In dieser Folge der Cannstatt Study Hour Serie „Haushalterschaft“ geht es um die wichtigen Gewohnheiten, die einen guten Haushalter ausmachen. Chiara Castoro beleuchtet fünf zentrale Prinzipien: zuerst nach Gottes Reich trachten, die Wiederkunft Jesu erwarten, die Zeit klug nutzen, Körper und Geist gesund halten und Selbstdisziplin üben. Anhand biblischer Beispiele und Zitate wird gezeigt, wie diese Gewohnheiten unseren Charakter formen und unser Leben positiv beeinflussen können.
Haushalterschaft (CSH 2018 Q1): 12. Die Gewohnheiten eines Haushalters
Chiara Castoro · Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens ·Themen: 1. Korinther, Apostelgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Christlicher Lebensstil, Epheser, Jakobus, Kolosser, Lukas, Neues TestamentPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Cannstatt Study Hour
Wir laden verschiedene Sprecher ein um mit uns gemeinsam die Studienhefte der Sabbat Schule des aktuellen Quartals zu studieren. Neue Folgen wöchentlich!
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
- Cannstatt Study Hour 2017 Q4: Der Römerbrief (Reformations-Spezial)
- Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens
- Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte
- Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus
- Cannstatt Study Hour 2019 Q1: Die Offenbarung
- Cannstatt Study Hour 2019 Q2: Familien Zeiten
- Cannstatt Study Hour - Spezial 2019 Q4: Esra & Nehemia
- Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?
Weitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen bei dieser CSH mit der Serie Haushalterschaft. Wir haben nun seit Wochen das Thema Haushalterschaft und wir betrachten es in verschiedenen Blickwinkeln. Das heutige Thema, die Gewohnheiten eines Haushalters, ist auch sehr wichtig und ich möchte euch dazu einladen, dass wir es gemeinsam studieren. Aber davor möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam beten. Herr, ich möchte dir danken, dass du uns zu deinen Haushalten rufst und ich danke dir, dass du uns mit deinem Wort beschenkst, wo wir hier daraus lernen dürfen, wie du uns als Haushalter haben möchtest. Ich möchte dich bitten, schenke uns den Heiligen Geist, damit wir dein Wort verstehen und damit wir in dir wandeln können. Ich danke dir dafür. Amen.
[1:22] Die Folge von diesmal heißt die Gewohnheiten eines Haushalters und wir werden gleich sehen, warum es wichtig ist, gute Gewohnheiten zu entwickeln. Aber davor möchte ich mit euch im Psalm lesen. Psalm Kapitel 119, dort Vers 9 bis Vers 11. Und da steht: Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Und wir könnten eigentlich dazu sagen oder einsetzen, anstatt junger Mann, wie wird ein Haushalter seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort. Von ganzem Herzen suche ich dich, lass mich nicht abweichen von deinen Geboten. Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige. Da sehen wir schon, wie wichtig es ist, für jeden Menschen, der Gott dienen möchte und vor allem für uns als Haushalter, wie wichtig es ist, Gottes Wort zu kennen, Gottes Gebote zu beherzigen und Gott in seiner Schrift zu suchen. Denn hier schreibt der Psalmist: Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.
[2:57] Und wenn wir so überlegen und nachdenken über die Persönlichkeiten von den verschiedenen Glaubenshelden der Bibel, dann sehen wir, dass alle von diesen Persönlichkeiten auch gute Gewohnheiten hatten. Wenn wir zum Beispiel Daniel nehmen, da wissen wir von ihm, dass er dreimal am Tag betete. Wenn wir zum Beispiel Jesus selbst nehmen, da sagt uns die Schrift, dass er die Gewohnheit hatte, die gute Gewohnheit, an jedem Sabbat zur Synagoge zu gehen. Und es gibt gute Gewohnheiten, schlechte Gewohnheiten und die Frage ist, wie man diese auch entwickeln kann.
[3:51] Und im Talmud steht ein sehr interessantes Zitat, das ich hier euch vorlesen möchte. Da steht: Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal. Es ist gut zu wissen, wie sich Gewohnheiten entwickeln und aus diesem bekannten Zitat wird herauskristallisiert, dass Gewohnheiten durch einzelne Handlungen oder durch wiederholende Handlungen sich entwickeln. Und wenn wir uns fragen, von wo Handlungen kommen, dann ist es von dem, an was wir denken, was wir sagen, was wir glauben. Und oftmals ist es uns nicht bewusst, aber unsere Gewohnheiten machen unseren Charakter aus und es beeinflusst unseren Lebensweg. Und deswegen steht auch hier, dass unser Charakter zu unserem Schicksal wird.
[5:29] Die Sabbatschule, die Betrachtung, die gibt uns fünf gute Gewohnheiten vor. Und die erste Gewohnheit, die wir uns auch besser anschauen möchten, ist: Trachte zuerst nach Gottes Reich. Lesen wir den Vers, den Jesus selbst hier diesen Satz auch ausgesprochen hat, in Matthäus Kapitel 6 und dort Vers 33. Matthäus 6 Vers 33, da steht: Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden. Hier lernen wir einen fundamentalen Prinzip, und zwar das, dass wir Gott als Priorität setzen. Zuerst nach Gottes Reich und nach seiner Gerechtigkeit zu trachten, zu suchen. Wenn wir darüber nachdenken, dass wir Haushalter sind, dann haben wir auch schon gelernt, wovon wir Haushalter sind. Wir sind Haushalter unserer Zeit, von unserem Geld und unserer Kraft. Und eigentlich gehört das Ganze nicht uns, haben wir auch in den vorherigen Folgen gehört, sondern das Ganze gehört Gott. Gott ist der Eigentümer und wir dürfen damit haushalten. Deswegen ist es auch wichtig, nicht zu vergessen, dass da wir nur Haushalter sind und nicht Eigentümer der Dinge, die wir haben, dass wir damit gut umgehen und dass wir das so umgehen mit diesen Sachen, wie es auch Gott gefällt.
[7:25] Lesen wir aus Matthäus Kapitel 22 und dort Vers 37 und Vers 38. Wir lesen hier: Und Jesus sprach zu ihnen: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das erste und größte Gebot. Also auch die Gebote und so wie Jesus es hier nennt, das größte Gebot, sagt uns, dass wir Gott lieben sollen. Und zwar mit all dem, was wir sind, mit unserem Herzen, mit unserer Seele, mit unserem Denken. Wenn wir in unserem Leben Entscheidungen zu treffen haben, so können wir darüber nachdenken: Was würde es dem lieben Gott gefallen? Drücke ich die Liebe zu Gott in dem, was ich tue?
[8:37] Der nächste Vers ist im Epheser Kapitel 5. Epheser Kapitel 5, dort Vers 15 bis Vers 17. Und da steht: Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist. Das heißt, dass genau das, was auch der Psalmist uns gesagt hat. Wir sollen erkennen, wir sollen suchen nach dem Willen Gottes und auch darin wandeln.
[9:28] Und ein nächster Vers, Kolosser. Kolosser Kapitel 3, Vers 23 steht: Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für den Menschen. Das heißt, wenn wir haushalten, so müssen wir das auch im Sinn haben. Wem wollen wir gefallen? Wollen wir den Menschen gefallen oder wollen wir Gott gefallen? Trachte zuerst nach Gottes Reich, nach seiner Gerechtigkeit. Das ist an sich in der Theorie vielleicht ein sehr einfaches Prinzip, aber wie oft vergessen wir es im Alltag? Ich persönlich vergesse es sehr schnell und habe diese Erfahrung gemacht, dass ich das sehr schnell vergesse. Und deswegen ist es vielleicht gut, sich manchmal Erinnerungszettel oder Sprüche auswendig zu lernen oder irgendwo zu hängen, wo man sich erinnern kann.
[10:46] Wenn wir diesen Vers im Kontext betrachten, lesen wir, dass Jesus diesen Vers sagt, als er darüber redet, dass wir uns keine Sorgen machen müssen über unsere Kleidung, über das tägliche Essen. Denn Gott sorgt für uns. Unsere Aufgabe ist aber, Gottes Willen zu tun, seine Gerechtigkeit und sein Reich zu suchen. Es ist aber oftmals schwierig. Meistens kann es auch leicht sein, aber oftmals kann es auch zu Schwierigkeiten bringen. Wenn wir zum Beispiel das Sabbatgebot nehmen, wissen wir, dass wir auch Zeit haushalten. Und Gott möchte aber den siebten Tag für sich haben. Und wir wissen, es ist sein Wille, dass wir für ihn da sind an diesem besonderen Tag. Aber wenn es darum geht, die Arbeit zu verlieren, weil wir am Sabbat nicht arbeiten gehen können oder wollen, dann stehen wir in einem Konflikt. Und da ist dann auch wieder die Frage: An was suche ich zuerst? Nach Gottes Reich oder sorge ich mich selbst um meine Bedürfnisse? Gott verspricht uns aber auch in diesem Vers, dass er sich um alles sorgen wird und uns alles schenken wird.
[12:22] Wenn wir Jesus Beispiel auch in diesem Sinne folgen, dann können wir auch sehen, wie er am Golgatha gelitten hat und auch voller Schmerzen war und auch Gott gebetet hat, dass dieser Kelch vorübergeht. Aber auch Jesus kannte Gottes Willen und er wollte es von ganzem Herzen auch tun. Und Gott hat auch für ihn gesorgt und hat ihn dafür belohnt, dass er gehorsam war bis zum Tod, so wie Paulus es beschreibt. So ist die Frage vielleicht für diese erste Gewohnheit, trachte zuerst nach Gottes Reich, ob wir als Christen, als Haushalter wirklich so leben, dass wir Gott und sein Werk an erster Stelle setzen. Und glauben wir daran, dass wenn wir das tun, dass uns Gott auch für alles andere sorgen wird. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, mit dem wir aber im Gebet auch vorangehen können in der Erfahrung mit Gott.
[13:37] Der zweite Punkt ist: Erwarte die Wiederkunft. Und hier schlagen wir in Lukas Kapitel 12 auf. Lukas Kapitel 12, ab Vers 35 und auch wenn es ein bisschen längerer Absatz ist, wollen wir trotzdem von 35 bis Vers 48 lesen. Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend. Und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Glückselig sind jene Knechte, welche der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird. Wahrlich, ich sage euch, er wird sich schürzen und sie zu Tisch führen und hintreten und sie bedienen. Und wenn er in der zweiten Nachtwache kommt oder in der dritten Nachtwache kommt und sie so findet, glückselig sind jene Knechte. Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb käme, so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint. Da sprach Petrus zu ihm: Sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle? Der Herr aber sprach: Wer ist wohl der treue und kluge Haushalter, den der Herr über seine Dienerschaft setzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die verordnete Speise gibt? Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchen Tun finden wird. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über alle seine Güter setzen. Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen und anfängt die Knechte und die Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn entzweihauen und ihm sein Teil mit den Ungläubigen geben. Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereit hielt und auch nicht nach seinem Willen tat, wird viele Schläge erleiden müssen. Wer ihn aber nicht kannte und doch tat, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge erleiden müssen. Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen, und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto mehr fordern.
[16:19] Es ist interessant, dieser Punkt, dass wir als Haushalte so leben sollen, dass wir die Wiederkunft Jesu erwarten. Im Vers 35 und auch 36 wird uns aufgezählt, wie wir warten sollen, mit welcher Ausrüstung wir warten sollen. Und es steht einmal, dass unsere Lenden so umgürtet sein sollen und die Lichter brennend sein sollen in dieser Zeit. Wenn wir in Epheser 6, Vers 14 gehen, lesen wir, dass Paulus schreibt, dass dieses Symbol, die Lenden umgürtet zu haben, die Wahrheit ist. Wir sollen es mit Wahrheit umgürten. Und die Lichter brennend kennen wir aus den anderen Gleichnissen, von den Jungfrauen, aber auch von der Bergpredigt. Dass es einfach der Heilige Geist ist, der in uns wohnt. Und dass wir Lichter sind, das heißt, dass wir Zeugen sind von unserem Gott.
[17:35] Und lesen wir auch Lukas, Kapitel 5, Vers 16. Es tut mir leid, es war nicht Lukas 5, Vers 16, sondern Matthäus 5, Vers 16. In Matthäus 5, Vers 16 steht: So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Das heißt, unser Licht sind die guten Werke, die wir tun, damit die Menschen Gott erkennen durch uns.
[18:12] Gehen wir wieder zurück in Lukas, Kapitel 12. Das heißt, wir haben gelesen, wer auf die Wiederkunft Jesu wartet, sollte in der Wahrheit sein. Das heißt, in den Schriften lesen und sollte auch ein Zeugnis geben, Zeuge sein für Gott. Und dieses Gleichnis gefällt mir ganz gut, weil es sehr gut unterscheidet, wie die verschiedenen Haushalte sind oder sein können. Der gute Diener in Vers 42 und 43 wird kurz gesagt, er tut genau das, wofür er gerufen worden ist von seinem Herrn. In Vers 45 und 46 lesen wir über den schlechten Diener und den bösen Diener. Wir können das nochmal lesen. Genau, der einfach darüber nachdenkt und sagt: Mein Herr kommt lange nicht. Und er anfängt schlecht über die anderen Knechte und merkt, er isst und trinkt und berauscht sich, steht hier. Und er merkt dann nicht, dass der Tag gekommen ist, wo der Herr wieder zurückkommt.
[19:50] Und Vers 47 und Vers 48 will Jesus uns einfach nochmal bewusst machen, in welcher Verantwortung wir hier als Haushalte zu tragen haben. Uns wurde viel gegeben. Wenn wir aufzählen, was wir haben: Zeit, Kräfte und Geld, dann wissen wir, dass uns viel gegeben worden ist. Und die Frage ist, wie setze ich das ein? Ein guter Haushalter behält immer im Hinterkopf, dass bald der Herr wiederkommen wird. Ein schlechter Haushalter dagegen wird immer im Hinterkopf behalten: Der Herr kommt lange nicht. Und schon diese Einstellung, allein diese Einstellung macht viel aus in der Haushaltung von dem, was der Herr hier ihnen gegeben hat.
[20:58] Das heißt, bei diesem zweiten Punkt, erwarte die Wiederkunft, können wir uns auch selbst die Frage stellen: Leben wir so, als würden wir wirklich glauben, dass Jesus bald wiederkommt? Und ist unsere Verantwortung auch bewusst, die wir haben?
[21:22] Der dritte Punkt ist: Nutze die Zeit klug. Auch hier müssen wir ein paar Verse lesen, bevor wir das kommentieren. Einmal in Hiob, Hiob, Kapitel 8, Vers 9. Hiob, Kapitel 8, Vers 9. Da lesen wir.
[22:17] Ja, auch hier ist es so ähnlich wie beim zweiten Punkt. Wir sollen eine bestimmte Zeit erkennen. Beim zweiten Punkt haben wir gesagt, sollen wir erkennen, dass bald der Herr wiederkommt und so in dieser Erwartung auch leben. Aber wir sollten auch darüber nachdenken und in dieser Bewusstsein oder dieser Einstellung haben, dass unsere Zeit sehr beschränkt ist, unsere Lebenszeit. Wenn wir über die Zeit einfach nachdenken, dann wissen wir, dass die Zeit auf nichts und niemanden Rücksicht nimmt. Die Zeit vergeht und man kann sie nicht mehr zurückholen. Und wie gesagt, jeder hat nur eine bestimmte kurze Zeit zur Verfügung, Lebenszeit. Und das Spannende daran ist, dass keiner von uns weiß, wie lang diese Zeitspanne ist, die wir hier auf dieser Erde leben. Wir können auch die Zeit nicht stoppen. Wie gesagt, die Zeit hat keine Rücksicht auf uns.
[23:52] Und wie leben wir, wenn wir diesem bewusst sind, dass wir keine Macht haben über die Zeit? Lesen wir in Epheser. Epheser, Kapitel 5. Und dort Vers 15 und Vers 16. Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Das heißt, dieser Vers lädt uns ein, weise zu sein mit der Zeit, mit dem, was wir mit unserer Zeit auch machen. Und Jakobus sagt, wenn es uns an Weisheit mangelt, dann können wir sie Gott erfragen, und er wird sie uns geben. Es gibt auch diesen Spruch: Zeit ist Geld. Dieser Satz oder dieser Spruch zeigt einfach, wie sehr kostbar Zeit ist. Und wenn wir einem Menschen Zeit schenken, dann ist es das Kostbarste, was wir geben können. Und so ist auch die Zeit, die uns Gott gegeben hat, und die wir Gott zur Verfügung stellen, dann ist es etwas ganz Besonderes auch für Gott. Es ist das Kostbarste, was wir Gott schenken können.
[25:32] Und Gott wusste das, und er möchte mit uns Zeit verbringen. Und das sehen wir auch in diesem vierten Gebot, in dem Sabbatgebot. Und auch hier ist die Frage, ob wir genauso leben mit dem Bewusstsein, dass die Zeit einfach vergeht, und wir sie nicht halten können. Und dass diese Zeit, die wir haben, begrenzt ist. Was machen wir mit unserer Zeit? Wie viel schenken wir Gott? Wie viel schenken wir unserem Nächsten? Und wie viel schenken wir uns selbst?
[26:16] Die vierte Gewohnheit ist: Halte Verstand, Körper und Seele gesund. Lesen wir in 1. Thessalonicher 5, 23. Und steht: Selbst aber der Gott des Friedens heilige euch durch und durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib möge untadelig bewahrt werden, bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus. Auch hier ist die Verknüpfung mit der Erwartung von der Wiederkunft Jesu und die Einladung, unser ganzes Sein untadelig zu bewahren.
[27:08] Wenn wir auch in Offenbarung 21, 1-5 lesen. Offenbarung 21, 1-5. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine Frau für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen. Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er sprach zu mir: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss.
[28:09] Wir sollten in unserem Leben auch so leben, dass wir auf die Wiederkunft Jesu erwarten, aber auch uns erfreuen, dass das, was er uns schenken möchte in diesem neuen Himmel und neuer Erde, dass es etwas Größeres ist, als das, was wir uns vorstellen können. Und dort wird es kein Leid mehr geben, kein Schmerz mehr geben. Aber Gott hat uns auch ganz viele gute Prinzipien durch sein Wort mitgeteilt, auf die wir Rücksicht nehmen können, um einfach unseren Geist, aber auch unseren Körper gesund zu halten.
[28:54] Es gibt auch im Latein diesen Spruch: Mens sana in corpore sano, oder im Deutschen: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Und ja, wir sollten uns Gedanken machen, da auch unser Körper nicht uns gehört, sondern Gott uns es geschenkt hat und auch ein Tempel des Heiligen Geistes ist, so wie Paulus es beschreibt, dass wir darüber nachdenken, wie wir es am besten gesund erhalten können. Und wir wissen, dass Körper und Geist sehr stark in Verbindung stehen. Schlechte Gewohnheiten könnten uns dazu führen, dass wir einfach kraftloser sind, schlapp sind und auch wenn wir das Gute wollen, einfach nicht die Kraft haben, es durchzusetzen. Denn wie wir auch dann weiter sehen in der fünften Gewohnheit, ist die fünfte Gewohnheit: Selbstdisziplin. Und das ist auch nur möglich, wenn wir, beziehungsweise es erleichtert uns sehr die Arbeit, wenn wir einfach fit sind im Körper und im Geist.
[30:07] Das heißt, wir kennen verschiedene Substanzen, auch wie Alkohol und verschiedene Drogen, die unseren Geist einfach vernebeln können und genauso aber auch eine schlechte und falsche Ernährung können dazu führen, dass wir einfach nicht so fit sind, dass wir krank sind und dass dadurch auch unser Geist einfach benebelt ist, sowie auch mangelnde Bewegung. Deswegen als gute Haushalter von Zeit und Geld sollten wir aber auch gute Haushalter sein von der Kraft, die Gott uns schenkt und von unserem Körper und einfach gut damit umgehen. Und auch hier ist dann die Frage, die wir uns stellen können, ob wir genauso leben mit dem Bewusstsein, dass unser Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist. Der Heilige Geist möchte in uns wohnen.
[31:10] Wie schon erwähnt, ist die fünfte Gewohnheit, die hier die Sabbatschule uns nahe bringen möchte: Selbstdisziplin. Das lesen wir in 2. Timotheus, Kapitel 1, Vers 7. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. Und hier sagt mir die Schlachter-Bibel, anstatt Zucht könnte stehen: richtiges Verständnis, gesunder Verstand, Selbstbeherrschung, Züchtigkeit. Der Geist, den Gott uns geschenkt hat, ist auch ein Geist der Kraft, der Liebe und der Selbstbeherrschung.
[32:04] Und auch hier sind Glaubenshelden der Bibel und Persönlichkeiten der Bibel uns auch ein sehr gutes Beispiel und Vorbild. Wenn wir an Daniel zum Beispiel denken, er hatte verschiedene Momente in seinem Leben, wo er das einfach ganz besonders gezeigt hat, wie selbstdiszipliniert er war. Im jungen Alter, aber auch als er ein erwachsener Mann war. Und natürlich ist das vielleicht, selbstdiszipliniert zu sein, kostet sehr viel Kraft und ist eine große Herausforderung. Aber wir stehen da in dieser Aufgabe nicht alleine. Wir haben den Heiligen Geist, der uns hier hilft.
[32:57] Und ich möchte euch ein Zitat vorlesen von Ellen White. Hier steht: Zu allen Zeiten wandelten Menschen genau wie Henoch und Noah mit Gott. Zum Beispiel Daniel und seine Freunde erkannten, dass sie inmitten der falschen Religionen des Heidentums nur dann als Vertreter der wahren Religion standhalten konnten, wenn ihr Verstand klar und ihr Charakter Christus ähnlich war. Gott selbst war ihr Lehrer. Unter ständigem Gebet, gewissenhaftem Studium und in enger Verbindung mit dem Unsichtbaren wandelten sie mit Gott.
[33:37] Und genauso wie Daniel und seine Freunde leben wir auch in einer Welt, wo nicht, ja, wir können sagen, heidnisch ist. Und es ist unsere Aufgabe, haben wir vorhin gelesen, in der Erwartung auf die Wiederkunft, dass wir Zeugen sind. Und am besten können wir es sein durch unseren Charakter, wenn die Menschen einfach sehen, wie wir arbeiten, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen und was wir mit unserer Zeit alles tun und wie unser Lebensstil ist.
[34:22] Und wir haben gesehen, ganz am Anfang, dass unser Charakter von unseren Gewohnheiten sehr stark zusammenhängt. Kurz gesagt, ein guter Haushalter wandelt mit Gott. Genauso wie Henoch es getan hat, wie Noah es getan hat und wie wir gelesen haben, auch Daniel es getan hat. Und es ist natürlich sehr schwierig, alte Gewohnheiten abzulegen und wie genau es auch schwierig sein kann, neue Gewohnheiten sich anzueignen. Und wenn man so ein bisschen recherchiert, kann man finden, dass Studien sagen, dass man vielleicht zwei Monate im Durchschnitt braucht, bis man sich eine neue Gewohnheit angeeignet hat. Es kostet Mühe, es kostet Selbstdisziplin, aber es lohnt sich. Und wie auch schon erwähnt, wir sind nicht alleine, sondern wir haben den lieben Gott als unser Lehrer.
[35:30] Und ja, ich möchte, dass wir uns erinnern an diese Worte von dem Zitat am Anfang, wo es steht: Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
[36:02] Und wenn wir zurückgehen in Lukas 12 und uns an diese zwei Haushalte erinnern, so können wir sehen, dass der gute Haushalter nach Gottes Reich gesucht hat. Er wusste, er kannte den Willen des Herrn und hat das getan. Der Bibelvers sagt, er tat alles, was der Herr gesagt hatte, ihm geboten hatte. Und er erwartete die Wiederkunft seines Herrn. Und wenn wir dann weitersehen, die dritte Gewohnheit: Er nutzte die Zeit klug. Er wusste, seine Zeit ist beschränkt. Beschränkt bis zur Wiederkunft bzw. bis seine Lebenszeit endete. Und wir haben gelesen, dass der schlechte Diener aber seinen Körper nicht so gut behandelt hat und auch seinen Verstand dadurch benebelt hat und seine Seele. Er trank, er aß, er berauschte sich, sagt die Bibelverse. Und er war auf keinen Fall selbstdiszipliniert. Im Gegenteil, der gute Haushalter war selbstdiszipliniert in den Aufgaben, die er durchzuführen musste.
[37:29] Diese fünf Gewohnheiten sind gute Gewohnheiten und die können wir uns aneignen. Ich möchte euch und auch mich einladen, diese Gewohnheiten auszuüben und mit Gottes Hilfe sie umzusetzen in unserem Leben.
[37:54] Wir wollen Gott danken für sein Wort und für diese gute Ratschläge, die er uns gibt, mit einem Gebet. Herr, ich möchte dir danken, dass du uns führst und leitest. Und ich möchte dir danken, dass du uns ein Buch voller guter Ratschläge gibst, damit wir ein erfülltes Leben leben können, Herr. Ich möchte dir danken, dass du uns beschenkst mit Zeit, Geld, mit Wahrheit und mit Kraft, Herr. Und ich möchte dich bitten, dass wir unser Leben in diesem Bewusstsein leben, dass alles, was wir haben, nicht uns gehört, sondern dir. Und dass wir deswegen, Herr, alles, was wir tun in dieser Welt, dass wir es zu deiner Ehre tun und dich in allem an der ersten Stelle setzen. Ich danke dir dafür. Amen.
[39:02] Dann vielen Dank, dass ihr zugeschaltet habt und ich möchte euch einladen, auch bei der nächsten Folge einzuschalten.
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