Vers 1 bis 9. Wieder haben wir einen König. Manasse. Sein Name bedeutet "der Vergessenmacht". Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 55 Jahre lang in Jerusalem. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, nach den Gräueln der Heidenvölker, der Nationen, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte. Er war König in Jerusalem. Welche Nation hatte der Herr vertrieben aus Jerusalem? Die Jebusiter, nicht wahr? Und er tat genau das, was die Jebusiter vorher getan hatten. Er war König in Jerusalem, aber er tat so wie die Jebusiter. Es heißt in Vers 3: "Er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia abgebrochen hatte. Und er errichtete den Baal-Altäre und machte Aschera-Standbilder und betete das ganze Heer des Himmels an, Sonne, Mond und alle Sterne, und diente ihnen. Er baute auch Altäre im Haus des Herrn, von dem der Herr gesagt hatte: In Jerusalem soll mein Name ewiglich sein. Und er baute dem ganzen Heer des Himmels Altäre in den beiden Vorhöfen am Haus des Herrn. Er ließ auch seine Söhne durchs Feuer gehen im Tal des Sohnes Hinnoms." Wissen wir, was das heißt, er ließ seine Söhne durchs Feuer gehen? Das ist ein etwas poetischer Ausdruck dafür, dass er Tempelprostituierte angestellt hat, die Kinder gebären sollten für den einen Zweck, dass sie im Feuer verbrannt werden, nämlich den Baal- und den Aschera-Götzen. Das bedeutet, er ließ seine Kinder durchs Feuer gehen. Denn die Götzen brauchten ja, so war die heidnische Religion, Menschenopfer, und um diese Menschenopfer befriedigen zu können, hat man Prostituierte angestellt, die dann die Kinder gezeugt haben, die dann verbrannt wurden. In Jerusalem, im Tempel. Es heißt weiter: "Und er trieb Zeichendeuterei, Zauberei und Beschwörung und hielt Geisterbefrager und Wahrsager, und er tat vieles, was böse ist, in den Augen des Herrn, um ihn herauszufordern. Er setzte auch das Götzenbild, das er machen ließ, in das Haus Gottes, von dem Gott zu David und seinem Sohn Salomo gesagt hatte: In dieses Haus und nach Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meine Namen wohnen lassen ewiglich." Gott hat ja gesagt, nicht nur, dass diese Stadt eine besondere Stadt war, weil sie jahrhundertelang von den Heiden besetzt gewesen blieb. Gott hat gesagt: Gerade weil diese Stadt so besonders ist, weil sie als letzte erobert wurde, soll diese Stadt meine Stadt sein, und hier soll sie besonders auserwählt sein, von allen Nationen sonst, von allen Völkern sonst. Selbst von allen anderen Stämmen Israels soll das die auserwählte Stadt sein, und genau hier baute er seine Götzenbilder auf. "Und ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Land vertreiben", dass ich ihren Vätern bestimmt habe, Vers 9, 8. "Wenn sie nur darauf achten, alles zu tun, was ich ihnen geboten habe, in dem ganzen Gesetz, in den Satzungen und Rechten durch Mose. Aber Manasse, Vers 9, verführte Juden und die Einwohner von Jerusalem, so dass sie, was steht bei ihnen, bei uns, schlimmeres taten als die Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertilgt hatte."

[27:01] Gott hat ein Problem. Da war die Stadt Salem, Frieden. Dann kamen die Heiden und machten aus Salem Jebus. Und Gott befreite Jebus, machte aus Jebus wieder Jerusalem und baute sein Altar dort auf, sein Tempel, und gab diese Stadt seinem Volk. Doch sein Volk treibt es noch schlimmer als die Jebusiter. Jetzt, wenn Gott gerecht und fair ist, was muss er tun? Wenn er die Jebusiter wegen all dieser Gräuel ausgetrieben hat aus Jerusalem, aus Jebus, was muss er tun? Er muss das Gleiche tun. Lesen wir gemeinsam, was er tat.

[27:50] Er sendet einen Propheten nach dem anderen. Und er sagt, Jesaja 1. Gott ist besorgt, denn Gott hatte einen Plan mit Jerusalem. Gottes Plan war ganz anders. So setzt er einen Propheten nach dem anderen auf den Plan, um die Stadt wieder zur Umkehr zu bringen. "Dies ist die Offenbarung, die Jesaja, der Sohn des Amos, der Sohn des Amos, der Sohn des Amos und des Kias." Jetzt sagt er einige Dinge. Wir haben es schon beim Thema Ariel gehört. Wir wollen uns einen Punkt anschauen. "Ihr Fürsten von Sodom, nehmt zu Ohren das Gesetz unseres Gottes, du Volk von Gomorra. Was soll mir die Menge eurer Schlachtopfer? Ihr verlangt mir, dass ihr meine Vorhöfe zertretet." Was heißt zertretet? Jebus. Ihr spielt zwar Gottesdienst, aber durch euren Götzendienst macht ihr buchstäblich aus Jerusalem wieder Jebus. Ihr zertretet mein Heiligtum. Genau das, was die Kanaaniter auch gemacht hat. Ihr zertretet den Namen von Jerusalem. Ihr habt noch den Namen von Jerusalem, aber in den Taten seid ihr wie die Heiden. In Wirklichkeit seid ihr noch schlimmer. Ihr zertretet Jebus.

[29:36] Jesaja 5 sagt uns: "Ich will doch singen von meinem Geliebten. Jesus zertrete Jerusalem. Er zersäuberte ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit edlen Reben. Mitten darin baute er einen Turm und hieb eine Kelter aus. Er hoffte, dass er gute Trauben brächte. Aber er trug schlechte." Gott beschreibt sich als jemand, der einen Weinberg hat. Wir alle haben einen Weinberg gesehen, oder? Ich habe eine Kelter gehabt, habe die Steine entfernt, habe die Reben gepflanzt. Und ich hatte gehofft, dass etwas Gutes entsteht. Aber es kam nur Schlechtes daraus. Vers 4, Vers 3: "Nun, ihr Bürger von Jerusalem und ihr Männer von Juda, sprecht recht zwischen mir und meinem Weinberg. Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, das ich nicht getan habe? Warum hoffte ich, dass er gute Trauben brächte? Aber er trug nur schlechte. Warum habe ich das gehofft?" Vers 5: "Nun will ich euch aber verkünden, was ich mit meinem Weinberg tun will. Ich will seinen Zaun wegschaffen, damit er abgeweidet wird. Und die Mauer einreißen, damit er zertreten wird."

[31:03] Wir haben bereits vor drei Tagen in Jesaja 29 gelesen, Vers 1. In der Zeit, in der Gott eine ähnliche Botschaft hat, wähl dir, Ariel, Ariel. Es ist genau diese Zeit, wo er das spricht. Wähl dir, Ariel, Ariel. Ariel heißt nochmal was? Weiß das jemand noch? Ariel ist der Altar. Können wir uns erinnern? Der Gottesaltar. Der Herd. Jerusalem war auf dem Berg Moria gebaut. Und dort hat er das Brandopfer gefordert. Von Isaak. Ariel, Ariel.

[31:42] In Jeremia 13. In Jeremia 13 und dort Vers 27. Jeremia 13 und dort Vers 27. Dort steht ganz am Ende des Verses eine fast verzweifelte Aussage von Gott. Jeremia 13, Vers 27. Fast am Ende. Dort heißt es: "Wähl dir Jerusalem. Willst du denn nicht rein werden? Wie lange geht es noch so?" Gott hat seit Jahrhunderten Geduld mit dieser Stadt. Wähl dir Jerusalem. Wie lange noch? Willst du nicht rein werden? Gott hat diese Frage schon immer wieder gehabt. Willst du nicht rein werden? Wie lange geht es noch so? Und Gott weiß, eigentlich müsste diese Stadt schon längst vernichtet haben. Aber da gibt es etwas an Gott. Es gibt etwas an Gott, was ihn daran gehindert hat. Wisst ihr was? Es gibt etwas an Gott, was ihn daran gehindert hat, einfach die Stadt dem Erdboden gleich zu machen.

[32:50] Schauen wir einmal gemeinsam in Hosea 11. Hosea 11. Hosea 11, Vers 7-9. "Mein Volk hält am Abfall von mir fest. Ruft man es nach oben, so erhebt sich gar niemand." Gott sagt, wenn man einen Aufruf macht und sagt: "Wer von euch, liebes Volk in Jerusalem, wer von euch möchte sich aufhören zu schütteln? Wer von euch möchte sich aufhören zu schütteln?" Sagen alle dieser Botschaften. Gott sagt: "All das auf den Herrn berufen. Wer von euch möchte zum Herrn umkehren? Wer möchte für den Herrn aufstehen?" Es erhebt sich niemand. Wenn ein Prophet kommt und sagt: "Wer möchte zu Gott umkehren?" Die gucken alle. Keine Reaktion. Gott versucht es seit Jahrhunderten, mit einem Propheten. Alle Propheten kommen und bringen die gleichen Botschaften. Es gibt keine Reaktion. Alles wird vernichtet. Dann sagt er etwas, was mich bewegt hat: "Wie könnte ich dich da hingeben, Ephraim? Wie könnte ich dich preisgeben, Israel? Wie könnte ich dich behandeln wie Adama?" Weiß jemand, welche Städte Adama und Zeboim sind? Wo Adama und Zeboim gelegen haben? Adama und Zeboim waren Nachbarstädte von Sodom und Gomorra. Die sind schon bekannt, oder? Sodom und Gomorra sind vernichtet worden durch Feuer. Und Adama und Zeboim sind auch durch Feuer vernichtet worden. Er hat sogar Israel manchmal genannt: "Ihr Führer von Sodom, ihr Führer von Gomorra", nicht wahr? Und er sagt: "Eigentlich müsstet ihr euch mit euch genau das Gleiche tun, wie in der Gegend von Sodom und Gomorra. Aber wie kann ich nur? Wie könnte ich euch hingeben? Wie könnte ich euch aufgeben? Wie soll ich euch nur loslassen?" Er sagt weiter in Vers 8: "Mein Herz sträubt sich dagegen. Mein ganzes Mitleid ist erregt." Gott sagt: "Eigentlich müsst ich euch da hingeben. Aber ich kann nicht, weil ich euch so sehr liebe. Weil ich euch so sehr liebe. Innerlich kämpfe ich dagegen an, meine eigene Gerechtigkeit auszuführen. Mein Herz sträubt sich dagegen."

[35:21] Ich habe doch so viel für dich getan. Jerusalem. Für dich. Jerusalem. Übrigens, mit der Zeit gab es dann einige, die in Jerusalem treu geblieben sind. In Jesaja 4 und dort Vers 3.

[35:50] Heißt es, in Jesaja 4, Vers 3: "Und es wird geschehen, jeder übrig gebliebene Zion und jeder übrig gelassene Jerusalem wird heilig genannt werden. Jeder, der zum Leben eingeschrieben ist in Jerusalem." Es gab Menschen, die sind übrig geblieben. Und die Menschen, die sind übergeben worden. Ich sage, das ist recht. Aber es gab nur wenige, die zum Leben eingeschrieben waren. Menschen, die Gott treu geblieben sind. Aber es waren nur wenige. Es gab nur wenige, die zum Leben eingeschrieben waren. Die Stadt, die einmal die Stadt des Friedens gewesen war und dann wieder von Gott erobert worden war, als das Fundament des Friedens.

[36:40] In 2. Chronik 36, ab Vers 11. Das letzte Kapitel im Buch der Chroniken. Eines der traurigsten überhaupt. 2. Chronik 36, ab Vers 11. "Zedekia war 21 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 11 Jahre lang in Jerusalem. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, seines Gottes. Und er demütigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, der aus dem Mund des Herrn zu ihm redete." Gott sandte seine Propheten immer und immer und immer wieder. Und er demütigte sich nicht. Vers 13: "Dazu fiel er ab von dem König Nebukadnezar, der einen Eid bei Gott von ihm genommen hatte und wurde halsstarrig und verstockte sein Herz, sodass er nicht zu dem Herrn, dem Gott Israels, umkehren wollte." Er wollte einfach nichts. Wo kennen wir den Ausdruck her? Er verstockte sein Herz? Vom Pharao. Und das Schicksal des Pharaos ist bekannt, oder? Vers 14: "Auch alle Obersten der Priester samt dem Volk versündigten sich schwer nach allen Gräueln der Heiden und verunreinigten das Haus des Herrn, das er geheiligt hatte in Jerusalem. Und der Herr, der Gott ihrer Väter, sandte ihnen seine Boten, indem er sich früh aufmachte und sie immer wieder sandte." Gott hat nicht erst lange zugesehen, sondern als die ersten Anzeichen von Abfall waren, die ersten Anzeichen von Gottesdienst, hat er sofort seine Propheten gesandt und immer wieder, und immer wieder, und immer wieder, und immer wieder, immer wieder, früh sich aufmachte und sie immer wieder sandte, denn er hatte Erbarmen mit seinem Volk und seiner Wohnung. Vers 16: "Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verlachten seine Propheten, bis der Zorn des Herrn über sein Volk so hochstieg." Was sagt die Bibel? Gott ist schnell zur Gnade und langsam zum Zorn. Langsam über Jahrhunderte stieg der Zorn. Bis zu dem Punkt, wie es hier heißt, dass keine Heilung mehr möglich war. Bis zu dem Zeitpunkt, wo nichts mehr geholfen hat. Keine prophetische Botschaft dieser Welt hätte noch irgendetwas bewirken können.

[39:02] Wie ist es, wenn man den Punkt erreicht, wo einem niemand mehr helfen kann? Wo selbst Gott sagt: Ich kann nichts mehr für dich tun. Du willst es einfach nicht. Du hast dich zu 100% verschlossen. Da ist keine einzige Seite, die noch irgendwie zurückschwingt, wenn ich dir was sage. Keine einzige Antwort mehr. Nur noch kaltes, starres Haar. Halsstarriges Nein. Gott sagt: Ich weiß nicht, was ich tun kann. Ich würde so gern dir helfen. Mein Herz sträubt sich dagegen, dich loszulassen. Aber du willst es einfach nicht. Du willst es einfach nicht.

[39:42] Die Babylonier kommen, Vers 17. "Da ließ er den König der Chaldäer gegen sie heraufziehen. Der tötete ihre Jungmannschaft mit dem Schwert. Im Haus ihres Heiligtums verschonte weder junge Männer noch junge Frauen, weder Alte noch Hochbetagte. Alle gab er in seine Hand. Und alle Geräte des Hauses Gottes, die großen und die kleinen, und die Schätze des Hauses des Herrn und die Schätze des Königs und seiner Fürsten, alles ließ er nach Babel führen. Und sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer von Jerusalem nieder und verbrannten alle ihre Paläste mit Feuer, sodass alle ihre kostbaren Geräte zugrunde gingen." Wie sind Adama und Zeboim, wie sind Sodom und Gomorra zerstört worden? Mit Feuer. Wie ist Jerusalem zerstört worden? Mit Feuer. Gott liebt Jerusalem bis an den letztmöglichen Punkt. Aber auch dann war er gerecht. Dann war er gerecht.

[40:41] Vers 20: "Den Überrest derer aber, die dem Schwert entkommen waren, führte er nach Babel hinweg. Und sie wurden ihm und seinen Söhnen als Knechte dienstbar, bis das Königreich der Perser zur Herrschaft kam." Vers 21: "So wurde das Wort des Herrn durch den Mund Jeremias erfüllt: Bis das Land seine Sabbate gefeiert hat. Soll es ruhen, solange die Verwüstung währt, bis siebzig Jahre vollendet sind." Dort an dem Ort, wo früher einmal Salem stand und dann Jebus und dann Jerusalem ist jetzt für siebzig Jahre lang was? Wüste.

[41:24] Und dann passiert etwas. In Daniel 9, ungefähr nach Ablauf der neunzig Jahre, der siebzig Jahre Verzeihung natürlich, Daniel 9. Da gibt es einen Propheten, der heißt übrigens Daniel. Und er fragt: Was soll jetzt passieren mit Jerusalem? Mit dieser Stadt, in der mal dein Name gewesen ist, Gott, die mal deinen Charakter ausdrücken sollte.

[41:57] Vers 2: "Im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des Herrn an den Propheten Jeremias ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in Gott in siebzig Jahren vollendet sein sollte." Vers 3: "Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen, mit Gebet und Flehen, mit Fasten, in Sacktuch und in der Asche. Ich betete aber zu dem Herrn und sprach: Gott, mein Gott, und ich bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren. Wir haben gesündigt und haben Unrecht getan und gesetzlos gehandelt." Und er zählt dir das alles auf, man kann es zu Hause nachlesen. Er beschreibt schonungslos, was im Volk Israel passiert ist. Schonungslos, was in Jerusalem passiert ist. Vers 12 zum Beispiel: "Und so hat er seine Worte ausgeführt, die er gegen uns und unsere Herrscher, die über uns regierten, ausgesprochen hat, dass er großes Unheil über uns bringen wolle, wie es unter dem ganzen Himmel noch nirgends vorgekommen und wie es nun wirklich an Jerusalem geschehen ist."

[43:02] Aber dann sagt er in Vers 15: "Nun aber, Herr, die siebzig Jahre sind vorbei. Die siebzig Jahre sind vorbei. Nun aber, Herr, unser Gott, der du dein Volk mit starker Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast und dir einen Namen gemacht hast, bis zum heutigen Tag. Wir haben gesündigt, wir haben gottlos gehandelt. O Herr, lass doch um all deiner Gerechtigkeit willen deinen Zorn und Grimm sich abwenden von deiner Stadt Jerusalem, von deinem heiligen Berg. Denn wegen unserer Sünden und Ermissetaten unserer Väter ist Jerusalem und dein Volk allen seinen Nachbarn zum Gespött geworden. So höre nun, unser Gott, auf das Gebet deines Knechtes und auf sein Flehen und lass dein Angesicht leuchten über dein verwüstetes Heiligtum um des Herrn willen. Neige dein Ohr, mein Gott, und höre, tue deine Augen auf und sieh unsere Verwüstung und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist."

[43:53] Jerusalem soll den Namen, den Charakter Gottes ausdrücken. Und Daniel sagt: "All deine Gerichte waren gerecht, aber denk dran, du hattest einen Plan mit Jerusalem. Du hattest einen Plan. Und solange dieser Plan nicht ausgeführt wird, werden die Heiden uns immer verlachen. Denn nicht um unsere eigene Gerechtigkeit willen bringen wir unsere Bitten vor dich, sondern um deine großen Barmherzigkeit willen. Herr, höre, Herr, vergib, Herr, achte darauf und handle und zögere nicht um deiner selbst willen, mein Gott. Denn nach deinem Namen ist deine Stadt und dein Volk genannt." Schon mal in so einem Gebet gesprochen: Herr, höre, Herr, vergib, Herr, zögere nicht. Die 70 Jahre sind abgelaufen, und Gott hat eine Botschaft an sein Volk. Eine Botschaft des Trostes.

[44:45] Lesen wir gemeinsam in Jesaja 40. Gott hat eine Botschaft an Jerusalem. Jesaja 40, ab Vers 1. "Tröstet, tröstet, mein Volk, spricht euer Gott. Tröstet, mein Volk. Redet zum Herzen Jerusalems und ruft ihr zu, dass ihr Dienst vollendet, dass ihre Schuld abgetragen ist, denn sie hat von der Hand des Herrn zweifaches empfangen für all ihre Sünden. Die Stimme eines Rufenden ertönt: In der Wüste bereitet dem Weg des Herrn, ebnet in der Steppe eine Straße für uns und unseren Gott. Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden. Was uneben ist, soll gerade werden und was hügelig ist, zur Ebene. Warum? Weil alles Fleisch ist Gras. Und die Herrlichkeit des Herrn wird sich offenbaren und alles Fleisch miteinander wird sie sehen, denn der Mund des Herrn hat es geredet." Er spricht seine Stimme, verkündige. Und er sprach: Was soll ich verkündigen? "Alles Fleisch ist Gras und alle seine Anmut wie die Blume des Feldes. Das Gras ist dürr, die Blume fällt ab, denn der Hauch des Herrn hat sie angeweht." Vergänglich, das Volk ist Gras. Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit. Der Trost besteht darin, dass das Wort Gottes zu Jerusalem kommt. Das Wort Gottes soll zu Jerusalem kommen.

[46:20] "Tröstet mein Volk." Die Stimme eines Rufenden macht die Wege breit, macht das hügelige Gras, räumt alles weg, räumt den Schutz weg. Das Wort Gottes kommt. Vers 9: "Steige auf einen hohen Berg, o Zion, die du frohe Botschaft, frohe Botschaft auf Griechisch, die du Evangelium verkündigst. Mach den Weg bereit, Jerusalem, warte, er kommt. Das Wort Gottes kommt zu dir. Steige auf einen hohen Berg, o Zion, die du frohe Botschaft verkündigst. Erhebe deine Stimme mit Macht, o Jerusalem, die du frohe Botschaft verkündigst. Erhebe sie, fürchte dich nicht. Sage den Städten Judas: Sieh, da ist euer Gott. Der Gott selbst kommt. Jerusalem, Gott kommt. Mach den Weg gerade." Wenn ein König in eine Stadt kam, waren Menschen damit beschäftigt, den ganzen Weg gerade zu machen. Jeder Hügel wurde eingeebnet, jede Kuhle wurde aufgeschüttet, damit ein gerader Weg ist, damit, wenn der König kommt, er einen geraden Weg vor sich findet. Die Botschaft nach den 70 Jahren an Jerusalem, nach all dem, was passiert ist, nach den Jahrhunderten des Götzendienstes: Jetzt bereitet euch vor. Gott wird euch alles vergeben, Gott wird euch heilen. Bereitet euch vor, die Stimme eines Rufenden in der Wüste, das Wort Gottes. Er kommt, euer Gott, er kommt, er kommt.

[47:43] Vers 11: "Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Die Lämmer wird er in seinem Arm nehmen und im Bausch seines Gewandes tragen. Die Mutterschafe wird er sorgsam führen." Mach dich bereit, Jerusalem, dein König kommt. Mach dich bereit, bereite dich vor. Das Wort Gottes kommt zu dir, das in Ewigkeit bleibt.

[48:09] Der Hirte macht sich auf den Weg. Daniel, der dieses Gebet spricht, das wir gerade gelesen haben, sagt sogar, wenn von dem Befehl, Jerusalem wieder aufzubauen, ihr weiterrechnet, und zwar 490 Jahre vorher, genau dann wird dieser König, dieser Mashiach, dieser Messias kommen. Jerusalem wird wieder aufgebaut, Stein auf Stein. Es ist ein harter Kampf mit den Heiden drumherum, Stein auf Stein. Es ist nicht mal so schön wie vorher, der Tempel ist kleiner, aber Stück für Stück bereitet man sich vor, der Messias kommt. Jahrzehntelang, jahrhundertelang zählen die Menschen vorwärts. 100 Jahre, 200 Jahre, 300 Jahre, 400 Jahre, 410, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90.

[49:00] Währenddessen erlebt ein unbekannter Fischer erstaunliche Dinge. So erstaunliche Dinge, dass er irgendwann ausruft: "Das Wort wurde Fleisch und wohnte mitten unter uns." Ein Fischer namens Johannes und andere Fischer mit ihm erleben einen Menschen, der genau nach 490 Jahren taufen lässt, zum Messias wird und tatsächlich das Wort Gottes ist, das Fleisch geworden ist, das jetzt nach Jerusalem kommt. Jesus Christus, der König der Welt, der Löser der Welt, macht sich bereit, zu seiner Stadt, nach Jerusalem zu kommen.

[49:48] Übrigens, was war die Reaktion von ganz Jerusalem, als die Sterndeuter aus dem Osten kamen zur Geburt von Jesus? Weiß das jemand? Die Bibel sagt explizit in Lukas 2: Ganz Jerusalem erschrak. Mit der Vorbereitung hat es nicht so gut geklappt. Aber jetzt, wo Jesus getauft war, nach den 490 Jahren, als sie zu Ende waren, als er von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf geht, da darf sich auch in Jerusalem jeder freuen, denn jetzt kommt der König, der das Volk tröstet. Und er kommt nach Jerusalem, ein halbes Jahr lang, nachdem sein Dienst begann, zum ersten Passafest. Wir finden das in Johannes 2.

[50:45] Johannes 2, Vers 13. "Und das Passah der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und er fand im Tempel die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Wechsler, die da saßen." Jesus kommt nach Jerusalem, aber sein Volk ist nicht wirklich bereit. Es heißt in Vers 14 und er fand in Vers 15: "Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern und den Wechslern verschüttete er das Geld und stieß die Tische um. Und zu den Taubenverkäufern sprach er: Schafft das weg von hier, macht euch das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus, zertretet nicht den Frieden von Jerusalem." Seine Jünger dachten aber daran, dass geschrieben steht: "Der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt." Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: "Hey, du da, du, was ist das für ein Zeichen? Was für ein Zeichen zeigst du uns, dass du dies tun darfst? Wer hat dir die Autorität gegeben? Wer bist du überhaupt? Weiß dich aus, wo ist dein Ausweis? Zeig uns ein Zeichen. Gib uns irgendeinen Hinweis, dass du eine Autorität hast. Warum tust du das?" Der Messias kommt nach Jerusalem, und die Obersten des Volkes, die, die am besten vorbereitet sein sollten, sagen: "Hey, Moment mal, wer bist du überhaupt? Weiß dich erst mal aus, zeig mal deinen Ausweis. Tu ein Zeichen, wir wissen nicht, wer du bist." Aber Gott hat Geduld. Jesus hat Geduld.

[52:13] Ein Jahr später kommt er erneut nach Jerusalem zum zweiten Passah. In Johannes 5. In Johannes 5, wir lesen nicht die ganze Geschichte. Dort wird beschrieben in Vers 5, Johannes 5, Vers 5: "Es war aber ein Mensch dort, der 38 Jahre in der Krankheit zugebracht hatte. Als Jesus diesen da liegen sah, erfuhr er, dass er schon so lange in diesem Zustand war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt. Wenn das Wasser bewegt wird, während ich aber selbst gehe, steigt ein anderer von mir hinab. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm deine Liegematte und geh umher. Und sogleich wurde der Mensch gesund, hob seine Liegematte auf und ging umher. Es war aber Sabbat an jenem Tag." Jesus kommt zum zweiten Mal zum zweiten Passah nach Jerusalem und er macht ein großes Wunder. Er heilt viele Menschen, die Welt ist voll davon. Aber was ist die Reaktion der Juden, als er zum zweiten Passah kommt? Vers 15 und 16: "Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbat getan hat."

[52:25] Der Messias kommt nach Jerusalem, und schon nach zwei Jahren wollen sie ihn töten. Jesus zieht sich etwas von Jerusalem zurück. Er geht mehr nach Galiläa, tut dort sein Werk. Aber auch nach drei Jahren hat sich die Situation nicht geändert. Wir lesen in Johannes 6. Zur Zeit des dritten Passah, nach drei Jahren.

[53:52] In Vers 60, Johannes 6, Vers 60: "Viele nun von seinen Jüngern, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede, wer kann sie hören?" Nicht nur die Obersten des Volkes, nicht nur die Pharisäer und Schriftgelehrten, mittlerweile seine eigenen Jünger sagen: "Jesus, du gehst zu weit. Nein, das können wir so nicht akzeptieren. Das ist zu hart, so kannst du das nicht sagen." Eine harte Rede. Und die Konsequenz in Vers 66: "Aus diesem Anlass zogen sich viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm." Im ersten Jahr, als er zum Passah kommt, Ablehnung. Im zweiten Jahr, als er zum Passah kommt, Mord, Komplott. Im dritten Jahr weigern sich immer mehr seine Jünger sogar, ihm zu folgen, bis ganz wenige, die Zwölf, übrig bleiben. Stück für Stück, Jahr für Jahr, wird der Widerstand gegen Jesus immer größer und größer und größer, und zwar in Jerusalem.

[54:48] Und Jesus sagt jetzt ein spannendes Gleichnis zu seinen Jüngern. In Lukas 13, Vers 6.

[55:03] Und er sagte dieses Gleichnis: "Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war in seinem, wo gepflanzt? In seinem Weinberg." Jetzt, Gott hatte Jerusalem verglichen mit einem Weinberg, können wir uns erinnern? "Ich habe einen Weinberg gepflanzt, ich habe eine Kelter ausgehauen, ich habe einen Turm gebaut, was hätte ich noch tun sollen in Jerusalem? Ich dachte, es gibt gute Beeren." Und dann sagt er: "Es war ein Mann, der hatte einen Weinberg und mitten in dem Weinberg einen Feigenbaum. Und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. Siehe, da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Hau ihn ab. Warum macht er das Land unnütz?" Jesus kam zum ersten Passah und suchte Frucht. Und was fand er? Keine Frucht. Er kam zum zweiten Passah, zum zweiten Jahr, und dachte, vielleicht kann ich jemanden annehmen, vielleicht hat das Volk sich bekehrt. Keine Frucht. Er kommt zum dritten Passah, und das Volk in Jerusalem bringt immer noch keine Frucht. Eigentlich müsste er es abhauen. Eigentlich müsste der Feigenbaum abgehauen werden, aber da ist etwas am Wesen Gottes, nicht wahr? "Wie soll ich dich aufgeben? Wie soll ich dich nur aufgeben? Mein Herz sträubt sich dagegen." Und so heißt es im Gleichnis: "Er antwortet und spricht zu ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich ihn umgegraben habe und Dünger gelegt habe, oder ob er vielleicht doch noch Frucht bringt." Gib mir noch ein Jahr. Vielleicht im vierten Jahr, da wird der Feigenbaum Frucht bringen, oder? Vielleicht im vierten Jahr. Gib mir noch ein Jahr. Gott dem Vater: Gib mir noch ein Jahr mit Jerusalem. Im ersten Jahr haben sie mich abgelehnt, im zweiten Jahr haben sie mich abgelehnt, im dritten Jahr, es wird immer schlimmer. Aber ich kann sie nicht aufgeben, ich kann Jerusalem nicht aufgeben, es ist meine Stadt, mein Name ist dort gelegt. Gib mir noch ein Jahr, noch eine Chance.

[57:05] Jesus kommt zum vierten Passah. Im vierten Jahr. Lukas 18, Vers 31 bis 34 beschreibt.

[57:22] Vorher warnte seine Jünger und sagt Folgendes. Lukas 18, Vers 31 bis 34: "Er nahm aber die Zwölf zu sich und sprach zu ihnen: Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles erfüllt werden, was durch die Propheten über den Sohn des Menschen geschrieben ist. Denn er wird den Heiden ausgeliefert, verspottet und misshandelt und angespuckt werden, und sie werden ihn geißeln und töten, und am dritten Tag wird er wiederauferstehen." Ist das deutlich oder ist das sehr symbolisch gesagt? Es ist sehr deutlich, oder? Was sagt der nächste Vers? "Und sie verstanden nichts davon, und dieses Wort war ihnen zu geheimnisvoll, und sie begriffen das Gesagte nicht." Da fragt man sich ein bisschen, wie die Jungen drauf gewesen sind, oder? Viel deutlicher kann man es nicht sagen, aber für sie war das völlig unverständlich. Aber Jesus wusste genau, was passieren wird. Das vierte Passah rückt an. Das vierte Passah.

[58:14] Lukas 19, Vers 28 bis 40 beschreibt, wie ein Esel Fohlen vorbereitet wird, wie es typisch war für einen Königseinzug. Und Jesus zieht als König ein. Begleitet von einer riesigen Menge zieht er durch die Tore ein, durch die schon der König David eingezogen war, 1000 Jahre vorher, in die Stadt Jerusalem. Vers 38: "Und sie sprachen: Gepriesen sei der König, der kommt im Namen des Herrn! Friede im Himmel und Ehre in der Höhe!" Und etliche der Pharisäer und der Volksmenge sprachen zu ihm: "Meister, weise deine Jünger zurecht." Und er antwortete und sprach zu ihnen: "Ich sage euch, wenn diese schweigen sollten, dann würden die Steine schreien." Er kommt immer näher zur Stadt und immer näher zur Stadt, zieht hinein, und dann steht er dort auf dem Ölberg. Inmitten von einer jubelnden Menge, mit Palmenzweigen, die schreien und jubeln. Die Bibel sagt in Vers 41: "Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie." Er weint. Gib mir noch ein Jahr. Drei Jahre lang habe ich am Feigenbaum Frucht gesucht. Gib mir noch das eine Jahr, und das eine Jahr ist zu Ende. Und er sieht es, er sieht die Herzen der Pharisäer, er sieht die Herzen der Sadduzäer, er sieht die Herzen der Volksmenge. Er weiß genau, sie nehmen mich nicht an. In einigen Tagen werden sie mich kreuzigen. Er weinte.

[1:00:04] Wie soll ich dich aufgeben? Ich möchte dich nicht aufgeben, Jerusalem. Was soll ich tun? Jerusalem, was soll ich tun?

[1:00:17] Vers 42: "Wenn du auch doch erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, wenn du wüsstest, dass es noch die letzte Chance ist, jetzt noch, ich habe noch dieses eine Jahr mir erbeten, dieses vierte Jahr, wenn du jetzt es erkannt hättest, alles würde gut werden. Du könntest dich noch bekehren, Jerusalem, jetzt noch, wenn du es jetzt erkennen würdest, wenn du jetzt erkennen würdest, was zu deinem Frieden dient. Du nennst dich Jerusalem, Grundlage des Friedens. Deine Ursprünge sind in Salem im Frieden, aber du erkennst nicht, was dir den Frieden bringt, denn ich bin der Friedefürst. Und wenn ihr mich ablehnt, lehnt ihr den Frieden ab und dann bekommt ihr Krieg."

[1:01:06] Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen. So wie schon Ariel in der Ariel-Prophezeiung gesagt hat, ihr nennt es ein versiegeltes Buch. Und die ganze Prophezeiung, das ganze Alte Testament hatte davon gesprochen, dass Jesus kommen würde, aber es war vor ihren Augen verborgen. Sie sahen es nicht. Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufschütten, dich ringsum einschließen und von allen Seiten bedrängen werden.

[1:01:40] Matthäus, der sein Evangelium ganz besonders geschrieben hat, beschreibt in einer unbeschreiblichen Aufeinanderfolge von Gleichnissen, was passiert in diesen letzten Stunden. In Matthäus 21, und wir gehen da nur im Telegram-Stil durch, ich lade jeden Einzelnen ein, diese drei Kapitel, durch die wir jetzt nur hindurch sprinten, selbst mal ausführlich zu studieren. In Matthäus 21 und dort ab Vers 1 ist der Einzug Jesu nach Jerusalem. Dann folgt die Tempelreinigung. Erneut treibt er die Hohepriester und die Wechsler und die Geldverkäufer aus dem Tempel heraus und sagt: "Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden. Ihr habt daraus eine Räuberhöhle gemacht." Und bezieht sich auf ihre Mia. Und dann kommt er in Vers 18 zu einem Feigenbaum. Bekannt, ein Feigenbaum? Als er bei Frühlingsmorgen Vers 18 in die Stadt zurückkehrte, hatte er Hunger. Und als er einen einzelnen Feigenbaum am Weg sah, ging er zu ihm hin und fand nichts daran als nur Blätter. Da sprach er zu ihm: "Nun soll von dir keine Frucht mehr kommen in Ewigkeit." Und auf der Stelle verdorrte der Feigenbaum.

[1:03:05] In Vers 28 bis 32 beschreibt Jesus das Gleiche von zwei Söhnen. Der eine steht für die Heiden, die sagen: "Wir wollen dir nicht gehorchen", und gehorchen ihnen dann doch. Das andere steht für Jerusalem, die sagen: "Wir wollen dir gehorchen, wir nennen uns Jerusalem", aber sie tun es nicht. In Matthäus 21, Vers 33, dann Vers 33 bis 46, da spricht Jesus von einem Weinberg, so wie der Prophet Jesaja. Und von den Weingärtnern. Und er beschreibt, wie das Reich von den Weingärtnern weggenommen wird und einem anderen Volk gegeben wird.

[1:03:47] Und dann kommt er zu Matthäus 22, Vers 1. "Da begann Jesus und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete. Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen, aber sie wollten nicht kommen. Da sandte er nochmals andere Knechte und sprach: Sagt den Geladenen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit." Jesus kam als der Sohn und bereitete alles vor. Er starb auf Golgatha. Das Mastvieh war geschlachtet. Kommt, esst. Jesus sagt: Nehmt mein Fleisch und esst davon. Aber sie wollten nicht. Sie wollten nicht.

[1:04:40] "Sie achteten aber nicht darauf, sondern gingen hin, der eine auf seinen Acker, der andere zu seinem Gewerbe. Die übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie. Als der König das hörte, wurde er zornig, sandte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an." Jesus sah voraus, dass in wenigen Jahren Jerusalem noch einmal brennen würde. Noch einmal. Denn diesmal hatten sie nicht nur die Propheten verlacht, nicht nur die Propheten gesteinigt und getötet, sondern sogar den Sohn Gottes selbst.

[1:05:19] In Kapitel 23, und dort Vers 29. Matthäus 23, Vers 29. "Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen? Siehe, darum sende ich euch zu Propheten und Weisen und Schriftgelehrten. Und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen und etliche werdet ihr in euren Synagogen geißeln und sie verfolgen von einer Stadt zur anderen. Damit über euch alles gerechte Blut kommt, das auf Erden vergossen worden ist. Vom Blut Abels des Gerechten bis zum Blut des Zacharias, des Sohnes Bechaias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt. Wahrlich, ich sage euch, alles wird über dieses Geschlecht kommen." Jesus zitiert zwei Menschen. Er nennt zwei Menschen, die getötet worden sind. Abel im ersten Buch Mose und dann diesen Zacharias im zweiten Buch Chronik. Das zweite Buch Chronik war das letzte Buch im Alten Testament der Hebräer. Er sagt sozusagen: Vom ersten Buch der Bibel bis zum letzten Buch der Bibel habt ihr sie nur umgebracht, immer nur umgebracht, immer nur umgebracht. Alle Menschen, die für den wahren Gottesdienst, für Gott und für seine Wahrheit einstanden.

[1:06:52] Und dann sagt er über Jerusalem: "Jerusalem. Jerusalem, wie du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind. Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt. Aber ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden." Selbst Gott selbst konnte sie nicht retten. Das Wort Gottes, die beste Botschaft, die jemals an eine Stadt gegangen war, war: Gott kommt zu dir, Jerusalem. Und er kam, die ganze Liebe auf Erden. Und sie wollten nicht. Sie hassten ihn, sie töteten ihn, sie bespuckten ihn und kreuzigten ihn. Und Jesus steht dort auf dem Ölberg mit Tränen in den Augen und sagt: "Jerusalem, Jerusalem."

[1:08:05] Denn in Jerusalem sieht er das Schicksal einer ganzen Welt. Als Jerusalem gegründet wurde, hieß Jerusalem wie? Salem. Als die Welt gegründet war, war sie eine Welt voller Frieden. Es war ein Garten Eden. Wer war der König der Welt? Der König von Salem war Melchisedek, der König der Gerechtigkeit. Als die Welt noch im Frieden war, war Jesus Christus, der König der Gerechtigkeit, der König und Priester. Und Melchisedek hatte damals eine Hauptaktion. Seine Hauptaktion war: segnen. Und Jesus im Garten Eden, was tat er? Er segnete die Tiere, er segnete die Menschen, er segnete den Sabbat, er segnete.

[1:08:56] Doch aus Salem wurde Jebus zertreten. Aus der Welt des Friedens wurde eine Welt, in der Menschen sich gegenseitig treten durch die Sünde. Die Wahrheit wurde zertreten. Und als Strafe dafür sagt Gott übrigens dem Satan, der das alles angezettelt hat: Ich werde deinen Kopf zertreten. Zertreten.

[1:09:24] Und Jerusalem, Jebus, war für viele Jahrhunderte ein schwarzer Fleck, mitten in Israel, inmitten von israelitischen Städten. So war die Welt ein schwarzer Fleck, mitten im Universum. Inmitten all der ungefallenen Welten war dieser eine kleine Planet, hat sich geweigert gegen Gott. Alle anderen Städte in Israel waren für Israel, waren israelitische Städte. Aber diese eine Stadt hat sich geweigert. Du kommst hier nicht rein, David. Für 4000 Jahre war dieser Planet Erde der einzige Planet im ganzen Universum, der sich auf Satans Seite gestellt hat und gesagt hat: Gott, du kommst hier nicht rein. Du kommst hier nicht rein.

[1:10:10] Aber dann kam der König David, und David heißt liebevoll. Und David sagt: Ich erobere Jebus. Ich komme von innen. Jesus wurde Mensch. Er eroberte die Welt von innen. Wie lange regierte David in Jerusalem? 33 Jahre. Wie lange wanderte Jesus auf dieser Erde? 33 Jahre. Und er machte aus Jebus, Jerusalem, das Fundament des Friedens.

[1:10:49] Die Bibel sagt, dass Jesus ein Fundament gelegt hat. Schauen wir ganz kurz in Römer 5, Vers 1. Verzeihung, in 2. Korinther 3, Vers 11. 2. Korinther 3, Vers... 1. Korinther 3, Verzeihung. 1. Korinther 3, Vers 11. 1. Korinther 3, Vers 11, dort heißt es: "Einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Christus Jesus." Und was für einen Grund, was für ein Fundament hat er gelegt? Die Bibel sagt, er ist der Friedefürst. Er legt das Fundament des Friedens für die ganze Welt.

[1:11:36] Übrigens, als David die Stadt Jerusalem eingenommen hat, da durfte es zwei Dinge nicht mehr ins Haus kommen: Blinde und Lahme. Als Jesus die Welt eroberte, sagt er: Blinde und Lahme kommen in meinem Königreich nicht vor. Er hat sie alle geheilt. Alle Lahmen hat er geheilt. Blinde und Lahme kommen bei mir nicht vor. Er hat sie geliebt, aber er hat sie geheilt.

[1:11:55] Und auf dieses Fundament soll was gebaut werden? Auf das Fundament des Friedens, das David gebaut hatte, sollte was gebaut werden? Ein Tempel. Und was hat Jesus gewünscht, dass auf dieses Fundament, das er gelegt hat, das Fundament des Friedens, was sollte gebaut werden? Lesen wir in 1. Korinther 3 weiter. Vers 17: "Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr." Jesus kommt in die Welt, er erobert die Welt, legt das Fundament des Friedens und baut darauf seine Gemeinde.

[1:12:34] Wer hat damals den Tempel gebaut? Es war Salomo. Und Salomo war der Sohn Davids. Und der Sohn Davids steht auch für Jesus, denn er nennt sich selbst der Sohn Davids. Und der Sohn Davids steht auch für Jesus, denn er ist der Friedevolle, Salomo.

[1:12:50] Aber was passierte mit dem Tempel in Jerusalem? Sie trieben es schlimmer als die Heiden. Wir hatten gesehen, wie es heißt, sie zertraten die Vorhöfe des Herrn. Und was sagt die Bibel in der Offenbarung über die christliche Kirche? Offenbarung 11, Vers 2.

[1:13:23] Für alle diejenigen, die auf Light Channel TV umschauen, bitte schalten Sie um auf Entscheidung 21. Wir brauchen noch 5 Minuten. Offenbarung 11, Vers 2: "Aber den Vorhof, der außerhalb des Tempels ist, lass aus und miss ihn nicht, denn er ist den Heidenvölkern übergeben worden, und sie werden die heilige Stadt zertreten, 42 Monate lang." Das moderne, das geistliche Jerusalem, das gelegt worden ist, die Gemeinde, wird wieder zertreten durch heidnische Elemente. Und Gott ist verzweifelt über die Welt, von der er den Plan hatte, dass sie zum Mittelpunkt des ganzen Universums wird. Zum Punkt, wo alle ungefallenen Welten raufschauen und sagen: Wow, was Gott für sein Volk tun kann. Stattdessen kämpfen sie gegen die Wahrheit an.

[1:14:12] Jerusalem.

[1:14:24] Jesus steht dort auf dem Ölberg, und er sieht in der Geschichte Jerusalems die Geschichte einer Welt. Unserer Welt. Deiner Welt. Und er fragt sich: Gehörst du zu den Übrigen, oder gehörst du zu all denen, die mit dem Mob mitlaufen? Die sich für besonders toll und gut halten, und die in kürzester Zeit alle in ihren eigenen Ruinen laufen? So wie er damals Propheten gesandt hat, und Nachrichten, und Nachrichten, und Nachrichten.

[1:15:01] So sendet er jetzt eine prophetische Botschaft an die ganze Welt, in Offenbarung 14, Vers 6. Und sieben. Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet denen, die den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.

[1:15:33] Jesus kommt wieder. Sehr bald.

[1:15:40] Schauen wir gemeinsam noch im vorletzten Vers für heute in 2. Petrus 3, Vers 9 und 10. 2. Petrus 3, Vers 9 und 10. Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliches von einem Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. So wie der Mann im Gleichnis sagt: Gib ihm noch ein Jahr, den Feigenbaum. Dreimal habe ich nichts gefunden, gib ihm noch ein Jahr. So wie Jesus sagt, wie sich die Welt verändert hat, gibt es noch ein Jahr. So wie der Mann im Gleichnis sagt: Gib ihm noch ein Jahr, den Feigenbaum. Dreimal habe ich nichts gefunden, gib ihm noch ein Jahr. So wie Jesus sagt: Wie soll ich dich aufgeben, Ephraim? Mein Herz sträubt sich dagegen. Gottes Herz sträubt sich dagegen, dass die Welt zugrunde geht. Er möchte am liebsten alle retten. Aber so wie er Jerusalem nicht retten konnte, weil sie halbstarrig Nein gesagt haben, so kann er niemanden retten, der ihn nicht annimmt. Er kann nicht. Aber er möchte so gern. Gott möchte so gern jeden Menschen retten, denn er weiß, was kommt, wenn die Menschen ihn nicht annehmen.

[1:16:49] Vers 10. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht. Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.

[1:17:00] Jerusalem ist zweimal im Feuer vernichtet worden. Und danach war Jerusalem, wie? Verwüstet.

[1:17:10] Die Welt wird im Feuer vergehen und wird wüst sein.

[1:17:16] Aber als damals Jerusalem unterging und Jesus auf dem Berg stand und sagte: Jerusalem, Jerusalem, da wusste er, es gibt einen kleinen Überrest. Meine Jünger und die an mich glauben, werden herausgerettet werden aus dem Volk Israel und werden ein neues Volk gründen. Ein neues Volk.

[1:17:39] Jeder, der heute sich entscheidet zu sagen: Ich möchte zu dem kleinen Übrigen Rest gehören auf dieser Welt, für die Jerusalem steht. Sie werden herausgenommen und in eine neue Welt hinübergerettet.

[1:17:58] Weiß jemand, wie diese neue Welt heißen wird? Offenbarung 21, Vers 1. Offenbarung 21, Vers 1 und 2. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen und das Meer gibt es nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem von Gott aus dem Himmel herabsteigen. So wie es eine neue Erde und einen neuen Himmel gibt, weil der erste Himmel und die erste Erde im Feuer vergangen sind, so gibt es ein neues Jerusalem, weil das erste Jerusalem im Feuer vergangen ist. Übrigens, Jerusalem heißt zwei Jerusalems, denn der Name Jerusalem selbst bedeutet, dass es da zwei gibt. Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen. Und er wird bei ihnen wohnen und sie werden seine Völker sein und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird sein, wie der Leid noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das erste ist vergangen.

[1:19:14] Vers 5. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er sprach zu mir: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss. Gott wird seinen Plan zu Ende führen. Auf diesem Planeten, der ein schwarzer Fleck im Universum gewesen ist, wird er sein Jerusalem haben. Und er wird sein. Und er wird sein, weil es sich weder von Heiden noch von einem störrischen Volk Israel, noch von störrischen Christen abbringen lässt. Er wird auf dieser Erde sein Jerusalem haben.

[1:19:52] Willst du dabei sein? Wenn wir jetzt ein Lied hören, das uns darauf einstimmen möchte, in diesem Jerusalem zu sein, wäre das nicht schön?

[1:20:02] Vielleicht hast du heute gemerkt, dass Jesus zu deinem Herzen gesprochen hat. In Offenbarung 3, Vers 20 steht: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. Jesus hat viel Geduld. Er kommt ein erstes Mal zum Passah und zum zweiten Mal. Er sendet einen Propheten und noch einen Propheten. Aber Jesu Geduld ist nicht grenzenlos.

[1:20:34] Und wenn es jemanden gibt, der live zuschaut über das Internet oder auch hier, der sagt: Ich muss mich entweder zum ersten Mal für Jesus entscheiden oder vielleicht auch wieder näher zu Jesus kommen, weil ich gemerkt habe, das Fundament des Friedens und das Heiligtum, was er in mir aufgebaut hat, das ist mittlerweile ein bisschen zertreten worden und ich glaube, wir werden die Zeit anders verleben. Jesus sagt: Wenn du nur die Zeit deiner Heimsuchung erkannt hättest. Wenn wir nur wüssten, wie kurz das Ende der Welt bevorsteht, ich glaube, wir würden die Zeit anders verleben. Jesus sagt: Wenn du nur wüsstest, würdest du mich annehmen.

[1:21:16] Und ich frage mich: Ist heute jemand hier, der sagt: Ich möchte noch näher zu Jesus. Ich möchte mich entscheiden dazu, tatsächlich seine Einladung anzunehmen und diesen Herzenswunsch, den er hat, dass ich gerettet werde, ihm erfüllen. Wenn das unser Wunsch ist, dann bitte ich jeden Einzelnen, der das wirklich von Herzen möchte und auch wirklich mit allen Konsequenzen aufzustehen und auch die, die vor dem Computer stehen, auch aufzustehen, damit es Jesus sieht. Und wir in deinem Abschlussgebet sprechen.

[1:21:48] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass du so viel Geduld hast und alles versucht hast, um Jerusalem zu retten. Und du hast so viele Menschen in Jerusalem gerettet, aber du konntest ganz Jerusalem nicht retten. So kannst du auch diese Welt nicht mehr retten, vor sich selbst, aber du kannst viele Menschen in der Welt noch herausretten. Und dafür danken wir dir.

[1:22:18] Wir möchten diese Zeit der Heimsuchung erkennen. Wir möchten wissen, was zu unserem Frieden dient. Wir möchten nicht den Frieden, den du angefangen hast, in uns wieder zertreten lassen durch äußere Einflüsse, durch Sünde, durch unseren Stolz, sondern wir möchten bei dir bleiben, der du der Friedefürst bist. Und wir freuen uns schon auf dieses neue Jerusalem, von dem wir gehört und das besungen wurde.

[1:22:44] Wir möchten dich bitten, dass du in unser Herz kommst, dass du erneut in unser Herz kommst zum ersten Mal oder noch näher einfach zu uns. Dass wir uns vorbereiten auf die Krise, die vor uns liegt. Und dass wir, wenn du vor unserer Herzen Tür stehst, dich nicht abweisen, sondern dich hineinnehmen.

[1:23:05] Jesus, du hast so sehr geweint um jeden einzelnen Menschen dort in Jerusalem und so sehr weinst du jetzt um jeden einzelnen Menschen, der draußen in der Welt lebt und dich nicht haben möchte. Gib, dass auch wir dieses Bedürfnis haben, andere Menschen zu retten und für sie zu wirken. Und wir danken dir, dass du so gnädig bist und dass du all das für uns getan hast. Amen.

[1:23:46] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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